Einzelbild herunterladen

freigesprochen ist und daß der unbehelligt gelassene Dresser strafrechtlich verfolgt wird."( Endloses Gelächter.) Ta­

bleau!

Balkan- Staaten.

A Die Ministerkrise in Serbien stößt auf erhebliche Schwie­rigkeiten, weil Protisch die Kabinettsbildung abgelehnt hat und Gruitsch keine Lust hat, ein Kommis der Königsmörder zu werden; gleichwohl aber hat er vom König den Auf­trag der Kabinettsbildung übernommen. Lange wird seine Ministerherrlichkeit nicht dauern.

Hof und Gesellschaft.

Der Kaiser machte gestern eine Promenade im Tiergarten, zu der Flügeladjutant v. Grumme befohlen war, stattete dem Reichskanzler Grafen v. Bülow einen Besuch ab und nahm im königlichen Schloß Meldungen entgegen, und zwar von Teilnehmern an der Mittelmeerfahrt des Dampfers Auguste Viktoria". Darauf empfing der Kaiser Vorträge. Am vorgestrigen Nachmittag besuchte der Kaiser mit dem Prinzen Heinrich das Landesausstellungs­gebäude zur Besichtigung von für die Weltausstellung in St. Louis bestimmten wissenschaftlichen Gegenständen, in Gegenwart des Kultusministers Dr. Studt und des ameri­kanischen Botschafters Charles- Tower. Der Kaiser hat be­fohlen, daß das Linienschiff Kaiser Wilhelm II. am 26. Februar nach Wilhelmshaven gehen soll, um ihn dort für eine Fahrt nach Helgoland an Bord zu nehmen. Der Kaiser gedenkt, zwei Tage auf dem Eiland zu weilen. Vor­aussichtlich wird das Kaiserpaar im Frühjahr einen län­geren Aufenthalt in Homburg v. d. Höhe nehmen.

*** Der König von Württemberg ist nun doch zur Vermählungsfeier seiner Nichte, der Herzogin Alice von Albany, mit dem Prinzen von Teck, nach England ge­reist. Er ist mit seiner Gemahlin bereits in London ein­getroffen.

Aus den Parlamenten.

* Im Reichstage brachte Abg. Gröber eine Resolution ein, die die Regierungen um Einbringung eines Gesetzent­murfes ersucht, wonach für den durch Automobile herbeige­führten Personen- und Sachschaden der Betriebsunternehmer haftbar gemacht wird, sofern er nicht beweist, daß der Unfall durch höhere Gewalt oder eigenes Verschulden des Beschädig­ten verursacht worden ist.

* Im Reichstag ist ein Antrag vorbereitet worden, die in der Budgetkommission abgelehnte Forderung von Ost­markenzulagen für Postbeamte in der Form von unwider­ruflichen Zulagen für die zweite Beratung des Poſtetats im Plenum wieder aufzunehmen. Sobald die genügende Zahl von Unterschriften vorhanden sein wird, soll der An­trag eingebracht werden.

* Die Sonderkommission des Reichstags für die Beratung des Gesezentwurfs betr. die Kaufmannsgerichte hat sich mit 7 gegen 6 Stimmen gegen die Gewährung des Stimmrechts an die Frauen entschieden, nachdem die Bundes­ratsbevollmächtigten für Bayern, Sachsen und Württemberg im Falle eines gegenteiligen Entscheids das Scheitern der Vorlage angekündigt hatten.

* Die Budget kommission des Reichstages hat die Gehaltserhöhung für die Unteroffiziere bewilligt. Auf eine Anfrage des Abg. Dr. Arendt erklärte der Kriegsminister v. Einem, daß der Titel Veterinärarzt für die ehemaligen Roßärzte beibehalten werden.

* Dem koburg- gothaischen Landtage ist ein Gesetzentwurf zugegangen, welcher die bisherige öffentliche Landtagswahl aufhebt und die geheime Zettelwahl mit Wahl­kuverts und Isolierraum bei den Urwablen einführt.

Deutfcher Reichstag.

