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Gerechte Strafe. Der Zeichenschänder von Debisfelde, der sich an der 14jährigen toten Tochter des Gastwirts Müller bestialisch verging, hat seine verruchte Tat schwer zu büßen. Er hat sich eine Blutvergiftung durch Zeichengift zugezogen und liegt in der Göttinger Universitätsklinik Hoffnungslos darnieder.

A Die Eifersucht. Als der Mann, der den Gutsbesitzers­sohn Ackermann bei Regenstauf vom Rade herabschoß, wurde der Bauerssohn Niedermeyer aus Neuhof ermittelt und ver­haftet. Die Tat geschah aus Eifersucht. In Worff a. D. führte ein Eifersucht zwist zwischen den Bauernsöhnen Peter und Johann Schuß zu einem Brudermord. Der ältere Bru­der schlug dem jüngeren, der von der gemeinsam verehrten Dorfschönen bevorzugt wurde, im Streit den Schädel ein.

Prophet Elias" boykottiert. Nach seinem mißglückfen Kreuzzug in Berlin hat den Propheten Elias", Alexander Dowie, in London ein nod größeres Mißgeschick betroffen. Sämtliche großen Hotels veriveigerten ihm die Aufnahme. Schließlich konnte Dowie dennoch unter falschem Namen im Hotel Cecil unterkommen, wurde jedoch bald erkannt und morgens aus dein Hotel ausgewiesen. Die Ursache dieses Boykotts sind persönliche Schmähungen, die sich Dowie gegen die Person des Königs Eduard bei jeder Gelegenheit zu­schulden kommen licß. Wegen dieser Beleidigungen wurde Dowie schon wiederholt von loyalen Engländern mit körper. licher Züchtigung bedroht, und es wurde vielfach angenom men, daß ihm eine solche während einer Serie von Predigten, die in einer kleinen vorstädtischen Privatkirche nur vor Ge ladenen begann, wahrscheinlich zuteil werden könnte. Die Polizei bewachte infolgedessen diese Privatkirche von außen durch ein über vierzig Mann zählendes Aufgebot, während Dowie, derart gegen Mißhandlungen geschützt und wohl vissend, daß England das Verbrechen der Majestätsbeleidi gung nicht fennt, im Innern der Kirche mutig König Eduard veiter angriff.

Jus dem Gerichtsfaal.

§ Aufklärungen über die Beziehungen des Freiherrn von Mirbach zur Pommernbank wurden von diesem selbst in der letzten Verhandlung gegeben. Er war auf seinen Wunsch als Zeuge geladen worden und bekundete, daß er nur 175 000 Mark von den Angeklagten für wohltätige Zwecke erhalten habe, die er nur auf die nachdrückliche Versicherung hin an­genommen habe, daß sie aus deren Privatvermögen stammten.

Freiherr von Mirbach ließ sich des näheren über die ein­zelnen Posten aus. 150 000 Marf erhielt er im August 1900, nachdem er die besten Auskünfte über die Geber bekommen hatte. Im November weitere 25 000 Mark als erste Rate einer Stiftung von 350 000 Mark, die aber in Wirklichkeit nie gemacht worden ist. Seine Quittung über den Rest von 325 000 Mark habe nur dazu gedient, das Konto aufzulösen. Als die Schwierigkeiten der Pommernbank bekannt wurden, habe er den Stiftern erklärt, daß angesichts dieser Schwierig feiten auf diese Stiftung unter allen Umständen verzichtet werde und das Konto als gelöscht zu betrachten sei. Die Herren fügten sich nur mit Widerstreben. Auf eine Frage des Präsidenten versichert Frhr. von Mirbach, daß an die Hergabe der Gelder keinerlei Bedingungen geknüpft waren. Zeuge Geheimrat Budde erklärt ausdrücklich, daß es für ihn zweifellos feststehe, daß Herr von Mirbach nur 175 000 mt. erhalten habe, wie er bekundet.

§ Zwischen Mutter und Tochter. In Kopenhagen wurde ein Schuhmachermeister zu 18monatiger Zuchthausstrafe ver­urteilt. Er hatte als sein eigener Doppelgänger unter ver­schiedenem Namen gleichzeitig mit einer Frau und deren Tochter ein Verhältnis unterhalten, das in beiden Fällen nicht ohne Folgen blieb. Die verwickelten Liebschaften des Schusters würden vermutlich straflos verlaufen sein, wenn er nicht die Dummheit gemacht hätte, einen Eid darauf zu schwören, daß er nur die Mutter und nicht die Tochter ge­liebt habe.

