burde, ist die verhältnismäßig geringe Zahl der Opfer zu uschreiben. Die Verlegungen der Opfer des Anschlags varen meist entsetzlicher Natur. Fünf oder sechs Frauen jaben bis zur Unkenntlichkeit entstellte Gesichter, denen die Augen oder die Nase fehlten, anderen waren die Hände abge. : issen oder die Veine zerschmettert.
Die Politik.
+ zu den geplanten preußischen Eisenbahn- Tarifreformen schreibt uns unser-Mitarbeiter: Es ist richtig, daß der Reformplan manchen alten und nicht unberechtigten Wunsch der öffentlichen Meinung einstweilen unberücksichtigt läßt. Aber zweifellos ist es nicht eigensinnige Halsstarrigkeit der Regierung, wenn sie diesen Wünschen nicht nachkommt. Eine gründliche Reform des preußischen Personentarifs wird nur illmählich und schrittweise vollzogen werden können. Wir önnen in Preußen nun einmal auf die Ueberschüsse aus der Eisenbahnverwaltung bei dem gegenwärtigen Stande der preuzischen Finanzen nicht verzichten, und wenn es auch richtig ist, daß eine Verbilligung des Verkehrs auch eine Vermehrung der Verkehrseinnahmen mit sich bringt, so darf man doch nicht vergessen, daß die Entwicklung Zeit beansprucht. In der ersten Zeit nach einer bedeutenden Fahrpreisermäßigung würden die Einnahmen zweifellos zurückgehen, und desto mehr, je größer die Fahrpreisermäßigung wäre. Ein solcher Rückgang der Verkehrseinnahmen müßte aber augenscheinlich eine sobald nicht wieder wett zu machende Zerrüttung des Staatsetats herbeiführen. Deshalb wird man vorerst mit der bedächtigen Reform, die die Preußische Regierung vorschlägt, sich einverstanden erklären müssen. Ist diese Reform erst ein paar Jahre in Kraft, so wird man auf eine weitere Ermäßigung der Fahrpreise Bedacht nehmen können. Von solchen Reformen gilt auch der Satz, daß, wer langsam fährt, gut fährt. Die Veröffentlichung des Reformplanes scheint übrigens den zuständigen Stellen ungelegen gekommen zu sein, und der Dementierapparat ist bereits in Tätigkeit. Indessen wird es diesen Dementis ergehen, wie so manchen anderen: Sie werden von den Tatsachen ihrerseits dementiert werden. Warten wirs ab, wer Recht behält.
Im Reiche wird bekanntlich eine Erhöhung der Offizierspensionen geplant; eine darauf bezügliche Vorlage soll dem Reichstage bald nach seinem Zusammentritt zugehen. Wie unser Berliner CB. Mitarbeiter hört, soll diese Erhöhung der Offizierspensionen von der preußischen Regierung zum Muster für eine Erhöhung der Beamtenpensionen genommen werden. Die Landtagsvorlage, die diese Forderung enthalten wird, soll mit rückwirkender Kraft ausgestattet werden, so daß die höheren Pensionsbezüge auch den bereits früher pensionierten Beamten und deren Hinterbliebenen Jezahlt würden.
Das Programm für die Begegnungen Kaiser Franz Josefs mit anderen gekrönten Häuptern steht jetzt fest: Anfangs September empfängt der Kaiser in Wien den Besuch König Eduards, am 18. September den Kaiser Wilhelm und Ende September den Besuch des Zarenpaares. Auch über eine Begegnung mit König Viktor Emanuel wird zur Zeit verhandelt. Dagegen hat der Kaiser es abgelehnt, den Belgierkönig Leopold, der in Gastein weilt, zu empfangen. König Leopold hat bekanntlich seiner Tochter, der Witwe des österreichischen Kronprinzen Rudolf, seit ihrer Heirat mit dem Grafen Lonyay den ihr bis dahin von ihm gewährten Zuschuß von 40 000 Mark jährlich entzogen. Außerdem hat er seiner anderen Tochter, der Prinzessin Luise von Koburg, den von ihr erbetenen Aufenthalt in Belgien nur dann gewähren wollen, wenn sie ihm von dem ihr von ihrem Gatten, dem Prinzen Philipp von Koburg, gezahlten Jahrgelde 16 000 Mark ab= gebe! Wegen dieses Verhaltens weigert Kaiser Franz Josef sich, mit dem Belgierkönig zu verkehren.
