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werden. Punkt 6 der Tagesordnung: Erledigung der Invalidenversicherung der Hebammen ergibt ein ablehnendes Resultat, weil sich die Kosten hierzu für

die Gemeinde als zu hoch erweisen und die Hebammen, bereits in vorgeschrittenenem Alter stehend, keinerlei Beihilfe leisten wollen. Hierauf wird beschlossen, daß fich die Gemeinde Grünberg um die vom landwirt schaftlichen Provinzialverein geplante Errichtung einer Ackerbauschule bewerben soll. Gebäude, Gelände, sowie Licht und Wasser hierzu müssen von der Stadt hergegeben werden. Der nächste Gegenstand der Be­ratung betraf die Genehmigung der Gelände= ftellung zum Bau der Bahn von ich nach Grünberg. Zu dieser Angelegenheit war seitens 34 Trie einer großen Anzahl hiesiger Bürger in letzter Stunde oblenz- Me welchem um vorläufige Zurückstellung von der Tages­an die Stadtvertretung ein Gesuch eingegangen, in ordnung der für Montag Abend anberaumten Ge­meinderatssitzung gebeten wird. Nach Schluß einer längeren, manchmal ziemlich heftigen Debatte, welche h eine ſold hauptsächlich von den herren Doll und Gehrt geführt wurde, stellte der letztere den Antrag, die Genehmigung der Geländestellung solange zurückzustellen, bis genügend Klarheit über dieses Projekt in der Stadtvertretung sowohl als in der gesamten Bürgerschaft vorhanden set. Der Antrag wird angenommen. Herr Gemeinderat Moll hatte noch den Antrag gestellt, einen endgiltigen Beschluß dahingehend zu fassen, ob Grünberg das in

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Bekanntmachung.

Die nachstehenden Bekanntmachungen bringen wir hiermit zur Kenntnis der Beteiligten. Gießen, den 13. Mat 1904.

Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. Mecum.

Bekanntmachung.

Betr. Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen rechts der Lahn; hier: die Zuziehung der Fluren XVI und XIX bis XXI der Gemarkung Heuchelheim. In der Zeit vom 13. Mai d. J. bis einschließlich 27. Mai d. J. liegt auf dem Gemeindehaus zu Heuchel­heim der allgemeine Meliorations lan nebst Erläuterungs­bericht und Prüfungsprotokoll von den zum Feldbereinig­ungsverfahren Gießen rechts der Lahn zugezogenen Fluren XVI und XIX bis XXI der Gemarkung Heuchel­heim zur Einsicht der Beteiligten offen.

Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen findet ſtatt:

wurde jedoch nach Annahme des ersten Antrages als hinfällig betrachtet. Im Lanfe der Debatte versprach Herr Gemeinderat Moll, daß er die Firma Lenz& Co.

Samstag, den 28. Mai 1. Js., vorm. von 9-10 Uhr im Gemeindehaus zu Heuchelheim, wozu ich die Beteiligten unter dem Anfügen einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen find. Die Einwendungen sind schriftlich abzufassen, zu begründen und auf Papier in Aftengröße mindestens Bogen) einzureichen.

Friedberg den 6. Mai 1904.

Der Großh. Feldbereinigungskommissär: gez. Spamer, Kreisamtmann.

Bekanntmachung.

Betr. Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen rechts der Lahn; hier: die Arbeiten des II. Abschnittes von dem zugezogenen Teile der Gemarkung Heuchelheim.

in Berlin ersuchen wird, einen Vertreter nach hier zu entsenden, welcher die ganze Bahnbau- Angelegenheit vor einer allgemeinen Bürgerversammlung eingehend besprechen soll, um endlich Wandel zu schaffen.- Die öffentliche Sigung hatte hiermit ihr Ende erreicht; jedoch standen noch einige interne Sachen zur Beratung. Schluß der Sitzung gegen 11 Uhr.

In der Zeit vom 14. I. Mts. bis einschließlich 27. I. Mts. liegen auf dem Gemeindehaus zu Heuchel­heim die Arbeiten des II. Abschnittes von dem zum Feld­bereinigungsverfahren Gießen rechts der Lahn zuge­zogenen Teile der Gemarkung Heuchelheim, nämlich: 1. 4 Bonitierungskarten,

2. 1 Band Gütergeschosse,

3. 1 Band Zusammenstellung der Gütergeschosse, 4. 1 Band Besißstandsverzeichnis

zur Einsicht der Beteiligten offen.

