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Lokales.

6. Februar 1904.

** Zweite Kammer der Stände. Eine der Rammer zugegongene Vorst.lung des Stadtvorstandes zu Laubach enthält die Bitte, den für den Kreis Schotten bestehenden Unterbezirk des Kreisvermessungsamts Schotten von Schotten nach Laubach zu verlegen.

* Verlegung des Bahnhofs Alsfeld. Zwischen Vertretern der Eisenbahdirektion Frankfurt und Vertretern der Großh. Regierung findet am Donnerstag auf dem Bahn­hof in Alsfeld eine Besprechung über die Verlegung des Alsfelder Bahnhofs statt; zu dieser Besprechung ist auch die Firma Lenz& Co. Berlin, eingeladen. Bekanntlich sollen der Firma Lenz& Co. der Bau der auf Aktien beruhenden projektierten Nebenbahnen Alsfeld- Nieder- Aula und Alsfeld Ulrichstein- Schotten übertragen werden.

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Zu Geschworenen wurden für die am 7. März be­ginnende Schwurgerichtsperiode ausgelost: Kaufmann Ludwig Hanner in Büdingen, Müller Peter Dieß- Friedberg, Pächter August Draudt- Büdesheim, Landwirt Nikolaus Th. Ferd. Ewald- Odstadt, Kaufmann Georg Reckemer- Schotten, Bürger­meister Paul Heizenröder- Nieder- Moos, Spengler Karl Auguſt Faber- Gießen, Musikalienhändler Wilhelm Rudolph- Gießen, Brivatier Karl Hintel II.- Vilbel, Meßgermeister Werner Koch V.- Alsfeld, Landwirt Konrad Lein- Burg- Gemünden, Land­wirt Konrad Jochem III.- Laubach, Landwirt Joh. Christ. Ullmann- Nieder- Erlenbach, Landwirt Gustav Ickes- Blmuth, Kaufmann Karl Röhr- Gießen, Beigeordneter Krd. Chr. Wolf- Wohnbach, Brauereibesizer Konr. Hrch. Chr. Ihring­Lich, Landwirt Wilhelm Euler- Maar, Gastwirt Gustav Land­mann- Hirzenhain, Tapetenhändler Blödner- Gießen, Buchhänd­ler Kari Koch. Gießen, Zimmermſtr. Wilh. Henkel- Lauterbach, Revierförster Emil Mary- Schlitz, Landwirt Georg Heil III.­Hartershausen, Oberamtmann Otto Flemming- Büdingen, Defonom Hugo Schudt- Dorheim, Rentner Hrch. Ubrich­Friedberg, Bürgermeister Joh. Hoffmann- Burkardsfelden, Landwirt Hrch. Ruppert III.- Ermenrod und Landwirt J. König in Heegheim.

** Sämtliche hessische Bürgermeister aus den Landgemeinden erhielten Einladungen zu einer auf Montag, 8. Februar, im Rechneisaal" zu Frankfurt anberaumten Versammlung. Die Land- Bürgermeister, deren Amt unentgeltlich erfüllt werden muß, erstreben seit einiger Beit eine anderweitige Regulierung ihrer Bureau- Ent­schädigungen, Diese Pensionsberechtigung u. dergl. Interessenfragen sind bei der stattgehabten Versammlung zur Besprechung gelangt.

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* Theaterverein Gießen. Die Aufführung des neuen Dramas von Mar Halbe" Der Strom", das überall eine so günstige Aufnahme findet und als das beste bezeichnet wird, das Halbe seit der Jugend" geschrieben hat, findet, als 7. Vorstellung mit Herrn Diegelmann als Gast voraussichtlich am Freitag, den 19. d. Mts., statt. Es wird besonders darauf aufmerksam gemacht, daß wegen Schwi.rig­feiten in der Beseßung die Aufführung der Strom" nur bei zuziehung eines Gastes möglich ist und daß deshalb nur diese einzige Aufführung stattfinden tann. Die 8. Vor­stellung mit Herrn Loehr- Darmstadt als Rechtsanwalt Gerhardt in Walter Bloems Es werde Recht" ist Ende dieses Monats.

