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Distrikt einigen Einfluß besaß, auf guten Fuß zu stellen, da er gegen ihn Klage geführt habe.

Diese vertrauliche Mitteilung von seiten des Chefs ver­ſeßte nun Ali- Beg in heftigen Zorn, und er versuchte Djambek dadurch zu verdächtigen, daß er ihn als politischen Wühler und Russenfreund bezeichnete. Einzelne kleine Widersetzlich feiten in der Provinz kamen gerade recht, um Ali- Beg Grund zu geben, über seinen Gegner zu klagen und denselben als Aufwiegler anzugeben, obwohl dieser mit der Sache nicht das mindeste zu tun hatte. Die Folge war, daß sich der Pascha weniger zuvorkommend zu zeigen begann und da er es haßte, den Leuten geradezu seine Meinung zu sagen- Djambeks Oheim darüber Mitteilung machte, damit dieser trachte, den Neffen zur Vernunft zu bringen.

Artschil beeilte sich, den Auftrag seines Vorgesetzten auszu führen. Er ermahnte den jungen Mann, sich von allen poli­tischen Fragen fern zu halten, und erinnerte ihn daran, daß ihre Vorfahren bei solchen Gelegenheiten immer den kürzeren gezogen hatten.

Dir persönlich hat Ali- Beg nicht das geringste Leid zu­gefügt, warum also deine Haut zum besten fremder Leute hergeben?" sagte der Verwandte. Es ist das eine undank­bare Sache, bei der nur du den Schaden haben kannst, wäh­rend die anderen den Nußen für sich beanspruchen werden." Djambek war über die lange Ermahnungsrede ſehr er ſtaunt; er leugnete zwar nicht, über den Kaimakam zu öfteren Malen Klage geführt zu haben, aber er wies die Beschuldi­gung zurück, der Führer der Unzufriedenen zu sein.

" Da hat man dir einfach eine unwahrheit berichtet," ver­setzte er ruhig. Ich war es, der die Leute zu beschwichtigen suchte und ihnen den Rat gab, sich nicht den schlimmen Folgen eines gewalttätigen Widerstandes auszusetzen. Uebrigens will ich sogleich selbst mit Cherif- Pascha reden, denn wenn es einmal, was ich nicht hoffe, so weit käme, daß ich den Land­frieden brechen müßte, dann täte ich es offen, wie es sich für einen ehrlichen Mann geziemt, und nicht hinter seinem Rücken, um ihm obendrein ins Gesicht mit gleißnerischer Freundlichkeit zu begegnen."

Er führte sein Vorhaben auf der Stelle aus, indem er sich zum Gouverneur begab und demselben den wahren Sach­verhalt darlegte. Gleichzeitig unterließ er es nicht, noch mals die verschiedenen Unzukömmlichkeiten zu betonen, die sich Ali- Beg zur Benachteiligung des unter seiner Verwal­tung ſtehenden Diſtrikts zu schulden kommen ließ. Da der Gouverneur eben besonders guter Laune war und aus freien Stücken versprach, ſich selbst an Ort und Stelle zu begeben, um die Dinge von der Nähe in Augenschein zu nehmen, so benützte Djambek den günstigen Augenblick, um auf Fest­ſezung des Tages zu dringen, an welchem dieser Ausflug stattfinden sollte, damit, wie er sagte, die nötigen Vorberei­tungen getroffen werden konnten, dem Pascha die Fahrt so bequem als möglich zu machen, die unter gewöhnlichen Um­ſtänden ziemlich beschwerlich war. Nachdem er die bestimmte Busage für die nächste Woche erhalten hatte, begab er sich auf den Heimweg, um allsogleich seine Anordnungen zu treffen. Cherif- Paſcha beeilte sich indes, den Kaimakam von ſei nem Vorhaben in Kenntnis zu sehen, damit dieser ebenfalls Zeit hatte, sich für alle Fälle vorzusehen, und nicht etwa bei irgend einem wunden Punkt gefaßt werden konnte, der den Vorgesetzten in die unangenehme Lage gebracht hätte, einen Tadel auszusprechen.

