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Kunst und Wissenschaft in der Orthopädie. ( Nachdruck verboten.)

I.

Es geht uns darüber folgender Artikel zu: Seit einiger Zeit macht sich in der medizinischen Wissen schaft das Bestreben fund, die Herstellung von orthopädischen Apparaten u. dergl., die bisher stets hauptsächlich von Mecha­nitern und Bandagisten angefertigt wurden, diesen Laien" aus den Händen zu nehmen und sie womöglich ganz den Aerzten zu übertragen. In dieser Richtung ist namentlich Bof. Dr. Heff vorgegangen, indem er an der orthopädi sben Poliklinik der Berliner Universität eine mechanische Werkstatt einrichtete, worin er seine Zuhörer in den Bau von orthopädisben Arparaten, fünftlichen Gliedern u. s. w. unterweist. Wie er bereits in seiner Antrittsrede nach Ostern hervorgehoben hatte, ist seiner Ansicht nach der Arzt aus Unkenntnis der Technit heute dem Mechanifer( und Bdagisten) völlig in die Hände gegeben, dieses fa sche Ver hältnis müsse aber aufhören, der Arzt muß selber solche Apparate bauen lernen.

Wenn man bedenkt, wie verhältnismäßig wenig auf dem Gebiete der Orthopädie bisher von den Aerzten im allge­meinen geleistet worden und ein wie großes Brachfeld hier noch zu bearbeiten ist, so muß man die Absicht des ren Professors Dr. Hoffa an sich sehr löblich finden. Ob sie aber praftis die von ihm erhoffte Umwälzung hervorbringen wird, das heißt, ob die Aerzte wirklich in großer Anzahl die orthopädische Technit sich aneignen und selbst ausüben werden, das möchten wir ein germaßen bezweifeln. Ein jeder Student der Medizin muß während seiner Ausbildung mit dem Sezierm ser um gehen lernen, und den­noch wie selten findet sich unter den Aerzten ein bedeutender Operateur ba bierzu nicht nur Fleiß und Wssenschaft, son­dern auch langjährige Erfahrung und angeborene Fähigkeit geboren, welch das können mit dem Wissen vereinen. Noch vielleicht in töherem Maße ist dies bei der Orthopädie er­forderlich, und auch unter den Zuhörern des genannten Pofessors wird sich wohl nur selten einer zum hervor: ragenden Orthopäden entwick in, der nicht nur die Kenntnis vom Bau der Vpparate, sondern ebenso die volle eigene Runftfertigkeit dazu erlangt. Denn hier gilt es zunächst die Technit verschiedener Instrumente und Stoffe zu beherrschen, wozu allein schon eine längere spezielle Ausbildung und Be­gabung als Mechanifer gehört.

Sun lassen sich nach Herrn Prof. Hoffa Chirurgie und Drthopädie überhaupt nicht trennen, dem entspreche der Rme chirurgische D thopädte", di se aber wolle er pfl gen und mit allen Kräften daaegen anfämpfen, daß durch hintans Bung operativer Maßnahmen der Orthopädie zum

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Mechanifer und Bandagisten herabfintt. Faßt man di sen Sab näher in's Auge, so werden die Zweifel an der Ver­wirklichung des Idea's, das dem Herrn Professor vor schmebt, nur noch größer. Denn er selbst betont, das gerade der orthopädische Operateur chirurgisch absolut sich r geschult, ja in der Chirurgie groß geworden sein muß zu finer orthopäischen Operation sei allerstrengste septik das erste Erfordernis, es darf feine Eiterung erfolgen, da diese in den allermeisten Fällen das gewünschte Resultat zu nichte machen würde. Dahr müsse der orih pädische Chirurg sis selbst durch längere Thätigkeit auf einer chirurgischen Station eigene Erfahrung n g sammelt haben

