Einzelbild herunterladen

Verabschiedung des regierungsprasidenten v. Brandenstem wird in Hannover darauf zurückgeführt, daß dem Kaiser von einer gräflichen Dame der Regierungspräsident v. Branden­stein als allzu großer Verehrer eines guten Tropfens be­zeichnet worden sei. Herr v. Brandenstein soll nun der An­sicht sein, daß er den Oberbürgermeister Tramm für jene Mitteilung der Gräfin verantwortlich zu machen habe, und er soll schon beim Scheiden aus Hannover die Absicht ge­äußert haben, mit dem Oberbürgermeister abzurechnen". Vor acht Wochen soll nun das Duell stattgefunden haben. Diese Gerüchte finden eine gewisse Bestätigung darin, daß Stadtdirektor Tramm seit acht Wochen genötigt gewesen ist, in vollkommenster Ruhelage das Zimmer zu hüten. Der Deffentlichkeit war mitgeteilt worden, daß er an einem Bronchialfatarrh litt. Herr Tramm hat jetzt mit seiner Gattin einen Erholungsurlaub nach dem Süden angetreten.

Die Austrocknung der pontinischen Sümpfe wird nun Die Generalver­ernstlich in Angriff genommen werden. sammlung der pontinischen Delegierten beschloß einstimmig, bem bekannten deutschen Syndikat die Trockenlegung der Pontinischen Sümpfe und die Besserung der Verhältnisse in diesem Malariagebiet in hygienischer Hinsicht zu übertragen. Damit wird einem großen Kulturwerk, das der deutsche Major v. Donat zu seiner Lebensaufgabe gemacht hat, die Bahn eröffnet. Die Austrocknung des Sumpflandes wird ein Riesenareal des fruchtbarsten Bodens erstehen lassen und Italien eine blühende Dase für ein verderbenbringendes Malariagebiet schenken.

A Verhängnisvolle Unvorsichtigkeit. Ein eigenartiger Fall Don Blutvergiftung forderte in Köln zwei Opfer. Das eine war die dreißigjährige Frau eines dortigen Kaufmanns, das andere der neunzehnjährige einzige Sohn eines Lehrers aus Winferink( Westfalen). Beide hatten mittelst einer Nadel ein Geschwür geöffnet. Es entstand Blutvergiftung, an deren Folgen sie unter unsäglichen Schmerzen nach der Operation verstarben.

Gewaltige Lawinenstürze seßten die mwohner des südlichen Adamellotales bei Triest in Schrecken. Unter furcht. barem Getöse rollten die Schnee- und Steinmassen von den Bergen herab, alles weithin verschüttend. Doch ist sonder. barerweise kein Verlust an Menschenleben zu beklagen ge­wesen, ebenso wurde kein Haus zerstört. Das Naturereignis wurde durch ein anderes, ein heftiges Erdbeben, hervor­gerufen.

Leichtsinnige Wette. In Bärwalde im Labiauer Kreise tamen mehrere junge Menschen auf den unseligen Gedanken, zu erproben, wie lange man auf dem Kopfe stehen könne. Ein Meier erklärte sich bereit, eine halbe Stunde lang diese Stellung einzunehmen, und schloß eine Wette ab. Auf die Arme gestützt und die Beine an eine Wand gelehnt, ver­mochte er sich wirklich eine halbe Stunde lang in dieser Lage zu halten. Bald darauf wurde er ohnmächtig, und als er erwachte, verfiel er in Tobsucht. Man veranlaßte seine Ueberführung in das Kreiskrankenhaus und steckte ihn in die Zwangsjacke; aber sein Zustand schien sich nur noch zu ver­schlimmern, und die Zwangsjacke war für ihn nicht stark genug. Der Tobsüchtige mußte nach Allenberg ins Frren­haus gebracht werden.

