Ausgabe 
18.3.1903 Erstes Blatt
 
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Lokales.

** Die nächste Stadtverordneten- Ver­sammlung findet Freitag, den 20. März, nach­mittags 4 Uhr statt. Auf der Tagesordnung steht: 1. Vorlage der Rechnung und des Verwaltungsberichts für 1901/2; 2. Gesuch des Karl Schneider zu Gießen um Erlaubnis zum Schankwirtschaftsbetriebe im Hause Bahnhofstraße 48.

Am lezten Samstagnachmittag 4-6 Uhr fand die Schlußprüfung der Fortbildungsschüler zum erstenmale unter Buziehung der Vorstände der Gewerbeschule in gewerblichen Fächern statt. Die Prüfung wurde in Kranken-, Alters- und Invaliditäts- und Unfallversicherungs. Gesezen mit prattischen Ausführungen und Darstellungen von Fachzeichnungen, in Buchführung und Berechnung der ein­zelnen Fälle vorgenommen. Die Leiſtungen der Schüler waren durchschnittlich als sehr gute zu bezeichnen. Es ver­dienen besonders Schulinspektor, Reftor und Lehrer volle Anerkennung, da denselben die Gegenstände früher voll­ständig fremd waren und dieselben erst von Grund auf selbst studieren mußten. Es ist zu wünschen, daß dieser ge­werbliche Unterricht für die Fortbildungsschulen allgemein eingeführt wird, da die Gegenstände, welche dort gelehrt werden, für das praftische Leben unbedingt notwendig und erforderlich sind.

** Im Württembergischen Landtage wurde dieser Tage die Amtsblattfrage" aufgerollt. Der Regierung wurde zur Kenntnisnahme gegeben, die Anträge eines Redakteurs, besondere Amtsblätter herauszugeben nach der Richtung, daß diese Blätter alle amtlichen Bekannt machungen der staatlichen Behörden und der Amtsförper­schaft unentgeltlich aufzunehmen haben, aber private Anzeigen gegen Entgelt veröffentlichen lönnen, daß die Amtsblätter feinen politischen und unterhaltenden Teil haben und daß sie to stenlos sämtlichen im Erschein­ungsbezirk herausgegebenen Zeitungen, die es wünschen bei­

gelegt werden."

** Wie wir hören, hat der hiesige Sanitätsver ein vom Herrn Provinzialdirektor Dr. Breidert die Er­laubnis erhalten, auf Sonntag den 22. ds. Mts., die Räume und Einrichtungen der neuen Siechenhäuser zu besichtigen.

[ Besizwechsel]. Herr Bauunternehmer inn hat von Herrn Hotelbesizer Seipp den Garten am Lenz'schen Felsenfeller getauft; Herr Seipp faufte dafür das von Herrn Winn in der Neustadt neben dem Hrn. Megger Kreuder neu er­baute Geschäftshaus.

