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Die Buchstaven vier fentrechten Heil wort; 2. Nebenflug Stadt; 4. Tiergatty Heihen bezeichnen: 2. Europäisches Gebir

2. Borfe, Rinde, 2 1. Koffer, Lade, T Sinnverwandte

3. Geftade, Ufer, C

5. Now, Pferd, M

4. Haut, Fell, Bel

Aus obigen finn

Wande derart, daß die Anfan fundenen Wörter den industrieellen erg.ben

reiben ist je ein

Zahlenr

15

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,, Du warst im Hotel! Man hat dir gesagt, daß Helene-"

" Tot ist! Ja, ich weiß! Ich erfuhr, daß sie sterbend sei, und fam, so rasch ich konnte, hierher, um sie noch ein­mal zu sehen. Ich bin zu spät gekommen." Rolands Stimme hatte einen eintönigen Klang, als wenn etwas in ihm zer­brochen wäre.

,, Und du hast mich nun aufgesucht," begann Friz un­sicher nach einer Pause.

,, Weil ich mit dir zu reden habe," vollendete Triberg ruhig. Wichtiges sogar! Du konntest vielleicht denken, ich hätte dich im Verlauf der letzten Zeit ganz aus den Augen verloren, aber das war keineswegs der Fall. Nicht etwa deinetwegen! An dir nahm ich kein Interesse mehr, aber Helene war deine Frau, ich wollte wissen, wie es ihr ging, wie sie an deiner Seite lebte."

Sie ist glücklich gewesen!" sagte Norden mit umflorter

Stimme.

" Ja, glücklich, weil sie in Unkenntnis lebte, daß ihr Mann ein Dieb und Brandstifter war!"

Roland!"

Ein Dieb und Brandstifter!" wiederholte der andere nachdrücklich. Du hast es klug angefangen, das Barver­mögen des jungen Wiedenhofen verschwinden zu lassen, aber doch nicht flug genug! Ich glaube an keinen blinden Bufall, es ist alles im Leben göttliche Fügung, alles! Oder wie willst du es dir deuten, daß ich gerade jetzt kürz­lich zu einem entfernten Seitenverwandten meines Hauses nach Leipzig zum Besuch kam und in seinen Diensten einen Mann vorfand, der im letzten Winter der Bureaugehilfe des Rechtsanwalts Werder in Stralsund gewesen war?"

Frizz Norden wollte etwas erwidern, aber die Kehle war ihm wie ausgedörrt, er brachte kein Wort hervor.

Daß ich mich mit diesem Mann in ein eingehendes Ge­spräch einließ, war ebenfalls eine besondere Fügung, er dauerte mich! Kräftig und noch jung, wie er war, ging er auf Krücken und mußte Gott danken, daß ihm im Hause meines Verwandten, dem er schon in früheren Jahren einmal gedient hatte, der Posten eines Schreibers, ein halbes Gnadenbrot, zu teil geworden war. Ich erkundigte mich, wie er zum Krüppel geworden war, und erfuhr, daß er an dem Januarabend in Stralsund, als der große Brand im Nordenschen Hause ausgekommen war, einen bösen Fall auf dem Glatteis getan hatte und schleunigst nach der chirur­gischen Klinik geschafft worden war. Zuvor hatte er für seinen Herrn noch einen späten, eiligen Gang zu tun, und da war es ihm aufgefallen, daß der Freund seines Herrn, Frizz Norden, der sich für einige Nächte bei dem Rechts­anwalt einquartiert hatte, lautlos und scheu neben ihm, der im Schatten verborgen stand, die Hintertreppe des Hauses hinaufgehuſcht und in sein Zimmer geschlüpft sei. Er habe noch eine kleine Weile an der Treppe, die auf den Hinterhof hinausführte, gestanden und über diese wunderliche Heim­lichkeit nachgesonnen, dann sei er gegangen, seinen Auftrag zu vollziehen, und dabei habe er den unglücklichen Sturz getan. Er mußte ein langes Krankenlager durchmachen, ein Bein wurde ihm abgenommen, und die Kunde von dem Brand drang erst nach Wochen zu ihm. Die Sorge um seine eigene Gristenz ließ ihn für alle anderen Dinge ziemlich teilnahmlos, in Stralsund, wo er kein Heimatsrecht besaß, konnte er, sobald er das Krankenzimmer verlassen hatte, nicht bleiben, so wandte er sich brieflich mit flehender Bitte an seinen ehemaligen Herrn nach Leipzig und war über­glücklich, als dieser ihm das Reisegeld schickte und Beschäf­tigung verhieß. Froh, aus Stralsund, das ihm in mehr als einer Hinsicht Unglück gebracht hatte, fortzukommen, schnürte der invalide Mann sein Bündel und kam nach Leipzig; die Brandgeschichte war für ihn vollständig in Ver­gessenheit geraten, erst meine Fragen, da ich hörte, er habe bei Rechtsanwalt Werder in Stralsund in Diensten gestan­den, führten ihn auf die Erinnerung an jenes Zusammen­treffen mit Herrn Norden auf der Hintertreppe, kurze Zeit vor dem notorischen Ausbruch des Feuers, zurück, und, ob­schon er bis jetzt noch nicht ahnt, um was es sich handelt, so weiß ich doch, daß der Mann bereit ist, jene Begegnung und die Identität jener Persönlichkeit auf der Treppe mit Frizz Norden jederzeit und vor jedem Gerichtshof zu be schwören!"

