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Weylar, 29. August. Der langjährige frühere Bürgermeister Moritz ist gestern Abend gestorben. Beinahe ein Vierteljahrhundert lang von 1876 bis Ende 1900- hat der Verblichene an der Spige unseres Gemeinwesens gestanden, nachdem er bereits vorher eine Reihe von Jahren hindurch Bürgermeister der Bürgermeisterei Schöffengrund gewesen war. Verstorbene ist nur 64 Jahre alt geworden.

Der

X Sprendlingen, 28. Aug. Der Bürgerverein Sprend­lingen hat 100 Mt. Belohnung zur Ermittelung der Täter ausgesetzt, die, wie schon kurz berichtet, in der Nacht auf Mittwoch das Haus des Herrn Reichstagsabg. Dr. Becker in gemeinster Art und Weise beschmiert haben.

Herchenhain, 29. Aug. Die hiesige Lehrerstelle soll jetzt, da sie eine lange Reihe von Jahren verwaltet wurde, definitiv besetzt werden; es hat sich ein Lehrer aus dem Kreise Lauterbach gemeldet. Seit 1893 wirften an hiesiger Stelle 8 Schulverwalter, außerdem fand noch während dieser Zeit eine dreimalige Vertretung dur auswärtige Lehrer statt.

gästen nahmen an derselben teil u. a. Geheimerat Hofmann| bereits in Verwesung übergegangen. R. ist unber­als Vertreter des preußischen Landwirtschaftsministeriums, heiratet und 26 Jahre alt. der Oberpräsident der Rheinprovinz Dr. Nasse, die Regier­ungspräsidenten von Köln, Koblenz und Aachen, der Präsident der preußischen Zentralgenossenschaftstasse Heiligenstadt und der Präsident der Laudwirtschaftskammer der Rheinproving v. Schorlemer. Der Bund der Landwirte ist durch den früheren Reichstagsabgeordneten Lucke vertreten. Präsident v. Schorlemer begrüßte die Delegirten namens der rhein schen Landwirtschaftskammer und Geheimerat Hofmann namens des preußischen Landwirtschaftsministers. Der Vorsitzende Geh. Regierungsrat Haas erstattete den Geschäftsbericht für 1902/03. Der Anwalt empfiehlt dte Errichtung einer Genossenschafts­schule für die theoretische Ausbildung von technischen, fauf­männischen und zur Organisations-, Instruktions- und Re­visionstätigkeit berufenen Genossenschaftsbeamten. Die Er­richtung einer solchen sei bereits gesichert. An den Kaiser wurde ein Huldigungstelegramm abgesandt. In der zweiten Sigung, am 28. August, die von dem Vorsitzenden des Rheinischen Bauernbundes Frhr. v. Loë geleitet wurde, dankte zunächst Graf v. Oppersdorf Oberglogau namens der schlesischen Bauern für die tatkräftige Hilfsaktion, die die Genossenschaften durch ihren Aufruf zur Gunsten der durch das Hochwasser geschädigten schlesischen Landwirte eingeleitet haben. Ueber die Milchverwertung und die Betriebsunkosten bei den Molke­reigenossenschaften berichtete Verbandsdirektor Dekonomierat Plehn- Berlin. Dann wendet sich der Genossenschaftstag der Frage zu, in welcher Weise Genossenschaften die Deckung et­waiger Verluste unter Berücksichtigung der gesetzlichen Be­.stimmungen bewirken fönnen. Der Berichterstatter Feldmann­Bonn bezeichnet es als einen Mangel des Genossenschaftsge­sezes, daß es nicht die Möglichkeit läßt, eine nach Abschreibung des eigenen Vermögens und der Geschäftsguthaben verbleibende Unterbilanz im Wege des Umlageverfahrens zu decken. Bei einer Aenderung des Genossenschaftsgesetzes werde man hier­in Abhilfe schaffen müssen. Nach längerer Aussprache nimmt der Genossenschaftstag folgende Resolution an: Da es nach dem z. 8t. geltenden Genossenschaftsgesetz nicht möglich ist, eine nach Abschreibung des eigenen Vermögens und der Ge­schäftsguthaben verbleibende Unter bilanz im Wege des Um­lageverfahrens bei bestehender Genossenschaft zu decken, muß für die Stärkung ihres Vermögens durch Festschung ange­den Genossenschaften noch mehr als sonst empfohlen werden messen hoher Geschäftsanteile und reichliche Dotierung der Reserven Sorge zu tragen."

