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SEASIVARALLE

tralität Dänemarks garantieren. Unser Berliner CB- Mit­arbeiter kann demgegenüber auf Grund authentischer Infor mationen feststellen, daß an der Londoner Sensationsmeldung fein wahres Wort ist.

Hof und

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Der Kaiser erledigte gestern an Bord der Hohen zollern" in Syrakus Regierungsgeschäfte. Tags zuvor machte er mit Gefolge einen Ausflug zu sagen nach dem griechischen Theater, dem Ohr des Dionysius" und den Steinbrüchen Latomia und di Santa Venera, wo der Tee genommen wurde. Das Wetter war prächtig, die Aussicht von Theater aus über die Insel, die Stadt und das Meer klar und überaus schön. Am Abend war die Promenade am Hafen reich durch Lampions beleuchtet, die in den Alleen von Palmen und Oleandern aufgehängt waren. Dem Kaiser wurden zahlreiche Blumenspenden an Bord gesendet.

Preufsifcher Landtag.

Herrenhaus.

RK Berlin, 14. April. ( 8. Sitzung.) Das Herrenhaus trat heute zu einer kurzen Sizung zu­sammen. Vor Eintritt in die Tagesordnung gedachte der Präsident des seit der letzten Sitzung verstorbenen Mitglie­des Grafen Waldersee. Dann erledigte das Haus unter un­wesentlicher Debatte eine Reihe Petitionen. Ein Gesetzent­wurf, betreffend die Bildung einer Genossenschaft zur Rege­lung der Vorflut und zur Abwässerreinigung im Emscher­gebiete wurde an die Kommission zurückverwiesen. Haus der Abgeordneten.

( 52. Sitzung.)

Die

RK Berlin, 14. April. Eine Kunstdebatte brachte endlich einmal etwas Leben in die nachgerade öde gewordene Beratung des Kultusetats. Abg. Träger, der einstige Gartenlaubenlyriker, nahm sich der Regierung gegenüber der neuen Kunst" an. Sezession, die den Kampf der Eigenart gegen die Konvention darstelle, die uns aus den Banden inhaltloser Schulkunst be­freit habe, sie werde von der Regierung bekämpft! Das sei ein unhaltbarer Zustand. Die Regierung solle nicht ver­gessen, daß über der Nationalgallerie steht: Der deutschen Kunst", nicht Der königlich preußischen Kunst!" Aehnlich, lismus in der Kunst, drückte sich der Nationalliberale lismus in der Kunst, drückte sich der nationalliberale Beumer aus. Abg. Dr. Rewoldt von den Freikonser­bativen naalte Richtung gegen die neue in Schutz; die Sezessionisten wollten die Diktatur innerhalb der Künstler­schaft sich anmaßen. Kultusminister Studt verteidigte die Haltung der Regierung, die völlig unparteiisch zu Werke gehe. Die weitere Debatte brachte nichts sonderlich Bemerkens­wertes. Dann vertagte sich das Haus auf den Abend, um die Kultusdebatte meiter zu fördern.

Hus dem Gerichtsfaal.

§ Ein sensationeller Prozeß wird Freitag, 22. d. Mt., voi Schöfengericht in Wiesbaden seinen Anfang nehmen. Es handelt sich um eine Beleidigungsklage, die durch eine große Zahl Wiesbadener Aerzte gegen den Dezernanten für Medizinalangelegenheiten bei der dortigen Königl. Regie rung, Regierungs- und Medizinalrat Dr. Pfeiffer anhängig gemacht worden ist. Die Verhandlung wird, dem Vernehmen nach, mehrere Tage in Anspruch nehmen.

§ Ein Liebesdrama beschäftigte das Wiener Schwur­gericht. Der 24jährige Friseur Josef Schober hatte im letten Dezember seine Geliebte, das Dienstmädchen Julie Kieninger erschossen und sich schwer verletzt. Er wurde ge­heilt und stand jetzt unter der Anklage des Mordes vor den Geschworenen. Schober behauptete, die Kieninger habe die Tat gewünscht. Die Geschworenen sprachen ihn einstimmig von der Anklage des Mordes frei und verurteilten ihn nur wegen Uebertretung des Waffenpatents zu 20 Kronen Geld­ſtrafe.

