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im Abgeordnetenhause abhanden gekommen, d. H. gestohlen worden sind! Selbstverständlich waren andere Abgeordnete Helfershelfer des Schuldigen, die lieber mit einem Luntren in der Volksvertretung zusammen sitzen, als ihn der Ge­rechtigkeit ausgeliefert wissen wollen!

Italien.

Dem Gerücht von einem Anschlag auf den jungen Spanierfönig folgt jetzt die Meldung von einem Attentat auf König Viktor Emanuel. Der Anschlag soll in der Villa Borghese in Rom ausgeführt worden sein; über die Einzel­heiten wird strengstes Stillschweigen bewahrt. Jedenfalls blieb der König unverlegt. Die Meldung wird natürlich offiziös dementiert, nichtsdestoweniger hält man sie in Rom allgemein für wahr.

A Römische Blätter berichten, Kardinal Gotti habe dem Papste 40 Millionen Lire liberreicht, die das Ver­mögen Leos XIII. darstellen. Papst Leo habe Gotti beauf­tragt, diese 40 Millionen vier Monate nach Leos Tode dem neuen Papste zu übergeben. Nach der Tribuna" hätte man außerdem in Leos Privatbibliothek 9 025 000 Francs in Gold vorgefunden. Danach hätte also das Vermögen Leos XIII. rund 50 Millionen Francs betragen.

Auf verschiedene Eingaben aus kaufmännischen Kreisen, die die Aufhebung der preußischen Gerichtsvoll­sicher- Ordnung vom 31. März 1900 forderten, hat der preußische Justizminister den Bescheid erteilt, daß er etwaige Beschwerden über einzelne Vorgänge auf dem Gebiete des Zustellungs- und Vollstreckungswesens stets einer sorgfälti­gen Prüfung auch in der Richtung unterziehen wird, inwie­fern sie Rückschlüsse auf Mängel in der preußischen Ge richtsvollzieherorganisation gestatten". Das heißt mit ande ren Worten, daß eine Aenderung der Gerichtsvollzieher. Ordnung in weitem Felde steht.

frankreich.

Der Bericht des Deputierten Mercier über die Frage der Revision des Dreyfusprozesses ist jetzt der mit der Sache befaßten parlamentarischen Kommission erstattet worden. Ei kommt zu dem Schluß, daß die Einleitung des Revisions. berfahrens notwendig sei. Die Kommission dürfte am Mittwoch zur Beratung zusammentreten und Ende der nächsten Woche ihre Entscheidung fällen.

England.

Im Londoner Krieg samt wird gegenwärtig ein Plan für einen militärischen Zwangsdienst ausgearbeitet, monach junge Leute vom 18. bis 22. Jahre dienſtpflichtig sein sollen. Im ersten Jahre soll die Dienstzeit zwei Mo nate, in jedem folgenden Jahre 14 Tage dauern. Man berechnet, daß jährlich 1 650 000 Mann unter den Waffen sein würden, von denen sich 304 000 Mann im ersten Aus bildungsjahre befänden. Die Menge allein tut's auch nicht; was man mit Truppen anfangen will, deren ganze Aus­bildung noch nicht Monate dauert und sich obenein über bier Jahre verteilt, ist uns schleierhaft.

Balkan- Staaten.

Die serbischen Königsmörder legen die Karten aus den Tisch: Europa ist denn doch ein zu mächtiger Gegen spieler. Die Verschwörer haben sich, wie aus Velgrad ver­lautet, bereit erklärt, ihren Abschied aus dem Heere zu nehmen. Sie verlangen aber, daß unter den Nicht: berschwörern alle jene, die die Stüye des alten Regi ments bildeten und Günſtlinge König Alexanders waren, ebenfalls aus dem Heere austreten, damit die Gefahr be­seitigt werde, daß die neue Dynastie nicht durch die ehe maligen Günſtlinge Aleranders gestürzt werde. Das wäre für König Peter der beste Ausweg.

Alien.