So gestaltete sich das Ganze schließlich mehr zu einem Vergnügungsausflug, den der Gouverneur noch dadurch an­genehmer zu machen suchte, daß er seine Batumer Freunde zur Teilnahme einlud.

Mittlerweile wurden in der Kaza, welcher der hohe Besuch bevorstand, große Vorbereitungen getroffen. Der Kaimakam bot alles auf, um seinen Verwaltungsbezirk auf das vorteil­hafteste herauszupußen, und da er in dem Teil der Bevölke­rung, bei welchem die alten Erinnerungen verwischt worden waren, einen Anhang besaß, so war er so ziemlich sicher, daß er rechtzeitig für die kommenden Dinge gerüstet sein werde. Djambek ließ es sich seinerseits auch angelegen sein, die Gastfreundschaft, die er in Cherif- Paschas Hause so oft ge­nossen, in würdiger Weise zu erwidern und den Empfang zu einem festlichen zu gestalten.

Der Ort, wo der junge Mann seinen Wohnsitz hatte, war ein reizendes Thal, das wegen seiner trefflichen Früchte im ganzen Land eines vorzüglichen Rufes genoß. Oberhalb des Dorfes Sfalta, auf einer sanft aufsteigenden Anhöhe,

stand das schmucke Herrenhaus, das mit seinen geschnitten Dachgiebeln und seinen fein gearbeiteten Veranden einen freundlichen und vornehmen Anblick gewährte. Hier sollte der Pascha mit seiner Begleitung Station machen, um erst am folgenden Tag die amtliche Umschau vorzunehmen, wäh­rend welcher dem Herrn vom Hause die Sorge für die Unter­haltung der übrigen Gäste überlassen blieb.

Die Nachricht von dem bevorstehenden Besuch wurde allenthalben mit Freude aufgenommen, und alles trug das seinige dazu bei, dem Empfang den Anstrich eines Landes­festes zu geben. Niemand hatte erwartet, daß der behäbige Mann, der schon seufzte, wenn er sich von seiner Behausung nach der Stadt begeben mußte, diese Fahrt unternehmen würde, die stromaufwärts auf dem Adjari immerhin nahe an zwei Tage beanspruchte.

Während Djambek Sorge trug, daß sein Haus zum Empfang der Gäste vorbereitet wurde, übernahmen seine Freunde und Nachbarn mit Hilfe der Leute, die sie aus den Dörfern requirierten, die Instandsetzung der Barken oder Tajuks, die zur Beförderung der Reisenden notwendig waren, und nachdem man die annähernde Anzahl der Personen fest­gestellt hatte, kam man zu dem Ergebnis, daß mindestens drei Boote ausgerüstet werden mußten. Die größten und neuesten Fahrzeuge wurden somit gewählt und so bequem als möglich ausgestattet. In dem einen sollte der Gouverneur mit seinen Freunden den Tag über untergebracht werden, während das zweite dazu bestimmt war, den Frauen zum Nachtaufenthalt zu dienen; im dritten konnten das Gefolge und die Dienerschaft Platz finden, ohne welche ein orienta­lischer Großer keinen Ausflug unternahm.

Alles, was man an Teppichen und Kissen entbehren konnte, wurde aus den verschiedenen Wohnhäusern zu= sammengetragen; gegen die Sonnenstrahlen schützte ein Dach aus dicken Geweben, während man für das Nachtboot der Frauen ein förmliches Häuschen zusammenzimmerte, das nach Djambeks Angabe mit aller Bequemlichkeit ausgestattet wurde, die überhaupt an diesem erst in der Zivilisation be­griffenen Ort erlangt werden konnte.