und Wilh. Schmidt, mit je 282. L.Dechert u. H. Unverzagt T.-V. Gießen mit je 28 Ludw. Noll, Ant. Berghoff, Gg. Zörle und R. Schubecker vom T.-V. Gießen, D. Schlenbecker, Heuchelheim, und Hch. Wagner I, Großenlinden, mit je 272 P. Fr. Schwarz, mit je 27 B. Hugo Hellwig, M.-T.-V. Gießen mit 262. Carl Wagner, Krofdorf, W. Weiß, Großen linden, und W. Frank, Lollar mit je 262. Carl Euler T.-V. Gießen, Hch. Pfeiffer, Launs­bich, Fr. Wenzel, M.-T.-V. Gießen mit je 2512 B. Chr. Schmidt T.-V. u. W. Weiß, M.-T.-V. Gießen, Carl Germer, Heuchelheim, R. Zimmer, Lich, C Amend, Großenlinden, L. Faber, Großenlinden, C. Bauer, M.-L.-V. Gießen, und Hch. Scheld, Großen- Buseck mit je 25. Carl Geiß, T.-V. Gießen, Alb. Bäz, M.- T- V. Gießen, H. Schnepp, Krofdorf, C. Bender, Krofdorf, Frdr. Sock, Heuchelheim, und Hch. Hamel, T.-V. Gießen mit je 242 Hch. Weber, Kleinlinden und Gg. Althaus, Leihgeftern mit je 24 P Otto tttopp Kleinlinden, Jr. Steeger- Klein­linden, 2nd v. Kohlermann M.-T.-V. Gießen und Wilh. Pfaff- Launsbach mit je 2312. Ludw. Mohr- Daubringen 23 With. Weller Kleinlinden, Ludw. Nürnberger- Lang­göns und L. Gerlach T.-V. Rodheim mit je 22. Sch. Menges, Großenlinden und E. Bender T.-V. Rodheim mit je 22

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A. Schmidt T.-V. Gießen, L. Größ- Daubringen, A. Debus- Launsbach, Hch. Weiß Großenlinden, Carl Pfeffer Leihgestern, Carl Reeh, M.-T.V. Rodheim und 2. Schimmel mit je 212 P. Ernst Jung T.-V. Gießen, J. Heckeroth- Klein­linden, Hch. Wagner II., Großenlinden und Aug. Artus- Langgöns mit je 21 P. G3. Heller- Leihgestern und H. Steinn üller- Klein­linden mit je 20% P. Ludw. Hellberger- Daubringen, H. Wagner T.-V. Gießen, Hch. Mooz- Großenbuseck, L Valentin­M.-T.-V. Rodheim und Fr. Reeh M.-T.-V. Rodheim mit je 20 P.

* Der 19. Deutsche landwirtschaftliche Ge­nossenschaftstag fand am 27. und 28. August in Bonn statt. Die erste Hauptversamm ung wurde unter dem Vor­siz des Genossenschaftsanwalts, Geh. R gierungsrat Haus Darmstadt, abgehalten und war start besucht. An Ehren­

Billige Produktion.

+ Wieseck, 28. August. Weichenſteller Reinhard Hofmann, der am 19. d. Mts. auf dem Rangier­bahnhof zu Gießen überfahren wurde und beide Beine verlor, ist heute gestorben. H. ist 63 Jahre alt.

*** Klein Linden, 31. Aug. Gestern Mittag 12 Uhr wurde das 4, ährige Töchterchen des Fabritarbeiters Peppler, hier von einen Bierfuhrwert überfahren; es mußte in die Klinik nach Gießen verbracht werden.

= Rodheim a. d. Bieber, 27. August. Vor etwa sechs Wochen verschwand von dem Hof Haina der Knecht Rickert Nachdem man lange vergeblich nach ihm geforscht hatte, fand ihn heute morgen ein Arbeiter in einem verlassenen Bergwerksschacht. Die Leiche ist

Markt.

* Marburg, 29. August. Auf dem letzten Wochenmarkt fofteten: Butter, Bfd. 120-130, Hühnereier, 2 St. 14, Käse, per St. 11, Käschen, pr. St. 4, Kochfäse, pr. Pfd. 40, Käsematten per St. 5, Kartoffeln, neue Pfd. 4 Bfg. 100 Pfund 3.00 Mt., Blumen­fobl, 1 St. 30-60, Sellerie St. 8-10, Oberkohlrabi 20-25, Borre Salat pr. Kopf 5 Pfg., Möhren, pr. Pfd. 10, Gurfen 100 St. 180-200 Hahnen, pr. St. 60-70, Hühner pr. Std. 1.50-1.80, Gänse 5-6.00, Enten St 2-2.50, Tauben, pr. St. 40, Neh pr, Pfd. 70 Pfg, Ra= diese, pr. Pack. 6-8, Merrettich, pr. Pack 10-25, Zwiebeln, Pfd. 10 Knoblauch, pr. Knolle 5, Weißkraut, pr. R. 10-12, Rotkraut pr. Kopf 10-12 Pfa., Wirshing, pr. f. 25-30 Pfg.

