* Französische Blätter wollen wissen, daß französische Franziskaner sich in Deutschland ansiedeln wollen, sie hätten ihre Bibliothek bereits dorthin gesandt. Die Dominikaner würden dieselbe Taktik befolgen. Die Meldung flingt nicht sehr wahrscheinlich.
* Aus Valencia( Spanien) kommt die Nachricht, daß sich dort ernste Ereignisse abgespielt haben. Die Bevöl ferung verlangt vom Könige die Abseßung des Präfekten. Einzelheiten sind noch nicht bekannt geworden.
* Die Unruhen in China dauern fort. Die Provinz Awangsi und Teile der Provinz Kwangtung werden bon etwa 100 000 Aufständischen unsicher gemacht. Diese bestehen größtenteils aus entlassenen Soldaten und Räubern, die gut bewaffnet sind.
Hof und Gesellschaft.
*** Der Kaiser stattete dem Neubau des Herrenhauses einen Besuch rib, um das Modell des von ihm geschenkten Bildwerkes ,, Die Krone ein Hort des Friedens" in Augenschein zu nehmen. Er empfing u. a. den Reichstommissar für die deutsche Ausstellung in St. Louis Geh. Regierungsrut Lewald und Prof. Bruno Echmiß zur Vorlage von Plänen für das deutsche Haus auf der Ausstellung. *** Das Befinden der Kaiserin ist weiter zufriedenstellend. Die Heilung der Bruchstelle vollzieht sich ohne örtliche Schwellungen und Schmerzen. Von allen Seiten des Auslandes tommen sympathische Kundgebungen der Teilnahme an dem Unfalle. Der St. Petersburger Herold" schreibt:„ Wir wissen uns eins mit allen unseren Lesern in dem Wunsche, daß die Genesung der hohen Frau, die durch ihr selbstaufopferndes, edles Wesen das leuchtende Vorbild des deutschen Weibes ist, bald eintreten möge, sowie daß ihr, deren erhabene Lebensaufgabe das Stillen fremden Schmerzes ist, die Schmerzen eines längeren Krantenlagers erspart bleiben."
*** Prinz Waldemar von Preußen, der älteste Sohn des Prinzen Heinrich, hat sich zur Kur nach der Lahmannschen Anstalt in Dresden begeben.
Nab und fern.
Der Fall O'Brian. Zu der sonderbaren Angelegen heit des bekanntlich in die Affaire der Prinzessin Luise von Toskana verwickelten und aus Dresden ausgewiesenen Zahnarztes O'Brian, der ,, auf Grund eines Zeugnisses des amerikanischen Generalkonsuls in Dresden" in Newyork verbreitet hat, er wäre ein Opfer sächsischer Willkür geworden, hat sich jetzt der Generalkonsul Cole selbst geäußert. Er hat in einer Unterredung mit dem Staatsminister v. Meßsch- Reichenbach zugestanden, daß er allerdings dem Zahnarzt O'Brian auf dessen Ansuchen, um ihm sein Fortkommen in Amerika zu erleichtern, ein Zeugnis ausgestellt habe. Es habe ihm aber hierbei durchaus ferngelegen, der sächsischen Regierung den Vorwurf der Willkür zu machen. Er beflage es tief, in diese Angelegenheit hineingezogen worden zu sein, zumal er hinterher erfahren habe, daß die sächsische Regierung reichlich Grund für ihr Vorgehen gegen O'Brian hatte, und bitte davon überzeugt zu sein, daß ihm jede beleidigende Absicht ferngelegen habe. Eine abscheuliche Leichenschändung haben unbekannte Täter in Spandau vollführt. Sie nahmen aus einem Erbbegräbnis die einbalsamierte Leiche einer vor etwa einem Jahrhundert verstorbenen Frau, schleppten sie dann nach der Friedhofskapelle und lehnten sie dort aufrecht an einen Baum. Was die Täter zu ihrer frevelhafter Tat bewogen hat, ist bisher ebenso wenig aufgeflärt, wie ihre Persönlichkeiten.
