Einzelbild herunterladen

Fahrrad­D. I. Mits.

bme bon

des und

en Schul­

eiten.

ind Ange

im Wege

ficht offen folgt ber­cg, woselbst 3 Uhr

5,29 Mt.

8,15

0,55

5,11

51,75

0,80

2,49

1,03

45,00

58,00

51,76

90,00

38,00

8,49

00'C

t

& Basel

annover.

Obius& Solus

==

Durchaus nicht! Die Sache ist sehr einfach! Ich Heirate die kleine Haawelt!"

Ein Blitz der Freude zuckte in den Augen des alten Mannes auf, und er rief: Wie! Du liebtest Fräulein Haawelt, und du hast mir nichts davon gesagt?"

" Pardon! Pardon!" versette Roger kühl. Ich habe nicht gesagt, daß ich sie liebe; ich habe nur gesagt, ich heirate sie. Ich mache eine Geldheirat."

Du?"

" Ja! Ich habe mich nach diesem letzten Geldverlust, den ich eben erlitten, dazu entschlossen. Ich habe mich so­fort zu den Haawelts begeben, wo ich übrigens eingeladen war, habe mit der Kleinen getanzt... und mit ihr ge­sprochen; ich habe. alles gesagt, was man sagen muß; kurz, es ist mir gelungen und ich brauche jetzt nur noch um ihre Hand anzuhalten." ,, Du liebst sie nicht?" Roger zuckte bedeutungsvoll die Achseln. Herr v. Chantefort richtete sich bei den letzten Worten auf, dann rief er zitternd:

Nun, dann werde ich niemals meine hörst du, nie mals meine Einwilligung zu einer solchen Ehe geben!" Roger war überrascht zurückgetreten. Und weshalb nicht?"

Der Graf hatte seine beiden Hände ergriffen und sagte noch immer in demselben Tone:" Weil eine Geldheirat... In seiner Stimme zitterte eine tiefe Bewegung. ,, Weil eine Geldheirat... eine Hölle ist!"

III.

Es herrschte eine peinliche Pause. Vater und Sohn sahen sich an. Endlich begann Roger: Aber mein Vater

Er sprach nicht aus; der Graf unterbrach ihn mit schar fer Stimme: Ja, ich errate, was du sagen willst.. Roger protestierte: Glauben Sie mir, mein Vater, ich weiß, welchen Respekt ich Ihnen schulde

Herr v. Chantefort fuhr fort: Du willst sagen, auch ich war arm, ruiniert, als ich deine Mutter geheiratet habe.. Du willst mir sagen, daß sie reich war. Das ist richtig . Aber wer sagt dir denn, mein Sohn, daß ich auch glück­lich gewesen bin?"

Roger machte eine Geste des Vorwurfs.

,, Aber, Vater!"

" Deine Mutter war eine Heilige," sagte der Graf in schroffem Ton, und ich habe sie getötet!" Roger stieß einen Schrei aus und rief zitternd: Sie haben sie getötet?"

Moralisch, ja!"

Der Graf nahm den jungen Mann beim Arm, zwang ihn, an seiner Seite auf einem Divan Platz zu nehmen, und fuhr, während Roger ihm wie betäubt zuhörte, mit dumpfer, zitternder Stimme fort:" Mein Sohn, ich will nicht... hörst du wohl? ich will nicht, daß du eine Frau heiratest, die du nicht liebst... Ach, du kannst es ja nicht wissen... Aber das Geld... der Reichtum. Das alles ist nur Schein, wenn man dieses Vermögen mit seinem Herzen bezahlen muß!"

In diesem düsteren Zimmer, das von der einzigen Lampe, deren Licht schon tiefer brannte, nur matt erhellt wurde, hatte das Geständnis etwas Tragisches, Geheimnis­bolles an sich.

Ach, mein Sohn, mein Roger, wie soll ich dir das Leben eines Mannes schildern, der in seinem Reichtum wie in einem Gefängnis eingesperrt ist?"

