Die Kämpfe in Tibet.
Berichte, die auf telegraphischem Wege von Indien nach London gesandt worden sind, lassen erkennen, wie gefahrvoll die Lage der britischen Tibetexpedition bei Gyangtse eine Zeit lang war Ueber die Einschließung der Expedition in Gyangtse durch die Tibetaner, heißt es 3. B. in dem Bericht:
400 Tibetaner hatten sich in einem die Flanke des britischen Lagers bestreichenden Dorfe, etwa 1200 Schritt entfernt, eingenistet, hatten dort Wallbüchsen auf den hohen dicken Mauern angelegt und machten sich mit ihrem Feuer schr unangenehm bemerklich. Es wurde daher, nachdem die erste britische Verstärkungskolonne 320 Mann- cingetroffen war, nicht gesäumt, das Dorf vom Feinde zu säubern. Am 26. Mai vor Tagesanbruch machten sich 300 Engländer daran, es von drei Seiten einzuschließen. Als der Morgen graute, entspann sich ein langwieriges, erbittertes Feuergefecht aus der Entfernung, während das Dorf Haus für Haus nacheinander gesprengt, gestürmt und zerstört werden mußte. Die Mauern waren zum Teil bis 10 Meter hoch und 3 Meter dick.
Im ganzen mußten sieben Breschen gelegt werden, und jedesmal entspann sich beim Sturme ein erbitterter Einzelkampf, da die Tibetaner sich, selbst wenn sie verwundet waren, meist nicht ergeben wollten. Wenn sie ihre Gewehre nicht mehr zu laden vermochten, warfen sie noch schwere Steine, und einzelne Verwundete wehrten sich noch mit Fäusten und Zähnen. Gegen Mittag versuchte eine kleine Abteilung Tibetaner, 15 Mann auf schwarzen Maultieren und einige 40 Krieger zu Fuß, dem Dorfe zu Hilfe zu kommen. Sie famen indessen in ein englisches Höllenfeuer aus Geschüßen, Marim- und Infanteriegewehren, so daß nur einer am Leben blieb und flüchten konnte.
Von den Tibetanern, die das Dorf besetzt gehalten hatten, sollen einige 50 entkommen, ebenso viele gefangen worden und die übrigen alle tot oder verwundet sein. Neben sonstigen Waffen hatten die Leute im Dorfe lange Schwerter, schwere, ungeschickte Waffen, wie sie in den Tagen der Kreuzfahrer geschwungen wurden. Das Dorf wurde fast ganz zerstört und der Rest von den Engländern besetzt.
Nichtsdestoweniger werden die Tibetaner den Briten noch manche harte Nuß zu knacken geben: In Lhassa wird nach Aussage der Gefangenen stark gerüstet und die Stimmung ist sehr kriegsmutig. Und die in Lhassa, das auf hohem Berge liegt, verschanzten Tibetaner ver igen nicht nur über so vorsintflutliche Waffen, wie ein Teil ihrer Landsleute bei Gyangtse, sondern dürften dank der freundwilligen Gesinnung der Russen gegen die Engländer mit modernem Kriegsmaterial reichlich versehen sein. Ueber den Berg sind die Engländer also noch keineswegs.
Nab und fern.
Das zweite deutsche atlantische Kabel ist soeben vollendet und somit die zweite dirette Verbindung zwischen Deutschland und Amerika hergestellt worden. Aus Nordenham wird dazu gemeldet: Am 1. Juni abends 9 Uhr ist die Legung der Newyork- Azoren- Strecke des von den hiesigen Norddeutschen Seekabelwerken hergestellten zweiten atlantischen Kabels durch ihre beiden Kabeldampfer„ Stephan" und„ v. Podbielski" in der Nähe von Newyork beendet ¡ vorden. Der Kabeldampfer„ Stephan" hat am 11. Mai in der Nähe von Newyork an die im vorigen Jahre von dem Kabeldampfer„ v. Podbielsti" verlegte Küstenstrecke angesplißt und in faum 11 Tagen ohne jede Unterbrechung zirka 3750 Kilometer im Gewichte von rund 4000 Tonnen ausgelegt, mit der bedeutenden Geschwindigkeit von 13 bis 16 Kilometer in der Stunde, bei einer durchschnittlichen Meerestiefe von 4550 Meter; die größte bisher erreichte Tiefe beträgt sogar 6530 Meter. Der Kabeldampfer„ von Podbielski", welcher 495 Kilometer Kabel im Gewicht von 500 Tonnen an Bord hatte, konnte das Küstenkabel bei Horta infolge eintretenden schlechten Wetters erst am 29. Mai verlegen und erfolge die Auslegung des Restkabels am Schlusse hier.