Und was folgt daraus?" fragte Norden gelassen. Er war jetzt wieder vollkommen ruhig und gesammelt.

Gesetzt, der Mann hätte im

Treppen­

spärlich erhellten flur eines Hinterhauses recht gesehen, und ich wäre an jenem Abend heimlich und scheu die Treppe heraufgelaufen, welche Konsequenzen hätte das für mich?" Nordens Ruhe schien den andern zu empören, fein vorher blasses Gesicht bedeckte sich mit zorniger Röte, und seine Stimme bebte vor Erregung.

" Zunächst wohl nur eine längere Untersuchungshaft, auf das Zeugnis eines ehrenhaften, unbescholtenen Mannes hin, -mehr allerdings nicht! Der Mann schwört, dich genau erkannt zu haben, die äußeren Verhältnisse, unter denen er dich angetroffen, sind stark verdächtig. Von deinem Freunde, dem Rechtsanwalt, hattest du schon vor einer langen Weile, unter dem Vorwand großer Uebermüdung, Abschied ge­nommen, dich auf dein Zimmer zurückgezogen, und der Freund störte dich anscheinend mühsam aus tiefstem Schlaf auf, als er dir das Feuer zu melden kam! Jener Mann kann Zeit und Stunde genau angeben.... indessen, wer einmal schon vor Gericht einen Meineid leistete und fälsch­lich schwor, er wisse von dem Ausbruch jenes Brandes nichts, da er zu der Zeit in tiefem Schlaf lag, der scheut vor einem zweiten Meineid wohl auch nicht zurück und schwört sich frei! Jedenfalls aber kommt es, auf das Zeugnis dieses Mannes hin, für dich zur Untersuchungshaft, aus der Stelle in Yokohama, die, wie ich weiß, schleunigst zu besetzen iſt, kann für dich nichts werden, und ob eine Firma, die auf Ehre und Ansehn hält, einen Mann, der soeben vom dringen­den Verdacht des Diebstahls und der Brandstiftung frei ge­kommen ist, gern mit einem verantwortlichen Posten, der ihn oft in neue Versuchung führen kann, betraut, das bleibt dahingestellt!"

Allerdings!" Um Nordens Lippen spielte ein bitteres, wildes Lächeln, und er fühlte es stärker in seinen Schläfen hämmern. Das bleibt dahingestellt! Und so bist du ge­kommen, ausdrücklich, um mir dies zu sagen, hierher, hier­her?" Er wies mit ausgestreckter Hand zur Linken in die Tiefe.

" Ich kam, um Helene noch einmal zu sehen, ich sagte es dir bereits! Hätte ich sie noch lebend gefunden, ich hotte dich geschont! Jezt... warum sollte ich das wohl? Und was den Ort betrifft, an dem unsere Unterredung sich ab­spielt, nun ic, er ist öde und schauerlich genug, ein on­derer wäre mir lieber geweſen, und ich habe mir diesen hier nicht ausgesucht! Aber sprechen wollte ich, mußte ich dich, und ſtill ſizen im Hotel und deine Rückkehr erwarten, das brachte ich nicht fertig! Ein Zufall, eine Schicksalsfügung vielmehr, hat uns hier zusammengeführt!"

