Disgebraten Tafizyolo toegen etnes Formfehlers tastert und eine neue Verhandlung vor dem SchwurgeHchte in Florenz angeordnet. Damit hat die VerbrecherJesellschaft der Maffia, als deren anerkannter Führer Balizzolo gilt, wieder einen glänzenden Triumph zu jerzeichnen. As Palizzolo den Gerichtsspruch vernahm, ief er aus:„ Ich bin unschuldig, Gott weiß es, ich ütte zu ihm, er möge meine neuen Richter erleuchten"
Der Bauernknecht am Klavier. In einem westpreußischen Dorfe hatte ein gewisser Martin Pieste monatelang einem Bauern treu und fleißig gedient. Als sich ber Bauernknecht jedoch eines Tages gelüften ließ, seine Kunstfertigkeit auf dem Klavier zum besten zu geben, osregte er Verdacht; bald darauf war er verschwunden. Jegt wurde dieser Mann in Elbing festgenommen, später jeboch wieder freigellassen. Es stellte sich hierbei heraus, daß man es mit einem seltsamen Mannweib namens Marta Pieske zu tun hat, das in Westpreußen schon sehr viel von sich reden gemacht hat. Sie war die Frau eines Offiziers und Großgrundbesizers, der früher im Kreise Br. Stargard ansässig war, aber durch die tollen Streiche seiner Frau von der Scholle vertrieben wurde. Frau Bieste hatte von jeher eine besondere Vorliebe für Hosenrollen. Ihre pinten Abenteuer haben in Danzig und in der Provinz viel Gesprächsstoff geliefert, aber sie auch mit dem Strafgeset wiederholt in Wiederspruch gebracht. A18 dann gar noch das Geld ausging, sant Frau Bieste niehr und mehr und kam ins Gefängnis und Zuchthaus. Ein in den ) Einbruchsdiebstahl im Gefängnis. Annalen der Verbrecherchronit einzig dastehender Fall hat sich in Budapest zugetragen. Zwei raffinierte Einbrecher hatten die Vermessenheit, in das Sammelgefängnis einaubringen, das von einem dichten Kordon von Wachtleuten umgeben ist. Durch diese hindurch schlichen sich nachts die mit den Lokalverhältnissen unbedingt vertrauten Einbrecher, und unerklärlicherweise gelang es ihnen auch, unbemerkt in das Wohngebäude der Beamten zu dringen. Die Täter statteten den Wohnungen zweier Gefängniswächter Besuche ab. Bei dem einen durchsuchten fie sämtliche Schränke und Tischladen, doch eigneten sie sich nichts an. Dagegen entwendeten die Diebe aus der Wohnung des anderen ein über 500 Kronen ausgestelltes Postsparkassenbuch, mehrere Gold- und Silberringe, Handreifen, Ketten, Kleidungsstücke und andere Wertsachen. Nach vollbrachter Tat gelang es den Einbrechern, wohlbepackt das Weite zu suchen. Man vermutet, daß entlaffene Sträflinge die Täter gewesen sind.
V Das Ende eines Millionärs. Aus Petersburg meldet man: Großes Aufsehen erregt in der gesamten russischen Presse das tragische Geschick des Moskauer Millionärs Peter Plotyzin, welcher von seinem Vater Ländereien in den Gouvernements Woronesch, Tambɔu und Samara im Umfange von mehr als 80 000 Desjatinen mit zahlreichen Fabriken, Mühlen, Viehherden und dergleichen im Werte von ungefähr 20 Millionen Rubel erbte und nach kurzer Frist durch Mißernten und Wucher soweit gekommen ist, daß ihn seine Kreditoren in den Schuldturm sperrten. Während er im Schuldturm saß, wurde eine konkursverwaltung eingesetzt, welche den ganzen Bests um Spottpreise verschleuderte. Nun hat der einstige Millionär gegen die Konkursverwalter die Anzeige erstattet, daß sie ihn um 15 Millionen Rubel betrogen haben.