Ein Opfer des Spielteufels. 257 000 Rubel in Obliga­tionen unterschlagen hat der 37 jährige Leiter der Koupon­abteilung der russischen Südostbahnen S. A. Pronifarowski in Petersburg. Er hat nach seinem eigenen Geständnis fast das gesamte Geld zur Deckung von Verlusten im Kartenspiel verwandt. So will er u. a. an einem Abende im Peters­burger Kaufmännischen Klub 140 000 Rubel beim Spiel verloren haben. Die Obligationen befanden sich in einer feuerfesten Stasse der Abteilung Pronikarowskis. Bei seiner Verhaftung hatte der ungetreue Beamte nur 100 Rubel bar und acht Obligationen à 1000 Rubel im Besik.

Mehrere schwere Schiffsunfälle werden wieder gemeldet. Bei einem Zusammenstoß des französischen Dampfers Ni. bernois" mit dem russischen Dampfer Tsaritsana" im Hafen bon Pera sollen 70 Pilger vor Entsetzen über Bord ge. sprungen und ertrunken sein. In der Nähe von Boulogne strandeten nachts die von London kommenden englischen Dampfer Jasper" und" Britannia", die durch Trossen mit­einander verbunden waren. Beide Schiffe sind verloren, ihre aus zwölf Personen bestehende Bemannung fand den Tod in den Wellen. In einem Strudel des Kongoflusses schlug der Dampfer einer englischen Mission infolge ver­tehrten Manövers um. Ein Missionar und 23 Neger er­tranfen.

Ermordung eines deutschen Gymnasialdirektors in Kor­fika. In Ajaccio wurde der deutsche Gymnasialdirektor Mayer erschossen aufgefunden. Als der Tat dringend ver­dächtig wurde ein Handlungsgehilfe Thiemann verhaftet, der in demselben Hotel mit Mayer logiert hatte und sich dort fälschlich als Dr. med. ausgegeben hatte. Thiemann ge­nießt feines guten Rufes.

Vater der Möroce hätte einen Prozeß gegen Eremits ver­loren.

- In London verübte ein 17jähriger Deutscher, Thomas Schütz, einen Mordversuch auf seinen Prinzipal, namens Laue. Der Täter entfam.

Hus dem Gerichtslaai.

§ Der Hamburger Messerstecher Cekalla hat jetzt seine wohl­berdiente Strafe bekommen. Das Schwurgericht verurteilte ihn zu vierzehn Jahren Zuchthaus und den üblichen Neben­strafen. Cefalla hatte bekanntlich eine größere Anzahl Frauen und Mädchen aus Hamburg und Altona auf offener Straße durch Messerstiche zum Teil lebensgefährlich verletzt. § Gin gerichtliches Nachspiel zum Laurahütter Wahlkrawall trug vor der Berliner Straffammer den verantwortlichen Redakteuren des Vorwärts", Carl Leid und Julius Kaliski, 6 Monate beziehentlich 4 Monate und eine Woche Gefängnis ein. Ersterer hatte den Laurahütter Gendarmen und Polizei­beamten in einem Artikel vorgeworfen, den Krawall provo­ziert zu haben, der letztere hatte den prakt. Arzt Dr. Na­wrocki beschuldigt, Tumultuanten, die sich bei ihm verbinden ließen, der Behörde denunziert zu haben.

