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Kreise.

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Aepfel.

Birnen.

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Zwetschen und Pflaumen.

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Rirtorf am Balb ingang an der Lehmgrube. Am Diens tag findet die Versteigerung im Saale bei Gastwirt Becker in Nieder Gemünden statt. Nähere Auskunft erteilt ber Freiherrliche Forstwart Westrupp zu Rüffenrob.

Aus Hessen und Nachbargebieten. [ Allendorf a. d Labu.] Jubiläumsfeier. Sonn­tag Nachmittag erschienen in der Amtsstube des Großh. herzoglichen Bürgermeisters Ludwig Bolt dahier der Groß­herzogliche Provinzialdirektor Herr Dr. Breidert nebst zwei Kreisbeamten und übergaben Herrn Volk aus Anlaß seines 25 jährigen Amtsjubiläums ein von Großherzoglichem Mini­fterium ausgestelltes Diplom unter bezüglicher Ansprache. Hierauf versammelten sich die Teilnehmer des Festes in der Birtschaft zum Grünen Grund" wobei der Ge­sangberein Eintracht durch Vortrag mehrerer Chöre regen Anteil nahm. An diesem Feste beteiligten sich die Bürger­meister der benachbarten hessischen, und einige Ortsvorsteher der naheliegenden preußischen Gemeinden. Nach einigen An­sprachen ließen die Bürgermeister der Nachbargemeinden dem Jubilar zur Ehrung eine Pfeife, der Gemeinderat von hier cine prachtvolle Hängelampe, der Gesangverein Eintracht eine Ehrentafel unter entsprechender Ansprache überreichen. Nach einem recht gemütlichen Verlaufe von mehreren Stunden trennten sich die Anwesenden mit dem Wunsche, daß Herr Bürgermeister Volt noch lange die Bügel der Gemeinde führen könne.

** Gemünden. Von hier aus soll eine Petition an den Eisenbahnminister betreffend Bau einer Eisenbahn von Kirchhain über Gemünden nach Franken berg gerichtet werden. Schon früher haben einige Gemeinden die freie Hergabe des zum Bahnbau erforder. Ichen Geländes beschlossen, da durch die Erbauung der Bahn die Verkehrs- und Erwerbsverhältnisse außerordent­lich berbessert werden. Friedberg, 30. März. Auf der Kettenmühle bei Münzenberg wurde ein Mann verhaftet, der dringend ver­dächtig ist, die vielen in der legten Zeit in der Wetterau borgekommenen Waldbrände vorsätzlich gestiftet zu haben.

Der Spar- und Vorschuß- Verein Groß- Felda wird mit Wirkung vom 1. Januar 1903 von sämtlichen Dar­lehen, insoweit es sich um pünktlich eingehende Jahreszinsen handelt, statt 42% nur noch 4% erheben. Kredit­suchende werden auf diese Zinsermäßigung besonders auf­mertfam gemacht.

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Die geologischen Verhältnisse des Vogelsbergs. Ueber dieses Thema sprach gestern im Ortsverein Alsfeld bor zahlreich besuchter Versammlurg Herr Oberbergrat Prof. Dr. Chelius aus Darmstadt. Die Hauptmineralien unseres Heimatbezirts find nach den Ausführungen des Referenten und wie die Alsf. D. 8tg." berichtet, Tonerde und Basalt. Der Basalt lagert in der Regel wie z. B. in Hom berg" in drei Schichten, unten der sog. schwarze Basalt, über diesem eine tuffiteinartige Basaltschicht und darüber der lungsteinartige Basalt, wie wir ihn z. B. im Steinbruch

