Keglevich bas Opfer einer Intrigue geworden sein. Matafich- Reglevich, der sich, wie bereits gemeldet, vorgesezt hat, die Prinzessin zu befreien, und sie neulich sogar bei einer Spazierfahrt trop strenger Bewachung zu sprechen gewußt hat, veröffentlicht in Budapester Zeitungen BruchAus stücke aus zwei angeblich amtlichen Protokollen. diesen sucht er nachzuweisen, daß die Prinzessin Luise nicht geistesgestört sei, sondern daß der Prinz von Koburg nur beshalb die Frrsinns- Erklärung verlangt habe, um die Ehescheidung zu verhindern.
Zie Opfer der Kälte. Von allen Seiten der preußischen Monarchie werden zahlreiche Todesfälle gemeldet, bie die legten strengen Fröste verursacht haben. Außer den fünf Handwerksburschen, die, wie berichtet, in der Gegend zwischen Kassel und Marburg auf der Landstraße erfroren ausgefunden wurden, sind besonders im rheinischwensälischen Industriebezirk und in den östlichen Probinzen Arbeiter und Wanderer Opfer des Winters geworoen. Fast alle Fälle stimmen darin überein, daß die Unglücklichen sich, von der Kälte und dem Marsche ermüdet, ein wenig ausruhen wollten, und in Schlummer verfielen, der bald in die Erstarrung des Totes überging. Wie gefährlich der Frost war, geht aas einer Meldung aus Fraustadt in Posen hervor, wonach auf einigen freiliegenden Mühlengrundstücken die Kettenyance erfroren sind, obgleich die Hundehütten mit Stroh gut bedeckt waren.
einen
hatte, wurde dieser Tage von einem etwa 40 Jahre alten, elegant gekleideten Herrn, dessen Brust das Kreuz der Ehrenlegion schmückte, mit den Worten angesprochen: ,, Sagen Sie, Herr Polizist, wie kann ich hier den König von Italien finden?"- ,, Den wollen wir bald haben, tommen Sie nur mit!" erwiderte der Polizist und führte den Mann in das Polizeibureau des Saint GeorgesViertels. Hier entspann sich zwischen dem Fremdling und dem Polizeioffizier folgendes Gespräch: Wie heißen Sie?"
V Im Sarge gestorben. In Wieselburg( Ungarn) bildet der im Sarge erfolgte Tod eines blühend schönen, kaum 18 Jahre alten Mädchens Gegenstand lebhafter Diskussion und einer Kriminaluntersuchung. Vor zwei Tagen kam nämlich das Mädchen, Tochter einer angesehenen Familie, nach Hause und klagte über Unwohlsein. Sie wurde zu Bette gebracht; sofort wurde auch nach dem Hausarzt geschickt; dieser konnte jedoch beim Erscheinen nur mehr den eingetretenen Tod konstatieren. Man legte nun die Tote in einen Sarg, der in einem falten, ungeheizten Zimmer aufgestellt wurde. Am nächsten Tage folgte die Aufbahrung, wobei zwei Nonnen intervenierten. Wie groß war jedoch das Erstaunen der einen Nonne, als sie sah, daß die Leichenstarre noch nicht eingetreten war. Sie teilte ihre Wahrnehmung dem Polizeiarzte mit, der nach Untersuchung der Toten tatsächlich tonstatierte, daß das Mädchen noch lebte, als es in den Sarg gelegt wurde. Es sei aber nachts im kalten Zimmer erfroren(?). Die Behörde hat in dieser mysteriösen Angelegenheit die Untersuchung eingeleitet.
