Hof und Gesellschaft.
*** Zur Feier des Geburtstages der Kaiserin fand gestern im Neuen Palais Familientafel statt, nachdem vormittags große Gratulationscour gewesen war. Der Kaiser nahm die Meldung des als Leutnant beim 1. GardeUlanen- Regiments eingetretenen Herzogs Adolf Friedrich von Mecklenburg- Strelitz entgegen.
*
Der Kronprinz wohnte im Hause des Geheimen Regierungsrat Meister zu Berlin der Taufe von dessen jüngstem Söhnchen bei, bei dem er und der Kaiser Patenstelle übernommen haben. Herr v. Meister verwaltete früher lange Zeit in Homburg das Landratsamt und erfreute sich der besonderen Gunst der Kaiserin Friedrich.
*** Bei der Enthüllung des Ehrengrabes für den in Peking ermordeten deutschen Gesandten Freiherrn von Ketteler, die am 25. d. Mts. in Münster stattfindet, wird der Kaiser sich von dem Flügeladjutanten v. Hayden- Linden vertreten lassen. An der Feier nimmt auch der preußische Kriegsminister Generalleutnant v. Einem teil, sowie Hauptmann Graf Soden vom 1. Seebataillon als Vertreter der Marine. Bekanntlich leitete Graf Soden 1901 die Verteidigung der Gesandtschaften in Peking.
Nab und Fern.
Hus dem Gerichtssaal.
Lokales.
Gießen, 23. Oftober 1903.
Der Großherzog hat am 21. Oktober d. I. den Kreisrat des Kreises Lauterbach Dr. Eduard Wallau zum Kreisrat des Kreises Bensheim, den Kreisamtmann bei dem Kreisamt Bensheim, Kurt Eckstein zum Kreisrat des Kreises Lauterbachbetde mit Wirkung vom 1. November 1903 an ernannt.
-
Seey ble von Se
Fimms heraus be
alb Jahreszahl irran produzier niger Beifall maas geheimnis Shodann begann uus ber vierten nb ihre Anwese Fennen gaben, Blumenmedium Dan Schluß des ga", das frei Der är Diffen hat die fämtlicher heff f Lichen Intereffer
** Das Großh. Regierungsblatt, ausgegeben am 21. Oft. d. J., enthält u. a.: Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern, die Arzneitage für die Apotheken des Großherzogtums betreffend. Bekanntmachung, die Aufbringung der Mittel zur Bestreitung der Bedürfnisse der Landjudenschaft der Provinz Oberhessen betreffend. fanntmachung, die Ehebung der in der Gemarkung Schiffen. berg, Kreis Gießen, erwachsenen Kosten der öffentlichen Armenpflege betreffend.
Be
□ Provinzial- Ausschuß. Samstag, den 24. Oktober, vorm. 9 Uhr, findet im Sizungssaal des Regierungsgebäudes in Gießen eine öffentliche Sißung des Provinzial- Ausschusses mit folgender Tagesordnung statt: 1. Gesuch des Philipp Kuhn zu Inheiden um Konzessionierung einer Gastwirtschaft. 2. Enteignung von Gelände des Karl Stern zu Homberg a. Ohm für die Nebenbahn Nieder- Gemünden- Nieder- Ofleiden; hier: Ausspruch der Enteignung. 3. Enteignung von Grundstücken in den Gemarkungen Lauterbach, Blizenrod, Frischborn und Grainfeld für den Bahnbau Lauterbach Grainfeld; hier: Ausspruch der Enteignung. 4. Reklamation gegen die Bürgermeisterei zu Burgbracht.