Djambets Haus, ein zweistöckiger Bau, stand vereinzelt auf der Anhöhe, welche den Fluß beherrschte. Da er zu den Angesehenſten des Landes gehörte, so unterschied sich auch seine Behausung von denen der weiter unten ansässigen Dorf­bewohner dadurch, daß es geräumiger war und daß man eine besondere Sorgfalt auf die innere und äußere Ausstattung verwendet hatte. Reichverzierte Dachgiebel, Säulen und Gitterwerk an den Veranden verliehen dem Ganzen etwas Zierliches, und die Wand-, sowie Deckenschnitzereien in den großen Gemächern waren mit viel Geschmack und Kunst­fertigkeit ausgeführt. In den Empfangsräumen fanden sich monumentale Kamine vor, deren Marmorbekleidung und -Mäntel von der Geschicklichkeit und dem Kunſtſinn der einge­borenen Steinarbeiter Zeugnis ablegten. Rings um die vier Wände des großen Empfangssaales lief ein Brettergestell aus duftendem Zedernholz, das ein Meisterstück von Filigran­arbeit war, und darauf prangten die wertvollen silbernen Gefäße, wie Krüge, Kannen und Trinklöffel, welche noch aus der Zeit stammten, wo des Besitzers Familie sich offen zum georgischen Volk rechnete und mit der kaukasischen Resi­denzstadt in reger Verbindung stand. Verschiedenartige be­queme Sitzpläße, mit schweren Teppichen von Tekkeh und Daghestan bedeckt, waren längs den Wänden untergebracht, schwellende Kissen luden zur behaglichen Ruhe ein, und die sechseckigen, perlmutterbelegten Tabourets waren so gestellt, daß man sie bequem bei der Hand hatte, wenn man in halb ruhender Lage nach der Kaffeetasse oder den Zigaretten greifen wollte.

Auch die nächste Umgebung des Hauses entsprach dem stattlichen Innern: der große Wiesenplan, der bis nahe an den Fluß reichte, prangte in üppigem Grün; dunkelbelaubte Magnolienbäume, über und über mit den großen, duftenden Blüten behangen, wechselten mit ehrwürdigen Zedern und Linden ab, dazwischen leuchteten die grellroten Blumen der Granatstauden, zu denen die bläulichweißen Büschel der faſt mannshohen Hortensien einen wohltuenden Gegensatz ab­gaben. Alles das erforderte nicht große Mühe und Sorgfalt; hatten einmal diese Pflanzen Wurzel gefaßt, so wucherten sie von selbst fort, ohne daß es der Hand eines Gärtners be­durfte, der sich mit ihnen abgab. ( Fortsetzung folgt.))

Von Herzen glücklich zu sein im Kleinen Will mir fürwahr als ein Großes erscheinen. *

Nora.

Skizze von Maud von Couring. ( Nachdruck verboken.) Und in zwei, höchstens drei Tagen sollte sie ihn wieder­sehen, und nichts sollte sie dann mehr von ihm trennen. Sie saß auf dem Hinterdeck und fühlte nichts von den heftigen Bewegungen des rollenden und schlingernden Dampfers, und von den Wellen, deren Gischt über sie hinweg­sprizte. Ja, sie zog nicht einmal die Decke, in die sie sich gehüllt hatte, fester um die Schultern und Knie. Sie hatte nur den einen Gedanken, vorwärts zu kommen. Stundenlang fonnte sie zusehen, wie der kahle, hohe Mast Wolke auf Wolke hinter sich ließ, denn jede Meile, die das Schiff, von der kla­genden Schraube getrieben, vorwärts schoß, brachte sie ihrem Geliebten näher.

