und von dort nach Gmunden zur silbernen Hochzeit des Herzogs von Cumberland weiter reisten. Der Abschied war sehr herzlich. Der Kaiser fuhr um 3 Uhr mit Sonderzug nach der Göhrde zu den Hofjagden ab, an denen er hente ( Freitag) persönlich teilnimmt. Der gestrige Jagdtag stand unter Leitung des Prinzen Heinrich von Preußen. Abends fand ein Diner im Jagdschlosse statt, bei dem der Kaiser zu
gegen war.
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Gelegentlich der silbernen Hochzeit des Cumber landschen Herzogspaares weilt heute( Freitag) die Hannoversche Landesdeputation unter der Führung des Frei herrn von Wangenheim in Gmunden, um das Hannoversche Landesgeschenk zu überbringen. Der Empfang der Stadt bertretung, sowie der Frauen und Mädchendeputation von Gmunden findet am 20. d. statt. Ein Empfang der Deputation des 42. Infanterie- Regiments, dessen Inhaber der Herzog ist, wird nicht stattfinden. Sicherem Vernehmen zufolge wird der Großherzog von Mecklenburg Ende der Woche mit seiner Mutter, Großherzogin Anastasia, in Gmunden eintreffen.
Aus den Parlamenten.
* Von den Konservativen ist im Reichstage fol gende Interpellation eingebracht worden:„ Warum ist die im Interesse der deutschen Landwirtschaft gebotene und von den verbündeten Regierungen wiederholt als dringlich anerkannte Kündigung der in den Jahren 1891 bis 1894 mit mehreren anderen Staaten abgeschlossenen Tarifver träge noch nicht erfolgt?"
* Ein Antrag Dr. Ablaß( fri. Vpt.) ersucht die Regierung, dem Reichtstag alsbald einen Gesetzentwurf betr. Neueinteilung der Reichstagswahlkreise unter Berücksichtigung der seit Gründung des Deutschen Reichs erfolgten Verschiebung der Bevölkerung vorzulegen.
Die Mode zu Weihnachten. Von unserer ständigen Korrespondentin.)
Die Schneiderinnen haben kurz vor Weihnachten nicht mehr viel zu tun. Die eleganten Damen haben ihre Anproben schon längst erledigt; sie sind in den letzten Wochen vor dem Feste viel zu lebhaft von den Vorbereitungen und Besorgungen in Anspruch genommen, um Stunden im Wartezimmer der Kleiderkünstlerin zu verbringen. Und die weniger bemittelten Frauen zichen es neuerdings zumeist vor, ihre Kleider farbig zu kaufen. Selbst die Dienstboten sind schon dahin gelangt, sich nicht mehr das übliche WeihnachtsHeid in Gestalt eines schwarzen oder blauen Stoffes unter den Christbaum legen zu lassen. Sie bitten um einen fertigen Rock und um eine Bluse, manche sehr fesche träumt wohl auch von einem Kostümrock mit passendem Jackett. Bringt der Weihnachtsmann dann noch eine Bluse, womöglich eine helle oder gar eine seidene dazu, dann ist das Glück groß. Allen einfacheren Frauen ist der immer mehr sich steigernde Preis für die Anfertigung eines Kleides zu hoch. Sie greifen daher mit Entzücken zu Rock und Bluse, zumal dem modernen Schönheitsideal gemäß die Formen sich im Kleide nicht mar fieren dürfen. Trotzdem sei hier aber betont, daß eine für die Figur eigens angefertigte Toilette doch ihres Reizes nicht entbehrt.
Schon hundertmal ist versucht worden, der Bluse den Garaus zu machen. Sie will aber nicht weichen, und wir sollten uns recht darüber freuen, wenn es auch gar nicht so leicht ist, sich damit geschmackvoll zu kleiden. Gerade sie verlangt feine Toilettenfünste. Die Oberhemdbluse hat nur noch in Flanell oder in gestreifter weicher Seide Geltung. Im allgemeinen werden die Blusen reich garniert mit Spitzen, die beflittert werden, mit Borden, die namentlich für Sammetblusen in Anwendung gelangen, mit furzem Sattel aus Entre- deur, an dem dann eine durchweg gebrannte Crepe de Chine- oder Crepe chiffon- Bluse hängt, mit weiten Aermeln, deren Spizen am Handgelenk weit über die Hand der Trägerin fallen. Man trägt viel grüne Sammetblusen, resedafarben, deren Ton ein Stich ins Gelbe hat, solche aus grauem Sammet, viel hellblaue Theaterblusen aus Gazestoffen, die mit orangefarbenem Bandarrangement versehen werden, Blusen aus farbigen Kunstspitzen auf passendem Untergrund. Die weiße Taffet-, mehr aber noch die weiße Bluse aus schwerem Atlas oder Duchesse- Seide werden immer noch viel gesehen; daneben weiße Blusen aus Krepp, aus Tuch und aus einem weichen Wollstoff, der Satin heißt. Diese verziert man mit Streifen schwedischer, bulgarischer oder japanischer Stickereien, mit Silberstickereien oder mit beurre oder champagnerfarbenen Spizen.