* Die Raubfischerei ausländischer Fischdampfer in deutschen Gewässern nimmt neuerdings erschreckend zu. Nachdem erst in den letzten Wochen drei fremde Fischdampfer, zwei englische und ein belgischer, durch die Wachsamkeit der deutschen Fischereischutzschiffe auf deutschem Fischereigebiete abgefaßt und ihrer Bestrafung entgegengeführt worden, kommnt jetzt von der Insel Sylt die Weldung, daß dort während vier Tage eine ganze Flotte englischer Fischdampfer innerhalt der deutschen Hoheitsgrenze gefischt hat. Es waren 25 große englische Fischdampfer, die in der Nähe der Insel völlig ungestört die deutschen Fischereigründe abfischten, dann aber in schnellster Fahrt davonjagten, als in südlicher Richtung ein Torpedoboot gesichtet wurde.
Der Kölner Raubmörder Kauerk gestand im Verhör, daß er bei dem Diebstahl in der Mansarde vom Dienstmädchen getroffen und dieses nach viertelstündigem hartnäckigen Rampfe niedergeschlagen habe. Als später die Herrin der Ermordeten klingelte, faßte Kauert den Entschluß, auch diese zu töten, sobald sie das Haus beträte, was glücklicherweise nicht sofort geschah. Die Kölner Behörde entdeckte die Spur des Mörders durch Angaben zweier Leute, die auf einer Kölner Herberge die von dem Mörder zurückgelassene Hose mit Kauert ausgetauscht hatten.
Der Streit um die Gräber. Ueber einen höchst eigenartigen Kirchhofstreit wird vom oberen Schwarzwald berichtet. St. Georgen ist das höchstgelegene Städtchen des badischen Schwarzwalds und durch seine überaus fleißigen, soliden Uhrmacher, die teils in Heimarbeit, teils in Fabrikindustrie tätig sind, bekannt. Bei der langen, oft sicbenmonatigen Dauer des Winters ist es meistens erst Ende April oder Mai möglich, die Gräber auf dem Friedhof in Ordnung zu bringen. Ta in den letzten Monaten seit Eintritt des Schnees mehrere Leerdigungen stattgefunden hatten, entstand nun in letzter Zeit Streit, wem das eine und andere Grob gehörte. Die Deffnung einzelner Gräber führte zu Feinem Ergebnis, da eben im steinarmen Schwarzwald fast alle Särge von Holz sind und aus der Größe oder Beschaffenbeit des Sarges kein sicherer Schluß auf den Inhaber des Grabes möglich war. So bleibt zur Schlichtung des unRemütlichen Kirchhofstreits nichts übrig, als die Erlaubnis der Behörde zur Deffnung der Särge einzuholen.
Betrogene Auswanderer. 2000 italienische Land. arbeiter, die von schurkischen Agenten, die ihnen kontraktlich Beschäftigung zugesagt hatten, aus ihrer Heimat gelockt und um ihr Letztes gebracht worden sind, liegen in Montreal
buchstäblich auf der Straße und sterben vor Hunger. Von der italienischen Regierung gesandte Unterstützungen sind erschöpft, und man befürchtet, daß die verzweifelten Opfer betrügerischer Habgier sich zu blutigen Ausschreitungen hinreißen lassen. Wann wird den berüchtigten Auswandererhyänen endlich einmal energisch das Handwert gelegt werden?
Eine sonderbare Erpressungsaffäre beschäftigt die Newyorker Behörden. Der 85jährige Millionär John R. Platt beschuldigt die Mulattin Hannah Elias, ihm durch Drohungen 700 000 Dollars abgepreßt zu haben. Platt lernte die Wulattin 1876 gelegentlich eines Sensationsprozesses kennen, bei dem sie als Zeugin eine Rolle spielte, und trat mit ihr in intime Beziehungen. Sie gab sich Platt, der Witwer und Vater zweier Töchter war, gegenüber für unverheiratet und spanische Untertanin aus. Nach einiger Zeit trat sie mit der Eröffnung hervor, daß sie das Weib eines Negers namens Davis sei und daß dieser gedroht habe, Platt und sie zu ermorden, wenn sie ihm nicht reichliche Geldmittel zufließen lasse. Daraufhin gab Platt ihr große Summen. Als er sich späterhin weigerte, immerfort in die Tasche zu greifen, drohte sie, seinen Töchtern Enthüllungen über ihr gegenseitiges Perhältnis zu machen. Er ließ sich wieder breitschlagen, bis ihm jetzt die Sache über geworden ist.