§ Der Treucid der Offiziere bildete den Mittelpunkt einer Beleidigungsklage des Obersten a. D. Gädke, Mitarbeiters des„ Berliner Tageblatts", gegen den Redakteur der„ Kreuzzeitung", Professor Dr. Kropatschek. Oberst Gädke hatte in einem Artikel über den serbischen Königsmord geäußert, daß das serbische Offizierkorps gegen die Pflicht der persönlichen Treue zu seinem Kriegsherrn schwer gefehlt habe. Doch so fuhr er fort gibt es eine andere, ebenso heilige und erhabene Pflicht wie die persönliche Trene gegen den Kriegsherrn, eine noch ältere Pflicht sogar, denn sie ist uns bereits mit unserer Geburt geworden. Das ist die Bürgerpflicht gegen den Staat, gegen das Vaterland, von der der Treueid gegen den Monarchen uns niemals entbinden kann. Und im gewöhnlichen Laufe der Dinge fallen beide Pflichten glücklicherweise zusammen. Wie aber, wenn das nicht mehr so ist, wenn sie vielmehr in schärfstem Gegensatz aufeinander stoßen, wenn das heilige Gesetz der salus publica sich mit dem Treueid gegen den Kriegsherrn nimmermehr deckt? Das ist sicher der härteste Konflikt der Pflichten, vor den ein Ehrenmann gestellt werden kann. Darauf antwortete die Kreuzzeitung" mit einem scharfen Artikel, in dem sie die Ansicht aussprach, daß jeder Offizier, der etwa Gädkes Meinung teile( was sie aber von feinem glaube) als ehrlicher Mensch seinen Abschied aus einem Korps nehmen müsse, in das er innerlich nicht mehr hinein gehöre. Oberst Gädke strengte gegen den verantwortlichen Redakteur der„ Kreuzzeitung", Professor Kropatschek, daraufhin die Beleidigungsfiage an. Der Gerichtshof sprach den Angeklagten, der sich auch als Verfasser des beleidigenden Artikels zu erkennen gab, frei. Er ging davon aus, daß der fragliche Satz in dem Artikel des Privatklägers sich nicht allein auf Serbien beziehen solle, sondern ganz allgemein gehalten sei, und der Leser ihn auch auf deutsche Verhältnisse anwerden müsse. Wenn man von einem Offizier sage: der Treueid könne ihn nicht von der allgemeinen Bürgerpflicht entbinden, so müsse man dieses Recht auch jedem Unteroffizier und gemeinen Soldaten zusprechen. Wenn sich solche Ansicht weiter verbreitete, so würde das zu sehr bösen Konsequenzen führen, namentlich in der heutigen Zeit. Der Verteidiger habe nicht recht, wenn er behauptet habe, wir haben nur Parteien, welche für die Armee und den Monarchen eintreten; eine sehr große Partei tue dies doch gewiß nicht. Wenn man im Offizierkorps jemand hätte, der seine Leute im Sinne jenes Sages instruierte, so sei kein weifel, daß ein solcher sofort aus dem Offizierkorps entfernt werden würde. Der Angeklagte habe als Redakteur und Offizier das Recht gehabt, dagegen aufzutreten. Oberst Gädke hat gegen das Urteil Berufung eingelegt.
A Deutsche Fischerei in Egypten. Das große Hamburger Haus Müllgard u. Lill hat am Mensaleh- See in Egypten eine Halfangstation eingerichtet und bereits eine erste große - 25 000 Stück nach Hamburg ſpediert. Sendung Aale Der Mensaleh, der größte aller egyptischen Seen mit 184 000 Heftar Oberfläche, erstreckt sich östlich vom Damiettearm des Nildeltas bis Pelusium. Die Firma hat dicht an der Matarieh- Bahn einen Speicher, in dem die egyptischen Fischer die Aale zum Preise von 60 bis 80 Mark für das Tausend abliefern. Um den Fang für Hamburg verſendungsfertig zu machen, werden sie ausgenommen, mit Salz eingerieben und in Fässer zwischen Eis und Formalin gepackt. Man rechnet auf ein Erträgnis von etwa 50 bis 60 Tonnen wöchentlich, wenn erst die Mensalehsischer wirklich ernstlich der Aalfischerei obliegen. Die Seen Unteregyptens sind sehr fischreich.