** Mord. In der Nacht auf Montag hat zu Fulda ein von hier gebürtiger ruhiger fleißiger Arbeiter, der Hilfs­heizer Georg Rinn auf traurige Weise sein Leben lassen müssen. Ueber den Vorfall berichtet der" F. G..: In der Gastwirtschaft des Herrn Adolf Diegelmann zu Kohl­haus- Fulda statteten schon längere Zeit Liebe heimliche Be­suche ab und nahmen aus dem Keller Wein und Seft mit. Am Sonntag nun sollten die Diebe, vier Handwerks ehr­linge aus Fulda: Rehm, Esser, Gothe und Doll, vom Verhängnis ereilt werden, nachdem sie eingestandener maßen viermal aus dem Diegelmann'schen Wirtsteller Ge­nußmittel in Flaschen und Krügen entwendet hatten. Die Schwester des Wirts ging am Abend in den Keller, um Schnaps zu holen. Dabei gewahrte sie, daß Jemand hinter ein Faß sich versteckte. Erschrocken eilte sie zurück, verrie­gelte die Kellerthür und holte ihren Bruder den stämmigen Ferdinand. Dieser faßte fräftig zu und ertappte auch die Diebe. Einen davon steckte er in sicheren Gewahrsam, der andere entfloh mit den Schmieresſtehern querfeldein gegen Fulda. Aus Rache über den Verrat paßten zwei von den Dieben den Schwestern des Wirts auf, bis sie vom unteren ins obere Wirtshaus heimgingen und belästigten sie. Dies fab von der hohen Freitreppe aus der 26 jährige ledige Hilfe­heizer Rinn, ein guter Bekannter der Diegelmanns, und sprang den Mädchen schüßend bei. Die Wegelagerer riffen aus und Rinn verfolgte sie. Dem einen Fliehenden( der 16 jährige, schmächtige und schwächliche Tapeziererlehrling Esser) war er hart auf den Fersen, da sehrte sich der be­drängte Bursche blißschnell um, zog einen sechsläu­figen Revolver und feuerte aus kurzer Di­tanz auf seinen Berfolger. Man glaubt nicht, daß. den Rinn hat erschießen wollen, er wollte ihn sich wahrscheinlich nur vom Halse halten durch Abgabe von Schreckschüssen. Er traf aber leider nur zu gut, denn der zweite Schuß ging, nachdem der erste an der Uhr abgepralt war, dem Rinn mitten durch das Herz. Dies geschah in der Nähe des Bildstockes und 5 Minuten später trug man seine Leiche in das Kohlhauser Wirtshaus zurück. Der Thäter wurde noch nachts aus dem Bett verhaftet, die drei Kumpane wurden später feſtgenommen.- Die Beerdigung des Erschossenen findet morgen Donnerstag nachmittags drei

Uhr zu Fulda statt.

* Verband süd- und westdeutscher De tatlisten bereine. Am legten Sonntag tagten in Frankfurt a. M. Vertreter der süd- und westdeutschen Detaillistenvereine, die die Gründung eines Verbandes mit dem Sitz in Frankfurt a. M. beschlossen. Mitglied fönnen sowohl Detaillistenvereine, als auch einzelne Detaillisten, die an Orten, an denen kein Verbands­

verein besteht, wohnen, werden. Für Erftere beträgt der Jahresbeitrag je 1 Mt. für jedes ihrer Mitglieder, für Letztere 6 Mk. In den Vorstand wurden die Herren Wilhelm Klappert, Theodor Oestrich, Leop. Hirschhorn, Otto J. Wolff, sämtlich in Frankfurt a. M. gewählt. Dem Vorstand steht ein Ausschuß zur Seite, der sich aus je 1 Vertreter sämtlicher Verbandsvereine zusammen­setzt. Der Verband giebt ein eigenes Verbandsorgan heraus, das monatlich erscheint und allen Mitgliedern zugeht. Der nächste Verbandstag findet Ende August in Darmstadt statt. Der hiesige Verein der Detaillisten, der durch die Herren Röhr und Herbert vertreten war, ist dem Verband beigetreten.

R.-B. Am 15. April wird in Wittenberge( Bez. Potsdam) eine von der Reichsbankstelle in Brandenburg a.

H. abhängige Reiche banknebenstelle mit Raffeneinrichtung und beschränktem Girov rt hr eröffnet werden.

*** Wie gemeldet wird, ist Prinzessin Elisabeth am Montag in erwünschtem Wohlsein in Davos ein­getroffen.

Aus Hessen und Nachbargebieten.

** Wezlar. Auf dem Frühjahrsgautag des Gaues 9 des deutschen Radfahrerbundes, welcher am legten Sonntag in Darmstadt stattgefunden hat, errang der hiesige Rad­fahrerverein im Achter- Herren- Niederrad- Runstreigenfahren mit 8,73 Bunten den zweiten Ehrenpreis.

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Ulrichstein.

| Carl Lauß- Darmstadt und Jean Falf- Mainz verfaßten Denkschrift, welche die hessischen Megger- Innungen zu dem der 2. Kammer als dringlich" zugegangenen und für fommenden Donnerstag auf der Tagesordnung stehenden Gesetzentwurf betr. Die Ausführung des Reichsgeseges über die Schlachtvieh­und Fleischbeschau" an die Mitglieder der 1. und 2. Kammer der Stände gerichtet haben. Fragl. Ein­gabe beleuchtet in abgeklärter Weise die Wirkungen, welche sich aus dem Gesetze notwendigermaßen ergeben schiedet werden sollte. müßten, wenn es in der vorliegenden Gestalt verab­

