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*[ Was die Reichspoft für 2 Pfennige leistet.] Der Kauf. mann A. Sch. in Hannover schrieb am 13. v. Mts. eine Zwei­Pfennigsfarte an einen unverheirateten Kaufmann, Ecker­straße Nr. 13 dortselbst wohnhaft. Der Adressat war seit eini­ger Zeit bereits von dort verzogen und der Postbeamte erfuhr auch die neue Wohnung. Als ein anderer Postbeamter die Karte dort zustellen wollte, erfuhr er, daß Adressat weiter berzogen sei. So wanderte die Postkarte nach sieben verschie­denen Wohnungen, die der Adressat innegehabt hatte, bei der siebenten Wohnung war die Spur des Adressaten verwischt und es kam nun darauf an, die Wohnung des Absenders zu er­mitteln. Da der Absender einen der nach Hunderten in einer Stadt vorhandenen Namen hat, war mit dem Adreßbuch nichts anzufangen. Die Post ersah dieses aus dem Inhalt der Karte, daß der Absender an gewissen Tagen und zu gewissen Zeiten auch in der und der Wirtschaft zu treffen sei. In dieser Wirtschaft stellte die Post die Wohnung des Absenders fest und nach 7 Tagen wurde sodann diesem die inzwischen buntscheckig gewordene Zwei- Pfennigskarte kostenlos wieder zugestellt.

A[ Wie König Eduard von England den Adel verleiht.] König Eduard versteht es, auf seiner Fahrt durch Irland die Herzen der Bevölkerung durch unerwartete Aufmerksamkei­ten zu gewinnen. Als der König vor einigen Tagen die Station Waterford erreichte, schickte er den Vizekönig Lord Dudley zu dem Bürgermeister Mr. James Power und befahi diesem, zu ihm zu kommen. Als der Bürgermeister einge­troffen war, hieß der König ihn niederknieen, lieh sich den Degen des Lord Dudley und erteilte dem Knieenden mit den Worten: Erhebe dich, Sir James!" den Ritterschlag!- Die Stadt Waterford wurde durch diesen Akt in große Be­geisterung bersetzt. Sir James ist erst 38 Jahre alt und seines Zeichens ein Tuchhändler. Er war zum Bürgermeister gewählt worden, weil er bei Gelegenheit eines Brandes in seinem Hause große Tapferkeit an den Tag legte und trotz der Gefahr für sein eigenes Leben zwei seiner Angestellten aus den Flammen holte.

[ Die kluge Telephonistin.] Das verständige Vorgehen einer Telephonistin hat in Wien einem Manne, der am Tele­phon von heftigem Unwohlsein befallen und bewußtlos zusam­mengestürzt war, rasche Hilfe gebracht. Um 5 Uhr früh rief die Nummer 370 die Telephonzentrale an. Das Telephon­fräulein fragte nach der Nummer, hörte aber nur einige fallende Laute, denen tiefe Stille folgte. Das Fräulein schloß ganz richtig, daß einer Person beim Telephon ein Unfall zu­gestoßen sei und rief ihrerseits die Freiwillige Rettungsgesell­schaft an, der sie den Sachverhalt mitteilte und weiter die Wei­sung gab, das Telephon befinde sich in der Kärntnerstraße 21 in der Wohnung eines Dentisten. Ein Krankenwagen ging sofort dahin ab, und der Inspektionsarzt fand wirklich im Vorzimmer den allein dort anwesenden Diener frank auf dem Boden hingestreckt.

Enthüllung des Herzog Wilhelm- Denkmals in Brann­schweig. In Braunschweig wurde das auf Landeskosten vor der Burg Dankwarderode errichtete Landesdenkmal für Herzog Wilhelm, den legten braunschweigischen Herrscher aus der älteren welfischen Linie, in Gegenwart des Regenten Prinzen Albrecht von Preußen, der Vertreter von Behörden, der Studentenschaft und der Kriegervereine feierlich enthüllt.

