Einzelbild herunterladen

f der Bürger

Ft, liegt bom

Lich- Grün

ünberg.

chinen,

eitung.

össte"

ste Marke!

daillen etc.

berg.

r.

billig

acbf.)

e. franko.

ben.

hanstalt

ller Art.

weiteres für

euzplatz und

Stroudsburg niedergelassen, um den Leuten das Sterben zu erleichtern."

,, Wie kommt es, daß ihr euch auf dem Weg hierher nicht getroffen habt?" fragte Mrs. Humphreys. ,, Doktor Leeds kam nämlich auch vor kaum dreiviertel Stunden hier an. Sie müßten doch eigentlich Miß Scull überholt haben.

" sch kam auf einem kleinen Umwege," sagte Leeds, und

,, Auch ich kam nicht auf dem direkten Wege," sette Myra bezeichnend hinzu. Doch selbst, wenn ich dem Doktor be­gegnet wäre, hätte ich ihn nicht wieder erkannt. Im Chauf­feur- Kostüme, mit Müze und Augenschutz sieht man so ganz anders aus, als

" Ich hätte Sie sofort wieder erkannt, Miß Scull. Solche Augen

Ihr seid ja jetzt auf dem richtigen Wege, wie es scheint", sagte Mrs. Humphreys lachend. Doktor, ich lasse Sie in Miß Sculls Gesellschaft. Sie wird Sie nachher zum Salon

führen

PAUS DEM REICHE

DES WISSENS

,, Lichtsignale" vom Mars.

Vor nicht langer Zeit ist durch alle Blätter der Welt eine astronomische Nachricht gegangen, die gewiß Interesse verdient, die aber leider wie es oft mit ähnlichen Nachrichten geschehen ist bon phantasiereichen Journalisten derart ausgeschmückt worden ist, daß das große Publikum von dem wahren Wert der neuen Beob­achtung nichts mehr erkennen kann. Besonders französische zei­tungen haben lange Münchhausiaden über diese neue Beobachtung gebracht, die auch in deutschen Blättern wiedergegeben worden sind. Mr. Pickering, der Direktor der Havard- Sternwarte, hatte an die anderen Sternwarten eine Depesche gesandt, daß einer seiner Ge­

Ich bin sicher, Miß Scull ist eine ausgezeichnete Führerin hilfen, der Astronom Douglas, gelegentlich der Beobachtung des

und werde mich vollkommen ihrer Leitung anvertrauen." War das eine fröhliche Gesellschaft!

Gläser klangen, Toaste stiegen das Feſt war ein voller Erfolg.

Leeds wußte es einzurichten, daß er fast den ganzen Nach­mittag in Miß Sculls Gesellschaft weilte. Sie war aber auch so unterhaltend, konnte so herzlich lachen und so nett schmollen. Ob sie wirklich böse gewesen, als er ihr sagte, er wünschte, sie würde mit ihm eine Reise durchs Leben machen?( Der Champagner war aber auch fein! Wie schnell sie die Hand zurückzog, als er sie leise drückte. Sie hatte solch nette, kleine Hand. Wenn Sie mit diesem Händchen eine Maschine führen können," hatte er zu ihr ge­sagt, wie leicht muß es Ihnen werden, einen Mann zu lei­ten." Da schmollte sie schon wieder.

Der Abend war inzwischen hereingebrochen. Der Himmel war sternenlos. Der Mond hatte sich hinter Wolfen ver­borgen. Von Baum zu Baum hatte man Drähte gespannt, an denen japanische Laternen hingen.

Um zehn Uhr sollte die Heimfahrt beginnen. Wilst du nicht mit mir zusammen fahren, Myra," fragte Mrs. Humphreys ihre Freundin. Es ist viel schöner zu Zweien. ,, Und meine Maschine?"

Die bringt Mr. Bugby nach Hause. Nicht wahr, Wal­ter," sagte sie zu dem Dastehenden, du kamst ja ohne Ma­schine. Würdest du Miß Sculls nach Hause steuern?"

,, Mit dem größten Vergnügen."

