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mit glänzendem Gefolge dazu eingefunden. nam bea grüßung durch den Oberpräsidenten v. Bothmann- Hell­weg und den. Landrat v. Wilms dankte der Kaiser in längerer Rede, worin er seine innige Freude darüber ausdrückte, daß das Denkmal hier errichtet sei. Gr wies auf die Taten des Großen Kurfürsten und Friedrichs IL hin, aber wir hätten durch Jena und Tilsit hindurch gemußt; das sei der Schmelzofen gewesen, den Gottes Vorsehung für notwendig gehalten hat, um das deutsche und märkische Gold im Feuer zu bewähren. Ihm sei es gegeben, in Frieden das Erbe seiner Vorfahren zu Uhr reiste der Kaiser unter be­berwalten. Gegen geisterten Kundgebungen der Bevölkerung wieder nach dem Neuen Palais ab.

Die Enthüllungsfeier in Myslowik.

In Gegenwart des Kronprinzen und in Anwesenheit des Herzogs von Trachenberg und des Fürsten von Pleß wurde am Sonnabend in Myslowiß das Denkmal des Maisers Friedrich feierlich enthüllt. Nach der Feier be­gab sich der Kronprinz zum Besuch des Fürsten nach Bleß.

Der neue Kommandeur des achten Korps.

Zum Kommandeur des achten Armeekorps ist der Generalleutnant und Generaladjutant von Deines, seit­her Kommandeur der 21. Division in Frankfurt a. M. ernannt worden, derjenige Offizier, der seit 1813 die schnellste Karriere gemacht hat. v. Deines, ein gebore ner Hanauer, machte 1870 den Feldzug als Reserveoffizier der Bonner Husaren mit und trat, da ihm das Kriegs­leben gefiel, nach dem Kriege in den aktiven Dienst über.

Aufmarsch der Fraktionen.

rairat pastor Karl aus Jerlohn unter dem Verdachte des Doppelmordes verhaftet worden ist. Pastor Karl soll seine Wirtschafterin und deren Tochter in seiner eigenen Wohnung erschossen und beraubt haben.

Explosion einer Pulverfabrik. Aus Straßburg meldet der Draht, daß in der Pulverfabrik zu Manonville eine furchtbare Explosion stattfand, bei der sieben Per­sonen getötet und mehr als zwanzig verlegt wurden. Der Materialschaden ist bedeutend.

Ein gemütlicher Theaterabend. Im Theater zu Calahorra( Spanien) gerieten während der Aufführung zwei Herren aus dem Publikum, der Kaufmann Donato Diaz und der Offizier Javier Esteban, aus noch unbe­kannten Gründen in Streit. Nach kurzem Wortwechsel zog Tiaz seinen Revolver und feuerte einen Schuß ab, durch welchen der Offizier lebensgefährlich verwundet wurde. Tiaz gab dann noch drei Schüsse ab und verwundete zwei harmlose Frauen, die mit dem Streit gar nichts zu tun hatten. Unter dem Publikum herrschte während dieser Schießerei eine gewaltige Panik: die meisten zu­schauer versteckten sich unter den Bänken, um nicht von den Kugeln getroffen zu werden.

Die einzelnen Fraktionen des Reichstags haben nun­mehr bestimmte Stellung zur Zolltarifvorlage genom­men. Die Linke verharrt naturgemäß auf der Ablehnung. Die konservative Fraktion hat ebenso wie die Mehrheit der Centrumspartei beschlossen, auf den Beschlüssen der zweiten Lesung, die bekanntlich die Säße für die vier Getreidearten erhöhen, zu bestehen. Das wäre gleich­bedeutend mit dem Scheitern der Vorlage, wenn nicht die Regierung entgegenkommt. Die nationalliberale Partei ist die einzige, die unbedingt für die Regie­rungsvorlage eintritt; sie hat deshalb ihre agrarischen Mitglieder, den Freiherrn v. Heyl und Herrn Sieg, ver­pflichtet, der Abstimmung fern zu bleiben. Man nimmt an, daß die Finanzminister der Bundesstaaten, die zur Besprechung der Finanzlage in Berlin eintreffen, auch über die Zolltarifvorlage verhandeln werden.

Vermischtes.

** Düsseldorf. Man schreibt uns: Die Ausstellung hat einen Ueberschuß von über 1 Million Mt. ergeben. Die Loose der Ausstellungslotterie sind sämtlich( 1 200000 Stüd) abgesetzt. In Ruhrort erschoß sich der Direktor Arnoló von der Bergisch- Märkischen Bank. Die Gründe sind unbe­fannt.

