Ausgabe 
7.5.1904 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

0

D

O

61

Gruber, in dessen Arbeitszimmer. Sie sah etwas über seinem Willen wird er so wenig gefragt, wie Papa und nächtig, aber sehr hübsch aus. Mama."

Papa, ich habe eine Bitte," sagte sie gelassen.

Das brauchst du nicht erst zu sagen, wenn du hierher tommst," entgegnete er noch gelassener. Ist's diesmal ein Kleid oder ein Schmuck?"

,, Keins von beiden."

Also etwas noch kostspieligeres, versteht sich." ,, Versteht sich. Ich bitte um ein kleines Fest." Was nach dem gestrigen fürchterlichen Ball noch ein Fest? Nein, Almchen, das geht über die Hutschnur."

,, Aber so laß mich doch erst ausreden. Es handelt sich um ein ganz anderes Fest, viel billiger und origineller. Wir brauchen nichts als ein Dußend Schlitten und ein bißchen Proviant, Punsch, Wein und dergleichen für höchstens hundert Menschen, dazu etwas Kostüm, viele Blumen und Grün und sonstige Kleinigkeiten

Und wozu diese ganze Kleinigkeit?"

" Ich will ein Eisfest veranstalten, kostümiert, mit aller­hand Zauber. Denke doch, Papa, ist es nicht eine reizende Idee? Wir kostümieren uns als neapolitanische Lazzaroni und feiern so ein nordisches Eisfest zu Schlittschuh. Ist das nicht großartig?"

Versteht sich, versteht sich. Die zirka hundert Kostüme kosten auch gar kein Geld. O, versteht sich!"

,, Ach, Papa, das ist furchtbar einfach. Wir setzen bloß phrygische Mützen auf und binden eine rote Schärpe um, das genügt für den Eindruck. Das ist billig zu beschaffen, ich schreibe sofort nach Berlin. Ueberhaupt besorge ich alles, du hast gar keine Umstände davon."

Bloß Kosten, versteht sich."

,, Nun ja, aber diesmal lohnt es sich auch. Dies Fest hat seine besonderen Gründe."

,, So? Und welche?"

Es wird mein Verlobungsfest."

,, Himmlischer Vater! Du willst dich verloben?" rief der Papa, entsegt zurückfahrend.

Mit Herrn Doktor Belling, zur Zeit Lehrer am hiesigen Gymnasium, fünftig Provinzialschulrat oder vortragender Rat im Ministerium

" So? Von deinen Gnaden, versteht sich. Aber das ist ja eine ganz merkwürdige Ueberraschung." Für mich gar keine, Papa."

Also du hast schon lange so ein kleines Verhältnis mit diesem Herrn Schulmeister?"

,, Schulmann sagt man, Papa. Und ich habe kein anderes Verhältnis zu ihm, als daß ich ihn zu heiraten wünsche."

Die Herren Eltern werden natürlich gar nicht gefragt, o, versteht sich!"

"

Aber, Papa, ich frage dich doch allermeist." " So, das nennst du fragen? Auch gut! Und die Mama, was sagt die dazu?"

Die ärgert sich, natürlich. Aber das ist gerade mein Hauptspaß dabei und deiner doch sicher auch. Das heißt, heiraten würde ich ihn, auch wenn sie sich nicht ärgerte. Aber sie findet natürlich, es sei keine passende Partie für mich."

Offen gestanden, liebes Kind, das finde ich auch. Allen Respekt vor dem Herrn, aber ich hätte wirklich nicht gedacht, daß du, gerade du dir einen gewöhnlichen Schullehrer aus­suchen würdest

Schulmann, Papa! Außerdem einen ungewöhnlichen! Und dann was bildest du dir eigentlich ein? Was bist du denn Großes? Du hast doch wahrhaftig nichts als dein bißchen Geld, das du mühselig zusammengescharrt. Wenn du das nicht hättest, wärest du nicht mehr als der Krämer am Markt oder dein Buchhalter. Welcher Offizier würde dann mit dir verkehren? Ich zum Beispiel schon gar nicht. Und auch kein einziger Schulmann. Ein Schulmann aber berkehrt mit uns und sonst mit der guten Gesellschaft, auch wenn er gar kein Geld hat. Folglich ist er in Wahrheit viel mehr als du, und wenn er erst obendrein reich ist, braucht er dich eigentlich gar nicht mehr anzusehen."

