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Hessischer Landtag.

Darmstadt, 10. Februar 1903. Erster Präsident Haas eröffnete die Situng. Die Ersatzwahl eines Landtagsabgeordneten für die Provinzialhauptstadt Mainz( Abg. Adelung) wird ohne Debatte für giltig erklärt.

Eine Anzahl von zur vorläufigen Beratung stehenden Gegenständen wird zumeist de: zuständigen Ausschüssen über­wiesen. Eine größere Debatte entsteht dabei über den An­trag der Abgg. Erk und Brauer, Sonntagsruhe und Nacht­arbeit in Mühlen betreffend und die Vorstellung des Gastwirts Harth in Nieder- Saulheim, Besteuerung der in öffentlichen Wirtschaftslokalen aufgestellten Klaviere betreffend.

Es folgt die Besprechung der Anfrage der Abg. Hauck und Genossen, die Hütefinder im Vogelsberg betreffend. Abg. Widner ist von der Regierungsantwort befriedigt, wendet sich gegen die dieserhalb in der " Frankfurter Zeitung" erschienenen Artikel, die maßlos über­trieben sien und hofft viel von der Durchführung des Generalkulturplans im Vogelsberg. Er fordert eine Ueber­wachung der betreffenden Verhältnisse. Abg. Ulrich ist mit letterer Forderung einverstanden. Ministerialrat Dr. Eisen­huth bemerkt, daß er nach Einsicht der betreffenden Berichte nur sagen könne, daß sie ohne jede Nebenansichten lediglich sich an Tatsachen hielten. An der weiteren Besprechung be­teiligen sich die Abg. Stöpler, Bähr, Hirschel, Orb, teilweise

wiederholt, sowie Ministerialrat Dr. Eisenhuth.

Hierauf wird die Besprechung geschlossen und die nächste Sigung auf Donnerstag, vormittag 9 Uhr anberaumt. Auf der Tagesordnung steht die Vorstellung einer Anzahl Ober­lehrer betr. Regelung ihrer Besoldungsverhältnisse und die Peratung des Staate voranschlags.

Lokales.

11. Februar 1904.

*** Durch mancherlei Vorkommnisse in neuerer Zeit, wird bei Veranstaltungen von Vergnügungen der Vereine zu Gießen in Zukunft die Erlaubnis erst dann erteilt, wenn dem in feuerpolizeilicher Hinsicht nichts entgegensteht. Die Erlaubnis des Großh. Polizeiamts wird erst gegeben, wenn der städt. Branddirektor seine Zustimmung ausgesprochen. Wir machen die Vereine und Korporationen hierauf besonders aufmerksam, damit, um Verzögerungen zu vermeiden, eine rechtzeitige Erlaubniserteilung eingeholt wird.

*

Gut

** Freiwillige. Bei der 5. Eskadron des 1. Großherzoglich Hessischen Garde- Dragoner- Regiments Nr. 23 in Darmstadt fönnen jeder Zeit Dreijährig- Freiwillige zum Eintritt für den Herbst angenommen werden. gewachsene, kräftige Landwirte, Schmiede, Sattler und schreib­gewandte Kaufleute werden bevorzugt, andere Berufsarten aber nicht ausgeschlossen. Meldung bei der 5. Eskadron Drag Regt. 23.

*

**

Die Eröffnung der Buzbach- Licher Bahn, soll, wenn feine nennenswerten Störungen eintreten, Mitte März erfolgen.

** Aus der psychiatrischen Klinik zu Gießen ist ein Aranfer entlaufen und hat sich vermutlich in die Richtung Lmburg oder Friedberg gewant.

** Konzert. Im großen Saale des Gesellschafts­vereins zu Gießen findet am Donnerstag( 18. Febr.) ein Konzert der Großh. hess. Kammersängerin Mme. Sigrid Arnoldson statt. Ueber das Auftreten der Sängerin in Hannover meldet uns ein gestriges Telegramm folgendes: Sigrid Arnoldson gastierte gestern im Hoftheater zu Hannover als Traviata" und hatte einen sensationellen Erfolg, 30 Hervorrufe. Das Theater war seit m hreren Tagen aus­verkauft".

