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drücken konnte. In diesem Augenblide erschien der Schließer,

um anzudeuten, daß die Unterredung beendet werden müßte. Ich ging zur Türe, während Ellen laut weinend ihren Ge­liebten umarmte.

Ach, lieber Michael", rief sie, ich kanns nicht aushalten, daß Du noch länger hier bleiben mußt. Das bricht mir das Herz! Das bricht mir das Herz!"

Der junge Mann beruhigte sie, so gut er konnte, obwohl ich sah, daß es ihm selbst schwer wurde, sich aufrecht zu halten. Endlich konnten wir sie wegbekommen, und ich brachte sie nach dem Gasthofe zurück.

Ich überließ dort Ellen der Obhut der Wirtin, einer ältlichen, vertrauenerweckenden Dame, und machte mich auf den Weg, um dem Anwalt, der die Verteidigung übernommen hatte, einen Besuch abzustatten. Nahe dem Marktplate hatte er sich geschwind ein Bureau hergerichtet, und ich fand ihn vollständig in seinen Akten vergraben. Er war ein sonder­barer Herr, von kleiner Gestalt und sehr scharfer Zunge und dabei schnell und gewandt wie ein Wiesel, O'Flannigan hieß er.

Als ich sein Zimer betrat, zog er seine Uhr heraus, sah darauf und begrüßte mich mit den Worten: Ich kann Ihnen leider nur zehn Minuten widmen, Herr Doktor. Ich be­dauere sehr, daß ich nicht mehr Zeit für Sie übrig habe, aber es gibt heute für mich zu viel zu tun."

Ich wunderte mich nicht lange darüber, woher der An­walt mich kannte, er mochte schon von mir gehört haben, und mich heute Morgen mit Fräulein Craig über den Markt­platz haben gehen sehen.

Ich wollte mir erlauben, sagte ich sogleich, in der An­gelegenheit des Fräulein Craig ein paar Fragen an Sie zu richten, Herr Anwalt. Das Fräulein möchte gern wissen, wie es um die Verteidigung des Herrn Michael Creenan steht."

Das Gesicht des Anwalts verfinsterte sich und rasch ant­wortete er: Recht gut, Herr Doktor. Wir werden schon unser Möglichstes tun, ihn freizubekommen."

Und glauben Sie, daß es Ihnen auch gelingen wird?" Ich hoffe, Herr Doktor. Vor Gericht geht es aber oft recht seltsam zu, und die Sache sieht immerhin ziemlich böse aus. Es iſt ein Unglück, daß kurz vor der Katastrophe der Verhaftete mit dem Ermordeten einen Wortwechsel hatte, während es anderseits wieder als ein Glück zu betrachten ist, daß die Tochter so fest an seine Unschuld glaubt. Nun, was getan werden kann, werden wir schon tun, darauf können Sie sich verlaſſen, Herr Doktor. Mein Kollege, Mister Do­cherty, kann so rührend sprechen, daß Steine Tränen ver­gießen, geschweige erst eine Geschworenenjury."

Ist es Ihnen bekannt, Herr Anwalt, daß die Staatsan­waltschaft Pater Antonius, den Bruder des Angeklagten, als Zeugen vorgeladen hat?"

Jawohl, Herr Doktor", antwortete Mister O'Flannigan, ,, ich habe sogar die früheren Aussagen des Paters gelesen. Er will im Kreuzverhör beweisen, daß der Angeklagte zu ſehr in die Tochter verliebt war, als daß es ihm möglich gewesen wäre, sich an ihrem Vater zu vergreifen."

Dem Anwalt scharf ins Gesicht sehend, fragte ich ihn: ,, Darf ich Sie vielleicht um ihre offene und ehrliche Meinung über die ganze Sache bitten?"

