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Lokales.
14. März 1904.
** Privattelegramm. Bei der heutigen der heutigen Ziehung der Hessisch- Thüringischen Landes lotterie wurden folgende Gewinne gezogen: 40000 Mt. auf Nr. 47015, 10000 Mt. auf Nr. 12517, 65356, 5000 Mt. auf Nr. 8016, 8183, 68 697.
** Der Großherzog empfing am 12. März u. a. den Geheimen Schulrat Dr. Rausch von Gießen, den Bauschäßer Neumann von Schotten, die Steuerkommissariatsgehilfen Schüler und Zinser von Schotten, den Pfandmeister Eise von Schotten den Dekonomierat Backhaus von Lauterbach.
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* Samstag Mittag 122 Uhr hat der Großherzog im Residenzschlosse die Eidesleistung des neugewählten Bischofs von Mainz Herrn Dr. Georg Heinrich Kirstein im Beisein des Staatsministers Rothe in feierlicher Weise entgegenge
nommen.
** Sicherem Vernehmen nach gedenkt der Großher= 30 g am 23. d. M. eine Reise nach Italien anzutreten.
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* Der Zweiten Kammer sind zwei Anträge zugegangen, welche für die gesamte Bevölkerung von großem Interesse und weitgehender Bedeutung sind. Der erste Antrag vom Abg. Ulrich und Genossen, betrifft die Veröffentlichung amtlicher Bekanntmachungen. Derselbe lautet:
Die Kammer wolle beschließen, die Großherzogliche Regierung zu ersuchen: Zwecks besserer Ver= breitung aller behördlichen Bekannt, machungen sämtlichen Zentral- und Lokalbehörden aufzugeben, ihre zur Veröffentlichung bestimmten Bekanntmachungen allen im Kreise erscheinenden Zeitungen gleichzeitig zur Benutzung zu übersenden, oder für jeden Kreis ein besonderes Amtsblatt herauszugeben, welches alle amtlichen Bekanntmachungen enthält, eventuell auch gegen Zahlung Privatannonzen bringen fönnte, jedoch feinerlei politischen oder unterhaltenden Inhalt haben dürfte und auf Verlangen jedem im Erscheinungsfreis herausgegebenen Blatte gegen Zahlung der Selbstkosten als Beilage überlassen werden sollte. Der zweite Antrag, von Abg. Hirschel und Genossen, betrifft die Großherzoglichen Hofjagden und lautet:
Wir beantragen, verehrliche Kammer wolle beschließen: Großherzogliche Regierung zu ersuchen, im Einvernehmen mit dem Landtag das Hofjagdwesen neu zu regeln und insbesondere dahin zu wirken, daß die zur Zeit in Bacht der Großherzoglichen Hofjagdverwaltung befindlichen Jagden zum größten Teil zur öffentlichen Versteigerung gelangen. Wir nehmen hierbei Bezug auf die Verhandlungen im XXIII. Landtag vom 14. März 1879 und Beilage Nr. 151 Anlage III.
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Militärdienst nachrichten. v. Kleist, beauftragt mit Wahrnehmung der Geschäfte des Chefs des Generalstabes 18. Armeekorps, zum Chef dieses Generalstabes ernannt. v. Winterberger, Bataillons- Kommandeur im Infanterie- Regiment Kaiser Wilhelin( 2. Großh. Hess.) Nr. 116, zum Oberstleutnant befördert. van den Bergh, Hauptmann aggreg. dem Generalstabe der Armee und fommandiert zur Dienstleistung beim Generalstabe des 18. Armeekorps, unter Belassung bei diesem Generalstabe in den Generalstab der Armee eingereiht. Vom 1. April 1904 ab auf ein Jahr zur Dienstleistung beim großen Generalstabe kommandiert:
Schwendy, Leutnant im Infanterie- Regiment Kaiser Wilhelm ( 2. Großh. Hess.) Nr. 116. Graf zu Solms- Laubach, Leutnant im Garde- Jäger- Bataillon, auf sein Gesuch ausge= schieden und, unter Belassung seiner bisherigen Uniform zu den Offizieren à la suite der Armee übergetreten.
