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Hus den Parlamenten.

* Ueber eine Verstaatlichung der Erzeugung des Beh. ringschen Diphtherieserums wurde in der gestrigen Sitzung der Budgetkommission des preußischen Ab­geordnetenhauses verhandelt. Es lag eine Petition vor, die diese Verstaatlichung forderte. Ministerialdirektor AIt­hoff machte sehr interessante Angaben über die Serum­erzeugung. Er wies darauf hin, daß das Diphtherieserum in Deutschland zu teuer sei. Eine Portion, die in Deutsch­land 3,50 Mark kostet, wird in Dänemark für 30 Pfg. geliefert. Gewisse Sera werden von der Privatindustrie überhaupt nicht hergestellt. Das Tetanusserum wird in Höchst fabriziert, aber das Pest- und das Choleraserum wer­den in Deutschland überhaupt nicht hergestellt. Die Billig­keit des Serums in Dänemark beruht darauf, daß dort die Herstellung des Serums vom Staate monopolisiert ist. Ein solches Monopol sei bei uns indes nicht erwünscht, da gerade auf diesem Gebiet die Vervollkommnung durch die Konkurrenz nötig sei. Jedoch soll das Behringsche Institut vollkommener gestaltet werden, und eine Vorlage für den nächsten Etat steht zu erwarten. Es wird geplant, daß, wie bisher, so auch in Zukunft die Tätigkeit des Professors v. Behring dazu bei­tragen soll, daß billigeres Serum hergestellt wird.

Heer und flotte.

Nebungen mit Floßsäcken finden auf Anordnung des preußischen Kriegsministeriums beim Dragonerregiment Nr. 9 in Metz statt. Die wasserdichten Säcke werden auf Handpferden mitgeführt und im eintretenden Bedarfsfalle mit Stroh vollgestopft, um so schwimmfähig zu werden. Dann wird auf sie das Gepäck verladen und die Mannschaften rudern mit Hilfe ihrer Lanzen, die durch besondere Vorrich tungen zu Rudern umgewandelt werden, die schwimmenden Floßsäcke über den Fluß. Die Pferde werden abgezäumt und abgesattelt und werden entweder unter Führung eines be­sonders gut und gern schwimmenden Tieres in Rudeln" ins Wasser getrieben und erreichen so das andere Ufer, oder, wenn sie nicht vollständig sichere Schwimmer sind, an Leinen, die von der Mannschaft auf dem Sack gehalten werden, mit hinübergeführt.

Deutfcher Reichstag.

( 53. Sizung.)

Die heutige Beratung

CB. Berlin, 9. März.

des Militäretats eröffnet der Sozialdemokrat Braun. Er trat für bessert Arbeitsverhältnisse und Arbeitslöhne in den Wertstätten der Heeresverwaltung und der Arbeiter solcher Unternehmer ein die für das Reich liefern. Auf ihn folgt als zweiter Redner der Präsident des Abgeordnetenhauses, Abg. v. Kroechei ( fons.), dem auch heute der Zuruf Scharfmacher!" entgegen. flingt, weil er sagt, durch Entgegenkommen und schöne Reden gewinne man die Sozialdemokratie nicht. Er erwidert, es sei doch nicht etwa verwerflich, das Schwert zu einem guten Zwecke zu schärfen. Im übrigen weist er darauf hin, daß es große Heerführer gegeben habe, die dem Spiel und Trunk huldigten, und erinnert dabei an das Wort des alten Frizz: " Ich kann Ihm raten, sauf' er auch!"

Abg. Boeckler( Antis.) spricht von der Polenfrage, den mangelhaften militärischen Talenten der Juden" und empfiehlt eine kräftige Mittelstandspolitik.