Ueber meine Frage schien der kleine Herr ganz erstaunt: Meine Meinung? Ich habe gar keine Meinung? Ich nehme die Tatsachen und prüfe sie. Ich glaube, die Sache liegt gut, und ich glaube auch, sie liegt schlecht. Es iſt das reine Lotterie­spiel, Herr Doktor, und ich wünsche nur, daß wir das Glück haben, einen gutgelaunten Richter und gutmütige Geschwo­renen zu bekommen."

Ich verabschiedete mich von Mr. O'Flannigan und be gab mich in der Absicht, wenn irgend möglich, mit dem An­geklagten noch ein paar Worte allein zu sprechen, in das Gefängnis zurück. Nach einigem Widerstreben wurde meinem Wunsche auch willfahrt; ich hatte den Vorwand gebraucht, daß ich dem Angeklagten eine Bestellung von seinem Ver­teidiger zu machen hätte.

Als ich in die Zelle des jungen Mannes trat, erschreckte mich die Veränderung in seinem Gesichte nicht wenig. Die freudige Zuversicht, die sich am Vormittage auf seinem Ge­jichte ausgeprägt hatte, war verschwunden und hatte der Hoffnungslosigkeit Platz gemacht. Er saß auf seinem Bett, und sein Mittagsmahl stand noch unberührt vor ihm.

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arre ich eintrat, erhob er sich, und in traurigem fragte er mich höflich, was mich zu ihm zurückgeführt hätte. Fühlt Fräulein Craig sich nicht wohl?" Das nicht", antwortete ich. Das Fräulein erwartet mich, da ich sie zurückbegleiten soll. Vorher wollte ich Sie jedoch allein fragen: Ist es denn wahr, daß Ihr Herr Bruder vorgeladen worden ist, um Zeugnis gegen Sie ab­zulegen?"

Während ich diese Frage an ihn stellte, beobachtete ich ihn aufmerkſam; sein Gesicht zeigte jedoch nicht die geringste Veränderung.

Sie haben mir das vorhin erzählt, Herr Doktor", ant­wortete er ruhig.

,, ann er vielleicht etwas aussagen, das Sie belasten könnte?"

,, Nicht, das ich wüßte."

Wissen Sie genau, daß er in der verhängnisvollen Nacht nicht zu Hause war?"

,, Ganz genau!"

" Entschuldigen Sie, bitte, daß ich auf diesen Punkt noch näher eingehe; aber können Sie vielleicht mutmaßen, wen er damals besuchte? Sie sagten doch, er war fort, um Krankenbesuche im Gebirge zu machen."

,, Nein, Herr Doktor."

Lag es denn in seinen Gewohnheiten, noch so spät aus­zugehen?"

" Jawohl. Zu jeder Zeit, Tag und Nacht, war er aus." Fiel Ihnen vielleicht in der Nacht, in der Sie verhaftet wurden, etwas besonderes an ihm auf?"

Der junge Mann überlegte, und als ob ihm plößlich eine Erinnerung fäme, rief er aus: Jawohl, Herr Doktor. Ganz mit Schmutz bedeckt, wie wenn er durch einen Sumpf gewatet wäre, war er nach Hause gekommen. Sein Gesicht war verstört, als hätte er einen Geist gesehen. Ich fragte ihn, wo er gewesen wäre, und er erzählte mir, daß er Kranke besucht und Beichte gehört habe. Und als wir allein waren, ergriff er mich bei der Hand und sagte: Ach, lieber Michael, warum mußte ich denn ein Priester Gottes werden?"

Und kurz darauf wurden Sie verhaftet?"

Ganz recht, und als die Gendarmen famen, um mich zu holen, lief mein Bruder wie ein Wahnsinniger umher und schrie laut, daß ich unschuldig sei und er es beweisen könne. Aber, wenn er das könnte, dann säße ich ja ganz gewiß nicht hier.

Nachdem unsere Unterredung noch eine kurze Weile ge­dauert hatte, verließ ich den Gefangenen. Ich nahm die feſte Ueberzeugung mit, daß, wenn sein Bruder, der Geist­liche, mir nicht helfen konnte, es mir wohl nicht glücken würde, den Schuldigen zu faſſen.

