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offenbar Gewicht darauf, zu erklären, oder, was dasselbe ist, erklären zu lassen, warum diese Absage erfolgt ist. Der Agenzia Stefani" wird nämlich aus Darmstadt gemeldet, daß laut amtlicher Mitteilung der Zar aus Gründen, die von seinem Willen unabhängig seien, seinen Besuch am italienischen Hofe verschieben müsse.

Nun weiß aber hier wie anderswo jeder Zeitungsleser, worauf der Entschluß des Zaren zurückzuführen ist: Die Ultra- Radikalen unseres Landes, die sich Sozialisten nennen, aber Anarchisten sind, haben den Herrscher aller Reußen ,, weg­gegrault". Sie drohten mit Demonstrationen, denen der Bar sich nicht aussehen wollte. Die hiesige Presse bestreitet natürlich, daß der Zar unehrerbietig empfangen worden wäre. Die der Regierung nahestehende Tribuna" führt aus, wenn die russische Polizei gut unterrichtet sei, dürfe sie nicht behaupten, daß die Würde und die Person der russischen Kaisers in Italien weniger geschützt werden könnten oder größere Gefahr laufen würde, als anderswo. Die italienische Regierung hätte die bündigsten Versicherungen über die wür­dige und achtungsvolle Aufnahme geben können, die der Kaiser gefunden haben würde. Die Italie" schreibt, der Direktor der russischen Polizei sei drei Tage in Rom ge­blieben, um über die politische Lage in Italien in Bezug auf die Reise des Kaisers von Rußland nach Rom Erhebungen zu veranstalten. Er habe Ratgeber gehabt, die ihn offenbar falsch unterrichteten, indem sie Gefahren sahen, die in Wirk lichkeit nicht bestanden. Er habe die Drohung von Kund­gebungen ernst genommen, welche das italienische Volk ver­urteilt habe; nun zeige sich das Ergebnis davon.- Auch an Anklagen gegen die Regierung fehlt es nicht; diese wird getadelt, daß sie dem Treiben der radikalen Presse nicht recht­zeitig Einhalt getan. Und so sind unsere Blätter von Klagen und Anklagen überfüllt, ohne an der Tatsache etwas ändern zu können.

König Viktor Emanuel III. in Paris.

Der König von Italien hat seine Reisepläne nicht ge­ändert; er weilt seit heute( Mittwoch) in Paris. Dieser Be­such wird auf italienischer Seite als ein Ereignis gefeiert, das die Aussöhnung zwischen Frankreich und Italien be­siegeln und dazu beitragen wird, die Mächte des Dreibundes und des Zweibundes einander zu nähern. Italien, so heißt es in einem dieser Jubelartikel, könne sich keine bessere Politik wünschen, als beizutragen, beide Bündnisse auszusöhnen und dadurch den unbewaffneten Frieden vorzubereiten.

Die Stadt Paris hat dem Königspaar im Hotel de Ville" durch die Herren Deville und de Selves einige kost­bare Andenken überreichen laſſen. König Viktor Emanuel erhielt den Tänzer am Kothurn", Königin Helene die Tän­zerin mit dem Tamburin". Es sind dies zwei reizende Bronze­statuetten, 50 Zentimeter hoch, Werke des Bildhauers Léo­nard. Ferner haben der Seinepräfekt und der Präsident des Munizipalrats dem König vier, mit dem Wappen von Paris geschmückte Bände überreicht. Zwei dieser Bücher enthalten die Wappen von Paris, die beiden anderen einen Atlas mit den alten Plänen und die Bilder der historischen Gedenkmünzen der Stadt. Endlich erhielt der König einen Medaillenschrank in Form eines Schreibpultes aus Maha­goniholz. Als Relief sind die savonischen Wappen mit der Krone angebracht. In den vier Ecken des Schrankes sind die Initialen V. E. zu sehen. Das Schränkchen enthält achtzehn Meproduktionen der schönsten Gedenkmünzen in Sil ber, deren Originale im Besize der Stadt sind.

Nab und fern.

