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Lokales.

4. Februar 1904.

Der Großherzog wird noch einige Tage in England bleiben und vielleicht an der Vermählungsfeier des Herzogs von Teck und der Prinzessin Alice von Groß­britanien, einer Kousine des Großherzogs, beiwohnen.

** Generalleutnant Freiherr von Gall weilt seit gestern in Gießen um an den Rekruten- Besichtig ungen teilzunehmen.

+ Das neue Universitätsbibliotheks ge­bäude wird eine elektrische Anlage zu Beförderungszwecken mit erhalten. Die dafür ausgeschrieben gewesene Submission ist vorgestern gewesen und haben dafür veranschlagt die Firmen Christophersen 6400 Mt., Baumann 7368,83 Mt., Fertsch 8 307,12 und Weißbäcker 8 368,95 Mt.

X Wie verlautet, wird im Herbst d. Js. das Examen für Finanzaspiranten II. Kategorie abgehalten wer­den; auch findet in diesem Jahre voraussichtlich zum ersten Male ein Examen für Steuerkommissariatsgehilfen und Bureauvorsteher statt.

* Die Universität Gießen war bei der vorgestrigen Beerdigung des Staatsministers i. P. Finger durch den Rektor Professor Dr. Brauns, die Juristische Fakultät durch Geh. Justizrat Prof. Dr. Schmidt, die Medizinisce Fakultät durch Prof. Dr. Sommer vertreten. Im Namen der Universität legte der Rektor einen Kranz am Grabe nieder.

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Stadttheater Gießen. Morgen Freitag geht 14. Freitags- Abonnementsvorstellung Shakespeares Othello" in der bekannte Beseßung in Szene. Die ab­gerundete Vorstellung hatte bekanntlich das erste Mal einen vollen Erfolg zu verzeichnen, an dem namentlich die Träger der Hauptrollen, die Herrn Sandorff und Teleky sowie Frl. Hohl Teil hatten.

+ Verhaftet wurde gestern wegen Verbrechen im Amt der Stationsassistent Fischer in Gießen.

** Die Vergiftungsfatastrophe in Darmstadt hat noch zwei weitere Opfer gefordert. Dienstag mittag verstarb der bei seiner Mutter sich in Pflege befindliche 30jährige Privatier Otto Heumann und Mittwoch morgen das im Pensionat sich in Privatpflege befindliche 53 Jahre alte Fräulein Emilte Schleuning. Damit hat die Kata­strophe der Alice- Kochschule elf Todesfälle gefordert. Von den übrigen Erkrankten sind Frau Bernius und Frl Mohr vollständig wieder hergestellt.