Zumeist wird zu den Blusen ein schwarzer Rock angelegt. Man wählt ihn aus Tuch, aus Sammet, aus Gazestoffen, aus Popelin, sehr häufig aus Cheviot, der wieder in Aufnahme ist. Neuerdings neigt man auch wieder sehr dem grauen Rock zu, natürlich da, wo er mit der Bluse in der Farbe übereinstimmt. Zu einem grauen Rock kann man sehr gut eine weiße oder eine hellblaue Bluse tragen. Der dunkelblaue Rock und die grüne Bluse sind noch immer modern, wie blau und grün in ihrer Vereinigung ja überhaupt viel Anhängerinnen findet. Für die Straße zieht man schwere Stoffe den oben genannten vor. Die weichen farierten Gewebe, die es in allen Farben jetzt gibt, kommen dabei in Betracht. Wohl aber auch die Sammete, und zwar der Velvet, der Schnee und Regen verträgt.
Röcke aus schweren, dicen Gespinsten sperden neun- oder elfteilig geschnitten. Die Röcke für den Salon zeigen ganz neue Formen. Sie haben von den Knieen an zmeist zwei Bolants, die mit Köpfchen angefraust sind. Zwischen den beiden Volants zieht sich ringsherum eine Sammetblende entlang. Eine solche grenzt auch den Rock unten ab. Da man der Frau wieder einen größeren Umfang gönnt, traust man den Rock fünf- bis sechsmal über den Hüften. Wichtig ist es zu wissen, daß aber nur die Besuchskleider eine Schleppe haben dürfen. Die Frau, die sie auf der Straße beibehält, ist sehr rückständig. Selbst auf Spaziergängen erscheint man im fußfreien Rock.
Rock und Bluse haben wir beschrieben und damit eigentlich ein fertiges Kleid. Aber was fehlt daran noch alles! Erst der Zierrat, den man dazu anlegt und umhängt, vollendet den Anzug. Da ist zuerst der Gürtel. Er ist entweder aus Leder, aus weichem sämichen Leder, vorn von einer Schnalle aus Metall in moderner Zeichnung gehalten, oder aus glänzendem schwarzen Leder, der nur durch eine ganz einfache Schnalle befestigt wird, im Rücken aber Mediciformen hat. Der Gürtel aus Seide wird um die Taille in Falten gelegt, schließt rückwärts mit einer ziemlich großen, hochstehenden Schleife, an der mehrfach gefnotete Enden herabhängen. Ein schöner großer Spigenfragen ist heute faft unerläßlich.
Hat er Stolaenden, ist er noch mehr in Gunst. Er wird aber so umgelegt, daß er vorn offen ist, so daß eine Kravatte dazwischen sichtbar wird. Diese ist mehrfach um den Hals gewunden oder an einem hohen Stehkragen befestigt. Die Kravatten lassen ouch die Neigungen der modernen Frau für den Knoten erkennen. Die Arten der Kragen und Kravatten sind Legion. Ihnen widmen wir demnächst ein ganzes Kapitel. Wer sehr chic sein will, legt einen Gürtel aus goldenem, mehr bronzefarbenem Bande um, windet ein solches auch um den Hals und läßt vorn einige goldene Schnüre herabhängen und besetzt die Manschetten an den Aermeln der Bluse gleichfalls mit diesem Goldband. Daß die Belzkravatte höchste Neuheit ist, wissen meine Leserinnen sicherlich schon. Ich meine die kleine Kravatte, die als Schmuck der Bluse im Zimmer getragen wird und einem Fischerknoten gleicht. Zumeist ist sie aus Hermelin. Hier sei erwähnt, daß der Maulwurfs- Pelz nicht mehr die erste Rolle spielt. Der Hermelin hat ihm diesen Platz streitig gemacht, der eine famose Imitation in dem Miniver findet, einem französischen Kaninchenfell, das sehr billig ist.