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bei Altenburg finden. Aus dem Dichtigkeits- und Härtegrad ber drei Arten ergiebt sich ihre Verwendungsart. An Bau­stein- Basalt ist die Alsfelder Gegend leider arm, die Alten­burger Steine eignen sich, wie befannt, nur als Funda ment- und allenfalls Sockelsteine. Der Homberg würde, genügend erschlossen, diesem Mangel vielleicht abhelfer. Da gegen bietet der Münchberg" schönen Säulen sowie Schotter- Basalt. Aus dem Bereich der engeren Heimat ging der Referent zu einer anschaulichen Darstellung der grologischen Entwickelung und derzeitigen Beschaffenheit des gesamten Vogelsbergs über. Danach ist der Vogelsberg einst ein überaus mächtiger Vulkan gewesen( weit mächtiger als z. B. der jeßt viefgenannte Mont Belee), der 2-3, zeitlich weit von einander getrennte gewaltige Eruptionen gi habt hat. Die voraufgehenden, durch Vorgänge im Erd­halten unter der Uch innern verursachten Erdbeben haben neben einschneidenden der deutschen Krieg Veränderungen der Erdoberfläche Verschiebungen und Stau­pell an die alt ungen der Erdschichten im Innern zur Folge gehabt. Das malen Parteien ganze Wetterau- Gebiet z. B. ist eingesunken. In seinem 18 für die Zeit bis Innern enthält der Vogelsberg reiche Steinsalzlager der ie Streitart der Solen; die Quellen von Nauheim, Salzschlirf, Selters u. a.

Wert

und bei der ber er Kraftentfaltung

Bekanntmachung.

bischer Größe entgeg Betr.: Die Ausführung des Reichsgesetzes über die Ab­Heinrich Martin

1

änderung der Gewerb ordnung vom 30. Juni 1900. Wir bringen hiermit zur Kenntnis der Interessenten, vor Fastnacht daß vom 5. bis 9. und am 11. April 1. Js. die Vor Studentenwichsier schriften über die Mindeſtruhezeit und Mittagspause der Sehülfen, Lehrlingen und Arbeiter(§ 139c rubricirten mit in der Luft her Geſetzes) keine Anwendung zu finden haben und die Tagen Martin zwei fchaller bis 10 1hr abends offen gehalten werden können.

Uebermut zog er

Säbel auf den Rüd hn ein Infanterift

vom Kriegsgericht efängnis erhalten. Freiherrlich von She tag den 6. und Die bormittags beginner Buchwald, Kanz Eichen 44 Stüd -15 Mtr. Länge 18-43 Ctm. Dur

5,97 Fftm., Buche

Gießen, den 30. März 1903.

Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler.

Das Ei des Columbus ift

erstatters Erb prinzen zu Leiningen wird die erstere Regierungsvorlage, die 2 Artikel enthält dem Fiskus anderer Staaten sowie den öffentlichen Anstalten und Kassen, die für Rechnung eines anderen Staates verwaltet werden und diesen gleichgestellt sind im Falle der Gegenseitigkeit Ge­bührenfreiheit gewähren will, ohne weitere Debatte an=

genommen.

Oberlandesgerichtspräsident i. P. Dr. Knorr erstattet zu dem Reichsgesez betr. Schlachtvieh u. Fleisch schau Be richt und bemerkt dazu, sein Abs. 3 habe folgende Fassung erhalten: Von Privaten eingeführtes frisches Fleisch fann dieser Nachuntersuchung nicht unterworfen werden, sofern es zum Verbrauch im eigenen Haushalte bestimmt ist. Die Regierung habe ihr Einverständnis mit dieser abgeänderten Faffung erklärt und beantrage der Ausschuß Beitritt zu dem Beschlusse der Zweiten Kammer.