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Die Neubauten am Gießener Bahnhof sollen demnächst in Angriff genommen werden. Die Bauleitung führt die Betriebs- Inspektion I, Gießen, bezw. Architekt Hofmann aus Herborn.
*** Wie uns mitgeteilt wird, bestand in voriger Woche vor der betr. Prüfungskommission in Darmstadt der frühere Schüler der Gewerbeschule zu Gießen, Friedrich Lenz, Sohn des Schreinermeister Lenz zu Gießen die Prüfung für einjährig Freiwillige mit gutem Erfolg. Gewiß ein recht erfreuliches Zeichen gewerblicher Ausbildung. ** Theater Verein Gießen. Die letzte Theater vereinsvorstellung wird uns mit zwei französischen Lustspielen befannt machen, mit Oftave Mirbeau's neuem Einafter
" Der Dieb" und mit dem kassischen dreiaftigen Lustspiel Moliere's Die Schule der Frauen". In Folge der langen Krankheit von Frl. Hellberg, die in letterem Stück die weibliche Hauptrolle spielen soll, kann die Auf
urden deutsche führung erst am Montag, den 21. d. Mts., stattfinden. Dost der Polize it bei Begin
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schließender Querbau bestimmt, um Cafe und Geschäftsräume aufzunehmen, während ein prächtiges Portal den Eingang bilden soll. Durch zahlreiche elektrische Lampen wird diese Festplaganlage beleuchtet. In der Haupthalle werden ge= meinsame Chöre hiesiger Gesangvereine und des festgebenden Vereins aufgeführt, dort wird die Regiments musit ihre Ronzerte geben und Festbankette abgehalten werden. Die Verhandlungen betreffs eines Jurplaßes, zu dem bereits zahlreiche Meldungen von Schaubuden, Karoussels usw. vorliegen, sind noch nicht abgeschlossen. Es steht indes sicher zu erwarten, daß sich in der Nähe ein geeigneter Plaß finden wird. Eine festliche Ehrenpforte wird auf dem Wege vom Bahnhof in die Stadt die Gäste bewillkommen, ein glänzender Festzug wird sich zu Beginn des Festes durch die Stadt bewegen; es steht zu erwarten, daß zahlreiche Vereine aller Art daran teilnehmen. Morgens wird ein Weckruf durch die Stadt gehen. Auch ein Feuerwerk ist vorgesehen. Man ersieht aus diesen kurzen Andeutungen, daß es sich um ein Feft großen Stiles handelt, wie es unsere Stadt eben zu feiern versteht. Alle Vereine, die später vielleicht auch einmal ihrerseits auf das Interesse der Bürgerschaft rechnen, werden sicher das ihrige tun, die Veranstaltung mitwirkend zu unterstüßen. Daß die Festleitung einer Anzahl würdiger Ehrenpreise bedarf, um nicht gegen andere Städte zurückzustehen, ist gewiß. Nach dieser Richtung ist aber ein Appel an die Gießener noch niemals erfolglos gewesen. So wollen wir hoffen, daß alle guten Geister mitwirken, um unserer guten Stadt den Ruf einer bewährten Feststadt zu erbalten. Als Nachtrag zu früheren Mitteilungen ist zu erwähnen, daß Herr Schiffnie den Vorsitz des Finanzausschusses übernommen und Herr A. Dickoré an die Spitze des Musik-, Gesangs- und Vergnügungs- Ausschusses getreten ist. So liegen auch diese wichtigen Stellen in guten Händen.
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* Billiger Sped. Für nur 75 Pfg. liefert ein Meggermeister in Gießen dem Provinzial- Siechenhaus das Kilo Speck. Solche Preise ließen sich unsere Hausfrauen jedenfalls auch gefallen.
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Besizwechsel. Für 46 300 Mt. verkaufte der Weißbindermeister Pizz in Wagenborn sein Anwesen in Gießen, Moltfestraße, an den Photograph Orth in Gießen und für 24 500 Mt. ging das Anwesen des P. Michel in Gießen Frankfurterfstraße, an Bauunternehmer Joh. Gg. Pfaff.