::: Ein neuer Ausbruch des Vesuvs. Der Vesuv, de in den lezten Wochen unter einer starten Schneebecke zu schlafen schien, entwickelt plößlich wieder eine unheim liche Tätigkeit. Mit gewaltigem Getöse und donnerähn lichem Krachen Kündigte sich vor einigen Tagen eine neue Eruption an. Bald darauf wurden vulkanische Basalt steine emporgeschleudert, die in der Nähe des alten Kra ters zu Boden fielen; untermischt waren sie mit Schlacken und Kieselsteinchen. Jeßt steigt aus der neuen Krater öffnung eine dichte Rauch- und Feuersäule zum Himme! empor. Zahlreiche Touristen bewundern aus respektvoller Entfernung das großartige Schauspiel.
Vermischtes.
Das Aethergramm".] Wie soll man die Bot schaften nennen, die durch die Telegraphte ohne Draht beförbert werben? Das ist die große Frage, mit der man sich gegenwärtig in London recht angelegentlich bechäftigt. Man hatte bekanntlich, nach dem Namen des Erfinders, zuerst das Wort ,, Marconigramm" vorgeschla. Erinne gen, dann das Wort ,, Herzogramm", zur
Kulturarbeiten.*)
Н
( Nachdruck verboten.)
Wir stehen im Beichen einer geläuterten künstlerischen ( um das Wort aestehtischen zu verweiden) Anschauung. Ueberall machen fich, wenn auch vorerst nur fleine, Ansäße zum Uebergang bemerkbar. Die erfreulichsten Erscheinungen hierzu sind die Bestrebungen, wie sie sich in leßter Zeit unter dem Schlagwort Kunsterziehung, hervortaten. Er. ziehung zum fünstlerischen Schauen. Sinwegsehen aus dem Alltagsleben in jene Gebiete, da wahre Runft den Menschen eine Henderung unseres erhebt und damit verbunden ganzen tulturellen Lebens nach der Seite fünstlerischer und natürlicher Betrachtung hin. Das soll zunächst das Biel sein. Unser Leben sei selbst Kunst, insofern, als wir mit den uns von der Natur gegebenen Organen die wahrhaft künstlerischen Seiten des Lebens, der Natur der Welt zu erkennen vermögen. Sier muß man natürlich zunächst die„ Erzieh ung zum Sehen einfeßen. Denn wie viele oder wie wenige Menschen giebt es, die ihr wichtigstes Organ, das Auge richtig zu nutzen verstehen. Bolfmann hat in einer fleinen wirklich empfehlenswerten Schrift darauf hingewiesen. Mit Recht betont man, daß der ganze Bau, den man jetzt auf fünstlerischem Boden aufbauen will, einzig und allein von dieser Erziehung vom Sehen abhängig ist. helfen mich die schönsten Gemälde, die schönsten Landschaften, wenn ich nicht das Bermögen habe, sie so in mich aufzunehmen, daß sie ein Teil meines Innenlebens bilden, so etwa wie man den Eindruck von einem schönen Buche, einem Gedichte oft für immer behält. Man täusche sich über
Denn was
*) ,, Kulturarbeiten" von Paul Schulze Naumburg. Bd. 1 Hausbau. Bd. 2 Gärten( beide im Verlag der Kunstwart( G. D. Callwey, München.)
an den Gelehrten, der die Herzschen Bellen" entdeckte. Diese beiden Bezeichnungen finden aber nicht den Beifall des Publikums. Jezt scheint man sich für das schöne Wort ,, Aethergramm" entscheiden zu wollen, d. h. etwas, das durch die Luft vermittelt wird, im Gegensatz zu dem Borte ,, Kablogramm", das die durch ein Kabel beförderten Botschaften bezeichnet! Man kann übrigens in aller Ruhe abwarten, welche Wahl die öffentliche Meinung treffen und welches Wort durch den täglichen Gebrauch geheiligt werden wird!
