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laufenen Durchgangswagen Frankfurt- Leipzig, während der legtere nur Durchgangswagen Frankfurt und Mez- Berlin führt. Schnellzug 81 Frankfurt ab 705, Gießen an 817; Der Zug hat in Gießen Anschluß an den später gelegten Schnellzug 81 nach Cöln und Hagen und führt Durchgangs. wagen nach Hagen, Wesel und Norddeich. Personenzug 801 Frankfurt ab 735, Friedberg an 848, wird bis Gießen durchgeführt( Ank. 946); der Zug erhält in Gießen Anschluß an den Bug 406 nach Coblenz und 637 nach Cöln. Personenzug 1375 Niederwalgern ab 11 14, Marburg an 11 36. Personenzug 1381, Niederwalgern ab 9 05, Marburg an 9 28. Personenzug 1376 Marburg ab 1207, Nieder­walgern an 1230.- Personenzug 1382 Marburg ab 938, Niederwalgern an 1000. Die leggenannten 4 8üge sind Fortsetzungen der gleichnamigen Züge von und nach Herborn mit Wagendurchgang.

Gemischter Zug 513 Gelnhausen ab 9 25, Gießen an 1150; Bug erhält Anschlüsse in Gelnhausen von Bug 218 von Bebra, von Zug 213 von Frankfurt, in Gießen an Zua 773 nach Cassel, an Personenzug 780 und Schnellzug 78 nach Frankfurt, an Personenzug 442 nach Coblenz und Per­fonenzug 639 nach Cöln. Sonntagszug 518 Gießen ab 1100, Hungen an 11 36.

Bug 1061, welcher bisher nur zwischen Friedberg und Berstadt- Wohnbach Werktags verkehrte, wird auf dieser Strecke täglich gefahren und Sonn- und Feiertags bis Hungen durchgeführt. Sonntagszug 1064 Hungen ab 922, Friedberg an 10 22.

Bug 1043, welcher bisher nur Werktags verkehrte wird täglich gefahren und zwar: Londorf ab 947, Gießen an 10 40.8ug 1042, welcher bisher nur Werktags ver­tehrte, wird täglich gefahren und bis Grünberg durch geführt und zwar Lollar ab 6 44, Grünberg an 805. Der Zug erhält in Gießen Anschluß von den Zügen 638 von Cöln 781 von Frankfurt. Den Anschluß in Lollar von Gießen vermittelt Zug 797.- Begen Durchführung des Buges 1042 bis Grünberg wird Bug 1044 nur bis Londorf gefahren und erhält folgenden Fahrplan Gießen ab 820, Londorf an 9 15.

Die Züge 1347 und 1342 welche bisher nur zwischen Burg- und Nieder- Gemünden und Niederofleiden verkehrten, werden nach und von Kirchhain gefahren.

Eine eigentümliche Manier, Außen­stände beizutreiben, hat der 22jährige Jacob Herling, Sohn eines Wäschereibesizers in Malchen i. D. Er hatte für Wäsche von dem jetzt in Zwingenberg woh­nenden Ehepaar Quilling Schäffer ca. 5 Mt. zu bekommen und den Betrag trok verschiedener Mahungen nicht erhalten. Er hörte inzwischen, daß von den Leuten nur schwer Geld zu bekommen sei und rüstetete sich daher furzer Hand mit einem derben Knotenstock und einem geladenen Revoler aus und rückte denselben vor die Thür. Er wurde wieder abgewiesen, berlangte aber energisch sein Geld, verließ trot wieder­Holter Aufforderung die Tür nicht und drehte mit fetnem Stock, worauf eine Gegendrohung mit einem angeblich blind geladenen Revolver erfolgte, was den Angeklagten veranlaßte, dem Quilling einen Schuß auf den verlängerten Rücken beizubringen, was aber nach Aussage der Aerzte nicht sehr schmerzhaft gewesen sein soll. Jedenfalls sind aber derartige Zwangsmaß­regeln nicht erlaubt und wird H. zu 9 Monaten Ge­fängnis und zu den Auslagen des Nebenklägers verurteilt.

X Die freiwillige Feuerwehr von Worm 8 feiert in diesem Sommer das Fest ihres fünfzigjährigen Be­stehens. Bei dieser Gelegenheit wird eine größere, auf drei Tage festgefeßte Feier abgehalten.

