5. Junt 1904
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□ Die Gauturnfahrt des Turngaues esen hat gestern bei schönstem Wetter stattgefunden. Aus allen Bezirken, von Kirchhain, Frankenberg, Weglar, Marburg, Schlitz 2c. waren sie zahlreich in Hungen vereinigt, die Jünger Jahns, um nach einem flotten Marsch im friedlichen Wettkampf( volkstümliche Uebungen) sich noch einen Gichenkranz zu holen. Das Kampfgericht hatte wieder angeftrengte Arbeit. die Punktzahl in richtiger Weise den Einzelnen zuzuschreiben, da das Wettturnen sich immer mehr auch in ländlichen Vereinen einbürgert. Von den 102 Wetturnern erhielten u. a. folgende Preise:
1. Preis Ludwig Bepler, T.-V. Gießen
Jean Hof,
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Hch. Wagner- Großen Linden
Wilh. Schmidt- Launsbach
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Mar Günther Lollar
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Christ. Schmidt, T.-V. Gießen
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Lud. Lenz, M.-T.-V. Gießen
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Carl Schneider- Lollar
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Phil. Hörr- Launsbach
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Jaf. Steinmüller, M.- T.- V.Rodheim 2212
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Hch. Hamel, T.-V. Gießen
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Carl Reh, M.-T.-B. Rodheim
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Rich. Schubecker, T.-V. Gießen
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Hch. Scheld Großen- Buseck
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J. Becker, M.-T.-V. Gießen
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▲ Grünberg, 6 Juni. In der am vorigen Samstag Abend abgehaltenen Gemeinderatssigung waren anwesend die Herren Bürgermeister Zimmer, Beigeordneter Keil und die Gemeinderäte Frant, Kaiser, Moll, Möller, Ranft, Sehrt und Trinkhaus. Der 1. Punft der Tagesordnung: Gesuch der Industrielehrerin Johannette Balser um Gehaltserhöhung wird bis auf weiteres zurückgestellt. Dasselbe geschieht mit dem 2. und 3. Gegenstand der Beratung, ersterer betr. die Anbringung vom Fensterläden bei der Wohnung des Herrn Lehrer Roth und der andere die Wahl eines Feldgeschworenen für den verstorbenen Jakob Ha a III. Hierauf erhält Herr Launsbach- Ettingshausen als Mindestfordernder im Eubmissionswege den Zuschlag zur Ausführung der Pflasterarbeiten bei dem Schulsaal. Der Anschaffung eines Bücher frankes für die höhere Bürgerschule soll Folge gegeben werden. Beschlossen wurde die Abschaffung des Simmentaller Bullen wegen Bösartigkeit. Zum Schluß wird noch befannt gegeben, daß das auf der Alsfelderstraße zwecks Anlegung einer neuen Straße angetaufte Haus erst am 1. April n. J. abgerissen werden soll. Schluß der öffentlichen Sigung gegen 9 Uhr.
*** Klein- Linden, 5. Juni. Am letzten Freitag wurde der Ehrenpräsident des Gesangvereins„ Eintracht", der Eisenbahnbedienstete Philipp Naumann beerdigt. Viele seiner Kameraden gaben demselben das letzte Geleite.
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Lüzellinden. Hier hat sich letter Tage ein TurnVerein gegründet; es sind bereits ca. 30 Mitglieder zu verzeichnen. Die Turngeräte werden demnächst eintreffen. Wir münschen dem jungen Verein ein allseitiges freundliches Entgegenfommen und eifrige Unterstüßung.
X Bieber b. Rodheim, 6. Juni. Am heutigen Tage wurde der Fabrikbetrieb in der im vorigen Jahre erbauten Bigarrenfabrik des Herrn Kommerzienrat Gail- Gießen eröffnet. Die Firma Gail hatte schon während des verflossenen Winters auf der nahen„ Kronen- Mühle" einige 20 Arbeiter beschäftigt, welche jeßt nach den neuen Arbeitsräumen überfiedeln.
+ Marburg, 4. Juni. Der nach Unterschlagung von 60,000 Mart flüchtige Kassenrendant Krämer aus Berleburg wurde in Altenhunden verhaftet.
Beug verschenkt wern dert. Wäi ech nu aach hieging en wollt äbbes, weil ech doch üwerall debei woar, geschenkt hu, funge se o se lache en mante, fer mich wehr naut do. M'r ginge deswege aach gleich fort en ginge emol uff de Festplatz erum en traffe dann do noch de Gesangverein„ Concordia" vo Diez en die Gesangsabteilung vom Turnverein Dilleburg. Wäi m'r dann so e Zeitlang beim Seipp do d'r Liebigshöh gesesse harre, foame do uff amol die Senger vom Gesangverein Eintracht" in Hunge. Se harre metgesunge en aach en Preis gegcidd, wäi däi Kerle sich freue däre. Henach seht sich aach noch de Gesangverein Germania" do Lollar bei us, se harre zwoar bluß e lobend Erwehning gridd,' moachten ower doch Spoaß.