*

Firmenschilder. Nach den Bestimmungen des Reichs­gesetzes zum Schutz des Roten Kreuzes vom 22. März 1902 ist es verboten, das Rote Kreuz auf Firmen- und Lader.­schildern, Ladenfenstern, Reklamedrucksachen u. s. w. zu ver­wenden.

* Versuchsfahrt. Der vorgestern Mittag in Frankfurt angekommene Kölner Schnellzug wurde versuchs­weise von ein und derselben Lokomotive von der Anfangs­bis zur Endstation gefahren. Der Versuch gelang vollkom­men. Nachmittags übernahm dieselbe Maschine einen nach Köln fahrenden Schnellzug. Auf beiden Fahrten von zusam­men 440 Kilometer sind verbraucht worden reichlich 200 Zentner Kohlen und etwa 90 kubikmeter Wasser.

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** Fata Morgana. Gestern früh ½ nach acht Uhr zeigte sich in Grünberg sichtbar eine" Fata Morgana". Der ganze Himmel war mit dichten Wolken bedeckt. Eine recht nasenweise Priese" stob von Südwest". Da sah man ein entzückendes Bild, das von den beiden Türmen " Münzenberg" ausgehend sich als eine herrliche Erscheinung darbot. Rechts und links Buzzbach- Wächterbach, im Hinter grunde Feldberg- Hasselheck und Taunus in einem Wolfenge­bilde, als ob man es fassen könne. Der Feldbergturm war ganz deutlich etwa zwei Minuten mit blosen Augen zu sehen. Die Sonne hatte einen herrlichen Abdruck" hervor. gebracht. Es wäre zu wünschen, daß andere, welche dieses gesehen, ihre Beobachtungen auch mitteilen wollten.

** Neue Tiere im Frankfurter 8oologischen Garten. Ein Tier von großer Seltenheit ist seit einigen Tagen im Garten ausgestellt, das einer aussterbenden Art angehört, nämlich ein Auerochs, oder wie er richtiger genannt wurde, ein Wisentstier. Dieses gewaltige Untier es hat über 1/2 Meter Rückenlänge, stammt von einer der wenigen Heerden, die noch in den Jagdgründen des Raisers von Rußland und des Fürsten Pleß gehegt werden. Der Wisent ist bei Weitem das größte Tier Europas und galt bis ins Mittelalter, wo er rasch ausgerottet wurde, als das edelste Jagdwild. Damals war er noch im Harz und den Vogesen, sowie in allen größeren Bergwäldern Deutschlands zu finden. Er bildete etnes jener wenigen Großtiere, die der Tiersammlung des Frankfurter Gartens noch bisher gefehlt haben, nachdem der afrikanische Elephant,

Nilpferd, Nashorn, Giraffen, Bison und Büffel in den letzten Jahren ihren Einzug gehalten.

Landwirtschaftliche Genossenschafts­schule in Darmstadt Vor kurzem haben innerhalb des Reichsverbandes der deutschen landwirtschaftlichen Ge­nossenschaften weitere Beratungen betr. Errichtung einer landw. Genossenschaftsschule stattgefunden. Geplant ist zwar nicht die Errichtung einer landwirtschaftlichen Hochschule" in Darm­stadt, sondern die Veranstaltung von umfassenden, ſyſtematischen Unterrichtskursen über landwirtschaftliches Genossenschafts­wesen hauptsächlich zur ergänzenden Fachausbildung berufs­mäßiger Genossenschafts- und Verbandsbeamten. Der Reichs­verband hat beschlossen, mit der Veranstaltung solcher Kurse im Laufe dieses Jahres zu beginnen. Voraussichtlich im Mai 1904 soll der erste Lehrgang stattfinden, der für die genossenschaftliche Belehrung von Landwirtschaftslehrern, landwirtschaftlichen Wanderlehrern, jüngeren Verwaltungsbe­amten bestimmt ist und etwa 3 Wochen dauern soll. Ein zweiter Lehrgang von etwa 4 Wochen ist dann für den Herbst, wahrscheinlich für September, vorgesehen. Der Lehr­plan beider Kurse ist auf die verschiedenen Bedürfnisse und Interessen der einzelnen Besucher zugeschnitten. Bemerkt sei schon heute, daß der Besuch dieser Lehrgänge für die Teil­nehmer unentgeltlich gemacht werden wird, im übrigen werden weitere eingehende Mitteilungen in nächster Zeit allen Interessenten zugehen. Auf Grund der in den ersten Jahren gemachten Erfahrungen soll später eine weitere Aus­bildung der Tätigkeit des Instituts insbesondere die Aus­dehnung auf die genossenschaftlichen Spezialbranchen des Molkerei- Kornhaus- und Winzergenossenschaftswesens statt­