( 28. Sizung.) CB Berlin, 9. Februar. Dem Beginne der Sitzung wurde mit einiger Spannung entgegengesehen, da sich das Grücht verbreitet hatte, der Reichskanzler werde vor Eintritt in die Tagesordnung eine Mitteilung über die Haltung Deutschlands zum russisch­japanischen Konflikt abgeben. Graf Bülow erschien indes nicht im Hause, welches in Anwesenheit des Staatssekretärs Grafen Posadowsky die Beratung des Etats des Reichs­amts des Innern beim Kapitel

Reichsgesundheitsamt

fortsette. Unterstaatssekretär Hopf antworte e auf eine Anfrage des Abg. Müller Sagan( freis. Volksp.), daß die Frage des Doktortitels für Veterinäre Landessache sei, daß aber die Landesverwaltungen gegen die Verleihung eines solchen Titels( der in Bayern bereits besteht), ieden­falls nichts einzuwenden haben würden.

Der Wildhirt.

Eine oberhessische Dorfgeschichte von J. Becker. ( Fortsetzung.) ( Nachbruck verboten.)

Am andern Morgen aber drohte ein Ungewitter in Pierersch Hause loszubrechen. Der Vater Hagcurts war im Hausgarten gewesen und hatte unter dem Fenster, wo jener eingestiegen, die Leiter am Boden liegen sehen. Dem alten Pierersch war es ja nun auch zu Ohren gekommen, daß der Hangcurt mit dem Tiophel auf dem Anstand gewesen sei. Er hatte aber nichts gesagt. sondern nur scharf acht gegeben, ob er nichts entdeckte, was dieses Gerede bestätige. So lange er in dieser Beziehung keinen Beweis hatte, sagte er fein Wort, wenn er jedoch einen solchen erhielt, dann war es um so schlimmer.

Der Pierer war ein Mann Mitte der Fünfzig, also noch in der vollen Manneskraft, dabei von starkem robustem Körperbau und rücksichtsloser Energie, selbst bewußt und stolz auf seinen Besit. In Haus und Hof herrschte die strengste Ordnung, es ging Alles nach borgeschriebenen Gesetzen und wehe dem, der sich unterfing, gegen die im Hofe herrschenden Regeln zu sündigen der Pierersch" fonnte in solchem Falle schim pfen, ,, die Leute abfangen" sagt man auch in Oberhessen wie der beste hessische Gerichts- Actuar. Namentlich konnte er eine Miene aufstecken, die so viel Verachtendes und Niederschmetterndes für den Betroffenen barg, daß sie in den meisten Fällen schon den beab­

Württembergischer Ministerialdirektor v. Schicker rechtfertigte das Geheimmittelwesen.

Präsident Köhler wies den vom Abg. Müller- Sagan aufrecht erhaltenen Vorwurf betr. Bureaukratismus bei der biologischen Abteilung zurück.

Graf Reventlow( wirtsch. Verein.) wandte sich gegen die gestrigen Angriffe Scheidemanns auf das Fleisch schaugesetz. Eine Fleischnot habe seit zehn Jahren in Deutschland nicht bestanden und bestehe auch heute nicht. Die gewaltigen Viehbestände bewiesen im Gegenteil eine Ueberproduktion, namentlich an Schweinen. Jeder erfah­rene Landwirt werde dem Abg. Scheidemann sagen, daß Schweine unverfäuflich seien und daß es am besten wäre, sie totzuschlagen und Seife daraus zu machen. Trotzdem müsse der Konsument allerdings hohe Preise zahlen. Die Schuld daran liege teils an den hohen Fleischschaugebühren und sonstigen Gebühren in den Städten, teils an den Händlerringen.

Staatssekretär Graf Posadowsky versichert einem Wunsche des Abg. Graf Bernstorff= Uelzen entſpre­chend, daß die Arbeiten der biologischen Abteilung nach Mög­lichkeit der Deffentlichkeit zugänglich gemacht würden. Aus eine Beschwerde des Abg. Klose( Bentr.) über die Höhe der Schaugebühren erwiderte der Staatssekretär, daß das Landessache sei. Daß das Reich die Schaugebühren über­nehme, könne er nicht in Aussicht stellen.

Abg. Wallau( ntl.) verteidigte das inländische Schwein, das Abg. Scheidemann gestern als Inbegriff aller Schlechtig= keit und Bosheit hingestellt habe, dagegen das Schwein des Auslandes fein Engel ist so rein!"( Heiterfeit.) Die Schaugebühren seien unhaltbar hoch. Ein allgemeiner Schau­zwang für Hausschlachtung sei seiner Ansicht nach nur mög­lich in Verbindung mit einer obligatorischen Viehversicherung, dergestalt daß der Besitzer entschädigt werde, wenn sein Vieh sich bei der Besichtigung als frank herausstelle.