Noach' r Weil ginge m'r aach emol en die Festhall en do stanne groad die Senger vo d'r Heiterfeit" vo Fechenheim do en dere die schene Preiße lowe, däis gäwe hatt. Speter ginge m'r dann aach moal uff de Jurplay. Fern woar so e Rockerbäcker en dann foam d'm Walldorf sei Kunstausstelling en näwe dro woar so e Karussel vo laurer Berle en Selwerzeug. Ech glawe, so Dent tost baal honnert Mart. Gleich denäwe stann so en Kühmattegraf, do ginge m'r aach amol eninn, en wäi in't do e Zeitlang saße, moachte se die Lichter aus en do toame uff amol so e Bortion Scheffe aus d'r Eck eraus en uff amol woarn se aach wirrer verschwunne. Hernoch foam aaner, der dert Rod foahrn, en wäis Gewirrer woar d's Dos en e Gortewirtschaft gefohrn en hat en Desch met sammt de Gäst immgeschmisse. Hernoch bunn se sich dann emol fräftig gehage, bis d'r Schußmann foam en nohm se met. Wäi alles fertig, ginge m'r eraus en setzte us uff die Schaufeln vom Walldorf en wäi m'r so e Weil geschaufelt harre, guck ech mich um en sehe, doaß mei Ahlt aus der Schaufel gefloge ek. Ech sprenge eraus en well se suche, foann se ower nirgends fenne, bis ech uff amol im Jungblut ſein Hof komme, leid se do en streckt die Väir, se hat sech ower weirer net wieh gedoh en ech goawer amol en flane Schnops, doaß wirrer uffsteihn konnt. M'r moachte us ower so langsam zum Bostfäller, wo d'r G.sangverein„ Sängerlust" vo Berfersheim logiere dert en bläibe do üwer Naht Ehe m'r us lege dere, ginge m'r erscht noch emol en die Wirtschaft en do saß näwe de Gesangverein„ Eintracht" do Biersdorf en die„ Germania" vo Daaden, däi drunke us zu.
De annern Morge so gege 9 Auer stanne m'r uff en ginge emol bei'n Carlé, wo d'r Gesangverein„ Liederkranz" vo Darmstadt logiert hoat en traffe do noch e poar vom Gesangberein Sängerlust" in Dieburg en vom Gesanverein " Liedertafel" in Marburg, däi de Dwend verher de Zaug verspet harre en sich häi e Bink an leiste wollte. Che m'r dann uff de Festplat moachte, läife m'r erscht noch emol bei'n Pfau, wo die Eintracht" vo Biedenkopf dert logier'n ne do soahn m'r e poar vo d'r„ Liederluft" in Enkheim, däi sake en d'r Eck en moachte saure Gesechter.
M'r ginge dann uff de Festplaß en saßte us bei'n decke Wigandt en belurte vo häi aus d's Fest. Wäi m'r so e Gesangverein" Heiterkeit" in Fechenheim doher, däi harre Beitlang do saße, foam uff amol so e Bortion Senger dom Kaffedutte uff de kopp gefaßt en läife wäi narrig dorimm. E Weil druff foam aach de Gesangverein" Liederkranz" vo Kirchen met Schaße gefoahrn, en moachte als off'm Festplat erimm. Nach vom Gesangverein„ Frohsinn" vo Fechenheim woar noch e Bortion doa. Wäi m'r nu vern van de Ausgang foame, stanne do e poar vo d'e Freiwillig Sanidätsfolonne, däi fregte mich, ob ech aach emol wellt verbonne sei, es det jo net väil tofte. M'c ginge dann im„ Frankf. Hof", wo die Winfridia" vo Fulda enlogiert woar, se mettog. Bäi m'e nu do aam ässe woar, foame dann noch e poar vo de„ Eintracht" in Glodebach en sahte, doaß die „ Sängerluft" vo Langenfebold en de Frohsinn" vo Londorf en aach de„ Concordia" vo Windecke beim Fest gewese woarn.
*** Frankfurt a. M. 5. Juni. Gestern wurde in hiesiger Gemarkung mit der Heuernte begonnen, ebenso in for Leirer enoff gekrowelt en owe ſteh gebliewe, m'r moant, Schwanheim. Ertrag„ gut“.
