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AUS FERNEN ZONEN
Alaska und feine Bukunft.
Selbst in der Volksanschauung ist das Goldland Alaska heute nicht mehr das einsame Land von Eis und Schnee, als welches es früher geschildert worden ist. Ueber das Klima von Alaska haben lange viele falschen Ansichten geherrscht. In Südoſtalaska, das durch die wärmende Luft vom Japanstrom milderes Klima hat, fällt das Thermometer selten auf Null, und der Unterschied von Hochsommer und strengstem Winter übersteigt nicht 25 Grad. Im Innern des Landes ist das Klima strenger.
Das Land ist weithin aufgeschlossen. Innerhalb der Letzten fünf Jahre sind Ingenieure für Telegraphenlegung und Eisenbahnbau, Kapitalisten, Bankiers und Lehrer den goldsuchenden Pionieren auf den Fersen gefolgt, so daß nicht nur Alaska, sondern der ganze weite Nordwesten Amerikas die wunderbare Entwickelung Kaliforniens wiederholt hat: Dampfer, darunter einige mit fürstlicher Ausſtattung, fahren auf den Flüssen von Alaska; Städte schießen auf mit organisierter Verwaltung, mit Schulen, Banken mit Straßen mit und Kirchen und täglichen Zeitungen, Pflasterung und elektrischem Licht. Telegraphen und Telephone verbinden die Hauptniederlassungen, und Eisenbahnen sind im Bau, die in einem bis zwei Jahren die Halbinsel von einem Ende zum anderen durchkreuzen werden.
Die erste Eisenbahn in Alaska ist im Jahre 1898 gebaut worden, um die Goldfelder von Kanadisch- Yukon zu crschließen, es war die Bahn von Skagway in Alaska nach White Horse im Yukon- Territorium; stellenweise kostete der Bau von einer englischen Meile eine Million! White Horse und Dawson im Goldfeldergebiet sind im Sommer durch moderne Dampfer, im Winter durch vierspännige Schlitten 11 berbunden. Dawson hat Wasserleitung, Telephon, Telegraph, Kirchen, Theater, Klubs und gute Schulen.
Bunte Blätter.
Unter den Eingeborenen Birmahs herrscht der Glaube, daß Lente, welche an einem Montag geboren wurden, eifersüchtig feien; am Dienstag Geborene wären rechtschaffen; Mittwochs Geborene lustig, doch auch sehr bald wieder ruhig; am Donnerstag Geborene sanft; am Freitag Gebørene schwaßhaft; am Sonnabend hißig und streitsüchtig; Sonntagskinder aber sehr sparsam, not
Unterscheidung der Stände in China. Die vier obersten Mandarinenklassen des himmlischen Reiches sind berechtigt, einen rotseidenen Regenschirm mit drei Falbeln vor sich tragen zu lassen, der niedrige Adel dagegen einen solchen mit zwei Falbeln. Studenten der beiden obersten Klassen haben einen, on einem fürbisähnlichen Knopf überragten Staatsregenschirm. Für die beiden folgenden Stufen iſt der Knopf nur von Holz, mit roter Farbe gestrichen. Auf dieſe folgt die fünfte Klasse, deren Schirm aus blauem Tuch mit bloß zwei Falbeln und rotgestrichenem Spizknopf bestehen darf. Dem Statthalter einer Provinz gehen stets zwei große, rotseidene Schirme borav* do thi
Der Kalif und der Kadi. Neben dem Palaste des Kalifen Hakkam II.( 961-976) hatte eine arme Witwe ein fleines Befizztum. Der Platz gefiel dem Kolifen, und er wollte ihn kaufen; aber der Beſikerin was er nicht feil. Die Gründe, die sie dafür angab, wurden nicht gehört, die Frau wurde vertrieben, und Hakkam bemächtigte sich des Plates. Er ließ einen prächtigen Pavillon darauf erbauen und umgab ihn mit großartigen Anlagen. In ihrer Not begab sich die Vertriebene zu dem Kadi Bechir nach Cordova, der schon vielen geholfen hatte, und bat deihn um seinen Beistand. Der Kadi versprach es. Er bestieg einen Esel, nahm einen leeren Sack mit und trabte zu dem Pavillon des Kalifen. Als er angekommen war und ihn in seiner neuen Aulage. fand, warf er ſich zu ſeinen Füßen und bat ihn, ihm erlauben, den mitgebrachten Sack mit der Erde zu füllen, auf der er, eben stand. Lachend erlaubte es ihm der Kalif. Nachdem Bechir Infertig war, wandte er sich von neuem an Hakkam.„ Zürne mir nicht," sagte er zu ihm, wenn ich dich zum zweiten Male angehe