Ein schweres Verbrechen wurde von dem Kesselschmick Groh an seiner Geliebten im Walde bei Offenbach verübt Das Verhältnis zwischen den beiden drohte Folgen zu haben und Groh zog es vor, sich durch eine Bluttat von dem un glücklichen Mädchen zu befreien. Er schlug sie so lange mi einem Stein auf den Kopf, bis sie scheinbar leblos liegen blieb. Doch erholte sie sich wieder, als der Mörder entflohen war, und liegt jetzt schwer verwundet im Krankenhause. Grok wurde verhaftet.
Den Sieg im englischen Derbyrennen, das auf der Nenn bahn von Epsom zum Austrag kam, trug Herrn 2. de Roth schilds Hengst St. Amant davon. Der französische Favorit Gouvernant mußte sich mit dem sechsten Platz begnügen.
Aus dem Gerichtsfaal.
§ Doppelche. Vor der Straffammer zu Hanau hatte sich der 59 Jahre alte Arbeiter Ungermann wegen Doppelehe zu verantworten. Ungermann wanderte vor vielen Jahren nach Amerika aus und verheiratete sich im Jahre 1870 in Newyork. Als im Jahre 1897 seine Frau starb, heiratete er bald danach in Newyork eine 62jährige Witwe mit 10 Kindern. Seine Frau und die Stieffinder machten ihm das Leben recht schwer und er entwich ihnen nach Deutschland. Im Vorjahre ließ er sich sodann in Hanau unter Geheimhaltung seines noch in Amerika bestehenden Eheverhältnisses mit der Witwe Rosa Stamm aus Hünfeld standesamtlich trauen. Er wurde zu einer Gefängnisstrafe von 7 Monaten verurteilt.
§ Als Jack, der Aufschlitzer" machte der arbeitsscheue ,, Arbeiter" Stari Uzat gewisse Gegenden Berlins zur Nachtzeit unsicher. Er knüpfte mit Frauenzimmern an und zwang sie dann unter Drohungen, ihm Geld zu opfern, indem er erklärte, er sei Jack der Aufschlitzer". Er wurde zu 1½ Jahren Zuchthaus verurteilt.
§ Ein zweiter Dippold. Wegen Sadismus à la Dippold" hatte sich der aus Berlin gebürtige 33jährige Schriftsteller Martin Ludwig Greiner vor der 2. Straffammer am Landgericht Hamburg zu verantworten. Der Angeklagte wurde beschuldigt, in den Jahren 1900 bis 1903 zu Berlin den elfjährigen Knaben Krone, dessen Schularbeiten er be aufsichtigte, zur Befriedigung seiner Wollust unmenschlich gezüchtigt zu haben. Der Knabe wurde wiederholt des Nachts von seinem Lehrer aus dem Bette geholt und in der brutalſten Weise mittels Rohrstockes gemißhandelt. Der Angeklagte hatte sich den Knaben von dessen Mutter, mit der er eine Zeitlang intime Beziehungen unterhalten hatte, später von Berlin nach Hamburg schicken lassen. Die Mutter stellt dem Knaben ein ungünstiges Zeugnis als Lügner und Dieb aus, während seine früheren Lehrer ihn als einen braven Schüler kennen gelernt hasen. Der Knabe will seiner Mutter niemals Mitteilungen von seinem Martyrium gemacht haben, weil er wußte, dann würde er noch mehr gezüchtigt. Der Angeklagte wurde wegen fortgesetter Sittlichkeitsverbrechen zu 1 Jahr Gefängnis und 2 Jahre Ehrverlust verurteilt.
§ Der Mord an der Pariser Halbweltlerin Fougère bieschäftigt 3. 3t. das Geschworenengericht von Savoyen. Angeklagt sind die Dienerin und Vertraute der Ermordeten, Giria, der Gelegenheitsarbeiter Bassot und ein Erdarbeiter. Die Giriat, die gefnebelt am Tatorte aufgefunden wurde, ist die eigentliche Anstifterin. Ausgeführt wurde der Mord von Bassot in Gemeinschaft mit dem Lyoner Schneidergesellen Cadermann, der sich im Augenblick seiner Verhaftung erhängte. Von dem reichen Schmuck der Ermordeten konnten die Verbrecher nur einen kleinen Teil für 10 000 Francs absetzen. Den Rest der Juwelen verbargen sie in einem Gebüsch bei Neuville am Saomeufer, wo ihn der jetzige dritte Angeklagte, der dort mit Erdarbeiten beschäftigt war, fand. Er behiel den Schmuck und suche ihn uner der Hand zu verkaufen, weshalb auch er sich jetzt auf der Anklagebank befindet.