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** Mastenfest des Turnvereins Gießen. Bei der stets zunehmenden Zahl von Mastenvergnügen ist die Frage des Arrangements für die Vereine stets eine schwierige. Will doch jeder Verein möglichst etwas noch nie dagewesenes bieten! Der Turnverein erledigte sich solcher mit großem Gesch ck, dessen Mastenfest verlief großartig. Der Saal, wunderschön dekoriert, war mit verschiedenen Schau­und Verkaufsbuden ausgestattet, welche von den zahlreichen Masten recht fleißig besucht wurden. Inmitter der zur Sommerwirtschaft umgewandelten Bühne erschien eine Felsen­grotte mit Wasserfall und elektr. Effektbeleuchtung, während unter der Bühne Gambrinus seinen Einzug gehalten hatte. Ueberall begegnete man fleißigen Verkäuferinnen, sodaß es das Gepräge eines echten venezianischen Festes trug. Die vorgesehenen Aufführungen der Gaukler- Tyroler und Mandolinenbande sowie der Mordgeschichte tamen nicht zur vollen Geltung, hatten aber auch zufolge des bekannt ge= wordenen Umstandes, daß obrigkeitlicherseits das Vergnügen in letter Stunde verboten sei, nicht mehr das Interesse der Mitwirkenden, worauf auch der schlechte Besuch der gestrigen Sonntagsfortsegung zurückzuführen sein dürfte.

* Der Maskenball des Wohltätigkeits­verein Contentia am gestrigen Sonntag in Steins Garten war sehr gut besucht. Es herschte in allen Ecken und Buden der richtige Jahrmarktsrummel, ganz nach dem Vorsaz wie es geplant war. Freundliche Gesichter, gediegenes Arrangement, mehr braucht der Besucher eines Masken balles wenn er das nötige Kleingeld in der Tasche hat nicht. Die Fidelität hielt bis zum frühen Morgen an. Die diesjährige Hauptversammlung des Evan­

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ja

gelischen Pfarrvereins im Großherzogtum Hessen soll am Mittwoch, 27. April, im Evangelischen Vereinshause zu Mainz abgehalten werden.

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Der Hauptvoranschlag für das Etatsjahr 1904 zeigt ein wesentlich günstigeres Bild als sein Vorgänger. Die Schuldentilgung fann mit 714 000 Mt. wieder auf­genommen werden, und troßdem sinkt der Fehlbetrag in der Wirtschaftsrechnung von 2 300 000 Mt. im Jahre 1903 auf 1300 000 Mt. in 1904. Die Eisenbahnen haben mit einem Mehr von 1 500 000 Mt. ihren normalen Stand wieder erreicht, mit 11 600 000 mt. überschritten. Die Steuern sind in den vier Jahren 1901-1904 um 3 Min. Mart gestiegen. Die Einnahmen der Landesuniverſität betragen 353000 Mt.( 18 700 Mt. mehr wie im Vorjahre) die Ausgaben 1 189 450 Wtt., 24050 Mt. mehr wie im Borjahre.

* Ueber die bisherigen Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchungen die der Direktor des hygienischen

Instituts der Landesuniversität, Geh. Medizinalrat Prof.| Dr. Gaffly, zur Untersuchung der Giftwirkung des Bohnen Salats, dem in Darmstadt so viele Menschenleben zum Opfer gefallen sind, vorgenommen hat; hat Prof. Dr. Gaffin dem Ministerium des Innern, Abteilung für öffent­liche Gesundheitspflege, einen vorläufigen Bericht eingereicht. Prof. Dr. Gaffly teilt darin u. a. mit, daß es sich in dem verhängnisvollen Bohnensalat um ein sog." Batterien- Texin" handeln muß. Was die wichtige Frage nach dem das Gift erzeugenden Mikroorganismus betrifft, so unterliegt es wohl keinem Zweifel, daß es sich nur um einen bei Ausschluß der atmosphärischen Luft wachsenden, sog. anceroben Keim handeln kann. Der Keim hätte sich sonst in den Büchsen nicht entwickelt. Ueberdies sind die Buttersäure entwickelnden Batterien meines Wissens sämtlich Anaëroben. In den Bohnen, die mir zur Untersuchung vorliegen, findet sich überwiegend eine Art von Batterien, die mir verdächtig erscheint. Es wird aber abzuwarten sein, ob es gelingt, diesen Verdacht durch exakte Versuche zu bestätigen. Zur Zeit gehen unſere diesbezüglichen Bemühungen zunächst dahin, jene Batterien im Inhalt unverdächtiger Bohnen­konserven- Büchsen und-Gläser zur Vermehrung zu bringen. Mehr und mehr neige ich mich der Ansicht zu, daß wir es mit inom rein soprophytischen, das heißt nur auf totem Material lebenden, im menschlichen und tierischen Körper aber vermehrungsunfähigen Bakterium zu tun haben, welches in pflanzlichen Substanzen ein überaus schädliches Gift zu erzeugen vermag, wie es der Ermenghem'sche Bacillus botulinus" in tierischem Material, in Fleisch und Wurst, bildet. Man wird wohl in der Annahme nicht fehl gehen, daß die Keime in Sporen- oder Dauerofrm den Bohnen angehaftet, das Kochen der Büchsen überstanden, dann in dem Inhalt sich vermehrt und das Gift dabei erzeugt haben.