Der nächste Redner ist Bebel, von dem man eine scharfe Auseinandersetzung mit Stöcker erwartet. Diese Auseinander­fegung kommt auch, entspricht aber kaum den gehegten Er­wartungen. Redner hält vielmehr eine sozialdemokratische Programmrede, die, der Gelegenheit entsprechend, scharfen Angriffen auf den Militarismus gespickt war.

mit

Abg. Stöcker antwortet mit einer Kritik des Bebelschen Buches Die Frau", welches auf. Auflösung der Ehe hin­arbeite. Hierauf ergreift das Wort Kriegsminister v. Einem: Meine Herren! Es wird dem preußischen Kriegsminister außerordentlich schwer gemacht, sein bißchen Gehalt bewilligt zu erhalten.( Heiterkeit.) Darin hat Bebel recht, es geht eine gewisse Klatschsucht und Medisance durch weite Kreise. Aber wo ist die Klatschsucht größer als in sozialdemokratischen Kreisen? Dann sucht der Minister alle Beschwerden von Bedeutung zu widerlegen, die im Laufe der mehrtägigen Debatte vorgebracht worden waren. Ueber das Vorleben des Prinzen Prosper Arenberg war, so erklärt er, bei dessen Eintritt in das Heer nichts Nachteiliges bekannt. Er selbst, der Kriegsminister, war zu jener Zeit Kommandeur des Regi­ments, das den Prinzen aufgenommen hatte. Zwei durchaus zuverlässige Offiziere hatten ihm den Prinzen damals em­pfohlen. Daß man dabei fehlgegriffen habe, sei bedauer­lich, aber menschlich erklärlich. Nach dem Grundlage, daß

Der Wildhirt.

Eine oberhessische Dorfgeschichte von J. Becker. ( Fortsetzung.) ( Nachdruck verboten.) Tiophel stand auf und schritt auf ihn zu. Guten Morgen, Hangcurt!" rief er ihm entgegen," na, willste mir heut' n bißchen Gesellschaft leisten?" ,, Beinah," entgegnete dieser scherzend. " Willst das Stoppelstück' cuniwerfen, gelt?" " Ja, da soll's drangeh'n."

Sag, wann wolt'r denn Eure Kartoffeln da ansmachen?"

Damit wer'n m'r dieser Tage auch den Anfang machen."

Das is schad'."

" Gelt die passen Dir hier?"

" Oja; ich hab' mir alsmal' n paar ausgemacht zum Abendessen."

Na, ich will seh'n, wenn ich's machen kann, laß ich Dir' ne fleine Ecke steh'n."

"

,, Guch braucht's ja auf' n paar Kartoffeln nit an­zukommen. Sag, warst ja so lang nit hauß bei mir weißt doch!"

Ja, Tiophel, ich geh auch nit wieder mit auf'n Anstand;' s is mir verleid't."

Gelt,' s Elsche--!"

Und auch mein Vater! Weißt gar nit, was ich für' n Unglück gehabt hab'' s letzte Mal--" ,, Sicher wär'n mir eht, denn der alte Dingler wird uns aufpassen. Denn bab' ich gestern die Höll' so

die beste Deckung der Hieb sei, schloß der Kriegsminister seine Rede mit einem gegen Bebel gerichteten Angriff. Der sozial­demokratische Führer hatte an einem der letzten Tage den Generalleutnant 3. D. v. Boguslawski anläßlich eines seiner Zeitungsartikel der Verleumdung und Verdächtigung der Sozialdemokratie geziehen. Der Kriegsminister stellte nun an der Hand amtlicher Aften fest, daß General v. Boguslawski recht gehabt habe, und fragte den Abg. Bebel, ob er jetzt be­reit sei, den schweren Vorwurf der Verdächtigung und Ver­leumdung zurückzunehmen. Bebel schwieg. Hierauf der Kriegsminister: Dann appelliere ich an das hohe Haus, das sich jetzt eine Vorstellung machen kann von der Gerechtigkeits­liebe eines Mannes, der angeblich nach Wahrheit und Gerech tigkeit geradezu dürstet." Beifall und Heiterkeit begleitete diese Schlußapostrophe. Das Haus. das bis jetzt ziemlich stark besetzt war, leerte sich rasch, trotzdem noch einige Redner zu Worte kamen, von denen namentlich der Abg. v. Oldenburg eine sehr wirkungsvolle, durch ebensoviel patriotischen Ernst wie beißende Satire gewürzte Nede hielt. Endergebnis: Be­willigung des Etats.

Preussischer Landtag. Haus der Abgeordneten.

