Einzelbild herunterladen

Nr. 12.

Abonnement In's Saus geb

und bie

Gratisbellag

Das Blatt

für

Körp

CB. Der Fa

flage gegen ein

liche Mishandl

entrollte für freigesprochen heimen und u in der Hand go einem ehrgeizi werden den Und gerad einer Strafe förperlichen 3

erſtict

und for

haben sollte. ein Kind sollte

Notwendigkeit Unterschied da bon einem Leb

weil

die Elternliebe im geheimen deshalb,

in der

Schule obachtung ma den Fachleut Wirkung der Schule nicht

zeigt. Neber artige und u Einwirtung

sich schon die

Förverlichem iduwungen mir die Prügelstra Bestraften und Symbol ehrlo auch bei ehrl Notwendigkei Kenntnis der

einer liebebol Klasse.

Wer diese

nicht befolgt, des Standes

der hazardiert oder Bankette veranstaltet und für seine eigene

Person weit weniger gebraucht als in früheren Jahren. Da zu machte Helene ihm immer ernstlichere Sorgen. Sie klagte niemals, war stets heiter und liebenswürdig und lebte in einem geradezu idealen Verhältnis zu ihrem Sohn, dessen Studien, Erholungen und Spiele sie ganz teilte und mit welchem sie ein Band der zärtlichsten, hingebendsten Liebe vereinigte. Aber das böse Hamburger Klima bekam ihr sehr schlecht, sie schwand zusehends hin, und der Arzt schüttelte den Kopf und machte ein trübes Gesicht, so oft Friß ihn fragte, wie es stehe.

Unheimliche Selbstmordgedanken, schauerliche Träume schlichen nachts um das Lager des unglücklichen Mannes; ec sah sich mit Schimpf und Schande beladen, aus dem Hause vertrieben, sein angebetes, zartes Weib, seinen abgöttisch ge­liebten Sohn dem Glend, dem Mangel preisgegeben, diese ge­liebten Beiden, für die er sein Herzblut hätte hingeben mögen. die liebevoll und in Verehrung zu ihm aussahen als zu ihrem Schüßer und Helfer, einem Muster von Fleiß und Ehren­haftigkeit. Nein, tausendmal! Es mußte ihm und ihnen Hilfe kommen mußte! Gleichviel, auf welchem Wege, wenn es nur Hilfe war!

Etwa ein halbes Jahr waren sie in Hamburg, da bekam Frizz Norden die Nachricht, sein Vater sei bedenklich erkrankt und wünsche den Sohn noch einmal zu sehen; er fuhr noch an demselben Tag, der ihm die Botschaft gebracht hatte, nach Stralsund und fand den sonst so wohlgemuten alten Herrn allerdings traurig verändert. In einem Lehnstuhl an seinem Bett ſizend, während eine kalte Wintersonne durch die zu­rückgeschlagenen Vorhänge des Zimmers blickte, hörte der Sohn die letzten mit mühsamer, rasselnder Stimme ge­sprochenen Verfügungen des alten Mannes.

Mein Testament ist beim Justizrat Werder deponiert; armer Junge, Dir bleibt so gut wie nichts. Hab' es eben nicht verstanden, die selige Mutter hat am Ende doch recht ge­habt! Aber es steht jetzt materiell besser mit dir, Friz, nicht wahr, es stehet doch jetzt besser?" Und die unruhigen Augen des sterbenden Mannes forschten in des Sohnes Gesicht.

" Viel besser, lieber Vater, ja wohl! Du weißt, meine jetzige Stelle in Hamburg, ſie iſt- ich habe- sorge Dich nicht um mich!"

Nun, Gott sei Dank! Ich fürchtete eine Zeit lang sehr für dich, aber jetzt bin ich ruhiger. Und noch eins, Friz. Der junge Wiedenhofen ist nun bald mündig; ich habe die Wert papiere jetzt alle bei mir, hier in meinem Schreibtisch auf bewahrt: hoffte, ſie ihm selbst übergeben zu können; wer kann aber wissen du fuſt es dann an meiner Stelle, es sind lauter solide, gutwertige Aftien, Obligationen. Statt der Hypotheken hab' ich in den letzten Jahren Pfandbriefe ange= fauft. Man hat so viel Schreiberei und Sorgen mit Hypo­theken, das hab' ich dem unerfahrenen jungen Menschen gern ersparen wollen jetzt ist es ihm bequem gemacht. Die Schlüssel du weißt ja-"

,, Sprich nicht weiter, lieber Vater, strenge dich nicht an, ja, ich weiß alles!"