Raubmordversuch. Gegen den 83 jährigen Grafen Nepomut Bichh wurde in den Budapester Anlagen ein Raub­mordversuch verübt. Ein junger elegant gekleideter Mann feuerte plößlich auf den auf einer Bank sizenden Grafen einen Revolverschuß ab, der jedoch sein Ziel verfehlte. Darauf schlug der Angreifer den Grafen mit dem Kolben ins Gesicht und raubte ihm die Brieftasche. Die Polizei ist auf der Spur des Täters. Der Zustand des alten Herrn ist bedenklich.

Lokales.

9. Mai 1904.

Das diesjährige Aushebungs-( Ober- Ersatz) Geschäft für den Kreis Wehlar wird am

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im Schüßengarten" zu Weßlar stattfinden und jedesmal um 82 Uhr morgens beginnen, während die Militär­pflichtigen schon um 8 Uhr zur Stelle sein müssen. ** Als Freiwillige für Südwest afrika haben sich aus dem Kreise Gießen einige Reservisten ge­meldet; desgleichen in Weglar 8, und in Mainz 10.

n. Die Feter der Ueberreichung der Gesellenbriefe an die Lehrlinge im Bezirk Gießen, welche in diesem Jahre sich der Prüfung unterzogen hatten, fand gestern Sonntag, vormittags halb 11 Uhr in der Turnhalle der Höheren Mädchen. schule statt. Die sehr große Zahl der Erschienenen be­wies, welch reges Interesse und welche Bedeutung man

betonte, daß die Groß. Regierung auch fernerhin ihre Hand dazu bieten wird, daß das Handwerk trotz der überhandnehmenden Industriearbeiten immer mehr er­starke und seinen goldenen Boden wieder bekomme. Herr Kommerzienrat Koch war nicht minder erfreut über das Gesehene und Gehörte und hegte den Wunsch, daß die jungen Gesellen dem Handwerk stets gute Arbeit liefern möchten; denn nur solche wird dem Handwerksmeister Vorteil bringen. Alsdann wurden die Gesellenbriefe durch Architekt Schramm verteilt und nahmen dabei Schlossermeister M. Dörr und Schreiner­meister W. Müller den Handschlag der Junggesellen entgegen. Anschließend daran ermahnte Schlossermeister Dörr, der 2. Vorsitzender des Prüfungsausschusses ist, die Junggesellen, ihr Handwerk gründlich weiter zu erlernen und sich nach allen handwerklichen Richtungen hin zu vervollkommnen. Zum Schluß sprach Jungge­selle Jughardt den Lehrmeistern und dem Prüfungs­ausschuß namens seiner Mitprüflinge den Dank aus. - Zur diesjährigen Prüfung hatten sich 83 Lehrlinge aus 19 Gewerben angemeldet. Es waren vertreten das Schlosser-, Dreher-, Maschinenschlosser, Elektro­mechaniker, Bandagisten-, Schmiede-, Wagner, Weiß­binder- und Maler-, Lackierer-, Feinmechaniker-, Satt­Ier-, Zimmerer, Maurer-, Gelbgießer, Schreiner-, Spengler- und Installateur-, Buchbinder, Steinhauer-, Meggerhandwerk. Von diesen Prüflingen haben 2 die Note:" Sehr gut bestanden", 48 die Note:" Gut be­standen" und 31 die Note: Bestanden" erhalten. Mit der Feier war eine kleine Ausstellung verbunden, zusammengestellt aus den Prüfungsarbeiten der Lehr­linge.

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*** Das Hinscheiden des am letzten Samstag unter großer Beteiligung zur ewigen Ruhe gebrachten Professor Höhlbaum wird besonders von der notleidenden Bevöl­ferung tief bedauert. Das beweist nachstehender Vorfall: Eine hiesige arme Familie hatte an Ostern die Konfirmation eines Kindes vor, war aber nicht in der Lage, für das be­vorstehende Fest verschiedene Ausgaben zu bestreiten. Herr Professor Höhlbaum, der davon Kenntnis hatte, bestellte so­fort das Gewünschte und ließ es der betreffenden Familie zustellen. Daß die Konfirmationsfeier dann würdig verlief, ist leicht zu denken. Außerdem hat Herr Professor Höhl­baum auch u. a. stets bei hiesigen Bäckern Brot gekauft, was dann an notleidende Personen verteilt wurde.