(:) Eine Skandalszene im Bukarester Jockeyklub. In der fashionablesten Vereinigung der rumänischen Hauptstadt, dem Jockeyklub, kam es zwischen dem früheren Kriegsminister Lahovary und seinem Schwager, dem früheren Senator Balaccanu, infolge von Erbschaftsstreitigfeiten zu einer solennen Keilerei. General Lahovary wars seinen Schwager unter den Tisch und bearbeitete ihn mit den Fäusten. Nur mit Mühe gelang es, ihn von seinem Gegner fortzureißen. Ein Tuell unter den schwersten Bedingungen wird die Folge sein.
Ein großer Waldbrand wütet seit mehreren Tagen in der Nähe des Kurorts Unken bei Lofer im Salzburgischen. Der Brand, dem schon acht Hektar Waldbestand zum Opfer gefallen sind, scheint infolge einer Unvorsichtigkeit entstanden zu sein. Die Feuerwehren von Lofer, Reichenhall und anderen Nachbarorten bemühten sich bisher vergebens, den Brand einzudämmen. Der heftige Wind brachte die Orte Reit und Meierberg in große Gefahr, die jedoch infolge einer Veränderung der Windrichtung vorüberging. Eine Herde Schafe und viele Hirsche kamen in den Flammen um. Der Schaden ist sehr groß und trifft die Besitzer der Sägewerke und Triften in Reichenhall sowie zwei Bauern in Unken. Der Brand dehnt sich noch weiter aus. Auch aus anderen Orten werden große Feuersbrünste gemeldet. In Jablunke in Mähren wurden etwa 60 Gebäude eingeäschert, darunter die reformierte Kirche. Viele Personen sind obdachlos. Bei einem Brande im Dorfe Mortinau( Tirol) wurden von den 17 Häusern des Dorfes 16 zerstört. Die Einwohner kampieren im Freien.
-In Trier wurden bei den Reparaturarbeiten an einem Gaskessel drei Arbeiter in einem Schacht durch Gas betäubt. Während der Rettungsversuche wurden weitere sechs Leute, darunter der Gaswerksdirektor, betäubt. Fünf Personen liegen im Schacht und sind nach Ansicht der Aerzte tot. Um zu der Umfallstelle zu gelangen, mußte man 6200 kubikmeter Gas ausströmen lassen.
- Bei Baggerungen in der Nähe von Moorfleth( Ober. elbe) wurden 21 Dynamitpatronen mit einer 60 Meter langen Zündschnur zu Tage gefördert. Das ganze Gebiet ist polizeilich abgesperrt. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet, um festzustellen, wie und zu welchem Zwecke der gefährliche Sprengstoff dorthin ge tommen ist.
- Ein abscheuliches Sittlichkeitsverbrechen hat der Tisch. lergeselle Baudowski in Heilsberg an der 10 jährigen Schü lerin Langhanti verübt. Infolge des Verbrechens ist das Kind gestorben. Der Täter, ein schon orbestrafter Mensch, ist verhaftet, ein der Beihülfe verdächtiger Komplize hai die Flucht ergriffen.
Der Obstkan und die Obstuuhung in Oberheffen vom bergangenen Jahre stellt fich nah den amtl. Darmstädter Statist. Mitteilungen wie folgt:
1 432
Prov. Rheinhess.
Großh. Hessen.
Schotten Lauterbach
Friedberg
Büdingen
Alsfeld
Gießen Kreise.
3 400
1129
1 831 359 16
62
3
.
421
8
182
Aprikosen und Pfirsiche.
Kastanien, edle.
Alsfeld
Gießen
Kreise.
der
Zahl
Aepfel.
Birnen.
Zwetschen und Pflaumen.
Kirschen.
Ertrag
Wert
Zahl
Ertrag
Wert
der
Bäume.
Bäume.
Bäume der Zahl
Ertrag
Wert
Zahl
Ertrag
Wert
der Bäume.
b( 100 kg)
111 729
18 467
Mo 199 055
bz( 100 kg)
41 996
1 305
42 677
5 000
Schotten Lauterbach Friedberg Büdingen Prov.Oberheffen.
123 709
246 842
28 511 9 499
100 520 42 910
22 842
1 273
31 934
2 294
Ma 20 758 7 469 12 934
bz( 100 kg)
106 522 79 702 202 862
244
M. 2102
b( 100 kg
Ma.
