Ostgalizien sind Temperaturen von 27 und 28 Grad fest. gestellt worden. Der Wörther See und die Salzkam mergut- Seen sind so fest zugefroren, daß man mit schwe ren Frachtwagen darüber fahren kann. Die große Kälte treibt auch das fleinere Raubwild in die Nähe der Ortschaften. In Alfersdorf trieben sich vier Füchse, die aus dem Jagdgebiet des Erzherzogs Rainer in den Wäldern der Hohen und Vorderen Mandling gekommen sein dürften, zwischen den Häusern des Ortes umher und fießen sich kaum verscheuchen. In dem Walde auf der Berghöhe des ,, hals" bei Pottenstein hatten nachts große Echwärme von Ammern und Krähen gegen die grimmige Kälte Zuflucht gesucht. Die Vögel waren am Morgen so erstarrt, daß viele bei dem Versuche, aufzufliegen, bon den Bäumen fielen und am Boden mit den Händen zu greifen waren.
Eine ungeheuerliche Ein gefährlicher Leseklub. Affäre bildet in Agram den allgemeinen Gesprächsstoff. Unter der Leitung einer Lehrerin existierte dort ein angeblicher ,, Lesetlub", wo Töchter aus den besten Häusern, Schülerinnen der Lehrerinnenbildungsanstalt, ja jogar der Klosterschule, sowie Schüler höherer Lehranstalten vertehrten. Durch eine anonyme Anzeige ist entdeckt worden, daß die Mädchen sich in dem Klub feineswegs mit Lektüre befaßten. Bei zwei Mädchen aus gutem Hause sollen fich bereits Folgen gezeigt haben. Ein Agramer Blatt droht mit Enthüllungen, wenn das bisherige Vertuschungssystem nicht aufgegeben werde. Der Selbstmord eines 17 jährigen Mädchens wird mit dieser Angelegenheit in Zusammenhang gebracht
morte
$[ Das bekannte Lied ,, Allerseelen",] dessen Eingangs„ Stell' auf den Tisch die duftenden Reseden, Die letzten roten Astern bring' herbei. Und laß' uns wieder von der Liebe reden Wie einst im Mai."
in der ergreifenden Lassenschen Komposition wohl jedes Deutschen Herz bewegt haben, ist, wie wohl weniger bekannt sein dürfte, der einstmals viel gefeierten Sophie Better gewidmet, die der Dichter, Hermann v. Gilm, in der Mitte der vierziger Jahre in Bruneck kennen gelernt hatte. Jezt ist diese Muse Gilms in Innsbrud im Alter von fast 80 Jahren gestorben. Aus ihrem Lebenslauf sei folgendes mitgeteilt: Das Verhältnis Gilms zu dem ebenso schönen als braven Tiroler Mädchen fand, als Gilm nach Wien versetzt wurde, bald ein Ende. Sophie Petter aber hat dem Dichter zeitlebens ein treues Andenken bewahrt. Sie ging nach einigen Jahren mit einem gewissen Vanoni eine Konvenienzehe ein, die aber sehr unglücklich ausfiel, da ihr Mann kaum ein Jahr nach der Hochzeit geistesgestört wurde und zehn Ihre im Irrenhause zubrachte, bis er starb. Kinderlos, fand Sophie Vanoni im Hause ihrer Schwester, die an den Oberlandesgerichtsrat v. Pezer verheiratet war, liebevolle Aufnahme. Seit dem in den achtziger Jahren erfolgten Tode Peters lebten die beiden Schwestern ein stilles, den Werken der Frömmigkeit gewidmetes Leben, und wie sie zusammengelebt haben, so sind sie nun auch kurz hintereinander gestorben.
Vermischtes.
[ Eine schlichte bürgerliche Frau] zu werden, if nach ihrer eigenen Aussage das Ideal der Kronprinzessin von Sachsen, das sie in der Verbindung mit Herrn Girɔn zu finden hofft. Im Berl. Tgbl." richtet nun eine schlichte bürgerliche Frau" an die Kronprinzessin einen offenen Brief, in dem sie diese warnt, auf ein solches Glück zu hoffen. Die guten bürgerlichen Kreise würden sich von ihr als von einer Entgleisten abwenden. Ihr Umgang würde aus Leuten bestehen, von denen jeder das Gespenst ,, man sagt von dir" neben sich habe. Die Schreiberin erinnert dann die Kronprinzessin daran, daß auch die bürgerlichen Frauen die Repräsentantinnen des Hauses ihres Mannes sind. Auch unserer Freiheit sind Grenzen gezogen" schließt sie- ,, auch wir können uns nicht ausleben, wie Sie es möchten. Auch manche von uns ist in die Ehe ,, gegeben worden, dennoch hält sie daran fest, um ihre Strone nicht zu verlieren. Unsere Krone heißt Frauen würde. Die Tage des Glanzes, den Ihr Leben bisher bot, sind vorüber. Sammeln Sie sich nun, daß Sie mit der Krone der bürgerlichen Frau den Rest Ihres Lebens beschließen."