er, Halfam,
hilf mir den Sack auf den Esel laden." Haffam mnßte lachen und ging daran, dem Kadi zu helfen. Aber kaum hatte er den Sack ein wenig gehoben, als er ihn sogleich wieder
or kaum drei Jahren lebten die Einwohner noch von und lachend über die schwere Last schalt. Siehst du," sagen ließ
Bechir,
Büchsenfleisch und Kartoffeln, heute haben sie alle möglichen dieser Sack iſt nur ein kleiner Teil der Besizung, die du dir fulinariſchen Genüsse zu ihrer Verfügung. Der Yukon, an sangeeignet, und du kannſt ihn nicht ertragen, wie willst du derdemi Dawſon liegend, bildet den Haupthandelsweg nach St.hu einst die ganze Beſizung auf dich nehmen und ertragen, wenn du Da verwandelte sich Michaels am Dehringsmeer; er ist leicht ſchiffbar, immg box Gott, deinem Richter, lehen wir? Sommer vermitteln ungefähr 40 Dampfer den Verkehr; die Heiterkeit des plötzlich in furchtbaren Ernst; er der Witwe, nicht nur ihre schald das Gis so feſt iſt, daß es ein Hundegespann und hat ein, daß er gefelt they the isle Den Bavillon und alle beladene Schlitten tragen kann, beginnt der Winterverkehr. Beſikung zurück, ſondern scheutte ihr Ein waghalsiger Reisender spürt dann einen Weg aus, der Herrlichkeiten, die er enthielt und die umgaben, dazu. micist von den anderen später benutzt wird. Uebrigens ist man nie während der Reise ohne telegraphische Verbindung.
Das Land hat auch große Reichtümer in Geſtalt seiner Pappel, Fichten- und Kiefernwälder und eine unvergleich Erst kürzlich sind
190 liche Wasserkraft in seinen Ströme Cotella bei Copper
reiche Petroleumquellen entdeckt. City wurde Petroleum 150 Fuß emporgeworfen; es rip alles fort, was im Wege lag, und konnte nur mit Mühe gedämmt werden. Die Fischerei von Alaska ist eine der reichsten der Erde, die Hälfte der ganzen Lachslieferung der Vereinigten Staaten kommt aus Alaska, und der Kabeljauertrag ist größer als der von Newfoundland, obwohl er erst in den ersten Anfängen ist.
Alaskas reiche Goldminen und sein ausgedehnter Belzhandel sind schon so häufig beschrieben worden, daß dadurch ein falscher Begriff von den anderen Hilfsquellen des Landes gegeben worden ist. Die Viehzucht hebt sich in Alaska so sehr, daß in wenigen Jahren regelmäßiger Vieherport vorauszusehen ist. Die reichen Grasweiden und die fehlenden Winterſtürme machen einige Teile des Landes zu idealen Werdepläßen. Fünf Orte in Alaska haben gegen wärtig eine Bevölkerung von über 1000 Einwohnern, und 11 Orte haben über 500 Einwohner. 30 öffentliche Schulen mit 36 Lehrern und 2000 Schülern wurden im Jahre 1902 in Alaska unterhalten; außerdem gibt es noch andere Schulen, 15 von der Presbyterianischen Kirche, 10 von der Protestantischen Episkopalkirche. Da Alaska größer als England, Frankreich, Deutschland, Portugal und Belgien ist, stellt es einen bedeutenden Teil der Vereinig
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Das Verschleiern der Frauen im Orient hat einen sehr nichtigen Grund. Es iſt weder eine religiöse Vorschrift, noch ist es, wie allgemien angenommen wird, aus Eifersucht der Männer entstanden: es ist einfach eine Sache des Gebrauchs und der Eitelkeit, eine Mode. Es gebot die orientalische Etikette, sich möglichst wenig sehen zu lassen; in Persien mußte man Worte an die Königin oder Großen des Reichs durch einen Vorhang sprechen, und es kam eine Zeit, in welcher vornehme und gut gesittete Damen in