£[ Celluloid als Verbandsmaterial.] Eine neue Art des Berbindens von erkrankten Körperteiler hat der französische Arzt Dr. Bersin ersonnen. Seine Methode besht darin, daß er Celluloid- Platten in warmen Alkohol legt, wo sie in zwei bis drei Minuten so weich werden, daß man sie ebenso gut wie eine feuchte Kompresse um ein trantes Glied legen kann. Nach 15 bis 20 Minuten haben die Celluloid- Platten ihre frühere Härte wieder angenommen und behalten nun die Form, die man ihnen gegeben hat.
[ Die russischen Leibärzte.] Früher waren selbst die berühmtesten Aerzte in großer Verlegenheit, wenn die Zarin von ihnen behandelt werden sollte. In jener Zeit wäre die gegenwärtige russische Kaiserin wahrscheinlich nicht so glücklich der Gefahr entronnen, von der sie bor turzem bedroht war. Als vor einigen Jahren die Kaiserin an Asthma- und Bronchitis- Anfällen litt, beschloß der Kaiser, eine Anzahl neuer Aerzte zu bonsultieren. Der bekannte Petersb. Arzt Botkin erhielt den Befehl, die Kaiserin zu besuchen. Als er ausfultieren wollte, weigerte sich die Kaiserin, ihr kleid auszuzie hen. Bottin sagte hierauf dem Kaiser, daß es ihm unmöglich sei, die Kaiserin weiter zu behandeln, da er die Ursache ihres Leidens nicht ergründen könne. Der Kaiser gab ihm recht, und Botkin erfuhr zu seiner größten Ueberraschung, daß die Leibärzte, die die Kaiserin be handelt hatten, stets auskultierten, ohne daß sie die Kleider abzulegen brauchte. Botkin sette seinen Willen Durch und seit jener Zeit wurde ihm allein die Behandlung der Kaiserin und der ganzen kaiserlichen Familie anvertraut.
::[ Die hinderliche Schönheit.] Eine pikante Geschichte, die den Vorzug der Wahrheit haben soll, erzählt der Temps": Fräulein Brandes, eine sehr talentvolle Künstlerin, befindet sich seit einiger Zeit in offener Rebellion bekannten gegen die geheiligten Institutionen eines Theaters, dessen Mitglied sie nur noch nominell ist. Sie vollte Sozietärin mit vollem Gewinnanteil werden, aber Die lieben Kollegen wollen ihr höchstens sieben Zehntel des vollen Gewinnanteils gewähren, was Fräulein Brandes veranlaßte, in den Ausstand zu treten und der ,, Conédie" schmollend den Rücken zu zeigen. Unter denen, die diesen fürchterlichen Konflikt beizulegen trachteten, befand sich auch der alte Victorien Sardou; er ging sersönlich zu Herrn Chaumié, der in Frankreich die schö nen Künste dirigiert, um für Fräulein Brandes ein gues Wort einzulegen. ,, Sie könnten ihr wirklich den volen Gewinnanteil gewähren," begann der Altmeister der Stüdefabrikation. Lächelnd schüttelte der Minister den kopf und sagte:„ Es geht nicht, lieber Meister." , Warum denn nicht?" Weil ich nicht eigenmächtig und willkürlich handeln darf." Sardou nahm noch einmal alle Kraft zusammen, er sprach rührend, ergreijend, aber der Minister sagte, wehmütig abwehrend: , Das ist alles sehr schön, aber Sie haben etwas nicht überlegt!" ,, Und das wäre?"- ,, Fräulein Brandes ist eine schöne, sehr schöne Dame!" ,, Was tut das zur Sache?" ,, Was es zur Sache tut? Noch stehe ich in gutem Ruf und niemand wagt es, meine Tugend an zutasten. Ein Minister der schönen Künste muß aber sehr auf der Hut sein, und wenn ich einer sehr schönen Schauspielerin..."-Jetzt verstehe ich," sagte Sardon und ging trostlɔs von dannen.
Kurzes Allerlei. Der schwerste Mann Europas ist der Hotelbesizer Hans Fromm in Willberg- Ostpr. Er wiegt fünf Zentner und zwei Pfund.