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*** Der Ortsgewerbeverein Gießen hielt gestern Abend im Restaurant Feidel eine Monats versammlung ab. Dieselbe nahm einen wohl selten anregenden und interessanten Verlauf, auf der anderen Seite aber war auch den Vereinsmitgliedern und den Hand­werkern des Reichstags- Wahlkreises Gießen- Grünberg- Nidda wieterum der Beweis gegeben, mit welch großer Opfer­willigkeit und Anhänglichkeit der jeßige Abgeordnete Kommerzienrat Heyligenstaedt sich den Interessen der einzelnen Berufe widmet. Vor Beginn der Tagesordnung nahm zunächst das Vorstandsmitglied Herr Schlossermeister Dürr das Wort und gratulterte dem 1. Vorsißenden des Gewerbevereins, eben unseren Abgeordneten, zu seinem 62. Geburtstag mit dem Hinweis, daß es doch hoch anzuer­tennen sei, daß Herr Kommerzienrat Heyligenstaedt sogar an seinem Geburtstage sich dem Verein widme. Die An­wesenden stimmten in das ausgebrachte Hoch auf ihn recht fräftig mit ein. Hierauf berichtete Herr Kommerzientat Heyligenstaedt über die leßten Reichstagsverhandlungen, speziell über den von den Nationalliberalen eingebrachten Antrag betr. Invaliditäts- und Altersversicherung der Handverker. Referent betonte hierbei, daß die Regierung jezt die Ueberzeugung hat durchblicken lassen, dem Hand­werferstande unserem Mittelstande mehr entgegen zu kommen und dadurch vorzubeugen, daß die Sozialdemokratie nicht weitere Wurzeln innerhalb desselben fassen kann. Obgleich der Antrag nicht die gewünschte Annahme ge­funden hat, es sollen erst Erhebungen angestellt werden inwieweit das Gesetz gewünscht wird, sind von Seiten seiner Fraktion neue Anträge für die spätere Durchführung vorgesehen. Im Verlauf des Berichtes fam Redner auch auf das Arbeiten des Reichstages mit zu sprechen. Herr Stadtv. Petri dankte dem Berichterstatter für seinen lichtvollen Bortrag und die Versammlung würdigte das An­gehörte durch Erheben von den Pläßen. Es entspann sich dann eine recht lebhafte Debatte über die Errichtung der Handwerkergerichte, wobei geäußert wurde, daß man mit dem Verfahren an den Gewerbegerichten gar nicht einver­standen sein kann. Liegen Streitigkeiten wegen technischen Fragen vor zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, dann sollten auch solche Beisiger zu den Verhandlungen herange­zogen werden, die dem Gewerbe der Kontrahenten mit an­gehören. Mehrere Beispiele wurden ins Treffen gezogen und war man sämtlich der Ueberzeugung, daß dem Uebel ftand abgeholfen werden müßte. Es kommt z. B. vor, daß in einer Streitfrage zwischen einem Baumeister und seinem Arbeiter ein Bäck r oder Wirt mit Recht sprechen soll oder umgekehrt ein Wirt die technischen Streitfragen zwischen einem Schreiner und seinem Arbeiter Seurteilen soll. Der Vorstand des Gewerbevereins ist beauftragt die näheren Schritte in die Wege zu leiten. Auch das Submissions. wesen tam wieder zur Sprache und zum Schluß die Ar­beitsberechnung der einzelnen Handwerker. Der letzte Bunft wird ebenfalls in einer der nächsten Sizung eingehend be­handelt werden und hat sich Herr Kommerzienrat Heyligen staedt bereit erklärt wenn die Zeit es ihm gestattet gerade darüber zu sprechen. Damit hatte die Versamm lung ihr Ende erreicht. Alseitig wurde es bedauert, daß die Handwerker sich so wenig an den Versammlungen be= teiligen, so mancher hätte gerade gestern Abend viele ver­wendbare Lehren für sein eigenes Geschäft mit nach Hause nehmen können.

** Besizwechsel. Die Firma Büttner& Damm taufte das Haus des Schneidermeisters Pfaff in Gießen ( Walltorstraße) für 23 000 Mt. und Schneidermeister Pfaff

faufte von der Firma Büttner& Damm das Haus Eer­straße 14 für 33 000 Mt. Die Hofraite der Gebr. Butt, Steinſtr. 88 in Gießen, ging an Buchhalter Rühl für 25 000 Mt. über.

= Aus Hessen. Mit 37 Jahren noch Refrut ge­worden. Nikolaus Bernhard von Todtenhofen bei Dieden­hofen wurde 1888 zum Train ausgehoben, flüchtete aber furz vor der Einstellung über die französische Grenze. Von Heimweh getrieben, fehrte er kürzlich in die Heimat zurück; er wurde gefaßt und in die 12. Kompagnie des Infanterie- Regiments Nr. 87( Mainz) gesteckt. Außerdem vom Kriegsgericht wegen Fahnenflucht zu 6 Monaten Gefängnis und Versetzung in die zweite Klasse des Soldatenstandes verurteilt.

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+ Abendstern, 3. Febr. Für die hiesige Teilstrecke der Hauptbahn Lollar- Weglar stehen für mehrere Stationen bedeutende Betriebserweiterungen bevor. So werden zu Wißmar, Abendstern und Dorlar auch Güterstationen er­öffnet werden und für Azbach steht die Errichtung einer Haltestelle bevor. Es würden durch diese Errichtungen so­wohl den beteiligten Gemeinden sowie auch vielen Privatin­teressenten ihre längst gehegten Wünsche befriedigt.