Wie froh war sie, daß sie sich so schnell dazu entschieden hatte, zu ihm zu gehen. Wenn sie es lange überlegt, hätte sie vielleicht nie den Mut dazu gehabt. Aber als der Onkel tot war, und man ihr die Erbschaft ausgezahlt hatte, war sie einfach statt in ein anderes Haus überzusiedeln, nach Ply­mouth gefahren und hatte dort ein Billet nach Amerika ge­nommen. Yim brauchte sie, darüber war sie keinen Augen­blick im Zweifel. In allen seinen Briefen der letzten Jahre hatte sie es zwischen den Zeilen gelesen, und jetzt kam sie nicht mittellos, sondern brachte Geld und konnte ihm auch damit helfen. Sie wollte ihn noch am Tage nach der Landung heiraten, denn im hatte ihr geschrieben, daß eine Verehe­lichung in den Vereinigten Staaten in einer halben Stunde vor sich gehen könnte. Sie wunderte sich darüber, was für eine Art Geschäft er wohl betreiben mochte, denn die Einfünfte seiner Tätigkeit schienen auffallend Schwankungen unter­worfen zu sein. Oft hatte er ihr Geschenke geschickt, oft sogar Geld, und dann schrieb er wieder mal, daß die Zeiten schwer seien, und daß sie mit dem Heiraten noch ein wenig länger warten müßten. Und in den letzten Monaten, in denen er nur selten geschrieben, hatte er angedeutet, daß er genug zu essen habe und sich kleiden könne, und sie hatte sich in dem Gedanken beruhigt, daß er auf jeden Fall genug zu leben habe.

Fast die ganze Zeit verbrachte sie allein auf dem Hinterdeck, ganz vertieft in ihre eigenen Gedanken und Träume, und fümmerte sich fast gar nicht um die anderen Zwischendeck­passagiere, die sich die Langeweile bei gutem Wetter mit Tan­zen und Singen vertrieben und bei Sturm wie ein Haufen verwehter Herbstblätter in einer Ecke zusammengedrückt da­lagen.

Oft fragten sich die Passagiere der ersten Klasse, die nach Tisch den Kindern im Zwischendeck Orangen und Nüsse herab warfen, wer diese kleine Person in dem roten Schal wohl sein möchte, die sich so energisch abseits hielt und niemals rückwärts nach den beiden großen Schaumfedern in dem Wasser sah, sondern immer vorwärts, wie einer, der wahrhaft das gelobte Land erwartet.

Es ist doch großartig," sagte der dicke Mann in dem pelz­gefütterten Mantel, wie glücklich doch eigentlich diese armen Auswanderer darüber sind, daß sie nach Amerika kommen. Sehen Sie sich nur einmal die Augen von dem Mädel da an, wie die glänzen! O, wir sind eine große Nation." Und er hielt einen Steward, der vorbeiging, an, nahm ein Glas Bier von dem Brett und trank auf das Gedeihen und die Größe seines Vaterlandes.

-

Amerika! Was war ihr Amerika!- Nora ging zu Dim!-

Es war Sonntag, als sie ankamen.

Nora mußte zusehen, wie die Passagiere der ersten und zweiten Klasse landeten und nach allen Richtungen ausein­anderströmten, um so bald als möglich zwischen den wunder­baren engen Gebäuden, die wie moderne Versuche zu vielen Türmen von Babel aussahen, das Ziel ihrer Wünsche zu er­reichen. Auch noch lange, nachdem der letzte verschwunden war, durfte sie nicht an Land. Erst viele Stunden später, nachdem die Zwischendeck passagiere ihre zahlreichen Unter­fuchungen glüdlich überstanden hatten, wurden sie mit anderen in de Stadt befördert. Als der Lärm und das Straßengetöse and Ohr brauste, das an ländliche Stille gewöhnt war,

schlug ihr Herz zum Ersticken, denn sie fürchtete für Augen­blicke ihn in diesem Riesengetümmel niemals zu erreichen. Sie hatte Him nicht geschrieben, daß er sie abholen solle, da sie nicht wissen konnte, wann das Boot landen würde, und weil sie fürchtete, er könne nicht so viel Zeit, als zum Warten nötig sei, von seiner Arbeit missen.

Sie hatte ja seine Adresse, und wollte dorthin gehen, und auf ihn warten. Ganz betäubt von den Lichtern und von dem Lärm, und von dem Kommen und Gehen der Wagen und Trambahnen, stand sie hilfesuchend an einer Straßenecke, ohne es zu wagen, in einen der elektrischen Bahnen einzusteigen, die nicht länger als höchstens eine Sekunde zu halten schienen und dann achtlos weiterfuhren. Vollkommen unbefümmert darüber, ob die Passagiere mitkamen oder nicht. Schließlich, nach langem Warten, setzte sie ein gutmütiger Schußmann, der ihre Verzweiflung bemerkte, in den richtigen Wagen, und ties den Schaffner an, sie in der Straße abzusetzen, die sie ihm angegeben hatte.