Ein netter Schwiegersohn, den du mir in Aussicht stellst. Der Hochmut scheint ihn allerdings schon so ein wenig zu plagen."

Das gefällt mir gerade an ihm, daß er so ist. Ich jage dir, er ist furchtbar forsch, Papa."

Das fürchte sch. Aber noch eins, mein Töchterchen: hat er sich dir denn schon erklärt?"

Nein, das soll er ja eben auf dem Gisfest tun." " So? Also er soll? Versteht sich, o, versteht sich! Nach

Na, aber er muß doch fragen und nicht ich. Und das wird er schon tun, sei ganz ruhig. Man muß ihm nur eine richtige Gelegenheit geben. Und die findet sich gerade auf dem Eise famos. Daß ich ihn haben will, muß er gestern schon gemerkt haben="

Und daß er da sogleich zugreift, ist ja selbstverständlich." ,, Ach, tue doch nicht so, Papa! Daß ich eine gute Partie bin, weißt du doch auch."

Ich denke wohl, daß ich es allenfalls wissen könnte." ,, Und er ist schließlich nur ein einfacher Schulmann

Na, weißt du, viel Rogik scheint er dir mit seiner Mathe­matik aber nicht gerade beigebracht zu haben da ist Fräu­lein Leinemann gründlich auf den Holzweg geraten."

,, Ach, zum Heiraten braucht man auch gar keine Logik! Und übrigens laß mich nur ausreden. Daß er mich nämlich gern hat, weiß ich aucho, du glaubst nicht, was er gestern für ein entzückendes Gesicht gemacht hat! Ich kann dir sagen: Der nimmt mich!"

Der Kommerzienrat strich sich nachdenklich das Kinn. ,, Hm, hm," brummte er, ich dachte eigentlich, der Bodungen weißt du, der hätte eigentlich viel besser für dich gepaßt. Eine leichtsinnige Fliege ist er zwar, und seine Majorsschulden wird er lange voll haben, indessen-"

" Ich mache mir aber nicht viel aus ihm. Er ist so zu­dringlich."

" Das finde ich in solchen Fällen der Situation nur an­gemessen."

Ich finde aber Herrn Doktor Bellings Manier viel vor­nehmer. Na, kurzum, Papa, ich schwöre dir, ich heirate ihn, und wenn du dich auf den Kopf stellst."

Das werde ich bleiben lassen. Mir kann es ja übrigens ganz recht sein, wenn ich keine Schulden zu bezahlen brauche. Wie du aber mit Mama fertig werden willst nun, das ist deine Sache. Verlange von mir nur nicht, daß ich mich da weiter hineinmische etwa gegen Mamas Wunsch- ,, Aber, Papa, wie könnte ich so pietätlos sein! Verlaß dich ganz auf mich. Ich mache alles. Also das Fest ist bewilligt?"

Meinethalben, meinethalben. Was hilft es mir auch, wenn ich es nicht bewillige? Dann wird ja erst recht ver­anstaltet, und ich ersticke nachher in Rechnungen. So habe ich wenigstens noch eine leise Hoffnung, daß diese Laune von selbst wieder verraucht."

Reine Illusionen, Papa!" rief Fräulein Alma und ver­

schwand.

Eine Stunde später wurden die Einladungen versandt.

Der Tag dieses großen Festes war gekommen. Strahlend, wolfenlos, in milder Kälte stieg er empor. Als Gotthold in die blikende Winterherrlichkeit hinausschaute, überfam ihn die feierlich wonnevolle Stimmung, mit der er als Kind in den Weihnachtstag hineingeschritten war, jene Stimmung, die mitten in der Hoffnung auf hundert köstliche Dinge sich halb in ein heimliches Bagen vor dem Glück verliert, als ob es ganz unglaublich sei, daß das erträumte Glück troz seiner sicheren Nähe wirklich werden könne.