Die Sanitätstolonne vom Zweigverein des roten Kreuzes zu Gießen wird bei dem nationalen Gesangswettstreit zum erstenmale in Tätigkeit treten. Am Freitag Abend findet bei Gastwirt Förtsch eine Besprechung über die Stellung einer Sanitätswache für das Fest statt.

+( Haupt- Versammlung.) Wie aus dem In­seratenteile unserer heutigen Nummer zu ersehen ist, hält die Ortsgruppe Gießen des Deutschen Flottenvereins am 11. d. Mts. in der fleinen Aula der Universität zu Gießen eine Hauptversammlung ab. Da die Tagesordnung einzelne wich­tice Buntte enthält, so ist eine recht zahlreiche Beteiligung seitens der Mitglieder erwünscht.

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** In Betreff der Notiz über die Fünfziger­feier" geht uns eine Ergänzung bezw. Berichtigung zu. Die Fünfzigervereinigung zählt nicht 40, sondern über 80 hiesige Mitglieder und noch eine Anzahl auswärtige. Ein Ball findet nicht statt. Das Progamm ist vielmehr folgendes: Außer allmonatlichen Zusammenkünften, die immer am 2. Montage eines jeden Monats stattfinden, ist eine Hauptfeier am 25., 26. und 27. Juni geplant und zwar ist vorgesehen: am 15. Essen mit nachfolgendem Kommers in Steins Garten, am 26. Frühschoppen und nachmittags Ausflug und am 27. großes Familienfest im Philosophen­wald unter Mitwirkung der Regimentskapelle.

** Gestern Nachmittag wurde unter großer Be teiligung, der in Radfahrerkreisen bekannte W. Hamel, Sohn des Fahrradhändlers Hamel, zur letzten Ruhe bestattet. H. war im Herbst freiwillig bei den Husaren in Mainz eingetreten und vor einigen Tagen dort plößlich verstorben. Unter den Leidtragenden befanden sich außer vielen Freunden und Bekannten des Ver­storbenen eine Deputation( ca. 10 Mann) Husaren seines Regiments in Paradeuniform.

A Der Geflügel und Vogelzuchtverein für Lich und Umgegend, welcher ja eigentlich noch in seinen Erstlingsjahren steckt, hat seit seinem Bestehen aber doch eine anerkennenswerte Rührigkeit befundet. Er ist aus sich herausgegangen und nicht zu seinem Schaden. Am Samstag, gestern und heute Montag hat er seine zweite Geflügelausstellung veranstaltet, die man in allen ihren Abteilungen als gelungen und den Verhältnissen ent­sprechend gut bezeichnen kann. Der Protektor der Ausstel­lung, Fürst von Solms- Lich, fonnte infolge Trauerfall die Eröffnung nicht selbst vornehmen( es geschah durch Herrn Bürgermeister Heller), erschien aber später doch noch. Die Ausstellung umfaßte im Ganzen 184 Nummern. Bei der Prämiierung erhielten Ehrenpreise und er ste Preise die Aus­steller Zimmer, Bingmühle- Grünberg, Christ, Neumühle­Grünberg, Presser- Oberroßbach, Bürgermeister Heller- Lich, Wick- Marburg, Södler- Nieder- Gemünden, Lehrer Seip- Bel­tershain, L. Adam- Gießen, Gustav Heßler- Hungen, H. Zimmer­Lich, K. Burg II. Ruppertenrod, Fr. Jöckel- Grünberg, Johs. Engel- Birflar, K. Albach- Lich, Fürstl. Gutsverwaltung Lich, P. Decher- Grünberg und K. Schäfer- Lich. Zweite Preise erhielten u. a. Zimmer- Bingmühle b. Grünberg, K. Pilz­Laubach, Lehrer Roth- Lich, Södler- Nieder- Gemünden, Kämpf­Elpenrod, Lehrer Seip- Beltershain, Lehrer Dörr- Lehnheim, Fürstl. Gutsverwaltung Lich, Hr. Zimmer- Lich, K. Albach­Lich, Bürgermeister Heller- Lich und P. Decher- Lich. Es waren 8 Ehrenpreise zu dieser Prämiierung gestiftet worden, 2 vom Fürsten und je 3 von der Stadt und dem Geflügel­zuchtverein Lich.