Zurückgezogenheit hielten und sich nicht öffentlich zeigten. Die Frauen der arabischen Stämme, die vor Mohammeds Zeit im siebenten Jahrhundert der Mode der schönen Welt nicht folgten, sondern bei den alten Sitten blieben, schlossen sich nicht in die Zelte ein und verhüllten sich nicht mit dem Schleier( Jackmasch). Lange Zeit änderte Mohammed nichts an dieser altherkömmlichen Freiheit; die Frauen sprachen ungehindert mit den Muselmännern, empfingen und machten Besuche, ohne daß die Männer das Zimmer berlassen mußten. Als aber der Prophet in den Augen der Welt ein großer Mann, ein Fürst geworden war, führte er um sich her die Bräuche ein, wie ſie, ſeiner Ansicht nach, seinem Range zukommen, und kopierte die amhofeder Sassaniden, dem Musterbilde orientalischen Zeremoniells, herrschenden häuslichen Umgangsmanieren: die Frauen mußten sich verschleiern und abgeſchloſſen halten und durften keinen Mann in ihre Gegenwart lassen. Dieser Neuerung entzogen sich die nomadisierenden, roheren Araberstämme lange Zeit, bis sie derselben sich auch fügten. Allmählich aber neue Brauch immer weiter Bahn; die niederen brach sich Stunde wollten den Großen und Reichen nachahmen, um ihnen wenigstens darin gleichzustehen.
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Montag, den+ Januar
erhessische Familienzeitung.
Tägliche Unterhaltungs- Beilage
Gießener Neueste Nachrichten.
Þænd and Balag ba Mchomer Berlagdbrudsret, vorm. Wilh. Nallar'ſche Buchdendal( pp. 1788); mentació: Kikin Kleis
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erbeleutnant.
utan ben Clariffa Sohde
Der König wachte eine heftige Bewegung mit der Hand. Genng! Sie haben wir zwar noch immer nicht miteteilt, was Ihre romantische Laune sich für die Beglückung Ihrer gar zu heißblütigen Hoidame ausgedacht und wohl ngar schon ausgeführt hat; aber, was es auch sei, den von di mir gefaßten Entschluß wird nichts zu ändern vermögen. Ich ersuche Sie daher, der Gräfin Montelieu- Sie werden hija wohl wissen, wo dieselbe sich augenblicklich aufhält 10.
fort meinen Befehl zugehen zu lassen, daß sie bei meiner ms Allerhöchsten Ungnade in vier Wochen sich bereit zu halten habe, dem von mir für sie ausgesien Gemahl, dem jungen Prinzen Schönaich, am Altare die Hand zu reichen. Andernenfalls bet sie für alle Zeit meine Staaten zu meiden."
Damit griff der König nach seinem auf einem Tischchen von Florentiner Arbeit liegenden Federhut und wandte sich der Tür zu; die Prinzessin jedoch hielt ihn zuri. 2001 Bitte, mein Bruder, einen Augenblick noch. Ich darf Ihnen nicht vorenthalten, daß die Gräfin ganz außer 9stande ist, Shrem Befehl nachankommen."
as heißt das?"
Der König, den Hut in der Hand, zeigte eine höchst un39 gnädige iene.
nzen daß eine Heirat zwischen dem Prinzen Das heißt, Jun Schönaich und der Gräfin Montelieu unmöglich ist." „ Unmöglich? Ich bitte Sie, feine Nätsel, ich bin heute zum Naten nicht gestimmt."
Die Brinzessin berührte leicht eine auf dem Tisch neben ihr stehende Blocke.
Unmöglich," sagte sie, weil die Gräsin bereits vermählt ist.'
Im selben Augenblick öffnete sich die Tür zum anstoßenden Salon und Javrat, in voller Paradeuriform, den Arm jedoch noch in der Binde, führte Julia, ganz in Schwarz gekleidet, mit schamhaft geröteten Wangen, die sie um so reizender erscheinen ließen, zu dem König, vor dem sie beide in die Knie sanken. Hinter ihnen wurden Seelen und der General v. Zieten sichtbar, letzterer die Hände gefaltet und den Blick, wie betend, nach oben gerichtet.
Husdruck ſeines Gesichtes war starr, eisig und falt, nur um Der König stand noch immer auf derselben Stelle, der die Mundwinkel zuckte es sarkastisch.