Das Schwindsuchtsheilmittel des Zuchthäuslers. Ein Mittel gegen die Schwindsucht will der Strafgefangene Kurzpesti erfunden haben, der gegenwärtig im Zuchthause zu Lüneburg eine längere Freiheitsstrafe zu verbüßen hat. K., welcher mit dem Mittel Versuche an seinem eigenen Körper gemacht hat, wobei er überraschende Erfolge erzielt haben will, hat sich wiederholt an den Minister des Innern mit der Bitte um Urlaub gewandt, damit er seine eigene Krankheit heilen könne. Das erste Gesuch ist ab= schlägig beschieden worden, während auf das zweite bis jezt noch keine Antwort erfolgt ist. Der Erfinder macht sich anheischig, in der Strafanstalt selbst durch Heilung von 2 bis 3 Personen die Güte seines Mittels zu beweisen, das außerdem auch absolut unschädlich sein soll.
* Die Untersuchung gegen die Engelmacherin Wiese in Hamburg hat ergeben, daß ihr insgesamt neun Kinder in Pflege gegeben worden sind. Von diesen ist eins eines natürlichen Todes gestorben, zwei sind ihren in Ostpreußen wohnenden Angehörigen zurückgegeben worden, während die übrigen sechs Kinder spurlos verschwunden sind. Die Ermittelungen der Polizei nach der Mutter des fünften Kindes, einer vornehmen Dame aus Hannover, haben zu einem Resultat nicht geführt. Die Angeschuldigte stellt nach wie vor jedwede Schuld resp. Teilnahme an den Kindesmorden in Abrede. Der Verbleib der vermißten sechs Pflegekinder konnte bisher nicht ermittelt werden.
Ein eigenartiger Ueberfall wurde auf die Gattin des französischen Botschafters in Konstantinopel, Frau Constans, ausgeübt. Als sie im Park der französischen Botschaft in Therapia spazieren ging, wurde sie von einem Widder verfolgt, der sie gegen die Gartenmauer schleuderte und ihr mehrere nicht unerhebliche Verlegungen beibrachte.
Der Mörder von Aix- les- Bains, dem die Halbweltlerin Fougere zum Opfer fiel, hat sich der irdischen Gerechtigkeit zu entziehen gesucht, indem er sich bei seiner Verhaftung eine Revolverkugel in die Schläfe jagte. Es ist ein gewisser Cäsar Ladermann, ein Schneider aus Lyon, der den Mord auf Anstiften des zuerst verhafteten Bassot ausgeführt hat. Ladermann hatte im vorigen Jahre in Gegenwart seiner Geliebten dem Bassot geschworen, auf dessen Geheiß auch Verbrechen zu begehen. Nun wurde ein Brief Ladermanns an seine Geliebte aufgefangen; in diesem Schreiben erklärt Cäsar, daß er seine Dankschuld eingelöst habe, aber Selbstmord begehen werde. Im Moment der Verhaftung führte er dann seinen Vorsatz aus. Ob er mit dem Leben davonkommen wird, ist zweifelhaft.
Vermischtes.
+[ Die Zahl der Deutschen auf der ganzen Erde] wird nach einer soeben erschienenen Statistik auf 89,5 Millionen berechnet. Davon entfallen 77,75 Millionen auf Europa, 11 Millionen auf Amerika, eine halbe Million auf Afrika, der Rest auf Asien und Australien. Von der Gesamtzahl sind rund 30 Millionen Niederdeutsche( Reichsplattdeutsche, Niederländer, Flämen, Buren).
* Die
*
imnungen ha Ghlachtvich Ver
gegangen war, genommen. Bef Deshalb geltend g trange, daß der thlachtung fom ulb weil er nid Hire borsehe. Bolts Schulbote für 15. Dftober m Mainz als G Eiffigierderamen Für matifs an Fab zu werden und Sorge für ihre urbo brauchbar z In Winter ab falließen fann, frien und nicht ift es wichtig, Beit feft aufget angefeuchtet we Gummis ift. gepumptem Zu
Bei einer Submission für Schlosserarbei ten an der Universitätsbibliothek wurden folgende Offerten abgegeben: Karl Kreiling 440 Mt., Martin Dörr 332.80 Mt., Karl Hohmeyer 319.20 Mf., Karl Stohr 1. 313.60 Mt. und W. Ziegenhain 243.20 Mt. Eine weitere Offerte von Schlossermeister Wiegandt, welche zu spät eingereicht wurde, wird zurückgewiesen.
