mehr Doppel um weitere 5 Bfg.
Eg für den Gentner bis zu 6 Gentnern all 2c.) mit feinem den ist, geschieht
r 5 Centner Cotes
der
Bascofes
Marburgerstr. 22,
Bollern), 1,
traße 10,
5,
e unserer Gascofet
Igen dieselben auch
hmer außerhalb der
der Octroirückver
rk Gießen.
tes Zimmer Pension sofort oder mieten.
Molifeftraße 24, III.
ecfauften Hause trake 5 find Bareletage, neu herge mer, Badezimmer u.
, per sofort zu ver
, Wetzsteinstr. 4 nöbl. Zimmer
Bahnhofstraße 34, L v. möbi. Zimmer
n.
Schüßenstraße 1, L. Zimmerwohnung zu ver, sofort zu beziehen Grabenstraße 8. Schöne ardenwohnung hör per 15. Ofto Bahnhofstr. 15 n Hause Steinstraße die Mansarde mit 3 Zimmern, Kühe und hör per sofort zu berer, Steinftraße 11. es Zimmer Bismarckstraße 17. ersehung des Herrn Beser ist dessen seit 7 gehabte Wohnung in se Asterweg 29 Il für päter zu vermieten. itsrat Dr. Haupt. 2- Zimmerwon
ge mit Küche und zu nständ. Leute zu ve Rodheimerstr. 29. möbl. Zimmer
ten.
Marktplatz 2. l. möbl. Zimmer später zu vermieten bei mel, Bahnhofftr. 38
1. Zimmer
net zu vermietin, auf nit Rost. Neuenweg 36, Il. St me 4-3immerw der freie. Lage m. Garten fort zu vermieten. Lu Schiffenbergery
Orpheum
Baricle.
ich
Vorstellung
ner Stadttheater
8, den 19. Oftober 1902
elfachen Wunsch wiederholt 2. u. lebten Male:
Fee Caprice
Luftfpiel in 3 Aften bon Ende 10% Oscar Blumenthal.
ng 8 Uhr.
Nr. 245.
Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mt. 1.50.
Gratisbellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erst eint an allen Werktagen nachmittags.
Dienstag, den 21. Oftober 1902.
Gießener
11. Jahrgang.
Insertionsprei 8: Die einfpaltige Petitzelle für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Pfg. sonft 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg.
Postzeitungsliste No. 3032.
Redaktion und Erbedition: Gießen Neuenweg 28. Fernſprechauschluk Nr, 362.
Neuelle Nachrichten
-
( Gießener Tageblatt)
Anabhängige Tageszeitung
( Gießener Zeitung)
für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei Gießen.
Die Kebrleite.
Epilog zum Besuch der Burengenerale.
CB. Das deutsche Volk hat den Burengeneralen bei ihrem Besuch in der Reichshauptstadt eine Sympathie und Herzlichkeit entgegengebracht, wie man sie selten erlebt hat Wie wenn es unsere eigenen Helden seien, so wurden die tapferen Generale aufgenommen und begrüßt; den Kundgebungen der Redner standen auch die metallenen Rundgebungen der Beitragsspender nicht nach. Fast eine halbe Million wurde den Buren übergeben, obgleich sie jest englische Untertanen sind und obgleich die gewährten Spenden sonach in einem gewissen Grade den Engländern zu Gute kommen müssen. Aber wahre menschliche Größe, namentlich, wenn sie sich als eine sittliche Stärke in der Erduldung unverschuldeten Unglücks zeigt, ist in Deutschland stets verstanden und stets geehrt worden. Man hat den Buren nachgesagt, sie seien keine Diplomaten. Das, was man einen zunftgerechten Diplomaten nennt, sind sie allerdings nicht. Aber sie verfügen über diplomatische Fähigkeiten und Instinkte; das haben sie bei ihren Reden und in ihrem Tun bewiesen. Sie unterließen jede Anspielung auf die mißlungene Audienz; aber Dewet hatte den Schalk im Nacken, als er der ,, weltberühmten Berliner Polizei" für ihre treffliche