A Grünberg, 17. Mai. Am letzten Sonntag Nach­mittag gegen 3 Uhr hielt der Herr Obstbautechniker Wiesner im Englischen Hof" dahier einen Vortrag über Obstbaumzicht. Anwesend waren ca. 40 Personen.

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Briefkasten.

S. B., Grünberg. Soweit nichts anderes vereinbart

iſt, hat der Vermieter die Abortgrube leeren zu laſſen.

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 18. Mai. Zeitweise windig, zeitweise, trüb, kühler, Regenfälle, zunächst mit heftigen Gewittern.( Siehe gestrige Voraussage.) Näheres durch die Gießener Wetterkarte.

Marktberichte.

Gießen, 14. Mai. Auf dem heutigen Wochenmarkt fosteten Butter per Pfd 100-1.15 Mr., Hühnereter per Stid 5-6 Bfg., Enteneter St. 7 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg.,

Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Lauben per Paar

r. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mr. 1.30-1.40, Hahnen, per Stüd C.80-1.70, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänse per id. 65-70 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 70-80 Bfg., Rindfleisch

ver Pfd. 62-68 Pfg. Schweinefleisch per Bfd. 60–72 Big. Schweine­fleisch gesalzen per Pfund 0.76 Bfg., Kalbfleisch Pfd. 62-74 Big., Hammelfleisch per Pfb. 50-74 Pig, Kartoffeln pro 100 Rilo

Anschließend an den Vortrag fand eine Gratisverlosung von Obstbäumen statt. Gestern früh gegen 9 Uhr besichtigte Herr Wiesner einen großen Teil unserer städtischen Abstbäume. Es gab vieles zu besprechen. Seine Ausführungen deckten sich fast ganz mit dem von der Grünberger Zeitung" vor Kurzem gebrachten Artikel über Obstbaum zucht. Auch praktische Vor­schläge zur besseren Sortenzucht und Verwertung 2c. wurden besprochen. Bedauerlich ist, daß der Obstbau- Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt lehre hier so wenig Interesse entgegengebracht wird.

Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen findet statt: Samstag, den 28. Mai 1. Js., vormittags von 9-10 Uhr, im Gemeindehaus zu Heuchelheim, wozu ich die Beteiligten unter dem Anfügen einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Die Einwendungen sind schriftlich abzufassen, zu begründen, und auf Papier in Aftengröße ( mindestens 1/2 Bogen) einzureichen.

wobei die Wilhelm ieferungen den. Als war Herr i Puntt 2 ot, Hörter daß den tterbodens es in den ingabe des

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Friedberg, den 10. Mai 1904. Der Großherzogliche Feldbereinigungskommissär: gez.: Spamer, Kreisamtmann.

Bevor Sie

ein Geschäft

** Klein- Linden, 16. Mat. Der Posaunenchor und Missionsverein begeht im Juli sein 50jähriges Jubi­läumsfest.

Bekanntmachung.

6.00 Mr.,

Zwiebeln per 3t. mr. 7.00-10.00, Aepfel per Centner 20-25 Mr. Milch per Liter 18 Pfa. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr Nachmittags. Gegenstände des nicht, und während der ersten dret Stunden der Marktzeit im Um­herziehen seilgeboten werden.

Verantwortlich: für den politischen, vermischten und unter­hal tenden Teil Albin Klein; für den lokalen Teil Karl Klose.

Bekanntmachung.

Die Aliceftraße zwischen Frankfurter- und Bahn­arbeiten von heute an bis auf weiteres für den Fuhr­werks und Fahrradverkehr gesperrt.

Das Anfahren und Zerkleinern von circa 24 Ra ummeter Brennholz aus hiesigem Stadtwalde, sowie hofstraße wird wegen Vornahme von Kanalisations­die Verpachtung der diesjährigen Kleeernte von einem Acker hinter der Ziegelhütte, soll

Mittwoch, den 18. d. Mts., nachm. 5 Uhr, in hiesigem Rathause, ersteres an den Wenigstnehmenden, lettere an den Meistbietenden versteigert werden.