** Die Beschwerde der Geländeeigentümer in Sachen der Enteignung des Geländes für die zu erbauenden Kliniken in Gießen ist vom Großh. Ministerium verworfen worden.
[ Ein neuer sächsischer Hofzahnarzt.] Dr. Frank Bowker Sieras, ein Zahnarzt aus Malden, in Massachusetts, hat, nach einer Meldung der Newyorker Staatszeitung", die Einladung erhalten, sich als pofzahnarzt des Königs von Sachsen in Dresden niederzulassen. Er ist jedoch noch unentschlossen, ob er dem Rufe folgen soll. Dr. Sieras hat auf der Kolumbia- und der Harvard- Universität zahnärztliche Wissenschaft studiert und ist Lehrer an der zahnärztlichen Schule von Harvard; er steht im Rufe, einer der tüchtigſten amerikanischen Zahnärzte zu sein. Man erinnert sich, daß ein anderer Hofzahnarzt, gleichfalls ein Amerifaner, Dresden plötzlich und offenbar nicht ganz freiwillig berließ, weil er in Beziehungen zu der Kronprinzessin- Affäre gebracht wurde.
Murtinique von neuem bedroht Schlimme Nachrichien kommen wieder aus Martinique. Giraud, der Leiter der wissenschaftlichen Mission, die sich auf der unglücklichen Insel befindet, hat in einem Bericht an die französische Regierung die Befürchtung ausgesprochen, daß eine neue hef= tige Eruption des Vulkans Mont Pelee bevorstehe. Er empfiehlt daher dringend die vollständige Räumung des nördlichen Teils der Insel.
* Die Liebesaffären eines siebzigjährigen amerikanischen Senators machen zur Zeit in der Washingtoner und Newhorfer Gesellschaft großes Aufsehen. Der ehrwürdige Mr. Platt, einer der einflußreichsten amerikanischen Politiker, machte schon unliebsam von sich reden, als er vor kurzem sich mit der jugendlichen Mrs. Jamcyn verlobte. Jetzt aber ist er gar von einer anderen jungen Dame, Miß Mac Wood, wegen Bruchs eines Cheversprechens verklagt worden. Alter schützt vor Torheit nicht.
** Aus Darmstadt meldet die„ Frkf. Btg.", daß der Ausschuß für die Landtagswahlrechtsvorlage am Mittwoch seine Vorbesprechung beendet. Zunächst wird der Blan einer gleichmäßigen Wahlfreiseinteilung, die sich durch das Land erstrecken und 56 Bezirke mit je 20000 Einwohner umfassen soll, ausgearbeitet werden und in etwa 14 Tagen zur Beratung vor den Ausschuß gelangen. Militärdiensnachrichten. Vizefeldwebel Bechtold( 1 Darmstadt), des Inf.- Req. Kaiser Wilhelm ( 2. Großh. Heff) Nr. 116 wurde zum Beutnant der Reserve befördert. Zimmermann, Leutnant der Landwehr- Infanterie 2. Aufgebots( Gießen) wurde der Abschied bewilligt. Revision. Herr Geheimer Oberschulrat Notnagel aus Darmstadt weilte am aestrigen Tage in Gießen und unterzog die einzelnen Klassen des Realgymnasiums einer eingehenden Revision.
[ Mikroben im Schnurrbart.] Im British Med, Journal" behauptet ein Korrespondent, daß jeder Chirurge verpflichtet werden müsse, glatt rasiert zu sein, ehe ihm erlaubt wird, eine Operation vorzunehmen. Dagegen versichern andere Aerzte, daß der Schnurrbart dazu diene, Bakterien aus der Nase und aus den Lungen fernzuhalten. Er wäre geradezu als eine Falle für Mikroben zu betrachten und sei eine hygienische Einrichtung ersten Ranges.