13 107
112
1.934
3 049
23 555
5 341
16
233
56
400
306 027
42 866
2 860
29 635
35 842
3 744 2 772
590 434
67 993
714 974 37 361 29 101
162 746 14 463 8 645
545 634
4.938 29 010
164 762
71
848
22 971 14 689
398
6 653
1 473
28 412
29 822
772
7 372
8 911
79 192 4.083
68 479
785
6.828
15 573 4 884
54
695
71
762
652 149
4.977
41 105
76 565
2 124
38 689
Prov. Starkenb.
730 529
56 542
643 181
248 585
17 264
173 202
651 242
6 053
68 489
47526
1 930
43 108
322 130
26 977
351 138
110 903
15858
190 007
514 020
9 664
158 060
63 006
11 177
266 441
1 643 093
151 512 1 709 293
522 234
42 033
442 401
1 817 411
20 694
267 654
187 097
15 231
348 238
Walnüsse.
1 593
20
352
335
209
150 918 372 507
96
279 794
12 259 9 346 20 156
216
559
74 376
1
1 803
482 470
33 043
367 584 128 567
3
129
19
3
1 230
55
1 811
257
1
20
8 911
4.505 2 026
135 593 73 180
1 494 462
84 250 5 212 4 234
51 060 42 150
880 296
24 643
597
15 844
1 012
401
53 451
1 574
32 753
1 756 988
83 977
976 978
Prov. Rheinhess. 71 829
2 846
122012
163
1 192
12 049
1 186
31 978
1 094 100
67 781 1 120 828
99 872
3 498
139667
91
1 613
74 411
2 949
69 236
4 345 550
236 008 2 978 102
Wir machen darauf
aufmerksam,
20
20
3 124
2 500
daß
Zusammen.
vom 1. April
Verschiedene Tagesblätter enthalten unter der Ueber
ab die Postschalter wieder um 7 Uhr morgens geöffnet schrift: An die Gewehre!" einen der deutschen Kriege werden.
*** Amtliche Marktnotierung. Bei dem am 24 und 25. März stattgefundenen Markte waren aufgetrieben 1264 Rindvieh, 979 Schweine, 293 Pferde und 27 Fohlen. Der nächste Markt findet am 21. und 22. April statt; am legteren Tage auch Krämermarkt.
**
Eine fast unbekannte Sterbefasse. Viele Arbeiter gehören einer Sterbefasse an, ohne es zu wissen. Eine solche ist nämlich die Invalidenversicherung, sofern der Versicherte aus dieser Versicherung keine Renten bezogen hat. Das letztere wird bei den vielen Millionen der Versicherten meistens der Fall sein, und gerade in diesem Falle haben die Hinterbliebenen das Recht, sich die Beiträge, die der Versicherte selbst gezahlt hat, zurückerstatten zu lassen. Auf eins muß aber aufmerksam gemacht werden, denn das ist die Hauptsache: Die Beiträge werden nicht freiwillig, sondern nur auf Antrag zurückerstattet, und zwar muß der Antrag innerhalb eines Jahres nach dem Ableben des Versicherten gestellt sein. Berechtigt zur Antragstellung sind die Witwe und unter 15 Jahre alte Kinder.
*** Zum Fleischbeschaugesez. Morgen am 1. April tritt für das ganze Deutsche Reich ein einheitliches neues Fleischbeschaugesetz in Kraft. Nach den Bestimmungen dieses Gesezes muß das Fleisch eines jeden geschlachteten Stückes Vieh von einem Fleischbeschauer besichtigt und mit einem Stempel versehen werden. Auf dem Stempel muß der Name des Schlachthofes, in dem das Tier geschlachtet worden ist, ersichtlich sein. Fünf Stempel find zum Zwecke der Begutachtung des Fleisches usw. eingeführt. Die Bedeutung der fünf Stempel ist folgende:„ Taugliches Fleisch" erheblich herabgefeßes" d. h. im Nahrungs- und Genußwerte herabgesetztes Fleisch untaugliches Fleisch" ☐ ,, bedingt taugliches Fleisch" und Pferdefleisch" ☐
Herr Bauunternehmer Winn erwarb bei der gestrigen Versteigerung in der Nähe des Bergwerks ein Brundstück für 5500 Mart.