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** Düsseldorf, 20. Dtt. Bei dem Festmahle zur Schlußfeier der Düsseldorfer Ausstellung in der Turnhalle hoben die Minister v. Rheinbaden und Möller den glänzenden Erfolg der Ausstellung hervor. Geh. Rat Lueg und Professor Roeber brachten auf die Mitarbeiter bei dem großen Werke Trinksprüche aus. Auch Domkapitular Schnuetgen hielt eine Rede, in der er besonders der Meister Gebbardt und Janssen gedachte. Am Abend fand noch eine Zusammenkunft der Teilnehmer in der Kuppelhalle des Industriepalastes statt. Nachdem bei der Schlußfeier Geh. Rat Schieß das Verzeichnis der verliehenen Diplome ver­lesen hatte, gab Minister Möller die Firmen bekannt, denen die Staatsmedaille für gewerbliche Leistungen in Gold vers liehen worden ist. Es sind dies: Cewerkschaft Beche Rhein­preußen- Hamberg; Gelsenkirchner Bergwerte- A.- G.; Harpener Bergbau Dortmund; Hibernia Bergwerksgesellschaft, Herne; Phönix Laar; Hörder Bergwerks- und Hüttenverein; Bochumer Verein für Bergbau und Gußstahifabrikation; Bergische Stahl- Industriegesellschaft, Remscheid; Rhein. Metallwaren- und Maschinenfabrik, Düsseldorf; Deutsch­Desterreich, Mannesmannwerke, Düsseldorf; Blechwalzwerk Schulz- Knaut, Essen; Felten und Guilleaunen Carlswerk Mül­heim; Stahl- und Nickelwalzwerk Fleitmann, Schwerte; Elmores Metall- Att.- Ges., Schladern; Duisburger Maschinen­bau- Att.- Ges; Schüchtermann und Kremer, Dortmund; Ernst Schieß, Düsseldorf; Elektrizitätswerk Bockenheim- Frank­furt; Hartmann u. Braun, Frankfurt( Main); Cüsseldorfer Eisenbahnbedarf Weyer; Farbenfabrifen Bayer, Elberfeld; Köln- Rottweiler Bulverfabriken; Sprengstoff A.- Ges. Carbonit, Hamburg; Dr. C. Otto u. Co., Dahlhausen; Rhein, Glas­hütten, Ehrenfeld; Christ Andrae, Mülheim( Rhein); H. Conpienne, Mülheim( Rhr.); J. W. Zanders, Berg'sch­Gladbach; Hein. Lehmann u. Co., Düsseldorf; F. A. Esch­baum, Bonn. Außerdem wurden 90 silberne und 170 bronzene Medaillen verliehen.

Ehescheidungsschwindel. In Paris hat dieser Tage ein Bankdirektor Rosenberg die Flucht ergriffen, der in Gemeinschaft mit einem Professor Guillemin und einem gewissen Gadobert eine Frau Cinet um mehrere hun­derttausend Francs geschädigt hat, indem sie ihr ein gefälschtes päpstliches Breve, das die Lösung ihrer un­glücklichen Ehe aussprechen sollte, verkauften. Jetzt er­fährt man, daß die Betrüger einer weitverzweigten Ge­sellschaft angehörten, die in zahlreichen Fällen naiven Frauen derartige angeblich die Ehe lösende, aber ge­fälschte Dokumente für schweres Geld verschafften. Die Seele dieser Unternehmungen war der flüchtige Rosen­berg, der sich für den Bischof von Cypern ausgab. Die Protektion der Herzogin von Ulbufera und anderer hoch­adeliger Damen umgab Rosenberg mit einem gewissen Nimbus, welcher bei den bürgerlichen Damen seine Wir­fung nicht verfehlte.