§ Der Zeuge Dolus". Ein biederes" Bäuerlein aus Frechen führte bei dem Kölner Oberlandesgerichte einen Prozeß, der die Auflösung eines Kaufgeschäftes zum Gegen­stand hatte. Er verlor denselben, da nachgewiesen wurde, daß er seinen Vertragsgegner bei dem Kaufabschluß durch Verschweigen wesentlicher Mängel des Kaufobjektes arglistig getäuscht hatte. Bei der Lektüre der schriftlichen Urteils­ausfertigung, die dem Bäuerlein von seinem Anwalt zu­gesandt wurde, war ihm die häufige Erwähnung des Dolus", der wohl, wie er herausfand, für die Entscheidung ausschlag­gebend sein mußte, höchst auffällig. Von dem Umstand, daß er selbst diesen Dolus geschaffen hatte und damit dessen geistiger Urheber war, davon hatte er freilich keine Ahnung. Er glaubte vielmehr, daß der Dolus ein Zeuge sei, welcher ungünstig für ihn ausgesagt und dadurch den schlechten Aus­gang des Prozesses für ihn herbeigeführt habe. Diesen Dolus, den Schuft, will ich meineidig machen," so äußerte er sich zu einem ihm befreundeten Nachbarn. Gesagt, getan! Mit der ausgesprochenen Absicht, den Zeugen Dolus bei der Staatsanwaltschaft wegen Meineids zur Anzeige zu bringen, betrat er das Kölner Justizgebäude. Dort trug er dem ersten ihm begegnenden Gerichtsdiener sein Anliegen vor, und dieser, ein Witzbeld, verwies ihn an die zuständige Stelle, nämlich die Anmeldestube der Staatsanwaltschaft. Hier wurde das Bäuerlein auf seinen Irrtum aufmerksam gemacht und belehrt, daß der böse Dolus in seinem eigenen Sch" personifiziert sei. Grollend zog er sich hierauf mit den Worten zurück: Die Häre däte och besser, sie schriewe dütsch, damit die Bore et och verstonn."

Eineinhalb Millionen Live unterschlagen. Wie ita­lienische Blätter melden, ist der Geschäftsführer Terracini der Lederhandlung Bruno in Turin seit einigen Tagen ver­schwunden. Terracini, der ein teures Leben geführt hatte, hinterließ einen Brief, in dem er angab, er habe sich 25 000 Lire unrechtmäßig angeeignet und wolle Selbstmord begehen. Der Schaden, den Terracini dem Hause Bruno zugefügt hat, soll jedoch gegen 300 000 Lire betragen. Er soll ferner andere Personen um mehr als eine Million geschädigt haben. Die Polizei stellt Ermittelungen über den Aufenthalt Terra­cinis an, der vermutlich ins Ausland geflüs ist.

Sizilianische Räuberromantik. Eine Patrouille von Polizisten überraschten in der Nähe von Bisacquino den be­rüchtigten Räuber Mirto und fünf seiner Kameraden. Nach einem heftigen Stampfe wurde Mirto getötet und die anderen fünf Räuber wurden gefangen genommen. Ein Polizist wurde getötet, drei wurden verwundet. Die Briganten hatten ihre reichgeschirrten Pferde an einen Baum gebunden. Bei dem erschossenen Brigantenhauptmann fand man zwei prächtige Feldstecher und eine große Summe Geldes.

Eine Explosionskatastrophe ereignete sich in den Natio­nal Explosive Works von Hayle( Cornwall). Nähere Einzelheiten über den Umfang des Unglücks stehen noch aus, doch wird wohl mit Recht der Verlust vieler Menschenleben befürchtet. Die ganze Gegend ist voll schwarzen Rauches, der von explodiertem Dynamit oder Cordit herrührt. Fast alle Fensterscheiben in einer Entfernung von drei Meilen von Hayle sind eingedrückt, auch in Penzance, das acht Meilen von Hayle entfernt liegt, wurden viele Fenster zer­trümmert.

Bunte Chronik. Der ungarische Abgeordnete Paul Eremits wurde in Nagy Kikinda von zwei Bauernburschen durch Revolverschüsse und Hiebe mit eisernen Stöcken er­mordet. Der Beweaarund zu dem Morde ist Rache. Der

Vermischtes.

[ Unter freiem Himmel geboren und gestorben.] Ein merkwürdiger Zufall waltete bei dem dieser Tage erfolgten Tode des greisen Kaufmanns Schön aus Ungarisch- Brod ob. Der 84jährige Mann, der noch rüstig war und rege seinen Geschäften nachging, wurde auf dem Wege vom Bahnhof zur Stadt müde, setzte sich einen Augenblick nieder und er­fror auf offener Straße. Ein sonderbarer Zufall wollte es, daß er bei einem vor 84 Jahren in Ungarisch- Brod ausge­brochenen Brande, wo seine Mutter aus dem Hause flüchten mußte, unter freiem Himmel das Licht der Welt erblickte. Ebenso ist er aus dem Leben geschieden.