"
,, Napoleon."- ,, Wo sind Sie geboren?"-„ In Ajacio, am Ende des 18. Jahrhunderts."- ,, Wo wohnen Sie?" ,, Auf St. Helena." ,, St. Helena? Welche Straße? Welche Nummer?" ,, St. Helena genügt, mich tennt dort jedes Kind!" ,, Was wollen Sie denn in Paris?" Ich will den König von Italien sprechen, da ich weiß, daß die Humberts sich in seinem Lande aufhalten. Ich habe erfahren, daß er in Paris weilt, und muß ihn sprechen. Ich besize zahlreiche Dokumente über die Humbert- Sache, so daß die Flüchtlinge leicht verhaftet werden können." Man brachte den Mann natürlich in das städtische Irrenhaus, aber nun kam die Neberraschung: Die Frrenärzte hatten bald herausgefunden, daß man es nicht mit einem Verrückten zu thun hatte, sondern mit einem... Jounalisten, der nur ins Jrrenhaus gebracht werden wollte, um dort Studien" zu machen. Er wurde natürlich sofort hinausgeworfen.
chen einige schöne religiöse Lehren gab, fam er auch auf Gewohnheitssünden" zu sprechen und erklärte, daß jeder Mensch eine solche habe- ,, selbst Erzbischöfe sind nicht frei davon". Als diese lezte Bemerkung in der ganzen Klasse offenbar das größte Erstaunen hervorrief, fragte der Erzbischof weiter, ob wohl einer der Kleinen raten fönne, was seine, des Erzbischofs, Gewohnheitssünde sei. Zuerst wagte feiner auf den Bänken seine Ansicht fundzugeten, bis schließlich ein kleiner intelligenter Bursche zagyaft den Finger hob und mit der Antwort herausplatte: Trunksucht". Der entsetzte Erzbischof, der der eifrigste Apostel der Enthaltsamkeit ist, wollte nun den Grund für dieses kindliche Urteil wissen und erhielt daraat die nicht weniger überraschende Antwort: ,, Eure Nase ist ja so rot." Es herrschte nämlich draußen bittere Kälte, und der Erzbischof war im offenen Wagen gefommen.zer Erzbischof war aber so perplex, daß die Kinder iesmal nicht erfuhren, was seine Gewohnheitssünde ist. (:)[ Eine aussterbende Rasse.] Von den Nordpolgegenden kommt eine schlechte Nachricht. Die Eskimos verschwinden von der Erdoberfläche. Ihre ganze Rasse, die noch vor 20 Jahren auf 30 000 Individuen geschäßt wurde, zählt heute kaum noch 15 000 Individuen. Wenn die Bevölkerungs- Abnahme so sortschreitet, wird das Ende dieses Jahrhunderts das Ende einer Rasse gesehen haben. Die Hauptursache dieses Verschwindens ist die Not, der Kampf ums Tasein, der härter geworden ist infolge der Ausrottung der Tierarten, die in den Nordmeeren ben, zum Beispiel der Wale, die einen großen Teil der Nahrungsmittel der unglüdlichen Eskimos bildeten.
:||: Unruhen bei einem russischen Rekrutentransport. Als in Taganrog am Mittwoch eine Anzahl Rekruten, welche nach Port Arthur abgingen, von Verwandten zum Baynhof begleitet wurde, versagte die Bahnhofsverwaltung lezteren die Zulassung zum Bahnsteig. Die von ihne mitgebrachten Gepäckstücke und Proviantvorräte blieben auf dem Plaze vor dem Bahnhof liegen. Der Prote, der Refruten blieb unberücksichtigt; die Begleiter der letzteren schleuderten darauf Steine gegen das Bahnhofsgebäude, alle Scheiben wurden dabei zertrümmert und zwei Gendarmen sowie ein Schußmann verwundet. :| Ein Verwandter der russischen Kaiserfamilie als Betrüger. In Lissabon erregt eine mysteriöse Geschichte großes Aufsehen. Wegen eines großen Briefmarkenschwindels stand vor den dortigen Behörden ein Russe, der sich Fürst Alexis Cretchet nannte. Der russische Konsul gab anfangs an, daß der Echwindler den Namen eines FürSten Cretchet mit Unrecht führe, hat aber nachträglich aus dessen Paß ersehen, daß es sich wirklich um einen echten, durch seine engen Beziehungen zu der herzoglichen Familie von Leuchtenberg mit der russischen Kaiserfamilie veiwandten Fürsten handle. In Anbetracht dessen hat der ausische Konsul die Sache in die Hände des Gesandt: n gelegt.