** Ein Kind mit zwei Vätern dürfte nicht alle Tage vorkommen. Das Landgericht in Gießen hat in einem Zivilprozeß folgenden Tatbestand aftenmäßig feſtge= stellt. Der Vormund eines unehelich geborenen Kindes hat den als dessen Vater von der Mutter bezeichneten Mann beim Vormundschaftsrichter vorladen lassen und vor diesem hat der Geladene in einer von ihm unterzeichneten Urkunde die Baterschaft anerkannt und sich zur Zahlung von Alimenten bereit erklärt. Wenige Zeit später hat die Mutter des Kindes einen anderen Mann geheiratet und dieser hat vor dem Standesbeamten bei Eingehung der Ehe erklärt, daß er der Vater des unehelich geborenen Kindes seiner zufünftigen Ehefrau sei und den Buben, denn um einen solchen handelt es sich, als den seinigen anerkenne. Der Vormund flagt jezt gegen den Vater Nr. 1 wegen Er­füllung der Alimentatione verpflichtung. Das Interessante an dem Fall dürfte sein, daß nach dem bestehenden Recht eine Anullierung einer Vaterschaften, welche eben beide urkundlich in aller Form rechtens bestehen, unmöglich, da eine Einrede gegen den urkundlichen Beweis unzulässig ist, und so wird der Bub wohl sein Leben lang sich mit den zwei Vätern behelfen müssen.

** Besizwechsel. Der Gasthof Zum wilden Mann" in Grünberg ging für 28 000 Mt. an einen Herrn Hörter mann aus Hörter bei Oynhausen, gegenwärtig in Buzbach, über. Die Uebernahme erfolgt am 1. Mai.

** Die Gesamtzahl der dem internationalen Preisgericht für die Weltausstellung in St. Louis an gehörenden Juroren soll annähernd 2% aller Aussteller betragen, diese Zahl aber nicht überschreiten. Jede Nation mit mindeſters 50 Ausstellern hat Anspruch darauf, in der Jury vertreten zu sein. Die Zahl der Juroren für jeden Kunst- und Industriezweig und jede Nation soll möglichst der Zahl der Aussteller und der Bedeutung der Ausstellungs­gegenstände entsprechen.

Krofdorf, 6. Febr. In diesen Tagen werden von der hiesigen Kommunalkasse die Jahresbeiträge für die Rheinische Provinzial- Feuerversicherungsanstalt gezahlt. Es fommen alljährlich bedeutende Summen zusammen, zumal der größte Teil der Kreiseingesessenen bei dieser Anstalt versichert ist. Im Laufe des vergangenen Jahres sind wieder den Gemeinden des Kreises Weßlar aus Mitteln der Provinzial­Feuerversicherungsanstalt 1800 Mt. zur Beschaffung von Feuerlöschgerätschaften und 7400 Mt. zur Erbauung von Wasserleitungen als Beihülfen bewilligt worden.

Lüzellinden, 7. Febr. Eine Entwässerungsgenossen­schaft die sich hier gebildet hat, beabsichtigt die Drainierung der Allen dörfer Au". Leiter ist Wiesenvorsteher F. Schäfer.

X Bieber b. Rodh., 6. Febr. Bekanntlich werden hierſelbſt alljährlich mehrere Holzversteigerungen der Ober­försterei Strupbach abgehalten. So fand am geftrigen Tage die erste Brennholz- Versteigerung statt, bei welcher Raumm. Buchenscheitholz durchschnittlich mit 8 Mt. bezahlt wurde. Wie wir erfahren, so soll auf allgemeinen Wunsch für die Folge eine Nagholz- Versteigerung des Schußbezirks Strupbach zu Rodheim abgehalten werden.