,, Nun eile, Myra, und mache dich bereit. Ich warte nur

Planeten Mars helle, weiße Punkte, die sich zu einer Linie er­gänzten, auf der Scheibe dieses Himmelskörpers beobachtet habe. Das Phänomen war während einer Stunde und zehn Minuten sichtbar. Was hat man nicht alles aus dieser einfachen Nachricht gelesen! Die Marsbewohner haben ein ungeheures Feuerwerk angezündet, sie versuchen durch eine Lichttelegraphie mit den Erd­bewohnern zu korrespondieren; sie senden uns Neujahrsgrüße und fordern uns auf, gleichfalls Lebenszeichen von uns zu geben.

Diese und ähnliche Erklärungen brachten die Pariser Journale, und knüpften gleichzeitig allerlei Märchen über den Mars und die Marsbewohner daran, die natürlich vom großen Publikum für bare Münze hingenommen werden.

Jules Claretie( der Direktor der Comédie Française") z. B. veröffentlichte im Journal" ein Feuilleton, in dem er erzählt, daß auf dem Mars die Wälder und Wiesen, die Bäume und Sträucher vot seien, daß die Meere grün und die Menschen klein und von schmächtigerer Gestalt als wir" sind. Der Mars stehe der Sonne am nächsten, und auf seiner Oberfläche sei es im ganzen Jahre nur 24 Stunden Tag, sonst immer Dunkelheit.

Was Mr. Douglas gesehen hat, ist natürlich nicht zu erklären; vielleicht rührt die helle Linie von hohen Gebirgszügen her, viel­leicht von hochziehenden Wolken. Solche Beobachtungen sind äußerst subtil. Es ist nicht das erste Mal, daß man helle, leuchtende Flecken auf der Marskugel wahrgenommen hat, die sich wesentlich von den

anderen, stets sichtbaren, gelbroten Länderstrecken und den grauen Meeren unterscheiden.

auf dich, dann ſauſen wir dahin. Und zu erzählen habe hat man gelegentlich an anderen Punkten des Planeten große, weiße

ich dir!" Fährst du allein, Doktor," fragte Henry Twining ſeinen Freund Leeds.

" Ich bin ganz solo. Fährst du nicht mit Mrs. Hum­

phreys?"

An den Polen des Planeten sieht man ja diese weißen Flecken fast immer und ist geneigt, sie für Eis- und Schneemassen zu halten, ähnlich den Eiswüsten unserer irdischen Polargegenden. Auch sonst Flächen gesehen; beispielsweise erblickte ein Astronom auf einem Elysium" genannten kreisrunden Eiland, in der Nähe des Mars­äquators, eine helle, weiße Fläche, die vielleicht durch ein Hochland, das durch einen Schneefall erhellt wurde, in die Erscheinung trat. Als vor wenigen Jahren am Marsrand ein heller Fleck beobachtet

kommen, und will selbst fahren." Sie hat Miß Scull eingeladen, mit ihr nach Hause zu wurde, brachten alle Zeitungen lange Artikel über ein Lichtzeichen, Sonime mit mir, Henry, seze dich einstweilen in meine Maschine. Ich bin sofort unten."

Als Leeds zu seiner Edith" gekommen, wunderte er ich, Twining noch nicht dort zu finden. Leeds nahm am Hebel Platz und wartete.

Da kam er schnell eingestiegen- Töff- Töff und los ging's.

Noch hatte Leeds keine halbe Meile zurückgelegt, als er berierkte, daß nicht Henry neben ihm saß, sondern eine junge Dame: Miz Scull!

,, Was fällt Ihnen ein," fragte diese entrüstet, als sie den Srrtum erkannte. Was fällt Ihnen ein, Mrs. Humphreys' Maschine zu besteigen und mit mir davonzufahren?! Das finde ich im höchsten Grade

Bitte sehr, das ist nicht Mrs. Humphreys Maschine, sondern die meine!"

Das dasdas ist nicht möglich!" stotterte Myra it größter Verlegenheit. Hatte sie in der Dunkelheit wirk­lich die falsche Maschine bestiegen? Da kam der Mond aus den Wolken. Nein, das war Mrs. Humphreys' Red Devil." ( Schluß folgt.)