Die Frage, ob der russisch- japanische Konflikt zum Kriege führen werde, ist noch nicht entschieden. Soeben wer den Einzelheiten über die letzten Verhandlungen zwischen den beiden Mächten bekannt. Darnach forderte Japan von Ruß­land die Anerkennung des ja panischen Protektora tes über Korea in der Weise, daß Rußland rückhaltlos Korea als allein zu Japans Interessensphäre gehörig an­erkenne und Japan einen ausschlaggebenden Einfluß auf die Politik Koreas zugestehe. Rußland dagegen beansprucht für sich die Errichtung von befestigten militärischen Stützpunkten in Masampho und in Mokpho, sowie volle uneingeschränkte Handelsfreiheit in Korea. Rußland ist bereit, ein Protektoral Japans über Korea anzuerkennen und ebenso Japan für die Zukunft den Haupteinfluß auf die Politik Koreas zuzuge­stehen, wenn die russischen Forderungen von Japan ange nommen würden. Inzwischen soll der Statthalter Admiral Alerejem sich energisch gegen jede Anerkennung des Protekto rates Japans über Korea ausgesprochen haben. tritt Staatssekretär Besobrosow für einen Appell an die Waffen ein. Dagegen verlautet, daß der 3 ar selbst gegen den Krieg sei, solange dies mit der Ehre Ruß­lands vereinbar ist.. Welcher Standpunkt siegreich sein wird, läßt sich füglich noch nicht voraussagen.

Hus dem Gerichtsfaal.

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Ebensc

§ Wegen fahrlässiger Gefährdung des Frankfurt- Berlines D- Zuges wurde der Bahnwärter Kaiser von der Straffammer in Darmstadt zu der höchst zulässigen Strafe bon einem Jahre Gefängnis verurteilt, auch seine sofortige Verhaftung angeordnet. Von der weiteren Anklage des Be truges wurde er freigesprochen. Kaiser hatte, wie noch er innerlich sein dürfte, am 4. September d. s. an der Bahn wärterbude bei Mülheim eine Eisenbahnschiene auf das Ge leis gelegt, diese jedoch beim Herannaben des D- Zuges nod rechtzeitig wieder entfernt. Er wollte sich. nach seinen eigenen Geständnis, durch diese Rettungstat" eine Prämie seitens der Bahnverwaltung verdienen.

§ Wegen drei Pfennig drei gerichtliche Termine. Eir Dreipfennig- Prozeß" beschäftigte die Straffammer zu Bromberg. Eine Arbeiterfrau von dort wurde im Juni d. Js. von dem Förster John im Rinkauer Walde dabei betroffen, wie sie in einem Sad etwas trockenes Reisig da bontrug. Sie wurde zur Anzeige gebracht und hatte sick zunächst vor dem Schöffengerichte wegen Diebstahls zu ber antworten. In der Verhandlung wurde die Angeklagte wegen der Geringfügigkeit des Objekts- es wurde auf drei Pfenniç tariert fostenlos freigesprochen. Hiergegen legte der Amtsanwalt Berufung ein und es fand ein zweiter Termin bor der Strafkammer statt. Dieser wurde schließlich vertagt weil durch Bekundung des Försters noch festgestellt merber

sollte, ob das Reisig von einem im Walde aufgeschichteten Haufen entnommen, oder einzeln von der Erde aufgelesen sei. In dem jetzt stattgehabten dritten Termine bekundete der Zeuge, daß das Reisig aus einem aufgeschichteten Haufen ent-. wendet worden sei. Das Gericht verurteilte hierauf die An­geflagte zu einem Tag Gefängnis.

Der Landwirt.

rd Elektrizität in der Landwirtschaft. Die Niederschlesischen Elektrizitätswerke in Waldenburg dehnen ihre Leitungen im Landkreise Schweidnitz immer weiter aus. Neuerdings sind in einer ganzen Anzahl Dörfer in der Gegend von Königs­zelt Stromleitungen hergestellt worden, sodaß die Elektrizität in einer Reihe landwirtschaftlicher Betriebe sowohl zu Be­leuchtungs- als auch zu Betriebszwecken Verwendung findet. Mit mehreren größeren Grundbesitzern des Kreises schweben noch Verhandlungen wegen weiterer Ausdehnung der Strom­zuführung von Waldenburg.

Nab und Fern.