Abg Dröscher( fons.) führt aus, die deutsche Land­wirtschaft müsse dahin gebracht werden, den heimischen Fleisch­bedarf allein decken zu können.

Abg. Dahlem( 3entr.) stellt fest, daß die obligatorische Einführung der Fleischschau für Hausschlachtungen in den Einzelstaaten dem ausdrücklichen Willen des Reichstages widerspreche, der s. 3t. ausschließlich in dringenden Fällen die Fleischbeschau bei Hausschlachtungen habe zulassen wollen.

Auf eine Beschwerde des Abg. Horn- Sachsen( Soz.) über die mangelnde Fürsorge für die Glasarbeiter erwidert Graf Posadomsky, es sei ja nicht möglich, in den Glas­hütten jedem Arbeiter sein eigenes Mundstück zum Glas­blasen zu geben, um Ansteckungen zu verhüten. Er werde sich darüber an Ort und Stelle informieren. Abg. Graf Kanit ( fons.) erörterte die Frage der Fleischproduktion im Verhält­nis zu den Fleischpreisen. Die letzteren seien zu niedrig, ebenso auch unsere Zollsätze auf Vieh. Und so geht es im Zwiegespräch zwischen den Abgeordneten verschiedener Par­teien einerseits und den Regierungsvertretern, besonders dem vielgeplagten Grafen Posadowsky, andererseits, bis zu der lanameilinen Sißuna feligem Ende

Nah und Fern.

A Ein deutscher Dampfer gestrandet. Wie aus Flens­burg berichtet wird, ist der dort beheimatete Dampfer ,, Ha­rald", Kapitän Petersen, 30 Meilen nördlich von Cap Vin­cent gestrandet. Von der 10 Mann betragenden Besazung wurden 8 Mann gerettet. Man vermutet, daß das Schiff vollständig verloren ist.

Die Brandkatastrophe von Baltimore hat auf einem Raum von 140 Morgen sämtliche Gebäude zerstört und wütet noch weiter. Die Straßen sind an vieln Stellen 10 Fuß hoch mit Trümmern bedeckt. Militärische Bewachung ist eingerichtet. Die Ordnung ist nicht gestört. Aus Waſhing­ton sind Pioniere mit großen Mengen Schießbaumwolle un­terwegs, um durch Sprengungen dem Feuer die Nahrung zu entziehen und so eine Weiterausdehnung zu hemmen. Rauch und Staub waren so schlimm, daß die Löschmannschaften zu Dußenden erfrankten. Die Hospitäler enthalten bis jetzt 100 Verletzte, darunter den Brandchef Horton, welcher unter eine stürzende Mauer kam. Die Stadt ist taghell erleuchtet, obwohl alle künstliche Beleuchtung versagt. Die Straßen Baltimores sind von einer ziellos hin- und herwogenden Menge gefüllt, welche mit Grauen sieht, daß der starke, durch den Brand erzeugte Luftdruck große Feuerbrände in entlegene Stadtviertel trägt und dort neue Brände erzeugt. Bürger aller Klassen verlassen die Stadt. Hunderte von Schiffen, die im Hafen lagen, sind in See gegangen, um den Flammen zu entgehen. Der bisher angerichtete Schaden wird auf 200 bis 300 Millionen Dollars geschätzt.

fichtigten Zweck erreichte, ohne daß er auch nur ein Wort zu sagen brauchte.

Pierersch Hof war weit und breit bekannt als ein guter Gesindeplag. Es gab da die besten Löhne, tüchtig Arbeit, aber auch satt und kräftig zu essen. Wer also den Anforderungen genügen konnte, die in dem Hofe gestellt wurden, der hatte es in Pierersch" gut.

Als der Pierer, die Hände auf dem Rücken, vom Garten in den Hof trat, konnte jeder der darin Be­diensteten, die ihn dos fennen mußten, bemerken, daß etwas nicht richtig" bei ihm war. Sein Mund war der Breite nach und die buschigen Augenbraunen tief herabgezogen, nach diesen Anzeichen also ein Gewitter zu gewärtigen. Niemand hatte jedoch eine Ahnung, über wen es sich entladen würde.

