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froh, wenn man sie überhaupt in Ruhe ließ. Lauf' nicht zu weit, Hilda, und erhitz' dich nicht!", das war alles, was fie dann und wann zu ihrer Nichte sagte, im übrigen machte sie sich keine Gedanken. Man traf höchstens einen Holz­fäller im Walde, und wer würde denn einem Kinde wie Hilda etwas zu leide tun? Walter stieg nach dem Früh stick gemächlich mit seinem Buch und seiner Hängematte eine kleine Anhöhe in der Nähe des Hauses hinan, hier ruhte und las es sich gut unter den schattigen Bäumen, der lang aufgeschossene, schmächtige Junge war meistens sehr müde, und das Herumstreifen war seine Sache nicht!

Wieder fühlte die junge Frau die weichen Schichten der herabgefallenen, jahrelang aufgesammelten Fichten- und Tannennadeln unter ihren behenden Füßchen nachgeben, sah das goldene Morgensonnenlicht durch die ineinander grei fenden Zweige irren und hörte den schrillen Schrei eines Raubvogels hoch über sich in der klaren Luft. Wie sich der Atem schön und gewürzig einsog in diesem Waldesduft, wie es taugesprenkelt und erfrischt unter den Bäumen blühte, rot und blau und weiß, trotzdem es schon September war! Sie hatte ein Kinderlied vor sich hingesungen, immer das selbe, unermüdlich, und war im Taft dazu gegangen, mit lachenden Augen um sich spähend, ob auch kein Mensch sie sehen könne! Nein, niemand! Dann, wie sie nach und nach müde ward, setzte sie sich neben den kleinen, schwatz haften Waldbach, der wie ein silberhelles Aederchen durchs Gestrüpp rann, über blankgespülte Kiesel rollte, eine Stufe herabsprang und ein dünnes Ninnsal bildete, unter das sie die hohle Hand hielt, um zu trinken. Das Kind mußte das sehr oft wiederholen, denn auf diese Weise bekam man blutwenig, aber das Wasser war schön kalt und erfrischend. Drüber hin nickten schwärzliche Brombeeren in Masse, die sie, denn das wußte sie genau, solche waven nicht giftig, Walter hatte es ihr gesagt. Nun aber genug gerastet, weiter! Noch rasch die beerengefärbten Händchen im Bach abgespült, und vorwärts ging es, bergauf, bergunter, und immer mitten im Walde, wie wunderschön das war! Doch zehnmal besser, als solch kleiner, ordentlicher Garten, wo man auf sauber ge­harften Wegen ehrbar einherwandeln mußte! Hier führte ein schmaler Weg seitwärts ab, den hatte sie noch nie ge­sehen, oder war es kein Weg? Man konnte ihn doch pro­bieren! Steil und beschwerlich war er, darum aber um so verführerischer, hier konnte man beweisen, ob man wirk­lich wie eine Biege fletterte", wie Walter immer zu sagen pflegte. Zickzack, zickzack, rechts hinein, links ab, ein Stück chen geradeaus, eine Weile aufwärts, man fam außer Atem, creiferte sich sehr, jezt ging es gar nicht weiter, doch! Hier konnte man durchschlüpfen! Und nun aufwärts, immer einpor! Steine und Geröll gab es zu überwinden, es war ein gefährlicher Weg, ein Rutschen und Ausgleiten, ein Fallen und Sichaufraffen; die Zweige, an die das Kind sich anklammerte, schnitten in die Hände, Steine lösten sich los und polterten dumpf zu Tal, und noch immer, so oft sich der Blick hob, eine so steile Höhe über ihr, kam man denn gar nicht zu Ende? Welch ein gewaltiger Berg! Aber so ging es wahrhaftig nicht weiter! Das Herz hämmerte, die Pulse flogen, man mußte eine Pause machen!