Kumit und auffenfchaft.

FC Sprache und Zunge. Während man noch vor kurzem allgemein annahm, daß die Sprache nur durch Vermittelung einer vollkommenen Bunge möglich sei, ist man neuerdings zu der Ueberzeugung gekommen, daß man auch ohne Zunge sprechen kann. Kürzlich wurde berichtet, daß eine Frau sich in einem Anfall von Geistesstörung die Zunge ausgerissen hatte. Trotzdem blieb ihr die Sprache fast unbeeinträchtigt

Der Wildhirt.

Eine oberhessische Dorfgeschichte von J. Becker. ( Fortsetzung)

Is d's Elsche da?"

,, Drin in der Stube"

( Nachdruck verboten.)

Merte's Frau ging hinein. Da saß das Elschen neben dem Ofen und strickte.

,, Elsche," sagte sie ,,, ich weiß doch, daß Du den Pierersch' Hangcurt gern gehabt bast?"

Das Mädchen nickte schwermüthig. ,, Heut Abend is er hier."

Elschen sperrte den Mund auf. Das is doch nit wahr, Merte's Frau! Wie könnt' da der Hangcurt heut Abend hier sein! Der is ja in Amerika oder Gott weiß wo."

Närrche! Ich hab' doch mit ihm gesprochen ir der Stadt, wo ich eben herkomm'. Er is mit' nem Haufen Amerikaner da, die all'' rauskommen sein, um ihre Verwandte zu besuchen.' sein noch' n paar aus'm Dorf d'rbei."

,, Und's is wirklich wahr?" fragte Glschen erglühend

,, Wie sah er da rus?"

" Noch hübscher wie früher. Er hat' n strammen Bart im Gesicht, und das is braun. Ich sag Die,

wenn D'n siehst's is' n Staat!"

,, Hat er da nichts g'sagt?"

" Na, er sollt nichts sage! Er war froh, daß er mich traf, da er hat mir aufgetragen, nur Dir und seiner Mutter zu sagen, daß er fäm', sonst niemand."

erhalten. Jetzt teilt in einer englischen wissenschaftlichen Zeitschrift ein Dr. Talbot mit, daß sich in Annam häufig Fälle von Selbstverstümmelungen durch Abbeißen oder Ab­reißen der Zunge ereignen, ohne daß die Betreffenden, wenn sie trotz des Blutverlustes am Leben bleiben, im Gebrauch der Sprache wesentlich behindert sind. Niemals ist der Fall beobachtet worden, daß völlige Stummheit eintrat. Nur ein Fehler der Aussprache ist zuweilen wahrnehmbar, nämlich der Ersatz der weichen Zischlaute durch die schärferen S- Laute. Allerdings erstreckt sich die Verstümmelung fast immer nur auf das vordere Drittel der Zupae.

Vermischtes.

[ Das Neueste von Johann Orth,] dem verschwundenen österreichischen Erzherzog, will ein Würzburger Blatt er­fahren haben. Es tischt seinen Lesern die Mär auf, daß Johann Orth an seine Schwester, die Prinzessin Ludwig von Bayern, ein Schreiben gerichtet habe, in dem er ihr im Ver­trauen mitteilt, daß er der Oberbefehlshaber der japanischen Armee ist. Sein Inkognito werde er demnächst lüften. Das geht denn doch über die längste Seeschlange!

[ Ausstand im Elisée.] Präsident Loubet hat außer der gespannten politischen Lage in Frankreich noch etwas anderes, was ihm Kopfschmerzen verursacht: Man befürchtet allen Ernstes einen regelrechten Ausstand im Elisée. Die Angestellten des Präsidentschaftspalastes, die im Dienste des Staates stehen, haben ein Syndikat gebildet, Statuten auf­gestellt und einen Vorsitzenden gewählt. Sie sind unzufrie den und beklagen sich hauptsächlich darüber, daß die Arbeit, die sie leisten müssen, schlecht verteilt ist. Deshalb verlangen se eine Lohnerhöhung, und wenn das Unterrichtsministe rium, von dem sie abhängen, ihnen diese nicht bewilligt, so wird das Elisée die Freuden des Ausstandes kosten. Das Personal des Elisée besteht, wie bei dieser Gelegenheit be­merkt sei, aus zwei Kategorien. Die erwähnten Staats­arbeiter sind etwa 15 Diener, 3 Portiers, einige Tapezierer, 1 Silberaufseher und etwa 2 Polizisten. Das Reibpersonal des Präsidenten umfaßt 8 Lakaien, 5 Portiers, 3 Bureau diener, 2 Köche, 2 Hilfsköche, 7 Kutscher und Stalldiener, und hängt ausschließlich vom Präsidenten ab, über den es sich nicht zu beschweren hat, denn Herr Loubet ist die Gute selber und in jeder Beziehung tres sage"( sehr gut).