( 37. Sizung.) RK. Berlin, 9. März. Die Eisenbahndebatte geht ruhig und bedächtig ihren Gangwie ein Bummelzug, scherzte man im Abgeordneten­Hause. Fast durchweg waren es auch heute lokale Wünsche, die aufs Tapet gebracht wurden, oft Wünsche von höchster Geringfügigkeit. Bei den dauernden Ausgaben wurden viele Worte über die Eisenbahnervereine gemacht; irgend ein neuer Gedanke tauchte in keiner Rede auf. Die längste und in jedem Sinne des Wortes erschöpfendste Rede hielt der volkspartei­liche Abg. Goldschmidt. Zu Ende wurde die Beratung auch heute noch nicht geführt.

Nah und Fern.

Der Pädagoge". Ein sonderbares Vorkommnis bildet in dem hamburgischen Städtchen Bergedorf das Tages­gespräch. Dort hatte ein Pädagoge" eine Mädchenschule gegründet und geleitet. Da die Schule sehr frequentiert wurde, beabsichtigte der unternehmungslustige Schulvor­Steher, auch eine sinabenschule zu gründen, und nahm mit der dortigen Oberschulbehörde Rücksprache. Er verbrach da­bei aber ein derartiges Deutsch, daß man sich veranlaßt sah, Nachforschungen über das Vorleben des Mannes anzu­stellen, der die zweite Lehrerprüfung mit Auszeichnung auf dem Seminar in Tondern bestanden haben wollte. In Tondern aber lehnte man die Ehre ab, den Pädagogen", der in Bergedorf im Rufe besonderer Tüchtigkeit stand, aus­gebildet zu haben. Es stellte sich schließlich heraus, daß der Herr Schulvorsteher überhaupt kein Seminar besucht hatte, sondern die Abgangszeugnisse vom Tonderner Seminar ge­fälscht hatte. Seiner segensreichen Tätigkeit in Bergedorf wurde durch seine Verhaftung ein plötzliches und unerwar­tetes Ende gemacht.

Ein Einbruch in das- Polizeidirektionsgebäude wurde nächtlicherweile in Wiesbaden verübt. Der verwegene Ein­brecher, ein bereits vorbestrafter, 24jähriger Bursche namens Adolf Heil, verschaffte sich durch eine Gartentür, in unmittel­barer Nähe des Zimmers des wachthabenden Polizeibeamten, Eingang in das Gebäude, erbrach drei Diensträume im zweiten Stock und machte sich schließlich daran, den Kassenschrank zu erbrechen, in dem Dienstgelder aufbewahrt werden. Er wurde jedoch von einer Reinmachefrau bei der Arbeit über­rascht und auf deren Hilferufe von herbeieilenden Beamten nach heftiger Gegenwehr festgenommen. Der Verbrecher ist nach Verbüßung einer längeren Freiheitsstrafe erst vor acht Tagen aus dem Zuchthause entlassen worden. Sein Kom­plize, welcher während des Einbruchs im Garten der Polizei­direktion Schmiere stand, konnte noch rechtzeitig die Flucht ergreifen, doch sind seine Personalien von dem verhafteten Heil verraten worden, so daß auch seine Festnahme nur eine Frage der Zeit sein dürfte.

100 Personen ertrunken. An der Küste von Cochin. china scheiterte der französische Dampfer Cambodge". Un gefähr 100 Personen werden vermißt. An Bord befander sich 29 französische Strafgefangene, die von 11 Soldaten bewacht wurden. Auch sie sind ertrunken, ebenso eine Reihe anamitischer Familien mit zahlreichen Kindern. Der Ka­pitän des Dampfers erreichte schwimmend das Ufer.

Unfall auf einem französischen Kreuzer. Auf dem nach Ostasien bestimmten französischen Kreuzer D'Assas" plaẞte heute bei der Ausfahrt aus dem Hafen von Algier ein Kessel­rohr, wodurch vier Mann schwer verletzt wurden. Der Kreu­ser mußte in den Hafen zurückkehren.

heiß gemacht, daß er dem Tiophel gern aus'm Weg geht."

Alsdann erzählte er dem Hangcurt die Geschichte, die er gestern Abend mit dem alten Forstlaufer vorge­habt, wobei ihm jener, an den Pflug gelehnt, aufmerk­sam zuhörte. Auch daß er ein Reh in der Hütte liegen habe, verschwieg er ihm nicht. Hangcurt sagte weder ja noch nein, als ihn Tiophel nochmals aufforderte, nächstens einmal wieder mit ihm auf den Anstand zu gehen. Statt der Anwort griff er an den Pflug und segte die Schar" ein, wobei er seine Pferde antrieb, so daß sie die erste Furche zogen.