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** Der Turngau Hessen hielt gestern von Vormittag 10 Uhr bis Nachmittag 3 Uhr im Neuen Saalbau zu Sießen seinen diesjährigen Turntag ab. Erschienen waren im Ganzen 76 stimmberechtigte Turner, davon 7 Gauausschuß- Mitglieder, 5 Turnausschuß- Mitglieder. Der 1. Gauvertreter He I m-Gießen leitete die Verhandlungen und begrüßte vor Eintritt in die Tages- Ordnung die Vertreter auf's Wärmste. Das rege Interesse, was sich im abgelaufenen Jahre überall für die Turnsache gezeigt habe, bitte er auch während der Sigung in sachlicher Weise auf die einzelnen Punkte zu übertragen. Nachdem noch zur Kenntnis gebracht wurde, daß der kürzlich in Marburg verstorbene Justizrat Karl Uckermann ein Menschenalter der Turnsache mit angehört habe 1845 war er Schriftführer des damals schon bestandenen aber später aufgelösten Turnvereins ging man zur T.-D. über. Der Bericht des Gauvertreters und des Gauturnwarts über das letzte Jahr gab den Anwesenden ein recht flares Bild von dem Aufblühen der Turnsache im Gau. Trotzdem, daß die beiden Vereine in Amöneburg und Stockheim ausgetreten sind, ist die Zahl der Mitglieder durch den Beitritt der neuen Vereine in Langsdorf, Dorlar, Wehrda und in ganz jüngster Zeit in Muschenheim eine höhere geworden. Helm ermahnte mit gleichem Eifer in diesem Jahre weiter zu wirken. Der Turnbetrieb ist ebenfalls, nach dem Bericht des Gauturnwarts Will, ein besserer geworden. Die Gaurechnung von 1902 wie auch die von 1903 wurde genehmigt. Im letzten Jahre betrugen die Einnahmen 1503 Mt. 2 Pfg. und die Ausgaben 1491 Mt. 31 Pfg. Die Gaufteuer wurde in der zuletzt gewesenen Höhe( pro Mitglied 25 Pfg.) für 1904 wieder angefeßt. Das diesjährige Gau turnfest wird vom 9. bis 11. Juli dem Antrag des Turnverein zu Hungen entsprechend, in usingen stattfinden und die Gauturnfahrt wird, Hungen als Endziel haben. Der Männer- Turnverein zu dem Antrag des Turnverein zu Hungen entsprechend, Rodheim, welcher sich schon dret Mal um die Gaufahrt beworben hatte, mußte aus verschiedenen Gründen nochmals abgewiesen werden, jedenfalls aber wird der Männerturnverein Rodheim im nächsten Jahre Glück haben. Für die Uebernahme des Gaufestes für 1905 hatten sich gemeldet die Turnerschaft Gießen, und die Turnvereine von Alsfeld und von Schotten. Die übergroße Mehrheit der Anwesenden stimmten für Alsfeld. Bum diesjährigen Kreisfest nach Koblenz entsendet der Gau den 2. Gauturnwart und die 4 ersten Bezirksturnwarte als Kampfrichter. Der 11. und legte Punkt betraf die Turnzeitung für den Gau Hessen. Es wurde anerkannt, daß dieselbe nach verschiedenen Richtungen der Turnsache sehr förderlich ist und wurde ung angenommen. Zwei Anträge, welche nicht rechtzeitig eingereicht worden waren, aber eine Aenderung der Sagungen bedingen, wurden für den nächsten Turntag vorgemerkt. Der erste Antrag, eingereicht vom ständig auf dem Dünsberg abgehalten wird und das Dünsbergfest, so wie es seither abgehalten wurde, verschwindet. In den einzelnen 5 Bezirken sollen dafür richtet werden. Der zweite Antrag war von den Turnund bezweckt, daß alljährlich auf dem Hoher odskopf ein Volkswetturnen abgehalten werden möchte.- Der Turntag hatte einen recht regen sachlichen Verlauf genommen, was am Schluß desselben der Gauvertreter Helm mit besonderer Anerkennung betonte.- Ein gemeinsames Mittagessen allerdings in vorgerückter Nachmittagsstunde hielt sehr viele Abgeordnete noch längere Zeit beisammen.