Meine zwei Unterredungen mit dem unglücklichen jungen Mann im Gefängnis hatten wenigstens ein gutes gehabt, denn trotz aller so sehr gegen ihn sprechenden Umstände hatten sie mich von seiner Unschuld überzeugt. Als ich hierüber mit Ellen sprach und sie bat, mir verzeihen zu wollen, daß ich vorher nicht mehr Vertrauen zu ihrem Gefühl gehabt habe, das doch das Richtige getroffen, war sie mir über alle Maßen dankbar, und ihr Kummer schien ein gut Teil zu schwinden.

,, Von jetzt an", sagte ich zu ihr, gehörte ich Ihrem Dienste mit Leib und Seele, und was ich bisher nur aus Freundschaft für Sie getan habe, tue ich hinfort aus vollster Ueberzeugung. Aber, geehrtes Fräulein, halten sie sich stark und den Kopf oben; denn wir werden ihn noch brauchen. Noch ist es Zeit ihren Freund zu retten, und mit Gottes Hilfe soll er bald wieder ein freier Mann sein."

Auf unserer Rückfahrt nach Mylrea besprachen wir mit leichterem Herzen unsere Aussichten, denn zum erstenmal seit unserer Bekanntschaft waren wir beide gleich begeiſtert. Als wir uns an der Tür des Schlosses verabschiedeten und wie zwei Verschworene uns die Hand schüttelten, erschien mir zum erstenmal, seitdem ich Fräulein Craig kannte, ihr blasses Gesicht von neuer Hoffnung beseelt und ordentlich frisch aus­sehend.

Ueber einen Punkt schien es mir indessen angebracht, Schweigen zu beobachten, da er vielleicht zur Entdeckung der Wahrheit führen konnte, andererseits aber auch gar nichts auf sich haben mochte. ( Fortsetzung folgt.)

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Die Rohheit, mit welcher viele höchst gebildete Männer Sonnenschirmen und dito Strohhüten hinüber. über das weibliche Geschlecht denken, ist oft nur die Folge da­er darum gegeben, wenn er die Unterhaltung hätte verstehen von, daß ihnen versagt blieb, tiefere Blicke in das Leben edler, fönnen!- weiblicher Gemüter zu werfen.

2

Der Brustbeutel.

Militär- Humoreske von Ios. Hermes.

( Nachdruck verboten.) Es war ein heißer Sommertag. Die Kompagnie hatte von Frühmorgens bis um die Mittgsstunde Felddienst geübt. Mit Rücksicht auf die überstandenen Strapazen wurde der Nachmittagsdienst mehr der Erholung gewidmet; es war nämlich Entfernungsschäßen vorgesehen.

Im leichten Drillich- Anzug und anstatt des lästigen Hel­mes die leichte Feldmüße auf dem Haupte überschritten die Offiziere den rasigen Ererzierplay, um sich die Entfernungen bon 100 zu 100 Metern einzuprägen. Der Premierleutnant v. Dohleneck, der die Unteroffiziere im Schatten der den Exerzierplatz begrenzenden Bäume um sich versammelt hatte, verbreitet sich eingehend über das Thema Entfernungsschäßen. Einzeln und mit Gewehrüber machten die Füsiliere, ihre Schritte zählend, die vorgeschriebenen Wege über den neuen Ererzierplaz. Jeder Mann wußte, wieviel Schritte er auf 100 meter gebrauchte und bei jeder auf diese Weise ge­wonnenen Maßeinheit von 100 Metern wurde Halt gemacht, auf die durchschrittene Strecke zurückgeschaut und so dem Auge die verschiedenen Entfernungen einzuprägen geſucht. Bei jedem neuen Hundert von zurückgelegten Metern wurde, der Sicherheit des Zählens wegen, von oben angefangen, abwechselnd ein Knopf der Drillich- Jacke geöffnet. Trop dieser allgemein vorgeschriebenen Vorsichtsmaßregel war die Zahl derer nicht gering, die dem abfragenden Leutnant eine irrige Entfernung meldeten.