Wie soll ich dir sagen, was es heißt, für das Leben an eine gebunden zu sein, von der man abhängt, die uns liebt, die Rechte an uns hat und die gerade dadurch nach und nach unsere Feindin wird? Du weißt nicht, was es heißt, sich gestehen zu müssen, daß man nicht mehr frei ist, daß man nicht mehr, wenn man nicht ein gewissenloser Mensch ist, ausgehen, nach Hause kommen, tun und lassen kann, ohne Rechenschaft schuldig zu sein... daß man nicht mehr das Recht zu lieben, zu träumen und zu wünschen hat... daß man nicht mehr Herr seiner Worte, noch seiner Hand­lungen ist... daß unser Leben beendet ist, und daß wir die Frau, der alle unsere Wünsche gelten, der unsere ganze Seele zufliegt, nie mehr an unserer Seite sehen werden, daß man für immer an die andere gebunden, gekettet ist, die man schließlich zu hassen beginnt.

Roger hörte mit leichenblassem Gesicht zu. ( Schluß folgt.)

Der Hausdoctor

Warme Bäder nach Scharladı. Nachdem die Scharlachkrankheit von den Patienten längst überwunden ist, kann trotzdem immer noch auf Wochen hinaus eine Ansteckungsgefahr für andere Personen vorliegen, da das Krankheitsgift seine Aktionsfähigkeit sehr lange behält. Lehrreich in dieser Hinsicht ist ein Fall, der sich kürzlich ereignete. Gine 24 Jahre alte Dame machte eine leichte normale Geburt durch. Sie befand sich danach durchaus wohl. Nach der Geburt wurde sie in das Bett ihres Mannes gelegt. Auch der nächste Tag verlief in ungestörtem Wohlfinden. Aber am darauffolgenden Morgen, 48 Stunden nach der Geburt, trat ein Schüttelforst ein; allmählich rötete sich die Haut und es war klar, daß die Wöchnerin Scharlach hatte, eine bei Wöchnerinnen nicht unbedenkliche Er­krankung. Glücklicherweise verlief die Krankheit günstig, wenn ſie ſich auch sehr lange hinzog und die Kranke dabei sehr her­unter fam. Es war nun die Frage, woher die Wöchnerin ihren Scharlach bekommen hatte. Weder durch den Arzt noch durch die Hebamme konnte sie angesteckt sein; denn im Orte herrscht zur Zeit kein Scharlach. Nur ihr Mann hatte vor längerer Zeit Scharlach gehabt und zwar auch nicht im Hause, sondern in einem andern Orte, wo er als Reservist eingezogen war. Den Scharlach hatte er vor mehr als zwei Monaten gehabt; vier Wochen lang war er seitdem schon wieder zu Hause gewesen. Als nun der Mann untersucht wurde, ergab sich, daß sich noch reichlich Schuppen, wie sie nach Scharlach aufzutreten pflegen, auf seiner Saut befanden. Diese Hautschuppen enthalten das Scharlachgift; sie befanden sich offenbar auch im Bette des Mannes, in das die frisch Entbundene gelegt worden war, und hatten die Frau angesteckt. Es ist von sehr großer Wichtigkeit, das gefährliche Gift des Scharlachs dadurch zu entfernen, daß man recht häufig warme Bäder nimmt. Bemerkenswert ist auch, daß die Zeit von der Ansteckung der Frau bis zum Ausbruch des Scharlachs in diesem Falle nur 48 Stunden betragen hat. man berechnet sonst diese Zeit auf 4-5 Tage.

*

Herztlicher Ratgeber.

Das Spalten der Fingernägel ist ein Symptom, das sehr verschiedene Ursachen hat. Man findet es sowohl bei Allgemein­erkrankungen als auch bei nur örtlichen Erkrankungen der Nägel. Ob es sich um das Eine oder das Andere handelt, muß die ärztliche Untersuchung entscheiden. Liegt eine Allgemeinerkrankung vor, so wird man auch dementsprechende Mittel anwenden müssen, wie z. B. das Wasserheilverfahren, stärkende Mittel wie Malz­extrakt, Chinarinde, Leberthran u. s. w. Daneben wird man die örtliche Behandlung der kranken Nägel nicht vernachlässigen. Vor allen Dingen empfiehlt es sich, die Nägel vor jeder Verlegung nach Möglichkeit zu schützen. Das einfachste Mittel zu diesem Zwecke ist das Bedecken der Nägel mit Wachs, die Wachsschicht braucht nur ganz dünn zu sein. Eventuell kann man über Nacht Gummifinger überziehen. Außerdem ist es zweckmäßig, Morgens, Mittags und Abends eine Viertelſtunde die Hand mit den kranken Nägeln in einem warmen Wasserbade zu baden, in das ein Thee­löffel Schwefelleber hineingethan iſt.