Groß Felda. Hier fam legter Tage folgendes heitere Stückchen vor. Ein hiesiger Bürger, be­dienstet bei einem Landwirt, sollte für seine leicht er­Ein hiesiger Bürger, be­frankte Frau die vom Arzt verordneten 12 Pulver aus der Apotheke schnellstens holen. Doch mit des Geschickes Mächten ist kein eiliges Tempo zu flechten; der Weg der Kurssteigerung auf dem Obligationenmarkt- gül­** Die Hessische Landes- Hypothekenbank hat angesichts führte an seiner Stammkneipe vorbei. In der Wirts­nicht widerstehen und denkt: ach was ich hab' auch ein chensbedingungen wie folgt feſtgeſetzt: Bei Hypo­ſtube hörte er lustige Stimmen, er fann der Versuchung tig für Zusagen vom 1. März d. 3. an ihre Dar­the far- Darlehen an Private beträgt de ein­sellschaft ist sehr luftig, es bergeht eine Viertelstunde kosten der Pfandbriefe 1%, eine Vergütung, die bei " Pulver" nötig und kehrte ein. Die angetroffene Gemalige Entschädigung für Kursverlust und Begebungs­nach der andern und im Verlauf derselben haben die Auszahlung des Darlehens einbehalten wird. Nach 12 Pulver inzwischen mit zusammen 4 Glas Bier Wahl des Anleihers fann jedoch diese Entschädigung gleichen Weg nehmen müssen. Wer beschreibt aber des bei Tilgungsdarlehnen auch dadurch geleistet werden, Mannes Erinnerung an seine Pflicht als die Wirtsthür daß sofort bei der Auszahlung nur 1% von dem aufgeht und die Gattin auf der Bildfläche erscheint. Darlehenskapitale in Abzug fommt und das restliche Die Kriegsartikel und sonst mehr traten in Wirkung;% im Laufe des ersten Jahres an Stelle eines mehr zu erraten überlassen wir der Phantasie des Lesers. Kapital- Tilgungsbeitrages entrichtet wird. Bei 1% igen Amortisationsdarlehen würde also die Tilgung erst Darlehen beträgt die einmalige Entschädigung 1%. mit dem zweiten Jahre beginnen. Bei Kommunal­Hypothekbestellung ist nicht erforderlich. Die Abhebung von Darlehensbeträgen fann auch in Raten für einen gewissen Zeitraum zugestanden werden. Der Zins. fuß für Hypothetar- und Kommunal. Dar leben stellt sich 3. 3t. auf 3%. Wenn man den einmaligen Rapitalabzug auf die ganze Daner der Ver­Darlehen eine Erhöhung des Zinsfußes von 0,026% verhältnisse verteilt, so ergiebt sich bei Komniunal­die merkliche durchschnittliche Verzinsung würde mithin bei Hypothekar- Darlehen eine solche von etwa 0,03%; betragen: bei Kommunal- Darlehen: 3,75+ 0,026 3,78%. Wenn man bei Berteilung des Anpitalabzuges 3,776% bei Hypothekar- Darlehen 3,75+0,03= die Zinseszinsen berücksichtigen wollte, würde die wirk liche durchschnittliche Gesamtverzinsung betragen: bei Kommunaldarlehen= 3,82%, bei Hypothekardarlehen 3,83%. Eine Steigerung des Zinsfußes von 33% verhältnisses ausgeschlossen. Die Auszahlung der Dar­wird vertraglich für die ganze Dauer des Darlehens­lehen erfolgt in Baar ohne weitere Provisionsabzüge. Bestehende Hypotheken können auf die Bank übertragen werden; der Stempel wird hierbei auf die Hälfte er­mäßigt. Bei kommuldarlehen in Beträgen von 500 000 Mt. an tritt eine Ermäßigung des Zinsfuẞes einmaligen Stapitalabzuges würd: fich der Zinsfuß von 3,75% auf 3,70% cin. Unter Ginrechnung des fonach auf 3,726% und bei Berücksichtigung von Zinseszinsen auf 3,77% stellen.