Troy aller Unbehaglichkeiten schien es ihr doch im Grunde gar nicht so außergewöhnlich seltsam, daß sie in dieser großen, fremden Stadt mitten in der Nacht so ganz allein herumfuhr. Es war Yims Heimat, und das genügte, um sie mit der fremd­artigen Umgebung vertraut zu machen. Mit einem fast per­fönlichen Interesse sah sie in die Apotheken, die an jeder Ecke mit ihren riesigen roten und grünen Flaschen in den Schau­fenstern standen, und in die Wirtshäuser, auf deren Schildern Eiskaltes Bier" stand und das Bild eines schäumenden Glases Bier glänzte, bis sie nach Reihen und Reihen von Straßen und Pläßen wieder durch einen Ruck bei einem der vielen, kurzen Aufenthalte vorwärts geschleudert wurde und der Schaffner sie leicht an die Schulter faßte. Hier, Fräu­lein, sind Sie an Ort und Stelle," sagte er energisch, aber doch freundlich, und fügte dann, nach draußen durch die Fen­ster zeigend, hinzu: Erste Straße links."

,, Die erste Straße, links." Da war sie und das Haus auch. 365, ja, das war die Nummer.

Noras Kniee wankten, als sie die Treppe hinaufging, und oben angekommen, klingelte.-

Eine blasse, magere Frau in einem zerlumpten Kleide öffnete ihr und sah Nora gleichgültig an, ohne etwas zu sagen.

" Ist Yim O'Brian zu Hause?" frug das Mädchen zitternd. ,, Nein ist nicht zu Hause," antwortete die Frau und schickte sich an, die Tür wieder zu schließen.

,,, warten Sie, warten Sie einen Augenblick, bitte!" rief Nora geängstigt aus. Können Sie mir denn nicht sagen, wo er ist? Ich komme von so weit her- den ganzen weiten Weg von Frland."

Ein Etwas in dem Gesicht des jungen Mädchens rührte die Frau und sie sagte etwas freundlicher: Kommen Sie einen Augenblick' rein, dann will ich Bill fragen."

Kaum hatte die Frau den Namen ausgesprochen, da er­schallte von hinten aus der Wohnung die brummige Stimme eines Mannes: Was gibts da draußen?"

Ein junges Mädchen, das sich nach im O'Brian crfun­digt," erwiderte die Frau. Sie ist den ganzen weiten Weg von der alten Welt hergekommen, um ihn zu sehen."

,, Dann muß sie wieder umkehren," rief der Mann von innen. Er war durchgefroren, hungrig und überarbeitet, und jedes Mitleidsgefühl, das noch in seiner Brust leben mochte, galt ihm, und vielleicht noch seinem Weib und seinen Kindern.

Auf die Worte des Mannes hin stürzte sich Nora auf die offene Tür, von der sie hergekommen waren.

,,, sagen Sie mir um Gotteswillen, ob Sie irgend etwas von ihm wissen. Hat er nicht hier gewohnt? Er hat doch hier gewohnt?" bestürmte sie den Mann, der an dem Tisch saß und trant.

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Er sah sie erstaunt an: ,, Sind Sie seine Braut?" frug er. " Ja, ja, doch seine Braut- ich komme gerade, um ihn heiraten," antwortete sie.

Und dann wissen Sie gar nicht-?"

Weißweiß nicht-? Was? Weiß was nicht?" frug sie atemlos, an seinen Lippen hängend.

Selbst der Mann zögerte einen Augenblick, ihr die Wahr­heit zu sagen, ehe er antwortete. Sie blickte gar zu ver­zweifelt drein. Daß Jim O'Brian gestern morgen ge­hängt worden ist, weil er den Herrn, dessen Haus er erbrochen und bestohlen, getötet hat."

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