Und Hilda war ein verständiges Mädchen" und setzte sich mitten im Gestrüpp nieder eine sehr sanfte Ruhe­bank war das nicht! und wischte sich mit Tuch und Hand die Schweißtropfen von der Stirn, holte eine Semmel aus der Tasche und verzehrte sie. Wie hoch die Sonne schon hand! Und wo war man denn eigentlich? Schadete nichts! Wer dort oben stand, ganz hoch oben, der konnte sicher die Gegend übersehen, weit und breit, dann mußte man auch das auffallende weiße Haus mit der hohen Fahnenstange bemerken, in dem der Onkel wohnte; also erst sich erholen, dann vollends hinaufflettern!

Als der ungestüme Herzschlag sich beruhigt hatte, ging es richtig weiter! Eine regelrechte Gebirgspartie! Sehr Langsam nur ging es vorwärts, die Entfernung bis zur Höhe chien immer die gleiche zu bleiben; jetzt aber, endli, endlich, nur etwa dreimal so hoch noch, wie Hilda selber war, und sie mußte droben angelangt sein.

2n, es war nicht mehr Wipfelrauschen und Blätter­anjela allein, was sie hörte! Menschenstimmen! Da wie­ter! Sanz deutlich über ihr! Und wie es schien, im Zorn redende Stimmen!

Dem Kinde fing von neuem das Herz zu hämmern an, nicht nur von Anstrengung, es war auf aufgeregt und argltlich. Nonnten das böse Männer sein, die ihr etwas tafen, ipe: fie ste seben würden? Oder waren sie viel­

leicht gar nicht böse aufeinander,

und ihre Stimmen klan­gen nur so laut hier in die feierliche Stille des Hochgebirgs­waldes hinein, und sie waren freundlich genug, das Kind zurecht zu weisen und ihm den Heimweg zu zeigen?

Vorsichtig ging es näher; langsam, leise, wie eine kleine, aufwärts gleitende Schlange wand Hilda sich empor. Jetzt endlich faßte sie mit beiden Händen einen überhängenden Strauch, suchte tastend mit den Füßen einen Stützpunkt und zog sich nun an den Händen sacht in die Höhe, daß ihr Ge­sicht über den Rand der Gebirgsschlucht, die sie erklommen, gerade hinwegsah.

Und dort in geringer Entfernung standen zwei Männer auf dem schmalen Pfade, der hier, scharf, wie ein ge­krümmtes Rückgrat, den Höhenzug des Gebirgskammes durchschnitt. Der eine der Männer drehte dem Kinde den Rücken zu, den andern aber konnte sie im Profil sehen, er hatte ein hübsches, energisches Gesicht, das aber jetzt vor Angst und Aufregung entstent war.

Kein Zweifel, die zwei redeten im heftigsten Zorn auf einander ein. Das spähende Kind war zu erschrocken und selbst zu erregt, um zu verstehen, um was es sich handelte, aber an der drohenden Geberde des einen, an dem scheuen zurückweichen des andern sah es, daß die beiden im bitter­ſten Ernst, daß sie sich als Feinde gegenüberstanden! Wieder eine drohende Bewegung des Mannes mit dem energischen Gesicht, wie finster und entschlossen er aussah! und jezt konnte Hilda auch den andern sehen, wie er, offenbar in hilfloser Angst, sich blitzschnell einen Augenblick umsah, ob niemand in der Nähe sei, der ihm beistehen könne. und jetzt ein eisiges Frieren ging durch des Kindes Kör­per, vom Wirbel bis in die Fußspiken! jekt packte der eine den Körper des andern und rang mit ihm und drängte ihn dem Abgrund zu, der an der gegenüber liegenden Seite des schmalen Weges lag, und riß ihn mit kraftvollen Hän­den empor, schwang ihn hoch in die Luft, und schlenderte ihn wie einen willenlosen Ballen hinab in die klaffende Tiefe, aus der ein gellender Todesschrei herauffam und dann ein dumpf hallendes Aufschlagen, kein Laut weiter, während der Mörder zurückgetaumelt und in die Knie ge­brochen war, wo er mit gesenktem Haupt liegen blieb, wild die Hände von sich gestreckt, als gälte es, ein Gespenst von sich abzuwehren.