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fanden, dauer überlassen wird, ist das Unternehmen des Maschinenbauer- einstimmig deren Weitererscheinen als Bauzeit=
auch mit den Mädchen und
Steinen, verlegte 1.- Die Uni Studentenfchaf
dt Nationaler Gesangswettstreit Gießen. Nachdem die Stadtverordneten- Versammlung dieser Tage ihre Bustimmung dazu erteilt hat, daß Dswaldsgarten dem " Nationalen Gesangswettstreit" als Festplatz Gesangvereins nunmehr als gesichert zu betrachten. Zu Pfingsten und am Vorabend dieses Frühlingsfestes wird Gießen also wiederum ein Fest großen Stiles feiern, wie es schon oft unter Mitwirkung der gesamten Bürgerschaft zur Mitwirkung an diesem Fest von Gießen" in vorbe. reitenden Kommissionen zusammengefunden und die Arbeit ist in vollem Gange. Meldungen von 44 fremdem Vereinen um die Siegespalme in der Gesangskunst ringen. Den
rregung bis au glänzend durchgeführt ist. Männer aller Stände haben sich Turnverein Marburg, will, daß die Gauturnfahrt
en, jegige Gräfi
Infel Wight ver
densee dauernde liegen bereits vor, 1600-2000 Sänger werden in Gießen anstatt der Gauturnfahrt eine Bezirksturnfahrt eingeinenaristokratie äußeren Rahmen wird, wie gesagt, Oswaldsgarten bilsen, bereinen Lauterbach und Schotten eingereicht
e Aufregung be
Millionärs Mar
Nelson- Hotels a
Marais fchwebt
während das eigentliche Weitsingen in den Räumen des Gesellschaftsvereins, des neuen Saalbaues, des Cafè Leib und der Turnhalle vor einem berufenen Rachterfollegium vor sich geht. Im Hintergrunde des Festplages soll sich die Festhalle erheben, eine mächtige Zelthalle bon 32 Meter Länge und 40 Meter Tiefe. An diese lehnen sich rechts und links in der Länge des Plages mächtige Gebäude für Bierwirtschaften, an der Neustadt ist ein ab
+ Lüzellinden, 13. März. Das Fest ihrer" goldenen Hochzeit" feierten heute im Familienkreise, umgeben von Kind und Kindeskindern, Friedrich Engel und Frau dahier. Dem in förperlich und geistiger Frische sich befindlichen Jubiläumspaare wurde neben der vom Kaiser gestifteten Ehejubiläumsmedaille ein Geschenk seitens des Presbiteriums überreicht, dem der Jubilar angehört. Mögen beiden Eheleuten noch recht schöne und frohe Tage in ihrem hohen Alter beschieden sein.
gegen den in Hamburg verhafteten Kutscher Stafforſt geFrankfurt, 13. März. Das Belastungsmaterial meinsam mit Groß den Raubmord am Kaufmann Lichtenstein ausgeführt zu haben, hat sich so gehäuft, daß fast kein Zweisel mehr besteht, daß man die richtigen Mörder hinter Schloß und Riegel hat. Stafforst wird Montag vormittag von Hamburg nach Frankfurt gebracht, wo er mit Groß fonfrontiert werden soll. Nachträglich erfahren wir,
daß Stafforft gestern Abend in Hamburg einge= standen hat, den Mord an Kaufmann Lichtenstein in Gemeinschaft mit Groß ausgeführt zu haben.
Frankfurt a. M., 13. März. In den Räumen des lassung zur Kriegsakademie statt. Es nehmen 37 Difiziere Kriegsgerichts findet in dieser Woche das Examen zur Zuvom 18. Armeekorps daran teil.
Darmstadt, 13. März. In der Samstag- Verhandlung gegen Prof. Lepsius wurde die Vernehmung des Museumsassistenten Dr. Wittich, des Museumsinspektors Prof. Dr. v. Koch, Museumsassistent Dr. Haupt, jßt in Bosen, und des Museumsassistenten Dr. List vorgenommen, welche durch ihre Aussagen den Prof. Lepsius belasten. Auf Antrag des Verteidigers wurden darauf die Pr tofolle verlesen, welche Kommerzienrat Stüßel vor dem nach München entsandten Regierungsfomm ssar machte. In diesen erklärt Stüßel mit Bestimmtheit, daß Lipsius um die Fälschung der Steinbeile wußte. Später allerdings habe Stüzel diesen Vorwurf entfräftet. Damit war die Beweisaufnahme beendet. Nachmittags 3 Uhr begannen die Plaidoyers.