Tiophel kehrte zu seiner Hütte zurück und beschäftigte sich wieder mit seinen Birkenreisern. Als jedoch so etwa zwei Stunden um waren, machte Hang curt Halt um zu frühstücken. Er setzte sich auf den Pflug, holte, ein Stück derben Brotes hervor, einen Käse und ein " Buttelchen" mit Schnaps, das er vor sich in die Furche legte. Dann begann er zu essen.

Diese Gelegenheit benußte Tiophel, dem Hangcurt Gesellschaft zu leisten und dabei auch einmal mit ihm zu trinken. Er setzte sich neben den Burschen auf den Pflug und das Frühstück dauerte sehr lange.

Obwohl Ttophel alles versuchte, Hangcurt von seinem einmal gefaßten Entschlusse, das Wildern zu laffen, abzubringen, schüttelte dieser in steter Wieder­holung den Kopf, wobei er sagte: Nee,' s geht nit; so gern wie ich's tät aber' s geht nit."

Allein der heutige Tag war nicht der einzige, an dem Hangcurt auf den Aeckern im lichten Holze zu tun

Hessischer Landtag.

Darmstadt, 9. März 1903. Erster Präsident Haas eröffnet die Sizung.

Zunächst wird das Finanzgesetz für das Etatsjahr 1904 angenommen. Der Betrag der auf dem Wege des Staats­fredits flüssig zu machenden Mittel wird auf 12866 193 Mt. festgesezt.

Die Regierungsvorlage, betreffend den Geseßentwurf, die Bildung eines Ausgleichsfonds, findet ebenfalls ein­stimmige Annahme.

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1904/05, welche wurden, find au

abgegeben worden Schmitt( Rangleibe 17 Broz und P borigen Jahr hat Abflag erhalten. * Deutsch d. 3. findet in Dormittags eine Tagesordnung ft ( Berichterstatter: Sonderfahrten( Busley); 3. Die der Gesellschaft

Eine Anzahl zur vorläufigen Beratung stehender Gegen­stände wird zumeist den zuständigen Ausschüssen überwiesen. Reine Folge soll gegeben werden der Vorstellung der Witwe des Gendarmen Wemer zu Guntersblum, Erhöhung ihrer Pension betreffend; den Borstellungen des Melchior Thomas in Nieder- Saulgeim und des Philipp Thomas in Hosheim wegen Rechtsverweigerung; der Vorstellung der Gehilfen im mittleren Eisenbahndienst, ihre dienstlichen Ver­hältnisse betreffend; der Vorstellung des Verbandes hessischer Finanzbeamten, Regelung ihrer Gehaltsverhältnisse betreffend, und der Vorstellung des Heinrich Hartmann IV. in Kölzen­Heim, Hundesteuer betreffend.

Die Beschwerde des Müllers König zu Wolf, betreffend Hundesteuer, wird für begründet erklärt.

Eine längere Debatte entsteht über die Vorstellungen der Gemeinde Bürgel und der Stadt Offenbach, sowie den Antrag des Abg. Ulrich über die Beseitigung des Hochwasser. schlauches bei Bürgel.

Die Angelegenheit wird an den Ausschuß zurückoerwiesen, da neue diesbezügliche Anträge der Abgg. v. Brentano und Ulrich gestellt wurden.

( Bericherstatter: Beziehungen des Rolonial- Befellfa Vereine im Aug Montmartin); 5 Butunft( Berichte Gefamtvorftandefi April 1904, ebe ordentliche Hauptt an. Borläufige Präfidiums( Beri und Geschäftsfüh Vortrag des Vo meifter); 4. Red China- Fonds( Felisch); 5. D Geschäftsführer); flatter: E. v. S 11, vorlegter des Präfidiums getreten; durch Herren Freiherr Sering- Berlin); zwei Stellvertret Hauptversammlun Kronprinzen vo Preußen sein Er ** Ueber

Bei der Beratung der Vorstellung der homöopatischen Aerzte usw., betreffend das Selbstdispensierrecht der homöo­patischen Aerzte, gibt Beh. Medizinalrat Dr. Neidhardt eine längere Darstellung des Standpunktes der Großh. Regierung. An der Debatte beteiligten sich die Abgg. Adelung und Dr. Heidenreich, worauf der Ausschußantrag, der die Großh. Regierung ersucht, die Verordnung, die das Verbot des Selbstdispensierrechts ausspricht, zurückzuziehen, gegen Stimmen angenommen wird.

