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und sollen die ron den Mitgliedern zur Ausstellung vorgesehenen Tiere bei Gelegenheit der nächsten General- Versamm lung, die Ende Februar in Hamels Garten stattfinden soll, einer Schau unterzogen werden, um die Mitglieder auf etwaige Nachteile aufmerksam zu machen und vor unnötigen Kosten zu bewahren. Eine angenehme Abwechslung brachte wiederum ein Verlosung von Mitgliedern gestifteten Preisen. Ein Ebenfalls von einem Mitglied gestifteter Kanarienvogel brachte durch eine amerikanise Versteigerung das erkleckliche Sümmchen von ca. 22 Mt. Ein gemütlicher Teil schloß sich an die Versammlung an und hielt einen Teil der Mitglieder in noch recht angenehmer Weise ein Stündchen beisammen.
** Freiwillige Unteroffizierschüler. Zum 15. April und 15. Oktober ds. Js. werden noch Freiwillige in Unteroffizierschulen und Unteroffizierborschulen eingestellt. Der Aufenthalt auf einer Unteroffiezierschule dauert in der Regel drei, bei besonderer Brauchbarkeit zwei Jahre, der Aufenthalt auf einer Unteroffizierborschule zwei Jahre. Die Einzustellenden in eine Unteroffizierschule müssen mindestens 17 Jahre alt sein, dürfen jedoch das 20. Lebensjahr nicht überschritten haben. Die Einzustellenden in eine Unteroffizierborso ule müssen in der Regel beim Eintritt in die Anstalt das 15. Lebensjahr erreicht haben, dürfen aber nicht über 17 Jahre alt sein. Anmeldungen werden jeden Tag von 9 bis 12 Uhr vormittags bei dem Bezirkskommando in Frankfurt entgegengenommen, wo auch die weiteren Bestimmungen eingesehen werden können. Die Erziehung erfolgt unentgeltlich.
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* Zum 8 um hundertjährigen Todestage Schillers rüsten sich in allen deutschen Städten die Frauen, um die geplante Huldigung zu einer recht großartigen zu gestalten. Bekanntlich wollen die deutschen Frauen dem Dichter fein neues Denkmal sehen, vielmehr der seinen Namen tragenden Stiftung neue Mittel zuführen. Diese Hülfsanstalt giebt Ehrensolde an Dichter und Schriftsteller, namentlich an die ersten der Nation, sorgt in Bedürfnisfällen für deren Angehörigen und sucht auch sonst den geistigen Arbeitern des Volkes zu helfen, wo es nur geht. Ueberall hat der Gedanke, das sehr zusammengeschmolzene Vermögen der Schillerstiftung zu vergrößern, vollen Beifall gefunden.
*** Im Monat Dezember vorigen Jahres wurden im Großherzogtum Hessen 2829 hektoliter Branntwein( reiner Alkohol) erzeugt. Davon wurden 1106 Heftoliter, von denen 29 vollständig denaturiert waren, zur steuerfreien Verwendung abgelassen. Am Schluß des Monats waren 1513 Hektoliter in den Lagern und Reinigungsanstalten unter steuerlicher Kontrolle verblieben, während im Laufe des Monats 3341 Hektoliter nach der Versteuerung in den reifen Verkehr gesetzt wurden.
Weylar, 18. Jan. Herr Wirt Parr, der früher Pächter des Schüßenhofes" in Laubach war und vordem die Wirtschaft Zum wilden Mann" in Grünberg hatte, will nunmehr den Gasthof Zum Reichshof" in Bad- Nauheim auf 5 Jahre zum Pachtpreis von 8000 Mt. übernehmen.
Allendorf a. d. Lda. Am 2. Februar findet im Saale des Gastwirts Ludwig Bull eine General- Versammlung des Bauernvereing statt, in der u. a. die Neuwahl des Vorſtandes vorgenommen wird. Damit verbunden ist die Feier
des Stiftungstages.
Ettinghausen, 15. Jan. Unter großer Beteiligung der ganzen Gemeinde und des Ortsvorstandes fand gestern die Beerdigung des Gemeinde Einnehmers Gg. Hahn statt. Der Berstorbene, der ein Alter von 73 Jahren erreichte, war nahezu 30 Jahre als Gemeinde- und Kirchenrechner tätig; er war ein gewissenhafter, treuer Beamter.