,, Erzähle mir von Helene und Hellmuth! Wie schön sie beide sind auf dem letzten Bild! Nur will mir scheinen, als fähe mein liebes Töchterchen ein wenig schmal und leidend aus; aber freilich, sie lächelt ja so reizend! Und der Junge! Wie flug er dreinsieht und so vornehm wie ein Königskind! Vielleicht erhole ich mich doch noch einmal, dann bringst du mir den Hellmuth herüber! Ja, Friß?"

,, Ganz gewiß, Vater!"

Er erholte sich aber nicht mehr, der lebenslustige alte Nor­den! Im zweiten Tage nach jener Unterredung war er tot, und seine Leiche wurde, da plötzlich mildes Tauwetter einge treten war, unverzüglich nach der Leichenhalle befördert.

In der darauffolgenden Nacht stand das Haus des alten Norden in lichten Flammen; ein heftiger Südweststurm blies in die Gluten, und trotz der schleunigst herbeigerufenen Feuer­wehr brannte das Gebäude bis auf die Grundmauern herun­ter, und es war nicht gelungen, auch nur das allergeringste der Habe zu retten; man hatte sich glücklich schäzen müssen, die Nebengebäude vor der drohendsten Gefahr zu schützen.

Von den Flammen war auch der Schreibtisch vernichtet worden, der das ganze Barvermögen des jungen Wiedenhofen enthalten hatte. Der Sohn des Verstorbenen hatte sofort nach dem Ableben seines Vaters von dem ihm befreundeten Rechts­anwalt die Amtssiegel auf die Schlösser seßen lassen, um die Eröffnung erst nach der Testamentsvollstreckung und Mündig

keitserklärung des jungen Erben im

bewerkstelligen zu lassen.

Beisein

des Gerichts

Wie war das Feuer ausgekommen?- Niemand vermochte das zu sagen. Vielleicht daß beim Transport des entseelten Körpers nach der Leichenhalle, der wegen des fargen Tages­lichtes bei Beleuchtung hatte stattfinden müssen, einer der Träger unvorsichtig mit einer offenen Kerze umgegangen war, einen Funken verstreut hatte, der im Teppich, in der Gardine weiterglimmen mußte und durch eine fahrlässig offen ge­bliebene Tür zum Brand entfacht werden konnte. Tatsache war, daß der Sohn des Verstorbenen, Friz Norden, seinen Freund aus frühesten Jugendtagen, eben denselben Rechtsanwalt, in dessen Gegenwart die Siegel an den Schreibtisch gelegt worden waren, gebeten hatte, ihn für diese Nacht bei sich aufzunehmen, da es ihm in dem verlassenen Hause unheimlich sei. Man hatte einen Polizisten mit der Bewachung des Hauses betraut; der Mann schwor, nichts Verdächtiges bemerkt zu haben und erst aufmerksam geworden zu sein, als sich ein starker Brand­geruch bemerkbar machte und die lichten Flammen aus dem Zimmer, in welchem vor wenigen Stunden noch die Leiche ge­standen hatte, herausgeschlagen seien. Dort also war das Feuer ausgekommen, daran war weiter kein Zweifel, aber das Wie" blieb vollkommen rätselhaft. Als man den Rechtsan­walt, bei welchem Fritz Norden für diese Nacht Quartier ge­nommen hatte, von dem Feuer benachrichtigte, es war mitten in der Nacht gewesen hatte dieser große Mühe gehabt, seinen Gast, der in einem totenähnlichen Schlaf befangen sein mußte, überhaupt zu erwecken. Der Rechtsanwalt hatte lange an die von innen verschlossene Tür klopfen und laut rufen müssen, ehe Frizz Norden ihn hörte, dann endlich war die Tür aufgegangen, und der so energisch Gerufene erschienen, noch ganz schlafestrunken, was leicht durch den Umstand zu er­klären war, daß er eine Nacht hindurch gefahren war und die folgenden Nächte am Krankenbett seines Vaters durchwacht hatte. Erschreckt und verwirrt hörte der nur halb Bekleidete den kurzen Bericht des Rechtsanwalts an, wollte sogleich nach der Brandstätte stürzen und konnte von seinem Freunde nur mit Mühe dahin gebracht werden, seine Kleidung zu ver­vollständigen. Dann durcheilten die beiden im schnellsten Tempo die drei oder vier Straßen, welche sie von Nordens Hauſe trennten, und fanden zwar die Jeuerwehr in vollster Tätigkeit, doch belehrte ein einziger Blick sie sofort, daß hier nichts mehr zu retten war. Wütend blies der Südweststurm in die Flammen, daß sie wie seurige Wogen zusammen­schlugen und ganze Funkengarben zum nächtlich dunklen Himmel emporsandten. Es half den Löschenden nichts, daß der Fluß, vom Eise durch das Tauwetter befreit, so nahe war, der Sturm war ein zu getreuer Verbündeter des Feuers und verhalf ihm zum Siege.