In dem benachbarten Rebges hain wurden am vergangenen Freitag der in einem Zimmer des Schulhauses aufbewahrte Chorrock und das Barrett des dortigen Geistlichen gestohlen. Der Dieb, ein Handwerksbursche, schloß die Hausthür auf in dem sich besagtes befand. Hier blieb er lange Zeit und begab sich in das im Oberstock gelegene Zimmer, und dann wurde er von gegenüberwohnenden Leuten aus dem Hause geholt. Diese, natürlich an seine Ehr­lichkeit desselben glaubend, ließen ihn undurchsucht ziehen. Das Barctt hatte er auf der Ohmstraße ber­loren und den Chorrock fand man in einem Stalle, wo er übernachtete, mit Stroh zugedeckt. Des Diebes ist man noch nicht habhaft geworden.

** Der land w. Bezirksverein Alsfeld giebt betreffs Bezug von Bruteiern aus den Geflügelzuchtstationen bekannt, daß der Verein zur Beit folgende Geflügelzucht stationen unterhält: 1. Für Rebhuhnfarbige Italiener bei Gutspächter F. Delsen- Dogelrod, Landwirt Peter Weiß- Kleinhof bei Münch- Leusel, Landwirt Gg. Keil­Strebendorf, Aufseher Waldschmidt- Homberg a. D., Lehrer

Schmidt Ohmes, Molkereiverwalter Becker- Groß- Felda. 2. Für Schwarze Minorka bei Landwirt Hill Storndorf, Gastwirt Södler- Nieder- Gemünden, Schuhmacher Rohrgaß Groß- Felda, Landwirt Lang- Eichmühle bei Romrod. 3. Für Aylesbury Enten bei Gutspächter F. Dehlsen- Dobel­rod, Landwirt Merte- Strebendorf, Landwirt Karl Peter­Kleinmühle bei Münch Leusel. 4. Für Beting- Enten bei Landwirt Zulauf- Eudorf. 5. Für Rouen- Enten bei Schneidermeister H. Maus II.- Ruppertenrod. 6. Für Emdner Gänse bei Landwirt Gg. Stamm- Eudorf.

Die auf den Zuchtstationen gewonnenen Eier sollen zum Teil verkauft werden und zwar stellt sich der Preis des Hühnereis für Mitglieder des landw. Bezirksvereins auf 10 Bfg, für Nichtmitglieder auf 15 Bfg., der eines Gänse­eies auf 40 bezw. 50 Pfg., der eines Enteneies auf 20 bezw. 25 Pig. Reflektanten wollen sich diesbezüglich direkt an die Inhaber der Stationen wenden.

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Antisemitische Reichstagskandidatur? Es wird ge­meldet, daß die Antisemiten im Wahlkreis Marburg Kirchhain Frankenberg diesesmal die Kan­didatur des Dr. Böckel fallen lassen und statt dessen den früheren Reichstagskandidaten Redakteur Zimmer­mann aus Dresden aufzustellen beabsichtigen.- So­wohl in der Stadt Marburg als auf dem Lande war dies bekannt, wir nehmen aber keine Notiz, weil sich ihrer Glaubwürdigkeit mehrere Bedenken entgegen ſtellen. Zimmermann ist Mitglied der deutschsozialen Reformpartei, Böckel ist Mitglied des deutschen Volks­bundes. Beide Parteigruppen konkurriren mit einander und das dürfte wohl ausschließen, daß der Böckelsche Deutsche Volksbund, der die Böckelsche Kandidatur für Marburg schon seit Monaten proklamiert hat, einfach zu Gunsten einer Kandidatur seines Konkurrenten der deutschsozialen Reformpartei, zurücktritt. Auch 1898 wollte man zuerst den Antisemiten Wiegand gegen Böckel ausspielen ohne daß dies ernstlich zu Stande fam, sobald Böckel im Wahlkreis erschien, der zwar in den Städten an Sympathien jetzt fast alles verloren hat, sie aber doch noch in einer Reihe von Dörfern besitzt. Ferner ist darauf hinzuweisen, daß Zimmer­mann schon in Döbeln( Sachsen) ernsthaft kandidiert. berg- Turntag statt. *** Am Sonntag fand in Rödelheim der 64. Feld. Vertreten waren 83 Vereine. Oberturnwart Mund- Hachenburg eröffnete denselben. Aus dem Bericht des Oberturnwarts geht hervor, daß auf dem letzten Feldbergfeste 723 Wettturner angemeldet waren, von welchen 670 erschienen, 400 errangen bei 3 Uebungen mehr als 18 Punkte. Röbig- Rödelheim erstattete hierauf den Kassenbericht. Die Einnahme belief sich 1902 auf 1077 Mt. 95 Bfg., die Ausgabe auf 1295 Mt. 37 Pfg. mithin ein Defizit von 217 Mt. 42 Pfg. Kassenbestand 1901 1866 Mart 21 Pfg., sodaß Anfang 1903 ein Vermögen von 1648 Mt. 79 Bfg. vorhanden ist. Die Feier des diesjäh rigen 50. Feldbergfestes wurde am 21. Juni abzuhalten beschlossen.