Die Vorstellung der Schreibgehilfen bet den Amtsge­richten, Landgerichten usw., betreffend Gehaltsbezüge der­selben, wird auf Antrag des Abg. Dr. Gutfleisch an den Ausschuß verwiesen.

Die dringliche Anfrage des Abg. Schmalbach und Ge­nossen, die Schädigung des Publikums durch den Zwischen­handel mit Schweinen und Schweinefleisch betreffend, beant­wortet Staatsminister Rothe dahin, daß nach Lage der ge­seglichen Bestimmungen er nicht in der Lage sei, den Wünschen der Antragsteller entsprechen zu können. An der Besprechung dieser Anfrage beteiligen sich die Abgg. Weidner, Dr. David und Hauck, worauf die weitere Besprechung auf Donnerstag vertagt wird.

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Lokales.

10. März 1904. Privattelegramm. Bei der heutigen Ziehung der Hessisch- Thüringischen Landeslotterie wurden folgende Gewinne gezogen: 30000 Mt. auf Nr. 91043, 10000 mt. auf Nr. 70 813, 4908, 5000 Mt. auf Nr. 20 102, 34 573, 52897, 64 605, 3000 Mt. auf Nr. 10148, 18982, 20 582, 34 303, 64 602.

** Der Großherzog hat am 9. März den Amts­richter bei dem Amtsgericht Bußbach Frizz Wachtel zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Gießen, den Gerichtsafsissor Dr. Gustav Maurer aus Darmstadt zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Buzzbach, mit Wirkung vom 14. März 1904, ernannt.

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* Der Großherzog empfing am 9. März u. a. den Forstassistenten Dr. Weber von Bad Nauheim, den Professor Dr. Kretschmar von Gießen

** Privattelegramm. Der Großherzog er nannte unterm 9. März die Privat- Dozenten Dr. Karl Helm, Dr. Walter Kinkel und Dr. Aug. Messer an der Landes- Universität zu a. o. Prof ssoren der philosophischen Fakultät, sowie den Privat- Dozenten Bruno Henneberg zum a. o. Professor der medizinischen Fakultät.

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* Stadttheater Gießen. Nochmals sei ausdrück lich auf das zweite und legte Gastspiel der Nachtafyl"- Tournèe hingewiesen, das morgen Freitag den 11. März

hatte. Es tamen noch die Tage, an denen die Kartoffeln ausgeackert wurden. Jedesmal aber wußte ihm der Wildhirt etwas Neues zu erzählen von seinen Absichten, die er alle habe, und die sich fast sämtlich auf das Wildern bezogen.

"

,, Heut wer'n m'r fertig," sagte eines Morgens Hangcurt zum Tiophel, und dann sein m'r für dieses Jahr zum letzten Mal im lichten Holz gewesen. Du willst wohl den ganzen Winter hauß bleiben, Tiophel?" Wenn ich's fönnt, tät ich's," versetzte dieser. Du glaubst gar nit, wie m'r das hier gefällt: kein Mensch der einem aufpaßt, m'r is frei und kann tun, was m'c will. So lang das Wetter noch bleibt, wern ich hier bleiben; wenn's allerdings falt wird, komm' ic ins Dorf. Aufzupassen gibts ja ezt doch nichts mehr." ,, Nächste Woche is die Kirmeß."

-

Gott, was soll der Gänsetiophel bei der Kirmeß? Viel Geld hab ich nit, gelten tu' ich auch nichts, ußen will doch Jeder über mich also was soll ich bei der Kirmeß? Die ts nur für die reichen Bauern bursche." Na, ich bezahl' für Dich," meinte Haugcurt M'r sein doch manchmal auf'm Anstand z'sammen a'weſt

lich.

Ich will mal sehn," entgegnete Tiophel nachdenk Es is möglich, daß ich mal guce." Darauf trennten sich die Beiden. Hangcurt fuhr den hoch mit Kartoffeln beladenen Wagen nach dem Dorfe, Tiophel schlich in seine Hütte, um sich in sein warmes Laaer zu betten.

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