Der Windeck'sche und der Scheida'sche Garten ging gestern durch Kauf in Besitz des Herrn Kommerzienrat Gail über.
"
Rirtorf tag findet&
in Riebe ber Freiber Aus
Allend
tag Nachmi herzoglichen berzogliche Kreisbea
25 jährigen fterium aug Sierauf ber Birtschaft fangberein Anteil nah meifter der der nahelie prachen li Jubilar zu eine pradhit Ehrentafel
zeitung Parole" entnommenen Appell an die alter Soldaten". Es wird den nationalen Parteien di Pflicht vor Augen gehalten, wenigstens für die Beit bis zu Beendigung der Reichstagswahlen die Streitart der poli tischen Meinungsfämpfe zu begraben und bei der bevor stehenden Reichstagswahl in einmütiger Rraftentfaltung ba grundsäßlichen Widersachern vaterländischer Größe entgegen zutreten".
Der Mainzer Husar Karl Heinrich Martin vo der 4. Estadron befand sich am Abend vor Fastnacht au Urlaub in Gießen, wo sein Vater Studentenwichsier if Martin hatte gehörig gezecht, und im Uebermut zog er au der Straße den Säbel und suchtelte damit in der Luft herum Als ein des Wegs kommender Gerichtsacceffist eine Be merkung darüber machte, gab ihm Martin zwei schallend Ohrfeigen und einen Schlag mit dem Säbel auf den Rücken Der Accesfist gab Fersengeld, bis ihn ein Infanterist i Schuh nahm. Der Husar hat jezt vom Kriegsgericht fi sein brutales Verhalten 3 Monate Gefängnis erhalten.
=
-
** Eine Holzversteigerung im Freiherrlich von Schen schen Revier Rülfenrod findet Montag den 6. und Diens tag den 7. April jedesmal 10 Uhr vormittags beginnen statt. Es werden aus den Distrikten Buchwald, Ranzben und Hahnbach versteigert: Stämme: Eichen 44 Stüd va 24-57 Ctm. Durchmesser und 3-15 mtr. Länge 31,39 Fitm., Eschen 11 Stüd von 18-43 Ctm. Durd messer und 3-10 Mtr. Länge 5,97 stm., Buche 38 Stüd von 35-62 Ctm. Durchmesser und 6-13 Mtr. Läng 51,05 Fstm.. Fichten 49 Stüd= 15,79 Fftm., Birke 2 Stüd= 1,33 Fitm.; Derbstangen: Fichten 87 Stüd 5,93 Fftm.; Scheiter Rm.: Buchen 191, Eichen 6, Birle Esche 2, Erle 2, Nadelholz 2; Rnüppel Rm.Buchen 170 Eichen 41, Birte 7, Erle 16( teils 2 Mtr. lang), Eiche Nadelholz 19; Reifig Rm.: Buchen 789, Eichen 75, Birle 12, Esche 6, Nadelholz 18; Stöde: Buchen 248, Eichen 27 Birken und Erlen 4, Nadelholz 8. Das Bau und Nut holz sowie das Scheitholz fommt Montag, das übrige Brenn holz Dienstag zum Ausgebot. Zusammenfunft am Montag auf dem Vizinalwege von Nieder- Gemünden nad
einem redit trennten fich Bürgermeift
führen könne ben Eisen
** Ge
bon Kirch berg ger Gemeinde lichen Gel Bahn die lich berbe Münzenber
badhtig if borgekomme De mit Wirkun
leben, infon handelt, st fuchende w mertfam g Ueber diese
bor zahlre
Dr. Cheliu Heimatbezir und wie di Der Bas
berg"
i
über diefem Lungfteinarti bei Altenbur
ber drei Ar
ftein- Bafalt burger Ste
ment- und genügend e gegen biete Schotter- B
ging der
geologischen gefamten B
einft ein üb
als. 8.8
jeitlich weit
gehabt hat. innern beru
Beränderun
ungen der ganze Wett Innern en Solen; die
Betr.: Die
ände Wir b
daß bom 5 driften üb Gehülfen, Gefeßes) t Läden, for
bis 10 116
Stef
Das
oc Stur
Es ist Feinke P
Größte
M
Deu
I f