Grünberg, den 16. Mat 1904. Großh. Bürgermeisterei Grünberg. Zimmer.

Restaurant Royal

Giessen.

Mittwoch den 18. Mai:

Garten: Honzert

der

berbayerischen Sänger- und Tänzer- Gesellschaft D'Untersberger".

Anfang 8 Uhr.

A. Reinert. Um 10 und 11 Uhr:

Anfang 8 Uhr.

Gießen, den 16. Mat 1904.

Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg.

Bekanntmachung.

In lezter Zeit sind des öfteren Beschwerden über Musizieren und Singen bei offenen Fenstern bei uns borgebracht worden.

Wir verfehlen nicht, darauf hinzuweisen, daß, falls hierdurch eine Belästiguung des Publikums verursacht wird, Bestrafung nach Maßgabe des§ 370 pos. 11 des R. St. G. B. einzutreten hat.

Die Schußmannschaft ist angewiesen worden, nötigen­falls Anzeige zu erheben.

Gießen, den 14. Mai 1904.

Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg.

Bekanntmachung.

Wegen vorzunehmender Reparaturarbeiten fönnen auf der städtischen Lastwage am Seltersberg, Ver­

Echt oberbayer. Schuhplattltanz. wiegungen bis auf weiteres nicht vorgenommen werden.

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Für Vereine und Wirte! Bonbücher

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Gießen, den 16. Mai 1904.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum.

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das Verdingungswesen, hier die Vergebung der Unterhaltungsarbeiten in staatlichen Gebäuden.

In Gemäßheit der Ziffer 2 des Amtsblattes Nr. 32 Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, Abteilung für Bauwesen, vom 10. September 1902, in obigem Betreff werden hiermit die Handwerker der verschiedenen Handwerks­zweige eingeladen, sich zur Beteiligung bei Ausführung der Unterhaltungsarbeiten in staatlichen Gebäuden zu melden. Es

das Buch schon von Mark 1,50 an, im Duhend billiger, handelt sich hierbei um solche Arbeiten und Lieferungen, für

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welche mit Rücksicht auf den Kostenbetrag die freihändige Vergebung zulässig ist. Die Vergebung erfolgt nach ein­lauf der Meldungen unter Einhaltung des hierzu neu ein­geführten Verfahrens zu feßen Preisen nach Maßgabe der nach Benehmen mit Vertretern des Handwerks amtlich fest= gestellten Preisverzeichnisse, und zwar nach einzelnen Gebäude­lofen. Formulare für die Meldung werden von uns kostenlos auf Ersuchen der Bewerber abgegeben.

Die Bedingungen für die Bewerbung um die Unter­haltungsarbeiten in staatlichen Gebäuden und für die Ueber­nahme dieser Arbeiten, ein Verzeichnis der Gebäude der laufenden Unterhaltung unseres Amtsbezirks mit ihrer Ein­teilung in Gebäudelose, die Preisverzeichnisse nebst den diesen beigegebenen besonderen technischen Ausführungsbedingungen, sowie die allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführung der Unterhaltungsarbeiten liegen vom Dienstag, den 17. d. Mts., an bei uns während der Dienststunden zur Ein­sicht offen.

Die Meldungen müssen bis zum Dienstag, den 31. d. Mts., eingereicht sein. Den Bewerbern bleibt es anheimgestellt, zu welchen Losen sie sich melden wollen. Eine Eröffnung der Meldungen in Gegenwart der Bewerber findet nicht statt.

Nach Prüfung der Meldungen wird unter Mitwirkung einiger bei der Aufstellung der Preisverzeichnisse tätig ge= wesenen Vertrauensmänner eine Auslosung vorgenommen, welche die Reihenfolge feststellt, wonach die Vergebung der betreffenden Gebäudelose an die Bewerber in den einzelnen Etatsjahren zu erfolgen hat.

Diese Reihenfolge wird den Bewerbern bei der Zuschlage­erteilung mitgeteilt werden.

Alsfeld, den 14. Mai 1904.

Großh. Hochbauamt Alsfeld.

J. V.: Berth.