Zu dem Pistolenduell bei Wesel wird jetzt bekannt, daß die beiden Duellanten der Leutnant Schreiner vom 57. In fanterie- Regiment und der Reserveleutnant Rauchfuß aus Düsseldorf waren. Ersterer erhielt den lebensgefährlichen Schuß in die Leber und soll inzwischen bereits im Kranken­hause zu Wesel verstorben sein. Der Grund zu dem Ehren­handel soll in einer Eifersuchtsszene zu suchen sein.

Verhängnisvolles Bauunglück. In Perleberg wurden fünf Bauarbeiter, die in einem Kellergewölbe beschäftigt waren, infolge Einsturzes des Gewölbes verschüttet. Einer der Arbeiter kam dabei ums Leben, ein zweiter wurde lebens­gefährlich, und die drei anderen wurden schwer verletzt.

Dippold beinahe gelyncht. Die Ueberführung des Brügelpädagogen Dippold nach dem Gefängnis in Bam­berg ist nicht ohne Volkszusammenrottungen vor sich ge­gangen. Am Bahnhof wollte die Menge Dippold lynchen, als er den Zug verließ, und ebenso erwartete ihn am Tore des Gefängnisses eine wild erregte Menge, die kurzerhand Justiz an ihm vollziehen wollte. Einem starken Aufgebot bon Gendarmerie und Polizei gelang es erst mit der Droh­ung, von den Waffen Gebrauch zu machen, Dippold sicher ins Gefängnis zu bringen.

A Der Philosoph als Zeuge. In Wien wurde der bekannte Philosoph Professor Dr. Lorenz Müllner als Zeuge in der Straffache eines Droschkenkutschers vernommen, der an eine ,, Elektrische" angefahren war. Professor Müllner hatte beim Zusammenstoß in der Droschke gesessen. Er gab folgende, philosophisch angehauchte Zeugenaussage ab: Ich kann meine Aussage nur unter dem Vorbehalte der subjektiven Richtigkeit machen, da ich der Ansicht bin, daß niemand in der Lage ist, einen Vorgang, der sich unvermutet vor ihm abspielt, nach Ablauf einiger Zeit mit Sicherheit objektiv richtig darzu­stellen. Es tritt da eine Reihe psychischer Unterströmungen auf, die es bewirkt, daß nur innerliche Gedankenbilder, logische Schlüsse und subjektive Empfindungen mit dem wirklich Er­lebten zu einem neuen Bilde vermengt werden, das dem Borgange objektiv feineswegs genau entspricht. Ich kann daher nur angeben, daß vor dem Pferde des Einspänners ein Radfahrer fuhr, daß der Einspänner diesem ausweichen wollte und dabei mit der entgegenkommenden Tramway kollidierte. Ich selbst habe die Kollision vorausgesehen und bereits versucht, die Stoßwirkung abzuschwächen und mein Verhalten so einzurichten, daß ich nicht verlegt werde. Ich hatte den Eindruck, daß der Kutscher im Dilemma, einen Menschen zu überfahren oder an die Tramway zu streifen, bon zwei llebeln das geringere gewählt habe." Der Richter Sprach den Authher frei

Bunte Chronik. In Konstantinopel wurde durch den Chef der geheimen Polizei ein russischer Untertan Ladgikow, der den besten Gesellschaftskreisen angehört, verhaftet. Man ficht einen Konflikt der Pforte mit der russischen Gesandt­schaft voraus.

-Aus Nizza wird ein schwerer Automobilunfall gemeldet. Der Bürgermeister von Sospal, der sich mit zwei Freunden auf einer Vergnügungsfahrt befand, wurde dabei getötet, die anderen beiden Mitfahrer schwer verletzt.

Jagdliche Tierquälereien.