[ Ist Flirten ein Verbrechen?] Die amerikanische Ein­wanderungskommission hat sich manchmal mit sonderbaren Fragen zu befassen. So mußte neulich der Kommissar Williams in Newyork darüber entscheiden, ob Flirten" seitens hübscher Passagierinnen an Bord eines Schiffes ein Vergehen sei. Carlotta Fragano, eine Passagierin der dritten Klasse, die auf dem Dampfer Königin Luise" des Nord­deutschen Lloyds ankam, wurde von Inspektoren der Ein­wanderungsbehörde vor den Kommissär nach Ellis Island geführt, weil einige ihrer Mitpassagierinnen sie beschuldigten, sie habe während der Reise stark geflirtet. Carloitas Bruder der sie begleitete, erhob Einspruch gegen die Anklage und behauptete, die anderen Frauen und Mädchen seien mur eifer­süchtig gewesen, weil Carlotta bei den jungen Leuten an Bord des Dampfers so sehr beliebt gewesen wäre. Carlotta fragte, ob der Flirt in Amerika etwa als ein Verbrechen an­gesehen wäre. Kommissär Williams entschied, daß dies nicht der Fall sei, und entließ Carlotta ohne Vorwurf.

[ Die Tageszeitung auf dem Ozean.] Auf dem großen Ozean dampfer Campania", der dieser Tage aus England mit dem Erfinder der drahtlosen Telegraphie Marconi an Bord in Newyork anlangte, konnten die Passagiere zum ersten Mal während der ganzen sechstägigen Fahrt jeden Morgen zum Frühstück eine Zeitung mit den neuesten, auf draht­losem Wege eingelangten Depeschen über die Vorgänge in Europa, Amerika und auf den Kriegsschaupläßen in Ost­asien und Tibet lesen. Diese Depeschen wurden während des ersten, 2300 Meilen langen Teiles der Seefahrt von der großen Marconi- Station in Poldhu an der Westküste Eng­lands übermittelt. Später famen drahtlose Telegramme von den amerikanischen Marconi- Stationen bei Nantucket, Rap Breton und Kap Cod. Insgesamt wurden täglich 780 Nummern dieser eigenartigen Zeitung, welche Cunard­Bulletin" genannt ist, gedruckt, die zu Liebhaberpreisen von Sammlern aufgekauft wurden. Der Originalpreis per Nummer war bloß fünf Cents, gleich 20 Pfennig. In New­gork bespricht man bereits die Wahrscheinlichkeit, daß das Cunard- Bulletin" demnächst auch die Kurse der wichtigsten Wertpapiere und Waren an den amerikanischen und euro­päischen Börsen enthalten dürfte. Die Cunard- Compagnie beschloß mit Hinblick auf den Erfolg des Erperiments, ähn­liche Tagblätter nunmehr auf ihren sämtlichen Ozean­dampfern zu publizieren.

Seim Vater und sein Brüdern nit?" " Davon hat er wenigstens nichts gesagt." " Da muß ich doch gleich zu Pierersch Frau hingehn." " Ja, und ich will fortgeh'n und's ihr als sprechen." Merte's Frau nahm ihren buntgeblümten Storb wieder auf den Kopf und ging fort. Elschen folgte ihr bald nach. Dann fand bei Pierersch F au eine lange ge­heimnißvolle Unterredung statt.

Es wurde beratschlagt, was in der Eile all' zu beginnen sei. Frau Glohr zog ihre beiden Söhne in's Vertrauen, die mußten in die Stadt, um den Hangcurt abzuholen, wobei sich noch etliche der Bekannten Hang­curt's, denen sie alles unter dem Siegel der Verschwiegen­heit sagten, mitnahmen. Dann gings in der Kan ein Kochen, Braten und Backen, wobei das Elscher tüchtig half. Es war ein Glück, daß sich der draußen im Feld befand. Als er nach Hause fam, war er ganz erstaunt über die Unmüßigkeit", die er antraf. Da ihm seine Frau nur furze Anworten gab, so ließ er es dabei und ging ins Dorf. Er war der Meinung, sie habe den Einfall bekommen, heute Abend einmal ein ganz besonders gutes Abendessen herzu: richten, womit er schon einverstanden war.