- Der bekannte französische Luftschiffer Santos Dumont konstruierte einen lenkbaren Omnibusluftballon mit zwei Balken, deren unterer eine dreigeteilte Gondel für zwölf Bassagiere trägt.
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-m Uhrenladen. ,, Vor einigen Tagen faufte ich bei Ihnen einen Regulator mit Schlagwerk, sagen Sie, die Uhr schlägt ja gar nicht?"- ,, Da sind Sie aber zu beneiden, lieber Herr!" ,, Was, auch noch zu beneiden, ja, wieso denn?" ,, Jawohl, wissen Sie denn nicht: ,, Die Uhr schlägt keinem Glüalichen"!"
( Mega HRT)
Sthung der Stadtverordneten.
W. Gießen, 29. Januar. Beigeordneter Georgi bittet, da die Einzelheiten bes Stadterweiterungsfonds allgemein interessieren, denselben
hettographiert den einzelnen Stadtverordneten zugänglich zu machen. Der Oberbürgermeister erklärt, daß die Einzelheiten der Fonds im Verwaltungs- Rechenschaftsbericht 1901/1902 spezialisiert als besonderer Anhang enthalten sein werden. Die Rechnung der Fonds ist übrigens von der Bau- Depu tation geprüft. Auf Anfrage des Stadtv Heichelheim bemerkt der Oberbürgermeister noch, daß der Gruntstückswert des Fonds auf Taxation beruhe, die jedes Jahr vorgenommen werde. Die Bersammlung genehmigt die Anschaffung eines Schrantes für das Einwohner- Meldeamt zur ordnungsgemäßen Aufbewahrung der Meldefarten. Für die Verlängerung der Gas- und Wasserleitung am Afterweg in der Goethestraße und in der Ederst aße werden die nötigen Summen bewilligt. Stadtv. Loeber regt die Neuaufstellung resp. Vermehrung der Laternen am Asterweg an. Der Oberbürgermeister sagte zu, die Sache zu prüfen und erforderlichen Falles der Sache näher zu treten. Die vom Stadtbauamt gefertigten Pläne( Grundrisse) für die neu zu erbauende Höhere Mädchenschule
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Bumenten halbrunber 2 geworfen, den Befuche ber ftattlicheren Erfe finnen. Die vorfichti Seranfhaulichung ber Silfe, daß fie die fri Draugemauerten Neb fines aus dem Belle feraushebt. Die burg legte Frage nach 3 wortet der Rebner Binerung des Chores Alofters an den deut Sahrhundert, alfo Ordens erfolgt f batgothischen Baufo Sierung angebrachte her wahrscheinlich mi ritter Edard v. Ried in Schlußftein des G Datierung führen w Alabann erläuterte b graphien die leider gemälden, Rathaufes fidh an Das Hauptbilb ftellt Etadt bar, vor dere ei bekrönte, einem Infchriftrefte- auf eftes Wort deutlich
an der Nordanlage liegen vor, der Oberbürgermeister giebt die näheren Erläuterungen dazu, worauf die Versammlung die Genehmigung zur Ausführung derselben giebt, wobei es vorbehalten bleibt die Grundrißdispofitionen eventl. noch zu verbessern. Die Bedürfnisfrage für das bestehende Reftaurant Hohenzollern Bahnhofstraße 34, welches Karl Helder übernommen hat, wird anerkannt.
die be
Das neue Statut für Deutung, die sich v
das Gewerbegericht hat seitens des Ministeriums, welches dasselbe zu genehmigen hat, mehrere Anstände gefunden, die bis auf einen Bunft mehr formaler Natur sind und den Wünschen des Ministeriums entsprechend ihre Erledigung finden. Die Frage, daß das Gewerbegericht als Ausschuß für abzugebende Gutachten in gewerblichen Angelegenheiten fungieren fann ist durch das Statut bestimmt. Das Ministerium vermißt aber in dem neuen Statut eine Bestimmung, wonach dieser Ausschuß auch Anträge entgegennehmen und barüber verhandeln fann. Die Versammlung ist damit einverstanden, daß eine bahin gehende Ergänzung des Statuts vorzunehmen ist und wird nunmehr dasselbe erneut dem Ministerium zur Genehmigung vorgelegt werden. Damit ist die Tagesordnung für die öffentliche Sigung erschöpft.