*. Ein Prozeß, interessant für weitere Kreise, der voraussichtlich die höchsten Instanzen durchmachen wird, wird zur Zeit von einer Fleischerinnung in Mecklenburg im Auf­trage des deutschen Fleischer verbandes geführt. Der Tatbestand ist folgender: Ein Fleischermeister schlachtete eine Ruh, die vor der Schlachtung von dem Fleischbeschauer besichtigt und nicht verworfen wurde. Nach der Schlachtung wurde aber nach einer abermaligen Untersuchung das Fleisch verworfen und dem Frohn überwiesen. Der Frohn besißt das Privilegium, daß ihm alles gefallene und verworfene Bieh gehört. Er beanspruchte außer dem Fleisch also auch Neu Müller's Deutsche Patent- Handhobelbank

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das Fell des verworfenen Tieres, das der betr. Fleischer-| meister aber als sein Eigentum betrachtet. Der Frohner ist klagbar geworden, und der Prozeß, der schon bedeutende Kosten verursacht hat, ist in erster Instanz zu Gunsten des Klägers entschieden. Der deutsche Fleischer­verband hat aber angeordnet, daß der Prozeß so lange ge­führt wird, als die Gerichte zuständig sind.

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* Weil sich die einzelnen Bundesstaaten, wie z. B. neuerdings Sachsen, durch immer schärfere Gesetze be­züglich ihrer Lotterie- Lose förmlich von einander abschließen, wird jetzt auch bei uns ein scharfes Auge auf das Spielen in verbotenen Lotterien gerichtet werden und möchten wir unseren Lesern anheimgeben, ihr Glück nicht in anderen verbotenen Lotterien, sondern nur in der zugelassenen Hessisch- Thüringischen Staats­lotterie zu versuchen. Die von derselben gebotenen vorzüglichen Aussichten auf wirkliche und hohe Gewinne rechtfertigen die Bevorzugung unserer Lotterie, auch schon ganz abgesehen von der Gefahr, wegen des Spielens in anderen bei uns nicht zugelassenen Lotterien bestraft zu

werden.

A Großen- Linden, 10. April. Gestern Nachmittag tagte in der hiesigen Turnhalle eine Sigung des Hüttenberger Krieger- Verbandes, zu der seitens des Vorsitzenden des Verbandes Herrn Bürgermeisters und Landtagsabgeordneten Leun, auswärtige Krieger- Vereine geladen waren. Diese Sigung dauerte bis gegen 1/25 Uhr nachmittags. Im An­schluß hieran fand die nochmalige Aufführung des patriotischen Stückes Die Heldin von Transvaal" statt. Db­wohl der Anfang dieser Vorstellung auf 4 Uhr nachmittags festgesegt worden war, so hatten sich schon gegen 3 Uhr eine schöne Anzahl von Zuschauern eingefunden. Als Einleitung wurde ein Prolog eines jungen Buren" gesprochen. Das Stück selbst war von echt patriotischem Geiste durchglüht, und zeigte, wie das fleine Burenvölfchen tapfer und mit vielen Strapazen für ihr Recht und Freiheit gegen die Eng­länder kämpften. Frl Weber, als die Heldin" entledigte sich ihrer manchmal sehr schwierigen Rolle ziemlich sicher. Auch die anderen Mitspielenden taten ihr Möglichstes und ernteten demzufolge von der vielhundertföpfigen Zuschauer­menge einen wohlverdienten stürmischen Beifall. Den Schluß dieses fast 3 Stunden währenden Gesamtspieles bildete ein bengalisch beleuchtetes lebendes Bild. Das Spiel konnte, soweit es der Aufführungsraum gestattete, als wohl gelungen bezeichnet worden.

+ Grünberg, 11. April. Die Vorbereitungen zu dem am 9., 10. und 11. Juli d. Is. hierselbst statt­findenden Lahntalbundessängerfest sind flott im Gange. In einer am vorigen Samstag abend im Gasthaus zur Pinn" unter Leitung des Festpräsidenten, Herrn Gerichts- Assessor Vezberger, abgehaltenen Sigung des Gesamt- Feſtausschusses berichteten die Ver­treter der Einzelausschüsse über deren bisherige Tätigkeit. Hierbei wurde u. a. bekannt gegeben, daß der Wirt­schaftsbetrieb auf dem Feſtplah nach Abschluß eines diesbezüglichen Vertrages den beiden am Orte wohnen­den Herren Heinrich Hamel und Carl Böß über­tragen worden ist. Die Musik wird von der Ulanen­Regimentskapelle aus Hanau gestellt und zwar unter Leitung des Kgl. Mufidirektors Urbach. Besonderes Augenmerk soll auf die dekorative Ausstattung des Fest­plazes und der Stadt verwendet werden. Auch für Voitsbelustigungen verschiedenster Art wird der Ver­gnügungs- Ausschuß Sorge tragen, sodaß man überhaupt schon heute die Hoffnung aussprechen darf, daß sich das Fest der frohen Sängerschaar zu einem herrlichen gestalten wird. Möchte auch der Himmel an den drei Festtagen das seinige dazu beitragen, denn nur dann kann auf ein volles Gelingen des mit vieler Mühe und Arbeit verknüpften Festes gerechnet werden.