Bis der Abend heranrückte, war alles soweit fertig Salat, gebratene Wurst, Kreppeln und so weiter. Ein großer Krug stand bereit, den das Elschen zu Haus mit Bier so oft füllen wollte, als er leergetrunken wurde. Damit aber waren die Vorbereitungen noch nicht beendigt. Elschen war nach Hause gchuscht und fam alsbald im Sonntagsstaat, das buntgestickte Stülpchen auf dem Kopf, dessen breite bunte Bänder von der Stirne aus den Rücken binunterhängend- so sah es

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§ Das Großb

[ Ein Weltskatkongreß] hat in St. Louis gezählte Runden gekloppt". Ungefähr 1000 Statspie aus aller Herren Länder maßen in dem vom Nordamerit, nischen Statverband veranstalteten Turnier ihre Kräfte. Amerika ist der Stat nicht bloß unter den Deutschen, sonder auch den echten Nankees verschiedenster Herkunft ungemer verbreitet und beliebt. Und als ein Deutscher in einem Bie Worte zuseufzte: Wenn wir jetzt einen dritten Mann hätter fönnten wir einen Skat dreschen", da bemerkte ein zufäll inwesender Neger in deutscher Sprache: Wenn die Herr nichts dagegen hätten, würde ich gern den Dritten machen Und er spielte meisterhaft, der farbige Gentleman. D Sfatwettkampf in St. Louis wurde im Kollosseum, in der jewaltigen Halle ausgefochten, in welcher der Nationa konvent der demokratischen Partei zusammentreten wird, un den Präsidentschaftskandidaten aufzustellen. Man stritt um 147 fostbare Preise, die meist von St. Louiser Geschäfts. leuten gestiftet waren. Den ersten Preis bildete ein von dem Brauherrn Adolphus Busch gestifteter kleiner Steinway. Flügel im Werte von 1000 Dollars, während die Hamburg Amerifa- Linie eine Anweisung auf eine Fahrt nach Euroba und zurück zur Verfügung gestellt hatte. Unter den Preis. jewinnern befand sich ein Bur aus Johannesburg, welcher auf der Ausstellung bei der Veranschaulichung des Buren rienes mitwirkt.

lokal in der Weltausstellungsstadt einem Landsmanre gegeben am 14. Ju

§ Herausforderung zum Zweikampf. Der Landtagsabge orduce Dr. Jänecke wurde vom Kriegsgericht Hannover wegen Herausforderung des welfischen Reichstagsabgeord neten v. Hodberg zum Zweikampfe zu vier Tagen Festungs. haft verurteilt,

Volksversicherungen.

Ausführung der Rai 1897( Reichs- Bef

ber§§ 135 bis 139,

auf die Wertflät tonfettion, und 6.62), betreffend bie A Mehrere den jüngsten Tagen auf Montag ftattet Wirtschaft eine Nacht wurde in dem Geschäfts eingebroch nur geringe Beute Nacht auf Mittwoch verfucht. Verh mädchen wegen Die Das gr Sportplag zu veranstaltet und S ganz besonders den Chancen, an dem für diefelben eigens offen für Fahrer au fpurigen Motoren hingewiefen, daß bi abends 6 Uhr, die Gießen erfolgt feir in jüngster Zeit beweift die fürzlic furt- Berlin und Bennett- Renmen fi Kontrollstationen A Der C bis auf den letter jeder Weise den E Leiftungen( Kraftü und an den Ring und Käthchen wirfte das Auftr Siron, während d unter langweilig zwischen Herrn und Herrn Aug nach ca. zwei wobei sich der G zuzog. Die Auff

Von fachmännischer Seite wird uns geschrieben: Der Pro­zeß der Versicherungsgesellschaft Viktoria zu Berlin gegen ihren ehemaligen Agenten Agai wegen Beleidigung würde die Allgemeinheit nicht weiter interessieren, wenn nicht hierbei die Frage der Volksversicherungen eine leb. hafte Erörterung gefunden hätte. Die Viktoria war bekannt lich die erste Versicherungsanstalt, die eine Volksversicherung in großem Stile ins Leben rief. Es ist nun die Frage, ob eine solche Versicherungsart im ganzen nußbringend ist für die Bersicherten, oder nicht. In versicherungstechnischen Krei­sen ist man sich darüber jedenfalls noch nicht einig."