Ebenso regungslos wie er verharrte auch das Kind, das, instinktmäßig mit beiden Händen in das zähe Strauch­werk geklammert, über dem Rande der Schlucht hing. Es machte sich nicht klar, was nun geschehen müsse, daß es besser sei, von hier zu verschwinden, den Ort der grausigen Tat zu verlassen, dem Mörder keine Gelegenheit zu geben, den ungeahnten Zeugen seines Verbrechens auch noch zu besei­tigen... von eisigem Grauen gepackt und festgehalten, ohne Gedanken, ohne Ueberlegung, blieb das Kind, wo es war, unfähig, auch nur ein Glied zu rühren.

Das dauerte lange, lange. Ueber den beiden rauschte der Gebirgswald, zitterten die Blätter im Winde, malte der Sonnenschein Goldstreifen in das leuchtende Grün. Da endlich richtete der Mann sich auf, er stierte vor sich hin, wie ein Wahnsinniger, und ließ langsam seine erho­benen Hände sinken, aber noch lag er auf den Knien, als er sein Haupt erhob und nun plötzlich Aug' in Auge mit dem Zeugen seiner Tat war, der alles mit angesehen! Noch einmal kam das eisige Frieren von zuvor über das Kind, aber es blieb, wo es 1.ar; unbeweglich an das Gestrüpp geklammert, erfaßte es mit seinen entsetzten Augen Zug für Zug das Gesicht, das sich ihm gegenüber befand, das dunkle, kurzgehaltene Haar, den starken Lippenbart, die feine, gerade Nase, die grauen, großen Augen, die, aus­druckslos vor Schreck, das Kinderantlitz dort drüben gleich­falls unverwandt fixierten.

Zulegt es war wieder eine lange Frist verstrichen erhob sich der Mann vollends und taumelte empor. Aber als das Kind sah, daß er ihm näher fam, da ließen die kleinen Hände ebenso instinktmäßig, wie sie bisher das Strauchwerk festgehalten hatten, dasselbe jetzt los, die Füß­chen verloren die bisherige Stüße, und der leichte Körper stürzte haltlos hinunter in eine Wildnis von Gebüsch und Geäst, das wie ein grünes, wogendes Meer über ihm zu­sammenschlug.

Als Hilda zu halbem Bewußtsein erwachte, lag sie auf einem leicht vorspringenden Felsstück, von geknicktem, nieder­gebrochenen Gesträuch umgeben. Sie mußte ziemlich tief gefallen sein, er Hinterkopf schmerzte sie heftig, und sie vermochte foin ich zu rühren. Kein Bewußtsein dessen,

was sie vor kurzem erlebt hatte, kam über sie, sie empfand nur eine dumpfe Verwunderung darüber, wie sie hierher kam und weshalb sie wohl hier liegen bleibe. Bald verlor sie von neuem die Besinnung und hatte nur ein undeut­liches Gefühl, aufgehoben und fortgetragen zu werden.

Einmal schlug sie die Augen auf und schauerte zusam­men, es war ihr so kalt. Da sah sie über sich einen dunklen Nachthimmel mit zahllosen funkelnden Sternen besät; war's denn schon so spät? Wer mochte sie tragen und wohin brachte man sie?

Was auf diese Szene folgte, war alles wie ein wirrer, wüster Traum, der aber sehr lange andauerte. Ein Traum, daß sie am Rande der Schlucht schwebte und die beiden Männer mit einander ringen sah, daß sie den Todesschrei hörte, wie er gellend aus dem Abgrund empordrang, ein Traum, daß sie selbst es war, die in die Tiefe gestürzt werden sollte, und daß sie sich verzweifelt wehrte und so lange um Hilfe schrie, bis ihr die Stimme versagte, daß das Gesträuch ausriß, an das sie sich klammerte, der Boden unter ihren Füßen wich und sie mit dem Schrei: Ich falle, ich falle!" wild um sich griff und dann wirklich fühlte, wie sie stürzte, tiefer, immer tiefer, ins Bodenlose hinein. ( Fortsetzung folgt.)

Bu enge Stiefel!

Humoreske von John Collins.