Als die Stunde des Aufbruchs herankam, ward sein Be nehmen so sonderbar, seine Bewegungen so unruhig und hastig, daß Molly aufmerksam wurde, in eine wachsende Auf­regung geriet und zuletzt in ein klägliches Winseln ausbrach.

Sein Herr nahm das kleine Ungeheuer auf den Arm und streichelte es mit besonderer Rührung; er kam sich vor wie ein Vater, der seinem Kinde eine Stiefmutter zu geben im Begriff steht. Als er ging, übergab er den Hund Helene mit der Bitte, ihn zu versorgen und festzuhalten, da seine Begleitung auf dem Eise unbequem sei. Alma hatte ihm neulich verraten, daß sie das Tier abscheulich finde.

Glückliche Fahrt!" sagte Helene zum Abschied mit einem sonderbaren Blick, dessen Bedeutung ihm nicht klar ward, obgleich er ihn bis an sein Ziel verfolgte. Es hatte eine große Herzlichkeit darin gelegen ohne Zweifel; aber noch mehr: war er nicht ein wenig scheu, ein wenig besorgt, ein wenig traurig gewesen?

Wenn er sich zu einer Nordpolfahrt aufgemacht hätte, wäre das ganz begreiflich. Aber so? Doch dies Mädchen war ihm ja lange schon unverständlich geworden.

( Fortsetzung folgt.)]

Die Niederlage des Kapitäns.

Rennplaz- Episode von James Frank.

( Nachdruck verboten.))

Ich soll Ihnen das merkwürdigste Erlebnis aus meiner Laufbahn erzählen? So' was pflegt leichter gefragt als gesagt zu sein, zum Glück aber befinde ich mich in der an­genehmen Lage, Ihnen das erzählen zu können, ohne daß ich mein Gedächtnis allzusehr anzustrengen brauche."

Die Gelegenheit eines zufälligen Zusammentreffens mit dem alten Joe Garner hatte ich benutzt, um mir von ihm eine seiner immer interessanten Geschichten vom Rennplatz erzählen zu lassen. Früher war Joe einer der berühmtesten Steeplechase- Reiter gewesen, hatte aber schon lange diesen Beruf mit dem ebenso lukrativen, aber viel ungefährlicheren eines Trainers vertauscht.

Es war eine ganze Reihe von Jahren vor Ihrer Zeit, Herr Doktor," begann er, in jenen Tagen- eigentlich dürft' ich das nicht selber sagen- als ich für den besten Jockey des ganzen Landes galt. Es muß wohl so gewesen sein, denn von weit und breit kamen sie zu mir und baten mich zu reiten, als wenn nur ich und keiner sonst das Rennen machen könnte. Gar mancher von euch Zeitungsmenschen hat damals geschrieben, daß, wenn ich im Sattel fäße, das gleichbedeutend sei, als wenn der Gaul eine Avance von Sieben Pfund hätte.

Ich hatte also damals viele Besucher und ich war daher auch gar nicht überrascht, als eines Abends, als ich in meinem gemütlichen Zimmer in Epson saß, mir das Mädchen mel­dete, daß mich jemand zu sprechen wünschte. Als ich aber in meinem Besucher eine Dame erkannte, war ich doch er­staunt, denn für gewöhnlich pflegte ich Damen nicht zu meinen Kunden zu zählen und ich konnte mir nicht denken, was die wohl zu mir geführt hatte.

Sie war verschleiert, aber so viel konnte ich doch sehen, daß ich ein solch schönes Weib noch nie vor mir gehabt hatte. Als sie dann aber ihren Schleier lüftete und ich an ihren Augen sehen konnte, daß sie geweint hatte, da- Sie können mir's glauben, Herr Doktor, sie hätte mich bitten mögen um alles, das sie wollte ich hätte ihr nichts abschlagen können.