s. Darmstadt, 17. März. Die hier erscheinende Mittel­deutsche Fleischer Zeitung" enthält in ihrer letzten Nummer den Abdruck einer von den Obermeistern

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Vom Main, 16. März. In Eichenbühl warfen sich

Schuljungen mit Steinen. Ein Stein traf den Sohn des Chausseewärters Roth so unglücklich an den Kopf, daß kurz darauf der Knabe an der Verlegung starb.

** Auf dem 4. Verbandstag deutscher Hilfs. schulen, der in Mainz stattfindet, wird Herr Professor Dr. Sommer einen Vortrag halten über angeborenen

Schwachſinn. Sommer, einer der bedeutendsten Diagnostiker auf diesem Gebiete, hat zugleich die Teilnehmer am Verbands­Wertschäßung der Hilfsschulen von so autoritativer Seite wird in den Kreisen aller Beteiligten und Sachverständigen in anerkennender Weise besprochen und dürfte auch Ferner­ſtehenden die Bedeutung der Sache genügend beweisen.

*** Die Einigung der deutschen Radfahrer- Verbände samt 23 Vertretern der Verbände: Deutscher Radfahrer­wird Thatsache. Eine Versammlung, welche von insge­Bund, Allgemeine Radfahrer- Union, Deutscher Touring­Club, München, Sächsischer Radfahrer- Bund, Ber­einigung Mecklenburger Radfahrer, Norddeutſcher Rad­fahrer- Bund und Westdeutscher Radfahrer- Berband beschickt war, tagte am 15. März 1903 unter Leitung des 1. Vorsitzenden des Deutschen Radfahrer- Bundes, Herrn Zeitungsverleger Theodor Boeckling, Eſſen( Ruhr), im Nürnberger Hof zu Berlin. Von der Versammlung wurde folgende Resolution einstimmig gefaßt: Die Versammlung spricht sich für eine völlige Verschmelzung " Deutscher Radfahrer- Bund aus; sie hält die Heraus­gabe einer Bundeszeitung und kostenlose Lieferung der­selben an jedes Mitglied für unbedingt notwendig. der neue Verband soll in Landesverbände und Kreiſe eingeteilt sein, der Jahresbeitrag 3 Mt., die Beiträge für Landesverbände und Streise zuſammen höchstens zu welcher jeder der 7 Verbände ein Mitglied ſtellt, hat die Organisation des neuen Bundes unter tunlichster Berücksichtigung der vorstehenden Vorschläge auszu­arbeiten. Dieser Entwurf wird den im Sommer statt­findenden Jahresversammlungen der Verbände vorgelegt. Eine Versammlung zur eventuellen Gründung des Beben tritt, soll im Herbste stattfinden." Diese Be neuen Bundes, welcher mit dem 1. Januar 1904 ins schlüsse, welche der Zerrissenheit im Deutschen Radfahrer­Verbandswesen in gründlicher Weise ein Ende zu machen berſprechen, dürften wohl allseitig freudig begrüßt

der von ihr vertretenen Verbände unter dem Namen

werden.

Fleischbeschau in Hessen.

** Die in Darmstadt von Obermeister G. Lauk herausgegebene" Mitteldeutsche Fleischer- 3 itung" ent hält in ihrer letzten Nummer den Abdruck einer von den Obermeistern Carl Bauzz- Darmstadt und Jean Falf­

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