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uf seine Brust, während sein Haar in dichten Wassen aus finem Rüden lag. In der Höhle fand man viele Knochen bon Schafen, Wild und anderen Tieren, die er verzehrt hatte dinen Strid, eine Keule und eine Steinart. Ein Mooslagei war die einzige Ausstattung. Der Wächter brachte den höhlenbewohner nach Fuenterrabbia, wo seine Erscheinung das größte Aufsehen hervorrief. Vor dem Magistrat erklärt ar, idaß er Prudencio heiße, 28 Jahre alt wäre und als Kin in einem Findelhause in San Sebastian gelebt hätte. Ei battle früher als Gehilfe im Ackerbau gearbeitet, aber vor zwe Jahren ging er in den Wald, da er feine Arbeit finden konnt und in großer Not war. Dort lebte er von Eicheln, Hasel nüfen und Vogeleiern. Allmählich lernte er mit der Schlinge und der Art umgehen und konnte Wild und Schafe erlegen die er aufspürte. Da er kein Feuer hatte, er das Fleisch diefer Tiere rob.

Die Kommerzienrats- Tochter. Dein Bräu­- ,, Nein, ligam hat also feine Schulden, liebe Rusine?" Better aber ich bitte dich um Diskretion.,.!"

Vom Kasernenhof.. Unteroffizier: Einjähriger Molmeyer! In Ihrem Zivilverhältnis können Sie meinet­veggen der neuesien Richtung angehören! Hier bleibt die Richtung aber die alte!" ( Lach). Jahrh.)

Kunft und Wissenschaft.

RD Phönikischer Altertumsfund in Sachsen. Der könig­lich sächsische Altertumsverein zu Dresden beschäftigte sich in seiner Dezembersizung u. a. mit einem jüngst in der Dresdener Vorstadt Cotta ans Licht gebrachten seltsamen Fundstück, das nicht nur das älteste auf Sachsens Boden überhaupt gehobene sein dürfte, sondern auch viel weiter hines noch von größtem Interesse und allgemeinerer Ve­deutung. Geh. Hofrat Gurlitt legte eine kleine weibliche Figur aus gebranntem Ton vor, die mit beiden Händen eine Frucht hält. Ihre Formen sind unstreitig nicht mittelalter­lich überhaupt nicht germanischen, aber auch nicht slavischen Ursprungs. Vergleichungen, die der genannte Gelehrte ins­besondere mit den von Cesnola in seinem Werke über phö­nit sche Funde auf Cypern gebotenen Abbildungen anstellte, führten ihn zu der Annahme, daß wohl ein Erzeugnis vho nitischer Kunst aus dem sechsten bis vierten vorchristlichen Jahrhundert vorliegt. Die Möglichkeit, daß es sich in der Tat um ein derartig rares Stück handelt, wird nach dem Urteil des Direktors des Dresdener königlichen Grünen Ge­wölbes, Geh. Hofrat Dr. Erbstein, noch dadurch bekräftigt, daf; die Figur drei Meter tief unter der Erdkruste unter einer Lehmschicht heraufgeholt wurde.

Sigung der Stadtverordneten.

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P. Gießen, 17. Dezember 1903. Oberbürgerm ister Micum eröffnete gestern um 4 Uhr Nehmttags die Versammlung indem er derselben Kenntnis giebt, von einem an sie eingegangenen Dankschreiben des Bautechnikers Altvater vom städt. Hochbauamt für die dem selben bewilligte anderweite Gehaltsregelung. Ferner wirb zur Kenntnis gebracht, eine Einladung der freiwilligen städt. Feuerwehr zur Teilnahme der Feuerlösch Komm ssion an der Weihnachtsfeier bei der die Diplome für 15 jährige trete Dienste zur Verteilung gelangen. Die Rechnung über Einnahme und Ausgabe des Realgymnasiums und der Realschule findet durch Genehmigung ihre Erledigung. Die Beschaffung von Gummiringen unter die Räder der Lenchenwagen auf den Friedhöfen wird wegen der hohen Kosten die dadurch entstehen, abgelehnt. Stadtv. Schmall hält es für nötig, die Kapelle auf dem Friedhof am Rodt­berg während der talten Jahreszeit zu erwärmen und be gründet die Notwendigkeit. Die Errichtung eines Pegels an der Lahn, oberhalb des Obermühlwehres( an der Wiesef­mindung befindet sich schon diese Einrichtung) ist von der Kulturinspektion angeregt worden. Die hierzu erforderlichen Roften, 40-45 Mt., werden bewilligt. Die günstige Entwickelung unseres städtischen Elektrizitätswertes hat be­dingt, daß die verfügbaren Mittel für Hausanschlüsse und Bähler beinahe aufgebraucht sind. Die Mehrabgabe an Strom im abgelaufenen Sommer hat gegen das Vorjahr nur allein an Private um 60 Prozent für Licht und 166 Broz. für Kraft zugenommen. Die Versammlung bewilligte 2500 Mark für Hausanschlüsse und 1700 Mt. für die Beschaffung Zur Verbesserung der Beleuchtung bor Elektrizitätszähler.