Ein preußisches Heilserumiustitut soll nach zuverlässi­gen Mitteilungen im Dorf Mardorf bei Marburg in Hessen errichtet werden. Dort besitzt der Geheime Medizinalrat Dr. v. Behring, der bekannte Erfinder des Tuberkulose­serums, ein größeres Terrain. Dieses soll vom Staat er­worben und auf ihm das Institut zur Herstellung von ver­schiedenen Heilserums für Menschen und Tiere errichtet werden. Die Oberaufsicht und Leitung soll Geheimrat Vehring erhalten. Wie erinnerlich, tauchten schon bei der letzten Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte in Kassel ähnliche Gerüchte auf, die mum ihrer Verwirklichung entgegensehen sollen.

Der Kaiser und der Segelsport. Wie aus London ge meldet wird, will der Kaiser wiederum einen Bokal und andere Preise für das Jacht- Rennen über die Strecke Dover­Helgoland stiften. Der Start findet voraussichtlich am 18. Juni 1904 statt.

A Massenvergiftung. In Chenmiz erkrankten nach dem Genuß von gewiegtem rohen Rindfleisch etwa 50 Per­sonen, teilweise ernstlich. Anscheinend war das Fleisch, wel­ches aus einem hiesigen größeren Geschäfte stammte, mit Arsenik vergiftet. Die behördliche Untersuchung iſt im Gange.

Ueber einen Diebstahl mit Hilfe des Hypnotismus wird aus Paris berichtet. Ein gut gekleideter, etwa fünfzig­jähriger Mann betrat den Laden eines Juweliers. und nach­dem ihm ein Kasten mit einer Anzahl Juwelen gezeigt wor­den war, fixierte er die Frau des Besitzers mit seinem Blick und pypnotisierte sie dadurch anscheinend völlig. Sie sah, wie er einen wertvollen Ring in den Handschuh seiner rechten Hand gleiten ließ; aber obgleich ihr Mann darauf den Laden betrat und mit dem Fremden sprach, der einen Kaus ab­schließen wollte, war sie nicht imstande, irgendwie von dem Diebstahl zu sprechen. Erst ungefähr zehn Minuten, nachdem der Dieb gegangen war, vermochte sie ihr seltsames Erleb­nis zu erzählen.

Brand auf einem dänischen Panzerschiffe. Auf einem der größten Panzer der dänischen Flotte, dem Iven Hiit­field," das zu Kopenhagen im Dock liegt, brach ein ver­heerender Brand aus. Trotz der eifrigsten Löscharbeiten ge­lang es erst des Jeuers Herr zu werden, nachdem das ganze Innere des Schiffes ausgebrannt war. Der Schaden iſt sehr groß.

Bnnte Chronik. Bei der Rückkehr von einer Hochzeits feier wurden der Landwirt Harms und dessen Frau un­weit der Station Freschluneberg von einem Eisenbahnzug überfahren und getötet.

Im Osttiroler Hochgebirge ereigneten sich große La­wirenstürze. Viele Seitentäler sind vom Verkehr abge= schnitten. Zahlreiche Unfälle sind vorgekommen.

In Crimmitschau brach im Saale des Deutschen Hauses, wo die inzwischen verbotenen Weihnachtsfeierlich­feiten stattfinden sollten, das für die Gaben aufgebaute Gerüst zusammen, wodurch die im Saale arbeite: den Per­sonen, zum Teil sehr schroer, verlegt wurden.

Nach einem soeben erschienenen Bericht hat der Bau der Sibirischen Bohn mehr als 2031 Millionen Mark gekostet.

Vermischtes.

[ Weihnachtsgeschenke für die frühere sächsische Kron­prinzessin, die jeßige Gräfin von Montignoso, haben Dres­dener Frauen und Mädchen abgesandt. Das Hauptstück bildet eine prächtige geschnitzte Truhe mit Ansichten aus Dresden, der sächsischen Schweiz und anderen Punkten, die die frühere Kronprinzessin gern besuchte. Auch die kleine Prinzessin wurde mit Spielzeug reich bedacht. Der Sen­dung war eine Adresse beigefügt. Es ist jetzt gerade ein Jahr seit jener heimlichen Flucht der Kronprinzessin aus Dresden verflossen.