*** Aus dem Taunus, 5. Juni. Die Gemeinde Dillingen im Kreise Homberg begeht heute die Feier
De Dwend ginge m'r dann wirrer en die Festhall, weil m'r die Torner wollte seh, en wäi e Zeit lang gewort harre, foame se aach omarschirt. Uff amol moachte se die Lechter aus, en steckte uff d'e Biehn bontige Streichhölzer o en wäi m'r qucke dere, woar so e Bortion vo dene Kerle do owe häd de Loft Balke, so stanne die Borschen, dann foame so e poar, däi däte o sor Stang erimm torne, wäi die Saaldenzer, m'r mant se mißte fon Kommi sei. Wäi ihres 100 jährigen Bestehens. Damals im Jahre 1804 boas fertig woar goabs d's Feuerwerk, doas woar wirklich e Schenheit. Mei Ahlt wollt ganz narrisch wern en bei jerem Schuß, dens goab, fählse en die knie. Die Leit erum lochten, ich awer nohm mei Alt beim Darm un gi noah'm Felsefeller wo de Gesangverein„ Sangerheim" vo Sinn logiert hat. Dort schliefe m'r de Noacht iwer en fuhre de annern Morje haam. Wäi ech zu Haus ower en mein Gäldbeul guce iß alles fort, es wurd m'r jo ebes haiß bei d'm Gedonte: du lieber Aufuschtin, Aufuschtin, alles is hin alles is hin. Mei Alt drest mich da gleich un sogt:„ Loß Guschtov, die Hauptsach ro de Geschicht eß jo, m'r woarn emol uffen Gäßer Sängerstreit, en schie worsch
legte Landgraf Friedrich V. von Hessen Homburg unweit des durch die Pest zu Grunde gegangenen Dorfes Dillingen das heutige gleichnamige Dorf an, 18 Familien aus dem Dorfe Melos- Gehag im Kreise Lauterbach siedelten fich domals an.
Aus dem Gerichtssaal.
Straffammer.
Gießen, den 4. Juni 1904.
Die Rammer hatte sich heute als Berufungsinstanz lediglich mit der Privattlagesache des Kaufmanns Ferdinand Heß zu Grüningen und des inzwischen nach Erzhausen versezten Lehrers Martin Jung gegen den Bürgermeister Gilbert wegen Beleidigung zu befassen. Die zwei ersteren hatten beim Amtsgericht Lich Klage erhoben, worauf dieser Widerklage erhob. Beide Parteien wurden vom Schöffengericht freigesprochen. Dieses Erkenntnis wurde durch Berufung angefochten; Bürgermeister Gilbert aber zog vor der Verhandlung seine Widerklage zurück. Die Bemühungen Die Bemühungen einen Vergleich zustande zu bringen scheiterten, weshalb die meisten der 32 geladenen Zeugen vernommen werden mußten. Mit Rücksicht auf die vorhergeschrittene Zeit, wurde die Urteilsverkündung auf nächsten Mittwoch Vorm. 11 Uhr ausgefeßt.
En Besoch uff dem Gäßer Sengerstreit. Von Guschtav Velten aus L.... ( Schluß.)
De Dwend im Dcht dere se dann die Preiße verschente laurer Gold en Sälwer,' s woar wirklich schoad, doaß d's
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Neueste Nachrichten.
Das direkte hessische Wahlrect teine Verschiebung bis zum Herbst!
Der von 23 Abgeordneten der Zweiten hessischen Kammer an das Präsidium gerichtete Wunsch, die Beratung der Wahlrechtsvorlage bis zum Herbst zu bertagen, ist nicht berücksichtigt worden, wie aus folgender Mitteilung hervorgeht:
Darmstadt, 4. Juni. Auf Einladung des ersten Präsidenten der Zweiten Kammer versammelten sich heute der Gesamtvorstand der Zweiten Kammer mit den Vorsitzenden der verschiedenen Parteigruppen, um zu dem Wunsche der Abgeordneten Dr. Heidenreich und Konsorten die Beratung der Wahlrechtsvorlage auf den Herbst zu vertagen, Stellung zu nehmen. Nach eingehender Beratung der von den Herren für die Verschiebung vorgebrachten Gründe erwies sich eine vollständige Einmütigkeit aller Anwesenden in der Richtung, daß auf eine derartig wette Hinausschiebung
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dieser wichtigen Vorlage unter keinen Um. ständen eingegangen werden könne.
Es wurde noch besonders hervorgehoben, daß das Ansehen der Zweiten Kammer notwendigerweise Ginbuße erleiden müsse, wenn sie, obschon noch über 100 Gegenstände der Erledigung harrten, darunter mehrere große Gesetzesvorlagen, sich jegt ohne absolut zwingende Gründe als nicht arbeitsfähig erweisen würde. Die Kammer wird nunmehr auf 28. Juni, also nach Beendigung der Heuernte, einberufen. Die Tagesordnung zu der anberaumten Sitzung ist auch bereits ausgegeben, sie umfaßt 15 Punkte, darunter als 15. Bunft: Regierungsvorlage, den Gesezentwurf die Landstädte betreffend( Wahlrechtsvorlage). Eine Anmerfung besagt: Position 15 wird am Mittwoch, den 29. Juni als erster Gegenstand auf die Tagesordnung gesetzt.