Unter obigem Titel bringt die" Dorfzeitung" in Hild­burghausen einen Artikel, der uns von geschäßter waid­männischer Seite mit dem Ersuchen um Wiedergabe über­mittelt wird. Es heißt darin:

Wenn wir bedenken, wie viele Stimmen schon laut ge­worden sind gegen das Schächten von Rindern, welcher En rüstungssturm sich ferner erhebt gegen die Vivisektion und sonstige Tierquälereien, dann erscheint es doch in hohem Grade auffallend, warum eigentlich zum Schutze des armen Wildes verhältnismäßig noch das allerwenigste geschah. Hält man die wissenschaftliche Tierquälerei, die Vivisektion im In­teresse der leidenden Menschheit für notwendig, so ist damit wenigstens ein edle Zweck verbunden. Die Jagdliche Tier­quälerei dagegen ist in zahllosen Fällen nichts weiter, als ein ganz gewöhnlicher Roheitsalt. Es wäre daher höchst wünschenswert, wenn die Deffentlichkeit ihr Augenmerk auch

einmal mit aller Schärfe auf die Kehrseite des edlen Waid­werks richten würde, denn gar nirgends kommen mehr und grausamere Tierquälereien vor, wie gerade bei Ausübung der Jagd. In dieser Beziehung wird von Jahr zu Jahr mehr gesündigt, denn die Qualität der Jäger hat mit deren stetig zunehmender Zahl nicht etwa gleichen Schritt gehalten, sondern in ganz bedenklichem Maße abgenommen. Waid­männer von echtem Schrot und Korn werden bald eine Rari­tät. Das Tun und Treiben der Mehrzahl hat mit dem edlen Waldwerk wenig oder gar nichts gemein, sondern tenn­zeichnet sich mehr als Unfug und gemeine Schinderet. Mag dieses Urteil auch noch so hart flingen, vom Standpunkte des Jägers, des humanen Menschen aus, ist es gerecht und der Beweis hierfür jede Stunde zu erbringen. Nicht genug, daß die Mehrzahl der Jagden in unverständiger und ego­istischer Weise ruiniert wird, erfahren dabei auch noch un­zähliche Stücke Wildes die unmenschlichste Behandlung durch den verdammenswertesten Unfug, den es gibt: durch das weite Schießen mit Schrotgewehr. Dieser Umstand ist es, den wir aufs schärfste verurteilen und heute e mal näher beleuchten wollen.

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Ein leichtsinniger Schüße handelt viel roher als das mordgierigste Raubtier, weil unter dessen Fängen das Wild nicht so lange zu leiden hat, wie an den Folgen eines zu weit abgegeben Schrotschusses. Nun kann aber z. B. der Fuchs nichts dafür, daß er ein Raubtier ist, der Jäger aber als Mensch sollte dann nicht schlimmer sein wie dieses und als vernunftbegabtes Wesen sich nicht zur größten Bestie machen. Nehmen wir aus der täglichen Praxis nur einige Beispiele heraus und betrachten uns vorerst einen Hasen, der auf unsinnige Entfernung angezwickt wurde. Wir sehen, seine Flucht wird zunehmend fürzer, allem Anscheine nach hat er einen Schrot in den Weichteilen, daher rasch den Hund von der Leine! Kaum vernimmt der Hase dessen Herantommen, wird er, wenn auch mit Anstrengung wieder flüchtig, die Strecke vergrößert sich und nach einigen Haten­solägen ist der Hase leider in Sicherheit. Und nun deuke man sich den weiteren Verlauf; abgehezt und schwer­frank drückt sich der Hase in irgend einen Busch, die Schmerzen nehmen ständig zu und lassen ein Hungergefühl gar nicht aufkommen, jeden Augenblick durchbebt ein trampshaftes Bitern den fleinen Körper der nach langen bangen Stunden matter und elen der wird, bis endlich der Tod oder ein Raubtier diese Leiden beendet. Und nun wollen wir noch ein weiteres durchaus nicht seltenes Bild liefern, welches wohl geeignet sein könnte, das Herz des rohesten Menschen zu erweichen. Bergangenen Sommer schoß ein sogenann ter Jäger auf 60 Schritte nach einem Rehbocke und zwar Spitzblatt. Wie sich später herausstellte, trafen drei Schrote. Giner ging in die rechte Keule bis an den Knochen, ein weiterer traf die Bauchwand beim Kurzwildpret, während der dritte Schrot seinen Weg zwischen Blattknochen und Rippen nahm und an einer derselben stecken blieb. Nach Verlauf einer vollen Woche wurde dieser Rehbock noch lebend angetroffen: eine wahre Jammergestallt, das reinste Skelett. Wenn wir uns nun die entsetzlichen Leiden vorstellen, welche das arme Tier bei der großen Hize Tag und Nacht infolge seiner Wunden auszustehen hatte, dabei noch geplagt von brennendem Durst, so haben wir erst die Hälfte seines grauenhaften Zustandes erraten. schon gleich am ersten Tage haben Schmeißfliegen ihre zahlreichen Eier flumpenweise in der Nähe der Schuß­wunden abgelegt, nach Hunderten begannen die aus­kriechenden Maden am lebenden Fleisch zu fressen; von Tag zu Tag größer werdend, vermehrten sie mit zu nehmendem Fraß die Qualen des armen Tieres bis zu einen Grade, den zu beschreiben unmöglich ist. Halb verhungert und verdurftet, bei lebendigem Leibe von den Würmen angefressen, das war des stattlichen Rehbocks Ende, das ein gewissenloser Schüße so jammer­voll gestaltete. ( Schluß folgt.)