das uns die Marsbewohner geben, um sich mit uns zu verständigen. Man bedenke, daß dieser Flecken" etwa die Größe des Königreichs Belgien hatte; welcher Riesenbrand müßte dort angezündet worden sein. Unsere modernen Riesenfernrohre zeigen uns zwar auf der Mondwelt Gegenstände von etwa 200 Metern Länge, auf dem Mars aber muß ein Objekt mindestens 10-15 Meilen im Durchmesser haben, damit wir es von der Erde aus wahrnehmen können. Von dem, was uns der phantasievolle Direktor der Comédie Française vom Mars erzählt, wissen die Astronomen nichts; ganz abgesehen davon, daß dieser Planet nicht der Sonne am nächsten steht, sondern erst nach dem Merkur, der Venus und der Erde kommt, ganz abge= sehen ferner von den 24 Stunden Tag, die dieser Himmelskörper nur einmal in seinem langen Jahre haben soll, ist in Fachkreisen von roten Wäldern, grünen Meeren und ähnlichen Dingen nichts be­kannt. Der Aufklärung halber sei auch erwähnt, daß sich dieser Planet in 24 Stunden um seine Achse schwingt, also wie die Erde einen regelmäßigen Wechsel von Tag und Nacht hat. Es ist ebenso unwissenschaftlich, die Existenz der Marsbewohner behaupten zu wollen, wie es töricht wäre, die Behauptung aufzustellen, Mars sci nicht bewohnt. Wir wissen eben zur Zeit über diesen Punkt absolut nichts, und durch solche Münchhausiaden wird das, was wir wirklich wissen, nur entwertet und herabgewürdigt.

Nr. 121

Mittwoch, den 1 Junt.

1904.

Oberhessische Familienzeitung.

Tägliche Unterhaltungs- Beilage

der

Gießener Neueste Nachrichten.

Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); verantwortlich: Albin Klein.

(( 10. Fortsetzung.)

Die Rache ist mein.

Originalroman von Ottomar Beta

Die alte Dame riß die Augen auf und nickte. Dann suchte sie sich plötzlich zu erheben.

" Da gibt's zu tun, da gibt's zu tun," murmelte sie, wäh­rend ihr Sohn ihr den Arm reichte. Er sprach laut da­zwischen

Freilich, Mamachen, wir müssen ganz Deutschland für den Plan interessieren." starrte sie, das bleibt ganz unter uns." ,, Nein Dann deutete sie mit dürren Fingern auf Erich und ihre Lippen murmelten unverständliche Worte.

Der Justizrat nahm Erich beim Arm und wollte ihn zur Tür hinausziehen, während ihm der Schweiß auf der Stirn perlte. Erich aber widerstand und folgte ihm nur auf den Balkon. Jene unartikulierten Töne, das Lachen der Greisin vermengte sich mit halblauten aber heftigen Vorstellungen seitens ihres Sohnes: Aber Mamachen, ich flehe dich an

,, Kommen Sie in den Garten, Erich," flüsterte der Justiz rat, sie ist nicht mehr ganz Herrin ihrer selbst." " O, hätten wir das doch vorher bedacht," bebte Fran­ziska.

" Ich mußte es mit eigenen Augen sehen, um es zu glau­ben," sagte Erich. Es ist besser so."

Man kann sich ein andermal aussprechen," flüsterte der Justizrat, die Gegenwart ihres Sohnes irritiert die alte Dame. Sie ist sonst ruhiger.'

Die Larve läuft ihm nach Moriz zischeln.

!" hörte man Frau

Sie hatte die Macht über ihre Sprache wiedergefunden. Sie stieß ihren Sohn beiseite und richtete sich vollends auf, indem sie ihn ankreischte: Was will er? Bin ich eine Idio­tin, daß man mein Wort nicht achtet? Lebe ich dir bereits zu lange?" Dann deutete sie wieder auf Erich, der nun das Zimmer verlassen wollte, und vom Balkon zurückkehrte. Sie wiederholte gebieterisch: Was will er?

Erich, der sich nicht geradezu stellen" lassen wollte, er­tviderte ihren Blick, aber in so gleichmütiger Weise, wie man ein ſeltſames Insekt betrachtet. Er hob nur die Hand zum Zeichen, daß man sie ausreden lassen möchte, ohne sich selbst zum Sprechen zu bequemen. Es erfolgte überhaupt keine Antwort. Herr Moritz begnügte sich damit, die Achsel zu zucken, gleichsam zu seiner Entschuldigung.

Warum blieb er nicht bei seinen Skalpjägern und Gold­gräbern, wohin schon der Vater sich hätte trollen müssen?" schrie die Greisin.