Flucht russischer politischer Verbrecher. In das Kiewer Gefängnis waren 11 junge Leute aus den besten Ständen eingeliefert worden unter der Anschuldigung pɔ­litischer Umtriebe. Wie erst jeẞt bekannt wird, sind sie vor 14 Tagen mit unglaublicher Kühnheit entflohen. Ein­mal täglich durften die Gefangenen unter strenger Be­wachung zweier wärter in dem großen Gefängnishofe spazieren gehen. Der Hof ist von einer 10 Meter hohen Mauer umgeben. Als nun der für die Flucht in Aussicht genommene Augenblick gekommen war, überfielen vier Ge­fangene plöglich die beiden Wärter, knebelten sie, bevor sie einen Schrei laut werden lassen konnten, und fesselten ihnen die Hände und die Füße. Inzwischen hatten drei andere, die besonders gewandt und kräftig waren, an der Mauer eine ,, Pyramide" gebildet, so daß der obenstehende Mann die Stahlhaken, die eine Strickleiter hielten, an der Mauerspize befestigen konnte. Fünf Minuten später waren die elf Gefangenen freie Männer. Die geknebelten Wärter wurden erst eine Viertelstunde nach der Flucht der Elf gefunden und von ihren Fesseln befreit. Polizei und zahlreiche Kosaken nahmen zwar sofort die Verfolgung der Flüchtlinge auf und durchstreisten bis zum Abend die ganze Umgegend, aber sie fonnten nichts ausrichten, aus dem einfachen Grunde, weil die sämtlichen Flücht­linge die Stadt überhaupt nicht verlassen hatten. Sie blie­ben vielmehr länger als eine Woche ruhig in Kiew und ver­ließen dann einzeln die Stadt. Zwei wurden später in einer kleinen Ortschaft an der Grenze ergriffen, aber es gelang ihnen, von neuem zu entweichen. Jetzt befinden sich alle elf längst in Sicherheit außerhalb der Grenze Rußlands.

Die Eisenbahnverstaatlichung und der Landtag. Vor wenigen Tagen war gemeldet worden, der preu­Bische Landtag werde noch vor dem neuen Jahre zusammen­treten, weil das Projekt einer Verstaatlichung verschie­dener Privateisenbahnen behafs rechtzeitiger Uebernahme des Betriebs noch vor Ablauf des Jahres zur Entschei­dung gebracht werden müsse. Hierzu erklärt der ,, Reichsanzeiger" offiziös folgendes: In der Presse wird mit Bezug auf das einzelnen Privatbahnen gemachte Verstaatlichungsanerbieten ausgeführt, daß die Bedingung, wonach Verwaltung und Betrieb eines Teils der zu ver­Staatlichenden Bahnen schon vom 1. Januar 1903 ab für Rechnung des preußischen Staats geführt werden solle, den Rechten des Landtages vorgreife und deshalb nicht ganz unbedenklich sei. Diese Auffassung beruht offen­bar auf einem Mißverständnis. Nicht Verwaltung und Betrieb der Bahnen soll nach jener Bedingung vom 1. Januar 1903 ab auf den Staat übergehen, sondern die Bah­nen sollen von diesem Zeitpunkt ab von den Gesellschaften für Rechnung des Staats weiter verwaltet und betrieben werden. Dies alles gilt selbstredend nur, wenn die Gesell­schaftsorgane und demnächst die geseßgebenden Faktoren des Staats die Verstaatlichungsverträge gutgeheißen ha­ben. Dieses Verfahren ist nicht etwa etwas Neues, son­dern bei den bisherigen Verstaatlichungen unter Billigung des Landtages stets beobachtet worden."

Der Prager Steckbrief.

Die Deutschen Desterreichs wollen wegen der Pra­ger Steckbriefsaffäre eine Interpellation des Inhalts ein­bringen, warum der schuldige Beamte nicht bestraft würde. Die Deutschen seien es ihrer Würde und ih­rem Ansehen schuldig, daß sie die Majestät und Würde eines deutschen Kaisers nicht angreifen lassen.

Kurze politische Nachrichten.

* Die Main- Neckarbahn ist endgültig in die Ver­waltung Preußens übergegangen.

* Der König von Portugal stattete Sonnabend Abend Dem Präsidenten Loubet einen Besuch ab.

* Die Nachrichten von einer Verpachtung der portugiesischen Kolonien an England werden bementiert.

* Die Neubildung des serbischen Kabinets stößt auf Schwierigkeiten, weil sich für den Posten des Finanzministers bisher niemand finden ließ. Der Herr von der Finanz hat bekanntlich in Serbien die härtesten Nüsse zu knacken.

* Der Aufstand in Columbia ist auf lokale Ver­hältnisse beschränkt. So wird wenigstens offiziell ge= meldet.

* Die erste Strecke der Madagastarbahn is am Freitag in Antanarivo eröffnet.

* Die Revolution auf Haiti ist beendet

Nab und fern.

** Langensalza, 19. Oftbr. Jm Gemeindehause bon Aschera brach am Freitag Feuer aus. Dabet tamen 2 Kinder im Alter von 9 und 4 Jahren in den Flammen um.