Es verlangte dich wohl sehr danach, mir die guten Nach­richten mitzuteilen, die du für mich hattest, nicht wahr? Eine lange Untersuchungshaft, die käme mir jetzt wirklich außer­ordentlich gelegen! Und Aufgeben oer Stelle in Yokohama, auf die ich meine ganze Hoffnung setze, die ganze Zukunft meines Sohnes gründen will! Ein schöner Zug freund­schaftlicher Großmut, hierher zu kommen, um mir das zu sagen. Eine edle Rache an mir, der ich das Verbrechen be­ging, von dem Mädchen, das wir beide liebten, dir vorge­zogen zu werden! Der Roland von Triberg, den ich einst­mals kannte, ist derselbe nicht, der jetzt vor mir steht, so niedrig und erbärmlich hätte der von damals nie gehandelt!" Tribergs Augen funkelten, und seine Rechte ballte sich zur Faust.

Gerade, weil ich nicht niedrig denke," rief er mit starker Stimme, ist es meine Pflicht, das aufzudecken, was ich ein Verbrechen an der Menschheit nenne! Schon als wir Jüng­linge waren, gingen unsere Begriffe über Ehre weit aus­einander; du nanntest alles, was mir hoch und heilig war, ein verrottetes Vorurteil, einen überwundenen Standpunkt, heute verzichte ich freiwillig darauf, mich mit einem Men­schen, der ein Dieb und Brandstifter ist, über einen so wich­tigen Punkt zu verständigen! Nicht aus Rache, weil Helene dich mir vorgezogen hat, aus Ehrgefühl und nur aus Ehrgefühl, halte ich es für mein Recht, die Leute wenigstens zu warnen, soweit ich es vermag, sie zu schützen vor der Ver­bindung mit einem gewissenlosen Menschen, der diejenigen, die ihm ahnungslos vertrauen, doch nur ausbeutet zu seinen Zwecken, wenn es ihm gerade so genehm ist!"

Du willst mit einem Wort meine Zukunft und die meines schuldlosen Kindes ruinieren?"

So viel dies in meinen Kräften steht, ja! Welche Ver­pflichtung hätte ich, dich zu schonen? Mein Gefühl für dich ist längst tot, ja, daß ich es dir gestehe: ich hasse dich, hasse

Sen Glückspilz", dem alles, auch das höchste Gut, mühelos in den Schoß fiel, der nur die Hand auszustrecken brauchte, um zu erreichen, was er sich wünschte, dem die Herzen ent­gegenflogen, wo immer er sich zeigte, der ungestraft die un­glaubliche Kühnheit begehen konnte, acht Monate nach jener Tat ruhig in Deutschland zu bleiben!! Welche Wandlung in meinem Innern vorging, was in mir erst sterben mußte, bis ich so weit kam, das sage ich dir nicht, es kann dich ja auch nicht weiter interessieren! Wo immer und wie immer ich es fann, will ich den Leuten zurufen: Hütet euch vor dem! Er trägt das Brandmal der Unredlichkeit an der Stirn! Er taugt nicht in die Gesellschaft ehrenwerter Menschen!"

Fortgerissen von seinem Eifer, ganz erfüllt von der Aufgabe, die er sich gestellt, ließ Roland von Triberg es außer acht, das Mienenspiel seines Gegenüber zu beobachten. Er sah nicht den blitzschnellen Blick, den jener zur Linken in die steil abstürzende Tiefe warf, nicht die leichte Wendung, die sein Körper nahm, um festen Fuß zu fassen.

( Fortsetzung folgt.)

Tausendstel- Sekunden.

Wissenschaftliche Plauderei von A. Heilborn.

( Nachdruck verboten.) Durch die Zeitungen ging unlängst die Meldung, der französische Automobilklub habe ein Preisausschreiben zwecks Erlangung eines besseren Zeitmessers erlassen. Um Ge­schwindigkeiten wie die des Automobils mit 150 Kilometern in der Stunde, d. h. also 45 Meter in der Sekunde oder einem Meter in 145 Sefunde zu messen, genügen Uhr und Chronometer längst nicht mehr.