V[ Ein fürstliches Honorar.] Oppert von Blowiß, der dieser Tage in Paris verstorbene ,, Times"-Korrespondent a. D., hat, wie der Figaro" wissen will, unvollendete Memoiren hinterlassen. Eine amerikanische Zeitung hatte mit dem König der Berichterstatter" einen Vertrag geschlossen, der ihr gestattete, die Memoiren des Herrn Oppert artikelweise zu veröffentlichen. Oppert ließ sich die Sache gut bezahlen: für jedes Wort bekam er 1 Franc, und da jeder Artikel mindestens 2000 Worte enthielt, dürfte er ein sehr gutes Geschäft gemacht haben wenn es wahr ist, was der ,, Figaro" schreibt!
*[ Ein drastisches Mittel gegen Ladendiebinnen] wendet der Besizer eines großen Londoner Modewarengeschäfts an. Wenn eine Lame beim Diebstahl abgefaßt wird, stellt der Besizer ihr die Wahl zwischen der Rute oder der gerichtlichen Verfolgung. Entscheidet sie sich für die körperliche Züchtigung, so wird diese im verschwiegenen Kämmerlein von der Gattin des Besizers vollzogen. Bis jetzt haben nach Mitteilung eines Londoner Blattes 22 Damen die Rute der öffentlichen Gerichtsverhandlung vorgezogen. Die Frau des Ladenbesitzers wird als eine sehr kräftige und muskulöse Person geschildert und die Rute soll auch nichts zu wünschen übrig lassen.
Zur Angelegenheit der Kronprinzessin von Sachſen wird jetzt noch bekannt: Sofort nach der Ehetrennung, wahrscheinlich am 29. oder 30. d. M. wird der König von Sachsen im Einverständnis mit dem österreichischen und sächsischen Hof eine Darstellung des Sachverhaltes veröffentlichen lassen. Es trifft nicht zu, daß der Kronprinzessin vom sächsischen Hose im Einverständnis mit dem toskanischen Hofe volle Bewegungsfreiheit bis zur Geburt des Kindes gestattet wurde. Wahr ist aber, daß Giron versprochen hat, während des Prozesses entfernt von der Kronprinzessin zu leben, und dieses Wort, wie so viele, schließlich nicht gehalten hat. Uebrigens hatte das flüchtige Paar dieser Tage eine recht unliebsame Begegnung: Tie Kronprinzessin spazierte vormittags in Mentone mit Giron. Da tamen ihnen zwei Damen entgegen, die Gräfin Lonyay und deren Gesellschaftsdame. Die Gräfin Lonyay blieb stehen, zog ihr Lorgnon hervor und beobachtete scharf das herankommende Paar. In einer Entfernung von drei Schritten schien die Kronprinzessin die Gräfin zu erkennen. Einen Moment standen die beiden einander gegenüber; plößlich wandte die Gräfin Lonyah der Kronprinzessin den Rücken und schlug den Weg nach Kap Martin ein. Die Kronprinzessin lachte hell auf, und auch Giron stimmte in das Gelächter ein.
Bunte Chronik. Professor Braun in Straßburg will Mittel gefunden haben, um unbegrenzte Energiemengen in Form elektrischer Wellen zu erzeugen, für die Entfernungen überhaupt nicht mehr existieren.
Beim Hinüberfahren über den Rhein schlugen bei Selz( Unterelsaß) zwei Boote um. Von den fünf Insassen sind vier ertrunken.
- Die Kopenhagener Polizei verhaftete einen aus Hamburg geflüchteten Betrüger namens Kurner. Man fand bei ihm 250 000 Mart.
Giessener Cagesneuigkeiten.
** Durch Entschließung des Ministeriums der Finanzen wurde der Generalstaatsanwalt beim Oberlandesgericht Dr. Karl Preetorius zu Darmstadt zum Treuhändler bei der Hessischen Landes- Hypothekenbank und der Oberstaatsanwalt beim Landgericht der Provinz Starkenburg Franz b. Hessert zum Stell vertreter des Treuhändlers bei dieser Bank bestellt.