Aufrechterhaltung der Ordnung seinen Dank aussprach. Von großer diplomatischer Ueberlegung zeugte auch ihr Besuch im Reichstag, dem eigentlichen Hause des Volkes. Sie wollten damit bezeugen, daß sie bei dem deutschen Volke zu Gaste seien. Ebenso war gewiß eine Absicht damit verbunden, daß sie an dem Nationaldenkmal Kaiser Wilhelms keinen Kranz niederlegten. Die Schleifen seien nicht rechtzeitig fertig geworden, hieß es. Das wäre aber neu in der Reichs hauptstadt, daß eine in wenigen Stunden zu erledigende Sache eine Tage lange Vorherbestellung bedingte. Die Generale wollten damit bekunden, daß sie das sein wollten, was sie für die Behörden laut amtlicher Verfügung sein sollten: Privatpersonen. In allen seinen Reden hat General Dewet seine deutsche Abstammung betont, wie auch Delarey seine Stammesverwandtschaft mit den Franzosen als Hugenottensprößling hervorhob. Beiläufig bemerkt, ist Dewet auch ein deutscher Name und heißt ,, der Weiße", wie beispielsweise der berühmte Schauspieler Devrient mit dem französischen Sprachidiom nichts gemein hat; er ist nach niederländischer Weise geschrieben worden und heißt ,, der Freund". Dewet ist in der Tat deutsch, und wird auch, da er eine deutsche Mutter gehabt hat, aus warmem Herzen gesprochen haben, als er deutsche Treue und deutsche Tapferkeit feierte. ,, Wenn wir tapfer waren," so rief er unter dem Beifall der Menge am Freitag Abend in der Philharmonie aus ,,, so verdanken wir dies Ihrem Stamme." Ein schönes Wort, das nicht so leicht verAber nicht immer haben die Buren so flingen wird. über die Deutschen gedacht. Selbst der Kommandant Banks
8]
Dr. Rumseys Patient.
Roman von Dr. Halifax und T. L. Meade Autorisierte Bearbeitung von C. Weßner.
( Nachdruck verboten.)
„ Sie vergessen, daß die Ebene unendlich groß ist", antwortete Audrey. Wenn ich aber geahnt hätte-" er stockte und biß sich auf die Lippen.
Beachten Sie meine Thorheit nicht", entgegnete sie lächelnd, indem sie heiter auszusehen versuchte, ein Unglück irgend welcher Art, und sei es noch so gering, bedrückt mich stets in gewiſſem Maße. Ich kann nicht dafür, ich bin von Natur ängstlich veranlagt. Es wäre aber thöricht von uns, wenn wir die Chene meiden wollten, weil hier der unglückliche junge Mann eines unnatürlichen Todes starb- noch dazu soweit von hier entfernt
Ja, es geschah sehr weit von hier", bestätigte der Baron. " Der Arme thut mir unendlich leid."
" Nehmen Sie doch Plak, Herr Baron", lud Margarete ihn ein ,,, und erzählen Sie mir von ihm."
" Zu Ihren Füßen will ich liegen
mit tausend Freuden!
Aber wozu das schaurige Thema noch länger erörtern?" Wenn ich meine Gedanken davon losreißen soll, muß ich alles wiffen. Sie sagten also, Sie hätten ihn gestern abend noch getroffen?"
" Ja", gab Audrey zögernd zu.
" Und Sie glauben den Grund zu fennen, weshalb er ein so vlögliches Ende fand?"
,, Teilweise nur
" Bitte nennen Sie ihn mir."
" Ich will es mit wenigen Worten erzählen. Sie kennen doch die hübsche Nichte des Wirts Bur weißen Taube", Hetty Armitage?"
Gewiß fenne ich sie. Ich versuchte, sie in meine Sonntagsschule zu bekommen, sie wollte jedoch nicht."
Sie ist ein merkivürdiges Geschöpf', warf Audrey nachdenklich ein.
Ein sehr schönes Mädchen ist sie", fügte Fräulein von Schönburg hinzu.