Der in Basel tagende Zionisten- Kongreß hat beschlossen, einen jüdischen Nationalfonds zu errichten. Zweck des Fonds soll sein: in Palästina und den Nachbarlanden Bau-, Ackerund Gartenland, auch Waldungen und Grundstücke jeder Art anzukaufen, das gekaufte Land zu bebauen oder bearbeiten zu lassen, oder auch an Juden mit Ausschluß der Afterpacht zu verpachten; alle möglichen oder denkbaren Unternehmungen, welche diesem Zwecke dienen, zu begründen oder zu fördern. Von dem Nationalfonds sollen/ zum Landankauf dienen, ¼ unantastbar bleiben und fruchtbringend angelegt werden.
Hof und Gesellschaft.
Das Kaiserpaar, die Prinzen Eitel Friedrich und Joachim, Prinzessin Viktoria Luise und der Herzog von Sachsen- Koburg- Gotha sind en Wilhelmshöhe aus in Berlin eingetroffen, wo sie im Stoß Wohnung genommen haben. Vor dem Kaiser fand heute auf dem Tempelhofer Felde die große Herbstparade über das Gardekorps und später Fahnennagelung und Weihe im Zeughaus statt. Wie berichtet wird, nahm an beiden militärischen Veranstaltungen auch Graf Waldersee teil. Die Ankunft des Kaisers in Dresden erfolgt, wie nunmehr definitiv feststeht, am 1. September nachmittags halb 3 Uhr auf dem dortigen Hauptbahnhof. In der Begleitung des Monarchen werden sich der Kronprinz und Prinz Eitel Friedrich von Preußen befinden. Der Kaiser wird die in der ersten Etage des föniglichen Schlosses gelegenen sogenannten Genueser Zimmer beziehen, während die beiden kaiserlichen Prinzen im königlichen Balais am Taschenberge absteigen werden.
* Der König von Sachsen ist nicht unbedenklich erkrankt. Er mußte infolge dessen den Manövern des 12. Armeekorps und der Parade der Kavalleriedivision B. bei Beithain fern bleiben. Auch ließ er im letzten Augenblick feine Teilnahme an der Enthüllungsfeier des Dresdener Bismarck- Denkmals am Sonntag absagen.
* Prinz Adalbert von Preußen, der Ende September die theoretische Ausbildung zum Seeoffizier beendet hat und für das letzte Jahr seiner Fähnrichszeit zur Erlernung des praktischen Dienstes an Bord von„ Hertha" kommandiert worden ist, wird mit dem am 15." Oktober von Homburg abgehenden Fähnrichstransport die Ausreise nach Ostasien antreten, sich aber erst nach dem Geburtstage der Kaiserin am 28. oder 29. Oktober in Genua oder Neapel dem Transport anschließen.
König Liftor manuel von Italien nahm bei Belluno die Parade über die Truppen, welche zur roten Bartei in den bevorstehenden großen Manövern gehören, ab. Die Königin wohnte dem militärischen Schauspiel bei. Beide Majestäten wurden von der überaus zahlreichen Menge türmisch begrüßt.
Lokales.
Gießen, 30. August 1903.
** Sedan. Als König Friedrich Wilhelm III. nach der Schlacht bei Leipzig eineu alten Offizier fragte wie es seinen vier Söhen gehe, sagte dieser:„ Es geht gut!" und mit erstickter Stimme:„ Sie sind alle im Kampf für Eure Majestät gefallen!" Der König aber wandte sich erschüttert ab:" Nicht für mich," sagte er, nicht für mich! Wer fönnte das ertragen? Sie starben fürs Vaterland." Fürs Vaterland starben auch die tausende und abertausende von Helden, deren Gedächtnis sich sonderlich am 1. September, dem großen Tage von Sedan, erneut. Wohl dem Lande, für dessen Ehre und Herrlichkeit der Fürst wie der schlichteste Bürgersmann Gut und Blut einzusetzen bereit sind, wie das im letzten Kriege, dem deutsch- französischen, so opferfreudig geschah! Im Mittelpunkt jener großen, unvergeßlichen Zeit steht der Tag von Sedan, diese Wendung durch Gottes Führung," wie es der greise Kaiser Wilhelm voll schlichter Christendemut bekannt hat. Wenn auch unser Volk houte noch den 2. September mit solchem Bekenntnis feiert, wird ihm dieser Gedenktag zu immer erneutem Segen gereichen. Um Abend des 1. September hatte ein Batatuon Thüringer vom 96. Inf. Reg. sein erstes Quartier in der Kirche von Angecourt. Die Herzen waren ergriffen von den gewaltigen Vorgängen des Tages, und es entsprach der Stimmung wohl all der tapferen Krieger, als in die Stille der Dämmerung auf der Orgel die Melodie des Liedes erklang: ,, Nun dantet alle Gott." Machtvoll stimmten Offiziere und Mannschaften in den heiligen Gesang ein. Gehts auch durch Tiefen hindurch, zwir brauchen nicht an der Zukunft unseres Volkes zu verweifeln, solange es zu singen weiß:„ Nun danket alle Gott!"