Suche treu, so findest du. Das vielbesprochene Zitat rätselhaften Ursprungs, das der Reichskanzler in seiner ersten großen Rede gegen die Sozialdemokratie gebrauchte, hat nach vielem Suchen und Stöbern endlich seinen Büchmann" ge­funden, der es seinem Ursprung nach festgelegt hat. Ein Leser der Frankfurter 3tg." teilt folgende Strophe aus einem 48er Revolutionsliede mit, die die beiden vom Kanzler zitierten Verszeilen am Schluß enthält:

Laß stehn die Pflugschar auf dem Feld, Den schweren Hammer leg' getrost beijeite, Die Feder, die nur spärlich Geld

Dir schafft, wirf fort unb schwing des Schwertes Schneide: Stimm' mit mir ein, daß alle Welt Vernimmt der alten Knechtschaft Grabgeläute! Und willst Du nicht mein Bruder sein,

Paß auf! So schlag ich Dir den Schädel ein!

IDer französische Marineminister auf der Varietee­bühne. Der vielgeplagte Marineminister Pelleton war von Anfang seiner Berufung auf seinen Posten an stets ein Ziel des boshaften Pariser Wizes. Jett treibt man es aber ein wenig zu arg. Man greift ihn und seine junge Frau auf die pöbelhafteste Weise in unflätigen Gesängen an, die auf Varieteebühnen unter dem Gejohle der Zuhörerschaft vorge­tragen werden. Die Polizei mußte in einem Falle einschreiten und den Saal mit Gewalt räumen.

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Lokales.

Gießen, 21. Dezember 1903,

Das Weihnachtsgeschäft hat sich in den­vergangenen Woche in Gießen noch überaus günstig ent wickelt. Die Geschäfte aller Branchen hatten erfreulicher­weise ganz reelle Umfäße zu verzeichnen, sodaß deren In­haber recht vergnügte Gesichter machten. Der gestrige goldene Sonntag trug für den Handel mit Recht dieser Namen. Nicht auf den Straßen sondern auch in den Läden drängten sich die Käufer Kopf an Kopf und zwar außer in jenen Straßen, wo man überwiegend die Land. fundschaft anzutreffen pflegt, sondern auch in den Läden wo die bessere Stadtkundschaft für gewöhnlich einkauft. Ueberall gab es gewaltig zu tun. Das trockene Wetter städten der Provinz die Kundschaft zugeführt.

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*. Stadttheater Gießen. Nochmals sei auf das Weihnachtsabonnement des Stadttheaters hingewiesen, das darin besteht, daß ein halber Abonnementblots zum Preise von Mt. 22 für 10 Logen, 16 Mk. für 10 Sperrsize, 11 Mark für 10 I. Parquet und 8 Mt. für 10 II. Parquet aufgelegt werden. Da diese halben Abonnements in besonderem gefälligem Umschlag hergestellt wurden, so eignen sie sich auch als Weihnachtsgeschent.

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Die Christ bescheerung der Kinder der Klein. finder- Bewahranstalt, welche aestern Nachmittag von halb 4 Uhr ab in Gießen in der Johanneskirche feierlich durd Gottesdienst eingeleitet wurde und nachdem in dem Schul saal der Anstalt fortgesetzt wurde, zeigte in allen Teilen ihres Programms, daß die Vorstandsdamen, der Vorstand und die Anstaltsschwestern wirklich gute Bewahrer der Kleinen sind. Lachende Gesichter, ein fröhliches Erzählen der Kinder unter sich gab den Beweis, daß sie auch gern den Weg nach der Diezstraße nehmen. Der ganzen Anstalt ist ein rechtes Gedeihen stets zu wünschen.

** Die Ortsgruppe Gießen des bess. Fechtverein Waisenschuß wird in Lony's Bierkeller am 3. Weih nachtsfeiertaa ihre diesjährige Bescheerung veranstalten. Für 30 Halbweisen konnte der Vorstand diesesmal praktische und notwendige Geschenke beschaffen und man muß hervor heben, daß die Sympathie vieler Kreise diesem Vereins­wohltätigkeitsatte gegenüber öffentliche Anerkennung verdient.