In weiterer Ergänzung vorstehender Nachricht diene noch folgende Mitteilung:
Darmstadt, 6. Junt. Gestern Nachmittag fand in der Stadt Pfungstadt" unter Vorsitz des Grafen von Oriola eine Sigung des Landesausschusses der Nationalliberalen Partei im Großherzog= tum Hessen statt. Das Referat über den Hauptpunkt der Tagesordnung: Hessisches Wahlgeset", erstattete Abgeordneter Reinhart- Worms. Schluß der etwa vierstündigen Versammlung gelangte folgender Antrag des Herrn Dr. Osann I. zur Annahme:
Zum
Der Landesausschuß, ohne über die Frage der indirekten Wahl und über die Kautelen der letzteren sich heute auszusprechen, ist der Ansicht, daß der neue Wahlgesehentwurf nur in Verbindung mit einer den Inhalt desselben bildenden Aenderung der Wahlkreiseinteilung, und die Einteilung in die Wahlkreise in dem Landtage im Einverständnis mit der Regierung, zur Verabschiedung gebracht werden soll."
Der Antrag wird der Landtagsfraktion übermittelt. Brieftasten.
Nach Ruppertenrod. Auf Wunsch teilen wir Ihnen hierdurch mit, daß der in Nr. 121 veröffentlichte Artikel, den Küfer Seim betreffend, nicht vom Herrn Lehrer Strack von dort uns zugesandt wurde.
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Dienstag, den 7. Juni. Beitweise wolkig, etwas fühler, vielenorts Gewitterregen( im Westen und Süden).
Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Großh. Kurtheater Bad- Nauheim. Spielplan.
Montag, den 6. Jun: Altheidelberg. Mittwoch, den 8. Juni: Charleys Tante. Freitag, den 10. Junt: Bettelstudent. Stadttheater Gießen. Dienstag, den 7. Juni: Bettelstudent. Stadttheater Marburg. Donnerstag, den 9. Juni: Zigeunerbaron. Marfiberichte.
** Fruchtpreise am Grünberger Fruchtmarkt vom 4. Juni. Weizen 17,00-00,00, Rorn 14,00 bis Gerste 12,50, Hafer 14,00-00,00, Erbsen 20,00, Samen 00,00, Kartoffeln 4,50-4,60, Linsen 00,00 Mart. Alles per Doppelzentner.
Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14.
Es können eingestellt werden:
1 Gartenarbeiter, 1 Installateur, 1 Wagner, 3 Schreiner, 1 Bäcker, 1 jüngerer Friseur, mehrere Arbeiter, 2 Weißbinder, 12 Dienstmädchen, 3 Lauffrauen.
Lehrlinge: 1 Bäcker, 1 Kaufmann. Es suchen Arbeit:
1 Steinhauer, 1 Schlosser, 1 Heizer, auch Maschinenſchloſſer, 1 Schneider, 2 Wasch- oder Puzfrauen, 1 Fahrbursche, 1 Dienstmädchen, 1 Bureaugehilfe.
Lehrlinge: 1 Installateur, 1 Tapezier, 1
Schreiner.
Verantwortlich: für den politischen, vermischten und unter: haltenden Teil Albin Klein Gießen; für den lokalen Tell Karl Klose, Grünberg.
Ein Frankfurter Roman aus der Feder des beliebten Schriftstellers Rudolf Herzog unter dem Titel„ Das Lebenslied" beginnt soeben in der neuesten Nummer der„ Gartenlaube" zu erscheinen. Die Vorzüge der Herzogschen Feder, seine überaus lebenswahren und sympatischen Figuren, der große Reichtum und die Leichtigkeit und Ausdrucksfähigkeit seiner Sprache sind auch hier wieder unverkennbar. Das Lebenslted" ist ein Künstlerroman, und das kunstliebende Frankfurt und einzelne Gegenden der hessischen Lande geben das Theater für die reichbewegte und spannende Handlung ab. Anheimelnd sind einige Frankfurter Originaltypen. Diese neue Schöpfung Herzogs wird zweifellos gern gelesen werden und für die Gartenlaubegemeinde einer jener Romane sein, zu dem man auch später gerne wieder greift. Probenummern mit dem Anfang dieses Romans werden von jeder Buchhandlung auf Verlangen gratis geliefert.
Bekanntmachung.
Die Reparaturen an der städtischen Laftwage am Seltersberg sind beendet. Die Wage kann von heute an wieder benugt werden. Gießen, den 6. Juni 1904. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum.


