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wertung in den Bereinen. Nach der Vorturnerstunde ver­einigten sich die Teilnehmer in der Wirtschaft zum Taunus zu einem frischen Trunt, bei Gesang und Scherz nahte nur zu schnell die Abschiedsstunde für die auswärtigen Turner. Gelnhausen, 13. Dft. Im Wahltreise Gelnhausen­Schlüchtern stellt das Centrum als Kandidaten für die Land­tagswahl den Reichstagsabgeordneten Richard Müller- Fulda auf.

Litigleit fil aridoulides it der Kammer Die Tätigte e Organisatio Namen derjer usschiffen inne er Gewerbeort gefamt 1537. Resultat der bie Bahl de überschreiten.

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() Klein- Eichen. Nach 53 Jahren fand am Sonntag zum ersten Mal in unserem Dörfchen wieder ein Kirchweih­feft statt. Auch eine Wirtschaft wurde wieder eröffnet, nachdem lange Jahre überhaupt keine Wirtschaft im Orte war.( Alle Achtung vor einer solch' soliden Einwohner­schaft. D. Red.)

[:] Alsfeld, 12. Oft. Die Renovierung der altehr­würdigen Walpurgiskirche ist beschlossen, da jedoch die Wieder­herstellung des alten Rathauses augenblicklich große Ausgaben erfordert, gedenkt man vorerst nur die Erneuerung des Daches der Walpurgiskirche in Angriff zu nehmen. 785 The Heſſens, Herr Oberlehrer i. P. Bierheller von hier, iſt Groß- Zimmern, 12. Oft. Einer der ältesten Lehrer geſtern Bermittag in hohen Alter von nahezu 90 Jahren

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an Altersschwäche gestorben.

Wiesbaden, 13. Oft. Die hier festgenommene 37

Jahre alte Slees aus Stirn geſtand ein, das in Frankfurt

a. M. in einen Batet aufgefundene tote Rind geboren und nach der Geburt getötet zu haben.

Stadttheater.

( Minna von Barnhelm.) Die erste Boltsvorstellung im Stadttheater unter der neuen Direktion fand gestern Abend unter sehr starker Beteiligung des Publifums statt. Nicht ein Siz Bläschen weder im Parket noch in den Logen schien frei geblieben zu sein, und auf der Gallerie stand Kopf an Kopf. Lessings unvergängliches Lustspiel, Minna von Barn­helm" hatte diese große Anziehungskraft ausgeübt und führte wieder den Beweis, daß das Volk an Darbietungen lassischen Inhalts viel Gefallen findet. Andächtig lauschte man den Worten des Dichters, jedes zu laute Lachen bei den vielen komischen Szenen des Stücks wurde durch ein turzes energisches Bischen sofort niedergehalten. Die Auf­führung war durchaus angemessen, stellenweise vorzüglich, das Spiel flott und die Zwischenakte troß öfterer Szenen verwandlung so kurz, daß der Vorhang schon furz nach 10 Uhr( der Bettel gab wohl in Folge Druckfehlers 11 Uhr an) zum letzten Male fiel. Am Spiel wüßten wir hier und da ein kleines Versprechen abgerechnet, was bei flottem Spiel ja leicht vorkommt nichts auszuseßen, besonders anerkannt wurden vom Publikum der ganz vortreffliche Just des Herrn Haag, der Wachtmeister Werner des Herrn Linzen und der Wirt des Herrn Conradi. Minna und Fellheim wurden durch Frl. Hohl und Herrn Sandorff, Franziska durch Frl. Hellberg sehr wirkungsvoll dargestellt. Eines besonderen Lobes teilhaftig erachten wir auch Herrn Teleky, der die Charge des ndige Bolizeirear franzöſiſchen Glücksjitters Riccaut ſehr hübsch durchführte. Bon seinen mit guter Aussprache vorgetragenen französischen Sägen haben wohl die meisten der Besucher nichts ver­ftanden, hoffentlich haben ihn aber um so besser die Schüler der höheren Lehranstalten und die, wie es schien, in großer Bahl anwesenden höheren Töchter folgen fönnen.