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× Laubach, 5. Febr. Bei der am Mittwoch abgehaltenen Holzversteigerung der gräflichen Oberförsterei Laubach wurden für Buchen- Scheitholz per Meter 6 bis 7 Mark für Buchen- Stockholz 4 bis 5 Mart erzielt.

() Ettingshausen, 7. Febr. Bei der letzten Holz­versteigerung wurden gute Preise erzielt. Es wurde gezahlt

für Fichten- Stammholz( Bau- und Nugholz) pro Meter 25-26 Mt. für Stangen( Bohnenstangen) 12-15 Mt. pro Meter. Die Brennholz- Verſteigerung findet demnächst statt.

Wächtersbach, 7. Febr. Der Rentner Louis Prinz,

der kürzlich verstorben ist, vermachte der Stadt ein Legat von 1000 Mt., dessen Binsen Weihnachten jeden Jahres den ältesten Armen übergeben werden sollen.

A Friedberg, 5. Febr. Gestern nachmittag gegen halb 5 Uhr erfolgte im Rathause eine heftige Gasexplosion, ohne jedoch größeren Schaden anzurichten.

Aus dem Odenwald. Die Bauersleute haben noch fortgesezt über nudere Viehpreise zu flagen, denn die Schweine allerbester Qualität werden immer noch nur mit 50 Pfennig pr. Pfund Schlachtgewicht verkauft. Selbst das Großvieh ist im Preise etwas zurückgegangen, aber es ist immer noch hochpreisig und gesucht. Auch Hafer ist

gegen das Vorjahr sehr billig, indem solcher zur Zeit pro Bentner nur 6,50 Mt. fostet.

§ Mainz, 7. Febr. Die fürzlich auf dem Wege zur Kirche plößlich erblindete Frau hat noch keine Spur ihrer Sehkraft wiedererlangt. Die Hoffnung, ihr das Augenlicht wiederzugeben, ist von den Aerzten aufgegeben worden. Aus dem Gerichtssaal.

Straffammer.

Gießen, 5. Februar 1904.

Der Gärtner Ludwig Biege aus Schönlante wurde im verflossenen Jahr durch die Straffammer zu Gießen wegen verschiedener in Friedberg verübter Diebstähle mit einer Gefängnisstrafe von neun Monaten belegt. Der Angeklagte, welcher inzwischen die Strafe verbüßt hat, behauptet nach wie vor seine Unschuld und wurde auf sein Betreiben das Verfahren wieder aufgenommen. Die heutige Verhandlung förderte nichts anders zu Tage als die frühere, weshalb das frühere Erkenntnis aufrecht erhalten wurde.- Unter der Anklage mehrere Bechprellereien in Oberau verübt zu haben, hatte sich der Arbeiter Friedrich Wenzel aus Höchst zu verantworten. Nachdem der Argeflagte im Vorverfahren die betrügerische Absicht zugegeben hatte verlegte er sich heute aufs Leugnen, weshalb die Verhandlung, behufs Beiladung von Zeugen vertagt werden mußte.- Den Schluß bildete die Privatflage der Frau D. Blum in Gießen gegen den Oberleutnant a. D. Otto Biermann dermalen in Berlin, bezw. die Widerklage des Letteren gegen die Erſtere wegen Beleidigung. Der Angeklagte wurde vom Gießener Schöffengericht zu 20 Mt und die Klägerin als Widerbeklagte zu 40 Wif. Geldstrafe verurteilt. In der heutigen Verhandlung zegen die Vertreter der Parteien den Antrag auf Bestrafung zurück, womit die Sache erledigt ist.