finden.

* Die Landesbrandtasse des Großerzogtums Hessen bezahlte im Jahre 1903 für Brandschäden rund 900 000 mt. Die Kosten, die entstehen für die Vergütungen an Gemeinden, welche eine ausgiebige und dem Feuerschuh dienende Wasserleitung besigen,( 2 Pfg. pro 100 Mt. Ver­sicherungskapital) belaufen sich auf 200 000 Mt. Hiervon entfallen auf die Städte Mainz 42 000 Mt., Darmstadt 40 000 Mt., Worms 15 000 Mt., Offenbach 11 000 Mt. und Gießen 10 000 Mt. Die Gesamteinnahme für die mit der Landesbrandkasse verbundene Feuerlöschkasse betrug 68 370 M., die Ausgaben 66 790 Mt. Außerdem sind an Einnahmen noch vorgesehen aus früheren Jahren 18600 Mt., sodann ein Prozent der für das Jahr 1903 ausge­schlagenen Brandversicherungsbeiträge zirk 72 000 M., ferner der Beitrag des Staates zirka 25 000 Mt., sowie 3500 Mt. Zinsen von dem Reservefond. Die sich ergeben­den Ueberschüsse werden dem Refervefond, welcher die Höhe von 100 000 Mt. erreicht hat, so lange verzinslich beigelegt, bis er die Höhe von 200 000 Mt. erreicht hat.

** Belohnungen für treue Dienste. Minister Budde hat neue Bestimmungen bezüglich der Belohnungen an Eisenbahnarbeiter für langjährige Dienstzeit und zufrieden­Es erhalten ab 1. Februar stellende Führung erlassen. nach 20jähriger Dienstzeit die Arbeiter eine einmalige Lohn­zulage von 20 Mart, ferner nach 25jähriger Dienstzeit 30 Mark, 30jähriger Dienstzeit 40 Mart, 35jähriger Dienstzeit 60 Mark, 40jähriger Dienstzeit 80 Mart, 45jähriger Dienst­zeit 100 Mart, 50jähriger Dienstzeit 150 Mart. Entweder erhalten die Betreffenden das bare Geld oder auf ihren Wunsch ein Sparkassenbuch über den Betrag.

** Zum Gordon Bennett- Rennen 1904 wird der Kaiser am 16. Juni in Homberg erwartet. Es steht der Besuch von mindestens 100 000 Personen in Aussicht.

Die bisher bestimmten Farben der Wagen im Gordon­Bennett- Rennen sind: Deutschland weiß; Frankreich blau; Amerifa rot; England grün; Belgien gelb; Italien schwarz. Die Schweiz und Desterreich haben ihre Farben noch nicht gewählt.

** Nicht erschöpft die Pflanze in ihrem Werdeprozeß mehr, als die Bildung von Samen Willst Du also Samen nicht ernten, willst Du von Deinen Pflanzen man denke an die Rosen nur schöne Blumen erzielen, so verhindere, daß die Pflanze Samen bilde. Schneide also, sobald die Blume verblüht, sorgsam alle ab­geblühten Blumen ab. Auf diese Weise bleibt der Pflanze viel, sehr viel Kraft erhalten. Sie wird sich von ießt ab besser entwickeln und wird im kommenden Jahre noch einmal so schön und so reichlich blühen. Im übrigen sieht es unordentlich aus, wenn die abgewelften Blüten an den Pflanzen bleiben.( M. Peterseim's Blumengärtnereien.)