Krofdorf, 3. Febr. Unter den von unserer Kreis­verwaltung in's Leben gerufenen verschiedenartigen Kursen, erfreuen sich besonders die Milchverwertungskursen eines eif­rigen Besuches. So nahmen beispielsweise zu Garbenheim über 50, zu Dutenhofen 24 und zu Azbach 34 Frauen und Mädchen an den in diesen Tagen abgehaltenen Kursen An­teil. Der Zweck derselben ist bekanntlich, unserer ländlichen Bevölkerung eine wirtschaftlichere, reinlichere und gewinn­bringendere Art der Butter- und Käsebereitung zu zeigen. Das bisher in hiesiger Gegend noch vielfache Topfverfahren muß als wirtschaftlich veraltet und mangelhaft gelten. Auch für weitere Gemeinden der hiesigen vereinigten Bürgermeisterei Azbach- Launsbach sind solche praktischen Kurse für die nächste Zeit vorgesehen.

Bieber b. Rodheim, 4. Febr. Morgen Freitag fin­Strupbach die erste diesjährige Holzversteigerung statt. det bei Gastwirt Schlierbach hierselbst für den Schußbezirk

= Wetzlar, 3. Febr. Der Fuhrmann Herling aus Bonbaden gertet auf dem Wege von Kloster Altenberg unter die Räder seines mit Frucht schwer beladenen Wagens und wurde förmlich zermalmt.

X Naunheim, 3. Febr. Unser im Emporblühen be­griffenes Dorf macht auch hinsichtlich seiner Schulverhältnisse immer größere Ansprüche. So wurde im vorigen Herbst bereits ein vierter Lehrer angestellt. In Ermanglung eines Schulraums resp. der Lehrerwohnungen werden in diesen Tagen für den Neubau die Arbeiten vergeben.

Lauter, 3. Febr. Da unser Kirchengeläute seither sehr unharmonische Töne erflingen ließ, dadurch, daß die mittlere Glocke gesprungen war und in lezter Zeit überhaupt nicht mehr geläutet werden konnte, so sah man sich genötigt, die defekte Glocke durch eine neue ersegen zu lassen. Die betr. Glocke wird nun in der lockengießerei des Herrn Rinfer in Sinn bei Herborn umgegossen und soll bis zu Ostern d. Js. im Verein ihrer beiden älteren Schwester­glocken, ihren neuen, reinen Ton wieder erklingen lassen; hoffen wir, daß sie zur vollen Zufriedenheit ausfällt.

Müde, 3. Febr. Dem herrschenden Wohnungs­mangel mangel soll abgeholfen werden; Bauunternehmer Winn- Gießen steht wegen Geländefauf in Unterhand­Derselbe Unternehmer will der Post gegenüber lung. ein Hotel erbauen, daß schon im Herbst d. J. bezogen werden soll.

+ Homberg a. d. Ohm. Der hiesige Ortsgewerbe­verein veranstaltete am Sonntag, 24. Januar, eine Licht­bildervorführung, die außerordentlich stark besucht war. Nach den schönsten deutschen Märchen( Rotkäppchen, Dornröschen 2c.) wurde eine Serie der prächtigen Bilder Ludwig Richters vorgeführt. Die Darbietungen wurden Am 31. Januar sprach mit großem Beifall aufgenommen. der Vorsitzende des Vereins, Reftor Dr. Krausmüller vor einer ebenso gut besuchten Versammlung über Bilder aus ft- und Westpreußen", besonders über die furische Die Ausführungen Nahrung und ihre Dünen.

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über Entstehung und Wanderung der Dünen und über die Ansiedelungsverhältnisse auf der kurischen Nahrung, die durch eine Reihe prächtiger Lichtbilder unterstüßt wurden, fanden allseitigen Beifall. Der Vortrag des Herrn Privatdozenten Zell aus Darmstadt über Baudenkmäler" mußte verschoben werden. Ein Buchführungskursus, der mußte verschoben werden. unter Leitung des Vorsitzenden am 17. Jan. begann und von 8 Teilnehmern besucht wird, geht seinem Ende entgegen.

