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Softeins haben die Bahrnehmung gemacht, daß an ber­schiedenen sonst fischarmen Stellen plöglich reiche Fisch­gründe entstanden sind, die eine besondere Art Heringe in folossaler Menge bergen, so daß die Fangausbeute eine überaus große ist. Diese dort sonst kaum getannte Heringsart hat sich als überaus wohlschmeckend wiesen, und wie jest fest behauptet wird, handelt es sich um Sardinen, die bekanntlich aus den bretagnischen Ge wässern spurlos verschwunden waren und nun so unver­mutet auf deutschen Fischgründen wieder auftauchen.

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::: Jugendliche Auswanderer." Auf dem Bahnyɔs Friedrichstraße zu Berlin bemerkte ein Kriminalbeamter vier Schuljungen, die sich mit einem großen Sack schlepp­ten und offenbar die Absicht hatten, das Weite zu suchen. Da sie ihm verdächtig vortamen, erfundigte er sich nich dem Inhalte des Sackes und weil ihn die Auskunft nicht recht befriedigte, ließ er ihn auspaden. Zum Er­gößen des Publikums tam folgende Ausrüstung zum Borschein: Vier Schulmappen, vier Paar S rümpfe, zwei Paar Hosen, eine wichsbürste und Wichse, zwei Brɔte, eine Portion Schmalz, das schon durchgefettet hatte, da es nur in Papier gewickelt war, eine Flasche Ram, ein Stamm, eine Schachtel Haarpomade und schließlich eine Zahnbürste. Die Jungen besaßen zusammen fünf Mart Reisegeld, die sie zusammengemogelt hatten. Di Ausreißer wurden ihren Eltern wieder zugeführt.

Ein Neunzigjähriger als Gatten nörder verhaftet. Bei Inowrazlam wurde die Altsizersfrau Posadzy an der Schwelle ihrer Behausung ermordet aufgefunden. Ter 9- jährige, fast taube Ehemann wollte von der Untat jelbst nichts wahrgenommen haben, behauptete aber, daß der Mörder in der Wohnung sämtliche Schränke- die auch tatsächlich durchwühlt waren nach Gold und Goldeswert untersucht habe. Aus Furcht habe er sich ganz still ver­halten und schlafend gestellt. Ein gewisser Zielinski wurde als des Mordes verdächtig verhaftet. Infolge Ermitte­lungen des Untersuchungsrichters an Ort und Stelle er­scheint aber der 90jährige Mann der Ermordeten der Täter zu sein. Unter einem Spinde wurde nämlich eine mit Blut befleckte Art gefunden; auch waren an seiner Pelz­jacke dunkle Flecke, die wahrscheinlich durch das aufsprizen­de Blut entstanden sind. Beide Gegenstände wurden be schlagnahmt und zur chemischen Untersuchung nach Berlin geschickt.

* Zu einer Schlacht zwischen Ausständigen und Bolizisten kam es in den Wrightschen Kohlengruben im Raleigh County( Westvirginien). 250 Arbeiter, welche die Eisenbahnbockbrücke in Brand gesetzt hatten, eröffneten mit Winchesterbüchsen das Feuer auf die Beamten, die das Feuer erwiderten. Das Gefecht dauerte mehrere Mi­muten. Drei Ausständige wurden getötet, sechs tötlich, drei schwer verleßt, auf seiten der Beamten ein far­biger Hülfspolizist getötet und zwei verlegt. Ein Be­amter erhielt einen Schuß in den Arm, tötetete aber seinen Angreifer. Die Ausständigen wurden schließlich zurückgeworfen und von der Polizei verfolgt. 49 wurden verhaftet.

[ Seltenes Jagdglück.] In dem wildreichen Revier bes Grafen v. Krodom zu Bees in Pommern wurden durch den Förster May zwei Rothirsche durch einen Kugelschuß zur Strecke gebracht, ein Zehnender und ein Achtender, im Gewicht von 200 Pfund resp. 180 Pfund( aufgebrochen). An einem Tage wurde durch Arbeiter gemeldet, daß drei starte Hirsche über Feld eingewechselt seien, was durch so­fortiges Abspüren bald festgestellt wurde. Förster May traf die Hirsche im Altholz, wo sie, durch Holzfuhrleute rege gemacht, unruhig hin und her traten. Schnell ent­schlossen schoß May, wie die 3tg. f. Hinterp." berichtet, auf den Zehnender. Die Kugel durchschlug diesen hoch Blatt", den turz dahinter stehenden Achtender ,, tief Hals". Beide brachen im Feuer zusammen. Wenn's nur keine ,, lateinischen" Hirsche waren!