V Apothekerstreik in Galizien. Von Lemberg, der galizischen Hauptstadt aus, wo seit kurzem in mehreren Apotheken das Personal die Arbeit eingestellt hat, hat in wenigen Tagen eine Streifbewegung unter den Apothetergehilfen ganz Galiziens eingesezt. Die Forder ingen de: Streifenden sind zunächst auf die Erhöhung des Gehalts und die Regulierung der Arbeitszeit gerichtet. In epterer Hinsicht wurde den Apothekergehilfen bereits tor zwei Monaten konzediert, daß die Apotheken statt um ze, n Uhr schon um neun Uhr abends geschlossen werten, doch wollten sich dieselben mit dieser Errungenschaft nicht begnügen. Die durch den Streik geschaffene Eituation für das Publikum ist im höchstem Grade erschreuend. In sämtlichen Apotheken bedienen die Besizer persönlich die Kundschaft. Die Arbeiten der Laboranten werden von deren Frauen und Kindern und vom Hausgesinde versehen, so daß nicht nur die Beschaffung der Arzneien lange auf sich warten läßt, sondern stets die Gefahr verhängnisvoller Irrtümer und Versehen vorhanden ist.
* Ein guter Vater. Dem Pariser Senator Leplay wurde sein Töchterchen Cordelia dieser Tage von einem jungen Arzt Dr. Marcile von der Straße weg entführt und zwar im modernsten Verkehrsmittel, einem Automobil. Vorübergehende wollten bemerkt haben, daß Frl. Cordelia sich heftig gesträubt habe, und der Vater hatte sofort bei der Polizei Anzeige erstattet. Jetzt aber hat Herr Leplay von dem Pärchen ein Telegramm aus Turin erhalten, das erklärt, die Entsührung sei mit Einverständnis seiner Tochter geschehen. Zum vollständigen Glücke fehle ihnen nur noch der väterliche Segen, und diesen hat ihnen denn auch der Senator nunmehr erteilt und rüstet den vorzeitigen Hochzeitsreisenden jezt in Paris nachträglich ein glänzendes Hochzeitsfest.
() Kaiser Napoleon auf der Suche nach den Humberts. Ein Pariser Stadtpolizist, der an einer Straßenecke Dienst
4.8]
Dr. Rumseys Patient.
Noman von Dr. Halifar uud T. L. Meade. Autorisierte Bearbeitung von C. Weßner.
( Nachdrud verboten
Vermischtes.
[ Kaiser Wilhelm als Schweizer Grundbesizer.] Der deutsche Kaiser ist durch Erbschaẞt Grundbesizer im Kanton Bern geworden. Wie gemeldet, hat Herr Hildebrand, früher Kaufmann aus Dresden- Weinheim und Zweisimmen, sein bewegliches und unbewegliches Vermögen dem Kaiser geschenkt, und damit wird auch die dem Testator gehörende Jsfigenalp an den deutschen Kraiser übergehen. Diese Alp erstreckt sich an der südlichen Grenze von Hobachstein und Weißhorn bis zum Wildhorn, nördlich über das Riesen- und Gisichlhorn bis und mit dem If igenfall, einem der schönsten Wasserfälle der Schweiz. Das Gebiet hat eine Länge von fünf Stunden. Auf der Alp befinden sich ein Wirtshaus, ein von Herrn Hildebrand zei.weise bewohntes Chalet, drei Alpenhütten und endlich die von Herrn Hildebrand letztes Jahr neu erbaute Klubhütte am Wildstrubel.
" Ich habe Dich ia so wahnsinnig lieb, wie ich es garnicht fagen fann, meine Hetty", rief er zärtlich. Und mich verlangt es wie toll nach Deiner Liebe, Weib! Ob der Tag wohl je tommen wird?"
" Ich weiß nicht, Georg, fieh mal, ich könnte Dir zu Gefallen „ ia" fagen, aber ich mag um so etwas nicht lügen."
Natürlich nicht", sagte er, sich vom Tisch erhebend. Ich würde Dir die Lüge auch sofort ansehen."
" Ich möchte Dich so gerne recht von Herzen lieben, Georg, weil Du fo rührend gut zu mir bist. Doch nun will ich zu Tante Fanny."