Von allen den vielen Kleinigkeiten, welche der moderne Frauenanzug fordert, seien noch die langen Ketten aus Stahl mit Perlen, oder aus venezianischen Perlen, erwähnt, und die fleinen Perlennadeln, die unbedingt vonnöten sind, um das Viele, das man sich um- und anhängt, festzuhalten. Emma Neichen.
Aus dem Gerichtssaal.
§ Der gegen die Mitschuldigen des Lentuants Schilling von Wieger Infanterieregiment Nr. 98, der wegen Soldatenmißkandlungen zu schwerer Gefängnisstrafe verurteilt wurde, führte zur Bestrafung von Schillings Hauptmann Paschte zu 5 Tagen Stubenarrest. Der Hauptmann vurde als überführt angesehen, eine dienstliche Beschwerde, die allerdings in legten Augenblick zurüfgezogen worden war, nicht instanzenmäßig weitergegeben haben. Der nitgeklagte Feldwebel Kaffarneck, cit zwei Tagen
iesen Posten versieht, wurde freigejo, da die Hauptauld seinem Vorgänger treffe.
§ Der württembergische Kneisel zum Tode verurteilt. Das Ellwanger Schwurgericht verurteilte den Glaser Fink aus Pforzheim wegen eines an einem Gendarmen verübten Mores und einer Reihe anderer schweren Verbrechen zum Tode. Fink hatte sich in der von ihm heimgesuchten Gegend den Beinamen des württembergischen Kneisei erworben, in Erinnerung an die Untaten seines berüchtigten bayerische: Räubergenossen.
§ Der rachsüchtige Opernsänger. Vom Bezirksgericht zu Bilsen wurde der Opernsänger Hummel zu einer Geldstrafe Don 20 Kronen verurteilt, weil er den Herausgeber des dortigen czechischen Lokalblattes wegen einer abfälligen Rezension auf dem Marktplage mit einer Hundspeitsche geprügelt hatte.
§ Auch ein Grund zur Brandstiftung. Von der Ulmer Straffammer wurde der dreizehnjährige Volksschüler Grau vegen Brandstiftung zu 1½ Jahr Gefängnis verurteilt. Er zündete in seinem Heimatdorfe bei Ulm das Rathaus, bas zugleich Schulhaus ist, an, damit ein neues gebaut perde. Der Schaden beläuft sich auf 9000 Mark.
Nab und fern.
+ Das Gerücht von der Wiederverheiratung der Königin Witwe Margherita von Italien hat, wie wir vorausgesezt hatten, sofort ein energisches Dementi von offizieller Seite gefunden. Die Entrüstung in den loyal gesinnten Kreisen ist um so größer, als der Resto del Carlino" stets als ein königstreues Blatt galt.
Schwerer Baunnfall. Wie aus Altena( Westfalen) berichtet wird, stürzte dort die Giebelwand eines Neubaues einer Fabik ein und verschüttete fünf Arbeiter, von denen zwei getötet, einer schwer und einer leicht verletzt wurden.
Aus Spielerei erschossen hat sich der 19jährige Dachdeckergeselle Keese in Hannover. Er zeigte einigen anderen jungen Leuten in der elterlichen Wohnung eine geladene Taschenpistole und setzte ihre Mündung an seine Schläfe mit den scherzhaften Worten:„ So wird's gemacht, wenn man sich totschießt!" In demselben Augenblick krachte der Schuß, da der Sprecher versehentlich an den Abzug gkommen war, die Kugel drang dem jungen Manne in die Schläfe und nach 10 Minuten war er eine Leiche.
Der Brand des italienischen Schiffes„ San Leonardo" im Hafen von Marseille ist nach großen Anstrengungen gelöscht worden. Der gleichfalls in Brand geratene Schooner mit der Calciumkarbidladung sank, ohne zu explodieren. Wie nunmehr festgestellt ist, sind durch die Explosion an Bord des San Leonardo" der Kommandant, der zweite Offizier, sieben Matrosen und ein Angestellter der Handelskammer, ums Leben gekommen. Der zuletzt Genannte hatte sich entsprechend den polizeilichen Vorschriften an Bord des Schiffes begeben. Weder die Ladung noch das Schiff waren versichert. Es heißt, daß die Lading nicht, wie der Kapitän erklärt habe, aus Rohpetroleum, sondern aus Benzin bestanden habe.
Bunte Chronik. In Straßburger Blättern wird nach an geblich zuverlässiger Quelle behauptet, daß die Begnadigung des Leutnants Bilse in allernächster Zeit bevorsteht.
- Die deutsche Kolonie zu Malaga hielt eine Gedächtnisfeier zu Ehren der Seeleute ab, die bei dem Untergang der Gneisenau ums Leben gekommen sind.