Fritz Norden hatte nur mit Gewalt zurückgehalten werden können, sich in die wallende Glut zu stürzen, um das fremde Eigentum zu retten, um welches es ihm einzig zu tun war. Es wäre Wahnsinn gewesen, ihn gewähren zu lassen; man verstand seine Verzweiflung, vermochte sie zu teilen, aber Ge­schehenes war nicht ungeschehen zu machen. Das Vermögen des jungen Wiedenhofen, in sicheren und soliden Wertpapieren bestehend, war ein Raub der Flammen geworden. Ein Glück noch, daß dem jungen Mann die Güter blieben, er wäre sonst mit einem Schlag zum Bettler geworden.

Der Brand zog sehr viele gerichtliche Verhöre, Unter­suchungen, Nachforschungen nach sich, aber alles blieb ohne Resultat. Den Leuten, welche bei der Ueberführung der Leiche behilflich gewesen waren, konnte nichts bewiesen wer­den, jeder Verdacht, das Jeuer könne absichtlich angelegt worden sein, erlosch vor dem gänzlichen Mangel an Beweisen. Fritz Norden blieb sehr lange in seiner Vaterstadt, er scheute weder Mühe noch Kosten, um die Wahrheit dennoch ans Licht zu bringen, und spornte das Gericht zu immer neuen Unter­suchungen an. Endlich konnte nichts weiter unternommen werden, die Akten wurden geschlossen, und als die ersten Schneeglöckchen und Veilchen zu blühen begannen, konnte Helene Norden ihren so lange und schmerzlich entbehrten Gatten, der kleine Hellmuth seinen ärtlich geliebten Vater wieder in die Arme schließen.

Das Hamburger Bankhaus freil... Frizz bisher seine Dienste geleistet, hatte die lange Abwesenheit eines so wich­tigen und verantwortlichen Mitgliedes sehr übel vermerkt und kündigte ihm in furzen, höflichen Worten die Stellung auf. Von New- York war eine dringliche Mahnung wegen des zurückzuzahlenden Kavitals einaelaufen. Rechnungen und

drohende Briefe kamen jeden Tag an, und zudem eröffnete der Hausarzt dem heimgekehrten Friß, daß er den Zustand Helenens für bedenklich halte und dararuf dringen müsse, daß sie sofort in einem hochgelegenen Gebirgsort übersiedle, da er sonst für nichts einstehen könne.