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Gießen ist wie in sozialpolitischen Büchern mit An­erkennung hervorgehoben wird eine der ersten, wenn nicht

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Krieger- Verein

Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht unsere Mitglieder von dem Ableben des Kameraden

Johannes Ruhl

geziemend in Kenntnis zu setzen.

Der Vorstand.

Die Beerdigung findet Freitag, den 16. I. Mts. nachmittags 4 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt.

Ofenschirme

die erste deutsche Stadt gewesen, die ihr Theater durch Ein­führung zahlreicher billiger Voltsvorstellungen in den Dienst der Volksbildung stellte. Sein Beispiel hat jezt überall, selbst bei Hoftheatern, die sonst ultrakonservativ sind, Nach ahmung gefunden. Möchte die neue Direktion thr aner­tennenswertes Streben auch bei allen folgenden Volts. vorstellungen beweisen, der Beifall des Volts auch in flingender Münze, troß der niedrigen Eintrittspreise, wird ihr dann nicht fehlen.

Aus dem Gerichtssaal.

Straffammer.

Gießen, den 13. Oftober 1903. Der vielfach vorbestrafte Taglöhner Konrad Paul 3. schuldig erkannt, daß er den Wirt Schwaß von Friedberg von Villingen wird in der heutigen Schlußverhandlung um eine Beche prellte, den Megger Siegfried um 10 Mt. ett auch die an ben immune Mit Rücksicht auch die an den Tag gelegte ehrlose Gesinnung und Kaufmann Ritter in Laubach um 8 Mt. beschwindelte. Monaten auf die bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre ab­erfannt. Der Landwirt Wilhelm Merlé von Angen rod wurde vom Alsfelder Schöffengericht wegen einer Körperverlegung, die er bem Knecht Nikolaus Steinbach von Bell mit einer Glasscherbe an einem Auge zufügte, zu einer Gefängnisstrafe von 5 Monaten verurteilt. Der von ihm verfolgten Berufung wird insofern stattgegeben, als daß das Gericht aus dieser und der vom hiesigen Schwurgericht er­fannten Strafe von 2 Jahren und 6 Monaten eine Ge­samtstrafe von 2 Jahren und 9 Monaten bildet. Der wegen Bedrohung seiner Familie bereits bestrafte Zimmer­mann Otto Wildhack von Grünberg hat seine Familie wieder mit einem Revolver bedroht. Unter Einbeziehung früher erkannten Strafen und wegen eines Betrugsversuchs befommt er 15 Monate Gefängnis. Wegen Urkundenfälschung erfolgt Freisprechung. Die Ehefrau des Schreiners Martin Diebel von Buy bach ist geständig, daß sie mittels falschen Schlüssels aus der Wohnung des Stationsassisten Saamer Kleidungsstücke im Werte von 20-25 Mt. entwendet hat. Sie wird dierserhalb in eine Gefängnisstrafe von 4 Monaten genommen. Der wegen Majestätsbeleidigung angeklagte Rentner Karl Engel von Großen Buseck wird mangels Beweis freigesprochen. Konrad Kleh 2. von Orles= hausen, der zur Zeit wegen Betrugs und Unterschlagung eine Zuchthausstrafe verbüßt, hat sich wegen Vergehens gegen die Konkursordnung zu verantworten. Er ist beschuldigt, daß er als Kaufmann seine Bücher nicht ordnungsmäßig geführt hat. Ec bekommt dieserhalb eine Gefängnisstrafe von 30 Tagen, welche in 20 Tage Buchthaus umgewandelt und mit 10 Tagen auf die früher erkannte Straße auf­gerechnet wird. Zum Schlusse findet die Sache gegen den Optiker Ernst Arbeit von Wetzlar, durch Berufungsrücknahme thre Erledigung.

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Berantwortlich: für ben politischen und Inseratenteil Albin lein: Mr bas Sokale, den Gerichts." und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Opperman Drud und Berlag der Gießener Berlagsbruderei( vorm. Wilh. Keller), Gießen.

Aufklärung und Mahnung.