Auf dem Holzmindener Bahnhof wurde der Wagenmeister Blötz durch einen Rangierzug überfahren und getötet.
Vermischtes.
† 1 Das schöne Fräulein. Dem alten Kriegsveteranen Bater aus Halle, der mit künstlichen Blumen und Lampenchirmen von Ort zu Ort hausiert und damit färglich sein Reben fristet, ist kürzlich in Dessau eine große Ueberraschung viderfahren. Er hatte, beim Mittelstand und in den Armenvierteln Trepp auf Trepp ab wandernd, so gut wie nichts eingenommen und beschloß nun, die geringe Ware auch einmal in den„ reichen Säufern" anzubieten. Dabei verlief er sich gleich beim ersten Gange in das herzogliche Schloß, das er nicht kannte. Im Treppenhause begegnete er, wie er erzählte, einem schönen, feinen Fräulein", dem er seine Ware anpries, und dem er auch verriet, daß er die seine Brust schmückenden Ehrenzeichen unter dem regierenden Herzog von Anhalt sich erkämpft habe. Sofort war er seinen ganzen Korb los und ehe er sichs recht versah, hatte er ihn bereits mit Epware und Wein gefüllt wieder zurück und einen Hundertmarkschein in der Hand. Zwei Soldaten geleiteten ihr nach dem Bahnhof und brachten ihn in der zweiten derafie
unter. Einige Tage später erhielt Vater noch 50 Wit. die Poſt als Bezahlung für die Waren, woraus er ersah, daß er sich in das Palais des Herzogs von Anha laufen hatte, und daß Prinzessin Elise die freigebige ferin gemofon war.
Als Quelle des Bülowschen Zitate in seiner e großen Re hstagsrede gegen die Sozialdemokraten: Willst du nicht mein Bruder sein, So schlag ich dir den Schädel ein
wird jetzt eine Stelle ir den Schriften des Franzoser Nicol Chamfort angegeben, der 1794 dur Selbstmord en Er schreibt anläßlich des Stichworts der Jakobiner: Brid lichkeit oder Tod:" Sei mein Bruder oder ich töte did). Brüderlichkeit dieser Leute ist die zwischen Kain und herrschende." Wer diesem Gedanken die vom Grafen Büle zitierte Reimfassung gegeben hat, ist allerdings immer nicht bekannt.
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*[ Ein gefährlicher Baum.] Ein französisches Blatt richtet von einer eigenartigen Epidemie während des große Wirbelsturms auf der schwer heimgesuchten Insel Martiniqu
Te nach dem Unwetter erhielt der Gouverneur& Rattaht, daß jest sämtliche Einwohner einiger Inseln der Ostseite von Wiartinique erblindet seien. Ein Arzt& Rolonialtruppen begab sich sofort zu den Kranken; er b fürzlich der Société de Biologie einen interessanten Beri cingesandt. Die Augen der Kranken waren tatsächlich dur die geschwollenen Lider ganz geschlossen und start entzünde mich an anderen Körperstellen stellte der Arzt heftige G zündungen der Haut fest. Bald klärte sich das Rätsel Als der Sturm die Wohnungen der Eingeborenen weggeblain hatte, flüchteten sie sich unter Bäume, unglücklicherweise unte Manzanillabäume. Der Sturm brach an diesen Aeste un Zweige ab, der gifte Saft der Bäume vermischte sich mi dem Regen und spuste auf die Schußsuchenden herunter die so in peinlichste: Weise aus dem Regen in die Trau gekommen. Der Wanzanillabaum, dem auch Suderman im Johannisfeuer eine symbolische Abschweifung widme atmet feineswegs, teie man früher glaubte, giftige Dün aus; so hat ein mutiger Entdeckungsreisender mehrere Tag und Nächte unter ihm zugebracht, ohne einen üble Einfluß zu bemerkt. Gefährlich wird der Baum B für den, der sich an ihm vergreift und mit dem stark ärende Milchsaft in Ler hrung kommt. Dies erfuhr z. B. auch de Besaßung der frafischen Fregatte Kleopatra, die in to pischen Gewässern in Bad nahm und ihre Hemden a Manzanillabäumen aufhängte, wobei einige fleine Zweige gefickt wurden sie wurde bald darauf von einem higigen grälenden Ausschlage befallen.