Merkwürdigerweise ließen alle diese auf einmal herein­brechenden Unglücksfälle, bis auf die Mitteilung des Arztes, welche Friz heftig erschütterte, keinen besonderen Eindruck in dem Betroffenen zurück. Daß ihm die Stelle gekündigt war und daß es ihm so rasch nicht gelingen würde, eine neue zu finden, konnte er Helene nicht verschweigen, ebensowenig auf ihre direkte Frage, daß ihn pekuniäre Kalamitäten von allen Seiten einengten. In Fribens langer Abwesenheit waren verschiedene Mahnbriefe und große Rechnungen unter He­lenens Adresse eingelaufen, da die Leute vielleicht glaubten, sie sei im stande, ihren Gatten zu schnellerem Zahlen zu be­wegen; sie war daher über die Lage ihres Mannes nicht mehr in derselben Unkenntnis wie früher und fand nur das beſtä­tigt, was ihre sorgende Liebe ihr schon lange, troß Frizens anscheinender Ruhe, gesagt hatte. Helene verstand es nicht, wie ihr Mann in Angelegenheiten, die seine Existenz und die seiner Familie in Frage stellten, so sorglos scheinen konnte; wenn diese Sorglosigkeit eine fingierte war, so mußte er sich übermenschlich verstellen können! Er war nur um ihrer Ge­sundheit willen in Angst, zog unaufhörlich Erkundigungen über einen zur Erholung besonders geeigneten Ort ein, schrieb zahllose Briefe deswegen, betrieb die Abreise mit aller er­denklichen Umsicht, umgab Helene, welche sich für sehr gesund und alle diese Fürsorge für gänzlich übertrieben hielt, mit tausend Bequemlichkeiten und lächelte ihr ganz heiter und unbefangen zu, wenn sie, eine angstvolle Frage in den Augen, zu ihm aufschaute. Als sie sich endlich ein Herz faßte, ihn schüchtern zu fragen, woher er die reichlich erforderlichen Mit tel nehme, um all die vielen Ausgaben zu bestreiten, jetzt, da er doch ohne Einnahme sei, da hatte er sie beruhigend in seine Arme genommen, zärtlich gefüßt und ihr gesagt, er habe neuen Kredit; um den sei ein Mann wie er niemals verlegen, ebensowenig um eine neue Stelle. Sie solle guten Mutes sein und ganz getrost ihm die Sorge für Geld und Gut überlassen. es sei das schönste Vorrecht des Mannes, die Seinigen zu schüßen und zu hüten, sie solle ihm das durch unzeitige und unbegründete Angst nicht verkümmern, sondern vorerst alles dransezen, um wieder ganz gesund zu werden.

( Fortsetzung folgt.)

Nataly's Verlobung.

Novelle von Anna Treichel.

( Nachdruck verboten.)

Man hörte ein kurzes Anschellen an der Wohnung der Familie v. Schulfen, darauf das Deffnen der Türe und auf dem Korridor die hastige Frage einer etwas näselnden Männerstimme:" Ist schon gegessen?"

" Jawohl, Herr Leutnant!" antwortete Pauline, das Hausmädchen.

Na, habt ihr mir auch noch was übrig gelassen?" scherzte der junge Offizier gut gelaunt weiter, indem er Helm und Säbel ablegte, sich den arg mitgenommenen Dienstanzug ein wenig abklopfte und dann seine Glieder nach allen Richtungen hin dehnte und streckte.

Pauline zauberte eine Hyperbel von Lächeln auf ihr rotwangiges Gesicht, so daß auch der Leutnant amüsiert die Rippen verzog.

Aber ja, Herr Leutnant! Es steht alles so schön im Wärmspind, noch dazu Herrn Leutnant sein Leibgericht, schönes Süppchen mit Schwemmflößen und Ente mit Mor­helnsauce, wird schon schmecken, Herr Leutnant!"

Ei der Tausend, sind ja ein Kapital- Frauenzimmer, Pauline, na, dann fahren Sie man ran, was das Zeug hält!"

Sporenklirrend durchquerte Jürg v. Schulfen den Korridor und trat in das Wohnzimmer ein. Dort grüßte ihn von der Chaiselongue her das lächelnde Antlitz seiner schönen Schwester, welche sich's in einem losen Hauskleide uf dem weichen Polster bequem gemacht hatte. Sie blät­terte in dem neuesten Modejournal und hatte auf dem Schoße ein paar Fruchtbonbons liegen, von denen sie ab und zu inen in den Mund steckte.

Morgen, Nataly, habe mich heut' höllisch verspätet, beste Schwester!" nickte Jürg v. Schulfen seiner Schwester entgegen. " Ja, wir sind bereits seit einer Viertelstunde mit dem Essen fertig, Papa hält schon sein Mittagsschläfchen und Mama schreibt in der grünen Stube an Tante Berta."

Jürg ließ sich an dem in der Mitte des Zimmers be­findlichen gedeckten Tische nieder, nahm spielend den silbernen Eplöffel zur Hand und zog mit dessen Spize einige Längs­rillen auf dem weißen Damaſttuch.

Na?" sagte Nataly und sah ihren Bruder erwartungs­voll an. Er kannte dieses Na!" In weiterer Ausführung hieß das: Gibt's nichts neues? Erzähle doch fir!" Wenn Bruder Jürg ankam, brachte er auch stets einen Sack voll Neuigkeiten mit; es machte ihm aber Spaß, denselben mög­lichst langsam aufzuknüpfen, obgleich man ihm wiederum selber den größten Tort antat, falls man ein Ausschütten dieses Sackes überhaupt nicht verlangte!