Zur Hessischen Landes- Hypothekenbank bringt die Darmst. 8'g." offiziös folgende Mitteilung: Die auf Grund des Gesezes vom 12. Juli 1902 durch den Staat unter Beteiligung von Kommunalverbänden und Sparkass n zu errichtende Hessische Landes- Hypothefenbant wird anfangs Januar des kommenden Jahres ihre Thätig. feit beginnen. Als gemeinnüßiges Institut soll die Banf befanntlich feine Erwerbszwecke verfolgen; sie wird deshalb die Schuldner nur mit solchen Binsfäßen und Nebenleistungen belegen, die eine D dung der Verwaltungskosten und die möglichen. Die Spannung zwischen dem Zin fuß der von allmähliche Schaffung eines angemessenen Reserv fonds er­ihr auszugehenden Pfandbriefe und der Da lhen wird also eine geringe sein. In erster Linie s en Amortisations. hypotheten abgessless n werden, die für die Schuldner namentlich den Vorteil hiben, daß durch jährliche, ihren Vrhä tnissen ang pißte Tilgungsbeiträge, also in einer nicht drückenden Weise die allmähliche Heimzahlung der Schuld erreicht wird. Durchschnittlich wird eine Tilgungs­rate in Höh: von 1/2 pet. zu wählen sein, doch soll auf die Wünsche der Anleiher billige Rücksicht genommen werden. Des weiteren empfiehlt sich die Amortisations hypothet für die Schuldner insofern, als sie seitens der Bank un­kündbar ist, also auch für die 8 iten höhren Geldſtandes die Steigerung des Zinsfuges seitens der Bant ausschließt. Um ek hrt bleibt aber den Schuldnern die Möglichkeit ge­wahrt, nach Ablauf eines gew ssen Zeitraumes den etwaigen Eintritt günstigerer Geldverhältnisse dadurch auszunüßen, daß sie ihrerseits fündigen bezw. das Darlehen von der Bank in ein billigeres umwandeln lassen; sie haben dabei den Vorteil, sich für die ganze restliche Vertragsdauer den günstigeren 8nsfuß sichern zu können, Als Beleihungsgebiet fommt nur das Großh rzogtum essen in Betracht. Mit der Gründung der Landes- Hypo­thefenbank gewährt die Landeskreditkasse feine Dar­lehen an Private mehr( sofern n cht Meliorationen in Frage vollständig auf Erstere übergehen. Außer der Förderung fommen), da die Aufgaben der Letteren nach dieser Richtung des ländlichen und städtischen Realfredits liegt der Landes­Hypothekenbant auch die Pflege des Kommunalkredits durch Bewährung von Darleben an Gemeinden und sonstige Kommunalverbände ob. Anträge auf Bewilligung von Dar­lehen können jeẞt schon gestellt werden und sind b8 auf weiteres bei der Ministerialabteilung für Finanzwirtschaft und Eisenbahnwesen einzureichen.

Giessener Cagesneuigkeiten.

** Der Großherzog hat am 6. Dezember den Pfarrer Karl Stempel zu Böbingen in der Rhein­pfalz zum Pfarrer der evangelischen Pfarrst le zu Angersbach, Dekanat Lauterbach, ernannt und ferner die Wahl des Rechtsanwalts Dc. Ignaz Frenay zu Mainz zum Bürgermeister der Kreisstadt Bensheim bestätigt.

** Die Abreise des Großherzogs nebst Gefolgschaft nach den Festlichkeiten in Delhi ist, wie wir bereits gest rn mel­deten, g stern Vorm ttag 7.40 Uhr über Lausanne und Warseille erfolgt. In Marseille wird das von England tommende Stiff bestiegen. Die Ankunft in Bombay wird am zweiten Weihnattatage' erfolgen. Von dort wird die 24 Stunden dauernde Fahrt nach Delhi angetret n. Am Bahnhof waren Großfürst und Großfürst n Sergius an­wo send, der preußische und der russische Gesandte u. A. Der Abschied war ein sehr herzlid er.