Unter diesen Sündern zeichnete sich namentlich der Ein­jährige Finkenstein durch ein mehrmaliges schlechtes Schä­hungs- Reſultat aus. Die natürliche Folge davon war, daß der Einjährige die Ehre hatte, gleich den übrigen schlechten Zählern, den Exerzierplaz wiederholt abschreiten zu müssen.

Zum drittenmal rüstete sich der aus allen Poren schwi­kende Einjährige zu dem weiten Wege und halblaut ertönte es von seinen Lippen, um wenigstens nun endlich ein besseres Resultat zu erzielen: Eins zwei- drei vier" u.s.w.

,, Denken Sie mal eine Viertelstunde lang nicht an Ihre zukünftigen Prozesse und an Ihre jetzige Braut, dann wird's gehen" lachte von Dohleneck dem Einjährigen nach und schien mit dieser Bemerkung unbewußt den Nagel auf den Kopf zu treffen; denn der Einjährige mußte einen Augenblick ſtehen bleiben, um sich auf die Zahl des letzten Schrittes zu besinnen.

Sobald der Einjährige seine ersten 120 Schritte zurück­gelegt hatte, was einer Entfernung von 100 Meter gleichfam, blieb er verschnaufend stehen und öffnete mechanisch den ober­sten Knopf seiner Drillichjacke. Nun konnte er wieder denken, was er wollte, und sein suchendes Auge irrte über den weiten Ererzierplatz, um endlich auf den Gestalten zweier junger Mädchen haften zu bleiben, die, das Glas am Auge, ihn zu beobachten schienen. Ja, ja", murmelte er unwillig, ge= braucht nur den Feldstecher, um meine Schweißtropfen zu zählen; zweimal habt Ihr mein mühsam erworbenes Zahlen­material in den Aether gejagt; diesmal lasse ich mich nicht wieder irre machen.

Nach diesem Monolog setzte der Einjährige seinen Weg fort. Bei dem nächsten Hundertmeter- Haltepunkt bemerkte er, daß die beiden Damen, die seine Aufmerksamkeit in so hohem Grade zu fesseln schienen, sich in der Richtung nach dem Standort der Offiziere entfernten. Er ging kopf­schüttelnd weiter und entdeckte zu ſeinem lebhaften Erstaunen bei der zweitfolgenden Station", daß die Damen bei Herrn v. Dohleneck waren. Zum Kuckuck!" entfuhr es seinem vor Erstaunen geöffneten Munde, was wollen die Mädels denn bei dem? Nanu!- Das fehlt auch gerade noch! Schließlich verliebt der Leutnant sich in mein Käthchen. Vorwärts also, die bedrohte Position zu verteidigen!"

Der Einjährige beschleunigte seine Schritte, um recht bald den Rückweg antreten zu können. An den Stellen, wo er der Vorschrift gemäß zu halten und den folgenden Zählknopf seiner Drillichjacke zu öffnen hatte, achtete er gar nicht mehr auf die zurückgelegte Entfernung; sein Schätzungsvermögen" blieb deshalb hartnäckig auf dem status quo stehen. Desto

Aber noch eine andere unangenehme Entdeckung als die oben geschilderte mußte der Einjährige machen sein Brust­beutel war weg- spurlos verschwunden., Himmel! Auch das Pech noch!" stöhnte er und spähte den vergangenen Weg zurück, ohne die geringste Spur des verlorenen Bruſtbeutels finden zu können. Ja, er mußte nicht einmal, ob er seinen Brustbeutel, der für einen Soldaten ungefähr dasselbe be­deutet, was einem Kaufmann der feuerfeste Geldschrank gilt, erst heute oder bereits gestern verloren hatte. Immerhin blieb ihm nun noch eine leiſe Hoffnung, den Vermißten viel­leicht noch zu Hause wiederzufinden.