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*** In Staden fand eine gut besuchte Versammlung unter dem Vorsiz des Bürgermeisters Stahl- Friedberg statt, die über das Bahnprojekt Friedberg- Ranftstadt ( Verbindung der Main- Weser- Bahn mit der Strecke Gießen­Gelnhausen) beriet. Die Kreisräte und Landtagsabge­ordneten Friedberg und Büdingen, sowie die Bürgermeister und Gemeinderäte der interessierten Gemeinden der Wetterau waren erschienen. Das Projekt wurde gutgeheißen, ein Komitee aus jeder Gemeinde 3 Vertreter gebildet und 1800 Mt. von den beteiligten Gemeinden zu den Vorar­beiten bewilligt. Mit einer Berliner Firma soll das Komitee wegen des Baues der Bahn Unterhandlungen anknüpfen.

*** Der I. deutsche Wohnungstongreß findet im Oktober in Frankfurt a. M. statt.

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Grünberg, 9. Mai. Reges Leben herrscht unter den hiesigen Radlern. So veranstaltete der hiesige Rad­fahrerverein 1904" gestern Vormittag eine Ausfahrt in die Umgebung von Grünberg, wo man Mittags wieder an­langte. Gegen 3 Uhr nachmittags unternahm der hiesige Radfahrerverein ,, Wanderlust" eine Radtour nach Gießen. Trozz des wenig versprechenden Wetters war die Beteiligung eine rege. Einen imposanten Anblick gewährten die mit Lampions geschmückten Fahrräder bei der Rückkehr in die Stadt abends gegen 10 Uhr. Ein kleiner Kommers im Vereinslokal, Gasthof zum wilden Mann", beendigte die allseitig befriedigte Ausfahrt. All Heil!"

+ Fronhausen, 5. Mat. Der hiesige Männergesang­verein feiert am Himmelfahrtstag, wie schon berichtet, sein 30 jähriges Stiftungsfest, verbunden mit der Weihe der neu angeschafften Fahne. Diese, bezogen von der Bonner Fahnenfabrik zum Preise von 358 Mt., ist aus Seide her­gestellt und trägt eingestickt die Gestalt der Germania nebst einer Landschaft. Dieselbe Fabrik hat auch die vor 28 Jahren schon beschaffte erste Vereinsfahne hergestellt, damals zum Preise von 420 Mt. Zum Festplatz wurde der Gemeinde­Hüteplaz neben dem Bahnhofe ausersehen. Das Fest selbst ift gut vorbereitet.

> Lich, 8. Mai. Die Gräfin Kolaldo, eine Tante des Fürsten, ist in Italien gestorben. In Igelhain im Kreis Lauterbach wurde der Maurermeister Eiffert am Montag morgen im Felde am Hinterkopf vom Blisstrahl getroffen; glücklicher­weise erlitt er feinen Schaden.

A Bruchenbrücken( bei Friedberg), 5. Mai. Herr Polizeidiener Heinrich Kleiß und seine Ehefrau Elisabeth, geb. Hartmann, hier feiern heute ihre di a mantene Hoch­zeit. Beide Eheleute, welche die" 80" bereits überschritten haben, sind noch in voller Rüstigkeit, so daß der Mann noch seinen vollen Dienst versieht.

( Sommerfest.) Tr. des falten regnerischen Betters gestaltete sich das gestern Nachmittag von dem Wohltätigkeitsverein" Contentia" zu Gießen auf der Schönen Aussicht" abgehaltene Sommerfest zu einem echten Volksfeste. den 10. Mai. Windig, zeitweise heiter, fühler, Regenschauer. Karussels, Schau-, Schieß-, Spiel- und Würfelbuden waren aufgestellt und boten für Groß und Klein mancherlei Ab­