Aunft und Wif
Es geht uns d
Seit einiger Be fchaft das Bestreben Apparaten u. dergl. nitern und Bandagi aus den Händen zu Merzten zu übertrage Bof. Dr. Seff vo fben Politlinit ber Werfftatt einrichtete, bon orthopädis ben unterweift. Wie Ditern bervorgebobe aus Untenntnis de Budaqiften) völlig bältniß müffe aber Apparate bauen ler Wenn man be Gebiete der Drthop meinen geleiftet wo noch au bearbeiten Brofeffors Dr. So aber praftish die v wird, das heißt, ob bie orthopädische werden, das möchte Ein jeder St Ausbildung mit de noch! wie felten fin Operateur ba bierz bern auch langjähri geboren, welch das vielleicht in töherem forderlich, und aud ofeffors wird fid ragenden D- thopäder vom Bau ber Upp Runftfertigkeit dazu Tecnit berffiebener wou allein schon ei gabung als Mechani Sun laffen fich Orthopädie überhau Rme dirurgifd flgen und mit alle hintanf gung opera Mechanifer und Ba
[ Das Monocle als neueste Tamenmode.] Die Yankeeladies machen jezt unseren Leutnants Konkurrenz: sie tragen Monocles! Das Tragen eines Monecles erfordert natürlich viel Uebung, aber über diese Zeiten scheinen d, ie jungen Mädchen schon hinweg zu sein; denn man sieht sie mit dem Monocle im Auge im Theater, beim Pferderennen, auf der Straße und in den Läden. Das Monocle wird aber nicht ins Auge gesteckt, denn dabei würden ja die Muskeln zusammengezogen werden, sondern mit einem zierlichen Griff gehalten. Diese Griffe sind aus Filigrangold und mit Juwelen besetzt; manchmal sind auch kleine Juwelen in den Rand gesetzt, der das Glas umrahmt. Diese kosten natürlich 300 bis 400 Mark. Monocles auf Bestellung kosten bis 1200 Mart. Tas Monocle mit Grif ist nie länger als 5 Zoll, manche sind sogar nur 4 30. Eine Newyorkerin, die im Ruf steht, neue Moden zu schaffen, besiẞt jezt schon eine ganz interessante Monocle sammlung. Ein Monocle hat Ein fa sung und Rahmen aus Jet mit kleinen schimmernden Rheinliesein, ein anderes einen rosa und goldenen Grisf mit kleinen Amethysten, ein drittes einen Griff aus grauem Silber mit Chry.olithen. Einige kühne Frauen bevorzugen das Monocle ohne Grisf; das erregt aber mehr Aufsehen und tut auch der Schönheit Abbruch. Deshalb bevorzugen auch die meisten das Monocie mit Griff, es ist auch chiker.
[ Unbeabsichtigter Erfolg.] Die Jagdzeitung ,, St. Hubertus" bringt folgendes lustige Geschichtchen: Jagdpächter A.( zum Jagdnachbar B.): Sie wissen, Verehrtester, daß ich an Ihrer Jagdgrenze beim Kartoffelacker dort oben einen Hochstand habe. Früher sind die Hirsche dort jeden Tag ausgetreten, seit acht Tagen aber, da Schonzeit ist, habe ich keinen Schwanz mehr zu Gesicht bekommen. Ich glaube, Sie haben mir dort Teufelsdreck oder sonst was aufgestreut!"- Jagdnachbar B.:,,Jch? Teufelsdreck? Nein, daran habe ich noch gar nicht gedacht, aber ich danke für den guten Rat."
Vincent verließ die Stube, Hetty räumte schnell ab und machte sich dann zum Fortgehen fertig. Zehn Minuten später befand sie sich auf dem Wege ins Dorf.
Der kleine, idyllisch gelegene Ort trug das Gepräge eines frohen Festes. Guirlanden zogen sich auf den Straßen herüber und hinüber, aus den Fenstern flatterten luftig allerlei bunte Fähnlein, hier und da war auch eine Art Ehrenpforte errichtet. Die Ladenbesitzer standen vor ihren Thüren und schwagten miteinander. Die meisten von ihnen winkten Hetty freundlich zu, als sie vorüberkam.
Guten Tag, Hetty, sieht man Dich auch mal?" hörte sie sich plöglich anrufen. Hast Du schon das Neueste gehört?"