in der Turnhalle des Realgymnasiums werden 56 Mf. be­villigt. Der Wasserpreis für das evangelische und für das katholische Schwesternhaus wird in der Weise ermäßigt, als das Kubikmeter mit 10 Pfg. und auch nur der wirf­liche Verbrauch der Anstalt in Rechnung gestellt werden fo. Der Gaspreis für das Panorama von Closmann wird, da es sich um eine Veranstaltung handelt, welche für Schüler und Schülerinnen sehr belehrend ist und diese dort outh Preisermäßigung beim Besuch erhalten, auf 15 Bfg. herab­gefeßt. Betreffs der Diplome für die freiwillige Feuerwehr wird die bisher für deren Verleihung bestehende Bestimmung drthin präzisiert, daß Feuerwehrleute, welche 15 Jahre in Gießen attiv gedient haben nur die Auszeichnung erhalten fömnen. Als Ausnahmetage für den Detailhandel waren bisher bestimmt 6 Tage vor Ostern, 1 Tag vor Himmel­unid 1 Tag vor Neujahr, im ganzen also 26 Tage im Jahre, an dem das Offenhalten der Läden in der Stadt bis 10 Uhr abends freigegeben war. Das Ministerium wünscht, daß die Zahl dieser Tage um 2 verringert wird. Das Polizeiamt schlägt vor, statt 14 nur 12 Tage vor Weihnachten die verlängerte Verkaufszeit zuzulassen. Auf Veranlassung des Detaillisten- Vereins hat sich die Handelskammer dahin aus­gesprochen es bei der bisherigen Gepflogenheit zu belassen eventuell aber lieber statt vor Weihnachten zu Ostern und

zu Pfingsten einen Tag weniger als Ausnahmstage wegen der Verkaufszeit zu bestimmen. Dieser Meinung schließt sich die Versammlung an. Der Fluchtlinienplan für die Wegsteingasse hat eine unwesentliche Veränderung erfahren womit die Versammlung sich einverstanden erklärte. Stadtver. Krumm wünscht, daß endlich wegen der Abwässer­ableitung des Siechenhauses Wandel geschaffen wird. Der Oberbürgermeister bemerkt, daß an diesen Arbeiten noch vor Weihnachten angefangen wird. Es habe nur an passenden Rohren gemangelt, sonst wäre der Uebelstand schon längst beseitigt worden. Damit ist der öffentliche Teil der Sigung beendet.

Lokales.

Gießen, 18. Dezember 1903. Der Zweiten Kammer ging eine Regierungs­borlage betr. Entwurf eines Gefeßes zur Abänderung des Artikels 227 Absatz 1 des Polizeiſtrafgesetzes( Störung der Sonntagsfeier und des Gottesdienstes).

Der 8 weiten Kammer der Stände sind neuer­dings mehrere Anträge zugegangen. Ein Antrag der Abgg. Korell und Brauer, betr. Diäten und Gebühren der Staats­beamt n. Abg. Stöpler beantragt: den der Molkereischule zu Lauterbach bisher gewährten Staatszuschuß im Staats­voranschlag für 1904 nachträglich auf 8000 Mt zu erhöhen. Ein Antrag der Abga. Brauer u. Genoff. geht dahin, die Bw ite Kammer wolle Großh. Regierung ersuchen, von 1904 ab ein Sprunggeld von 5 Mt. für die Stuten Hessischer Besizer und ein Fohlengeld von 10 Mt. zu erheben. Weiter gelangte an die Kammer die Antwort der Regierung auf die Anfrage der Regierung der Abgg. Hauck u. Gen. betr. die Hütekinder im Vogelsberg. Auf diese Antwort fommen wir in nächster Nummer zurück.