.)-)[ Die geplante Eisenbahnschiene.] Folgende Szene die sich auf der Permschen Bahn abgespielt hat, schildert ein Mitarbeiter des ,, Petersburger Herolds": Ein Bahnwächter geht, mit einem Hammer bewaffnet, die Strecha entlang. Wohin?" frage ich ihn. Es hat sich dort unten ein Riß in der Schiene gebildet," antwortete der Wächter. Vor zwei Monaten etwa," fügte er erklä rend hinzu. Die Schiene ist aber an den Enden noch heil." Man muß sofort den Wagenmeister benachrichtigen," sage ich ängstlich.- ,, Nur nicht so hißig," erwidert er. ,, Wer wird sich selber schädigen? Warten wir lieber, bis sie ganz aufgeplagt ist, dann gibt es eine Belohnung. Für die Auffindung eines Risses gibt es teine Belohnung, wohl aber für die Auffindung einer ganz geplaßten Schiene; dafür gibt es 3, ja sogar 5 Rukel. Man läßt die Schiene also ruhig weiterplazen, bis sie für die Belohnungsansprüche reif ist und daran hängt die Sicherheit auf der Bahn und das Leben der Reisenden.
- Bei Bittersdorf in der Nähe von Mannheim schlug ein Kahn um; fünf Schiffer ertranken.
- Der Optiker Grabich aus Leipzig, der bekanntlich nach Verübung des Lustmordes an der achtjährigen Israelitin Klein den Leichnam des Mädchens zerstückelte und in eine Kiste packte, ist zur definitiven Feststellung seines Geisteszustandes der Landesirrenanstalt Sonnenstein übergeben worden.
- In Annen bei Dortmund wurde eine von ihrem Manne getrennt lebende Frau unter dem Verdachte des Kindesmordes verhaftet.
Infolge einer unsinnigen Wette versuchte bei Eydthuhnen ein polnischer Arbeiter zwischen den Flügeln einer in Gange befindlichen Mühle durchzulaufen; hierbei muder er von einem Mühlenflügel erschlagen.
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Morgen an Kaisers Geburtstag sind alle staatlichen Bureaus geschlossen. Die Schalter der Postanstalten sind wie an Sonntagen geöffnet.
R.B. Aus Anlaß des Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers bleibt das Geschäftslokal der hiesigen Reichsbanknebenstelle morgen Dienstag von vormittage 11 Uhr ab geschlossen.
** Dem ordentlichen Professor in der juristischen Fakultät der Landesuniversität Dr. Joseph Heimberger in Gießen wurde auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. April d. J. die Entlassung aus dem Staatsdienste genehmigt.
** Zur Wiederbeseßung ist die evangelische Pfarrstelle zu Romrod ausgeschrieben.
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Bom Gauturntag des Gaues Hessen berichten wir erst morgen; heute stand uns der erforderliche Raum nicht zur Verfügung.
Baterland, enthal worte des Redners Hoch auf Raifer un eine recht angeneh bas Theaternid bes hiesigen Stadt Bon 12 Uhr ab mancher Veteran fi ** Die Gieße Wiederkehr ihres 24. Januar im Herren- Abends. Bahl erschienenen und jezigen& namentlich auch ragende sportlid ausgezeichnet ha auch für die Zu Der Ehrenboris älteren Mitglied erkennung dem reiche Geschäftsfi beim Alange mu Programm des Comitee alle G Berschönerungsto feffelte wahre Lo der moderne C aus Mitgliederk
** Der Bezirksansschuß Gießen des Landesgewerbevereins hielt gestern im Hotel Schüß hier unter dem Vorsitz des Herrn Betri II. eine Sigung ab, in welcher 4 Delegierte zur Sterbefasse zu bestimmen waren und dazu die Herren Haas und Herbert aus Gießen, sowie die Herren Rohrbach- Lollar und Schaffner- Homberg a. d. Ohm gewählt wurden. Weiter wurde auf Grund eines Schreibens Großh. Zentralstelle für die Gewerbe beschlossen: versuchsweise vorläufig alljährlich eine Ausstellung von Schülerarbeiten der Handwerker- Sonntagszeichenschulen Grünberg, Lich, Homberg a. d. Ohm, Londorf und Lollar im Gewerbeschulgebäude zu Gießen abzuhalten und dabei eine besondere Kritik zwischen Her Trater, dem Revisor der Schulen und den Herren Lehr in derselben zu veranlassen. Zum Schluß berichtet der Herr Vorsitzende nech über den Verband Deutscher Gewerbeberein" und leitete dann eine Besprechung über Angelegen: heiten der Gewerbevereine, sowie der Handwerkskammer ein, an welcher alle Teilnehmer lebhaft sich beteiligten und oft sehr treffende Erscheinungen in Handwerksbetrieben zur Erörterung brachten, um deren fernere Beachtung der Herr Vorsigende gebeten wird, damit Krebsschäden thunlichst beseitigt werden können.
