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[ Die Selbstmorde in Preußen] erreichten nach einer soeben veröffentlichten Statistik im Jahre 1902 die Höhe bon 7217 Fällen. Unter den Selbstmördern waren 5728 Männer und 1489 Frauen. Bei den männlichen Selbst­mördern betrug die Verhältniszahl auf 100 000 Lebende 31 bis 33, dagegen nur 8 bei den Frauen. Fast ein Drittel aller Fälle ist auf Geisteskrankheit zurückzuführen. Die beliebteste Art des Selbstmordes ist Erhängen, wodurch 4052( 3409 männliche und 643 weibliche) Personen endeten. In nächster Linie stehen Ertrinken, wodurch sich 1236, und Erschießen, wodurch sich 1135 Personen ins Jenseits be­förderten.

[ Von und v."] Wie verbreitet wird, sollen in lezter Zeit in Preußen infolge von Untersuchungen des Heroldsamtes mehrfach Personen durch die Gerichte ver anlaßt worden sein, sich der Führung des Wörtchens von" vor ihrem Namen zu enthalten, wenn sie nicht nachweislich adelig sind. Das ist wohl nicht ganz korrekt. Es ist eine bekannte Tatsache, daß es in der Offiziers- Rangliste der preußischen Armee zweierlei Bezeichnungen des Wortes von" gibt, die eine durch den Buchstaben v.", die andere durch das ausgeschriebene Wort von". Nur erstere bezeichnet dori die betreffende Familie als adelig, das ausgeschriebene von" vor einem Namen dagegen gibt zu erkennen, daß es sick nicht um eine adelige Familie handelt, sondern um eine solche, in der das" bon" zu dem Namen des Betreffenden gehört, ohne daß dieser als adelig zu charakterisieren wäre. Es kann kaum einem Zweifel unterliegen, daß diese Unter­scheidung in der Rangliste auf Grund der Untersuchungen des Heroldsamtes gemacht wird, und es ergibt sich daraus, daß letzteres denjenigen Familien, in welchen das von" bei ihrem Namen wirklich herkömmlich ist, dasselbe ruhig be. läßt und nur der oft gezogenen irrigen Schlußfolgerung, solches von" deute stets den Adel an, entgegentritt.

[ In Eisesketten.] Die in der Bucht von Newyork vor­gelagerte Insel Nantucket ist seit einer Woche durch Eis vom Festland vollständig abgeschnitten. Die Zufuhr von Nah­rungsmitteln hat fast vollständig aufgehört, sodaß mehrere hundert Personen auf der Insel genötigt sind, größtenteils bon Aalen zu leben. Männer und Knaben verbringen den Tag damit, Löcher in das Eis zu schlagen und Aale zu fischen oder Enten und wilde Vögel zu schießen, die sich in großen Scharen auf der Insek niederlassen. Vorläufig ist es für einen Dampfer völlig unmöglich, an die Insel heranzu­tommen. Der Dampfer Oneida" mußte in sinkendem Zu­stande umkehren und bei der Reedy- Insel auf den Strand laufen. Das Schiff war vom Treibeis fast ganz durch­chnitten worden.

Kunft und Wissenschaft.

NG Bilder aus Schmetterlingsflügeln. Ein in Milwankee ansässiger Künstler und Natu alist, Mr. Fred Kempel, ge­denkt 22 Bilder auf der St. Louiser Weltausstellung aus­zustellen, welche gänzlich aus Schmetterlingss.ügeln her­gestellt sind. Unter diesen Bildern befinden sich Portraits Don Kaiser Wilhelm, König Eduard und Präsident Roose­velt. Als Weihnachtsgeschenk sandte Mr. Kempel dem Papste zwei Bilder, ein Portrait desselben und seines Vor­gängers, Papst Leo XIII. Diese Portraits sind 29 X36 Boll groß. Bei ihrer Herstellung wurden 5000 Schmetter­lingsflügel verwendet.