In Perersch Hause sah es sonntagsmäßig feierlich aus. Das Blechgeschirr in der großen Küche war bliz­blank gepußt, der gepflasterte Hauseahrn( Haus­gang) und die steinernen Stufen, welche von ihm aus in die geräumige Wohnstube führten, mit gelbem Sand und die frisch gekehrten Dielen der letzteren mit weißem Sand bestreut. Dem großen Tisch in der Ecke nach dem Hofe sah man es noch an, wie säuberlich er gestern mit Strohwisch und nassem Sand abgerieben worden war. Auf dem Tisch stand noch eine kleine blaue Tasse und ein Teller mit Butter, daneben lag ein halbes Brod. Es war also noch Je­mand im Hause, der seinen Morgenkassee noch nicht getrunken hatte.

*[ Die japanische Nationalhymne,] die in diesen Tagen überall in Tokio begeistert gesungen wird, hat nur einen Vers, ist dafür aber auch uralt. Sie heißt Kimigayo und lautet in Uebersetzung: Möge die Regierung unseres Herr schers tausend Jahre dauern und noch achttausend Jahre fänger, bis die Steine feine Felsen mehr sind, und das Moos nicht mehr dick wächst!"

[ Landestrauer in Korea.] Die Schwägerin des Kaisers von Korea, eine 75 Jahre alte Dame, die der Kaiser der koreanischen Sitte gemäß auch als Mutter betrachtete, ist fürzlich gestorben. Die Landestrauer dauert ein Jahr. Als Zeichen der Trauer müssen die Koreaner während dieser Zeit weiße Kleider, einen weißen Hut und weiße Schuhe tragen. Das ist hart für die Armen und für die schlecht bezahlten Beamten. Die Preise dieser Trauerartikel sind durch die große Nachfrage ganz bedeutend gestiegen, und wer sich ohne Trauergewand auf der Straße blicken läßt, den faßt sofort die heilige Hermandad.

Interessante Versuche mit clektrischen Schnellzugs­lokomotiven werden zurzeit von der Newyorker Central Railway angestellt. Die Maschine soll imstande sein, einen vollbesetzten Personenzug mit einer Geschwindigkeit von 215 Kilometer in der Stunde zu befördern. Eine beson­dere Versuchsstrecke( 15 Kilometer) in der Nähe von Sche­nectady wird vorbereitet, und die Versuche solle Mitte Fe­bruar beginnen. Wenn sie erfolgreich sind, sollen die Maschinen an Stelle der jeßigen Dampflokomotiven bei der Newyorker Central Railway eingeführt werden.

Ein Unmensch. Vom französischen Marineminister ist eine Untersuchung gegen einen Schiffskapitän eingeleitet worden, der ein zwischen Frankreich und Neu- Fundland ver­fehrendes Schiff führt. Der Unmensch hat einem Matrosen beide Ohren abgerissen und, als dieser an Verblutung starb, an der Leiche eine scherzhafte Rede gehalten. Ein Matrose, der drohte, davon Anzeige zu machen, wurde nach furcht­baren Martern ermordet und sein Leichnam zum warnen­den Beispiel" entblößt an den Mast gebunden!

Hus dem Gerichtsfaal.

§ Pfälzische Weinpanscher. Die Straffammer in Landau verurteilte den Weinhändler Gustav Benario wegen Wein­älschung zu 1 Monat Gefängnis und 3000 Mart Geldstrafe; ferner wegen desselben Vergehns den Weinhändler Hermann Boldmann zu 3000 Mark Geldstrafe und die Großkaufleute Ferdinand Scharff und Samuel Scharff zu je 1 Woche Ge­fängnis und 3000 Mark Geldstrafe.

*

ber Stä

borlag eines

ftimment empfiehl

Vorfte

dienst,

Die Bete

Späteren fellungen

ift aus m

zu entspre von der J antragt,&

2 alten Un

Inftitut,

Institut

willigt.

botanifd lifte des

ebenfo 5

40 000 2 langt und

beffen.