Giessener Cagesneuigkeiten.
ANächsten Mittwoch, vormittags 9 Uhr findet im Sigungssaal des Regierungsgebäudes dahier eine öffentliche Sigung des Provinzial- Ausschusses mit folgender Tagesordnung statt: 1) Rekurs des Müllers Heinrich Schneider 4. von Ober- Mörlen gegen einen Bolizeibefehl Gr. Kretsamts Friedberg. 2) Gesuch des Heinrich Sad 2. zu Heuchelheim um Erlaubnis zum Betrieb einer Schankwirtschaft. 3) Die Faselhaltung zu Breungeshain; hier: die Wahl der Zuchtrichtung. 4) Gesuch des Karl Gref Wwe. zu Schotten um Erlaubnis zum Betrieb einer Schankwirtschaft.
Sch.( Privattelegramm) Die am 29. Januar von der Stadtverordneten- Versammlung Gießen vollzogenen Wahl des Kommerzienrats Heyligenstädt zum Bürger meisterei- Beigeordneten der Provinzialhauptstadt Gießen wurde
bestätigt.
hausbilder einmal e der erften Hälfte d Das von Herrn Le mb forgfam reftaur bon Arnsberg, Berein freundlichst i
fffung an berühmt
wird aus dem E on einem Nachzügl ter die alte Tempor Bertragende die fau anische Kirchthu weiten Geschoß und ist zugemauerten dieses Geschoß zugl kirche diente. Die dne gute, wenn aud darf sich Großen- 2 ihmen. Nach dem Reihe von Erinner ments vor, Bildni Die Debatte, bie fid für jene Greign Meineswegs erstorber
genommen wurde,
P. Für den Mula der Universi mann, Rebner un
außer Rammermus Romponiftes Doord ein Tio von Mo Beatrica Rernic vo mmit den Gefangen,
W. Oberhessischer Geschichtsverein. Die Sigung am veron Robinstein, No gangenen Donnerstag war ausführlicher Weise sehr gut gebliches Ständchen besucht. Herr Professor Sauer sprach über Kultur erntete. Ein glock geschichtliche Neuigkeiten ausGießen und Um Stimmungen muft tabellofe Aussprach gebung. gezeidneten Ge
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Der Vortragende berichtete zunächst über eine fleine Ausgrabung, die er im vorigen Sommer gelegentlich ber bem Bortrag ber Herstellung der Schiffenbergkirche vornahm, um die haben die Herren ursprüngliche, durch Umbau verwischte Gestaltung des örtals ausgezeichneter lichen Chorabschlusses festzustellen. Wie zu erwarten, fanden Trio von Dvora sich an der leichtest zugänglichen Stelle, außerhalb der moRunft des Ensem dernen Umfassungsmauer des Klosters, Reste von den Fun lam. Einen groß
können, das blickt aus jeder Zeile, als ein Künstler, der weiß was er will, zu une spricht.
Ich kann hier dem Reichtum an Anregungen, den die beiden Bände enthalten, natürlich nicht im Einzelnen nachgehen. Nur weniges sei mir noch gestattet zu bemerken.