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XRuppertenrod, 3. Febr. In unserer 750 Seelen zählenden Gemeinde wurden im vorigen Jahre nicht weniger als 15 Trauungen vorgenommen, eine noch nie erreichte Zahl. Im neuen Jahre haben bereits 3 Paare die Ehe geschlossen.

= Nidda, 2. Febr. Ein frecher Einbruchdiebstahl wurde in der Nacht auf Sonntag in einer hiesigen Gast­wirtschaft verübt, um so frecher, da diese an der Hauptstraße liegt und die Nächte seither hell waren. Er erbrach eine verschlossene Schublade und entnahm gegen 160 Mart. Man hat noch feine Spur von ihm.

Büdingen, 1. Febr. Gestern Abend wieder wurde ein Herr beim Anzünden einer Spiritusglühlampe nicht unerheblich im Gesicht verletzt.

Rauschenberg, 3. Febr. Am 1. Februar d. J. feierte Herrn Lehrer Manz z von hier in voller Rüstigkeit sein Dem Jubilar wurde der 50 jähriges Dienstjubiläum. Hohenzollernsche Hausorden mit der Zahl 50 überreicht.

Hopfmannsfeld, 3. Febr. In Kürze soll mit dem Bau der gemeinschaftlichen Wasserleitung Hopfmannsfeld­Hörgenau begonnen werden.

X Wächtersbach, 3. Febr. In dem benachbarten Dite Udenhain brachte gestern der 28jährige Tagelöhner Johann Eurich seinem 50jährigen Vater im Streit mehrere lebens­Er wurde aus dem Bett gefährliche Messerstiche bei. heraus verhaftet.

Frankenberg, 2. Febr. Ein gewisser Günther aus Frankfurt a. M., dessen Frau von hier stammt, siedelte von dort im Jahre 1898 mit Pferden und Wagen nach hier über und bezog hier ein villaähnliches Gebäude. Er stand im Rufe großen Reichtums. Gestern Morgen wurde er in­dessen wegen Wechselfälschung verhaftet.

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Kirchhain, 2. Febr. Die Hausbesißung des Landwirtes Johannes Geißel ging für 24 000 mt. in den Befiz des Kaufmanns Stern von Niederklem über.

() Frankfurt a M., 3. Febr. Im hiesigen Schlacht­hause wurde heute eine aus der Frankfurter Milchkuranstalt stammende Kuh geschlachtet, die das respektable Gewicht von 1780 fb. hatte.

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Darmstadt, 2. Febr. Landgerichtsdirektor Dr. Karl Meisel hat sich heute Abend gegen 6 Uhr auf seinem Amtszimmer erschossen. Meisel war etwa 50 J. alt und lebte in besten Familien- und Vermögensver­hältnissen. Das Motiv zur Tat erscheint völlig rätselhaft.

Mainz, 2. Febr. Nach einer hierher gelangten

privaten Nachricht wird die Pränfonsation des erwählten Herrn Bischofs Dr. Kirstein durch Breve erfolgen.

Neueste Nachrichten.

*** Berlin, 4. Februar. Soeben im Reichs­marincamt eingelaufenen Nachrichten, kann die Gefahr in Südwestafrika als beseitigt gelten. Windhut und Okahandja sind befreit worden. Die Hereros befinden sich in vollster Flucht.

Holz- Versteigerungen.

Wieseck. Freitag den 5. Febr. vorm. 10 Uhr werden aus den Diftritten Schrei, Haide und Badenburger Wäldchen nachverzeichnete Holzsortimente versteigert: Bau u. Nußholz: 1 Eichenstamm m. 0,38 m., 1 Fichtenst. m. 0,43 m., 7 Erlenst. m. 1,39 Fm, 2 Eschen- Derbstang. m. 0,08 m., 79 Ficht.- Derbstang. m. 2,61 Fm., 60 Eschen- Reisstang. m. 0,28 Fm., 1792 Ficht.- Reisstang. m. 7,21 Fm. Brennholz: 7 Rm. Eich. Scheith, 2 Rm. Erlen- Scheith., 4 Rm. Nadel­Scheith., 28 Rm. Buchen- Knüppelh., 51 Rm. Eich.- Krüppelh. 137 Rm. Nadel.- Knüppelh., 10 Jim. Aspen- Knüppelh., 2800 Wellen Buch.- Reisia, Durchforstung, 2320 Wellen Eich.- Reisig, Durchforst., 50 Wellen Erlen- Reisig, 250 Wellen Aspen- Reisig, 4160 Wellen Nadel- Reisig, 2 Rm. Nadel­Stockholz. Zusammenkunft am Distrift Schrei, oberhalb der Sandgrube.