Nach dem offiziellen Teile ist der Abend der Gemütlich­feit gewidmet, alle Freunde und Gönner, eingeführt durch Mitglieder, sind darum willkommen.

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Die Generalversammlung des Kreis­zuchtvereins Gießen für Vogelsberger Vieh fand gestern Nachmittag unter dem Vorsitz des Kreisamt­nanns Dr. Kranzbühler im Cafè Ebel statt und war von Züchterr aus den neun Ortsvereinen besucht. Nach Erledigung des Geschäfts und Rechenschaftsberichts pro 1902/03 sprach Dekonomierat Lethiger- Alsfeld sehr ein­ehend über die Zuchtziele sowie über die Mittel und Wege diese zu erreichen in Bezug auf das Vogelsberger Rind. Der Redner erörtete die Fehler, welche häufia noch von den Züchtern gemacht werden und welche die Schuld tragen, daß ungerechte Klagen gegen die Rentablität der Raffe laut werden. An den Vortrag knüpfte sich eine lebhafte Debatte, doch war man sich darüber allseitig einig, daß das Vogels­berger Rind und dessen Zucht für unsere heimische Broving das einzig richtige sei und daß zu wünschen sei, daß dessen Zuchtgebiet immer mehr sich ausbreiten möge.

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Aus einer kürzlich durch die Blätter gegangenen Notiz fonnte man den Eindruck gewinnen, als ob der Landtagsabgeordnete Otto Hirschel aus der deutschen Reformpartei ausgetreten sei. Das ist nicht der Fall, Hirschel hat lediglich wegen Arbeitsüberlastung( als Parlamentarier, Direktor der landwirtschaftlichen Haupt­genossenschaft für Oberhessen u. s. w.), den Vorsiz des Landesverbandes der deutschen Reformpartei für Südwest­deutschland niedergelegt.

Der Umbau des Bahnhofs Grünberg wird im Frühjahr 1904 begonnen werden; es find dazu zirka 4000 Mt. vorgesehen. Die Diensträume sind zu klein geworden und soll der jetzige Wartesaal 1. und 2. Klasse in einen Dienstraum umgewandelt werden, während auf der anderen Seite ein Anbau aufaeführt wird. Durch den jeßigen Dienstraum wird der Ausgang mit Billetkontrolle geschaffen, auch wird der Billetschalter dort eingerichtet werden. Ob die Bahnhofssperre noch vor dem Umbau ein­gerichtet wird ist noch nicht bestimmt, aber wahrscheinlich.

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* Eine bessere Beleuchtung soll der Bahnhof in Grünberg haben, eine Neuerung, deren Notwendigkeit unbestreitbar ist. Es werden insgesamt drei große Lampen an hohen Maften auf dem Bahnhof aufgestellt und zur Beleuchtung Kyros- Licht zur Verwendung kommen, welches sich neben großer Helligkeit durch außerordentliche Billigkeit auszeichnet, ein Pfund Petroleum in 10 Stunden. Ver­suche werden mit diesem Licht gegenwärtig auf den Bahn­höfen Burg- Niedergemünden und Mücke angeftellt. Die Lampen werden in Grünberg im Januar aufgestellt.

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H. K. Mit dem Schlusse dieses Jahres sind für den Handwerker eine Reihe von Verpflichtungen fällig, zu denen er baren Geldes dringend bedarf. Die Tatsache, daß der Handwerker oft über seine Verhältnisse und ungewöhnlich lang Kredit gewähren muß, bedeutet für ihn eine schwere Schädigung. Im Interesse des Handwerkerstandes kann deshalb nicht oft genug darauf hingewiesen werden, daß der Handwerker nur dann konkurrenzfähig und wirtschaftlich selbständig bleiben kann, wenn er Löhne und Einkäufe pünktlich zu bezahlen imstande ist; deshalb muß immer wieder daran erinnert werden: Bezahlt dem Hand­werfer die fälligen Rechnungen." Es darf hierbei aber nicht verfannt werden, daß auch von den Handwerkern selbst auf pünktlicheren Eingang ihrer Außen­stände dadurch hingewirft werden fann, daß sie die Buch­führung nicht als Nebensache ansehen und ihre Rechnungen nicht erst dann ausschreiben, wenn die Kasse leer ist oder

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