den Buchdruckereibefizer Baensch- Drugulin von Leipzig, ** Der Großherzog empfing am 9. Dezember welcher die Ehre hatte, Sr. Kgl. Hoheit das 2. Grem­plar der Fürstenausgabe eines Monumentalmerkes der Buchdrucker und Schriftgießerkunit Marksteine der Bu dieser mehrjährigen Ausbildung als Operateur follweisheit aller Völker in Originalschriften" zu überreichen. fich also nun die auch ziemlich langwierige Unterweisung in der mechinisch n Werkstätte ges llen, wo die Thätigkeit naturgemäß nicht gerade mit der größten Sauberkeit vor sich geben tann. Dies lbe Hand, die meisterlich Messer und Binc tte führt, soll auch ebenso aeschickt mit Hammer, Bohrer und Feile umgeben, Eisen, Leder, Holz und andere Stoffe verarbeiten lernen! Ganz abgesehen davon, daß ein bollendeter Dthopäde auch die innere Medizin beherrschen, bas gane große Gebiet der Nervenfrankheiten tennen muß, fern sich vertraut zu machen hat mit der Technik der Maffige, Symnaftit, Elektrizität. des Nervenverfahrens, sowie der Berbände, so glauben wir schon nicht, daß sich viele Aerzte nun ebenso als Operat ure wie als Mechanif r gründlich ausbilden werden. Die allermeist n werden svon zufrieden sein, wenn sie es in einer von beiden Künsten, ent veder in der ob rativen oder der mechanischen Chirurgie, Au einer gew ssen Meisters haft bringen. Und der mechanische Chirurg wird wahrscheinlich noch seltener bleiben als der operative; or aber technisches.shid zu ersterem in sich spürt, wird das Gebiet der Operationen möglichst ein­shränken und für seine Person wohl gern aufgeben wollen, felbst auf die Gefahr bin, daß er dadurch zum Mechaniker und Bandaqiften herabsintt.

Parlamentarisches aus Hessen.

Die Abg. Ulrich und Gen. brantriqen: Die Kammer wolle beschließen, Großh. Regierung zu ersuchen, den Ständen eine Vorlage zu machen, durch welche eine dirette Ver. tretung der Arbeiterschaft des Landes im Groth. Ministerium nach dem Vorbild der Landwirtschaft und der

Gewerbe h rbeigeführt wird.

Ferner: Die Kammer wolle beschließen, die Großb. Regierung zu ersuchen, den Ständen alsbald eine Vorlage zu machen, durch welche die Gewerbeinspektion des Landes derart ausgebaut wird, daß in allen Bezirken Asistenten und Assistentinnen aus den Kreisen der Ar­beiter zur Verwendung und Anstellung gelangen. Die Abg. Häusel u. Gen. beantragen, die Kosten eines Abtretungsverfahrens für die erste Instanz den Unternehmer tragen zu lassen, dagegen die Kosten des Entschädigungsverfahren zwischen Unternehmer und Eigen tümer nach Verhältnis des Angebots und der Forderung der unterlieg nde Teil zu tragen. Die Kosten der Beschwerde- Instanz hat

teilen zu laffen.

Dies Iben Abgeordneten fragen an, ob die Regierung eine Vorlage machen wolle, welche eine Erhöhung der fest gefesten Werte für Dienstwohnungen der Beamten

bezweckt.

fizkalischen Grundr ück n ist der Zweiten Kammer zug gang n. ** Eine Regierungvorlage betreffend Veräuß rung von Schon der vorige 31. Landtag hatte die Regierung ermach­tigt, die landwirist aftlich benut en, zerstreut gelegenen Grundstücke des Großn. Familieneigentums an Landwi t zu verkaufen. Diese Vorlage wird wiederum in Kreisen der Landw rtschaft mit Freuden begrütt. In Quedborn wurden bereits im Sommer Grundstücke von c. 3-0 Morgen 16 000 Mt. e. faust, ebenso Grundstücke in der G.marfung Dorf Gill.