Ettingshausen. Freitag den 5. Febr. wird im Gemeindewald nachstehendes Holz versteigert: 17 Stämme Ficht.- Schnitth. m. 28,21 Fm., 215 Stämme Ficht.- Bauh., m. 140,10 Fm. Samstag den 6. Febr.: 1749 Stück Ficht= Derbstang. m. 58,80 Fm, 2136 Stück Ficht.- Reisstang. m. 15,45 m. Anfang an beiden Tagen morgens 912 Uhr im Distrikt Riedstein.

Geschäftliches.

Bei den Kartoffeln ist, um höhere, sichere Erträge zu erzielen, häufiger Wechsel der Sorten erforderlich. Jeder Landwirt sollte daher alljährlich etwas Saatkartoffeln von auswärts fommen lassen. Eine außergewöhnlich frühe Speisekartoffeln ist die von der Firma Gebr. 8iegler in Erfurt unter der Bezeichnung Frühkartoffel Nummer Eins" angebotene Sorte, von welcher, wie im Inserat angegeben, im vorigen Jahre nachweislich bereits Mitte Juni schmackhafte und mehlige Kartoffeln geerntet worden

Marktberichte.

Gießen, 4. Februar. Auf dem heutigen Wochenmarkt tosieten Butter per Pfd 090-1.00 Mr., Hühnereter 2 Stüd 14-16 Bfg., Enteneier St. 8 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfa., Erösen per Liter 21 Pfg., Linjen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar mr. 0.80-1.00, pühner per Stüd M 1.30-1.40, Hahnen, per Stüd C.80-1.70, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänse der Pid. 65-70 fg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 62-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfo. 66-76 Pig. Schweine­fletsch gesalzen per Bfund 0.80 Bfg., Kalbfleisch per Bfd. 70-76 Big., Hammelfletsch per Pfd. 56-74 Pfg., Kartoffeln pro 100 Kilo 5.50 6.00 Mt., Zwiebeln per 3t. Mt. 4.50-5.00, Aepfel per Centner 20-25 Mt. Milch per Liter 18 Vfa. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit übeerhanp nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Um­herziehen feilgeboten werden.

Herborn,( Dill), 1. Febr. Auf dem heute abge­haltenen Markt waren aufgetrieben 287 Stück Rindvieh und 290 Schweine. Es wurden bezahlt für Fettvieb und zwar Ochsen I. Qual. 70 bis 72 Mt., II. Qual. 68 bis 70 Mt., Kühe und Rinder I. Qual. 64 bis 66 Mt., II Dual. 55 bis 60 Mt. per 50 Kilo Schlachtgewicht. Auf dem Schweinemarkt fosteten Ferkel 28 bis 40 Mt. Läufer 60 bis 70 Mt. und Einlegschweine 80 bis 100 Mt. das Der nächste Markt findet am 25. Februar statt. Paar. Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein für das Lotale, den Gerichts-" und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann

Jeder Meusch

hat es durch seine Lebensweise bis zu einem gewissen Grade in der Hand, sein Wohlbefinden zu erhöhen oder herabzusetzen. Hier hängt sehr viel ab von der Wahl der Speisen und Getränke und zwar in der Hauptsache von deren Zuträglichkeit. Ein schäd­liches Getränk, wie allzustarter Kaffee oder Tee, fann uns für den ganzen Tag beschwerden machen und die gute Laune verderben, während zum Beispiel eine Tasse Kathreiners Malzkaffee, zum Frühstück ge­nossen, den günstigsten Einfluß auszuüben und uns durch ihre wohlige, mildanregende Wirkung heiter und arbeitslustig zu stimmen vermag. Das sollte jeder zu seinem eigenen Besten bedenken.