*

*

Lokales.

11. Januar 1904.

Der Großherzog empfing am 9. Januar den Kommerzienrat Heichelheim von Gießen, den Forstmeister Schomber von Grünberg, den Professor Eck von Gießen, den Rechnungsrat Wilfer von Gießen, den Geheimen Bau­rat Professor Gutermuth, den Oberamtsrichter Engel von Butzbach, den Geheimen Medizinalrat Professor Dr. Gaffty von Gießen, den Professor Wickop und den Oberkonsistorial­rat Petersen von Gießen.

** Ernannt wurde am 6 Jan. der Hilfsgerichts­schreiber bei dem Amtsgericht Herbstein, Karl Johannes Günewald zum Hilfsgerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Gießen, mit Wirkung vom 14. Januar 1904.

[ Saubere Früchtchen müssen die Schüler der Latein­schule zu Reykjavik in Island sein. Den jungen Herren paẞte es nicht, daß sie bei den Jahresprüfungen Zensurnoten er­halten sollten, wahrscheinlich in der richtigen Voraussetzung, daß die Noten herzlich schlecht ausfallen würden. Als die Lehrer sich dem Wunsche der Schüler nicht fügen wollten, bemächtigten sich diese gewaltsam der Zensurprotokolle und veranstalteten ein großes Autodasé mit den verhaßten Pa­pieren. Als eine Untersuchung angeordnet wurde, legten sie Pulver in den Ofen desjenigen Zimmers, in dem die übrigen Protokolle und das Archiv der Schule aufbewahrt wurden; der Ofen explodierte, und der gesamte Inhalt des Zimmers wurde vernichtet oder doch arg beschädigt. Die meiteren Bemühungen des Vorstandes der Schule, die An­gelegenheit aufzuklären und die Anstifter der Unruhen zur Rechenschaft zu zichen, mißglückten bisher völlig. Man mußte die Schul verläufig schließen.

* Stadttheater Gießen. Beyerleins 3 apfen­streich wurde gestern Sonntag von sehr gut besetztem Hause wiederum mit außerordentlichem Beifall aufgenommen.

X Es geht uns aus Steinbach folgendes Schreiben zu: Am 4. Januar tagte zu Lich ein Komité, um dem verstorbenen Fürsten Ludwig zu Solms- Lich, welcher heute noch im allerbesten Andenken steht, ein Denkmal zu errichten. Fast einstimmig hat man die Errichtung dieses Bauwerks gewünscht und doch sind leider noch Leute in dem Denken wir Bezirk, welche diesem Plane entgegenstehen. Steinbacher doch nur einmal an die Zeit des großen Brandes zurück, da unser Dit fast zu drei Viertelteil eingeäschert wurde und die Bürger im Freien mit Frau, Kind und Vieh ver­bleiben mußten. Da war es Fürst Ludwig, welcher mit großen Geldkosten und vielen Nahrungs- und Hilfsmitteln unseren Eltern zu Hilfe kam. Pferd und Wagen stellte er zur Verfügung( z. B. ließ er eine Wöchnerin anderweitig unterbringen), so daß mit seiner Hilfe die Abgebrannten der augenblicklich größten Not enthoben waren. Lassen wir darum heute dem edlen Mann einen dauernden Denkstein, der ein Dankstein sein soll, errichten und wir Steinbacher besonders für das Gelingen nach besten Kräften eintreten.

#IGelingt es oder gelingt es nicht? An der Tür der Wohnung eines der bekanntesten Aerzte in Kiem wird, so erzählt ein russisches Blatt, heftig geflingelt. Als der Diener die Tür öffnet, erblickt er einen elegant gekleideten Herrn, der ihm ein Briefchen übergibt mit der Weisung, es sofort seinem Herrn zu bringen. Während der Diener den Befehl ausführt, geht der Fremde in das Wartezimmer. Inzwischen hat der Doktor in Gegenwart des Dieners das Briefchen ge­öffnet und findet auf einem Zettel die unverständlichen Worte: Gelingt es oder gelingt es nicht?" Er liest dem Diener die lakonische Frage vor, und da dieser sich den Zu­sammenhang gleichfalls nicht erklären kann, beschließt man, den Unbekannten in das Empfangszimmer zu rufen. Der Diener geht hinaus, stürzt aber nach einigen Augenblicken schon wieder in das Zimmer und sagt aufgeregt: Es ist gelungen! Er hat Ihren Pelz mitgenommen!"