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Erschienen waren neben einer großen Zahl Lehrmeister auch viele Handwerksmeister, welche nicht direkt beteiligt waren. Außerdem bemerkten wir als Gäste die Herren Regierungsrat Dr. Wagner, Handelskammerpräsident Kommerzienrat Koch und werbevereins, als Vertreter der Großh. Handwerks­fammer Herra Sekretär Engelbach. Der Vor­fizende des Prüfungsausschusses, Baumeister Traber eröffnete die Feier mit einer Begrüßung der Er­schienenen, insbesondere der Herren Regierungsrat Dr. Wagner, Kommerztenrat Koch und Handwerkskammer­sekretär Engelbach und wies hierauf auf die Bedeutung der Gesellenprüfungen hin, indem er die Prüflinge er­mahnte, fortzufahren in ihrer Ausbildung, damit sie fünftig auch die Meisterprüfung mit Erfolg ablegen fönnten. Hierauf brachte Handwerkskammersekretär Engelbach namens der Handwerkskammer den Prüf­lingen die besten Wünsche für ihre Zukunft entgegen und dankte dem Prüfungsausschusse für die mühevolle Arbeit. Derselbe erwähnte, daß der Gewerbeverein Gießen nahezu voranmarschiert er steht an zweiter Stelle bezügl. der Zahl seiner Prüflinge und immer fitr das Wohl des Handwerks bestrebt ist. Herr Ne gierungsrat Dr. Wagner gab seiner Freude über die bewunderten schönen Prüfungsarbeiten Ausdruck und

belustigungen fanden allgemeine Heiterkeit. Leider klappte der angekündigte Aufstieg eines Riesenluftballons, von welchem sich Herr Lattemann mittelst Fallschirmes herablassen sollte, nicht besonders. Denn bald nach dem Aufsteigen ging derselbe in helle Flammen über und Herr Lattemann erreichte die Erde als berkohlter Leichnam". Doch störte dieser traurige" Vorfall die Festesfreude nicht. Der Verein hatte auch einen Scheibenſtand aufgestellt und hielt daselbst ein Preisschießen ab, bei welchem einige sehr schöne und wert­volle Preise ausgeschossen merden konnten. Kurz, der Vor­stand hatte für seine Mitglieder und Gäste in jeder Weise für Vergnügungen gesorgt; hoffentlich kommt derselbe auf seine Kosten. Am Schlusse des schön verlaufenen Festes wurde noch ein großes Brillant- Feuerwerk abgebrannt. Wie wir hören, soll noch eine Nachfeter veranstaltet werden. Der Kutscherverein Gießen hielt gestern Abend bei Wirt Sauer Neustadt eine gutbesuchte Abend­unterhaltung ab.

Der Turnverein Gießen veranstaltete am gestrigen Sonntag anläßlich des Anturnens ein Konzert, das sehr gut besucht war. Auch bei dem am Abend abgehaltenen Tanz fehlte es an tanzluftigen Paaren nicht. A Der Gem. Chor des G. A. V. veranstaltet am Himmelsfahrtstage einen Ausflug nach Kloster Arnsburg. Freunde des Vereins sind zur Teilnahme freundlichst ein­geladen.

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Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Dienstag, Näheres durch die Gießener Wetterfarte. Marktberichte.

*** Fruchtpreise am Grünberger Frucht­markt, vom 7. Mai. Weizen 17,25-00,00, Rorn 14,00 bis Gerste 15,00, Hafer 12,00-00,00, Erbsen 20,00, Samen 00,00, Kartoffeln 5,00-5,25, Linsen 00,00 Mark. Alles per Doppelzentner.

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Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeisterei­gebäude) Zimmer Nr. 14.

Es können eingestellt werden:

2 landwirtsch. Knechte, 2 jüngere Schmiede, 1 Schlosser, 1 jüngerer Wagner, 2 Schreiner, 2 Schneider, i Wäscherin, 2 Maler und Anstreicher, 2 Hausburschen, 1 Stallbursche, 1 Köchin,( auswärts) 10 Dienstmädchen, 3 Lauffrauen, 2 Laufmädchen, 3 Mädchen von 14-16 Jahren.

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Lehrlinge: 2 Installateur, 2 Schreiner, 1 Bäcker, 1 Metzger, 2 Friseure, 2 Kaufleute, 2 Kellner. Es suchen Arbeit:

Steinhauer, 1 Spengler, 1 Jnstallateur, 1 Bauschlosser, 1 Bureaudiener 3 Bureaugehilfen.

Verantwortlich für den politischen, vermischten und unter­haltenden Teil Albin Klein; für den lokalen Teil Karl Klose.