Eine Engelmacherin wurde in einem russisch- pol­nischen Dorfe verhaftet. Eine Frau Felicia Polatinska nahm neugeborenekinder in Pflege und führte durch völlige Nahrungsentziehung ihren Tod herbei. Bisher wurden vierzehn Fälle ermittelt. Die Engelmacherin ist gestän­dig und giebt an, selbst nicht zu wissen, wieviel Kinder im Laufe der Jahre bei ihr gestorben sind.

Giessener Cagesneuigkeiten.

**( Privattelegramm.) Der Großherzog und Prinz Heinrich sind heute Mittag per Auto­mobil nach Nikolaifort bei Mörfelden gefahren.

** Der Großherzog hat am 18. Oktober den Rechtsanwalt Friedrich Kraft in Büdingen zum Notar mit dem Amtssitz in Büdingen, den Kreisbau­inspektor des Kreises Dieburg Karl Zimmermann mit Wirkung vom Tage seines Dienstantcitts an zum Kreisbauinspektor des Kreises Heppenheim, den Hoch­bauaufseher bei dem Hochbauamt Mainz, Jakob Balz, zum Hochbauaufseher bei dem Hochbauamt Darmstadt und den Bauaufseheraspiranten Ludwig Geyer aus Darmstadt zum Hochbauaufseher ernannt.

Ein Rätsel. Kiewer Blätter teilen einen sonder­baren Vorfall mit: In der Glasfabrik in Boguslawka war ein junger Pole namens Vincenz Szuljakomski als Pack­meister angestellt, der sich in der ganzen Gegend großer Beliebtheit erfreute. Am 27. Mai 1901 vermählte er sich mit einer jungen Landsmännin, einem Fräulein Szygielska aus Congreßpolen, und dem in glücklichster Ehe lebenden Paare wurde ein reizendes Knäblein geboren. Vor eini­gen Tagen nun machte Vincenz Szuljakowski zu Pferde einen Weg in den nächsten Ort, wobei er von dem scheu­gewordenen Tier aus dem Sattel geworfen und eine lange Strecke am Boden geschleift wurde. Schwer verwundet und bewußtlos wurde er in den nächsten Edelhof gebracht, wo ein Consilium von vier Aerzten an sein Krankenlager berufen wurde, wobei sämtliche vier Aerzte zu ihrer größten Ueberraschung konstatierten, daß der vor ihnen liegende junge Ehemann- eine Frau(?) ist. Der Vorfall, der bis zur Stunde noch nicht aufgeklärt ist, wurde der Behörde zur Anzeige gebracht.

* Von einer Straßenbahn zerstückelt wurde in Frie denau bei Berlin der 13jährige Schulknabe Willy Lü­dicke aus Brandenburg a. H. Als er den Fahrdamm an einer Straßenecke überschreiten wollte, wurde er von einem elektrischen Wagen gefaßt, umgeworfen und tat­sächlich in mehrere Stücke zerrissen. Entseßen erfaßte die erschreckten Zuschauer, als der vom Körper abge­trennte Kopf des hübschen, blondgelockten Knaben über den Fahrdamm collte. Dem Wagenführer ist keine Schuld beizumessen, denn der Totgefahrene überschritt plößlich das dicht an der Bordschwelle des Bürger­steiges belegene Geleise, daß es unmöglich war, den in voller Fahrt befindlichen Wagen zum Stehen zu bringen.

Ein Konsistorialrat als Raubmörder. Aus Leip­big kommt die Nachricht, daß in Groenlo der Konsisto

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** Von hessischen Behörden werden steckbrieflich ver­folgt: Ferdinand Dietrich aus Wolzhausen wegen Strafvollstreckung vom Amtsgericht Gießen Schlosser Heinrich Engelberth aus Schlemm wegen Diebstahls vom Staatsanwalt Gießen; Kellner Johann Greißer aus Engers wegen Unterschlagung; Knecht Hermann Hurschmann aus Düsseldorf wegen Diebstahls, Buchdruckgehilfe Bernard Leyer aus Münster i. W. wegen Betrugs, Bergmann Anton Mondry aus Calejo wegen Sachbeschädigung und Bergmann Anton Plecienik aus Czmon wegen Sachbeschädigung, sämt­lich vom Amtsanwalt zu Gießen.