,, Aber, gnädige Frau, bedenken Sie doch...!" flehte nun der alte Fiebiger. Er hatte Erichs Arm losgelassen, und während der Kopf der alten Dame und ihre Augen unter­schiedliche Bewegungen machten, als suchte sie den letzten Redner zu fixieren, wich dieser nicht ohne Scheu den ihm zu­gedachten Blicke aus.

Bedenken!" schrie sie nun, Erich abermals zum Opfer wählend, hat sein Vater je bedacht oder er selbst? Aben­teurer alle beide, Vater und Sohn, geboren, andere Leute unglücklich zu machen. Kaum hat er den Boden hier be= ührt, geht alles drunter und drüber. Kriecht wie die Kazze

( Nachdruck verboten.) ins alte Haus und wird empfangen wie einer der drei Weisen aus dem Morgenlande, obwohl ohne einen anständigen Rock. Borgt sich Geld von Sträflingen!"

Das seltsame Geräusch drang nun wieder aus ihrer Kehle hervor.

" Ich ziehe schon morgen aus, Frau Moritz, deshalb be= unruhigen Sie sich nicht," ergriff nun Erich gelassen das Wort, und der erwähnte Sträfling hat sein Geld zurück erhalten."

Fiebiger wollte reden, er rang nach Atem und wagte sich einen Schritt vor, aber seine Tochter hielt ihn zurück. Auch Erich gab ihm ein Zeichen, um der Erzürnten das Wort zu sichern. Herr Moriß seinerseits schien der Situa­tion endlich sogar einigen Geschmack abzugewinnen. Es entstand eine Pause.

Betrachten mich wohl wie das Gespenst in der Komödie, was?" rief Frau Moriß.

Sie zappelte in höhnischer Hilarität wie eine Mario­nette, während sie sich im Kreise umſah.

Wie können Sie denken, liebe gnädige Frau," ermannte sich nun Fiebiger auszurufen, daß, wenn wir hätten ahnen können

Liebe gnädige...!" stieß Frau Moritz heraus, die liebe Gnädige wird Ihnen was zu tun geben... Herr!" Dabei fiel ihr Blick endlich auf Franziska.

" Nun?" fragte sie, als ob sie einen Kniefall erwartete, ,, und Sie, Jungfer Stolzenburg?"

Erich trat zwischen die beiden Damen.

Gilt diese Anrede dem Fräulein Fiebiger?" fragte er; zugleich bot er Franziska den Arm.

Kommen Sie, gnädiges Fräulein, und verzeihen Sie uns, daß wir Sie zum Zeugen einer solchen Szene machten." Er verbeugte sich, und Franziska folgte ihm willig zur Tür hinaus, während die Alte ihnen hinterdrein kreischte und lachte.

3wölftes Rapitel.

Erich führte Franziska unverweilt die Stufen vom Altan hinab, rechts herum in den Park, der vom Herrenhause her sich bis an den Fluß erstreckte. Es war ein zerklüftetes Terrain mit Terrassen und abschüssigen Wegen, auf welches die erzürnte Hausherrin ihnen nicht hätte folgen können, auch wenn ihr Sohn und der alte Fiebiger es ihr gestattet hätten. Hier standen uralte Buchen, Ulmen und Eichen am Abhang, und unten am Ufer, wo das Gelände sich ebener hinzog und sich nach dem Flusse hin wiesenartig verlief, be­fanden sich Gartenanlagen, welche aber sehr vernachlässigt worden waren, entweder aus Geiz oder weil man das Ter­rain als bereits für andere Zwecke bestimmt ansah. Einige Weiden, wie sie Ruisdael so gerne malten, begrenzten das Ufer und senkten ihre graugefiederten Zweige bis in die funkelnden Wellen des langsam fließenden Stromes.

Hier atmeten die beiden Flüchtlinge auf. Der Kontrast zwischen dieser Stätte des Friedens und der Hölle des Hasses,

;=

beitete

ge.

ons­

би

Chhandlung.

je 10 Mark.

exikon.

zig und Wien.

Bl. entgegen.

Idungen nimmt mädden cunden pro Tag

ibant.

ich gefal. 40%.

bzugeben

pedition.

ulatur

ser, Stempelfabrik

mpel- Kaiser)

Charlottenstr. 16

ntaschen und Portemonnaies

-Stempel jed. Art billige

pel von 2,25

Typen­

an,

Stempel v. 20 Pf.

San, kl. Stemp

Musterb.gr