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Theater- Verein. Morgen Abend findet, wie sbon durch die Gießener N uefte Nichrichten" und an den Pa­fatsäulen öffentlich 6 fannt gegeben, die 4. Vorstellung statt. Das L'Ar nge'sche Lustspi 1: Dr. Klaus wird gegeben, die Hai ptrolle hat Herr Schmasow vom Kasseler Hoftheater einzelnen Rollen dürfen als gut bezeichnet werden. übernommen. Das Stück selbst wie aus der B sezung der

Konzert des akademischen Gesangvereins nahm einen ( 0) Das geftrige, in der Stadtkirche abgehaltene glänzenden Verlauf. Dasselbe wurde eingeleitet durch zwei von Herrn Organist Hempel aus München virtuos geipielte Orgelfompofitionen, zwischen denen die Konzert­fängerin Frl. Carola Hubert zwei Lieder von Bach und Raff stimmungsvoll vortrug. Das Hauptwerk des Abends war ein deutsches Requiem" für Solostimmen, Chor, Orchester und Orgel von Brahms, der mit dieſem

tiefempfundenen und mit Schönheiten reich ausge­statteten Oratorium die Aufführenden vor eine zwar schwierige, aber sehr dankbare Aufgabe stellt. Herrn Universitätsmusikdirektor Trautmann auf das Sorgfältigste vorbereitet, wurden die einzelnen Chöre vorzüglich vorgetragen und thaten die mitwirkenden Faktoren, Chor und Orchester, ihr Bestes, den An­nahm die ganze Aufführung einen glänzenden Verlauf. forderungen des Dir genien gerecht zu werden. Solistisch thätig waren die mit einer wundervollen Sopranstimme ausgestattete Sängerin Fräulein Hubert die ihre Partie in wahrhaft schöner Weise durchführte, und der Baritonist Herr August Leimer aus Frankfurt,

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der sich bei der Durchführung seiner Aufgabe gleichfalls als ein hochbegabter Künstler erwies.

Statistit über das Volksschulwesen im Kreise Gießen im Schuljahre 1902. Die Schülerzahl des Kreises beträgt 11614, davon entfallen auf die Stadt 2130, auf's Land 9484 Schüler; nach dem Geschl cht sind 5870 Mädchen und 5744 Knaben, nach der R lig'on ge­bören rund 11 200 der evangelischen, 200 der katholisten, 180 der israelitischen und etwa 30 einer andern Ronf ssion an. Im Ganzen sind im Kreis 196 Schulst. Den, davon 44 in Gießen und 152 auf dem Land. Auf einen Lehrer fommen in der Stadt Gießen rund 50, in den Landort n 63 Schüler. Im Vergleich mit 1901 bat die Zahl der Schüler um 205 zugenommen, die Zahl der Schu stellen und Lehrkräft um 5. 1901 gab es no 4 Schulen mit über 100 und 3 mit über 90 Schülern. Als Kuriosum darf gelten, daß eine Schulstelle an einer zweif assig n Schule infolge steter Abnahme der Schülerzahl einging, so daß die Schule wieder einklassig wurde. Die Schülerzahl hat in der Stadt Gießen bedeutend zugenommen, ist aber auf dem Land zurückgegangen.

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** In Amerifa berstorbene Hessen. Nework: Katharina Worster, geb. Weiß, aus Gunders heim, 64 Jahre alt, Charles Kauter aus Wimpfen, 42 Jahre. In Fairmaint: Henry Kappel aus Ober­Ingelheim, 44 Jahre. In Detroit Mich.: Henry Orth wehr aus Darmstadt, 55 Jahre. aus Darmstadt, 95 Jahre. In New York: Karl Land­In Brooklyn: Christine Brunnen, geb. Schauf, aus Lorsch, 38 Jahre. In Washington: Heinrich Brod aus Bingen, 72 Jahre.