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Holz- Versteigerungen

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Winnerod. Im hiesigen Walde sollen auf dem Submissions wege vergeben wirden: Werk- u. Schnittholz, Stämme u. Stomm- Abschnitte von 30-62 Cim. Durchm.: 32 Eichen= 33,61 Fm., 3 Buchen= 4,48 Fm., 1 Bicke 0,38 m., 54 Lärchen======= 102,97 m., 8 Fichten 13,45 Fm., 2 Riefern= 2,17 Fm., 23 Weymouts- Kiefern 33,68 m.; Bauholz 2c. von 19-29 Ctm. Durch.: 126 1,38 m., 88 Lärchen Eichen= 63,51 Fm., 2 Birken 85,46 Fm., 11 Fichten= 10,37 m., 200 Kiefern 11,54 Fm., 9 Weymouts- Kiefern= 7,96 Fm.; Wagner­u. Grubenholz von 11-18 Ctm. Durchm.: 76 Eichen= 17,10 m., 14 Lärchen= 446 Fm., 70 Fichten= 9,15 Fm., 139 Kiefern= 41,48 m.; Derbstangen ron 9 bis 11 Ctm. Durchm.: 50 Lärchen= 3,59 Fm., 377 Fichten

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28,29 Fm. Das Holz lagert grokenteils an chaussierter Straße, 3 Km. von der Bahnstation Reiskirchen, 6 Km. von Großen- Buseck. Die Gebote sind nach Sortimenten u. Holz­arten getrennt schriftlich und verschlossen an den Förster Sames einzuschicken, der auch bereit ist, das Holz im Walde vorzuzeigen. Die Eröffnung der Gebote erfolgt Samstag den 13. Februar, nachmittags 3 Uhr im Felsenkeller, unweit. des Bahnhofs zu Gie en.

Burg- Gemünden. Dienstag, den 9. Februar vor mittags 10 Uhr beginnerd, werden in dem Saale bei Gastwirt Eödler in Nieder- Gemünden am Bahnhof aus den Demanialwalddistrikten Eichwäldchen, Lichterwald, Pfingst­wet de und Brühl versteigert: 353 Stück Eichen- Stämme von 24-59 3tm. Durchmesser und 3-15 Meter Länge 374,30 Fm.( meist Bau- u. Schnittholz). Das Holz, liegt 2,5-7 Kilom. von der Stationen Burg- und Nieder­Gemünden und Nieder- Dhmen.

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Litterarisches.

Seefahrt und Dichtung. Im Januarhest der Flotte" ( zu beziehen durch alle Buchhandlungen zum Preise von 20 Bfg. pro Heft, Postbezugspreis Dit. 2. pro Jahr), beginnt Reinh. Fuchs einen höchft ansprechend geschriebenen Aufsatz über die Beziehungen des Meeres zur Dichtung. Wir erfahren daraus, daß auch die deutsche Poesie feines­wegs arm an Seeliedern ist, von denen uns einige der schönsten im Rahmen des Aussages vorgeführt werden. Das erste Heft des veuen Jahrganges der" Flotte" ist außerdem besonders bemerkenswert, weil sich eine Anzahl wohlgelungener Bilder von dem Flußkanonenboot ,, Vater­land" darin befinden, das bekanntlich ein Geschenk des Hauptverbandes Deutscher Flotten- Vereine im Auslande an das Reich ist. Aus dem übrigen Inhalt erwähnen wir die Auffäße Vom Nationalgefühl" von Herrn General Keim, Der Rotersand- Leuchtturm" von Regierungsrat Dau- Neisse, Die Geschichte des Schisses"( Ill. Schiffe, Schiffbau und Schiffahrt im Mittelalter) von G. Neudeck- Kiel u. s. w.

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Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeisterei­gebäude) Zimmer Nr. 14.

&& fönnen eingestellt werden:

1 landw. Knecht, 1 Bauschlosser, 1 jüngerer Schmied,

1 Küfer, 1 Schreiner, 1 Megger, 1 Friseur, 1 Schneider, 1 Buffetfräulein, 1 Küchenmädchen, 2 Köchinnen, 1

Kindermädchen, 12 Dienstmädchen gegen hohen Lohn für hier und auswärts.

Lehrlinge: 1 Schlosser, 1 Spengler, 1 Fein­mechaniker, 1 Mechaniker, 1 Kaufmann, 1 Bäcker, 1 Buch­binder, 1 Tapezierer, 1 Schreiner, 1 Weißbinder und Lackierer.

Es suchen Arbeit:

1 Schmied, 1 Spengler, 1 Buchbinder, 3 Schreiner, 1 Bäcker, 1 Wäscherin, 2 Lackierer, 4 Hausburschen, 5 Fahrburschen, 6 Lauffrauen, 2 Bureaugehilfen.

Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein für das Lokale, den Gerichts." und" Deffentlichen@prechfaal": Fr. Oppermann