Ein Giftattentat erregt in Lemberg großes Aufsehen. Der dortige Professor Dr. Ladislaus Nemirowicz verspürte, als er einen Schluck Milch genoß, einen unnatürlich bitte­ren Geschmack. Er leerte die Flüssigkeit aus und fand am Boden des Glases Krystalle, die sich wie Strychnin an­sahen. Der Professor untersuchte die Flüssigkeit chemisch und konstatierte, daß tatsächlich Strychnin der Milch bei­gemengt war. Das Gift hätte genügt, um zwanzig Men­schen zu vergiften. Er hat sein Leben nur dem Um­stande zu verdanken, daß er das Gift nicht schluckte, und sofort ein Antidotum nahm. Der Verdacht lenkte sich auf des Professors Diener, der in Haft genommen wurde.

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** Militärdienst nachrichten. v. Nettberg, Hauptmann und Adjutant des Gouvernements von Thorn, unter Versetzung in das Inf- Leib- Regt. Groß­herzogin Nr. 117 zum Stompagniechef ernannt. Milch­ling v. Schönstadt, Oberlt. im 1. Hess. Inf.-( Leibgarde) Regt. Nr. 115, zum Adjutanten der 14. Inf. Brig. er­nannt. Thylmann, Major z. D. und Bezirksoffizier beim Landw.- Bezirk Schlettstadt, zum Lanow.- Bezirk Mainz versetzt. Kretschmar, Lt. im Inf.- Regt. Kaiser Wilhelm Nr. 116, zu einer vom Kriegsministerium zu bestimmenden Militär- Intend. vom 1. November d. J. ab fommandiert. v. Werder, Oberstit. und Komman­deur des 1. Großh. Hess. Drag.- Regts.( Garde- Drag.­Regts.) Nr. 22, zum Obersten befördert. Frhr. Thumb v. Neuburg, Major und Eskadr.- Chef im 1. Hess. Drag.­Regt.( Garde- Drag.- Regt.) Nr. 23, von dieser Stellung bchufs Verwendung beim Stabe des Drag.- Regts. König ( 2. Württemberg.) Nr. 26 enthoben. Fchr. Schend zu Schweinsberg, Oberlt. im 2. Heff. Drag.- Regt.( Leib­Drag.- Regt. Nr. 24, unter Beförderung zum Rittm. als Eskadr.- Chef in das 1. Hess. Drag.- Regt.( Garde- Drag­Regt.) Nr. 23 versetzt. Fell, Unteroff. im 4. Großh. Heff. Inf.- Regt.( Prinz Start) Nr. 118 als Fähnr. in der Armee angestellt. Krizler, Hauptm. à 1. s. des Inf.- Leib- Regts. Großherzogin Nr. 117 und komman­diert zur Dienstleistung beim Bekleidungsamt des VIII. Armeekorps als Mitglied zu diesem Bekleidungsamte bersetzt. Riedesel Frhr. zu Eisenbach, Lt. der Res. des Garde- Jäger- Bats.( Gießen), als Lt. und Feldjäger in das reitende Feldjägerkorps versetzt. Mooz, Fähnr. im Inf.- Leib- Regt. Großherzogin Nr. 117, zum St. be­fördert. v. Blonski, charakteris. Fähnr. im Hess. Inf.­( Leibgarde-) Regt. Nr. 115, Hesse, Unteroff. im 4. Hess. Inf.- Regt.( Prinz Karl) Nr. 118, Fizau, charakteris. Fähnr. im 5. Hess. Inf.- Regt. Nr. 168, Fresenius, Unteroff. im 2. Hess. Feldart.- Regt. Nr. 61 zu Fähnr. befördert. Knur, Oberl. der Landw.- Inf. 2. Aufgebots

Neue Bultanausbrüche werden von der Insel St. Vincent gemeldet. Nach einem Telegramm aus Kingstown befand sich Donnerstag die Soufrière in voller Eruption von ein Uhr morgens bis vier Uhr nachmittags. Eine weitere Deepsche aus Basse Terre auf Guadeloupe be­sagt: Zwischen Mitternacht und drei Uhr morgens wur­den laute Detonationen gehört und schwache Feuer in der Richtung auf Martinique gesehen. In Les- Saintes und Marie- Galante wurden heftige Erdbeben verspürt.

Auf der Insel Barbados fallen vulkanische Staub­massen, die von dem Vulkan auf der Insel St. Vincent herrühren, nieder. Der Geschäftsverkehr ist unterbrochen.

Der Mont Pelée auf Martinique verhält sich seit einigen Tagen still; doch hält man diese Kuhe für trü­

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