Wieder ergriffen. Ueber die Flucht eines zum Lode Verurteilten aus dem Kreisgerichtsgefängnis in Bilfer wurde kürzlich berichtet; es handelte sich um den Besizers John Wenzel Matas, der in der Nacht vom 19. zum 20. Augu d. Is. seine Geliebte ermordet hatte. Nunmehr ist es ge lungen, des Flüchtigen wieder habhaft zu werden. Der Mrder hatte sich nach Dolan, seinem Heimatsorte, gewandt und sich dort auf dem Heuboden eines Hauses versteckt. Als nun der Besitzer des Hauses Heu vom Boden holen wollte, entdedte er den Flüchtigen und übergab ihn einem Gendarmen.
Selbstmörderinnen in einer Zwangserziehungsaustalt. In Boppard fand die Oberin der Zwangserziehungsanstalt St. Martin in einem Raume zwei Mädchen erhängt vor; eines war bereits tot, während das andere noch Lebens zeichen von sich gab und nach den angestellten Wiederbe lebungsversuchen bald wieder zu sich kam. Die Lebens müden waren einige Tage vorher aus der Anstalt entviden jedoch bald wieder festgenommen und zurückgebracht borden Ob die in solchen Fällen verhängte strenge Bestrafung d beiden Zöglinge zu dem unglückseligen Schritte geführt h oder welche sonstigen Beweggründe sie dazu veranlaßten wird die nähere Untersuchung ergeben.
Eine unterhöhlte Stadt. Ein merkwürdiger Unfall sich in der englischen Stadt Hanley ereignet. Ein Arbeit der einen Korb frug, ging über die Straße, um sich zu fe Fabrik zu begeben. Plötzlich schleuderte er den Korb von sich und verschwand zum Entseßen der übrigen Passanten mit einen lauten Aufschrei in der Erde. Es stellte sich heraus daß mitten in der Straße der Straßendamm, der über einen alten Schacht hinwegführte, plötzlich eingestürzt war. S wurde festgestellt, daß der Arbeiter etwa 200 uß gefalen sei. Die giftigen Miasmen, die aus dem Schacht aufstieg, verhinderten alle Rettungsarbeiten. Der Schacht wurde gefüllt und ein feierlicher Beerdigungsdienst auf offer Straße abgehalten. Hanley ist der Mittelpunkt eines Minen distriktes und in den sechziger Jahren, als der Ort sich ftarl ausdehnte, überbrückte man eine Anzahl von früherer Schächten. Damit scheint man es sehr leicht genommen a haben. Manche der Schachtmündungen wurden zwar über mauert, andere aber lediglich mit Brettern überdeckt und d die Straße darüber hinweggeführt. Die Bevölkerung b findet sich infolge dieses Korkommnisses in großer Qu reging.
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[ Kein Büchmann.] Als neulich der Reichskanzler in seiner Antwort auf die Etatsrede Bebels das charakteristi Zitat gebrauchte:
„ und willst du nicht mein Bruder sein, So schlag' ich dir den Schädel ein", freuten sich auf der Journalistentribüne, wie man erfä die Berichterstatter einzelner linksstehender Blätter, wiede einmal den alten Witz vom Büchmann vorzureiten, aus dessen „ Geflügelten Worten" der Kanzler. seine Weisheit schöpfe Wie enttäuscht werden die Herren gewesen sein, als sie inad her auf der Redaktionsbibliothek den Büchmann nachwälzten aber nicht den erhofften Vers fanden. Nun waren sie mit ihrer eigenen Weisheit zu Ende. Sie können sich aber damit trösten, daß bisher niemand weiß, woher der Ver stammt, nicht einmal der Reichskanzler selbst. Wie dieser selbst geäußert hat, ist ihm das Zitat aus seiner Frankfurter Gymnasiastenzeit in Erinnerung. Es wird vermutet, daß aus der politischen Kampflyrik der vierziger Jahre stammt
Die Entdeckung eines Höhlenbewohners] in den ba fischen Provinzen bei Fuenterrabbia an der spanisch- französi schen Grenze erregt in ganz Spanien Aufsehen. Als ein soll wächter vor einigen Tagen mit seinem Hunde in einem Walde Nachforschungen anstellte, sah er ein ungewöhnliches Wesen in Gestalt eines Mannes, der vor ihm mit erstaunlicher Schne ligkeit floh und im Loch eines Berges verschwand. Der Wäch ter folgte nach und fand, daß der wilde Mann den Eingang seiner Höhle mit Holzstücken und Steinen verbarrikadien hatte, die jedoch leicht entfernt werden konnten. Das Aus sehen des Höhlenbewohners war vollständig„ prähistorisch" Seine einzige Kleidung war ein Fell, das um die Hüften schürzt war. Sein langer wirrer Vart fiel wie ein Mante
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