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auf dem vor Angst tritt Franzi in die Küchentür- da stürmt jemand ( mulet ihn die Treppe herab in langen Säßen- um Gott- der Hoß­erbstückbach! Franzi steht wie angewurzelt, hell beleuchtet vom berein Schein der Flurlampe. Einen Augenblick stuzzt der Ver­Euch Gott brecher, in seiner Hand blizt ein offenes Messer, stoßbereit legte einen dann ruft er höhnisch: Schön Dank für das Amulet, und breit! Frau Verwalterin- es hat Wunder getan, hat die Ketten glücklichen gebrochen!" Ein lautes rohes Gelächter, dann fällt die Haus­oie in der tür hinter der wüsten Gestalt zu der edle" Räuber iſt Fidelio". entflohen! Franzi zittert und bebt, die Zähne schlagen ihr aufeinander, Anton", ruft sie und mit zitternden Knieen steigt sie die Treppe hinan, der Fall, der dumpfe Fall ihre Ahnung ist Wahrheit. Halb im Flur, halb in der Zelle des Hoßbach liegt ihr Mann, ihr braver guter Anton, in seinem Blute; aus tiefer Stirnwunde fließt es, und regungslos, mit geschlossenen Augen gleicht er einem Toten. Mit wildem Schrei wirft sie sich über ihn: Anton, wach' auf, Anton, komm' zu dir, hab' Erbarmen, Gott im Himmel, ich hab' ihn gemordet!"

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Hus Japan: Akrobaten- Vorftellung auf einem Platze in Tokio.

( Photographische Aufnahme.)

licht durch die eine grüne Scheibe an der hin-| hauptet, er wäre mit Ihnen bekannt. Ist dem zu ihm hereinstahl. teren Scheunenwand

zu feinem Endlich, nach Stunden und Stunden ver­geblichen Harrens, in denen er sich tausend­Menschen mehr gutmütig und gefällig zu sein, mal hoch und teuer verschwor,

Und da es Niemandem einfiel, ihm zum Waschen einen Tropfen Wasser zu bringen, so sah er am nächsten Vormittag mehr denn je nach dem aus, was er sein sollte.

ward er

von neuem in

das Klubzimmer und vor feine Richter geführt, die

offenbar heute vollkommen

nüchtern waren.

Dem

Himmel Dank stand neben ihnen Marrell. Stephan atmete auf.

geholfen!

Ihm war

Zur Sache." begann der Major zu dem Land­

mann.

Sie?"

..Wie heißen

,, Marrell, Herr Major, Henoch Marrell."

fort.

,, Also Herr Henoch Marrell," fuhr der Ma­Wir zogen unsere Er­fundigungen ein und Sie wurden uns allerseits als ein verläßlicher und ehren­jor herablassend hafter Mann geschildert.

Der Gefangene dort be­

so?"

an.

Der Landmann sah Stephan lange groß Dann schüttelte er den Kopf. ,, Nein," sagte er.

Stephan Harlow fuhr auf, als fiele der erste Knutenschlag bereits auf seinen bloßen Rücken.

, Gerechter Gott, Marrell!" rief er aus.

Das ist doch kein Spaß hier. Sie wollen mich nicht kennen-"

Aber der Landmann schüttelte nur wieder seinen Kopf. Und das war alles!

3. Kapitel.

Die

mehr heimkehren er fam nicht. Und endlich sagte sie sich, daß würde. Wer weiß, welche Geschäfte ihn in der Stadt zurückhielten. Gleichwohl war es eine voller Lust und Liebe entgegengegangen. Enttäuschung für sie, denn sie war ihm so ( Fortsetzung folgt.) er wohl zu Abend nicht

Einmal glaubte kam ihr Bräutigam nur nicht, fragte sie sich ungeduldig auf ihrem Wege. Was hielt ihn zurück? So lange war er noch nie ausgeblieben. Aber warum

das Schicksal ihres Kitty Blackdorn ging ihrem Bräutigam Hochzeitsglocken läuteten schon in ihrem Herz auf dem Weg nach Hunchester entgegen. an. Sie war güti und seiig, so folic, daß sie über ihrer eigenen Wonne den großen Kummer ihres Lebens, Bruders, vergaß.

sie ihn in der Ferne zu sehen, und sie zog ihr

Aber Taschentuch aus der Tasche und schwenkte es in der Luft. Allein sie war ein wenig furz­sichtig und merkte bald, daß sie sich geirrt. Der Mann, der in dunklem Hut und Rock die Straße daherkam, war ein Fremder, der an dem Kreuzweg nach der Kirche und dem Halb. mond zu abbog. Und so ging sie ihm weiter und weiter entgegen. Endlich glaubte sie jc­doch ihrer Sehnsucht nach ihm feine weiteren Zugeständnisse mehr machen zu dürfen und so machte sie Halt, setzte sich auf einen niedrigen Feldzaun und wartete und träumte.

Hus Japan.

Der in der Mitte Einige Bilder im Anschluß an die aus diesem schönen Lande von uns schon gebrachten werden unsern Lesern nicht unwillkommen sein. In dem Vorraum eines Tempels sehen wir drei buddhisti sche Priester, angetan mit der Festkleidung, die befindliche Mann nimmt offenbar aber eine höhere ihr Amt ihnen vorschreibt. Würde ein als seine Begleiter.

Ein anderes Bild führt uns das Leben auf einem freien Blaze vor, welcher sich in einer Vor­stadt von Tokio befindet. Es ist da Jahrmarkt, und eine fühne Akrobatenschar gibt ihre Vorstel lungen. Wenn diese Männer auch in bezug auf

Englische Soldaten in ihrer Winterausrüftung für die Tibet- Expedition.( Photographische Aufnahme.)

die große Echwierig Leiftungen und bi Der Ausführung der nicht mit unfer baten und Turnern Lönnen, fo find ftüde, welche fie

Grufeln zu immerhin halsbred nug, um bei den und fie zu veranl

ern

für die

denen die Ja zu opfernen ähnlich bandagieren, auch echt Studenten.

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Die Ar

tampfes ist natürlic geregelt im Verglei unferen. In Japa eine Kämpfer den und hat gefiegt allen Mitteln zu Gegner am Boden

Die engl Expeditionna wird doch auf Wid

d 3000 bis 4000 elma vierzig Meilen Tibetaner flogen.

entfernt angefamm Der Ausbruch v jeligkeiten

ist daher

zustand der englijd ist andauernd gu cheinlich. Der nachts 50 Grad jchwierigkeit der Gr in der Transport Kälte herrschen. Vorräte über den jegt find für z gebracht worden wird täglich erwa frage nicht, mit m jal. Die Straß weise nichts als

Hastig steht

sie

auf, geht zu dem großen, silbereinge­rahmten Spiegel, ordnet ihren Anzug, ihr Haar, er soll sie nicht so leidend und verstört finden! Armer Hellmut! Müde und abgespannt von allem Rechnen und Zählen kommt er heim, und immer findet er ein mühsam erzwungenes Lächeln, eine fünstlich angenommene Haltung, die er auf den ersten Blick durchschaut. Aber wie soll sie anders sein?

Da ist er! Mit von innerem Herzensweh etwas ge­schärften und verfeinerten Zügen, die Augen nicht so glänzend mehr als früher, aber immer der gewinnende, anziehende Hellmut, den alle lieb haben müssen, tritt er über die Schwelle und nimmt Hilda in seine Arme.

Mein liebes Herz, warum bist du nicht still liegen ge­blieben? Es ist ein solch' drückende Hize draußen, jede Be­

£{ CHt VIA[ JuB stand der Bursch vor ihr im Licht des Mondes, hell glänz­verließ sie das Zimmer und trat auf die Haustreppe. Da ten seine Augen und blondes Lockengeringel drängte sich unter seiner Müze hervor. Was wollen Sie?" fragte sie den jungen Menschen mitleidig.

Sie

haben gewiß ein menschliches Herz- Sie sehen ja so gut ,, Ach, gute Frau, ich hab' eine so große Bitt'. mir. Ich weiß, sehen kann ich ihn nicht aber es hört aus- ich bin der Hoßbach ist ein naher Verwandter von uns doch niemand?"" Nein, nein, ich bin ganz allein, sprecht nur." Ach, wenn Sie ein Herz in der Brust haben, gute Frau, hier in dem Bäckelchen habe ich ein Amulet und ein Gebetbüchlein"- dabei brach die Stimme des Burschen in Schluchzen möchtet Ihr's nicht dem Armen geben? Es wird ihm ein Trost sein in seinem Unglück, gewiß, und

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Es war am Abend des zweitfolgenden Tages. Franzi war in der Küche beschäftigt, die Magd war ausgegangen, etwas zu holen, und Anton machte eben die Runde. Franzi war immer noch in gedrückter Stimmung. Ihr mitleidiges Gefühl war befriedigt von ihrem Tun, hatte sie doch sicher dem Hoßbach reichen Trost gebracht, gewiß hatte ihm sein Weib doch auch ein Brieflein zu der Gabe geschrieben, und wenn das Familienerbstück, das Amulet, ihm eine Wohltat war, mun, das war dem Armen wohl zu gönnen. Franzi seufzte in Gedanken daran, was für ein schreckliches Amt es sei, Ge­fängnisvertoalter zu sein, und versuchte sich immer aufs nene die quälenden Eindrücke zu versüßen durch die Erinne rung an das Gute, was sie dem Hoßbach getan, in dessen Person ihr alle die idealen Räubergestalten der Neuzeit ver­förpert erschienen. Da welch' ein entsetzlicher Schrei! Von oben kam er, und gleich darauf ein dumpfer Fall- zitternd

In später Nacht sitzt Franzi am Bett des bewußtlosen Gatten. Nur undeutlich kann sie sich erinnern, was weiter geschehen, nachdem sie ihn in seinem Blut gefunden. Wie die Magd gekommen, die Gerichtsherren, die Aerzte, wie sie immer wieder hat Fragen beantworten müssen, wie die Aerzte den Anton untersucht und die Achseln gezuckt haben, wie in der Belle eine Feile gefunden worden ist. Mit der Kette hat der Verbrecher den Anton zu Boden geschlagen, das Messer hat er nicht gebraucht. Die Feile! Ha, wie Schuppen ist ihr's von den Augen gefallen, schon bei den Worten, die der Räuber ihr zugerufen. Die Feile, das war das Amulet- sie, sie allein ist schuld an dem Schrecklichen, und wenn der Anton stirbt, dann ist sie die Mörderin des Gatten! O, es ist um den Verstand zu verlieren, o, könnte sie das Leben von sich werfen! Aber sie darf nicht, sie muß gut zu machen suchen, sie muß den Gatten pflegen, den Gatten, den sie nie inniger geliebt zu haben meint, als nun, da er blaß und ohne Be­wußtsein vor ihr liegt. Furchtbare Tage verbringt die junge Frau. Zu der marternden Todesangst um den Ge­liebten gesellt sich die quälende Sorge: Was wird der Hoß­bach verüben in der Freiheit, zu der sie ihm verholfen? Gott, wenn er noch mehr Blut vergießt, so ist sie schuld, sie allein! Und er hat gezeigt, der Räuber, daß er im Notfall nicht vor einem Mord zurückschreckt.

Nur das nicht, nur das nicht! Doch Gott ist ihr gnädig. Nach drei Tagen kommt die Nachricht, daß der Hoßbach, den grimmige Kälte in ein Wirtshaus getrieben, in einem ent­fernten Teil des Ländchens aufs neue festgenommen worden ist. Eine Sorge ist gehoben, er hat kein Blut vergoſſen. Nach weitern drei Tagen erklären die Aerzte den Anton für ge­rettet. Wenn auch die Kopfwunde noch einige Zeit zur völ­ligen Heilung brauchen wird, so ist doch keine Gefahr für sein Leben mehr vorhanden.

Dankerfüllten Herzens kniet die junge Frau am Lager des Gatten und beichtet ihm alles und fleht ihn um Ver­zeihung an. Er gewährt dieselbe aus vollem Herzen, aus der weichen Stimmung des Genesenden heraus und ergriffen von der tiefen Neue seiner Franzi.

Von der Zeit an hat kein törichtes Mitleid mit dem Ver­brechertum mehr Raum im Herzen der Franzi, ihr Blick hat sich geschärft und sie ist fürder stolz auf ihren braven Gatten, der treu seine Pflicht tut, und sie steht ihm unentwegt darin bei. Und wenn sie einmal zurückfallen will in ihren alten Fehler, dann genügt ein Blick auf die Narbe, die sich über Antons Stirn zieht, um sie aus dem Land weichherziger Schwärmerei ins wirkliche Leben zurückzuführen.

Als nach ein paar Jahren zwei kleine Moor's, ein Bub ein Mädchen, sie umspielen, da ist aus dem zarten, poetisch angehauchten Wesen eine frische, willenskräftige Frau und Mutter geworden.

Das Amulet" hat also doch Segen gebracht.

Daß der Fidelio" nicht des Räubers Weib gewesen, hat Franzi erfahren, als ungefähr ein Jahr nach seiner Flucht die schwarz' Hoßbachn", wie diese im Volksmund hieß, wegen verschiedner Diebereien eine Strafe in der Fronfeste zu ver­büßen hatte. Nicht die mindeste Aehnlichkeit hatte das Weib mit dem hübschen jungen Burschen, der jedenfalls zu ihrem Anhang gehörte. Der Hoßbach muß jedoch in der Tat etwas ritterliches" Räuberblut in seinen Adern haben, denn er hat niemals gestanden, auf welche Art er damals in den Besitz der Feile gekommen ist.