XDer Großherzog wohnte am Samstag vor= mittag auf dem Truppenübungsplatz der Besichtigung des Ja fanterie- Regiments Kaiser Wilhelm( 2. Großh. Hess) Nr. 116 durch den kommandierenden General bei.
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** Ernennungen und Auszeichnungen. Aus Anlaß der Anwesenheit des Kaisers in der Provinz Hessen- Nassau wurden eine große Anzahl Personen der Provinz mit Titeln, Würden und Orden ausgezeichnet. Es wurde u. A. verliehen der Charakter als Wirklicher Geheimer Rat mit dem Brädikat Excellenz dem Geh. Med.- Rat Prof. Dr. von Behring, der Charakter als Geh. Med.- Rat dem ord. Professor Dr. Meyer alle zu Marburg.- Ordens- Auszeichnungen erhielten: Den Noten Adler- Orden 2. Klasse mit Eichenlaub UniversitätsKurator Oberregierungs- Rat Dr. Steinmez, den Roten Adler- Orden 4. Klasse: Professor Dr. Birt, außerordentlicher Professor v. Drach, Prof. Tuczet, Baurat Hermann, Landgerichtsdirektor Jeß, Eisenbahnstationsvorsteher Preusse, sämtlich in Marburg, Pfarrer Fett zu Kirchhain, Pfarrer und Dechant Krah zu Amöneburg, Postmeister Fuhr hans zu Franken berg, Pfarrer oder hose und Forstmeister Wolf zu Wetter, den Königlichen Kronenorden 3. Klasse: Geh. Med.- Nat Prof. Ahlfeld, Staatsanwaltschaftsrat Ganslandt, ord. Professor Dr. Herrmann, Sattlermeister Döring und Garnisonsverwaltungs- Inspektor Forfel alle in Marburg.
+ Das hessische Schulministerium hat durch Verfügung vom 12. d. Mts. die Schulgel fäße an den höheren Lehranstalten in Hessen einheitlich geregelt.
* Militärdienstnachrichten. Völker, Garn.Verw. Kontrolleur in Gießen, als Verwalt. Insp. nach Lager Hagenau, Müller, Garn.- Verw.- Kontrolleur in Lager Senne, nach Gießen- bersetzt.
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Das 3. hessische Inf. Reg. Nr. 116 ist am Freitag mittag per Extrazug auf Bahnhof- Gießen eingetroffen, um in der Umgebung des Brigade- Uebungsplaßes bei Rechtenbach Quartier zu beziehen. Das Regimentskommando liegt in Hörnsheim, die Kompagnien sind in die Orte Hörnsheim, Hochelheim, Rechtenbach, Lüzellinden, Münchholzhausen und Dutenhofen verteilt. Das Brigadeegerzieren beginnt am 3. Sept., vorher ist Gefechtsschießen.
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fehlten nicht. Die Kapelle ließ ihre Weisen erklingen und unter dem Schatten der mit Früchten beladenen Obstbäume wurden bei einem fühlen Trunk die alten Erinnerungen an den glorreichen 70er Feldzug ausgetauscht. Der Gesangverein ließ es sich nicht nehmen, auch auf dem Festplaß mit einigen Gesangvorträgen zu erfreuen. Abends gegen 7 Uhr erfolgte der Rückmarsch in die Stadt auf den Marktplay, wo Herr Lehrer Roth noch eine Ansprache hielt, die mit einem Hoch auf den Kaiser und den Großherzog schloß. Die Musit spielte Heil Dir im Siegerkranz" und damit war die offizielle Feier beendet, Jung und Alt strebte dem Heimischen Herde zu, während die Kapelle noch eine kleine ,, Nachsizung" mit Konzert im Wilden Mann" hielt.