Das Faustrecht in Rußland.] Eine Statistik des Fauſtrechts veröffentlicht ein russisches Blatt. Die Fäuste," schreibt es ,,, arbeiten bei uns im 20. Jahrhundert nicht schlechter als im 19. Jahrhundert. Goße Ausein andersetzungen mit dem Gegner unter Zuhilfenahme der Fäuste sind keineswegs ausschließlich den ungebildeten und rohen Kreisen eigen. Im Gegenteil sind sie noch mehr im Gange in den gebildeten Kreisen. Das vergangene Jahr schloß mit einer tätlichen Beleidigung ab, die ein Rechtsanwalt vor Gericht einem Journalisten zufügte, der in einem Verleumdungsprozeß als Zeuge auftrat. Kurz vorher war ein Journalist von einem Gutsbesizer tätlich beleidigt worden wegen irgend welcher Bemerkungen über die Rennen. In Tiflis und in Jekaterinoslaw wurder Theaterkritiker die Opfer unzweideutiger Handbewegungen. In Warschau prügelten sich die hochgebildeten Besucher der Philharmonie, in Moskau die Musikanten des Opernorchesters. In Wilna schlug ein Friedensrichter einen jungen Menschen bis aufs Blut. Die Zeitung ,, Sabaikalje" brachte ganze Abhandlungen über die ,, faustlichen" Aus. einanderseßungen der Ingenieure. In Kasan prügelte ein Professor einen Hirten, in Cherson ein Arzt einen Kranten, in Noworossiist auf einem Dampfer die Schiffsmannschaft die Passagiere, und das auf Befehl des Kapitäns u. 1. w. Man muß, wenn man solches liest, an den alten Ausspruch denken, daß Rußland zwar in ein europäisches und ein asiatisches eingeteilt wird, daß man aber nicht wissen kann, wo das erste aufhört und das zweite beginnt. Geprügelt wird jedenfalls in beiden Reichshälften!
$[ Ein Affen- Trust.] Aus Newyork wird berichtet: Eine Vereinigung mit einem Kapital von 2 Millionen Mark hat sich hier gebildet, um Affen, Papageien und alle in Käfigen gehaltenen Tiere aufzukaufen. Die Hauptdetaillisten von Newyork, Chicago, Philadelphia, St. Louis und San Francisco haben das Uebereinkommen unterzeich net. Man will gegen die europäischen Agenten Krieg führen, unter deren Behandlung die amerikanischen Im porteure, wie sie behaupten, schwer leiden. Jeder dieser Agenten hat, wie erklärt wird, sein besonderes Mono pol. Ein Londoner Importeur soll die Lieferung von cussischen Finken kontrollieren, ein anderer den Kanarienmartt, ein amerikanischer Agent monopolisiert den gan. zen verfügbaren Vorrat an tubanischen Papageien und ein Affenimporteur hat die Händler in seiner Gewalt. Der Trust soll dem Elend der Detaillisten ein Ende machen.
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** Alle w. Abonnenten und Freunde der„ Gießener Neueste Nachrichten" werden sich noch erinnern fönnen, wie im letzten Sommer die Art der Abhaltung des Jugendfestes in uuse: ca Spalten besprochen wurde, auch der Bericht über die Stadtveroidneten- Sizung, in welcher diese Angelegenheit zur scharfen Aussprache Veranlassung gab, stellte sich auf Seiten der öffentlichen Meinung. Der Stil dieser Artikel schien einigen Herren nicht zu passen und was war die Folge: eine Voruntersuchung wegen Beleidigung unseres verantwort lichen Redakteurs. Nachdem darüber der Herbst vergangen und inzwischen auch Winter geworden ist, erhielten wir gestern eine Zustellung, worin uns mitgeteilt wurde, daß auf Beschluß der Staatsanwaltschaft das Verfahren wegen Beleidigung eingestellt worden ist.- Man jubelte damals in gewissen Kreisen, denen das Fortbestehen der Gießener Neueste Nachrichten" nicht angenehm ist; die Bekanntgabe des Strafantrags wurde in alle Welt hinausposaunt. Möchten doch diese damaligen Gegner, von denen inzwischen ein großer Teil zu unsrer Freude in unser Abonnentenregister eingetragen wurde, also über die Gießener Neuesten Nachrichten" jest anders urteilen, hiermit die Gewißheit entgegennehmen, daß Kritiken über öffentliche Angelegenheiten nicht wieder gehalten werden können und passen sie dem einen oder anderen nicht nach Wunsch, man auch nicht in Eile zum Kadi laufen soll.