Und eben diese ihre Schönheit hat dem unglücklichen Franzins den Kopf verdreht! Ich traf ihn und Hefty gestern am Bache, oder vielmehr sie gingen an mir vorbei. Gr volfte Hetty füssen. Ich glaubte, er nähme sich eine Dreistigkeit ihr gegenüber heraus, weil sie sich abwehrend gebärdete und auffchrie, und trat zwifchen beibe. Darauf erklärte mir Franzius, Hetty wäre felne Braut,
"
gestand im vorigen Jahre, als die Berliner Studentenschaft ihre Kundgebung gegen den englischen Kolonialsekretär Chamberlain veranstaltete, daß die Buren im Anfange nicht besonders freundlich gegen alle Ausländer gesinnt waren. Schiet, loop", schieße und laufe, das heißt marschiere ab, das waren ihre Worte, wenn deutsche Offiziere sich zum Waffendienst meldeten und als dienendes Glied mußten sie sich troß ihrer reicheren Erfahrungen in der Kriegstechnik dem Ganzen anschließen, wenn sie für die gerechte Sache der Buren Knochen und Leben einsetzten. In dem mißfälligen Verhalten gegen die Deutschen lag ein Stück ihres Schicksals. Ein deutscher Mitkämpfer, der eine hervorragende Stellung im Operationsheere der Buren einnahm, hat dem Verfasser dieser Ausführungen ausdrücklich versichert, daß Joubert und Cronje mit ihrem Mißtrauen und ihrer Parteilichkeit gegen die Deutschen verderblich wirkten. Das deutsche Korps unter. Oberst Schiel wurde bei Elendslaagte geradezu als Kanonenfutter benüßt. Dazu kam, daß die Disciplin sehr viel zu wünschen übrig ließ; die Feldkornets und sonstigen Offiziere erhielten hohe Gehälter und hingen darum an ihren Aemtern. Da sie aber gewählt wurden, so litt die Disciplin in einer für die Kriegserfolge entscheidenden Weise barunter. Das Unglück hat sie geläutert und hat Führer an die Spitze des Heeres gestellt, die nicht um des Soldes willen, sondern für die Freiheit des Vaterlandes ihr Leben einsetten. Als der Idealismus allein sie beseelte, da erst waren die Buren den Deutschen gleich, die nur um der idealen Sache der Gerechtigkeit willen den Buren ihre Faust und ihren Degen zur Verfügung stellten. Nun hieß es nicht mehr ,, schiet, loop", wie im Anfang des Krieges. Die Tapfersten und die Besten von ihnen haben wir unter uns gesehen und trog allem, was dazwischen liegt, können wir sagen, daß die freundlichen undgebungen in Berlin aus warmem Herzen kamen.
*
*
Ueber die weiteren Veranstaltungen zu Ehren der Buren und ihren Abschied wird uns aus Berlin geschrieben: Am Freitag Abend fand in der Philharmonie eine öffentliche Volksversammlung statt, die durch die unter OrgelHang vorgetragenen Liederspenden des Männergesang- Vereins eine besondere Weihe erhielt. Sämtliche Buren- Generale ergriffen das Wort und schilderten ihre Leiden und ihre Dankbarkeit für die warmherzige Teilnahme und bie Gaben des deutschen Volkes. Am Sonnabend fand im ,, Kaiserhof" eine Festveranstaltung des Aldeutschen Verbandes unter dem Vorsize des Professors Dr. Hasse statt. Das Hotel Prinz Albrecht" war bis zur Abreise ber Generale förmlich belagert. Eine vieltausendköpfige Menge gab den Generalen auf der Fahrt zum Bahnhofe unter brausenden Hochrufen das Geleite, und als der Zug borüberfuhr, ertönte aus vielen Kehlen ein über das andere Mal ein herzliches ,, Lebet wohl, lebet wohl!"
was diese energisch in Abrede stellte. Ich begleitete Hetty nach Hause, sie war sehr still und niedergeschlagen. An der Thür des Gasthofes stand ein anderer hübscher, junger Mann. Als ich ihn erblickte, flog mir der Gedanke durch den Sinn, daß vielleicht auch ein Bewerber Hettys und am Ende der bevorzugte sei. Das dchen ging ins Haus, ich trat den Heimweg an. Unterwegs traf ich Franzius abermals. Er suchte Streit mit mir, welchen ich natürlich im Keim erstickte. Dabei wiederholte er abermals, er habe die ehrlichsten Absichten auf Hetty und werde sie heiraten. Als ich ihm vorhielt, daß sie jede Beziehung zu ihm abgeleugnet hätte, sagte er, er wolle sofort zu ihr gehen und mit ihr sprechen. Wir trennten uns, und ich ging nach Hause."