V[ Die Nase des Erzbischofs.] Dem Primas der anglifanischen Kirche, Erzbischof Dr. Tempel, ist leẞthin ein Geschichtchen passiert, für dessen Wahrheit der Kirchenfürst sich selbst verbürgte. Der Erzbischof besichtigte in Dover die Echulen, und als er in einer den naben und Mäd
" Daß die Herrschaft ankommt- ia", erwiderte Hetty. Das ist eine Ueberraschung!" sagte die Frau.„ Der Verwalter Griffiths bekam den Brief mit der Ankündigung erst heute früh mit der ersten Post. Er weiß vor lauter Aufregung schon garnicht mehr, wo ihm der Kopf steht. Alle Männer im Dorfe gehen ihm ja hilfreich zur Hand, sie bauen aller Orten Ehrenpforten; Freudenfeuer und Feuerwerk soll es heute abend auch geben. Man fagt, der Baron und seine Frau wollten von nun au ganz- hier bleiben. Schade, daß der Kleine sterben mußte, so ein schönes, liebes Kind! Doch von Dir zu reden, Hetty, Du siehst besser aus. Hast Du immer noch die alten Seitenschmerzen?"
Manchmal mehr, manchmal weniger, heute ist es Gott sei Dant nicht so schlimm", antwortete Hetty. Doch ich muß gehen, ich will noch zu meiner Tante."
„ Na, die wird wohl auch alle Hände voll zu thun haben. Alles strömt natürlich ins Wirtshaus, um Neuigkeiten auszuframen und welche zu erfahren. Wir gehen heute abend alle bors Schloß, um die Herrschaft ankommen zu sehen. Kommst Du mit Deinem Manne auch hin?"
Gewiß fommen wir auch", verseßte Hetty, dann ging fie schnell weiter.
Frau Armitage wollte gerade ins Haus gehen, als sie ihre Nichte kommen sah.
Hetty lief so schnell sie konnte und blieb atemlos neben der Tante stehen.
Tante Fanny, weißt Du schon?" stammelte sie.„ Ist es wirklich wahr?"
Bunte Chronit. Die Stadt Schöneberg hat beschlossen, eine Untergrundbahn auf Kosten der Stadt zu bauen und in eigene Regie zu nehmen.
Ja Kind, es ist wahr erwiderte Frau Armitage.„ Die Herrschaft kommt heute. Gehe hinein, Hetty, erhole Dich," Du wirft ia alle Tage blaffer und dünner."
Ach, rede nicht davon, wie ich aussehe! Hast Du ſonſt noch was gehört? Wie geht es ihm""
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- Tie ehemaligen Bonner Studenten wollen dem Kaiser in der rheinischen Musenstadt ein Denkmal seben dessen Ausführung dem Berliner Bildhauer Magnussen übertragen wurde.
Frau Armitage fab fich scheu um, wie, wenn fie fich vergewiffern wollte, ob fein Lauscher in der Nähe sei. Dann flüsterte fie ganz leise:
Es heißt, der Baron sei ferngesund. Er hat sich als Kandidat für Großhofen aufstellen lassen. Na, das wird sich auch so gehören. Wir Großhofener sind von jeher im Parlament durch die Audreys vertreten worden."
" Was meinst Du, wird er durchkommen?" fragte Hetty. " Jedenfalls; genau weiß ich es natürlich nicht. Morgen findet die entscheidende Wahl statt, deshalb kommen sie wahrscheinlich auch heute noch an."
Gehst Du auch hin, Tante?"
Für die Zeit vom 15. bis einschl. 25. Dezember ist im inneren deutschen Verkehr die Vereinigung mehrerer PostPakete zu einer Postpaketadresse nicht gestattet.
Der zweite aus dem Gefängnis zu Görlitz im Of tober ausgebrochene Verbrecher Maiwald, welcher bei seiner Flucht einen Mordversuch an dem Gefängnisaufseher machte, ist festgenommen worden.
Durch einen Sturz aus dem Jagdwagen erlitt der westpreußische Gutsbesizer Tornier aus Tragheim einen Schädelbruch, der andere Insasse des Wagens, Professor Pazzig, zwei Rippenbrüche. Auch der Kutscher wurde verletzt.