+ Unter- Schmitten, 8. April. Der Weinhändler und Landwirt Graf wurde gestern abend von seinem Knecht im heftigen Wortwechsel, mit einem geradegestellten Taschenmesser so wuchtig in den Kopf und Genick gestoßen, daß derselbe zusammenbrach. Der Täter, wurde noch in der Nacht in Gewahrsam gebracht.

Hachenburg, 9. April. Ein junger Mann, welcher vor einiger Zeit in einer Wirtschaft die Gäste mit dem

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Worte Mußpreußen" belästigte und als sich die Gäste diese Redensarten verbaten, mit einem Revolver auf sie losschoß, wurde vom Schöffengericht mit sechs Monaten Gefängnis bestraft.

* Darmstadt, 9. April. Der 1. Verbandstag der akademisch­gebildeten Lehrer Deutschlands wurde heute unter dem Vorsiz vom Professor Block in Gießen abgehalten, begrüßt von Staatsminister Rothe, Bürgermeister Glässing u. a. Prof. Paulsen in Berlin hielt einen sehr lehrreichen Vortrag über die Entwickelung des höheren Schulwesens in Deutschland, seine Bedeutung für den Staat und für die geistige Kultur des deutschen Boltes und die daraus sich ergebenden Folgerun­gen für die Stellung des höheren Lehrerstandes.

Kassel, 8 April. Wegen Beleidigung durch die Presse verurteilte heute die Straffammer den verantwort­lichen Redakteur des sozialdemokratischen Volksblatt für Hessen und Waldeck", Garbe, zu vier Monaten Gefängnis. Die Beleidigung wurde in einem Artikel in Nr. 14 des Blattes erblickt, in dem gegen den Präsidenten und die Räte der Eisenbahndirektion Kassel der Vorwurf erhoben war, diese hätten die für die Unterbeamten ausgeworfenen Weih­nachtsgratififationen zum großen Teile in die eigenen Taschen gesteckt. Die Berhaudlung ergab die völlige unwahrheit dieser Behauptung.

A Bingerbrück, 8. April. Als gestern der Landwirt Peter Nonnenmacher von der Kontrollversammlung heimkehrte, stürzte er auf der Landstraße so unglücklich wider einen Stein, daß er das Genick brach und sofort tot war.

*

Briefkasten.

Nach Röthges und Belters hain. Eg wird demnächst Jemand zu Ihnen kommen.

Neueste Nachrichten.

Ueber Berlin wird uns folgendes gedrahtet: Berlin, 11. April. Das Kreismarine- Amt macht be­tannt, daß Oberst Robert Dürr nach 8 stündigem Gefecht die Hauptmacht der Hereros, welche 3000 Gewehre start war, geschlagen und auseinander gesprengt hat, auf unserer Seite fielen 2 Offiziere und 3 Reiter.

Marktberichte.

*** Fruchtpreise am Grünberger Frucht­markt, vom 9. April. Weizen 18,00-00,00, orn 00,00 bis, Gerste 16,00, Hafer 14,50-15,50, Erbsen 00,00, Samen 00,00, Kartoffeln 7,00-7,50, Linsen 00,00 Mart. Alles per Doppelzentner.

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= Groß- Felda. Der am letzten Mittwoch hier ab­gehaltene Ostermarkt war nicht von günstigem Wetter begleitet, aber dennoch zeigte der Viehmarkt starke Auffahrt an Jungschweinen. Der Handel ging lebhaft bei gutem Angebote. Die Preise sind durchschnittlich gegen voriges Jahr 20 Mt. für das Paar geringer. Die Ferkel 1. Qualität fosteten das Paar 50-54 Mt., 2. Sorte 40-50, 3. Sorte 35-40 Mt. Diese billige Preisstufe wird haupt­sächlich verursacht durch die stark gesunkenen Preise für die fetten Schweine, die man 3. 8t. mit 34 bis 36 Pfg. das Pfund Lebendgewicht auftauft.

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Für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein.

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