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diesen Bunft nicht, man glaube nicht, wenigstens der Durch schnitte mensch nicht, daß man eine Landschaft z. B., die sich ja den meisten Menschen viel länger und plastischer vor Augen bleibt als ein Gemälde, ich sage, daß man eine solche Landschaft nun wirklich auch mit allen ihren EinzelWie wohlthuend ist es z. B., wenn Schulze- Naumburg heiten im Kopfe habe. Oder, wenn dieses zu viel verlangt erscheint,( in der That ist es wenig), man mache einmal sich gegen jene Unmanier auf allen Gebieten fünstlerischen den Versuch, Volkmann rät in seinem schon genannten Buche oder wenigstens fünstlerisch gedachten" Arbeitens gegen die dazu, ein Bild, das man täglich vielleicht viele Male ansieht ,,, Verzierungen" wendet. Mit Recht hebt er hervor und und bei dem man eigentlich jede Linte und jeden Punkt beweist das an mehr wie einem Beispiel und Gegenbeispiel, fennen müßte, genau zu beschreiben, ohne es natürlich anzu- daß die Denamente an sich nicht verschönern, wenn sie nicht sehen. Man wird sehen, wie viel da fehlt.- Ja, aber wie so dem Ganzen eingefügt sind, daß ihre Verwendung gerade Hierzu gehören auch das lernen! Durch die Erziehung der Augen, nicht durch an dem Blag notwendig erscheint. gedankenloses Betrachten, sondern durch Eindringen in den die Bemerkungen, die er über unsere modernen Wohnhäuser, Stoff. Eine reifere Geistesthätigkeit gehört freilich in den wie man sie mit einem Giebel gefrönt in jeder Stadt zu meisten Fällen dazu. Gerade dieses Betrachten führt uns Dußenden sieht, macht. Gibt es in der ganzen Welt aber dann zu den weiteren Fragen ,, was ist schön, was ist einen Menschen, dem diese Karikatur wirklich gefällt, häßlich." Hierfür giebt es feine Antwort, denn schön und nachdem er sie erst einmal berstanden" hat. Ich glaube häßlich sind ganz individuelle Begriffe. Und doch giebt es nicht. Die Menschen bilden sich alle nur ein, so was" sei eben schön, und nehmen es als gegeben an, weils der Nachbar auch hier gewisse Grundsäge, die freilich nur eben der zu erkennen vermag, der sehen fann. Sie sind nicht in Worten ja auch hinnimmt, und weils, wenns überall so gemacht auszudrücken, wie ja überhaupt das Tiefste unseres fünft wird, doch wohl so sein muß." Das sind Worte, die man lerischen Wirkens nicht gesagt werden kann, aber sie sind sich wirklich zu Herzen nehmen sollte. vorhanden und jeder, der schauen kann, findet sie. Und wo fann man da einen befferen Führer finden als Schulze Naumburg, den thätigen Mitredakteur der Kunstwart." Seine zwei Bücher, die wir hier vorliegen und die diesem Aufsatz den Titel geben, find Hohelieder einer echt fünft lerischen Kultur. Solche Bücher brauchen wir. Es sind Bücher so recht eigentlich für Jeden. Wenn man den ersten Band, der von dem Hausbau handelt durchsieht, wenn inan im zweiten die Versuche auch dem fleinsten Garten ein gewiffes individuelle, fünstlerische Gepräge zu geben, verfolgt, in den meisten Fällen wird man dem Verfasser beistimmen
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Der Hauptwert der zwei Bände, davon noch eine ganze Reihe Fortsegungen folgen sollen, liegt aber nicht nur im N. ist Praftifer. Er weiß wohl, Theoretischen. Sch. daß alle schöne Worte nichts helfen. Und so geht er zur Proris über. Er zeigt in Hunderten von Abbildungen, was er für schön, was er für häßlich hält. Daß man da manchmal anderer Ansicht, namentlich vom Standpunkt des Zweckmäßigen aus, fein fann, ist ja selbstverständlich. Aber im Großen und Ganzen tann man doch freudigen Herzens den AnA. B. regungen folgen.
jjeber Beziehung v berzeichnen, und e geisterten Buhörer ** Stadttheat gelangt am So Luftspiel Doft
Braut
Selbenstoffe in u weiß, schwarz und
robenweise an Foulards von 95
Adolf Gr
2
In der Bei
in biefiger Stabt
gefunden: 1 verloren: 1 g und 1 Elfenbeineinen Anspruch
Der Empfa Gießen, den