§ Grausamer Sport. Die Strafkammer zu Saarbrücken verurteilte den Fuhrunternehmer H. Boßlet aus Wiesweiler bei Saarlouis wegen grausamer Tierquälerei zu vier Wochen Gefängnis. Er hatte infolge einer Wette seinen eigenen alten Starrengaul auf der Landstraße eine Strecke von sieben Kilometern in 11½ Minuten zurücklegen lassen. Das arme Tier war mit Blut und Schaum bedeckt am Ziel angekommen und wenige Stunden darauf verendet.

§ Ein gefährlicher Heilkünstler". Der 32jährige, mehr­fach vorbestrafte Artist Sobann Karl Paul Strauß batte sich

Der Wildhirt.

Eine oberhessische Dorfgeschichte von J. Becker. ( Fortsetzung) ( Nachdruck verboten.)

megen zahlreicher Sittlichkeitsverbrechen und tatlicher Gelei­digungen vor der ersten Strafkammer des Landgerichts

zu verantworten. Strauß, welcher sich als Naturarzt ab, war vor einiger Zeit in dortiger Stadt durchgereist uno nahm vorzugsweise an weiblichen Patienten eingehende Untersuchungen vor, bei welcher Gelegenheit er sich der obigen Verbrechen schuldig machte. Als Arznei verkaufte Strauß gewöhnlich Haarlemer Tropfen. Er wurde auf offener Straße verhaftet, als er gerade von der Untersuchung eines jungen Mädchens kam. Das Gericht verurteilte den sauberen Patron zu insgesamt Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust. Der Verurteilte erklärte, Revision einlegen zu wollen, da er völlig unschuldig sei.

§ Der kalte" Eid. Der 19 Jahre alte Dienstknecht Xaverl Ritschl von Tölz hatte sich vor dem Geschworenen­gericht in München wegen Meineides zu verantworten. Er hatte seinen Freund herausgeschworen", d. h. im Ermitte­lungsverfahren vor dem Amtsrichter in Tölz unter Eid be­hauptet, daß er den am 5. Juli v. J. in seiner Begleitung befindlichen Radfahrer, der in Penzburg einen Bauerssohn überfuhr, nicht gekannt habe. Diese Aussage war unwahr, denn der betreffende Radfahrer war ein guter Freund von Ritschl. In der Verhandlung gab er nun weinend zu, daß er dem Amtsrichter nicht die Wahrheit gesagt habe. Er glaubte, sein Schwur gelte nichts, weil er anstatt der Schwur­finger die ganze Hand erhoben hatte, und weil im Zimmer des Amtsrichters gar kein Kruzifir vorhanden war und auch feine Kerzen brannten! Die Geschworenen würdigten diese pfiffige Verteidigung des Bauernburschen und verneinten nicht nur die Frage auf vorsätzlichen, sondern auch fahrlässi­gen Falscheid, was die Freisprechung zur Folge hatte.

,, Daß Dich das befümmert, Hangcurt, kann ich Dir nit verdenken.' s Elsche is' n Mädchen, bei dem sich einer so recht glücklich fühlen könnt', der's mal hätt'. ' s is hübsch, nett, gescheit und häuslich. Die Wirtschaft führt's doch fast ganz allein, denn sein Vater is ja' s ganze Jahr kränklich und sei Mutter fann' m auch Sadrin nit helfen."

Ja, das Haus muß ich neidi u. 5 nach sheim möcht ich vorderhand auch nit geh'n, deun bei mein' Leut' hab ich ezt auch nichts Gutes. Wenn ich nur wüßt, wo ich hin sollt! Ich möcht' ganz fort gehn, ohue daß Jemand was d'rbon wißt- ganz foet."

,, Komm doch mit mir in die Wildhütt'; ich wollt' eben' naus."

Nab und Fern.