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** Durch den Aufruf An alle Hessen ist bereits bekannt geworden, daß Seiner Königlichen Hoheit dem Groß­herzog die herzliche Teilnahme und das Mitgefühl der ganzen Bevölkerung anfäßlich des Ablebens Ihrer Groß­herzoglichen Hoheit der Prinzessin Elisabeth durch Sammlung von Unterschriften zum Ausdruck gebracht werden soll, daß auch weiter beabsichtigt ist, dem Großherzog zu Seiner am 1. Januar 1904 stattfindenden Geburtstagsfeier eine Freude dadurch zu bereiten, daß durch freiwillige Gaben aus allen Berufskreisen ein Fonds geschaffen und dem Großherzog für die Förderung der Kunstpflege zur Verfügung gestellt wird. Auch die kleinste Gabe ist willkommen. Mit der Sammlung von Unterschriften und Erhebung freiwilliger Gaben wird nunmehr begonnen. So werden zu dies m Zweck Listen und Sammelbüchsen in Umlauf gesezt. Die Bürgerschaft wird ersucht, ihre Namen, auch diejenigen erwachsener Familienangehörigen, in die Lifte einzuschreiben, freiwillige Gaben aber in die verschlossene Büchse des Sammlers direkt einwerfen zu wollen, ohne diesen Betrag in die Liste einzutragen.

** Stadttheater Gießen. Morgen Samstag Nachmittag 3.30 Uhr Kindervorstellung, Hänsel und Gretel." Am Mittwoch, den 23. Dezember muß das seiner Zeit ver­schobene Nacht asyl Gastspiel stattfinden, da eine andere Zeit nicht mehr zu vereinbaren war. Schon heute sei auf diese überaus interessante Vorstellung hingewiesen.

Jubiläum. 25 Jahre war am Mittwoch der Packmeister Georg Herzberger aus Harbach in der Werkzeug­maschienenfabrit von Heyligenstädt& Comp. tätig. Firma Beamte und Arbeiter der Firma haben diesen Tag nicht vorübergehen lassen, ohne des Jubilars in entsprechender Weise zu gedenken.

** Der Abschlag der Fleischpreise in Frank­furt a. M. hat einen Rückgang der Preise für fette Schweine in Gefolge gehabt. Der seitherige Preis betrug 38 bis 39 Pf. für das Pfund Lebendgewicht, jetzt ist dieser Preis auf 36 Pf. herabgegangen. Von einem entsprechenden Ab­schlag der Wurst- und Fleischpreise hört man bei uns nichts.

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versichert wird, ein staatliches Institut für Serumbereitung in großem Maßstabe errichtet werden, zu welchem Zweck seit langem schon Unterhandlungen zwischen Geh. Rat Bebring und der Staatsregierung wegen Uebernahme der Behring'schen Besitzungen und seines jezigen Instituts durch den Staat schwebten. Und zwar würde Behring die Leitung dieses Instituts übertragen werden. Ministerialrat Althof aus dem Kultusministerium war vor furzem hier, um das vom Staat zu übernehmende Terrain zu besichtigen.

+ Hersfeld, 17. Dez. In dem benachbarten Kathus fiel das 8jährige Töchterchen des Bürgermeisters Bauer, als es mit aufs Feld gefahren war, vom Wagen und brach das Genick.

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Offenbach a. M., 17. Dez. Durch Ausströmen von Gas erstickte in einem Hause der Frankfurter Straße ein Kutscher.

Briefkasten.

B. F. in Lüzellinden. Der deutsche Kaiser ist General­Gruß. Feldmarschall.

Wetterbericht.

( Wetterdienst zu Gießen: Peppler.)

Freitag und Samstag:

trüb, Temperatur wenig verändert, schwachwindig, ganz ge­ringe Niederschläge.

Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde.

In der Stadtkirche.

Am 4. Advent, den 20. Dezember, Gottesdienst.

Vormittags 9 30 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für Matthäus- und Markusgemeinde. Pfarrer D. Schlosser und Pfarrer Schwabe.