Am 17. Januar findet im Gasthause Zum wilden Mann zu Grünberg, nachm. 3 Uhr eine Generalversamm­lung des Vogelsberger Geflügel und Vogels zuchtvereins statt. U. a. steht auf der Tagesordnung Abhaltung der diesjährigen Lokalausstellung.

*

*

Gas oder elektrische Beleuchtung für Grünberg? war die Frage mit der sich eine Versammlung, die von mehreren Bürgern einberufen, be­faßte. Herr Seim eröffnete die Versammlung und be­Teilnehmer, grüßte die ziemlich zahlreichen

[ Die japanischen Eisenbahnverhältnisse] entlocken einem englischen Kriegsforrespondenten", der sich schon im voraus nach Ostasien begeben hat, einen Lobeshymnus. Wird auch der Eisenbahnverkehr in Japan nicht mit großer Schnellig­feit abgewickelt die Geschwindigkeit überschreitet kaum 25 Kilometer Stündlich so herrscht peinliche Akkuratesse. Ein Europäer wird sich freilich trotzdem cu as unbehaglich fühlen, wenn er in einem japanischen Luruszug fährt; er findet ein Puppenmobilar, sort und gracil wie die Söhne und Töchter aus der Sewer aufgebenden Sonne selbst. Die japanischen Kondukteure sind die allerhöflichsten in der ganzen Welt. Che der Kondukteur die Schwelle eines Rupees überschreitet, nimmt er die Kappe vom Kopfe und macht sämtlichen Infassen, zwei tiefe Verbeugungen. Dann leistet er jedem der Passagiere separat noch einmal die gleiche Ehren­bezeugung und mit all den Formeln, die die japanische Höf­lichkeit vorschreibt, fragt er, ob man nicht vergessen habe, vor dem Einsteigen in den Waggon ein Billet zu lösen. Und dabei sind die Kondukteure mit den Passagieren der dritten Klasse ebenso höflich, wie mit denen der ersten, was nicht überall vorkommen soll.

auch

fichert. Die Mög berg fich an die + Neustadt Ariegerverein ift berliehen worden Den Verein wird erfolgen. Hanau, mehrere Einbrud

geführt, ohne daß zu werden. Jet

längst in Frankfurt Karl Bogel aus Den Gegenfländen, Hiefigen Beraubten In der Perfon B

bingfeft gemacht, Bollmar, Karl B Mainz, Einbruch Mainz, 8 Seligenstadt ver Straßenbrüde a rechtzeitig von Die Betrie

Provinzial

Die vom l Oberheffen einge find im legten Wernin

Tiergar

Bell mi

Lauterb

Das Ergeb erfichtlich:

men Auf­

der

trieb

Weide

Wer

Na­

nings 3. Juni

Tier garten. 3. Juni Lauter bach 28.Ma Bell 3. Jun

Dur dichni

Ver gleid

die in diesem

vorigen Jahree

AYYEX

der Gemeinderat fast vollzählig erschienen. Auf Antrag des Herrn Seim übernahm Herr Bürgermeister Zimmer die Leitung der Versammlung, in dessen Verlauf zahlreiche Herren das Wort nahmen und die verschiedenen Beleuchtungs­arten einer Kritik unterzogen. Die weitaus größere Zahl der Redner redete allerdings der Elektrizität das Wort ohne damit aber das Gas zu verwerfen. Darin waren jedoch alle einig, daß das j pige Licht nicht mehr den Ann forderungen der Zeit entspreche und eine Verb sserung herbei geführt werden müsse. Das Resultat der Ver­sammlung war, zu einer späteren Versammlung Fachleute heranzuziehen, die auch einigen Aufschluß über die Kosten des einen oder anderen Werkes geben würden. Ein Komitee, bestehend aus dem Gemeinderat und den Herren Carl Seim, Heinr. Schmidt und Friedr. Jöckel, will sich mit der Frage weiterhin befassen und der Verwirklichung einer besseren Beleuchtung entgegenführen.