Wie, Prinzessin," wandte er sich zu der mit bittendem Blick zu ihm Aufsehenden, haben Sie neulich bei Ihren lebenden Bildern das lezte vergessen, und wollen Sie mir das noch nachträglich vorführen, oder was soll dieser Aufzug?" Majestät, es ist kein Aufzug. Sie sehen hier ein liebendes Paar vor sich, das in Not und Gefahr Treue bewiesen dio und mit Todesmut den gegenseitigen Besitz sich erkauft hat. Krönen Sie sein wohl erworbenes Glück dadurch, daß Sie das höchste Recht der Krone üben, gewähren Sie Gnade und Berzeihung.
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Auch Zieten wandte seinen Blick jezt dem Könige zu. " Gnade, Majestät! Der Segen unserer heiligen Kirche hat die beiden vereint. Kein Kaiser- und kein Königswort kann das rückgängig machen; denn was Gott zusammene fügt, das soll der Mensch nicht scheiden."
at 10 and 5 and 1906 901996 35mm( bo wetted on bloggen of idiot njej id
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( Nachdrud verboten.)
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Weiß Er's wirklich so genau, Generalmajor daß hier Gott und nicht der Teufel Chestifter herrschte der König den Alten an, während sein bes blick auch zugleich den neben diesem stehenden Seelen af. Er und Sein Stittureister hätten sich davor hüten sollen, die Nase in Angelegenheiten zu stecken, die euch nichts angehen. Meine Offiziere sollen die Waffen gut führen, aber keine Chestifter ſein."
Majestät," entgegnete Bieten, ohne sich durch des Könige Born einschächtern zu lassen, ich halt' es immer für n gutes Werf, mitzuwirken bei der Gründung eines christlichm Hausstandes."
„ Er soll sich daran genügen lassen, Seinen eigenen Hausſtand christlich zu halten, das übrige überlasse Er Gott und Seinem König. Er ist ein Aufsässiger gegen Seine obersten Kriegsherrn, Er und der Seelen, ich werde euch beide zur Verantwortung ziehen."
,, Wir stellen uns Euer Majestät zur gnädigen afe, wenn Sie nur diese Jungvermählin pardonnieren won!" Schweig Er! Die Brinzeß kennt meinen Willen. Es Und ohne noch jemand eines Blickes zu würbleibt dabei. digen, wandte der König sich und verließ mit Hallenden Schritten das Gemach.
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Favrat und Julia erhoben sich von den Knien, die Prinzek nahm die zitternde junge Frau an ihre Brust und redete ihr begütigend zu, während Zieten Favtats gesunde Hand ergriff und sie derb schüttelte:
„ Dacht's mir wohl, pardonnieren ist nicht König Friedrichs Sache. Gegen Fehler ist die preußische Majestät unerbittlich, namentlich wenn es seine Offiziere betrifft. Aber was tut's? Kopf oben, Freund; ihr habt euch beide, das ist die Hauptsache, und was Gott sonst über eich verfügt, müßt ihr hinnehmen. Kein Glück ohne Kampf, so steht's in Gottes Ordnung!"
Im Nebenzimmer waren Justina und Fräulein v. Reisewig unbemerkte Hörer der eben stattgehabten Szene gewesen. Jegt trat die Rittmeisterin an des Gatten Seite vor die Prinzeß.
" Königliche Hoheit wollen die Huld haben, uns zu beurlauben," sagte Seelen;„ es drängt mich, nach so langer Abwesenheit meine Kinder wieder aus Herz zu drücken."
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Nicht eher," entgegnete die Prinzessin mit ihrem anmutigsten Lächeln, bis Ihre kleine, eifersüchtige Frau Ihnen und meiner lieber: Freundin hier für alle Zeit Besserung gelobt hat. " Ich gelobe sie," sagte Justina, sich über die dargereichte Hand der Prinzessin beugend; seit ich alles weiß, habe ich nur Gefühle der Bewunderung für die Gräfin Julia Madame de Fabrat," ergänzte die Prinzessin.
Sie hat viel in Gedanken an dieser edlen Frau und Ihrem ehrenwerten Gattenndigt, Frau Juſting!" Gefilab ur aus
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übermäßiger Liche, könig" trat nun General v. Sieten für Bann sich schmiegende Frauen. für sich allein haben
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