** Launsbach, 11. Febr. Hier ist unter den Kindern seit einigen Tagen Diphtheritis ausgebrochen. 11 Kinder liegen schwer krank darnieder.

Reiskirchen, 10. Febr. Im Chauffeegraben todt auf­gefunden wurde der Schuhmacher Phil. Damm. Damm führte seit Jahren ein unftädtes Leben; obwohl er verheiratet war, ließ er sich nur selten bei seiner Frau sehen, zog es vielmehr vor, in der Welt herumzuziehen; er stand in den 60er Jahren.

+ Friedberg, 9. Febr. Die feierliche Entlassung der Zöglinge des Lehrerseminars findet am 26. Februar statt. Das Seminar wird gegenwärtig von 142 Seminaristen be­sucht, von denen etwa 32 das Seminar verlassen.

Offenbach, 9. Febr. Verschwunden ist seit vorigen Donnerstag ein junger lediger Buchhalter einer Fabrik der Metallbranche. Wie sich herausgestellt haben soll, sind auch Gelder aus der hiesigen Geschäftskasse mit verschwunden. Es handelt sich im Ganzen um einen Betrag von 1700 Mart. -- Offenbach a. M., 10. Febr. Seit Samstag wird die in den 30er Jahren stehende Ehefrau eines hiesigen Prokuristen vermißt. Alle Nachforschungen nach dem Ver­bleib waren bisher vergeblich.

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= Frankfurt, 10. Febr. Unter dem Verdacht ihr Kind nach der Geburt getödtet zu haben steht ein Dienst­mädchen. Man fand das Kind bei dem Mädchen in ihrer Mansarde in einer Schürze gewickelt tot vor. Das Mädchen wurde in die Entbindungsanstalt gebracht.

Aus Franken, 10. Febr. In Wombach kam der geistesgestörte 15 Jahre alte Michael Rack dem Herdfeuer

so nahe, daß seine Kleider Feuer fingen. Er erlitt so schwere Brandwunden, daß er nach einigen Stunden starb. Aus dem Gerichts[ aal.

Strafkammer.

Gießen, 9. Februar 1904. Der Taglöhner Wilhelm Stipp von Buchenbrücken hat gelegentlich der Kirchweihe zu Kaichen, ohne obrigkeitliche Erlaubnis öffentlich Bilder verlost. Mit Rücksicht auf seine Vorfstrafe wegen gleichen Vergehens wurde auf 20 Mart Geldstrafe erkannt. Ein Barbier und dessen Lehrling so­wie ein Kolporteur haben sich Postkarten unsittlichen Inhalts verschafft resp. verkauft. Der Kolporteur wurde zu 30 Mt. Geldstrafe und der Barbier zu 20 Mt. verurteilt, während der Lehrling, von welchem angenommen wurde, daß er den unsittlichen Inhalt nicht erkannte, freigesprochen wurde.- Der Schneidergeselle Ernst Schumann von Plössig ist wegen falscher Anschuldigung angeklagt. Er hat auf dem Polizeiamt eine Anzeige gemacht von welcher angenommen wurde, daß sie unwahr sei. Es wurde festgestellt, daß der Angeklagte die Sache sehr übertrieben hatte, doch sei nicht nachgewiesen, daß er wider besseres Wissen gehandelt hat, weshalb der Artikel 52 des Polizeistrafgesetzes Platz zu greifen hat, welcher für derartige Uebertretungen eine Haft­strafe von 14 Tagen vorsieht, auf welche auch erkannt wurde. Der 17jährige Knecht Wilhelm Preußer von Düdesheim versuchte nachts in der Wohnung des Landwirts Heinrich Kling ein Pult zu erbrechen. Wegen Diebstahls­versuch erhält er 3 Monate Gefängnis. Der Weißbinder Christian Noll II. von Unter- Lais wurde vom Schöffen­gericht Nidda von der gegen ihn erhobenen Anklage des Vergehens gegen§ 185 St.- G.- 8. freigesprochen, wogegen die Staatsanwaltschaft Berufung einlegte. Die bei ver­schlossenen Türen stattfindende Verhandlung führte zur Ver­urteilung des Angeklagten zu 1 Monat Gefängnis.- Zum Schlusse wurde die Strafe des Heinrich Reuling von Mün­zenberg, welcher wegen Uebertretung des Gewerbesteuerge setzes zu 20 Mt. verurteilt worden war, auf 10 Mark herabgefeßt.