An den paar lumpigen Nickeln liegt nicht viel", brummte der Einjährige, aber der Brief!= der Brief!- Wenn der in unrechte Hände fiele-- das wäre außerordentlich fatal." Es blieb ihm jedoch nicht viel Zeit übrig, über sein Pech nachzudenken; er mußte weitergehen, weiterzählen, weiterschätzen! Zu seiner Beruhigung bemerkte er jedoch, daß die Damen ebenfalls weiter gegangen waren und vermutlich Was mochte sie nur in den Heimweg angetreten hatten. aller Welt mit dem Leutnant verhandelt haben? Warum be­obachtete sie ihn,- ihren Bräutigam, dem sie seit geſtern Abend zürnte, so angelegentlich per Distance?

Alles Grübeln konnte einstweilen zu keinem Resultat füh­ren, und der Einjährige war flug, zu denken: Kommt Zeit,

- fommt Rat."

Na, Einjähriger, wie weit ist's bis zur Tanne?" fragte Leutnant v. Dohleneck den zurückkehrenden Einjährigen. Achthundertundfünfzig Meter, Herr Leutnant",__ er= widerte der Gefragte.

,, Kann stimmen- A propos- kennen Sie vielleicht ein Fräulein Dickmann?"

Jawohl, Herr Leutnant", antwortete der Einjährige und machte ein derartig erstauntes Gesicht, daß der Leutnant ein verſtändnisvolles Lächeln kaum unterdrücken konnte. " Ich möchte Ihnen nun eine Frage vorlegen, von deren richtiger Beantwortung das Weitere abhängen wird: Was liegt dem Soldatenherzen am nächſten,= was ſchätzt er zumeist?"

" Du sollst mich nicht fangen", dachte der Einjährige und antwortete prompt, obschon die Gedanken an Käthchen seine ganze Phantasie erfüllten, die Liebe zum Vaterlande,- zu Kaiser und Neich."

Hm. Ganz gut geantwortet. Aber ich wollte nur hören, was sich in Wirklichkeit in der Nähe Ihres Herzens zu befin­den hat."

Finkenstein sah seinen Vorgesetzten so ratlos an, daß dieſer vor Mitleid gerührt wurde.

Ich sehe ein", fuhr der Leutnant fort, ich muß, um eine zutreffende Antwort von Ihnen zu erhalten, anders fragen: z. B.: Wo haben Sie Ihr Geld untergebracht? Wo befindet sich dasselbe?"

Wieder schien der Einjährige lächeln zu wollen; er brachte es aber fertig, sich zu bezwingen, und antwortete prompt: Zu Hause, Herr Leutnant. Im Geldschrank meines Vaters." W- a- s? Nehmen Sie denn etwa den Geldbetray, den jeder Soldat bei sich führen soll, im Geldschrank oder im Brustbeutel mit sich.

Ich trage einen kleinen Geldbetrag im Bruſtbeutel, Herr

Leutnant."

Na, also. Zeigen Sie mir einmal Ihren Bruſtbeutel." Der Einjährige knöpfte seine Drillichjacke auf und ließ seine Hand darunter suchend auf- und abgleiten. Alle Mühe aber schien umsonst zu sein.

Sie haben ihn wohl verloren?" " Jawohl, Herr Leutnant."

" Ja, wenn man anstatt auf seinen Dienst zu achten, junge Damen mit seinen Blicken verfolgt, kann so etwas leicht passieren. Hier ist der verlorene Soldatengeldſchrank. Fräulein Dickmann hat ihn gefunden, und weil Ihr Name daran angebracht ist, kommen Sie schnell wieder in den Be­sitz Ihres Eigentums. Bedanken Sie sich bei der jungen Dame. Verstanden."

Zu Befehl, Herr Leutnant."

Damit war der Einjährige, nachdem er sein Eigentum wieder an sich genommen hatte, entlassen. Eine böse Ahnung durchzuckte das Gehirn des Einjährigen und schien ihn mehr, wie der Dienst zu beschäftigen. Käthchen hatte vermutlich