Bilse" eine Beleidigung. Der frühere Redakteur der ,, Ulmer Zeitung", Schönfelder, wurde wurde wegen Be leidigung des Obersten a. D. Hüger zu 20 Mark Geldstrafe verurteilt. Er hatte in einem Artikel den Obersten, der wegen Streitigkeiten mit seinen Vorgesetzten eine heftige Broschüre veröffentlicht hatte, einen„ Ulmer Bilse" und eine Querulantenseele" genannt. In beiden Ausdrücken fand der Gerichtshof den Tatbestand der Beleidigung. In der Begründung des Urteils heißt es: Dem Angeklagten mangelt nicht aller Grund, die Vorbringungen Hügers als überspannt, ja als querulierend zu bezeichnen. Die Art und Weise, wie Hüger seine Sache vorbringt, berechtigten ihn von seinem Standpunkt aus zu dieser Bezeichnung. Jedoch ist durch den Ausdruck Querulantenseele in der Form zu weit gegangen und dadurch den Schutz des§ 193 verwirkt worden. Das Buch Bilses zählt vom literatischen Standpunkte aus zur Schundliteratur, das mußte der Beschuldigte in seiner Stellung wissen. Bilse ist nicht mehr als individuelle Persönlichkeit, sondern als Typus eines Mannes aufzufassen, der die in gewissen Kreisen herrschende Abgeschlossenheit und Vertraulichkeit geflissentlich gemißbraucht hat, um die Skandalsucht zu befriedigen. Es fehlte Bilse an anständigem Charakter. Ein Vergleich mit ihm sei also eine Ehrenkränkung.
Vermischtes.
[ Rattenplage.] Die Bewohner des ostpreußische Städtchens Wisset haben unter einer furchtbaren Rattenplag zu leiden. In ungeheuren Scharen haben sich die häßliche Nager in Ställen, Scheunen, ja segar in den Wohnhäuser eingenistet und richten auf den Getreideböden und in de Kellern großen Schaden an. Auch unter dem jungen Ge flügel räumen sie auf. Bei einer vor einigen Tagen vor genommenen Jagd auf Ratten wurden in der Scheune eine Besitzers nicht weniger als 48 Ratten erschlagen.
+[ Todesstrafe für- Renupferde.] In Eßlingen bildet ein sonderbares Ereignis das Tagesgespräch. Auf dem dortiger Eisberge ließ der Major v. Rautenberg seine beiden Kenn pferde erschießen, aus Aerger darüber, daß sie den erhofften Sieg beim letzten Weilen Rennen nicht davon getragen haben Wie man sich denken kann, wird das schneidige Justizverfah ren, das der durch seine Rennpferde so schnöde um seine Hoffnungen betrogene Sportsman anzuwenden beliebte, gerade nicht mit den freundlichsten Glossen von seiten der Bürgerschaft begleitet. Das heißt denn doch die Eigentums. gewalt über Tiere gar zu frivol auffassen!
Sihung der Stadtverordneten.
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Herr Oberbürgermeister Mecum eröffnet 45 Uhr bie Sigung und giebt zum 1. Punft der Tagesordnung bekannt, daß er Herrn Geh. Medizinalrat Professor Dr. Riegel zu dessen 25 jährigen Jubiläum als Leiter der medizinischen Klinik im Namen der Stadt beglückwünscht habe; die Antwort darauf kam zur Verlesung. Ferner fam zur Verlesung ein Schreiben von Herrn Wihelm Homberger, des 1. Vorsitzenden des Geschäftsführenden Ausschusses vom Nationalen Gesangswettstreites, worin der Stadt nochmals gedankt wurde für die Bewilligung der drei Ehrenpreise. In jüngster Zeit ist auf Anregung des Herrn Forstmeister Köhler, ein alter Rosthaufen durchsucht worden, wobei mehrere Gegenstände aus der röm sch germanischen Zeit vorgefunden wurden. Dieselben sind, wie Oberb. Mecum ebenfalls mitteilt, bei Wahrung des Eigentumsrechtes der Stadt dem überwiesen worden. Oberhessischen Geschichtsverein überwiesen Kommenden Dienstag wird eine auswärtige Firma auf dem Hof der Bürgermeisterei Feuerlöschgeräte u. a. auch freistehende Steigleitern ausstellen und probieren lassen.- Am Mittwoch darauf wird Oberbaurat Smick von Darmstadt nach hier kommen und in Qued born das Wasserwerk zwecks verschiedenen vorzunehmenden Arbeiten in Augenschein nehmen. Abendes 8 Uhr hält er dann im Café Ebel den angefündigten Vortrag über unsere Kanalisation. Auf Anregung des Herrn Beigeordneten Georgi soll das Wichtigste aus diesem Vortrag, weil der Vortrag von allseitigem Interesse ist, gedruckt werden. Punkt 2 betraf 8 Bau- Dispensgesuche. Angenommen wurden das von Ferdinand Schmidt für Wetsteingasse 31( es handelt sich um den Bau eines Giebels), das von Prof. Mittermaier Liebigstraße 36, das für Büttrer& Damm für Ederstraße ( dieselben wollen zu ihren bereits erbauten Häusern, welche außer der Baufluchtlinie stehen, noch ein Hinterhaus errichten), das von Jakob Müller V. für Rodheimerstraße 69( der Gesuchsteller hat Dachräume zu einer Wohnung umgewandelt), das der Eisenbahnverwaltung für die Frankfurterstraße( hier dreht sichs um den Bau weiterer Arbeiterhäuser), das von Louis Hellmold wegen eines Schuppens in der Schwarzlach. Ausgesetzt wurde der Gesuch des L. Huhn für die Wetsteingasse. Abgelehnt wurde das Dispensgesuch der Deutsch. Amerikanischen Petroleumgesellschaft zur Errichtung eines Petroleumlagers.
Stadtverordnetenver
Die Gesuchstellerin will ein Tanklager hier errichten und zwecks besserer und bequemer Überleitung des Petroleums vom Eisenbahnwaggon nach der Anlage eine unterirdische Rohrleitung legen lassen, welche den Mittelweg freuzt; hierzu ist laut§ 5 des Drtebaustatuts Dispens erforderlich. Diese Angelegenheit beschäftigte schon einmal und zwar am 4. Januar die sammlung; das Gesuch wurde damals abgelehnt, weil man der Ueberzeugung ist, daß die D.-A. P.- G mit der Zeit eine Monopolisierung des ganzen Petroleumhandels herbeiführen werde und der Konsument Nachteile zu erwarten habe. Die Firma hat sich darauf hin an Großh. Ministerium des Innern gewandt und dessen Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe forderte von der Handelskammer Bingen, Gießen, Worme, Friedberg, Mainz, Darmstadt und Offenbach Berichte ein. Gießen hatte vor dem schon beantragt, man möge nicht durch besondere Vergünstigung den Bau der Tankanlagen dieser Firma mit fördern helfen und so der Monopolisierung Vorschub leisten. Für diesen Antrag sprachen sich die Handelskammern Bingen und Worms aus, Friedberg und Offenbach im gewissen Sinne dagegen, während die anderen Handelstammern eine direkte Stellung zu diesem Antrag nicht äußerten. Diese ganzen Berichte waren der Bürgermeisterei durch das Kreisamt zugestellt worden, sie kamen zur Verlesung und trotzdem beharrten auch dieses Mal wieder die Stadtverordneten einstimmig auf ihrem früher gefaßten Beschluß: den Dispens zu versagen.-- Punft 3: Umbau des vom Uhrmacher Schmidt läuft ch erworbenen Haus& der alten Hirsch. apotheke am Marktplatz wurde in nichtöffentlicher Sizung ver handelt. Die Bau- Deputation hätte, so bemerkte D.-B. Mecum vorher, das Gesuch nicht befürwortet. Der neue Fluchtlinienplan der Neuen Bäue ist vom Ministerium genehmigt worden Natürlich wird dessen Durchführung nur von Fall zu Fall vergenommen werden. Stadtv. Emmelius erinnerte hierbei an den Zustand der Krachenburg, wozu D... Mecum erklärt, daß nun erst die Besitzer Gebr. Weber durch neue Verfügung des schon einmal erlassenen Polizeibefehls auf Abbruch ge zwungen werden können. Auch sei das s. Zt. vom Architekt Weber eingebrachte Baugesuch für das Krachenburg gelände, welches damals nicht gutgeheißen wurde, somit abgelehnt. Gegen den in letter Sizung beschlossenen Fluchtlinienplan der Schwarzlach hatten mehrere Grundstücks besißer Einspruch
fchaft zum Herkul Don Adam Di Phil. Reigel fi Roch für Refta nachtungsgebäude für Bleichstraße
+ Gieß gefomten Operet Am Dienstag, Inferat befannt
liebter Betto findet außer E diefer erften Bo 6 Vorftellunger Abonnement fir ab bei Herrn Abonnements vorgesehen un wobei etwaig Fledermaus Bigeunerbaro A Cin find für fomme berein i ein Waldfeft an der nötig Stemm u Mitgliedern nehmer von Arbeiterv
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