So wünschenswert es ist, wenn auch den weniger bemit telten Kreisen eine Gelegenheit zu einer Ersparnis in Form einer Versicherung geboten würde, und so erfreulich es wäre, wenn hierzu ein geeigneter Weg gefunden würde, so zweifel­haft scheint es doch, ob Volksversicherungen diese Aufgabe erfüllen. Diese haben entschieden zwei in die Augen sprin gende Mängel. Der Apparat arbeitet zu teuer und die Ver­mögenslage der Versicherten gestattet nicht immer die ver­tragliche Durchführung der Prämienzahlung und schließt daher durch den Verlust der Berechtigungen auf einen Teil oder die sämtlichen eingezahlten Beiträge Vermögensschädi gungen in sich ein. Die Einziehung der Beiträge und das bureaukratische Betriebswerk verursacht ganz erhebliche Ausgaben, ebenso die Provisionen für die Versicherungs­abschlüsse. Das Ganze verschlingt einen erheblichen Pro­zentsatz der Prämien. Der privatwirtschaftliche Nutzen, der betreffenden Versicherungsgesellschaften wäre zweifellos auch nur ein geringer, wenn die Versicherten nicht wieder zu einom großen Teil aus Leichtsinn oder Notlage ihre Prämien­zahlungen einstellten und dadurch ihres Rückforderungs­rechtes für die sämtlichen, oder einen großen Teil der einge zahlten Beträge verlustig gingen. Diese Verluste bilden die Bilanzverbesserungen der Gesellschaften.

Aus dieser Sachlage ergibt sich für das Publikum die Not wendigkeit, unter keinen Umständen leichtfertig Verträge abzuschließen. Leider sind die Versuchungen hierzu nicht lein ,, denn durch die Volksversicherungen ist das Erwerbs leben mit einem Heer von Agenten überschwemmt worden, die es an Lockungen, Versprechungen und Verführungs fünften nicht fehlen lassen. Die Volksversicherung soll durch die Zwangsform der Prämienzahlung die Sparkasse erseßen und eignet sich daher nur für solche Personen, die zwar eine nach menschlichem Ermessen sichere und nicht allzu sehr schwankende Einnahme, aber nicht die Selbstzucht zum Sparen haben, nicht aber für alle jene Kreise, die den wech­selnden Konjunkturen des Geschäftslebens unterworfen sind. Für diese ist und bleibt die Sparkasse noch immer die beste Form der Rücklagen für das Alter und die Hinterbliebenen

allerliebst aus. Aber auch Frau Glohr hatte sich fest= mäßig herausgestutzt. Die Tische waren mit weißem Leinen gedeckt, Lichter standen darauf.

Da trat der Pierer ein. " Zum Teufel, was haben die Weibsleut' vor?- was is da los?"

Wirst's gleich seh'n," sagte seine Frau.

Die Nacht war schon hereingebrochen, da wurde unten im Dorfe Gesang bernehmbar. Elschen und Frau Glohr setzten sich nebeneinander. Es sah so aus, als gehörten sie zusammen. Jedem pochte das Hez gar gewaltig. Frau Glohr fiel eine Träne aus den Auge in den Schoß.

' s kömmt wohl Besuch?" fragte der Pierer. " Ja, und was für einer! Gleich wird er da sein" Der Gesang tam näher und jetzt zogen die Sin­genden in den Hof ein. Hier verstummte er, und man hörte Fußtritte, als ob eine Anzahl Leute draußen seten.

Frau Glohr hielt die Hand aufs Herz gepreßt und Elschen sah mit erglühendem Gesicht vor sich nieder.

Die Türe ging auf und da trat er herein, der so sehnlich Erwartete, hinter ihm tauchten noch ein Dutzend Gestalten auf. Der Moment war erschütternd. Die unendliche Liebe des Mutterherzens, die unbegrenzt Liebe der holden Jungfrau traten machtvoll und rührend in die Erscheinung.

Es war ein schöner Mann, der da in der Türe stand und wie festgebannt stehen blieb. Ein dunkler Vollbart überschattete ein von Gesundheit strohendes gebräuntes Gesicht, den Kopf bedeckte ein mächtige Südwester.

Schluß folgt

Afrikaner zu ring merken, er habe unter feiner Wür entfchuldigte der B Worten: Das Musteln wie das heute Abend im 20 Bentner) pro fampf auf.

A Für die Rennen anfel die von Gießen Stelle befindet wiesbach am Rennstrecke und

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