Der Laie kann sich von derartigen Größen" überhaupt faum eine Vorstellung machen. Wir führen zwar Augen­blick" und Moment" ewig im Munde; aber sie sind uns zu Begriffen geworden, die der eine so, der andere so deutet. Die Wissenschaft macht freilich vor so vagen Begriffen feines wegs Halt: sie mit den Augenblick und hat experimentell festgestellt, daß ein Augenblick" in der eigentlichsten Be deutung des Wortes durchschnittlich 10 Sekunden währt. Um das zu berechnen, wird am oberen Augenlid der Ver­suchsperson ein Stückchen Papier befestigt, und die Be­wegung dann durch photographische Aufnahme bestimmt. Das Augenlid bewegt sich diesem Experiment zufolge zunächst sehr schnell abwärts, macht dann für kurze Zeit halt, ehe es sich wieder schließt, und geht endlich in langsamerem Tempo wieder aufwärts. Die Dauer der Abwärtsbewegung beträgt im Durchschnitt 87 Tausendstel- Sekunden, die Pause 16 Hundertstel- Sekunden; der ganze Augenblick" währt also durchschnittlich 10 Sekunden.

Unsere Sinne können natürlich so kurze Fristen über­haupt nicht wahrnehmen. Photographiert man mit Blitz­licht( Magnesium), so erscheint auf dem Bilde die Pupille weit geöffnet, genau wie im Dunklen. Mit andern Worten: unser Auge fand während der Dauer des Blizes nicht Zeit genug, auf den starken Lichtreiz( durch Verengerung der Pupille) zu reagieren. Und doch ist solch Magnesiumblitz ein schneckenhaft träger Geselle im Vergleich zum elektrischen Funken.

Ein einfaches Experiment zeigt uns das. Auf einer schwarzen Scheibe, die durch einen Motor in schnellste Ro­tation versetzt werden kann, wird ein weißer Papierstreifen befestigt. Wird die Scheibe nun in Bewegung gesetzt, so hat unser Auge bei gewöhnlicher Teleuchtung nur den Eindruck eines verwaschenen Graus, der Resultante von Schwarz und Weiß, und dasselbe Grau erscheint auch noch bei der Ve­lichtung durch den Magnesiumblitz. Belichtet man dagegen die rotierende Scheibe durch den elektrischen Funken, so nimmt das Auge, je nach der langsameren oder schnelleren Aufeinanderfolge der Funken, drei und mehr weiße Streifen auf schwarzem Grunde wahr, und die Scheibe selbst scheint auf furze Zeit stillzustehen. Kein Wunder, denn der elek­trische Funke hat eine Zeitdauer von nur einer Hundert tausendstel- Sekunde.

Auf elektrischer Basis sind denn auch alle unsere Instru­mente konstruiert, mit denen wir kleinste Zeiten messen. Das geistreichste aller dieser Instrumente ist wohl die sogenannte, von dem Neuenburger Ingenieur Hipp konstruierte Millise­kunden- Uhr, das Chronoskop". Sie wird mit Hilfe einer

Stimmgabel reguliert, die in der Sekunde genau 1000 Schwingungen macht. Das Chronoskop hat zwei Ziffer blätter, die je 100 Teilstriche aufweisen. Der Zeiger des größeren( unteren) Zifferblattes vollendet seinen Umlauf in zehn Sekunden, jeder Teilstrich entspricht demnach eine Zehntel- Sekunde; der Zeiger des kleineren( oberen) Ziffer blattes in eine Zehntel- Sekunde, jeder Teilstrich bedeutet hier also eine Tausendstel- Sekunde. Das Geniale der Kon­ſtruktion liegt nun darin, daß durch einen Elektromagneten momentan dieser oder jener Zeiger aus- beziehungsweise wieder eingeschaltet werden kann, während das Uhrwerk stän­dig weiter läuft. Aus der Differenz der zu Anfang und zu Ende der Messung abgelesenen Zahlen läßt sich dann die Zeitdauer des beobachteten Vorgangs auf Tausendstel- Se­kunden genau bestimmen. Das Chronoskop gestattet so bei­ſpielshalber die Zeitdauer eines Entschlusses ziffernmäßig festzustellen.