Donnerstag, den 24. Dez., nachm. 3 Uhr: Weih­nachtsfeier für die Kinderkirche der Matthäus- und Markus­gemeinde. Pfarrer D. Schlosser und Pfarrer Schwabe. Abends 5 Uhr: Weihnachtsvesper für die Militär­gemeinde. Pfr. Euler.

Am 1. Weihnachtsfeiertag wird im Hauptgottesdienst Beichte und heil. Abendmahl für die Matthäus- und Markus­gemeinde gemeinsam gehalten werden. Anmeldungen dazu werden vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. In der Johanneskirche.

Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Euler. Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannes­gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann.

Nachm. 3,30 Uhr: Pfr. Dr. Naumann. Gottes­dienst und Chriſtbescherungsfeier der Kleinkinde- Be­wahranstalt.

Mittwoch, den 23. Dez., Nachmittags 3,30 Uhr: Weihnachtsfeier für die Kinder aus dem Kindergottesdienst der Johannesgemeinde. Pfarrer Dr. Naumann.

Donnerstag, den 24. Dez., nachm. 3 Uhr: Weihnachts­feier für die Kinder aus dem Kindergottesdienst der Lukas­gemeinde. Pfarrer Euler.

Am 1. Weihnachtsfeiertag nach allen Gottesdiensten Sammlung für die Kleinkinder- Bewahranstalt.

Am 2. Weihnachtsfeiertag Beichte und heil. Abendmahl für die Lukus- und die Johannesgemeinde im Vormittags­gottesdienst. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. An diesem Tage besondere Sammlung für die Armen.

Katholische Gemeinde.

Samstag, den 19. Dezember. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen­heit zur heil. Beichte.

Bedarf an Schiffsjungen. Nach einer Mitteilung des Kommandos der Schiffsjungendivision hat dieselbe einen größeren Bedarf von jungen Leuten zwischen 15 und 18 Jahren, die als Freiwillige eintreten wollen. Etwaige Meldungen sind bei dem Großh. Bezirks- Kommando I| Vormittags um 8 Uhr: Die zweite hl. Messe. anzubringen.

Sonntag, den 20. Dezember. 4. Adventsonntag. Borinittags von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion.

Ulrichstein, 17. Dez. Ein Bürger aus einem Nachbarorte hatte eine offene Postkarte ohne Unterschrift mit der Adresse: An den Sozialdemokraten N. N. und voll des gröbsten Inhaltes empfangen. Der Empfänger hatte ob der Schrift eine gewisse Person in Verdacht. Ein Schriftexperter aus Frankfurt bestätigte diesen Verdacht durch Schriftvergleichung. Der Angeklagte wurde vom durch Schriftvergleichung. hiesigen Schöffengericht daraufhin zu 40 Mark Geldstrafe verurteilt. Derselbe hat Berufung eingelegt.

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+ Ettingshausen, 15. Dez. In der vergangenen Nacht ereignete sich im Walde von hier nach Reiskirchen ein bedauerlicher Unglücksfall. Der Handelsmann Selig­mann Löwenberg von hier wollte eine Ruh nach Reiskirchen schleuderte den Mann auf einen Stein, sodaß er das Schulterbein brach. In Reiskirchen, wohin er sich noch schleppte, mußte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

+ Marburg, 17. Dez. In einer im Nordwesten zwar nahe an die Stadt grenzenden, aber doch abgelegenen, von Höhen und Waldungen eingeschlossenen Gegend hat sich seit Jahren Geh. Rat Professor von Behring umfangreiche Grundstücks anfäufe vorgenommen. Es soll dort nun, wie bestimmt

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um 9% Úhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags 5/2 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht.

Methodistengemeinde, Asterweg 16. Sonntag, 20 Dezember, abends 8 Uhr: Predigt. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft. In der Synagoge, Südanlage. Sabathfeier am 19. Dezember 1903. Vorabend 4.00 Uhr. Samstag vorm. 8.30 Uhr. Nachmittage 3.30 Uhr.

Sabathausgang 5.15 Uhr.

Wochengottesdienst: Morg. 7.10 Uhr, Ab. 4.00 Uhr.

Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Alein; für das Lotale, ben Gerichts." und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann

,, Was fehlt mir eigentlich?" ist der Titel einer sehr interessanten Ertrabeilage, welche der heutigen Gesamtauflage beigefügt ist und auf die wir unsere verehrl. Leser besonders aufmerk­sam machen.

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