Jürg machte eine auf später vertröstende abwehrende Handbewegung, da Pauline soeben die Speisen hereintrug. Als sie wieder hinausgegangen war, ertönte das Na?" noch einmal von Natalys Lippen.

,, Großartige Neuigkeit, noch gar nicht dagewesen!" prahlte Jürg, indem er ein Schwemmklößchen mit der Zunge im Munde zerdrückte; sehr gut, die Schwemmflöße!" lobte er. Rasch, rasch!" forderte Nataly.

voll.

Verlobung!" sagte Jürg bedeutungs- und geheimnis­

Ah!" Nataly richtete sich etwas auf, Spannung in den Zügen, in ihre Augen trat ein schillerndes Unbehagen. Sie liebte es nicht, von Verlobungen zu hören, es kränkte sie geradezu. Sie selber war ein schönes, beliebtes und vielbegehrtes Mädchen, welchem man allgemein huldigte, sie hätte sich täglich verloben können, falls sie nur gewollt hätte, - aber noch immer bisher hatte ihr die rechte Lust dazu gefehlt, wenn ſie ſich auch in letzter Zeit ab und zu einmal selber sagte, daß sie sich mit ihren 22 Jahren nun endlich zu einer entscheidenden Wahl entschließen könne, aber das Leben war ja auch so noch so schön und die Ehe brachte doch immerhin mehr Pflichten! Es lag also nur an Na­taly selber, daß sie zur Zeit noch unverlobt war, sie brauchte folglich weder Neid noch Schmerz zu empfinden, wenn andere vor ihr den Bund für's Leben schlossen, und doch liebte sie es nicht, wenn andere sich verlobten, sie ärgerte sich darüber! Es war die Selbstliebe dieses eitlen, welt­süchtigen Mädchens, welches es nicht leiden mochte, daß andere, seien sie ihr auch noch so gleichgültig, etwas vor ihr voraus hatten, daß andere taten, was sie selber noch ver­schmähte, daß auch ohne ihr eigenes gutes Beispiel über­haupt Verlobungen zustande kamen. Sie sprach darüber natürlich niemals, hätte vielleicht auch gar nicht einmal klar auszudrücken vermocht, was sie fühlte und worüber sie sich nie Rechenschaft gab. Sie galt sich selber als vollkommen, große Selbstherrlichkeit zeitigte jedoch noch stets unherr­liche Kleinlichkeiten.

" Wer denn?" fragte Nataly nach ihrem überraschten

Ah!"

Unser Adjutant Kamerad v. Fahgant!" Jürg sprach es ordentlich feierlich.

Ah! Also der Leutnant v. Fahgant!" Nataly zuckte die" Achseln. Sie mochte ihn nie sonderlich, diesen un­schönen Offizier, wenn man ihn auch für sehr klug und tüchtig hielt. Das mochte er ja wohl sein, sie hätte ihn jedoch nie genommen, bewahre, hatte auch nie an ihn gedacht, aber daß er sich verlobte, ärgerte sie nun doch,- zu ver­loben brauchte er sich trotzdem nicht!

,, Mit wem denn?" fragte sie spöttisch- gespannt. ,, Rate mal, Natterchen!" lächelte Jürg honigfüß und knabberte an einem Knöche!.., en.

Ach geh' doch!" wehrte sie ungeduldig ab,- ,, wird's nun bald was?"

,, Na, weil du es bist!" Also mit Gretchen Konner!" Wa- as?" Nataly setzte sich mit einem Ruck aufrecht, so­daß etliche Fruchtbonbons herunterrollten. Mit Gretchen Konner? Dieses 17jährige Ding, das kaum trocken hinter den Ohren ist und voriges Jahr erst eingesegnet wurde? Ist der Mensch närrisch?"

" Jung gefreit hat Niemand gereut! heißt's ja wohl, na, die kleine Grete Konner ist im übrigen schon ganz hübsch an­gewachsen und' ne niedliche Krabbe dazu, auch ganz chic und sicher im Benehmen! Und der Olle, was meinst du wohl,

ein friminelle einem Freispr bollständig achten nicht

gl

นา

Busche durch

borgerufen schieden

fei

even annal

deren Erfrant

ausgelagt viele

aber bleibt b

gewalttätig

entre form

un