Audrey hielt eine Weile inne, dann fuhr er fort: " Das erste, wovon ich heute früh hörte, war der Mord. Mein Vater als Maagistratsperson, hatte die Geschichte natürlich 31 ungewöhnlich früher Stunde erfahren. Der arme Everett, auf welchen der Verdacht der Thäterschaft fiel, wurde verhaftet und soll morgen vernommen werden. So, das ist alles, was ich weiß. Sie sehen iezt noch viel bleicher aus als zuvor, gnädiges Fräulein. Nun hatten Sie auch Ihr Versprechen und vergessen Sie die unglückliche Geschichte möglichst schnell."
Margarete hielt die Augen zu Boden gesenkt; als sie sie zu Audrey aufschlug, schimmerten sie feucht von Thränen.
" Ich glaube doch, ich kann es nicht vergessen", flüsterte sie. " Dieser arme junge Mann ein so entseglicher Tod- und der andere, der bedaueruswerte Everett! Wenn er die That wirklich beging, dann hat er sie zweifellos in unzurechnungsfähigem Zustande, in Wahnsinn vollbracht."
Sie haben recht, das ist auch meine Meinung", stimmte der Baron bei.
Man kann ihn doch nicht als Mörder verurteilen, nicht wahr?"
Mein Vater glaubt, man könne höchstens das Verdikt„ Totschlag" fällen."
Audrey blickte besorgt in das schöne, bleiche Gesicht; Marigaretes leidendes Aussehen und ihre sichtbare Ergriffenheit weckten Gefühle in seiner Brust, die zu beherrschen er kaum imftande war. Es thut mir so unsagbar leid, daß Sie um die schreckliche Sache wiffen", stammelte er erregt.„ Sie sind so garnicht dazu geschaffen, die rauhen Seiten des Lebens zu ertragen."
" Welche Thorheit!" widersprach sie fest, fast leidenschaftlich. " Welches Recht hätte ich, die schönen Seiten des Daseins hinzunehmen und die rauben von mir zu weisen? Nein, nein, so feige bin ich nicht! Wissen Sie, was ich möchte? Am liebsten ginge ich zu Herrn Everett und sagte ihm, daß er mir unendlich
Deutscher Reichstag.
-
Zolltarifberatung.-
CB. Berlin, 18. Oktober. Heute, am Tage der Völkerschlacht bei Leipzig, war die Parlamentstribüne und auch der Sigungssaal nur mäßig besezt. Auf der Bundesratsestrade hatten sich einige neue Gesichter eingefunden. Mit dem Reichskanz ler erschienen nämlich der württembergische Minister des Innern Dr. v. Pischek und der badische Firanzminister Dr. Buchenberger, der später auch im Laufe der Verhandlungen das Wort ergriff. Als erster Redner trat der Abg. Dr. Pachnide von der freisinnigen Vereinigung auf, der, um der langen Rede furzen Sinn anzugeben, die deutsche Regierung für die schußzöllneri sche Stimmung, die in allen Staaten herrscht, verant wortlich machen möchte. Der Präsident des Bundes der Landwirte Freiherr v. Wangenheim aber war der gegenteiligen Ansicht, daß die Reichsregierung eigent lich noch nicht genug an Schußzöllen geboten habe. Die sem Vorkämpfer der Bauernschaft aber stellte der ba dische Finanzminister Dr. Buchenberger die braven badischen Bauern gegenüber, die ihm gesagt hätten, Herr Minister, wir nehmen, was wir friegen können." Dieses dem sonstigen professoralen Tone Buchenbergers eigentlich nicht recht angepaßte Wort löste die Spannung der Gemüter durch einen fröhlichen Ausbruch der Heiter feit. Nach Dr. Buchenberger trat der sozialdemokratische Dauerredner Stadthagen, feuchend unter einer Last con Zeitungen und Aften, auf die Tribüne. Seine we sentlichen Behauptungen in seiner dreistündigen Rede gingen dahin, die Mindestzölle seien verfassungswidrig, weil sie das im Paragr. 11 vorgesehene Recht des Reiches zu Vertragsabschlüssen beseitigten, und die hohen Zölle würden sich in einer zunehmenden Kindersterblichfeit äußern. Fluchtartig verließen die wenigen Abgeordneten den Saal, da sie den langatmigen Ausfüh rungen des ,, Hausleerers" ohne eine Nervenanspannung nicht folgen konnten. Dieser zog sich übrigens im Laufe seiner Rede den üblichen Orgnungsruf zu, weil er die Forderungen der Rechten und des Centrums die Tat tik von Räubern nannte. Erst gegen 6 Uhr erfolgte der Schluß der Sizung; am Montag: Fortseßung.