Brockenweise kam sie mit ihrer Geschichte heraus, und recht traurig war das, was sie erzählte. Sie war die Tochter des Barons Brownthone auf Schloß Brownthone in Wor­cestershire, eines Herrn, den ich dem Namen nach wohl kannte, da er auch Pferde laufen ließ. Vor einem Jahre etwa hatte der Baron einen gewissen Kapitän Dauglish, einen berühmten Sportsmen, kennen gelernt und diese Be­kanntschaft hatte sich zu einer Freundschaft entwickelt. Beide Herren waren auch in geschäftliche Beziehungen zu einander getreten. Wie die sich für den Kapitän erwiesen, weiß ich nicht, für den Baron waren sie aber sehr verhängnisvoll, und es dauerte gar nicht lange und Kapitän Dauglish hatte eine Pfandverschreibung in Händen, die sich über Schloß und Gut Brownthone erstreckte.

Die Verschreibung war vor acht Tagen fällig geworden und der Kapitän hatte sich bereit erklärt, sie auf vier bis sechs Wochen zu prolongieren, falls ihm der Baron seine Tochter zur Frau geben wollte. Die junge Dame konnte aber, wie sie mir unter Tränen erzählte, den Kapitän nicht leiden, und sie erzählte, daß sie unter keinen Umständen sein Weib werden würde.

Um dem Baron Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, muß ich aber bemerken, daß er keinerlei Versuch machte, seine Tochter zu zwingen. Wie aber der Ertrinkende nach dem Strohhalme greift, so kämpfte auch er auf das Verzweifelste, um die Familienehre zu wahren.

Er besaß ein Pferd Aurora, daß er für das Handicap Steeplechase zu Enville gemeldet hatte, und da gerade bei diesem Rennen immer sehr viel gewettet wurde, war es ihm unmöglich gewesen, auf diesen Gaul eine Summe zu setzen, die groß genug gewesen wäre, die Forderung des Kapitäns zu begleichen, falls der Gaul den Sieg davontrug. Wäh­rend des Trainierens hatte sich Aurora so gut gezeigt, daß ihr Sieg bereits als totsichere" Sache galt, dann aber wollte man plößlich von gewisser Seite Nachteiliges über den Gaul erfahren haben und er war in der öffentlichen Meinung sehr gesunken.

Daß etwas im Gange war, den Sieg Auroras zu ver­hindern, davon war das Fräulein, wie sie versicherte, über­zeugt, und ihr Besuch bei mir hatte den Zweck, mich zu be­wegen, nach Brownthone zu fahren, die erwähnten Machen

schaften zu durchkreuzen und vor allem Aurora zu reiten, denn, meinte sie händeringend, wenn Aurora nicht gewänne wären sie und ihr Vater, den sie so sehr liebte, ruiniert.

Was kann ein Mann solch schönen blauen Augen gegen. über, die bittend auf ihn gerichtet sind, wohl tun? Ich hieß sie guten Mutes sein, versprach ihr anfangs nächster Woch nach Brownthone zu kommen und alles zu tun, was in meinen Kräften ſtand, um Aurora zum Siege zu steuern.

Als das Fräulein sich verabschiedet hatte, nahm ich meinen Rennkalender vor und ſah nach, was für Meldungen für das Enviller Handicap Steeplechase gemacht waren. Viel Ge­scheutes war nicht darunter, und wenn die Aurora wirklich so gut war, wie sie Fräulein Brownthone geschildert hatte, hatte sie allerdings gute Chancen. Schon wollte ich das Buch wieder fortlegen, als ein Name am Schluß der Seite mein Interesse erregte, Mr. Lucrafts Painkiller.

Wo war ich dem Namen doch vorher schon begegnet? Ach ja, in Irland war es. Aber es war nicht anzunehmen, daß dieser Paikiller dasselbe Tier war- wenn aber doch, so war es mit Baron Brownthones Siegeshoffnungen vorbei, denn Painkiller war ein Steepler, mit dem es wohl kein Zweiter aufnahm.