Um Milch in großen Mengen in den Körper einzuführen, wie dies bei Milchkuren notwendig wird, soll für diejenigen Fälle, in denen die Kranken nicht die ihnen verordnete Tagesmenge von Milch vertragen können und die Milch bei ihnen ein lästiges Gefühl von Völle erzeugt, eine Milch zur Verwendung kommen, deren Menge durch langsames Eindampfen über dem Feuer um die Hälfte oder wie man es sonst für zweckmäßig erachtet, ver­mindert worden ist. Zu diesem Behufe erhitzt man die Milch zuerst schnell und verkleinert dann, bevor sie ihren Siedepunkt erreicht hat, die Flamme in der Weise, daß die Flüssigkeit fort­fährt langsam zu verdampfen, ohne zu kochen. Gleichzeitig wird die Milch umgerührt, damit die Sahne nicht an die Oberfläche steigt und dort ein Häutchen bildet, das der Verdampfung hinderlich sein könnte. Nach dem Auslöschen der Flamme wird noch solange weitergerührt, als die Milch noch sehr heiß ist. Durch dieses Verfahren kann man in einer halben Stunde ein Quantum Milch bis zur Hälfte eindicken. Die so gewonnene Flüssigkeit ist dickflüssiger als gewöhnliche Milch, ihr Geschmack ist durchaus nicht unangenehm und sie wird vom Darm gut ver­tragen.

Nr. 56.

Donnerstag, den 10. März.

1904.

Oberhessische Familienzeitung.

Tägliche Unterhaltungs- Beilage

der

Gießener Neueste Nachrichten.

Sand sub Berleg ber Steßenes Berlagsbenderet, vorm. Duh. Roller'fe Duğbrudess!( gegr. 1783);

( 19. Fortsetzung.),

Der Goldmarder.

Original Roman von M. Bezold.

Mit wachsendem Aerger wandte Ottokar der Zofe den Rücken, ein leiser Fluch entrang sich seinen Lippen.

" Ich gehe in's Atelier," sagte er, wenn der Besuch fort ist, bitte, melden Sie es mir."

Ohne eine Antwort abzuwarten, stieg er rasch die Treppe hinauf, und als er in dem höchst elegant eingerichteten Ate­lier angelangt war, ging er in fieberhafter Aufregung mit großen Schritten auf und nieder.

Endlich blieb er vor dem Porträt Sabinens stehen, mecha­niſch griff er nach der Palette, um sie mit den nötigen Farben zu versehen.

Es war ein schönes Bild, mit Recht durfte Ottokar auf dieses Werk stolz sein, auf dem jetzt sein leuchtender Blick voll Entzücken ruhte.

Nur einige Pinselstriche fehlen noch!" sagte er leise. " In einer Stunde kann es fertig sein-- und was dann? Dann wird der Mohr bezahlt, er hat seine Schuldigkeit ge= tan und kann gehen! Der Husarenleutnant gilt mehr, als der Künstler, und hier gesellt sich zur Uniform auch noch der Reichtum. Ich sollte lachen darüber, aber ich kann's nicht, lieber möchte ich sterben, als dieses herrliche Weib in den Armen eines anderen sehen. Was läge auch weiter daran? Ohne Liebe ist das Leben wertlos, und mit ver­schmähter Liebe im Herzen kann es nur eine Qual sein. Was liegt mir an Fürſtengunst? Ich wollte, Sabine wäre arm, mein Stolz sollte es sein, für sie zu arbeiten!"

Wie aus einem Traume erwachend, blickte er auf die Tür, die eben geöffnet wurde. Sabine und die Baronin v. Gagern traten ein, Alfred und deſſen Onkel folgten den

Damen.

Nach kurzer Begrüßung traten sie vor die Staffelei; der Blick Ottokars ſtreifte mit einem feindseligen Ausdruck das lächelnde Antlitz des Adjutanten.

" Vortrefflich!" brach Baron v. Friedenstein nach einer geraumen Weile das Schweigen. Ich mache Ihnen mein Kompliment, Herr v. Weisweiler, die Aehnlichkeit ist täu­ſchend, das Bild als solches ganz vorzüglich."

Wenn es nur endlich fertig wäre!" seufzte Frau von Gagern mit einem vorwurfsvollen Blick auf Sabine, die mit gedankenvoller Miene auf das Bild schaute und sich an dem Gespräch nicht beteiligen zu wollen schien.