Graf Zeppelins neuer Luftschiffbau. Bei Manzell, dreiviertel Stunde unterhalb Friedrichshafen, herrscht wieder eine sehr rege Tätigkeit. Graf Zeppelin hat die Halle, die seinen neuen Luftballon oder besser sein Luftschiff aufnehmen soll, beinahe vollendet. Während die gewaltige Halle beim ersten Versuch auf dem See schwamm, ruht sie jetzt auf festem Boden. Die Ausdauer und der Mut des alten Soldaten und Luftschiffers sind wahrlich zu bewundern. Weder das Aus­bleiben des bei der ersten Auffahrt sicher erwarteten durch­schlagenden Erfolges, noch die ungünstigen Geldverhältnisse schreckten den tatkräftigen General von einem nochmaligen Versuch ab, Herr der Lüfte zu werden. Wenn sich nicht zu große Schwierigkeiten in den Weg stellen, wird der zweite Versuch schon im kommenden Herbst vor sich gehen. Im großen und ganzen bleibt das System dasselbe, nur wird Graf Zeppelin Uebelstände, die sich damals bei der ersten Auffahrt herausstellten, als zu schwere Belastung, nicht ge­nügend starke Bewegungskraft usw. ausschalten und Verbesse­rungen einführen. Zweifellos wird auch dieser neue Ver­such großes Interesse erregen.

In die Wildhütt'? Ja, was tuste denn noch da? ' 8 is ja ezt nichts mehr zu hüten"

,, Schad't nichts! So lang' s Wetter einigermaßen is, bleib ich drauß; denn siehste,' s gefällt mir nun mal drauß. Wenn ich so hübsch im lichten Holz allein sein und kann treiben, was ich will, ohne daß Jemand d'rnach guckt, das is mein Leben."

,, Jch' geh' mit Dir", sagte Hangcurt furz entschlossen. "' s is mir lieb, daß ich es kann; so brauch ich doch nit nach heim und wenn ich morgen und die nächsten Tage nit da sein, wird mein Vater wohl anders gegen mich, wenn ich d'rnach wieder komm'."

Hierauf schritten die Beiden in der Dunkelheit hinaus und bogen nach kurzer Wanderung von der Straße ab, wonach sie den Feldweg einschlugen, der in

Explosion auf einem amerikanischen Kriegsschiff. Die Flotte der Vereinigten Staaten ist von einem schweren Schlage betroffen worden. Während einer Schießübung bei Pensacola( Florida) explodierte auf dem Schlachtschiff Missouri" ein Panzerturmgeschütz. Dabei kamen 26 Offi­ziere und Mannschaften um.

Auch bei einem englischen Manöver ereignete sich ein Schiffsunfall, der unter Umständen schwere Folgen hätte haben können. Zu Ehren des in Portsmouth zu Besuch wei­lenden Prinzen Heinrich von Preußen wurde ein Angriffs­manöver gegen den Hafen veranstaltet. Als die Torpedo­boot dabei versuchten, sich unbemerkt von den Scheinwerfern in den Hafen einzuschleichen, lief der Torpedobootszerstörer Teazer" auf und blieb fest sizen. Hunderte von Zuschauern waren bei dem Unfall, der große Erregung verursachte, zu­gegen. Admiral Sir John Fisher begab sich sofort an die Unfallstelle. Nach angestrengter Arbeit gelang es den ,, Teazer" wieder flott zu machen.

Eine Naturärztin". Eine häßliche Skandalaffäre ist in Wiesbaden aufgedeckt worden. Dort wurde ein in den 30er Jahren stehendes Fräulein Gertrude Schmidt verhaf­tet, die als Naturärztin auftrat und gegen hohes Honorar Beihilfe zu Verbrechen gegen das keimende Leben leistete. Ihre Klientinnen hatte sie in den ersten Gesellschaftskreisen. Die Schmidt ist die Tochter eines preußischen Majors und war eine Zeitlang in Mannheim Empfangsdame bei dem Kurpfuscher ,, Direktor" Jüngling, dem vor einigen Jahren der Prozeß gemacht wurde.

Durch Tabakrauch getötet. Einen eigentümlichen Tod fand in London eine alte Dame. Die Dame leidet an Mithma.

nordöstlicher Richtung nach dem lichten Holze führte.

und als sie gelegentlich eines Besuches bei ihrem verheiratetem Sohn das Zimmer betrat, in dem dieser mit noch einigem Freunden rauchend saß, erlitt sie infolge des Rauches einem so heftigen Anfall, daß sie sofort zusammenbrach, und bevor ärztliche Hilfe zur Stelle sein konnte, verschied.

Durch die Nacht aber drang unten vom Dorfe her die Kirmeßmusik, welche dem Hangcurt gleich einem schrillen Mißflang däuchte.