40 000 M direktioner Einnahme

Betrag v

*

Jahren

einigen

fammeng

der Ofta

fchine, w

Beiten

ausschaue

Gaal hat Mördern

**

§ Die Abbitte des Staatsanwalts. In dem kürzlichen Presse des herzoglichen Hofkapellmeisters Mikorey gegen den Opcenfänger Kienleichner, in dem, wie gemeldet, der letztere wegen Körperverlegung von der Strafkammer in Dessau zu drei Monaten Gefängnis verurteilt wurde, hatte der Staatsanwalt in seinem Plaidoyer mit Bezug auf einen Zugen, den Reserenor Hißbach, von ,, niedriger Gesinnung" gesprochen. Wie nunmehr der Anhaltische Staatsanzeiger" erfährt, hat der Staatsanwalt Kinner den gegen den ge­nannten Zeugen gebrauchten Ausdruck selbst nicht beabsichtigt, die Aeußerung ist ihm vielmehr er im Eifer der Rede ent­schlüpft. Der Staatsanwalt hat deshalb auch bereits Veran­lassung genommen, dem Referendar ißbach sein Bodanern auszusprechen und ihn um Entschuldigung zu bitten.**** § Der Raubanfall auf den Postboten Bent in Stude zienna fand vor dem Schwurgericht in Ratibor ein Nach spiel. Unter der Anklage des versuchten Wordes und des, vollendeten Raubes hatte sich der 24jährige Eisenbahn­schlosser Wiesner, ein Sohn des Hauptlehrer Wiesner in Studzienna, zu verantworten. Der Angeklagte wurde be­schuldigt, kurz vor Weihnachten den dortigen Postboten auf einem Bestellgange hinterrücks überfallen, ihm mit einer Art schwere Verlegungen beigebracht und dem Wehrlosen schließlich den Postbeutel mit 200 Mark Inhalt geraubt zu haben. Der Angeklagte war in vollem Umfange ge­ständig; der Beutel mit dem Geld wurde seinerzeit im Hause seiner Eltern versteckt aufgefunden. Der überfallene Beamte ist inzwischen völlig wiederhergestellt worden. Das, Urteil lautete auf zwölf Jahre Zuchthaus.

§ Durch Irrtum ins Zuchthaus. Im Oktober v. J. wurde der Handelsmann Stampehl aus Stendal vom dortigen Schwurgericht wegen Beihilfe zum Straßenraub zu 1 Jahr 3 Monaten Zuchthaus verurteilt. Die Strafe ist jetzt im 3nadenwege in eine Gefängnisstrafe von gleicher Dauer un­jewandelt worden. Mitangeflagt war als der eigentliche Täter damals der Arbeiter Gruba, dem mildernde Umstände sugebilligt wurden, während die Geschworenen sie dem Stam­pehl gegenüber verneinten. Es wurde festgestellt, daß ihr Verdikt in letter Hinsicht auf einem Irrtum beruht, der zur Erkennung auf Zuchthausstrafe führte.

Der Pierer trat in die Stube und warf einen zornigen Blick nach den auf dem Tische stehenden Sachen, dann ging er, immer noch die Hände auf dem Rücken, sinnend in der Stube auf und ab.

Nach geraumer Weile trat der Hangcurt ein. Er kam eben aus dem Bett. Er hatte nicht im geringsten eine Ahnung davon, daß man ihn stark im Verdacht habe die Nacht über draußen und mit dem Tiophel auf dem Anstand gewesen zu sein.

Er sagte ,, Guten Morgen" nnd setzte sich dann hinter den Tisch, um Kaffee zu trinken. Der Pierer, welcher auf seinem Gang durch die Stube eben wieder eine Wendung gemacht hatte, trat mit seinem finsteren Ge­sicht vor ihn hin, so daß der Hangcurt sofort merkte, daß etwas los" war.

Wo warste heut Nacht?" fragte sein Vater. " Hm, ich war in Wirth's und sein' n bißchen spät nach heim kommen."

" So, wann biste da aus Wirth's' rausgange?" " Ich weiß mit mehr."

,, Wer war denn bei Dir?"

Die Bursche."

Ja, in Wirth's! Ich mein d'rnach, wie Du haußwarst!" Da war ich allein."

"

" So, warst nit be m Gänsettophel?" Hangcurt wurde rißerot" im Gesicht und sah unter sich. Er hörte schon das heilige Kreuzdonner­wetter", das sich über seinem Haupte zusammenzog. ( Fortsetzung folgt.)

Fabr

abzuhalt

wünscher Vorhabe

Δ

Abend

bersam

Vorfize

gab Her und auf

wefenen

genehmigt

Der Beri geheißen.

Afflamati

das sind

Bommer

Schriftfü Wahl de

erfolgte,

Die bishe

Dorr, Fi

Robleder,

ftand ift früher der

wurde au eine Samp

die Neber weftafrifa

Die Sam auch hier Hilfe ftets Debatten

* S

*

Diehmart

Pat

Rum

fone un

find abne

allen de

einfade

Aus

Bejchläger

Groß