Der falsche Bürgermeister. Das Lausißer Städtchen Drebkau hat eine böse Erfahrung machen müssen. Dort war nämlich der Stadtsekretär Cimanowski aus Könnern bei Halle zum Bürgermeister gewählt worden. Nachträglich stellte sich heraus, daß der Gewählte, der vorzügliche Zeugnisse aufweisen konnte und einen bestechenden Eindruck auf die Wähler ausübte, schon seit einiger Zeit stellungslos ist. Seine glänzenden Zeugnisse sind zum Teil gefälscht. Die Angelegenheit wird natürlich ein strafrechtliches Nachspiel haben.
[ Die neueste Blüte der Vereinsmeiere:] ist der in Augsburg neu gegründete Verein:„ Es ist nichts erreicht". Aufnahmefähig sind nur über 20 Jahre alte, aber noch bartlose Herren. Zweck des Vereins ist, die Mitglieder gegen die Spottsucht der Bärtigen in Schuß zu nehmen.
Souza lebensgefährlich verunglückt. Der bekannte amerikanische Kopellmeister und Komponist Souza, dessen Märsche in ganz Deutschland populär sind, ist in Washington mit dem Pferde gestürzt und hat sehr gefährliche Verlegungen davongetragen. Außer schweren Wunden an der Schulter ist es eine heftige Gehirnerschütterung, die für sein Leben fürchten läßt.
*
*
** Die Prüfung der Gerichtsschreiber-, Gerichtsvoll. zieher und Polizeifommissär- Aspiranten aus Hessen beginnt am 7. Dezember im Justizgedäude zu Darmstadt. Die Meldefrist läuft am 10. Nov. ab.
bringt das Wa nicht nur dem itt. Sehr nü Hülle zu verseh
Vom
Hite befte Beit muf troden gel im Winter bie Bitterung wir and ift es g Binterfeuchtigt ihre Wirkung Much empfiehl Robfdüngung
doen Futterertr
** Die ordentl. Generalversammlung des Alice Vereins für Krantenpflege im Großh. Hessen wurde Mittwoch nachmittag im Hause der vereinigten Gesellschaft in Darmstadt unter außerordentlich lebhafter Anteilnahme der Vereinskreise abgehalten. Der Geschäftsführer, Regierungsrat Dr. Kraz, eröffnete dieselbe im Namen der erschienenen hohen Vereinspräsidentin, der Brinzessin Ludwig von Battenberg. dankte für das zahlreiche Erscheinen und gab dem Schriftführer, Ministerialsekretär Gräf das Wort zur Erstattung des Geschäftsberichts für 1901 und 1902 für den Hauptverein. Ueber die Rechnungen des Vereins referierte der Schatzmeister, Geh. Finanzrat Dr. Lauer. Insgesamt ergab sich für 1901/02 ein zu deckender Betrag von 21 236 Mt., der sich infolge Zuschusses aus dem Fonds für öffentliche und gemeinnüßige Zwecke auf 16 760 Mt. herabminderte, die der Verein zu decken hatte. Das Kapitalvermögen von 155 800 Mt. ist in sicheren Wertpapieren angelegt. Das Alice- Hospital zählte Ende 1902 66 Schwestern und 3 Lehrpflegerinnen. 8 Pflegerinnen wurde für 20- und 15jährige Tätigkeit das goldene bezw. silberne Verdienstkreuz verliehen. In 1901/02 wurden 1156 Krante im Alice- Hospital verpflegt, während in gleicher Zeit in der Kinderkrippe 109 Kinder Verpflegung genossen. Der Freiwillige Erziehungsbeirat für schufentlassene Waisen bat seine Sagungen ergänzt und für den Verein die Rechtsfähigkeit erworben. An Pfleglingen waren vorhanden 1901/02: 74, 1902/03: 88; Lehr- und Dienststellen wurden 76, bezw. 36 vermittelt usw. Mehrfach wurde Anregung zur Gewährung von Kuren in Heilanstalten und Kurstationen gegeben. An Unterstüßungen wurden 1901/02: 1142, 1902/03: 1817 Mt. gewährt. Die Ausgaben betrugen 1929, bezw. 2603 Mt. Ein Antrag des Zentralfomitees auf teilweise Abänderung und Neuredigierung der Vereinssagungen wurde stattgegeben und zwar soweit erforderlich unter Zuziehung der Zweigvereine.