[ Die Centenarseier der Trottoirs.] Es sind jeẞt gerade hundert Jahre, seitdem die Trottoirs erfunden worden sind, zur größten Freude der Fußgänger und zur Beruhigung der Eltern, wir meinen die wirklichen Trot­wirs, die höher liegen als die Straße, so wie wir sie m unseren großen Städten sehen. Man hatte wahrschein­lich zu allen Zeiten daran gedacht, an den Seiten einer Straße oder eines Weges einen reservierten Raum für die Fußgänger freizuhalten; aber dieser Raum lag auf demselben Niveau wie die Straße und wurde durch einige Grenz- und Ecksteine, so gut es ging, abgegrenzt. Erst vor 100 Jahren um diese Zeit legte man in der Rue Lafitte zu Paris die ersten Trottoirs( von ,, trot­ter" laufen, gehen) an. Diese Trottoirs bestanden aus einem Kallstein- Fußsteige, der gegen den Anprall der Wagen durch halbrunde Prallsteine geschüßt war. Wie man sieht, war das noch nicht das ideale Trottoir! Als einige Monate nach Einlieefrung dieser Neuerung der Stadtrat von Paris jedem Hausbesizer, der vor seinem Hause ein Trottoir anlegen lassen würde, eine Beloh­nung versprach, sah man bald vor den Häusern fort­laufende Trottoirs entstehen. Die Trottoirs waren end­gültig eingeführt. Seitdem haben sie ihren Weg in der Welt gemacht.

A[ Ein kostbares ,, Andent: n".] In London überbietet man sich zur Zeit gegenseitig, um den goldenen Kneifer zu bekommen, den Edgar Owen, ein zum Tode verurteilter Mörder, der am 3. März gehenkt werden soll, bei seinem Eintritt in das Gefängnis trug. Eine Dame hat für dieses kostbare ,, Andenken" 2000 kronen geboten. Aber der Besitzer des berühmter Tussandschen Wachsfiguren­fabinetts hat sogar 4000 kronen geboten. Dabei gehen

die Gebote noch weiter.

[ Ein modernes Labyrinth.] Aus Albany( Staat Newyork) schreibt man der ,, Newyorker Staats- Zeitung": Unter dem Dachstuhl des Kapitols, im fünften Stod werk des Steinhaufens, befinden sich mehrere Bureaus. Das Stockwerk ist noch nicht vollständig ausgebaut wɔr­den, und Stüßen und Balken, Klammern und Gerüste versperren sehr oft die Wege, und in dem Labyrinth von Gängen können sich nur alte Angestellte zurechtfinden. Neulinge und Besucher würden stundenlang umherwan bern, ohne den Bestimmungsort zu erreichen, wenn nicht ein pfiffiger Botenjunge, der öfters Depeschen und Briefe in den Bureaus im fünften Stockwerte abzuliefern hatte, auf den Einfall gekommen wäre, eten Bindfaden von der Kleinen Wendeltreppe aus, welche in das oberste Stockwerk führt, an dem Mauerwerk und den Bret terverschlägen entlana. durch dunkle Hohlweae und Gas­

jen, bis zu dem entferntesten Bureaueingang zu ziehen. Dieser Bindfaden hat schon manchen Besucher, der sich berlaufen hatte, wieder zur Wendeltreppe zurückgeführt. Pesonders dankbar sind dem erfinderischen Geist die vielen Lehrerinnen, die in das oberste Stockwerf flet­tern müssen, um sich in dem daselbst belegenen Ba­ceau des Schul- Superintendenten Finnegan ihre Papier: und Zeugnisse zu holen.