( Nachdruck verboten.) ,, Warum haben Sie sich nicht verheiratet, Herr Major?" fragte meine Frau.

Ich bin nunmal zum Junggesellen geboren", erwiderte dieser ausweichend.

,, Nein, nein, keine Ausflüchte! Ich möchte den wahren Grund wissen."

Der wahre Grund ist einfach der", antwortete Major Henderson, daß ich zu kleine Füße habe."

Wie soll ich das verstehen?"

Der Major lehnte sich in seinen Sessel zurück und lachte vor sich hin. Dann goß er sich sein Glas voll, nahm noch einen fräftigen Schluck und begann:

Die Geschichte ist schon viele Jahre her, so viele Jahre, daß ich sie gar nicht mehr erzählen mag. Ich war damals ein junger Leutnant und bis über die Ohren in Kittie Marsh­maunt verliebt. Wenn ich auch wußte, daß Kittie mich lieber als jeden Andern hatte, so wagte ich es dennoch nicht, ihr zu sagen, was ich für sie empfand. Oft genug hatte ich es ja versucht, aber jedesmal, wenn ich davon anfing, kam etwas dazwischen, das Kitiie lachen machte, und dann war es um meinen Mut geschehen.

An einem Junitage fand bei den Marshmaunts ein größeres Diner statt, zu dem auch ich eingeladen war. Tags darauf sollte ich zu meiner Batterie nach Gibraltar, in die ich versetzt worden war, abreisen, und ich war daher fest ent­schlossen, mich nach dem Diner Kittie zu erklären. Ich war so nervös wie Jemand, der weiß, daß er am nächsten Morgen gehangen werden soll, und dazu kam noch, daß ich ein paar neue Stiefel an hatte, die mir zu eng waren und mich furcht bar drückten.

Je weiter das Diner vorschritt, je fürchterlicher wurden meine Schmerzen und desto ängstlicher meine Stimmung. Schließlich konnte ich es aber nicht mehr aushalten, und, um einen Vorwand zu haben, mich bücken zu können, ließ ich meine Gabel fallen. Beim Aufheben knöpfte ich die Bänder meines rechten Stiefels, der mir am meisten Schmerzen verursachte, auf, und mit einem mächtigen Stoße schleuderte ich ihn von mir. Ich fühlte auch eine große Erleichterung und eine Zeit lang konnte ich mich jetzt auch mit Kittie unterhalten.

Sie war geradezu entzückend. So liebenswürdig zeigte sie sich gegen mich, daß es mir jetzt sehr leid tat, England verlassen zu müssen. Zu meiner Freude gewahrte ich, daß fie ein paar Rosen, die ich ihr vorher gesandt hatte, an ihrem Busen trug.

Gnädiges Fräulein", bemerkte ich, während das Des­fert gereicht wurde, ich hätte Sie gern nach Tisch in einer sehr wichtigen Angelegenheit ein paar Minuten gesprochen."

Dann kommen Sie gefälligst mit hinauf und singen Sie mit mir ein Duett, statt daß Sie hier so schreckliche Zigarren

rauchen, die Sie so gern zu haben scheinen," antwortete Kittie, und mir war es dabei, als ob ich in den siebenten Himmel versetzt worden wäre.

Ein par Minuten darauf beugte ich mich abermals unter den Tisch, um meinen Stiefel zu suchen, ich konnte ihn aber nicht finden. Ich ließ nochmals die Gabel fallen und bückte mich wiederholt, von meinem Stiefel war aber keine Spur zu entdecken. Vor Angst und Aufregung wurde ich purpur­rot im Gesicht, und als die Damen den Saal verließen, konnte ich ihnen nicht' mal die Tür öffnen.

Von meinem Mangel an Anstand schien Kittie sehr un­angenehm berührt, und mein Verstoß gegen die Etikette Wie durfte ich es aber wagen, vor den Augen Aller nur mit war um so schlimmer, als ich der jüngste Herr bei Tische war. einem Stiefel durch das Zimmer zu schreiten?