* Markt in Marburg. Donnerstag, den 3. September findet hier auf dem Jurplatz ein Rindvich-, Schweine- und Schaf- Markt statt.

Frankfurter Hen- und Strohmarkt vom 28. Aug. Amtliche Notierungen.) Heu per Zentner Mt. 3.00 bis 3.50, Stroh per Zentner Mf. 1.80-240.

Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil Albin Alein. für das Sokale, den Gerichts." und Deffentlichen Sprechscal": Fr. Cppermann Dend und Berlag der Gießener Verlagsbruderei( vorm. Wilb. Neller), ieken.

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Grenze des Erreichbaren gesteigerte Ausnutzung der Nähr- durch die Verabreichung des rühmlichst bekannten Milch­stoffe des Futters stattfindet. Dies kann naturgemäß und Mastpulvers Bauernfreude" aus der Chemischen Der Landwirtschaftliche Zeitgeist"( Straßburg i. Elf) schreibt: nur dann zutreffen, wenn der Verdauungsorganismus Fabrik Th. Lauser in Regensburg erreicht wird. Dieses Jeder Landwirt, der darauf bedacht ist, rationell vollständig auf der Höhe steht. Sind die Funktionen Präparat, welches seit mehr als 10 Jahren in Tausenden zu arb iten, wird die E fahrung gemacht haben, daß sich des Verdauungsapparates mangelhaft, so wird die Milch- von Betrieben Verwendung findet, ist von wohltätigstem nicht immer mit der höchsten Milchleistung der höchfte leistung verteuert und nebenher noch unter das sonst er- Einfluß auf die Funktionen des Verdauungsapparates; es Nuzeffekt verbirden läßt; vielmehr wird sehr oft der reichbare Maß gedrückt; von Rentabilität kann dann nicht, steigert die Ausnutung der Futterstoffe, beschleunigt die Gewinn ein relativ höherer sein, wenn die Leistungs- oder kaum mehr die Rede sein. Wie anders stellt sich Verarbeitung derselben, regelt die Entleerungen und regt fähigkeit nur in mäßige em Umfange ausgenutzt wird. dagegen die Sache da, wo eine rege Berdauungskraft die Freßluft an. Es ist demnach wohl zu verstehen, daß Der Ertrag hängt also nicht von den Leistungen allein, tätig ist! Da braucht nicht eine minutiöse Auswahl der die Verbreitung des Mittels immer mehr zunimmt, und sondern hauptsächlich auch davon ab, ob diese auf teure einzelnen Futtermittel getroffen zu werden, die Zubereitung daß, wer einmal einen praktischen Versuch mit Bauern­oder billige Weise erlangt werden Beansprucht demnach läßt sich oft vereinfachen, die Nährstoffe werden befriedigend freude" unternommen hat, das wertvolle Pulver im Vieh­eine Ku, um 15 Liter Milch produzieren zu können, extrahirt, und die Produktion läßt sich billig auf das stalle nicht mehr entbehren mag. Theoretische Kritteleten einen Futteraufwand von 1.50 Mt., eine andere dagegen, höchste Maß bringen. Ziehen wir hieraus die Schlüsse, müssen gegenüber der selbst gewonnenen Ueberzeugung um 12 Liter zu geben, einen solchen von 1 Mt., so ver so ergiebt sich, daß eine billige Fütterung nur dann statt- des Praftifers verblassen, sie verschwinden gegenüber den dient letztere den Vorzug, weil sie die Milch billiger( zu findet, wenn die Werkzeuge der Verdauung tadellos mehr als 6000 glänzenden Anerkennungen, welche von 8/3 statt zu 10 Pfg.) liefert. Die Möglichkeit billiger funktioniren, daß eine gewinnbringende Produktion von intelligenten und hervorragenden Praktikern über die Leistungen ist nun aber in gewissem Umfange an die der billigen Fütterung abhängig ist, und die höchste Ent- Bauernfreude" abgegeben worden sind; diese mehr als Individual tät des Tieres gebunden; doch kann sie auch faltung der Leistungsfähigkeit nur dann wirklichen Wert 6000 Zeugnisse beweisen, daß eine rationelle, reichlichen in beträchtlichem Maße durch die Auswahl der Futter- besitzt, wenn sie mit geringem Aufwande sich erlangen Ertrag liefernde Viehzucht nur mit Hilfe von Bauern­mittel bedingt werden. Unter allen Umständen wird nur läßt. Das Mittel zum Zweck ist hier wie dort eine freude" möglich ist. da auf Gewinn zu rechnen sein, wo eine bis an die energische Tätigkeit der Verdauungsorgane, wie sie allein

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