Eine vom Bund der Landwirte einberufene Versammlung fand gestern in Grünberg statt. Die Versammlung hätte allerdings besser besucht sein können, besonders von Grünberg, auswärtige Teilnehmer waren aus der ganzen Umgegend erschienen. Mit einem Hoch auf den Kaiser und den Großherzog wurde die Versammlung von Herrn Emmel- Warthof eröffnet der Herrn Lucke Patershausen das Wort erteilte, welcher in geschickter Weise sein Thema, was ist Mittelstand und Mittelstandspolitik, abwickelte. Zweiter Redner war der hessische Landtagsabgeordnete Korell Leusel, an dessen Referat sich eine lebhafte Debatte anschloß und zur einstimmigen Annahme einer Resolution führte, die bedauert, daß die Reicheregierung angesichts des Ausfalls der Reichstagswahlen sich nicht auf den Stand­punft gestellt hat, daß ein lebensfräftiger Mittelstand das festeste Bollwerk gegen die rev lutionäre Sozialdemokratie bildet, und daß sie dementsprechend seither nichts getan hat, um das Kleingewerbe besser zu schüßen und der Land­wirtschaft die verloren gegangene Gleichberechtigung auf wirtschaftlichen und sonstigen Gebieten wieder zu verschaffen. Die Versammlung sprach der Bundesleitung für das seit­herige Verhalten das volle Vertrauen aus und bat auf dem betretenen Wege fortzufahren.

Wie im vorigen

** Fahrpreis ermäßigung. Jahre, so hat auch in diesem Jahre der preußische Minister der öffentlichen Arbeiten, Exzellenz Budde, bestimmt, daß den Kriegsinvaliden von 1864, 1866, 1870/71 und des Chinafeldzuges Fahrpreisermäßigungen zum Kurgebrauche bewilligt werden sollen. Die Kriegsinvaliden zahlen bei Benutzung der zweiten und dritten Wagenklasse nur halbe Preise, bezw. eine halbe Rückfahrkarte.

** Turnerisches. Am 17. Jan. findet in Wetzlar in der Halle des dortigen Turnvereins ein Turnen der besseren Turner des Gaues Hessen statt, zu dem voraussichtlich starke Beteilung zu erwarten ist. Am 28. Februar wird in Bad Nauheim der diesjährige Kreisturntag des Mittelrhein­freises abgehalten. Da Nauheim für die Vereine des Gaues Hessen sehr günstig liegt, wird der Besuch des Kreisturntages von diesen sehr zahlreich sein.

× Pohl- Göns. In das Butzbacher Genossenschafts­register wurde eingetragen die Firma der Landwirtschaftlichen Bezugs- und Absaßgenossenschaft, eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht".

|| Bad Nauheim, 9. Jan. Die Errichtung eines Elektrizitäts- Werks in unserer Badestadt scheint nunmehr ge=

fällt vor allem hauptsächlich d ift. Immerhin die Viehbefizer gefchickt hatten, ringere Zunah Der Grund Futterverhält sondern in d

aufgetriebenen

Tierzüchtern

Abstammur g

wertung bedin

Die Pro Tiergarten h Gweiterungs

mehr so einge genügen. W als Fobler m fich gut entwi mit dem Ref

Pünktli Stein& B

wieder ihren

in Geftalt

Infolge

Inhaltes i

elegant un

Ratgeber

Beitungs

ganzen W

übrigen S

Arbei

68

1 landwi

Sdmied, Dienitma

Leb

1 Grdarb

1 Mälzer

1 Staffier

Ausläufer Dienfimo

Betr.: