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widmete Denkmal in Washington am 21. November d. J. enthüllt werden. Es hat ziemlich lange gedauert, bis die Yankees sich entschlossen haben, das kaiserliche Geschenk so aufzunehmen, wie man es bei einer auf Anstand und Wohl­erzogenheit Wert legenden Nation erwarten muß. Soviel scheint jedenfalls sicher: Ein zweites Geschenk wird Uncle Sam vom deutschen Kaiser nicht erhalten.

Hof und Gesellschaft.

** Der Kaiser, der mit seiner Gemahlin von der Ein­weihung der Mainzer Rheinbrücke nach Potsdam zurück­fehrte, besichtigte gestern vormittag auf dem Bornstedter Felde die Bataillone des Ersten Garderegiments 3. F. und das Lehrinfanteriebataillon. Die Kaiserin war ebenfalls in einem offenen Vierspänner dort eingetroffen; ferner waren die Ge­neralität und viele fremdländische Offiziere erschienen. Der Besichtigung schloß sich ein Exerzieren im Heuer an, zu wel­hem die zweite Kompagnie der Garde- Jäger mit einer Maschinengewehrabteilung, die Unteroffizierschule, das 3. Garde- Ulanenregiment und zwei Batterien der Garde- Feld­artillerie hinzugezogen waren. Nach dem Gefecht hielt der Kaiser Kritik ab. Sodann folgte Parademarsch. Darauf jezte sich der Kaiser an die Spitze des Ersten Garderegiments 3. F. und führte dasselbe nach der Stadt, wo er auf dem Kasernenhof das Regiment noch einmal defilieren ließ. Später nahm der Kaiser das Frühstück beim Offizierkorps ein. Die Kaiserin war nach dem Gut Bornstedt gefahren. Heute( Dienstag) erfolgt in Gegenwart des Kaisers die Ein­weihung des Jung- Wilhelm- Denkmals auf der Luiseninsel im Berliner Tiergarten.

Deutfcher Reichstag.

CB. Berlin, 2. Mai. ( 81. Siburg.) Nach längerer Unterbrechung wurde heute die zweite Beratung des Etats bei den Einnahmen aus 3 öll ent und Verkaufssteuern fortgesetzt. Da der Beschluß der Budgetkommission, zur Beseitigung der Zuschußanleihe die Matrikularbeiträge zu erhöhen, in den Einzelstaaten eine sehr ungünstige Aufnahme gefunden hat, machte der nationalliberale Abg. Dr. Pa asche den Vorschlag, in der drittten Lesung, um ihnen Erleichterung zu gewähren, die Einnahmen aus Zöllen höher anzusezen. Ohne es zu wollen, entfesselte er damit wieder eine allgemeine handelspolitische Debatte. Denn der freifonservative Abg. v. Kardorff trat ihm mit der Behauptung entgegen, wenn der Bundesrat nicht verabsäumt hätte, die Handelsverträge zu fündigen, würde auch für die Einzelstaaten die Gefahr übermäßiger finanzieller Belastung gar nicht bestehen. Den hierin liegen­den Vorwurf gegen die verbündeten Regierungen wies der Staatssekretär des Reichsschazamts Frhr. v. Stenge I ent­schieden zurück, und dadurch fanden sich Redner von rechts und links bewogen, zu zeigen, daß sich ihre Ansichten über Zolltarif und Handelsverträge in den letzten vier Wochen nicht geändert haben. Des weiteren gab es eine Diskussion darüber, ob die Brüsseler Konvention der deutschen Zucker­industrie schädlich oder förderlich sei. Der Reichsschazsekretär brachte Ziffern zum Nachweise bei, daß der Erport nur wenig nachgelassen, der Inlandskonsum aber erheblich zugenommen habe. Ohne wesentliche Erörterungen wurde dann außer diesem Etat noch der der Reichsstempelabgaben erledigt. worauf sich das Haus bis morgen vertagte.

Nab und Fern.

wagens fumigen ende. Sämtliche 6 Personen, die auf einer Vergnügungsfahrt begriffen waren, wurden getötet.

Die Düsseldorfer Kunst- und Gartenbauausstellung wurde in Gegenwart des deutschen Kronprinzen feierlich er­öffnet. Der Kultusminister Dr. Studt wies in längerer Rede auf die Notwendigkeit hin, daß der innere Friede in der deutschen Künstlerschaft gepflegt werden müsse.

Erbschaftsschwindel. In Oldenburg ist eine Millionen­erbschaft in nichts zerronnen, nachdem die glückliche" Erbin, eine Frau Prüfer sich bereits in große Kosten gestürzt hatte. Das Ganze war ein abgefeimter Schwindel, um ihr Geld abzujagen. Gelegentlich eines Prozesses, den Frau Prüfer auf dem Amtsgericht wahrzunehmen hatte, trat an die ein­fache Frau ein elegant gekleideter Herr heran, der sich mit ihr in ein Gespräch einließ. Frau Prüfer, die anscheinend mit der Redseligkeit ihres Geschlechts reichlich ausgestattet ist, machte aus ihrem Herzen feine Mördergrube und gab dem Fremden ein vollständiges Bild ihres Lebens. Aha", sagte der Fremde, als er die Ahnungslose ausgehorcht hatte,, dann sind Sie ja die Frau, der Herr Soundso in Kobler beinahe zwei Millionen in barem Gelde vermacht hat, von den Er­trägen aus verschiedenen Gütern gar nicht zu reden." Zum Beweise seiner Behauptungen holte der Herr dann aus der Brusttasche ein amtlich aussehendes Schreiben, das nichts weniger sein sollte als das bedeutungsvolle Testament des wohltätigen Dienstherrn. Aus diesem hochwichtigen Schrift­stück las er der vor Freude ganz benommenen Frau ver­schiedene auf sie zutreffende Stellen vor und erbot sich, zur Erlangung der Erbschaft behilflich zu sein. Eine Reise nach Koblenz sei zur Aufklärung eines Fehlers im Geburtsschein nötig. Frau Prüfer machte sich sofort nach Erlangung eines Vorschusses vom Dienstherrn ihres Mannes auf und fuhr mit dem noblen Herrn nach Koblenz. Nichts war natürlicher, als daß die Millionärin zahlte. Nachdem der Begleiter von ihr manche Mark abgeschwindelt und ihr sonst große Kosten berursacht hatte, gab er ihr den Rat, umzukehren, da ihre Anwesenheit jetzt in Koblenz doch noch keinen rechten Zweck hätte. Frau Prüfer und ihr Mann wandten sich darauf telegraphisch an das Amtsgericht in Koblenz, das zurück­drahtete: Hierseits von der Erbschaftsgeschichte nichts be­fannt." Man kann sich denken, daß diese amtliche Erklärung wie ein Donnerschlag bei der Familie Prüfer wirkte. Mit cinem Male war der ganze Millionentraum ausgelöscht, die Güter waren als Schlösser erkannt, die im Monde liegen, die neue, in Aussicht genommene Plüschgarnitur, der Spiegel mit Goldrahmen- alles war dahin, nichts war geblieben als die traurige Gewißheit, einem geriebenen Schwindler zum Opfer gefallen zu sein.

Deutschland in St. Louis. Der deutsche Reichskommissar für die deutsche Abteilung auf der Weltausstellung in St. Louis, Geheimrat Lewald, war der erste aller fremdländischen Vertreter, der einen offiziellen Empfang nach der Gröffnung bot. Er begrüßte die Ehrengäste, unter anderen den chine sischen Prinzen Pu- Lun am Fuße des bronzenen Adlers in der deutschen Kunstgewerbe- Halle. Die Eröffnungsfeier be­gann in ergreifender Weise mit einem Gebet des Geistlichen, das die vieltausendköpfige Menge murmelnd nachsprach. An die etwas langatmigen Reden der verschiedenen amerika­nischen Vertreter schloß sich ein buntfarbiger Umzug von typischen Figuren aus der Vergnügungsausstellung und Völkerschaften.

A Gin Zusammenstoß zwischen Eisenbahn und Automobil führte bei La Ferrière zu einem für die Insassen des Kraft­

Der Wildhirt. Eine oberhessische Dorfgeschichte von J. Becker. ( Fortsetzung) ( Nachdruck verboten.)

Ginen sonderbaren Selbstmordversuch unternahm ein Dienstmädchen in Erlangen. In der Verzweiflung darüber, daß es beim Abstäuben zwei Figuren zerbrochen hatte, schüt­tete es Pulver auf einen Stuhl, zündete es an und setzte sich Im selben Augenblick darauf. Der gewünschte Erfolg blieb aus; dagegen erlitt die Kehrseite der Aufgeregten empfind­liche Brandwunden.

+ Die Naturärztin" Schmidt, die in Wiesbaden wegen verbrecherischer Manipulationen an Frauen aus den ber­schiedensten Gesellschaftskreisen verhaftet wurde, wurde aus der Untersuchungshaft nach der Leichenhalle geführt, um eine Kindesleiche zu refognoszieren, welche in dem Keller des von ihr bewohnten Hauses in einem Schließkorb verwahrt gefun­den worden war. Das Kind war anscheinend nach der Ge­burt getötet worden. Die Affäre zieht immer weitere Kreiſe, unter anderem soll die Tochter eines Großindustriellen aus einem Nachbarort, eine Gräfin und andere Damen aus den höchsten Kreisen schwer kompromittiert sein.

Für die Dörfler aber bildete der Fall einen aus­gezeichneten und höchst willkommenen Gesprächsstoff, der das Gute hatte, daß er den ganzen Winter an Interesse nicht einbüßte, und den kleinen Kindern konnte man mit dem Gänsetiophel bange machen, wenn sie nicht ge­horchen wollten. Beide, den Hangcurt sowohl als den Tiophel, uniwob mit der Zeit ein gewisser Nimbus; der erstere war zur sagenhaften und romantischen Figur geworden: man rühmte sein gutes Herz, seine Bravheit, seine Schönheit; seine Fehltritte erschienen in einem ganz anderen Lichte, man entschuldigte sie und bedauerte nur, daß er nun niemals zurückkehren würde. Ueber den Tiophel wußte man allerlei geheimnißvolle interes­ante Geschichten zu erzählen, seine Lebensführung wurde zwar allgemein verurteilt und es mochte Niemand gern etwas mit ihm zu tun haben, allein man konnte sich doch immer in allerhand Mutmaßungen über sein verdächtiges und lichtscheues Tun und Treiben ergehen und dabei seiner dichterischen Phantasie freien Spiel­raum lassen. Auch das Elschen wurde bemitleidet; man wußte, daß es und der Hangcurt sich gern gehabi und man erzählte sich gar rührsame Geschichten von dem Abschied der beiden, die ja freilich, wenn sie auch er­funden waren, dennoch das Richtige trafen.

Ein Drama in der Schule. Eine furchtbare zene er­eignete sich während des Nachmittagsunterrichts in einer Leipziger Realschule. Zwei Schüler im Alter von 13 und 14 Jahren erkrankten unter schweren Vergiftungserscheinun­gen. Wie sich herausstellte, hatten sie aus Furcht von Strafe Sublimat genommen. Trotzdem sofort ein Arzt gerufen wurde, gelang es nur das Leben des jüngeren der beiden Knaben zu erhalten.

Der Burkhennersch war seit der Kirmeß noch nicht wieder im Dorfe gewesen, denn es hatte ihm damals so gedäuch', als würde er fein Glück bei dem Mädchen haben mit seiner Werbung. Jedoch auch er erfuhr von

Infanterieregiments Nr. 85, der beschuldigt wurde, das große Bataillons- Glockenspiel, Lyra mit Stoßschweif, im Werte von 200 Marf mittels Einbruchs aus der Instrumentenfammer der Infanteriekaserne entwendet zu haben. Der Angeklagte, welcher den Diebstahl hartnäckig leugnete, wurde der Tat für liberführt erachtet, um so mehr, als er auch den Zivilanzug eines Musikers hatte mitgehen heißen, den er gleichzeitig mit der Lyra bei einem Pfandleiher versetzt hatte. Das Urteil lautete auf Jahre Gefängnis und Verseßung in die zweite Klasse des Soldatenstandes.

Lokales.

3. Mai 1904.

in und von hier, Pienen Sandfelber Gang der Hochofe me zum Kraftgeb lettere, mit phlegin ähnlicher Gr aufhinenhalle unterge tele Röhrengießerei boller Tätigkeit vorg

* Der Großherzog hat den Oberlehrer an der höheren Bürgerschule zu Lauterbach Dr. Frizz Loos, zur Zeit in Friedberg, zum Oberlehrer an der Augustinerschule ( Symposium und Realschule) zu Friedberg und den Lehr­amteaffessor Georg Börst el zu Nidda zum Oberlehrer an der höheren Bürgerschule zu Nidda und zum Leiter derselben mit dem Amtettel Reftor" ernannt.

Aus Liebe zum Soldatenstand ließ sich in der Klinik 311 Halle ein junger Arbeiter, der wegen eines frummen Beines nicht zum Militärdienst zugelassen wurde, das Bein zweimal brechen. Er hegt die Hoffnung, daß nach erfolgter Heilung sein sehnlicher Wunsch, Soldat zu werden, in Er­füllung geht. Die Aerzte nahmen die schmerzhafte Operation vor, nachdem sie sich überzeugt hatten, daß alle Aussicht aus glücklichen Erfolg vorhanden ist. Zuvor hatte der Mann sich mühsam 45 Mark erspart, um in der Klinik den erforder­lichen Verpflegungsvorschuß leisten zu können

Aus dem Gerichtsfaal.

*** Der Großherzog hat verfügt, daß der im Kreise Bingen gelegene Drt Sauer- Schwabenheim fünftig Schwabenheim a..( an der Selz) zu benennen ist.

*

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** Nach dem Rheinhessischen Beobachter" ist die Regierung geneigt, allen hessischen Blättern die amtlichen Bekanntmachungen gleichzeitig zur Veröffentlichung zu überweisen. An der Herausgabe eines amtlichen Zentral­organs werde nicht gedacht.

§ Die gestohlene ,, Bataillonsmusik". Mit einer eigenartigen Diebstahlsaffäre hatte sich das Kriegsgericht der 18. Division in Kiel in seiner letzten Sizung zu beschäftigen. Angeklagt war der Musketier Robert Sch von der 12. Kompagnie des der Abreise Hangcurts, von dem er wußte, daß er sein erfolgreicher Widersacher beim Elschen gewesen war.

+ Der nationalliberale Landtagsabgeordnete Weith ( Bad Nauheim) legt seine Mandat nieder.

*** Die Volksschullehrerkurse an der Landes­universität beginnen am 11. Mai nachmittags 4 Uhr. Es nehmen 150 Lehrer daran teil. Den ersten Vortrag wird Herr Professor Hansen halten über Pflanzengeographie; dann folgt Herr Prof. Groos, derselbe spricht über Ein­führung in die Philosophie, und Herr Prof. Sauer, welcher über Kunstgeschichte referiert.

*** Die Gießener Freiw. Feuerwehr hielt gestern Abend ihre erste lebung ab, zu welcher die Mitglieder recht zahlreich erschienen waren. In der fürzlich stattgefundenen Generalversammlung des Corps erhielten Dienstauszeichnungen für 40 jährige Dienstzeit Kamerad Karl Moll, für 10 jährige, die Kameraden B. Amend, F. Auerswald, Obmann E. Noll, Th. Rautenstrauch, W. Balser und Ph. Kloh.

Hierauf baute er seinen Plan. Eine Absage hatte er von dem Mädchen ja noch nicht erhalten, weil er um's Heiraten noch nicht bei ihm angefragt hatte, also fonnte er seine Bewerbung jederzeit wieder aufnehmen. Es leuchtete ihm ein, daß er auch vorsichtig zu Werke gehen mußte, denn er dachte sich, daß das Elschen eine Zeitlang um den Hangcurt trauern würde, und wenn er in der Zeit seiner Trauer bei ihm angefragt hätte, ob es geneigt set, ihn zu freien", so konnte ihm leicht eine abschlägige Antwort zu Teil werden. Darum be­schloß er, so lange zu warten, bis das Bild Hangcurts in der Erinnerung Elschens verblaßt und die Trauer des Mädchens einer andern Stimmung gewichen war.

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Freitag, den 6 in der Nähe des B Großen Bused 11 Bauern

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k Dem Technischen Verein Gießen war zu seiner am Samstag stattgefundenen Frühjahrs- Eyfursion von dem Direktorium der Buderus'schen Eisenwerfe in Wetzlar in liebenswürdigster Weise die Besichtigung ihrer Werke geboten. Von Herrn Direktor Jangen am Ver­waltungsgebäude begrüßt, wurde unter Assistenz des Ing. Freitag, den Debus zuerst das Hochofenwerk besichtigt. Der in der Nähe Ausgang nach Gri geradezu gigantische Bau des in Betrieb stehenden Hochofens Sattenrod bot mit den gegebenen Eiflärungen eine Fülle von techattingshausen 1280 nischen Erörterungen. Der Bau und die wirtschaftliche Ausrum Lindenstruth 1230 nugung des modernen Hochofenbetriebes wurde nebst der Abfangung und Verwertung der Hochofengase dargelegt. Die notwendige Wasserabfühlung des Hochofenmantels hat den­selben in seiner Höhe mit einer Unzahl von Rohr- und Ninn­leitungen umgeben, sodaß der gewaltige Riese, troß seinem brodelnden Innern, in respektvoller Kühle verblieb. Die hier­zu gebrauchte tägliche Wassermasse würde manch kleinem Städtchen ausreichend sein. Die Luftzuführung und Absau­gung von stündlich 30000 cbm. Hochofengase hatte ein templiziertes Neg von großen Rohrführurgen gezeitigt, die lebhaft die Größe der Anlage veranschaulichten. Beim Ab­ziehen von Hochofenschlacken fuhr die weißglühende Masse zischend in die dafür bestehende Wasserrinne und schwamm tanzend und springend zu einer Aufzugsvorrichtung, welche die inzwischen zu feingeförntem Sand, Schlackensand, ver­wandelte Masse weiterbeförderte. In dankenswerter Weise war in der Gießhalle ein großes Feld geformt und wurde der Ofen mit seinem kostbaren Eiseninhalte zur Ader gelassen. Das flüssige Eisen fuhr mit großer Schnelle in die Haupt­

Es verging der Winter, während dessen Tiophel sich bei seiner Mutter in der Hütte oben am Ende des Dorfes hatte aufhalten müssen, weil es zu kalt war, braußen in der Wildbütte zu wohnen. Als aber das Frühjahr wieder kam, hielt es ihn nicht länger in der Behausung seiner Mutter. Er mußte seines Amtes" walten. Das tat er eher, als überhaupt eine Not­wendigkeit dazu vorlag. Bereits im März, als die ersten warmen Tage famen, machte er sich schon die Wildhütte zurecht; er besserte jede schadhafte Stelle aus, so daß kein Lüftchen durch die Wände fonnte, bedeckte den Boden dicht mit neuen Lagen Haidekraut, Moos, Stroh und Heu und richtete sich überhaupt so behaglich ein. als er nur fonnte.

will einer gewissen Wehmut gedachte er des Hangcurt, denn an dem hatte er doch Jemanden gehabt, mit dem e vertraut war, wengleich er ihn auch zu nichts Gutem ngehalten. Wenn aber der Hangcurt des Abends gerausgekommen war, um mit ihm auf den stand

zu gehen, dann hatte das etwas Unterhaltendes, so etwas Gemütliches" gehabt, was er jetzt sehr ver­mißte.

Dazu kam, daß der alte Forstlaufer um seine Ben­sionierung nachgesucht und die vorgesetzte B- hörde sie auch bewilligt hatte. Es kam also ein neuer Forstlaufer ins Dorf, und es war gewiß, daß dem empfohlen wurde, ein besonders wachsames Auge auf das verdächtige Treiben des Wildhirten zu haben. Denn es fam dem Forstamt darauf an, ihn der Wilddieberei zu über­führen, damit die Gemeinde einen anderen Wildhirten anzustellen gezwungen war. Alles das wußte Tiophel oder er vermutete es wenigstens.-

mit

Elschen konnte den Hangcurt so leicht nicht ver­gessen. Es weinte so manchen Abend den Winter über und sein Bild beschäftigte es nicht allein, wenn es zu Bette ging, oder im Traume, sondern auch des Morgens, wenn es erwachte, stand es lebhaft vor seinem geistigen Auge. Allein die Natur forderte ihre Rechte, zumal be: einem so jungen, lebensfreudigeu Mädchen der Zeit dachte es so gar häufig nicht mehr an den geliebten Burschen, wenngleich es auch im entferntesten nicht die Absicht hatte, von einem andern sich freien" zu lassen. Das hatte auch der Emmel's Heiner er fahren müssen, der kurze Zeit nach dem Verschwinden Hangcurts schlankweg nach dem Elschen auf die Freierei" gehen wollte, aber einen ganz niedlichen Korb dabei einheimste.

Da erschien eines Tages ein flotter und noch junger Mann in der Wirtschaft. Der war aus dem Dorfe des Burkhennersch. Er nahm Platz hinter einem Wirts­tisch und ließ sich einen Schnaps vorseßen. Dann langte er aus dem Hosensack ein Stück Brot und Wurst hervor, das er dazu aẞ.

( Forts. folgt)

Cobelnrod 915 Ludborn 930 Enajen m. Bollnb Ctangenrod 940 U Chodhausen 940 Montag, den

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lähe des Bahnhofs Londorf 230 Allendorf a./Ld. 24 Climbad Muddingshausen 2 Dienstag, de Erieb: die zweite Befizer L. bis 8 aus der Gemeinde Mittwoch,

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