+ Quedborn, 18. Jan. Der hiesige Kriegerverein feiert Raisers Geburtstag am 31. Januar in kleinem Rahmen in der Görnert'schen Wirtschaft.
Bekanntmachung.
In der Zeit vom 9. Januar bis 16. Januar 1904 wurden in hiesiger Stadt
gefunden: 1 Ring mit rotem Stein, 1 GummiSchlauch und 1 Bremsvorrichtung.
× Friedberg, 18. Jan. In der letzten Woche fanden Verhandlungen mit Bad- Nauheim statt bezüglich des Elektrizi tätswerkes und der elektrischen Bahn zwischen Bad- Nauheim und Friedberg.
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* Marburg, 17. Jan. Behufs Besichtigung des Geländes zu dem am Nordabhang des Dammelsberges zu errichtenden staatlichen Heilserum Institut, das unter der Leitung des Geh. Raths von Behring stehen wird. werden im Laufe des nächsten Monats höhere Ministerialbeamte aus Berlin hier eintreffen.
+ Marburg, 15. Jan. Lezte Nacht wurde ein Goldund Silberdiebstahl, wobei den Dieben Sachen im Werte von 700 bis 800 Mart in die Hände fielen, in einer einzeln stehenden Villa am Schloßberge ausgeführt.
Stadttheater Gießen.
Kyriz Pyrig.
Bosse mit Gesang in 3 Akten von H. Wilkens und O. Justinus. Eigentlich ist es ein Glück, daß sich von den vielen Erzeugnissen der Possenfabrikation nur wenige durch längere Lebensdauer eine Daseinsberechtigung erworben haben. Zu diesen Langlebigen fann man wohl Kyriß- Pyriz zählen, das fast jedes Jahr bei uns über die Bretter ging und hier wie überall noch heute ein dankbares Publikum findet. Die Posse besitzt aber auch tatsächlich alles, was zu einem rechten( Lach-) Erfolge nötig ist: Eine große Anzahl echter, allerdings längst bewährter Possenfiguren, tolle Situationsfomit, eine zwar nicht edle, aber desto ansprechendere Musik, ein Ragout von Wißen, die nur deshalb immer so oft wieder an die Oberfläche tommen, weil sie in dem großen Topfe Unsinn allzu lustig prodeln, keine einheitliche Handlung, zwei Liebesgeschichtchen mit glücklichem Ausgang mein Liebchen was willst du noch mehr?- Unser Ensemble hatte an dem hellen Blödsinn gestern Abend sichtlich selbst die größte Freude, die Darsteller überboten sich förmlich in possenhaften Schrullen und Einfällen, sodaß man wirklich nicht weiß, wem man eigentlich die Balme, in fonzentrierter Verrücktheit das Höchfte geleistet zu haben, zuerkennen soll.
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Possenfigur zu wirken. Die Regie war bei Herrn Conradi in guten Händen und Herr Musikdirektor Krause schwang den Taktstock mit bekannter Sicherheit. Der Besuch des Theaters war recht aut. H. H.
Aus dem Gerichtssaal.
Strafkammer.
Gießen, 15. Januar 1904. Der Zimmermann Georg Knieriem von Bad- Nauheim aersuchte in angetrunkenem Zustande zu Ober- Mörlen in einer Wirtschaft mit verschiedenen Gästen Streit anzufangen. Als diese ihm aus dem Wege gingen verfolgte er dieselben und stach dem Streckenarbeiter Heinrich Huppert ein Messer in den linken Arm, sodaß eine 3wöchige Arbeitsunfähigteit eintrat. Die Kammer erkannte auf 6 Monate Gefängnis und erläßt gegen den stellenlosen Verurteilten Haftbefehl. Bei verschlossenen Türen wird sodann gegen den Knecht Wilhelm Heinrich Wagner von Büdesheim wegen wiedernatürlicher Unzucht verhandelt, das Urteil lautet auf 2 Monate Gefängnis wegen Vergehens gegen§ 175. St.-G.-B.
Den Schluß bildet die Anklage gegen den Schweinehändler Karl Düringer von Eberstadt wegen Bergehens gegen das Viehseuchengesez. Düringer wurde vom Licher Schöffengericht nur wegen fahrlässiger Gesezesübertretung verurteilt, was der Staatsanwaltschaft Veranlassung gab Berufung einzulegen. Nach sehr umfangre cher Bewetsaufnahme erfannte das Gericht wegen wissentlicher Uebertretung des§ 328 St.- G- B. auf 3 Wochen Gefängnis.