[ Eine Zeugin der Franzosenzeit.] Die älteste Ber­Jon in ganz Mecklenburg, die Witwe Spiedermann zu Schönberg( Fürstentum Ratzeburg), hat in geistiger Frische und törperlicher Rüstigkeit ihr 102. Lebensjahr vollendet. In ihrer Kindheit hatte sie die Schrecken der französischen Invasion aus nächster Nähe kennen gelernt. Ihr Vater, der Branntweinbrenner Wüstenberg, war im Jahre 1801 von Berlin nach Fürstenberg i. M. überge gefiedelt. Dort hatte 1806 Bernadotte sein Hauptquartier aufgeschlagen. Schrecklich hausten die Franzosen in dem Städtchen. Bei der Plünderung wurde das Baterhaus der jezigen Greisin eingeäschert und die gesamte habe der Familie ging dabei verlorenn.

::: Ein teures Glas Wasser. Ein ärmlich gefleideter junger Mensch trat in einen Pariser Bäckerladen ein. Er sah sehr blaß aus, ließ sich auf einen Stuhl sinken und stammelte die Worte: Es ist mir so schlecht; geben Sie mir doch ein Glas Wasser." Die im Laden anwesende Bäckersfrau wurde von Mitleid erfaßt, begab sich in die Küche, holte ein Glas Wasser, schüttete auch ein paar Tropfen Rum hinein, da ihr der Mann wirklich der Stär­tung bedürftig schien, und kehrte in den Laden zurück. Aber hier bemerkte sie mit Erstaunen und mit Grauen, daß der unbekannte Stranke verschwunden war. Es braucht taum erst erwähnt zu werden, daß er nicht vergessen hatte, die Kasse im Ladentische mitzunehmen. Es war ein teures Glas Wasser, das die mitleidige Bäckersfrau da zu kredenzen im Begriff war. Es fostete 800 Francs.

Bunte Chronit. In Köln fand man am rechten Rheinufer die Leiche eines Artilleristen, dessen Hals durch­schnitten war. Es ist anzunehmen, daß der Soldat in schlechte Gesellschaft geraten, ermordet und ins Wasser geworfen worden ist.

In Berlin wurde der Klavierlehrer Wilhelm Hanni­bal wegen Sittlichkeitsverbrechens verhaftet, der schon zweimal wegen des gleichen Verbrechens mit Zuchthaus borbestraft ist. Hiervon war natürlich den Eltern, die dem Unhold ihre Kinder arglos anvertrauten, nichts bekannt gewesen.

-Auf der Crednergrube bei Unterröblingen sind vier Häuer verschüttet worden. Die Rettungsarbeiten waren bisher mvergeblich. Sämtliche Verunglückte sind Väter finderreicher Familien.

In der Melanchthonkirche in Spandau wurde nächt­licherweile eingebrochen und sämtliches wertvolle Kir­chengerät gestohlen.

In Mexiko hat ein heftiger Ausbruch des Vulkans Colima stattgefunden. Die Lava zerstörte zahlreiche Farmen.

268. Sigung.

Deutscher Reichstag.

Eigener Bericht.

Aufwärmung der Sozialpolitik. Troßdem der Reichstagspräsident Graf Ballestrem in einer der jüngsten Sißungen die Aufforderung an das Haus gerichtet hatte, die sozialpolitischen Fragen nicht wieder zu berühren, wurde doch das alles durch Angriffe, die der Abg. Rösicke in einer früheren Sigung gegen die Reichspartei gerichtet hat, wieder aufgerührt. Bevor dies geschah, wurden einzelne Positionen erle­bigt, u. a. wurde die Forderung der Zahnärzte, für die zahnärztliche Praxis das Absolutorium einer neunn­flassigen höheren Anstalt zu fordern, der Regierung zur Berücksichtigung empfohlen. Dann seßten sich die Abgg. Gamp, v. Jazdzewski, Dr. Crüger, Schrader, Stadthagen, Holb, manche in mehrfachen Reden, über die Gründe, weshalb sie der sozialpolitischen Ge­setzgebung seiner Zeit zugestimmt haben und über den Wert dieses Gesezes auseinander. Staatssekretär Graf Posadowsky teilte im Anschluß an eine Anregung eines dieser Redner mit, daß früher allerdings die Schaffung einer Postsparkasse in Verbindung mit den Versicherungsanstalten geplant gewesen sei, daß man aber mit Rücksicht auf die volkswirtschaftlichen Bedenken da­von abgekommen sei. Das Ordinarium des Reichsamts des Innern wurde dann bewilligt. Damit sind die ewigen jozialpolitischen Debatten für diesmal glücklich abgetan.