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Einen eigentümlichen Selbstmordversuch machte der auf Georg Ramge einem Spreedampfer beschäftigte Heizer Richard Schützke aus Emmerfennung fei

Berlin. Er hatte einen Dampfbahn geöffnet und sich dem Dampf in den Mund einströmen lassen, bis er besinnungslos zusammengebrochen war. Schützke wurde nach der Charitee gebracht und liegt dort schwer darnieder.

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Liebestragödie bei einer Dilettantenvorstellung. Ein in Kladrau( Desterreich) veranstalteter Theater- und Unter­haltungsabend erfuhr eine unerwartet tragische Unterbrechung Während gerade ein Chorlied gesungen wurde, zog plötzlich eins der Komiteemitglieder, Hans Bauer, ein Messer here vor und brachte damit dem neben ihm sibenden ahnungslojen Fräulein Amelie Lang, ohne daß es jemand hindern konnte, mehrere Stiche bei. Der Täter, welcher einer geachteten Bürgerfamilie angehört, stellte sich sofort selbst dem Gericht. Fräulein Lang ist nicht unerheblich verletzt. Das Motiv der Tat ist Eifersucht. Amerikanische Reklame.

Im Kirmeßhaus ging's indessen noch lustig zu. Die Abwesenheit Hangcurt's wurde heut Abend nicht weiter bemerkt. Der Burkhennersch nahm jede Gelegen­heit wahr, mit dem Elschen ein Gespräch anzuknüpfen, auf welche Bemühungen das Mädchen auch mit bereit­willigem Scherze einging, ohne jedoch dies in der Weise zu tun, daß aus allerhand Anspielungen des Burschen, welche seine Absicht verraten sollten, mehr als bloße Scherzhaftigkeiten hätten entnommen werden können. Der Hannhenner fand denn auch bald heraus, daß heute wenigstens nichts Bestimmtes in Bezug auf seine Absichten zu erlangen sei.

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Staaten ergießt, um die Wunder der Weltausstellung von St. Louis zu schauen, wirkt neu belebend auf die Tätigkeit der amerikanischen Reklamespezialisten, die einen wahren Wettlauf um originelle Ideen veranstalten. Die ameri kanische Reklame ist die bestorganisierte in der ganzen Welt. Agenturen, die sich ausschließlich mit Reklame befassen, ber­mitteln dem Publikum Annoncen in allen Blättern der Welt, verfassen die Inserate selbst je nach den speziellen Wünschen des Antragstellers in ernſtem, heiterem und poetischem Stile, und eigens angestellte Zeichner liefern Clichees aller Art, bon den kleinſten bis zu solchen von ungeheueren Dimensionen. Manche dieser Künstler, die sich einer sehr erzentrischen Phan­tasie erfreuen, verdienen im Jahre bis zu 60 000 Francs

Als die Kineß für diese Nacht zu Ende gegangen, war es schon längst nach Mitternacht. Der Burkhennerschh hielt sich darum noch ein wenig mit etlichen Burschen, der en Bekanntschaft er gemacht, im Dorfe auf, und zwar solange, bis beinahe der Morgen graute, um sich alsdann nach seinem ziemlich entfernten Heimatsdorfe auf den Weg zu machen.

Seine Absicht die ihn nach der Kirmeß geführt, hatte er allerdings noch nicht erreicht. Auch konnte er nicht sagen, wie eine allenfallsige Bewerbung um das Elschen bon diesem aufgenommen würde, denn das hatte es ber­standen, ihn vollständig im Unklaren zu lassen. Da aber das Mädchen, von dem ihm erzählt worden war, ihm über die Maßen gefallen, so nahm er sich vor, seinen Besuch bei ihm zu wiederholen. Er zweifelte nicht, daß es ihm gelingen würde, das hübsche Mädchen zur Frau zu be­