Bei dieser Messung wird folgendermaßen verfahren: Der Experimentator gibt durch das beim Schließen eines elek­trischen Stromes entstehende Geräusch ein Zeichen; sobald das Versuchsobjekt" das Geräusch hört, schließt es seinerseits einen zweiten Strom. Der physiologische Vorgang ist bei diesem, von Dr. Spieß, dem einstigen Direktor der Berliner " Urania", angestellten Versuche kurz folgender: Der Schall muß mit dem Gehör wahrgenommen, im Gehirn registriert, auf den Nervenbahnen, den tierischen Telegraphendrähten, dann schließlich das Bewußtsein der Wahrnehmung zu den die Stromschließung besorgenden Fingern geleitet werden. Dabei schaltet der erste Strom die Zeiger in das bereits laufende Uhrwerf ein, der zweite sie wieder aus. Die Diffe­renz ergab bei dieſem Experiment 133 Tausendstel- Sekunden.

Bafiert Hipps Millisekunden- Uhr auf dem Schließen von Strömen, so hat Boulengé einen Apparat konstruiert, der mit dem Unterbrechen elektrischer Ströme arbeitet. Er hat sich für die Berechnung ballistischer Zeiten als besonders brauchbar erwiesen und wird für militärische Zwecke vielfach benutzt, da er eine genaue Verechnung der Geschwindigkeit fliegender Geschosse ermöglicht. Boulengés Instrument zeigt auf einem Stativ zwei Elektromagneten, durch die je ein schwacher Strom geschickt wird, so daß sie gerade noch im stande sind, einen längeren und einen kürzeren Eisenstab zu tragen. Der fürzere Stab setzt beim Herabfallen ein Messer in Tätigkeit, das in den vorbeigleitenden längeren, mit einem Zinkmantel versehenen Stab eine Marke schlägt. Aus der Entfernung dieser Marke vom Endpunkt des Stabes wird die Fallhöhe und damit tabellarisch die Zeitdauer des Vorganges bestimmt. Die Anordnung des praktischen Expe­riments ist hierbei folgende: quer über die Geschüzmündung ist ein Draht gespannt, durch den der zum Festhalten des längeren Stabes nötige Strom fließt. Die Scheibe, auf die das Geschütz gerichtet wird, ist mit Staniolstreifen_be­legt, durch die der zum Tragen des fürzeren Stabes er­forderliche Strom geht. Wird jetzt das Geschütz abgefeuert, so zerreißt die Kugel den Draht und unterbricht damit den erſten Strom: der längere Stab beginnt zu fallen. In dem Augenblick, da das Geschoß in die Scheibe schlägt, unter­bricht es( durch Zerstörung des Staniols) den zweiten Strom: der kurze Stab fällt, schlägt das Messer heraus, und dieses markiert den Fall an dem längeren Stabe.

Aber solche kurzfristigen Zeitbruchteile fann man nicht nur genau messen, man kann sie auch dem Auge sichtbar machen. Und diesem Zweck dient ein von Bouillet kon­struierter Apparat. Pouillet bedient sich kurzer, aber starfer Ströme, die die Nadel eines Galvanometers ablenken. Auf der Galvanometernadel ist ein durch ein Glühlämpchen be­leuchteter Spiegel angebracht; der Refler des Lichtes fällt in Streifen auf eine große Stala. So kann man die Tausendstel- Sekunden bequem ablesen.

Auch in der neueren Momentphotographie hat man ein ausgezeichnetes Mittel, Vorgänge, die sich in Bruchteilen von Sekunden abspielen, in ihren für das bloße Auge längst nicht wahrnehmbaren Einzelheiten festzuhalten. Daher sind denn die Kinematographen, Mutoskope u. s. f. in gewissem Sinne gleichfalls Meßapparate. Man ist heute im stande, photo­graphische Platten von solcher Empfindlichkeit herzustellen, daß zu ihrer Belichtung nur eine Tausendstel- Sekunde ge­nügt. Leider vermag die Praris aber diesen Vorteil noch nicht völlig auszunützen; immerhin ist es schon gelungen, bis zu 200 Aufnahmen in einer Sekunde zu machen.

Die ersten Momentaufnahmen dieser Art verdanken wir Anschütz. Er verwandte als Momentverschluß ein Wachs­

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