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Herbstpferde markt – landwirtschaftliche Ausstellung. Wie aus dem Inseratenteil ersichtlich beabsichtigt die Pferdemarkt kommission Gießen im Anschluß an den am 14. Sept d. I. auf dem Trieb stattfindenden Pferdemarkt eine Pferdeschau der im Privatbesitz befindlichen Reit, Wagen- und Arbeitsp'erde abzuhalten. Dieselben können unter dem Reiter, sowie im Geschirr vorgeführt bezw. vorgefahren werden. Die Prämiierung findet vormittags 11 Uhr statt und sind Auszeichnungen und Ehrenpreise vorgesehen. Die Vorführung sämtlicher prämiierten Pferde und Gespanne( auch diejenigen der Händler und Züchter) wird nochmittags 3 Uhr verbunden mit Konzert der Gießener Regimentskapelle stattfinden.
Die Erinnerungsfeiern an die vor 50 Jahren erfolgte Einweihung der Grünberger Stadtkirche und den Sedantag standen am Sonntag im Mittelpunkte des Interesses der Einwohner Grünbergs. Während der Morgen dem lokalen, firchlichen Erinnerungstage gewidmet war, galt der Nachmittag der vaterländischen Gedächtnisfeier. Morgens war die Stadtkirche das Ziel der Einwohnerschaft, beinahe bis auf den letzten Platz war das Gotteshaus gefüllt, der Kriegerverein, Gesang- und Turnverein sowie die Feuerwehr, nahmen mit ihren Fahnen geschlossen am Gottesdienste teil, der Kirchenchor, unter der Leitung seines Dirigenten Herrn Lehrer Roth, nahm den Mittelraum der Empore in der Kirche ein, während an beiden Seiten die Vereine Blag genommen. Der Festpredigt, die Herr Defan Wagner hielt, war der Psalm 118, V. 19-29, zu Grunde gelegt. Der Kirchenchor wie der Gesang- Verein, Dirigent Here Lehrer Laube, wirkten durch Gesang- Vorträge zur Berherrlichung des Gedenktages mit. Nach der Festpredigt sprach der bereits im hohen Alter st hende, jetzt in Mainz wohnende ehemalige Grünberger Pfarrer Dr. Steinmetz. Die Grünberger Frauen und Jungfrauen hatten aus Anlaß der Gedenkfeier für den Altar der Kirche eine neue prächtige Altarbekleidung gestiftet. Herr Defan Wagner sprach den Damen hierfür nach der Predigt den Dank der Kirche aus. Mittags 1 Uhr wurden Choräle von der Lauterbacher Kapelle von der Zinne der Kirche geblasen. Um 2 Uhr sammelten sich die Vereine und die Jugend zum Festz g unter Vorantritt der Musikkapelle der sich die Geistlichen, die Stadtvertreter sowie der Kirchenvorstand anschloß, durch die Stadt nach dem Festplatz an der Gießener Straße, wo Herr Pfarrer Schmidt eine Ansprache hielt, die mit einem Hoch auf das deutsche Vaterland ausklang. Reges Leben entwickelte sich auf dem im Sonnenglanz prangenden Festplay. Mit Jugendspielen unter der Leitung der Lehrer erfreute sich die Jugend, die Kleinen und selbst die Kleinsten
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L.P.V. Auch in diesem Jahre hat der landw. Verein für die Provinz Oberhessen einen Import von Zuchtvieh der Simmentaler Rasse aus dem Heimatsgebiete dieses Viehes durchgeführt. Es waren von Gemeinden und Brivatzüchtern bestellt: 14 Bullen und 13 Ninder, bezw. Kühe. Die Versteigerung der am Dienstag hier eingetroffenen Tiere fand im Nebe'schen Gutshofe in Gießen statt und zeigte, welch hohes Interesse die Züchter an diesen Importen nehmen. Die Qualität des eingeführten Vieh's war eine hervorragend gute, und wurde dies auch dadurch vor die Augen geführt, daß z. B. bei zwei Kindern der Steigpreis 1710 und 1700 Mart, bei einem Bullen 1600 Mark betrug. Im Ganzen wurden für 13 Rinder 12 894 Mark oder pro Stück 990 Mark gelöst. Da der Einkaufspreis 9584 Mark betrug, so überstieg der Verkaufspreis um 3310 Mark oder 26% den ersteren. Bei Bullen betrug der Einkaufspreis 13 622 Mart, der Verkaufspreis 15 036 Mart. Es wurden also 1414 Mark oder rund 10% gegen den Einkaufspreis mehr erzielt. Der Durchschnittspreis der Gemeindebullen beträgt 982 Mart. Der Mehrerlös kommt den Steigerern zu gute. Da der Provinzialverein sämtliche Ankrufsunfosten und Transportkosten trägt und außerdem bei Bullen 15% des endgültig festgesetzten Preises auf seine Kosten übernimmt, so erhalten auch diesmal die Besteller von Zuchtvieh zu vers hältnismäßig billigen Preisen vorzügliches Zuchtmaterial.