Geduld, gnädige Frau," erwiderte Ottokar mit leiser Fronie, es fehlen nur noch einige Pinselstriche, aber wo sie fehlen, das weiß ich selbst noch nicht."

Dann werden Sie es wohl auch nie finden!" spottete Alfred v. Bodenlauben, an den Spitzen seines Schnurrbarts drehend. Der Maler erwiderte in gereiztem Tone, was den Offizier veranlaßte, in ziemlich unhöflicher Weise zu repli­zieren, dem nun Ottokar eine geradezu beleidigende Bemer­fung zu hören gab.

Herr v. Bodenlauben wollte auffahren, doch die An­weſenheit der Damen erinnerte ihn an die Pflicht eines Kava­Tiers.

Die Blicke der beiden Gegner hafteten einige Sekunden lang fest ineinander, dann wandte sich Alfred zu Sabine, um ihr mit einer leichten Verneiauna den Arm anzubieten.

#Ibin let&

( Nachdruck verboten.))

,, Was ist geschehen?" fragte Sabine erschreckt. " Nichts, gnädiges Fräulein," antwortete der Baron, der Frau v. Gagern bereits zur Tür führte, die Luft ist hier drückend schwül, finden Sie das nicht auch, Frau Baronin?"

Wenn ich Herrin des Hauses wäre, ich würde längst hier gelüftet haben," erwiderte sie verächtlich, ohne den Maler noch eines Blickes zu würdigen.

Sabine schwieg, aber ehe sie hinausging, wandte sie sich noch einmal um, Ottokar glaubte in ihren schönen Zügen nur die gewohnte kühle Freundlichkeit zu lesen.

Wünschen Sie nicht noch eine Sitzung, um in ihr das Bild zu vollenden?" fragte sie.

Jawohl, gnädiges Fräulein," antwortete Ottokar. Morgen Mittag zur gewohnten Stunde werden Sie mich bereit finden.

,, Sehr wohl, ich danke Ihnen!"

Die Tür schloß sich hinter der kleinen Gesellschaft; Otto­far fuhr tief aufatmend mit der Hand durch sein langes, schwarzes Haar, ließ seine Blicke durch das Atelier schweifen, als ob er für immer Abschied nehmen wollte, dann verließ er den Raum.

Unten am Fuß der Treppe stand Rosa.

Die Herren sind fort," sagte sie, soll ich Sie nun an­melden?"

Danke, danke, ich bin jetzt nicht mehr in der Laune," erwiderte er verdrossen, während er hastig seinen Paletot anzog. Das gnädige Fräulein erwartet mich morgen und mit Ihnen habe ich später noch ein Wörtchen zu reden!"

Mit mir?" fragte die Zofe betroffen, weshalb?" " In ernsten Dingen verstehe ich keinen Spaß, Sie haben mich vielleicht unabsichtlich betrogen, dann gebe ich Ihnen den guten Rat, fünftig nicht mehr an den Türen zu horchen, Ihr Gehör iſt nicht scharf und fein genug."

,, Gütiger Himmel, was ist denn nun wieder vorgefallen?" fragte Rosa mit wachsender Bestürzung, während sie dem erregten Maler die Treppe hinunter folgte.

,, Sie wissen es noch nicht?"

" Ich habe keine Ahnung!"

" Dann suchen Sie es zu erforschen," spottete er, ich bin nicht in der Stimmung, mich mit Ihnen darüber zu unterhalten. Morgen ist ja der Geburtstag des gnädigen Fräuleins.

"

,, Wahrscheinlich nicht."

" Jawohl, Sie werden doch auch kommen?"

Sie hatten die Haustür erreicht, Ottokau rückte den Kalabreserhut tief in die Stirn und ging mit raſchen Schritten von dannen.

Rosa sah ihm starr nach, bis er ihrem Blick entschwunden war. Ich glaube, er ist plötzlich übergeschnappt," sagte sie spöttisch, und mit einem bedauernden Achselzucken kehrte sie in das Haus zurück.

jeater

1.

yl". piel der Tournee

1. März nement! Wunsch

fe. 4 Afte von

cafyl

goetter.

mie Dorny.

orty.

gust Scholz.

ener

otterie

bun

rz1904,

er

em Geschirr.

ewinn:

page mit Pferd

iter

Befchirt.

ewinn:

ft Pferd und

r Wagen mit

ter

ewinn:

fate fenntlichen

Gewinne. nd Fohlen

Borto 25 Bfg.

mehr) find in

( für Lifte und

Sattel u. Zaum.