OB. Die Stiftung des Malers Vogel. Der, wie bereits Jemeldet, für Kunstzwecke bestimmte Nachlaß des Malers Heinrich Vogel in Höhe von 1 300 000 Mart, soll zur Errich­tung einer Seraphine Vogel- Familienstiftung für deutsche Runstmaler dienen. Nur Kunstmaler, die deutsche Reichsan­Jehörige sind, ohne Unterschied des Religionsbekenntnisses, in München, Dresden oder Rom leben, haben Anspruch uf Unterstützung. Malerinnen sind ausgeschlossen.

Lokales.

13. Januar 1904. + Provinzialausschuß. In der am Samstag stattgefundenen Sigung lagen Wirtschaftsgesuche vor vom Ronsumverein Zeilbach, Walter- Angersbach, Molte- Kaichen and Müller- Mainzlar. Alle 4 Gesuche wurden abgelehnt und die Rekurrenten in die Kosten des Verfahrens sowie zur Zahlung einer Verhandlungsgebühr von 5 Mk. verurteilt.

Die Enteignung des Geländes zur Errichtung der hirurgischen und ophtalmologischen Klinik wurde ausge sprochen. Die Kosten hierfür trägt der Staat.

Der Reubau der Universitäts- Engel­Apotheke in Gießen ist im Rohbau vollendet und nimmt sich schon it in seinen schmucken Formen als eine Zierde des Marktplatzes aus.

* Kommerzienrat Heyligenstaedt wurde zum Ehrenbürger der Stadt Vacha ernannt, als Dank für seine hochherzigen Stiftungen und seinen wohltätigen Sinn. Auch sollen nach Gemeinderatsbeschluß die Marfistraße und der Steinweg in Vacha hinfort den Namen Heyligenstaedtstraße führen, außerdem wird zur bleibenden Erinnerung an dem Geburtshause des Kommer­zienrat Heyligenstaedt eine Marmortafel mit der Bezeichnung " Heyligenstaedthaus" angebracht.

* Der Unteroffizier Verein des 2. Bataillons des 1. Großh. Hess. Inf. Leibgarde"-Reg. Nr. 115 in Darmstadt feiert am 16. Januar 1904 sein 25jähriges Stiftungsfest und ladet hierzu alle ehemaligen Kameraden herzlichst ein.

Zweijährig Freiwillige Jäger. Die­jenigen jungen Leute, welche beim Kurhessischen Jäger­bataillon Nr. 11 zu Marburg a. Lahn als Zweijährig Freiwillige im Oktober d. J. eingestellt zu werden wünschen, wollen sich im Februar d. J. an einem Mittwoch oder Samstag, 9 Uhr vormittags, unter Vor­lage eines bis 31. März 1904 oder 1905 gültigen Melde­scheines in Marburg( Kaserne) zur ärztlichen Untersuchung melden. Eine auswärtig Untersuchung bei Bezirks­fommandos 2c. fann nicht gestattet werden.

Die Drts.

Deutscher Flotten Verein. gruppe Rodheim a. Bieber des deutschen Flotten

MAGGI'S BOUILLON- KAPSELN

Vereins wird am 25. Januar im Stork'schen Saal, einen Unterhaltungsabend veranstalten, auf dem Herr Kapitänleutnant d. R. Freiherr von Veltheim, Cattenstaedt, über das Thema Die deutsche Kriege flotte in nationaler, technischer und wirtschaftlicher Beleuchtung" sprechen wird. Herr von Veltheim ist in den Ortsgruppen des Flotten­Vereins als ausgezeichneter Redner nicht unbekannt und hat seit Jahren in zahlreichen Städten des Reiches Vorträge gehalten, die wesentlich dazu beigetragen haben, das Ver­ständnis über die Aufgaben und Einrichtungen unserer Kriegs. und Handesflotten zu verbreiten. Da der Redner auf seinen zahlreichen Reisen die ganze Welt gesehen und in seiner Eigenschaft als Reserveoffizier unserer Kriegsflotte durch jährliche Uebungen Gelegenheit hat, sich über alle Fortschritte auf dem Laufenden zu erhalten, so verspricht der Abend ein recht interessanter zu werden, zumal auch die Vorführung von Lichtbildern in Aussicht genommen ist.

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Gewissenlose Berichterstattung. Vor einigen Tagen brachten wir durch einen unserer Korre spondenten die Nachricht von der Wiederinbetriebnahme des Braunfohlenbergwerf Hessenbrücken- Hammer" bei Münster durch eine Berliner Firma, nunmehr werden wir darauf hingewiesen, daß an der Mitteilung, außer der Auffindung von neuen Braunkohlenschichten die die Anlage eines neuen Bergwerks nicht ausschließt, fein wahres Wort ist. Die Mitteilung ist also aus der Luft gegriffen. Gleich uns brachte eine ganze Anzahl Zeitungen diese Nachricht, wahr scheinlich aus derselben Feder, sodaß wir uns veranlaßt

ſehen, auf die Arbeiten" dieses Korrespondenten besonders senden, welche die Spaßen auf dem Dache fich schon zwet Tage vorher zupfiffen. Wir brechen hiermit, nachdem wir schon monatelang den Arbeiten" dieses Herrn steptisch gegenüberstanden, unsere Beziehungen mit dem Korre spondenten ab und möchten unsere Kolleginnen in Hessen, denen an einer gewissenhaften und Orginalberichterstattung gelegen ist, bitten, dieser Beutelſchneiderei ein Ende zu machen.

Weitershain, 9. Jan. Am Mittwoch wurde B. Theiß beim Holzmachen von einer stürzenden Buche getroffen und erlitt einen Knöchelbruch. Der Verunglückte befindet sich auf dem Wege zur Besserung.

Weichartshain, 11. Jan. Am Sonntag wurde die irdische Hülle des so jäh im Walde verunglückten, noch im besten Mannesalter( 44 J.) stehenden Gg. Schuh zur letzten Ruhe bestattet. Nicht allein die Bewohner unseres Dorfes, sondern eine große Zahl der Umgegend hatten sich einge­funden, um dem von Jung und Alt geehrt und geachteten, durch seine Liebenswürdigkeit und Gefälligkeit gegen Jeder mann beliebt gewordenen Mitbürgers das letzte Geleit zu geben; möge ihm die Erde leicht sein.

Limburg a. d. L., 12. Jan. Die hiesige Straf­fammer verurteilte einen 52jährigen, verheirateten Biegel­brenner aus Lippe- Detmold, der seit länger als Jahresfrist

bungen eingelaufen, darunter 29 von Militäranwärtern, unter denen wieder gediente Militärs aller Grade sich befinden. Aus dem Rodgau. Bei den heurigen Holzver­steigerungen werden in unserer Gegend besonders hohe Breise erzielt. So fam heute vormittag bei einer in Münster abgehaltenen Versteigerung der Haufen Tannenscheiter auf 12-14 M. Für Tannenfnüppel wurden 10-13 m. gezahlt und für das Hundert Wellen 4-7 M. Aehnlich hohe Preise wurden dieser Tage auch in Dudenhofen erzielt. Buchenholz geht selten unter 20 M. ab.

Aus dem Gerichtssaal.

Strafkammer.

Gießen, 12. Januar 1904. Der Dienstknecht Georg Blum von Maar fuhr nachts von Wernges nach Maar ohne sein Fuhrwert beleuchtet zu haben. Ein über den Wagen hinansragendes Sigbrett ver­legte einen Baffanten an der Stirn. Wegen fahrlässiger Rörperverlegung wird Blum zu 10 Mt. Geldstrafe verur= teilt. Die Dienfitnechte Heinrich Wenzel und Konrad Graulich zu Gießen haben ihre Arbeitgeber Wallenfells & Sauer fortgesetzt um Ware bestohlen, welche zum Teil auch anderweitig abgesetzt wurden. Graulich, welcher rück­3 Monaten davonkommt. fällig ist, erhält 4 Monate Gefängnis, während Wenzel mit Der Arbeiter Wilhelm Diez

bon berchenhain hat eines abends in einer Wirtschaft

dem mit ihm befeindeten Jakob Haas ein Bierglas an den Ropf geworfen sodaß später die Glassplitter aus der Wunde entfernt werden mußten. Vom Schöffengericht Schotten wurde er dieserhalb zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Gegen dieses Erkenntnis legte sowohl der Angeklagte als habter Beweisaufnahme wird die Strafe auf 8 Monate auch die Staatsanwaltschaft Berufung ein. Nach stattge­Gefängnis erhöht. Zum Schlusse werden wegen Be­leidigung des Rechtsanwalts und Gr. Notars Beilstein zu Grünberg, der Uhrmacher Friedrich Jöckel von Grünberg zu 300 Mt. Geldstrafe und der Landwirt Heinrich Haus­von Röthges zu 50 Mt. Geldstrafe verurteilt. Bezüglich des verurteilten Jöckel wird auch Publikationsbe­fugnis erfannt.

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Holz. Versteigerungen.

Annerod. Donnerstag, 14. Jan., von vorm. 91/2 Uhr an, sollen im Gemeindemald 443 Rmtr. Nadel- Knüppel, 2400 Rmtr. Nadel- Wellen und 83 Rmtr. Nadelstockholz versteigert werden. Bemeift sei, daß das Holz Brennholz iſt und an der Chauſſee lagert. Zuſammenkunft ist auf der Grünbergerstraße Schnittpunkt Kreisstraße Annerod­Großen- Buseck.

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Geschäftliches.

mit einem 12jährigen Schulmädchen ein verbrecherisches are engage ſind ez bis zur Ziehung der

Verhältnis unterhalten hatte, zu 3 Jahren Zuchthaus.

+ Kappel, 12. Jan. Gestern Nachmittag verunglückte

an der sogen. Hohen Nitsch", dem steilen Absturz an der Bahn zwischen hier und Ronhausen, ein mit Branntweinfässern beladener Wagen aus Marburg, der durch die herrschende Glätte dem Rande des Abhanges zu nahe tam. Wagen und Fässer stürzten den Abhang hinunter in die Lahn. Etwa 100 Liter Branntwein nebft Fässern gingen verloren.

Marburg, 12. Jan. Gestern Vormittag erschien ein junger Mensch von 17 Jahren auf dem Bureau der hiesigen Sparkasse und zeigte ein Sparkassenbuch vor, auf den Betrag von 622 Mt. lantend, den er abheben wollte. Der Kassenbeamte fragte ihn wiederholt, ob er auch der richtige sei, was er jedesmal mit Ja beantwortete. Eine Frau aus Ockershausen, die gerade im Raffenlotal anwesend war, hörte den Namen des Inhabers, den er als den seinigen angab, worauf fie einem andern Beamten zuflüsterte, der junge Mensch sei aus Ockershausen und heiße anders. wurde nun schnell die Polizei herbet telephonirt, die den Burschen festnahm und aufs Polizeibureau brachte, wo er seinen Namen angab. Das Buch gehörte einem Knecht in Weiershausen, dem es gestohlen worden war. Er hatte den Betrag seit Jahren mühsam zusammeng spart.

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= Offenbach, 12. Jan. Am 15. November war der aus Dietersheim a. M. gebürtige Rekrut Wilhelm Jung von den 168ern dahier bis abends 7 Uhr zusammen in einer Wirtschaft. Als diese sich auf den Heimweg machten, rief er ihnen zu, er tomme gleich nach. Seitdem wurde er vermißt. Gestern wurde er im Hafenbeden als Beiche ge­funden. Man nimmt an, daß Jung in der Dunkelheit den Weg verfehlt hat und in den Hafen gefallen ist.

Frankfurt, 12. Jan. Der im Jahre 1867 in Marburg geborene Schlosser Eckert. der vor etwa 6 Wochen bei der Arbeit den rechten Zeigefinger verloren hatte und dadurch arbeitslos geworden war, hatte sich dies so zu Herzen genommen, daß er heute morgen Selbstmord beging, indem er sich die Pulsader am linken Arm und den Hals durchschnitt und außerdem einen Stich in die Bruft bei­brachte. Weil er nicht ins Krantenhaus wollte, erhängte sich der 60 Jahre alte Tagelöhner Jakob Dietwald.

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A Darmstadt, 11. Jan. Bei den Aufführungen des Hoftheaters ist angeordnet worden, daß in den Hauptpausen der eiserne Vorhang herabgelassen wird, um in Sicherheit darüber zu sein, daß bei Feuerzgefahren feine Schwierig feiten entstehen. Unter Leitung des Herrn Provinzial­direktors v. Granch und in Gegenwart von Beamten Großh. Kreisamts, Großh. Polizeiamts, der Baupolizei, der Elektrizi tätswerksverwaltung, sowie des Branddirektors und Brand­meisters wurde eine eingehende Revision sowohl des Bühnen-, wie des Logenhauses in bau- und feuersicherheitlicher Hinsicht vorgenommen. Derartige Revisionen fanden seither schon alljährlich vor Beginn der Spielzeit statt.

die nächste Woche bereits am Samstag, den 23. Januar cr., garantiert stattfindet. Der Gesammt- Gewinn- Betrag dieser Lotterie ist Mt. 26 000, wovon der Hauptgewinn Mf. 8000 beträgt und dieser sowohl, wie weitere 951 Gewinne werden auf Wunsch mit 90 Prozent in barem Gelde aus ausbezahlt.

Wetterbericht.

( Wetterdienst zu Gießen: Peppler.)

Verlauf der Witterung von Montag bis Dienstag. Das östliche HOCH hat sich ganz nach Südosteuropa verlagert; ein umfangreiches Haupttief, an dessen Rande vielfach Teiltiefs entwickelt sind, bedeckt ganz Nordwesteuropa. Infolgedessen ist das Wetter trüb, windig, heute morgen fiel Schnee, der bei steigender Temperatur unter Einwirkung der milden Südwinde in Regen übergeht. Beim nordöstlichen Weiterzug des TIEF's dürfte der Wind nach Südosten drehen, Regen und Erwärmung weiterhin bedingend. Daher voraussichtliche Bitterung für Mittwoch und Donnerstag mildes Tauwetter, trüb, geringer Regen, windig.

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Marktberichte.

Frankfurter Hens und Strohmarkt vom 12. Januar.( Umtliche Notierungen.) Heu per 8tr. 3.10-3.50 Mt., Strob per 8tr. 2.00-2 20 Mt.

Arbeitsnachweis der Stadt Gießen.

Gartenstraße 2.

Es können eingestellt werden:

1 Schlosser, 1 jüngerer Schmied, 1 jüngerer Rüfer, 1 Megger, 1 Friseur, 1 Schriftsetzer, 14 Dienstmädchen gegen hohen Lohn für hier und auswärts, 1 Vieh­schweizer.

Lehrlinge: 2 Schreiner, 1 Megger, 1 Bäcker, 1 Buchbinder.

Es suchen Arbeit:

1 landwirtschaftliche Magd, 2 Buchbinder, 1 Stüfer, 1 Schreiner, 1 Bäcker, 1 Wäscherin, 1 Kassierer, 4 Fuhr­fnechte, 8 Hausburschen, 1 Köchin, 2 Dienstmädchen, 2 Bureaugehilfen.

Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein für das Lokale, den Gerichts." und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann

Den lieben langen Tag

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Hatt' ich nur Sorg' und Plag', Wenn große Wäsche war, Die wurde nimmer klar, Und Abends mußt ich immer weine;" Wenn d' Leut zu Bette geh'n, Mußt ich am Waschfaß steh'n,- So ganz alleine, Jch arme Kleine.-

Doch da ist anders heut, das Waschen bringt groß' Freud, Die größte Wäsche ist Ganz rein in furzer Frist;- Und Abends brauch ich nicht mehr weine; Wer hats so leicht ge­- Drum bin ich Kleine macht? Eureka" hats vollbracht! Ihm hold alleine

,, Eureka" macht feinste Wäsche in kürzester Zeit. + Höchst, 12. Jan. Nach dem Kreisblatt" sind um die hier ausgeschriebene Schuhmannsstelle 80 Bewer-| hältlich pro Packet 15 Pfg.

Ueberall er:

Giessen,

empfehle als die besten aller einem gleichen Zwecke dienenden Präparate. Carl Schwab, Hofl., Seltersweg 23.