** Ueberfall. In vergangener Nacht wurde einem oberen Gießener Bahnhofstraße von einem bis jetzt unbein Gießen in Stellung befindlichen jungen Mann in der fannten mittelst eines Hirschhornfrückenstockes derart auf den Kopf geschlagen, daß er eine stark blutende klaffende Wunde davontrug. Trotzdem der Täter sofort die Flucht ergriff, ist man demselben doch auf der Spur.
** Für die durch Hochwasser Geschädigten bis zum 15. August eingegangen: 105 379, 20 Mt. Beisind nach der ersten Quittung des Reichskomitees insgesamt träge werden auch von unserer Erpedition weiter befördert.
*** Das seit drei Jahren von der Gießener Turnerschaft eingeführte Dünsbergwetturnen fand gestern bei schönstem Wetter statt. Dem Aufruf in der„ auzeitung" waren die Turner aus allen Bezirken in weit zahlreicherem Maße ais früher gefolgt und hatten sich zu früher Morgenstunde in Gießen am Nuädter Tor gesammelt, harrend des Extrazuges, der sie nun gemeinsam der Turner weiß sich zu amüsieren und Scherz hüben, bis En station Bieber brachte. Fröhlich war die Fahrt, Scherz drüben, es wird nichts trumm genommen. Bieber dem Bähnchen bis für den Abend Valet gesagt, ging es nun mit strammem Schritt im Tal entlang dem König der Hinterländer Berge entgegen und dabet eischoll aus mehreren hundert Turnerfehlen das bekannte Turnerlied:
„ Was zieht dort unten durch's Tal entlang, Eine Schar im weißen Gewand!"
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Nach etwa halbstündigem Marsch war der Fuß des Berges erreicht, nun hieß es hinauf auf des Berges Höb', von wo der Aussichtsturm( erbaut im August Oftober 1899) weit in das Land hinein schaut und dem Wanderer, der zu ihm will, ein guter Wegweiser ist.- Nochmals eine halbe Stunde und zwar bei etwas schnellerem Athem- auch dieses Hindernis" war überwunden. Mit laut über die Berge hinschallendem Gut Heil" begrüßten die Turner die befannte Stätte, da sie sich nun in friedlichem W tikampfe messen wollten. Ein weites Bierzelt lud zur Rast ein, welche dank der vorzüglichen Vorarbeit des Turngenossen Deucker Rodheim hinsichtlich der Bewirtu g auch voll und ganz Erfrischung brachte. Nach einigen gemeinsamen Freiübungen unter Leitung des 2. Gauturnwarts Häuser= Bad Nauheim begann das Wetturnen( Dreifampf, bestehend aus Freihochsprung, Stemmen und Steinstoß n). zu demselben waren 204 Marn angetreten und davon erhielten 150 Mann, d. i. also drei Viertel der Teilnehmer, Preise.( Begen Mangel an Raum seien hier nur die Sieger angeführt, welche in Orten unseres Verbreitungsbezirk. wohnen. D. Red.) Es errangen einen mit 40 P. 39
1. Preis Alb. Münch- W. tz'ar
361/2"
W. Wiedeisten, MT.-V. Gißen und Bütten=
2.
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3.
Carl Schwarz, W.-T.B. Gießen Ludwig Pippler, T.-V.
6.
berger, T.-V. Giß n
init j. 33 B.
7.
Carl Schneider- Loil ir
Ff
8.
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H. Schüttler, T. V. Gießen
mit 32½" und Ludo. Adam,
T. V. Gießen
mit je 32.
10.
Jak. Frey- Kleinlinden, Max
Günther- Collar und
mit je 31 B.
Ernst Wagner- Krofdorf
un 12 Liter
dient lettere 843 ftatt zu Leistungen i Individual t
in beträchtli mittel bedin da auf Gen
Man verlange
ausdrücklich:
24 Preis- Medaillen! Anerkannt bester Bitterlikör! Underberg- Boonekamp.