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Es existiert eine Gesellschaft, die ausschließlich die Me klame mittels Papierdrachen betreibt. In Newyork über dem Hudson kann man zahllose Papierdrachen schweben sehen an denen ungeheuere Reklamebänder befestigt sind. Rode fellers ,, Standard Oil" sucht auf diese Weise die Aufmerksam keit des Publikums zu erregen. Besonders charakteriſtiſc sind die Mitt, deren sich der amerikanische Geschäftsmann bedient, um e Blicke der Käufer anzuziehen. Da man in Amerika es..icht so gut wie auf dem europäischen Kontinent versteht, die Waren in den Auslagen gefällig und verlockend zu ordnen, so greift maa zu recht sinnfälligen Mitteln. Go legt z. B. ein Hutfabrikant auf jeden Hut im Auslagefenster eine Dollarnote. Eine Desinfektionsanstalt läßt einen gro Ben, mit schreienden Farben bemalten Wagen durch die Stra Ben der Stadt ziehen; die Wände des Gefährts sind ganz au Glas, und dahinter erblickt man Exemplare jener lästigen zu vertilgenden Haustiere, als da sind: Wanzen, Flöhe, Flie gen, Schwaben, Russen, Mäuse usw. Die Erfinder von Haar wasser und Pomaden begnügen sich nicht wie bei uns damit. ihre Mittel durch Plakate, auf denen Menschen mit üppigem Harwuchse dargestellt sind, anzupreisen. So kann man in Boston hinter dem Auslagefenster eines Friseurs den ganzen Tag über ein hübsches junges Mädchen mit bis zur Erde wallendem blonden Haare siben sehen. Die Schöne kehrt dem Beschauer den Rücken und liest zur Verkürzung der Lange weile in einem Buche. Ein Anschlagzettel aber belehrt, dahin, daß dieses Prachthaar 1,50 Meter lang ist und seine Fülle und Länge nur dem Gebrauch des X- Wassers verdankt Das Ueberraschendste für den Europäer aber sind die amerikanischen Apotheken. Mon nennt sie Droguerien, in Wirklichkeit sind die amerikanischen Apotheken große Bazare Wohl liest man an der Eingangstür in ganz kleinen Bud staben das Wort Drogs, aber auf einem mächtigen Schild das weit in die Straßen hineinragt, steht in großen Bud staben: Ice cream soda. Dies ist die National- Leckerei par excellence. Nach der Eis- Abteilung kommt die für Tabat Nebenan ist die Konditorei, weiter hinten die Parfümerie: Bürsten, Kämme, Schwämme, Toiletteartikel. Auch die Pa pierwaren, Spielkarten und Sportartikel nehmen einen gro ßen Platz ein. Desgleichen ist die Apotheke öffentliche Tele phon- und Poststation; denn sie nimmt Einzahlungen pe Postanweisung an und zahlt solche aus. Das Adressenbu liegt zur allgemeinen Benutzung auf, und Vormerkungen die Volksbibliothek werden unengeltlich angenommen. vor man die Apotheke verläßt, erblickt man ganz hinten e kleine Abteilung, wo Rezepte gemacht werden. auch ohne Reklame.

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In Pierersch Hofe herrschte am ander Morgen keine geringe Bestürzung, als man d Entdeckung machte, daß der Hangcurt nicht da na Die Kned te, welche die ganze Nacht noch bei der Kirn gewesen, hatten auch nichts mehr von ihm gesele Der alte Bierer allein war nicht sehr betroffen, den cr mutmaßte sehr richtig. als er sagte:

Er wird wohl bei dem Strauch dieb, dem liophel, stecken. Die zwei passen zusammen. Daß m das noch erleben muß: dem Pierer sein Jung und de Gänschannes seiner! Wenn m'r nur erst wüßt, w sich rumtreibt' s bleibt mir nichts anderes übrig, re ich erfahre, wo er steckt, als daß ich'n mit Gensdarn holen lasse und schaff'n nach Amerika, denn wen hier bleibt, kommt er doch noch ins Zuchthaus. Tiophel hat' n ganz umgarnt; der is sein böser Ga Das Elschen war bei der Mitteilung, daß Hangcurt fehle, wie ins Herz getroffen. Es hätte geglaubt, daß es dem jungen Burschen so gut geme wie es dies jetzt entdeckte, nachdem er nicht mehr fa Es saß in seiner Kammer und weinte still; wa aber in der Wirtsstube, so mußte es eine heitere Mi zeigen, um nicht merken zu lassen, wie lieb ihm Hangcurt gewesen.

Die beiden Bewohner der Wildhütte draußen lichten Holze hatten sich recht bequem eingerichtet, o von Bequemlichkeit in ihrem Heim die Rede sein kon Sämmtliche Fugen und Rize, jedes Loch der waren mit Moos und Erde fest verstopft und der Bo war mit einer hohen Lage Moos, Stroh und belegt, in dem sich schon so leidlich fampieren wenigstens fonnte man sich vor Frost schützen, man sich in das Heu verarub.

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