" Na freilich, ein Stündchen werde ich mir schon abzwacken. Ich möchte sie doch wenigstens ankommen sehen. Aber ich muß mich jetzt beeilen, wir haben heute schrecklich viel zu thun." " Soll ich herkommen und Dir und Onfel helfen?" Frau Armitage fah ihre Nichte mit großen Augen an. " Das ist eine prächtige Idee", sagte sie, wenn nur Dein Mann nichts dagegen hat."
Ich werde ihn darum bitten, er wird es mir gewiß nicht abschlagen."
" Ja, Du, Du bist geschwind genug mit Händen und Beinen, wenn Du nur Lust hast. Doch jest muß ich hinein-
- Tie im Bernsteinbergwerk Balmnicken in der Grube ,, Anna" schaffenden Bergleute Wittke und Kohnke wur den von einer herabsausenden Förderschale gerissen. Wittke blieb sofort tot, Kohnte erlitt einen Schädelbruch und liegt im Sterben.
Hetty trat dicht an die Tante heran und raunte ihr zu: " Tante, noch ein Wort, che Du hineingehst glaubst Du,
es ist gut für ihn, daß er zurüdfommt?"
" Gut?" fragte die ältere Frau in rauhem Tone, durch welchen unausgesprochene Furcht und Aerger flangen.„ Er ist sicher genug, wenn Du nur Deine Zunge hüten fannst!" meine Bunge?" fragte Hetty erstaunt.„ Meinst Dr, ich könnte nicht reinen Mund halten?"
Ich
Na, Dein Mund mag verschwiegen sein wie das Grab", gab die Tante zu. Aber ein Geheimnis fann auch auf andere Weise herauskommen. Dein Gesicht zum Beispiel ist Verräter genug. Du mit Deinen ewigen Schmerzen und Deinen ängstlichen Blicken, die immer den Eindruck machen, als ob Du einen gespenstischen Schatten hinter Dir erblicktest, Du bist die stete Angst meines Lebens. Gott sei Dank, daß Du nicht direkt im Dorfe wohnst. Und Vincent, der arme Kerl, der thut mir in der Seele leib. Er scheint blind zu sein; denn entweder sieht er nicht, oder er will es nicht sehen, was ihm sozusagen in die Augen springen müßte."
" Um Gottes willen, Tante Fanny, was willst Du dantit ſagen?"
Damit will ich sagen, daß Vincents Weib ein Geheimnis mit sich herumschleppt, daß sie einen Mann liebt, den sie nicht zu lieben hat!"
Eas näher in's Mu birtlichung des J rebt, nur noch gerade ber orthopädi grichult, ja in der
" Tante Fanny, sprich nicht so, Du brichst mir das Herz!" " Gut, ich will still fein", entgegnete Frau Armitage. Aber jagen mußte ich es einmal. Ich mußte die Gelegenheit bazu wahrnehmen und that es heute. Wenn Du Dich nicht in acht nimmst, wirst Du schnell genug ins Gerede kommen. Du haft mit dem Baron nichts zu thun, Hetty, merke Dir das, absolut nichts! Gehe heute abend mit den anderen Leuten zum Willtommensschmaus, damit gieb Dich aber ein für allemal zufrieden. Du bleibst von jetzt an hübsch zu Hause, während die Herrschaft hier ist. Laß Dich ia nicht etwa dabei erwischen, daß Du mit dem Baron sprichst, oder ihm etwa gar in den Weg läufft." Nein, nein, so etwas thue ich gewiß nicht."
"
Na, bann ist es gut, ich wollte Dich nur warnen." " Noch eins, Tante, beantworte mir noch eine Frage." " Was das für ein Geschöpf ist", meinte diese halb ärgerlich. Was haft Du denn noch?"
" Sei nicht so garftig, Tante. Du weißt, ich fann aber zu Dir zu feiner Menschenseele reden, und das schreckliche Geheimnis droht mich manchmal zu Boden zu drücken!"
der Onkel
„ Du mußt es ruhiger betrachten, Kind daran, viel zu viel. Na ja, da haben wir es ruft schon."
Du denkst zu viel
„ Einen Augenblick, Tante."
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Chirurg wird operative; tot
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Die Abg.
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eine Borlage gelebten e beamedt.