- Kasernenhofblüte. Unteroffizier( zum Refruten): Ja, ja, mein Lieber, wir stammen alle rom Affen ab, aber bei Ihnen kann's noch garnicht her sein!"
-In der Buchhandlung. Dienstmädchen( schüchtern): ,, Ach bitte, geben Sie mir ein Kochbuch- sür Liebende." ( Fl. Bl.)
Kurzes Allerlei. Dieser Tage fanden Arbeiter in einem Gehöfte bei Rosberig eine Menge gut erhaltene Waffen. Dieselben stammen alle aus dem 1866er Kriege und dürften nach dem Treffen bei Sadowa von flüchtenden Soldaten dort versteckt worden sein.
In Berlin feierte die Aerztin Frl. Dr. Tiburtius ihren 60. Geburtstag. Als Frl. Dr. Tiburtius ihre Tätigfeit begann, wurden an deutschen Gymnasien und Unibersitäten Frauen nicht zugelassen. Sie hat im Aus. lande studiert.
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[ Kriegerverein.] Am Samstag Abend feierte in Stein's Saalbau der hiesige Striegerverein sein 29jähr. Stiftungsfest und verband gleich damit die Feier für Kaisers Geburtstag. Wir müssen gestehen, die Fest teilnehmer waren in so großer Zahl anwesend, daß der geräumige Saal voll besetzt war, dazu unter den Erschienenen rechte Kameradschaft und Freundschaft zu einander und als drittes neben der aufmerksamen Be wirtung ein gut arrangiertes Fest- Programm; das alles sicherte schon bei Beginn der Feier einen guten Verlauf. Die Kapelle der 116er hatte, wie es ja gewöhn lich der Fall, auch hier die erste Nummer, es ist nun einmal so Brauch. Gleich danach verstummte aber die noch hier und da beobachtete kleine Unruhe, der Vorſizende des Vereins, Herr Amtsrichter Wiener, hielt die Festansprache. In seiner gewohnt frischen Weise fam er zuerst nach Ausdruck des Dankes im Namen des Vorstandes für das zahlreiche Erscheinen auf den Monat Januar zu sprechen, der uns alljährlich zwei Tage bon nationaler Bedeutung bringt: den 18. als den Geburtstag des deutschen Reichs und den 27. den Geburtstag unseres Staisers. Deutschland ist seit einem Menschenalter wieder ein festgefügtes Reich mit deutscher Sprache, deutschen Sitten und deutschem Empfinden, in dem wir uns sicher fühlen und an dem auch unsere deutschen Brüder in allen Weltgegenden einen starken Schutz und Rückhalt haben. Wo die deutsche Flagge sich zeigt, wird sie geachtet und gefürchtet; unsere Kriegsflotte hat Deutschlands An sehen auch nach außen hin in den andern Weltteilen erſtarten lassen, und gerade gegenwärtig ist sie mit Nachdruck an redlicher Arbeit, daß Venezuela seinen internationalen Arstand wahrt und seinen Verpflichtungen nachkommt, Ein direkt energisches Eingreifen wäre noch vor 10 Jahren unmöglich gewesen; zu Lande waren wir wohl stark, aber die Seemacht hat sich erst unter unserem jezigen Kaiser so vorteilhaft ent faltet. Im Ausland, wo Deutsche wohnen, weiß man das
gehabt. Auch de deutsche Stubenvi Für Konkurrenzi Ehrenpreis, eine Gesamtleistung wei einen 3 Pre preis einen 1., vier 2. Breise; Mayer zwei 2. un wei 3. Preise; Roch einen 2. un einen 3. Prets. G F. Wiebm her u Bögel erhielt D. erhielten Diplom und Buhtutenfili ( Bertreter Ph. S Globenstein für Hotel die Verlof
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