entfließen dem Ablauf der Bechstein- Bone des Vogelsbergs.| Fleischbeschau. Auf Bericht und Antrag des Bericht­Sogar äußerlich wahrnehmbar wird das Lagern gewiffer Erdschichten an Bodenformation und Vegetation. Der Vo­gelsberg, der etwa zu ½ aus verwertbaren Erzen besteht, bietet neben seinem Reichtum an Basaltarten Brauneisenstein ( bei Gießen), Baurit( bei Grünberg), Rieselgur( bei Nieder Ofleiden und Altenschlirs), Braunkohle( an den Rändern des Vogelsbergs) und Salz( Wimpfen, Bad Nau heim; 75 000 bezw. 33000 Ctr. alljährlich). Die Frucht­barkeit des Vogelsberges resultiert nidt allein aus dessen verwitterndem Basaltboden, sondern aus einer Erdschicht, richtiger Staubschicht, die die vulkanischen Eruptionen s. 8. über das Land geschleudert-" Löß" genannt, von der auch die hiesige Gegend ein gut Teil abbekommen. Der Löß hat sich durch Beimengen von Sand und Entziehung seines Eisengehaltes in den heutigen Lehm verwandelt. Bu bedauern sei, daß die Erzbergbau- Industrie des Vogelsbergs in Vernachlässigung geraten. Diejenige der Nachbargebiete haben sich bedeutend schneller entwickelt. Es gelte, durch intensivere Arbeit das Versäumte nachzuholen. Mit welchen Einnahmeziffern insbesondere auch für die Arbeiter bevö ferung hier zu rechnen sei, erhelle daraus, daß z. B. in Mücke allein während der Arbeits- Saison monatlich 35 000 Mart an Löhnen ausbezahlt würden. Mit der in letzter Zeit stärker einsetzenden Verkehrs- Erschließung des Vogelsbergs werde hoffentlich auch die Bergbau- Industrie Oberhessens lebhaften Aufschwung nehmen und mit eine Quelle des Wohlstandes für die Bevölkerung bilden.

Aus Nassau, 30. März. Auf der Kleinbahn der Gewerkschaft Konstanze in Langenaubach entgleiste am Sams­tag Vormittag ein Bug. Dem Betriebsführer Dörr aus Haiger wurden dabei beide Beine abgefahren. Er starb in der chirurgischen Klinik zu Gießen.

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Höchst a. M, 30. März. In dem Dorfe Nied sind in der vergangenen Woche nicht weniger als 5 Ehefrauen ihren schlechteren Hälften davongelaufen. Der Grund soll in der üblen Behandlung durch die Männer liegen.

[ Ein renitenter Schüler.] In der Oberklasse der Dorfschule zu Klein Stein heim fam es dieser Tage zu einer aufregenden Scene. Der Lehrer applizierte dem 14­

jährigen Schüler Heinrich Dörr wegen verschiedenen Unge­30genheiten eine Ohrfeige. Das versette den Burschen, der Ostern die Schule verläßt, in große Wut. Er gab seinem hrer mehrere Faustschläge ins Gesicht und einige wuchtige Fußtritte vor den Unterleib, so daß der Mißhandelte ohn mächtig zu Boden fiel und anderen Tags das Bett hüten

mußte.

+ Hochheim, 30. März. Eine Anzahl halbwüchsiger Buischen vergnügte sich gestern am Main mit Revolver­schießen. Dabei wurde der 16 jährige Philipp Noll so un­glücklich in den Kopf getroffen, daß er alsbald starb. Der unvorsichtige Schüße wurde verhaftet.

Hessischer Landtag.

I. Rammer.

Darmstadt, 28. März. Präsident Graf v. Schliz gen. v. Gör eröffnet nach 10 Uhr die Sigung. Die II. Rammer hat bekanntlich be­schlossen, den aufgeforderten Betrag von 32000 Mt. für bauliche Arbeiten im Residenzschloß und den ebenfalls an­geforderten Betrag von 14 700 Mt. für den Neub u der Forstwart wohnung der Forstwartei Offenbach nicht bewilligt. Die Erste Kammer tritt nunmehr den Beschlüssen der Zweiten

Rammer bei.

Nach Erledigung des Hauptvoranschlags wird die Ne­gierung vorlage, den Entwurf des Finanzgesezes für das Etatsjahr 1903/04 betreffend, ohne Debatte verabschiedet

Bum Schlusse teilt der Präsident noch mit, daß ein Er­suchen der Zweiten Kammer an die Großh. Regierung wegen Vorlegung eines Gefeßentwurfes, betreffend die Landes­schlachtviehversicherung, eingegangen sei.

Die Erste Kammer tritt dem Ersuchen der Zweiten Rammer bei. Hierauf vertagt sich das Hohe Haus.

Aus dem Gerichtssaal. Strafkammer fügung.