Neueste Nachrichten.

Ueber Berlin wird uns folgendes gemeldet:

*** London, 10. Febr. Die Abendblätter bringen ein Telegramm aus Tokio, nach dem zwei Transportschiffe der russischen freiwilligen Flotte mit 2000 Mann Soldaten von den Ja­vanern genommen wurden.

Petersburg, 11. Febr. Der 3 ar beförderte gestern Zar sämtliche Marinefähnriche zu Offizieren.

Petersburg, 11. Febr. Der japanische Gesandte Rurino ist mit den Mitgliedern der Gesandtschaft nach Berlin ab. gereist.

Tokio, 10. Febr. Die erfolgreichen Gefechte bei Port Arthur und Tschemulope riefen eine große nationale Be­geisterung hervor. Ferner traf die Meldung von der Wegnahme zweier russischer Postdampfer und zweier russischer Kauffahrer ein.

-

Nagasaki, 10. Febr. Die hier in Raparatur befind­lichen russischen Schiffe sind von Japan mit Beschlag belegt.

Washington, 11. Febr. Der Präsident Roosevelt be­schloß die Neutralität der Vereinigten Staaten bezüglich des Krieges im fernen Osten zu erklären.

Eingesandt.

Für die unter dieser Rubrik gebrachten Artikel übernehmen wir dem

Bublifum gegenüber keine Verantwortung. + Trais- Horloff, 8. Febr. Die Gemeinde Trais- Hor­loff hat vor längerer Zeit vor dem Dorfe eine Laterne auf­stellen lassen, damit Fußgänger, welche abends von und zur Bahn wollen, vor Unfällen bewahrt werden. Das ist lobend anzuerkennen, aber wie gefährlich ist der Weg vom Bahnhof bis zur Ueberbrückung der Horloff! Bei nebeligem Wetter oder wenn kein Stern am Himmel steht, ist es lebensgefähr­lich für jeden, einerlei ob er den Weg fennt oder nicht. Einsender dieses, der den Weg zu jeder Zeit passirt hat und die Gefahren aus eigener Erfahrung fennt, erlaubt sich darauf hinzuweisen, ob es nicht möglich wäre, diesem Miß­stand durch Aufstellung einer oder mehrerer Laternen auf diesem Wege abzuhelfen.

Einer für Viele.

Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeisterei­gebäude) Zimmer Nr. 14.

Es können eingestellt werden:

1 landw. Knecht, 1 landw. Magd, 1 Schlosser, 1 Küfer, 1 Schreiner, 1 Friseur, 1 Fuhrknecht, 1 Buffetfränlein, 1 Kindermädchen 1 Küchenmädchen, 2 Köchinnen, 8 Dienstmädchen gegen hohen Lohn für hier und ausw. Lehrlinge: 1 Schlosser, 1 Spengler, 1 Fein­mechaniker, 1 Mechaniker, 1 Kaufmann, 3 Bäcker, 2 Buch­binder, 1 Tapezierer, 1 Schreiner, 1 Weißbinder und Lackierer.

Es suchen Arbeit:

1 Schmied, 1 Spengler, 1 Buchbinder, 3 Schreiner, 1 Metzger, 1 Wäscherin, 2 Lackierer, 4 Hausburschen, 4 Fahr burschen, 5 Lauffrauen, 2 Bureaugehilfen.

Albin Klein Verantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: für das Lokale, den Gerichts." und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann

NAUMANNIA- SEIFE.

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Beste Seife nah undfern!