Eingesandt.
Wir erhalten folgenden Brief:
Roheim a. d. Bieber.
Wir begrüßen jetzt schon die Festlichkeit aus Anlaß des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers, da wir alle darauf angewiefen sind, die Feier gemeinschaftlich im Zuge mit Fackeln zu verschönern. Als Musitchor ist die Kapelle von Krofdorf zu diesem Feste gewählt worden. Aufgestellt wird der Zug am Bahnhof. Es sei dem alten Herrn des Kriegervereins Rodheim, welcher die Sache arrangiert hat, nochmals öffentlich gedankt, daß er die Gemeinde auf einmal in so einige Fußtapten zu bringen wußte, was bis jetzt noch teiner fertig gebracht hat. Wir wünschen deshalb, daß der Betreffende noch viel Gutes in die Wege führen möge, ebenfalls wünschen wir der Einigkeit ein fröhliches Blühen und Gedeihen.
Litterarisches.
Herr Conrabi als Rux mit die Bäcker beene" war ganz in seinem Element. Borzüglich war auch Frau Fischer als Bäckermeisterin. Diese zentnerschwere Gemütlichkeit, die nur durch heldenhaften Kampfesmut und Bergnügungsfreude abgelöst wurde, stand ihr ungemein komisch. Frl. Lembach hatte gestern ihren guten Tag, oder ihre gute Rolle, wenigstens haben wir sie so lebhaft noch nicht gesehen. Sie spielte den Sekundanten Thüleke mit geradezu verblüffender Hosensicherheit, war frech, verliebt, fand in Frl. sang auch recht gut und naseweis, Hellberg ja zwar eine äußerst schalkhafte, liebreizende Partnerin aber aber der Gesang?- Herr Teleky gab den Apotheker Piepenberg mit den dünnen Säuseltönen, die ihm zur Verfügung stehen, Herr Haag zeigte große Stimmenkraft als Stadttämmerer Liezow, war auch sonst nicht übel; als„ Schönster" der Pyrißer, Friseur Nauke, präsentierte sich Herr Ta mte in äußerst gelungener Maste, wenn es auch offenbare Renommage war, wenn er sagte, daß er das hohe Awie Gänseschmalz" hingelegt habe, so handhabte er den forzierten Querschtenor doch mit Virtuoſität Dau- Neiſſe,„ Die Geschichte des Schiffes“( III. Schiffe,
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und auch sein Spiel verdient alles Lob. Herr Gronert hatte sich als Stadtmusikus Klobig wieder eine seiner Wahnfinns figuren geleistet und großen Erfolg damit erzielt, Herr Knabe vervollständigte als dritter im Bunde das Pyrizzer Kleeblatt recht geschickt, er zeigte zum Guitarrespiel wie zur Cylinderbalance ein gleich großes Talent und Herr Köhl hatte den landesüblichen Hausburschen mit der nötigen frechen Neugierde ausgestattet. Zu erwähren ist noch Frau Jenny als Teudelinde, Herr Pichler als Ingenieur Ebert und Frl. Hohl, welche die Hotelbefizerin Soltmann in ge= wohnter, schöner Weise verkörperte. Nur Frau Kellermann fand den richtigen Ton nicht sie ist zu ernst um als Außer den von mir seither geführten Bieren bringe
auch
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Mainzer Aktienbier
berloren: 1 Portemonnaie mit 33 Mt. Inhalt, 1 beliebt wegen seines reinen, milden Geschmackes und weil filb. Damenuhr, 1 goldener Ring, 1 filb. es außerordentlich gut bekommt, zum Verkauf und empfehle Kettenarmband, 1 brauner Pelzkragen, dasselbe die
1 blauseidenes Halstuch und 1 Pferdedecke.
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Seefahrt und Dichtung. Das erste Heft des neuen Jahrganges der Flotte" ist besonders bemerkenswert, weil sich eine Anzahl wohlgelungener Bilder von dem Flußkanonenboot" Vaterland" darin befinden, das bekanntlich ein Geschenk des Hauptverbandes Deutscher Flotten Vereine im Auslande an das Reich ist. Aus dem übrigen Inhalt erwähnen wir die Aufsäße Vom Nationalgefühl von Herrn General Keim,„ Der Rotersand- Leuchtturm" von Regierungsrat
Schiffbau und Schiffahrt im Mittelalter) von G. Neudeck- Kiel u. s. w.
Verantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein für das Lokale, den„ Gerichts." und Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermana AMTLICH GLÄNZEND BEGUTACHTET:
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Holzversteigerung
in der fürstlichen Oberförsterei Lich.
Es sollen versteigert werden:
Montag, den 25. Jannar
im Distrikt Niedwald:
Buchen: 212 Rm. Scheiter( dabei 4 Rm. Hainbuchen rund), 197 Rm. Knüppel, 91 Rm. Stöcke 5200 Wellen;
Eichen: 15 Rm. Scheiter, 82 m. Knüppel, 115 Entlaufen ist: 1 Jagdhund und 1 hellgelber Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Zugleich bemerke Rm. Stöcke, 6600 Wellen; Nadelholz: 12 Rm. Scheiter( Niefern, rund), ich, um Täuschungen und Verwechselungen vorzubeugen, Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegen- daß nur mir allein die Vertretung der Mainzer 36 Nm. Snüppel, 1 Rm. Stöcke, 2970 Wellen; 9 Rm. stände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend Aktien- Brauerei für Gießen und Umgegend übertragen sonstiges Snüppelholz, 170 Weichholz Wellen.
zu machen.
Gießen, den 16. Januar 1904.
Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler.
Holzversteigerung.
Am Mittwoch, den 20. Januar 1904 von vormittags 9 Uhr ab kommen in dem Saale der Wirtschaft Eduard Moos dahier folgende Holzsortimente aus dem Gemeindewald von Krofdorf- Gleiberg zum Verkauf:
Distrikt Seiles 7. Buchen: Scheit 335 Rm., Knüppel 161 Rm, Stockholz 128 Rm. Reiser 887 Rm. Distrikt Steinbusch 13a. Gichen: 3Rm. Scheit, 28 Rm Knüppel, 230 Nm. Reifer. Buchen: 32 Rm. Scheit, 27 Rm. Knüppel, 65 Nm. Reiser.
Distrikt Lesch ewald 13b. Eichen: 1 Rm. Knüppel,
5 Rm. Reiser. Buchen: 40 Nm. Scheit, 82 Rm. Knüppel, 199 Rn. Reiser.
Distrikt Seiles hau 15b. Buchen: 26 Nm. Scheit, 43 Rm. Knüppel. 100 Rm. Reiser.
Krofdorf, den 15. Januar 1904.
Der Bürgermeister
J. V. Leib.
worden ist.
Gotthilf Röhrle
Bier- Großhandlung.
Marburgerstraße 7. Telephon 344. Gießen.
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Für Weinbezug!
Dnter aller Garantie naturreine, flaschenreife Weissweine, per Liter oder Flasche von 60 Pfg. an, 100 Rotwein( echter Ingelheimer) Lit. od. versondet in Gebinden von 18 Flaschen an
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25 Liter und Kisten
VOR
P.Chr. Saalwächter, Weingutsbesitzer,
Nieder- Ingelheim a. Rh.
Fichten Derb stangen: 288 Std. 21,90 Fm., teilweise schönste Bau- und Gerüststangen; Fichtenreisstangen: 32 Stück= 0,21 stm.
Die Zusammenkunft ist Vorm. 91/2 Uhr auf der sog. alten Laubacherstraße dort, wo dieselbe vom Fußweg Lid- Harbach gekreuzt wird.
Dienstag, den 26. Januar,
im Distrikt Hard:
Buchen: 299 Rm. Scheiter, 100 Km. Knüppel,
110 Rm. Stöcke, 2950 Wellen;
Eichen: 4 Rm. Scheiter( 3 Werk= 1 rund),
34 Rm. Knüppel, 52 Rm. Stöcke, 350 Wellen; 1 Rm. Linden-, 2 Rm. Aspen-, 6 Rm. Kiefern- Knüppel.
6 Eichen Abschnitte= 6,05 Fstm.
=
=
Durchmesser 62 67 60 49 43 46
Länge
1 Elsbeer Abschnitt
-
2 27,6 8 1,8 5
0,25 stm.: 350 Fichten Derbstangen zu Baumpfählen zum Zumachen 2c., 4000 Fichtenreisstangen.
Die Zusammenfunft ist Vormittags 9 Uhr auf der Chaussee von Kolnhausen in die Hard beim Eingang in den Wald.