Als ich mir die Sache durch den Kopf gehen ließ, fürch­tete ich, daß ich mehr versprochen hätte, als ich halten konnte. ich bereits einem meiner besten Kunden, dem Colonel Dan­Für den dreizehnten der Tage der Enviller Steeplechase hatte gersfield, zugesagt, für ihn ein Rennen zu reiten, das in einer ganz anderen Gegend gelaufen wurde. Schließlich hielt ich es für das Ratſamſte, den Colonel zu besuchen, ihm die ganze Geschichte zu erzählen und ihn zu fragen, ob er mich von meiner Zusage entbinden wollte.

Grobheit gefürchtete Oberst an, und wenn Sie mit der Scheren Sie sich zum Teufel," fuhr mich der wegen seiner Aurora nicht das Rennen machen, dann lassen Sie Ihr ver­dammtes Gesicht nicht wieder hier sehen."

In der Frühe des nächsten Montags reiste ich nach Schloß Brownthone, wo mich der Baron und seine Tochter mit offe­nen Armen empfingen. Ich wollte im Dorfwirtshause ab­steigen, das gaben sie aber nicht zu und stellten mir das ganze Schloß zur Verfügung. Ich kann wohl sagen, daß ich wäh­rend meines dortigen Aufenthaltes wie ein Fürst aufgenom­men wurde.

Das Erste, was ich tat, war, daß ich mir das Tier, das ich reiten sollte, ansah. Aurora machte ja einen recht guten Eindruck, aber sie war nicht ganz Vollblut, und wenn sie ja auch für die Gesellschaft, die sie bei dem Rennen finden würde, passen mochte, so war sie doch nicht der Flieger, für den sie in Fräulein Brownthones Augen galt.

Noch mehr begierig aber war ich, Painkiller zu sehen, und es war mir lieb, zu hören, daß er während der letzten Monate in der Nachbarschaft trainiert wurde. Leicht war's ja nicht, an ihn heranzukommen. In dem Augenblick aber, in dem ich ihn sah, erkannte ich auch in ihm den kleinen Schimmel, der mich so oft in Irland getragen hatte. Ich entdeckte auch, daß Kapitän Dauglish ein Interesse an ihm hatte.

Von meiner Entdeckung sagte ich jedoch nichts dem Baron oder seiner Tochter. Ich wollte ihnen nicht Angst machen und überließ es lieber dem Zufall, ob ich nicht Painkiller auf irgend eine Weise los werden könnte. Denn daß er Aurora mit leichter Mühe schlagen müßte, wenn alles fair ginge, davon war ich überzeugt. Ueber die Tage vor dem Rennen kann ich hinweggehen, ich fand, daß Auroras Leistungen, namentlich was Springen anbetraf, ihr Aeußeres nicht Lügen straften, und jemehr ich im Stalle heimisch wurde, desto lieber gewann ich den Gaul.

Acht Pferde sollten laufen und ich war ebenso sehr wie alle Zuschauer überrascht, als kurz vor Beginn des Rennens be­kannt wurde, daß Kapitän Dauglish Painkiller reiten würde. Gleich zu anfang des Rennens stürzten zwei, und als wir die Mitte des Weges waren, waren nur noch vier von uns übrig, ein großer Brauner, der ein paar Längen voran war, dann kam ich als Zweiter, direkt hinter mir Painkiller und Farmer Browns als Rosinante Matilda machte den Schluß. Sie keuchte wie eine Maschine und ein Wunder war es, daß sie sich überhaupt noch auf den Beinen halten konnte.

Beim Wassergraven kam der große Braune zu Sturze, und kaum war ich glücklich darüber weg, als ich mich nach Painkiller umsah. Der kleine Schimmel hatte alle Hinder­nisse mit einer Leichtigkeit genommen, wie das eben nur Irländer tun können, und ich sah auch, daß der Kapitän so ruhig in seinem Sattel saß, als wenn er sich zu Hause auf seinem Lehnstuhl befunden hätte.

F061