31. Sigung.

Preussischer Landtag.

Baus der Abgeordneten.

Gehaltsfragen.

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Eigener Bericht.

In der zweiten Lesung des Eisenbahnetats wurden meistens Vorschläge auf Besserstellung verschiedener Be­amtentategoriien gemacht. Man verlangte besseres Gehalt für die Unterbeamten der Eisenbahn, höheres Gehalt der technischen Beamten, bessere Wohnungszuschüsse, Gleich­stellung der weiblichen Bahnangestellten mit den männ lichen im Gehalt und Pensionsansprüchen und Ueberfüh­rung der Telegraphenangestellten in die Klasse der Sub­alternbeamten. Zu allen diesen Fragen ergriff eine ganze Legion von Abgeordneten das Wort. Die Regierung sagte den einzelnen Wünschen wohlwollende Erwägung zu. Mi­nister Bud de antwortete über die Beschwerden der Vor­redner über die Stellung der Beamten und erklärt sich bereit, den Technikern entgegen zu kommen. Für die Bahnmeister seien 50 neue Stellen geschaffen, weitere wür­den folgen. Die Frauen hätten sich im Eisenbahndienst gut bewährt, die Arbeiterlöhne seien gegen früher bedeu­tend höher und es würden auch sonst große Mittel zur Arbeiterfürsorge aufgewendet. Die weitere Debatte war unwesentlich.

Kultusminister Studt hat dem Präsidenten des Ab­geordnetenhauses nunmehr die Mitteilung zugehen lassen, daß er bereit sei, die Interpellation der Nationalliberalen wegen der Trierer Schulverhältnisse am Montag, 2. März, zu beantworten. Die Interpellation wird demgemäß an diesem Tage zur Verhandlung kommen,

Reffischer Landtag.

Darmstadt, 26. Februar. Staatsminister Rothe, Finanzminister Gnauth und die Ministerialräte Braun, Eisenhut und Weber nehmen Teil an der Sigung. Zunächst erfolgt Wahl des Präsidiums. Haas Darmstadt 1., Schmidt Mainz 2, und Reinhart- Worms- also dieselben Herrn nehmen wieder in den Präsidentens stühlen Plaz. Nachdem wird in die General atte über Etat Ministerium des Innern eingetreten. Abg.

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universität Gießen eine Professur der Gewerbe hygiene. Die Regierung möge auch für die Beschränkung der Marimalarbeitszeit für weibliche Arbeiterinnen eine treten und eine Ausdehnung des Schuzalters bis zum 18. Lebensjahre anstreben. Für die Arbeiter- Berufs bereine wünscht Freney eine erweiterte Rechtsfähigkeit, wie sie auch der Reichstagsabg. Bassermann befürwortet habe. Abg. Cramer spricht gegen die Feierabend stunden. Wirt und Gäfte fühlen dieselben nachteilig.

Mainz und Offenbach z. B. haben dieselben schon längst aufgehoben und dabei nichts verloren. Es spred, en noch die Abgg. Orb, Langenbach, lllrich, Bert hold, Schönberger und Molthan über unsere hessische Sozialreform, die zu viel und zu weit in manchen Punkten ginge, was bom Ministerialrat Braun niedergelegt wird. Die einzelnen berufenen Behörden hätten voll und ganz ihre Schuldigkeit gethan. Ministerialrat Weber fügt hinzu, daß die technische Hochschule hinsichtlich der gewerblichen und Arbeiter schutzgesetzgebung auch mitwirken werde.

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1/2 Uhr wurden die Beratungen abgebrochen und um 4 Uhr wieder fortgesetzt.

Parlamentarisches aus Hessen.

Zu Beginn der gestrigen Sitzung des Landtags wurde die nach Art. 9 der Landständigen Geschäfts. ordnung vorgeschriebene Wahl der drei Präsidenten vor genommen und die Abgg. Ha a s Darmstadt, Schmidt und Reinhart wiedergewählt.

Sihung der Stadtverordneten.