Es ist eine allbekannte Tatsache, daß das in den rauhen Jahreszeiten zur Welt kommende Jungvieh sehr häufig wir möchten fast sagen in der Regel nicht nach Wunsch gedeihen will und darum in vielen Fällen ziel- und wahllos

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dem Schlachtmesser überliefert wird. Welch nachteiligen Ein­fluß ein solches Verfahren auf die Ergebnisse der Viehzucht ausüben muß, bedarf keiner näheren Beweisführung; der Praktiker wird dies ohne weiteres schon so ermessen können. Der Landwirt hat es aber durchaus nicht nötig, mit solchem Schaden zu rechnen, denn bei einigermaßen sachgemäßem Vor­gehen werden sich die jungen Tiere ebenso gut entwickeln, wie wenn ihnen unbeschränkter Weidegang zur Verfügung stände. Dieser muß naturgemäß in den talten Monaten unterbleiben. Da aber den Tieren regelmäßige Körperbe­wegung unbedingt notwendig ist, so soll dafür Sorge ge­tragen werden, daß dem Vieh( sowohl dem Jung- wie dem Großvieh) bei günstiger Witterung ein angemessener Aufent­halt im Freien, sonst aber wenigstens dem Jungvieh irgend ein geschützter Tummelplatz oder Laufstall zur Verfüg­Man wird schon aus dieser ein= fachen Maßnahme bemerkenswerte Vorteile ziehen, die ung gestellt werde. noch auffälliger werden, wenn im Stalle auf reine noch auffälliger werden, wenn im Stalle auf reine brochener Luftwechsel iſt ein Segen, Körperpflege eine gehalten wird. Regelmäßiger, wenn angängig ununter­Luft, ordentliche Körperfläche und geeignete Fütterung Wohltat für die Tiere, und der Viehzüchter, der aus angestammtem Vorurteil seinem Vieh keine frische Luft gönnt und den Striegel spart, leistet sich selbst den schlechtesten Dienſt. Alle gewonnenen Vorteile können freilich verloren gehen, wenn die Fütterung nicht allen Anforderungen genügt. Vor allen Dingen muß das Futter für das Jungvieh die notwendigen Nährstoffe in erforderlicher Menge und leicht verdau­licher Form enthalten, es muß ferner über einen ge­nügenden, aber unter keinen Umständen zu großen Ge­halt an knochenbildenden Salzen- Kalt und Phos­phorsäure verfügen. Namentlich auf lettere Stoffe wird oft sehr wenig geachtet, und doch sind sie, wenn sie in angemessener Menge verwendet werden, für die Ausbildung des Knochengerüstes der Tiere von aller­größter Bedeutung. Wie weit übrigens die Unter­schiede im Gehalt an Kalk und Phosphorsäure gehen, mag daraus entnommen werden, daß Kartoffeln, Runkeln, Topinambur 2c. nur 0,3 Teile Kalf und 0,8

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1,5 Teile Phosphorsäure in 1000 Teilen Pflanzen­masse enthalten, während sich in gleicher Menge Erbsen­stroh ca. 16 Teile Kalk, in den Ackerbohnen über 12 Teile Phosphorsäure finden. Eine genaue Beachtung der Tabellen kann nicht immer stattfinden, und man wäre wirklich übel beraten, wenn es nicht möglich wäre, die fehlenden Salze in richtiger Weise zu ergänzen. Allerdings darf dabei die Verdauungskraft keine Ein­buße erleiden. Diese muß unter allen Umständen auf der Höhe erhalten werden, was mit Hilfe der bekannten " Bauernfreude" sehr leicht gelingt. Bauernfreude" ist in der Tat ein unentbehrliches Hülfsmittel im Bieh­stalle, denn sie trägt anerkanntermaßen außerordentlich bet zur raschen und günstigen Entwicklung der Tiere. Diese unbestreitbare Tatsache ist einerseits auf die ver­dauungsstärkenden, appetitanregenden Eigenschaften, anderseits auf den angemessenen Gehalt des Präparates an fnochenbildenden Salzen zurückzuführen. Da mit Hülfe der Bauernfreude" das Futter seine höchste Aus­nügung erfährt, so verbilligt sie außerdem die Aufzucht, ein Umstand, der jedenfalls jeden Landwirt animieren wird, einen Versuch mit der vieltausendfach bewährten ,, Bauernfreude" aus der Chemischen Fabrik Th. Lauser in Regensburg zu machen. [ 2046]

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