In fünf Minuten erwarte ich Sie oben" flüsterte mir Kittie zu. Ich glaube sogar, wenn ich es auch nicht mit Sicherheit behaupten kann, daß sie den Druck meiner Hand erwiderte.

Raum hatten sich die Damen aus dem Zimmer entfernt, als ich auf allen Vieren unter den Tisch kroch und nach meinem verwünschten Stiefel suchte. Derselbe schien voll­ständig aus der Welt verschwunden zu sein."

,, Was zum Teufel tun Sie denn da, Henderson?" fragte Tom Marshmaunt. Es wäre besser gewesen, wenn ich ihm alles erzäht hätte; er gehörte aber zu jenen unausstehlichen Wizbolden, die mich dann den ganzen Abend mit meinen engen Stiefeln geneckt hätten. Ich sagte ihm daher lieber nichts.

Kittie kehrte sodann auf ein paar Minuten in den Speise­saal zurück, um ihrem Bruder etwas zu sagen. Ihre blauen Augen schossen giftige Pfeile auf mich, ich vergaß nämlich zu erwähnen, daß ich mir eine Zigarre angesteckt hatte, um besser nachdenken zu können, wie ich wieder in den Besitz meines verloren gegangenen Stiefels gelangen könnte.

Plötzlich bemerkte Kittie: Ich will jetzt wieder in den Salon gehen, aber ohne männlichen Schuß fürchte ich mich in die Reihen der vielen gesetzten und würdevollen Damen ein­zutreten". Dabei sah sie mich scharf an.

Ich fühlte, wie mir der kalte Schweiß auf die Stirne trat, und ich weiß, daß ich purpurot ausgesehen haben muß. Ich rührte mich aber nicht. Konnte ich denn auch? Einen Stie­fel an, den andern ausgezogen, so durfte ich es doch nicht wagen, Kittie nach dem Salon ihrer Mama zu begleiten. Dann kam George Heseltine herbei, lachte wie immer recht albern und bot Kittie seinen Arm.

Sie nahm ihn auch, natürlich nahm sie ihn und, wie Sie ja wissen, nahm Sie später auch George Heseltine, dieses Ekel, zum Gatten.

Sobald sie fort waren, kroch ich abermals unter den Tisch und jetzt sah ich ganz oben rechts, fast am Kopfe der Tafel, die Spitze des Stiefels, der mir einen solch bösen Streich ge­spielt hatte. Ich dachte noch bei mir, es iſt merkwürdig, wie weit so' n Ding doch fliegen kann. Ich suchte ihn zu ergreifen. er mußte aber irgendwo festhängen. Ich riß daher mit aller Gewalt daran. Ein Krach und ein heftiger Schrei folgten, und als ich von unten dem Tisch wieder auftauchte, sah ich, wie der alte Marshmaunt mit seinem Rücken im Kamin lag, während die anderen Herren um ihn standen und Mühe hatten, sich das Lachen zu verbeißen.

II.

Der alte Herr Marshmaunt war sehr cholerischen Tem­peraments und er schimpfte fürchterlich. Er glaubte, ich hätte mir einen Witz mit ihm machen wollen und war infolge dessen im höchsten Grade aufgebracht. Umsonst versuchte ich es, mich zu rechtfertigen, das Wettern und Toben des alten Herrn Marshmaunt's einerseits und das Gelächter der um­stehenden Herren andererseits, ließen mich aber nicht zu Worte kommen. Es war mir unmöglich, mich zu ent­schuldigen.

Zum Glück war der alte Herr nicht ernstlich verleßt, sondern nur erschreckt. Sobald er mit Hilfe der anderen Herren wieder auf seinen Beinen stand, ging er nach dem Salon voran, die Gesellschaft folgte ihm.

Als Letter humpelte ich, so gut ich konnte, hinterdrein. Sorgfältig suchte ich stets den unbeschuhten Fuß hinter dem beschuhten zu verstecken.

Der junge Bursche muß verrückt geworden sein," hörte ich Herrn Marshmaunts tiefe Stimme, als ich in's Zimmer irat. Mein Unglücksstern fügte es auch noch, daß Kittie in

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