Gießen, den 27. März 1903. Glasmacher Karl G. zu Büdingen geriet in der Wirts schaft Reuter dorten, in eine Rouferei. Als Nachtwächter Harf einschritt, widersetzte er sich diesem und wurde tätlich. Das dortige Schöffeng richt verurteilte ihn deshalb zu 14 Tagen Gefängnis. Das Berufungsgericht fast heute die Sache milder auf und setzt die Strafe auf 5 Tage herab.- Der mehrfach verbestrafte Knecht Ferdinand R. von Wölfers­heim hatte sich zu dem Müller Gilbert Eller in Muschen­heim vermietet, ist aber nicht eingetreten. Er gibt zu von vornherein die Absicht gehabt zu haben, den Dienst nicht anzutreten, sondern es galt ihm nur um das Mietgeld, er erhielt auch solches in der Höhe von 3 Mt. nebst 80 Pfg. für eine Eisenbahnfahrkarte. Das Gericht nimmt ihn wegen

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Betrugs in eine Gefängnisstrafe von 4 Monaten.- Kaspar G. von Frischborn hat am 18. Februar d. Js., abends den Bürgermeister Funt von dorten hinterliftig überfallen und mittels einer Latte förperlich mißhandelt. G., welcher sich auf Trunkenheit bei Begehung der That beruft, ist dem Bürgermeister feindlich gesinnt, da ihn dieser von dem Nacht­wächter- und Schweinehirtendienst gebracht hat. Das Urteil lautet auf 1 Jahr und 3 Monate Gefängnis- Jafob G. von Gießen, welcher sich an einem 4 jährigen Mädchen vergangen hat, wird zu 2 Jahren Zuchthaus unter Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre verurteilt.- Wegen des nämlichen Verbrechens begangen an einem 6 jährigen Kinde, wird der jugendliche Heinrich M. dahier in eine e- fängnisstrafe von 1 Jahr genommen. Zum Schlusse hat sich Maurermeister Louis W. von Ober- Lais wegen fahr­lässiger Körperverlegung zu verantworten. W., welcher den Schulhausneubau zu Burkhardsfelden aufführt, hat die nötige Vorsicht außer Acht gelassen, denn eines Tages fiel ein großes Stüd einer neu aufgeführten Mauer auf ein Gerüst, auf welchem sich eine Anzahl Arbeiter befanden. Das Ge­rüst mit den Arbeitern wurde in die Tiefe geschlagen, wobei 5 Arbeiter zum Teil recht erheblich verletzt wurden. Ange­flagter bestreitet jegliche Schuld nnd will sich nach dem ihm vorgeschriebenen Blan gerichtet haben. Das Gericht ist der Meinung, daß Angeklagter deu Plan mißverstanden, aber doch fahrlässig gehandelt habe. Strafe 40 Mt.

Gießen, 31. März. Aus dem geutigen Wochenmartt toneten Butter per Pfb. 0.85-1.10 mt. Hühnereier 6 Pfg, 2 St.11 Bfg., Enteneier St. 6-7 Pfg., täſe per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Bfg., Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Big. Tauben per Paar MY. 1.00-1.20, Hühner per Stud Mt 1.00-1 70, Hahnen, per Stüd Mr. 0,85-2.00, Enten per Stüd 2.00-2.40, Gänse p. Bid. 54-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 60-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfb. 66-76 Big. Schweine­Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 52-72 Pfg., Kartoffeln per 100 Kilo 6.00-6.50 mt., Zwiebeln per 3t. Mr. 6.00-7.00, Milch per Liter 18 Pfa.

Es werden nunmehr noch auf die Tagesordnung gesezt die Regierungsvorlage betreffend den Entwurf eines Gesetzes zur Aenderung des Gesezes vom 30. August 1879, die Aus­führung des deutschen Gerichtstosten geseges und der deutschen Gebührenordnungen für Gerichtsvollzieher und für Beugen und Sachverständige betreffend, sowie die Regierungs- fleisch gefalzen per Bfund 0.80 Bfg., Stalbfleisch per Pfd. 66-72 vorlage betreffend Entwurf eines Gefeßes, die Ausführung des Reichsgesezes über die Schlachtvieh- und

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