Aus Hessen und Dachbargebieten.

** Klein- Linden, 8. Dez. Sein 30 jähriges Dienst­jubiläum feierte g stern der Eisenbahnbedienst te Neurath hierselbst, wozu sich Freunde und Kollegen des Jubilars im Bernhardehäuser Hof" eingefunden hatten. Herr Bonarius aus Gießen überreichte dem noch sehr rüstigen Jubilar eine prachtvolle Gedenktafel.

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Friedberg. Gegen die Wahl des Herrn Damm zum Landtagsabgeordneten ist bei der Zweit n Kammer ein Wahl­protest eingereicht worden. Der Wahlproteſt ist darauf be­gründet, daß die Deffentlichkeit der Wahlhandlung verletzt sei, weil während der Feststellung des Wahlergebnisses die Thüre des Rathauses versch ossen war.

k. Bom reichen Frau: furt. Auch in diesem Jahre ift Frankfurt, die reichste Stadt der preußischen Monarchie, mit einem Einkommen von durchschnittl ch 4791 Mt. auf den Kopf der Bevölkerung gegen 5368 Mark im Vorjahr.( Die zweitreichste Stadt ist Char­lottenburg.)- 23 hiesige Bürger zeichneten zu den Kosten des im nächsten Jahre hier stattfindenden Sängerwettstreits je 5000 Mark also zu­ſammen 140000 Mt. Dafür wird jedem der 28 ine achtfißige Loge für die Dauer der Feste eingeräumt. ( Gedenket der hungernden Armen. D. Red.)

** Darmstadt, 9. Dez. Der Finanzausschuß der Bweiten Kammer ist h ute zu einer mehrtägigen Vorberatung des Hauptsteue voranschlags zusammengetreten. Die Verab= schi dung des letzteren soll in di sem Jahre zeitiger als in früheren Jahren auch im Plenum erfolgen.

** Wörrstadt, 8. Dei. Eine fast ung'aublich flingende Geschichte ist von hier zu berichten. Ein bekannter Kauf­mann, der seit langen Jahren verheiratet und Vater mehrerer, zum Teil sch n erwatsener Kinder ist, soll seit langen Jahr n mit der Tochter eines Architeften in Stuttgart ein Verhältnis unte halten und so ar sich mit dem Mädchen verlobt haben. Die Sache wurde dadurch hier b.fa nt, daß vorige Woche dr Vater der Braut" hierherfam, um seinen zufünftig n Schwiegersohn", der sich dort als 35jähriger Jungarfelle ausgegeben habe, zu besuchen.

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** Schweinsbera, 9. Dz. Nachdem am 30. November im Gasthaus zum Ohmthal" e ne Versammlung von In­teressenten zw cs Gründung einer Molkerei getogt hat, fand heute eine w.it re Zusammenfunft statt, in welcher sich tec Unternehmer, ein Herr Arnos, mit den Beteiligten über as Unternehmen aussp a h. Die Anwesenden erflärt n sich mit den Bedingung n einverstanden, und so dürfen wir hoffen, die Mole ei, die vorläufig in den großen Kaulich­festen des Ohmthale" untergebracht wird, mit dem 1 Mai f. J. eröffnet zu sehen. Besonders interessiert an dem Rustandekommen sind noch Niederft in, Niedercfleiden und Rudiaheim, wo auch noch Versammlungen stat finden soll. n.

** Rirdbain, 8. Dezember. Wie erzählt wird, hat der seiner Zeit biclgenannte Bauunternehmer Hahn, welcher den Bau der Ohmthalbahn von hier bis zur Darmstädtischen Grenze übernommen hatte, den aber später der Auftrag wieder entzogen wurde, den Prozeß, in welchem er eine Entschädigung von 75 000 af vom Kreise Kirchhain eingeklagt, verloren.

Druck und Verlag der Gießener Verlaasbruder i, borm. Wilb. Reller's he Buchdruckerci( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein( Sieken.

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