Die Politik.
Der Kaiser in Fehrbellin.
Am Sonnabend wurde auf dem Kanonenberge be Fehrbellin, wo sich die Vasallentreue in der Aufopferung Frobens für seinen Herrn der Sage zufolge betätigt ha ben soll, das vom Kaiser gestiftete Denkmal des Großen Kurfürsten feierlich enthüllt. Der Monarch hatte sich
leid thut! Ich möchte ihn bitten, mir alles, alles von Beginn an, und zwar von seinem Standpunkt aus, zu erzählen. Ich möchte ihm helfen, ihn von diesem gräßlichen Verdacht zu reinigen. Und dann Blumen möchte ich streuen über den armen Toten! mein Gott, ich ertrage es nicht! Warum ist die Welt so voller Schmerz und Traurigkeit!"
Margarete brach in bitterliches Weinen aus. " Margarete, o Margarete!" flehte Audrey tief erschüttert, " Sie sind ein Engel! Sie sind zu gut für diese Welt!" Wie thöricht! Nein, nein, laffen Sie mich weinen! Die Thränen erleichtern mein Gemüt."
Sie trocknete ihre Augen und erhob sich hastig. die Kinder rufen," ſagte fie. " Ich höre meinen Namen „ Aber iezt ist es mir unmöglich, irgend iemand zu sehen. Wohin gehen wir?"
" Hier hinein ins Unterholz," verfekte Audrey schnell, ich weiß einen Weg, den niemand fennt."
Er reichte ihr die Hand und bog die Zweige der Bäume auseinander. Bald befanden sie sich in einer stillen, kleinen Welt fanften, grünen 3Zwielichts. Der Weg war sehr schmal. Audrey ging voraus, Margarete folgte ihm. Nach etwa einer Viertelstunde wurde der Wald lichter, eine fleine, entzückende Anhöhe wurde sichtbar, die dem jungen Mädchen völlig unbekannt war. " Ach, wie schön, wie entzückend schön ist es hier!" rief sie bewundernd aus.
„ Es macht mich glücklich, daß es Ihnen hier gefällt!" ent gegnete Audrey. Ich habe diesen Pfad zu der Anhöhe hier erst bor acht Tagen entdeckt und feiner Menschenseele etwas davon gefagt." Während der Baron die lezten Worte sprach, mischte sich ein leises Stöhnen in dieselben, und gleichzeitig führte er die Hand an die Stirn. " Fehlt Ihnen etwas?" fragte das junge Mädchen ängstlich. " Nein, ich habe mich im ganzen Leben nie so wohl gefühlt, pie jebt."
" Sie sehen bleich aus, Sie sind plößlich ganz anders " Sagen Sie das nicht!" unterbrach er sie ungestüm, während durch seine Stimme eine geheime Angst flang. Margarete fah ihn tiefernst an.
Sie sind ganz verändert", wiederholte sie bestimmt. In Ihren Augen liegt ein so seltsamer Ausdruck."
nur
,, Mir fehlt aber wirklich nichts", versicherte er rasch, nur-
Was" nur"? Sprechen Sie doch!" bat fie.