Stadttheater Gießen.
Papageno.
Posse in 4 Akten von Rudolf Kneisel. Sonntagsstimmung herrschte gestern im Theater. Nicht die hehre Sabatweihe der Kunst war es, die unseren Musentempel erfüllte, sondern die fröhliche ungebundene Sonntagsheiterkeit lag auf allen Mienen und bewies zur Genüge, daß die Jünger der großen Gemeinde, die ihr Leben nach dem Gebote einrichten:„ Du sollst 6 Tage ernst sein, aber am siebenten hast Du zu lachen", besonders zahlreich vertreten waren. Wer mit dieser Absicht Papageno" über sich ergehen läßt, der findet an der tollen Bosse gewiß manches für seine Lachmuskeln, wenn auch die ganze Geschichte ein bösartiger Schwiegervater muß zu allem Gewünschten " Ja" sagen, weil sonst seine Seitensprünge an's Tageslicht ziemlich abgeflappert ist und auch die Wize ihre 8ngfraft längst erwiesen haben. Herr Conradi hat immerhin ziemlich glücklich für seinen Ehrenabend gewählt, da er in Rollen wie den Rentner Bollwitz eine fabelhafte Routine besißt.- Ob Herr C. sich in irgend eine Verlegenheit windet, ob er mit seinen strampelſüchtigen Beinchen einen gewagten Schlenker ristiert oder wenn sein Triumpfgelächter ertönt, immer bleibt er gleich drollig und wirkungs
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voll und stets zeigt er sich als echter Komiter. Gestern Abender wurde schon mit Beifall empfangen Herr C. natürlich ganz in seinem Fahrwasser, er ging förmlich in seiner Rolle auf und der Applaus war start und herzlich. Ein Korb mit allerlei Leckerbissen mag den Benefizianten für die fehlenden Kinder der Flora getröstet haben. Die übrigen Darsteller bemühten sich ehrlich, die Bosse recht wirkungsvoll herauszubringen. Namentlich ist Herr Tamte zu nennen, der in drolliger Verrücktheit Ueberverrücktes leistete aber rasieren möchte ich mich von einem so wahnsinnigen Schaumatrobaten doch nicht lassen! Frisch und derb gab Fri. Lembach das Dienstmädchen Bertha, sie schwang ungemein resolut ihre furchtgebietenden Arme. Ihr zur Seite stand als Minna Frl. Großmüller, die sich gestern Abend voll übermütiger, graziöser Laune zeigte und recht anerkennenswerte Fortschritte bewies. Herr Gronert gab den Soldat Wurzel ungemein dämlich, faft zu täppisch und erzielte damit wieder große Wirkung, Frau Fischer war eine ganz respektable Hausmutter und Herr Sandorff gab sich als Baumeister Schüß alle Mühe. Herr Achterberg war liebens- und begehrenswert wie immer und Frl. Schumann, Meta, zeigte sich als recht sympathische Partnerin; nur ein ganz kleines Bischen lebhafter noch, verehrtes Fräulein. Frl. Hohl, Herr Linzen, Herr Mark und Fri. Loheneck fügten sich dem Ganzen recht gelungen ein. Das Haus war ganz gut besucht, und der Beifall lebhaft, wenn auch ein Teil davon dem überaus deutlichen Souffleur gegolten haben dürfte.
Marktberichte.
H. H.
*** Fruchtpreise am Grünberger Frucht markt, vom 12. März. Weizen 13,50-00,00, Korn 00,00 bis, Gerste Hafer 13,50-00,00, Erbsen 00,00, Samen 00,00, Kartoffeln 0,00-00,00, Linsen 00,00 Mart. Alles per Doppelzentner.
Kirchliche Nachrichten für Gießen. In der Johanneskirche. Montag, den 14. März, abends 8 Uhr: Bibelstunde im Konfirmandensaat der Johanneskirche. Text Galaterbrief Kap. 6. Pfarrer Dr. Naumann.
Drud und Verlag der Gießener Verlagsbruderei( vorm. Wilh. Keller), Gießen Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein für das Lokale, den„ Gerichts-" und" Deffentlichen Sprechsaai": Fr. Oppermann
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