A[ Höflich wie ein Sackträger.] Der in Regensburg erscheinende Bayerische Volksbote" veröffentlicht folgendes Inserat:„ Der Regensburger Anzeiger findet sich bemüßigt, in seiner Polemik mit dem Volksboten den Ausdruck zu gebrauchen: Schimpfen kann jeder Sackträger". Der unterzeichnete Verein findet hierin eine Beleidigung seiner Mitglieder und weist deshalb diese namens derselben hiemit ener gisch zurück. Wenn der Herr Doktorredakteur sich bei einem Geräufe mit dem Gegner mit nichts anderem helfen kann, als ehrliche Arbeiter zu beleidigen, so tut er uns herzlich leid. Im übrigen laden wir den Herrn Doktorredakteur zum Verkehr in unseren Kreisen ein und hoffen bei Annahme unserer Einladung, ihm baldigst andere Ausdrücke anzugewöhnen. Der Verein der Hafen- und Speicher- Arbeiter.
Jetzt wird's aber gefährlich. Nächstens werden auch die ,, Damen der Halle" den Redakteuren eine fräftige Abfuhr erteilen, wenn diese den alten guten Vergleich heranziehen: „ Er schimpft wie ein Fischweib". Unsere deutschen Sprich wörter und Redensarten bedürfen einer dringenden Remedur. *[ Der mißachtete Prophet.] Um Newyork, das große Babel, von der Sündenlast zu befreien, ist der bekannte Seftiererprophet Dowie, der sich für Elias ausgibt, mit 4000 seiner Anhänger dort eingezogen. Die erste Ansprache, die er dort halten wollte, fand aber bei den Zuhörern keine Gegenliebe. Diese zeigten wenig Lust, ihn anzuhören, pfiffen den Propheten aus und liefen davon. Dowie geriet darüber in den größten Zorn. Er brüllte: Zeigt nur eure Unverschämtheit! Später kriege ich eure Herzen und Portemonnaies!" Bis jetzt hat er aber weder als Herzens-, noch als Taschendieb Lorberen pflücken können. Dagegen wurde seiner Frau auf dem Wege vom Bahnhofe nach dem Hotel im Gedränge eine Diamantbroche im Werte von 300 Dollars gestohlen. Hoffentlich ist sie froh, von dem irdischen Tand befreit zu sein.
Stum
Beit mit der Roften belaufe liefern reichlic Brunnentamme
gofft die Quel Wommen. Me gefahr fofort unfere Nachba
Bafferleitung
bereits ausge Kird
+ Aus
meisterwahl mit über 200 tereffe bringen dem für unser bentmal entae
* Eine natürliche Fontaine springt im oberen Teich des Brunt entals in Grünberg; ein Zeichen, wie groß der Wasserreichtum im Brunnental ist. Der Wassermeister, Herr Bingmer, hat mehrere kleine Quellen gefaßt und diese liefern eine so große Wassermenge. daß inmitten des oberen Teiches ein Wasserstrahl etwa 212 Meter hoch geworfen wird. + Das Künstlerpaar Cumberland und Ms. Fey hatte sich bei Gelegenheit ihres Vortrages am gestrigen Abend im Neuen Saalbau Gießen eines guten Besuches zu erfreuen. Den Anfang der Vorführungen bildete eine Probe aus dem Gebiete des Gedankenlesens. Es war geradezu ver blüffend, mit welcher Sicherheit und Schnelligkeit von Miß
Striegser
Am 14.
ein Feldgottes Tage bezog dieses Tages
Colombez Non angegriffen un
Mud das Regi
Feind jest in man auf Schi
berlaffen ware Siden ab un
Druh, wo es
ten fich verbo
berriegelt; er tamen fie her
bie Soldaten
fondern sich
bes 16. Au
tochen beschäf
firre wieder eftlich nach 100 gefangen
waren.
heute noch fieg
erhielt Bring S
Mitteilung, da einem geftigen
Hur Unterfügun