W. Gießen, 26. Februar. Gestern Nachmittag eröffnete Oberbürgermeister Mecum die Stadtv.rordneten- Versammlung, indem er erflärte, daß Punkt 1 der Tagesordnung Mitteilungen ausfalle, weil der betreffende Antragsteller seinen gestellten Antrag zurück genommen hat.

Ein Baugesuch von Dorfeld

von Wieseck hat schon früher ein mal die Versammlung beschäftigt. Er beabsichtigte damals an der Marburgerstraße und zwar an der Ede vom Diebesweg ein Haus zu errichten, in welchem er im Parterre Wirtschaft zu betreiben beabsich tgte. Weil außerhalb der Bebauungslinie bedurfte der An­tragsteller des Dispenses, welcher gegen den Vorschlag der Baudeputation von der Versammlung damals mit i Stimme Mehrheit befürwortet wurde. Das Ministerium, welches den Dispens aber zu gewähren hat, lehnte die Bewilligung desselben ab. Dorfeld kommt nun erneut mit einem Bau­Marburgerstraße ein, doch g such für sein Grundstück in der V soll dasselbe jetzt nicht mehr als Wirtschaft, sondern nur aus­schließlich als Wohnhaus errichtet werden. Gesuchsteller ver­sichtet auf Gas- und Wasserzuführung, ist auch sonst bereit sich den gestellten Bedingungen der Stadt zu fügen und bittet um Dispens vom§ 5 der Bauordnung. Die Bau d putation schlägt vor die Bauerlaubnis zu versagen. Ober­burgermeister Mecum bemerkt, daß D. am Diebesweg, aber in der Gemarkung Wieseck noch genügend Gelände besigt welches er ja bebauen kann. Erhalte D. die nachgesuchte Bauerlaubnis, so bedeute dies eine Bereicherung desselben. Stadtv Haubach erklärt, daß er in der Deputation für Gewährung der Bauerlaubnis gestimmt habe, er fönne die Bedenken, welche in der Deputation gegen Dorfelds Bau­projekt vorgebracht sind, nicht teilen. Wenn dessen Grund­besitz durch eine Bebauung für den Mann wertvoller werde und eine Bereicherung desselben bedeute, so sei dies kein Grund dem Mann das Bauen an jener Stelle zu verwehren. Stadtv. Pirr ist derselben Ansicht. Stadtv. Prof. Gaffty erklärt, es sei doch der allgemeine Grundsay in Fällen wie der vorliegende die Bauerlaubnis zu versagen. Es müßen wenn man einen entgegengeseßten Standpunkt einnehmen will, stichhaltige Gründe vorliegen und diese seien nach Lage des Falles nicht vorhanden. Stadtv Hanau ver weist auf die Bauten die außerhalb des Bebauungsplanes liegen, Germania, Liebigshöhe, Lenz an der Frankfurter straße, die Privathäuser am Schiffenbergerweg u. A und vertritt den Standpunkt was den Erbauern jener Häuser gestottet wurde, solle man Dorfeld nicht versagen. Stadtv. Jughardt spricht auch für Dispens zu Gunsten des Dorfeldschen Baues. Der Oberbürgermeister verweist den Ausführungen Hanaus darauf hin, daß die von ihm ange führten Bauten früher errichtet sind. Die Bebauung des Sch ffenbergerweges schließe sich den vorhandenen Gebäuden an. Das Dorfeldsche Gesuch liege aber nur allein ein persönlichen Vorteil des Gesuchstellers. Die Mehrheit der Versammlung beschließt darauf nach dem Antrag der Depu tation.

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Einrichtung von Aktenkammern

im Dachstock des Bürgermeistereigebäudes inklusive der nötig gewordenen Umdeckung des Daches werden 1200 Wt. verlangt und bewilligt. Die Anlegung der

Bürgersteige in der Landgrafenstraße

welche mit Gail'schen Klinkern geschehen soll, erfordern 8 200 Mark zu diesem Betrage verpflichteten sich die Archi tetten Stein u. Meyer, die die Straße angelegt haben die Hälfte zu zusteuern. Die von der Versammlung verlangten Mittel werden bewilligt. Der Oberbürgermeister erflärt bei dieser Gelegenheit, daß die

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Kanalisation 1905 fertig gestellt, d. h, soweit sein wird, daß die Hausanschlüsse ge

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