Lokales.

Denn

Gießen, 14. Oftober 1903.

Dittmar und dem Finanzminister Dr. Gnauth der Rione orden 1. Klasse.

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* Die Handwertstammer zu Darmstadt versendet z. Z. den Bericht über ihre Tätigkeit für das Jahr 1902/03. Der Bericht giebt ein anschauliches un fassendes Bild von der gesamten Tätigkeit der Kammer unb umfaßt 1. Innere Angelegenheiten, 2. Die Tätigtei der Kammer, 3. Genossenschaftswesen, 4. Die Organisation des Handwerks. Der Anhang enthält die Namen derjengen, welche im Frühjahr 1903 vor Prüfungsausschüssen innehals des Kammerbezirts gemäß§§ 131 ff der Gewerbeorduna die Gesellenprüfung bestanden haben, insgesamt 1537. Da von etwa 10 Prüfungsausschüssen das Resultat der statt gehabten Prüfungen noch aussteht, wird die Zahl de ge prüften Lehrlinge im Jahre 1903 1600 überschreiten. für gebe * Angebote bei der gestern stattgefundenen Submission herstellung des

der neuen Kliniken in Gießen.

1. Karl Nikolaus 1376,91 Mt. 2. C. Dörr 1298,20 Mt. 3. G. Bebiz 1268,80 964,70 Mt.

Najaft. D. Ref Alefel

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4. Ed. Kohlermann 1021,51 Mt. 5. Degen- Großen- linden Heffens, Her

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6. Laucht& Klippel 937,85 Mt. 7. L Betri III. 920,50 Mt. 8. W. Euler 890,25 W 9. Schäfer& Reuling 874,30 Mt. 10. G. Nauheimer$ 2,58 Mart. 11. 2. Petri II 850,60 mt. 12 5. Labad Jahre alte 848,75 Mt. 13. A. Wagner 800,33 Mt. 14. Fint 764 Mt. 15. Schäfer& Größer 729,85 Mt. Mary 636,20 Mt.

16 Rarl

** Dr. jur. Paul Kretschmar, der mit Wirkung vom 16. Oft. als außerordentlicher Professor von der Unversität Leipzig an die Landesuniversität zu Gießen berufen borden ist, übernimmt die Stelle des nach Greifswald ghenden Extraordinarius Dr. Erich Jung. Als Sohn des 1897 verstorbenen ordentlichen Professors in der Gießener juristi schen Fakultät wurde Paul Gustav Kretschmar am 1. Juli 1865 in Leipzig geboren und erhielt seine Vorbereitug auf dem Gymnasium zu Gießen. 1885-1889 ſtudierte er in Gießen und Leipzig, promovierte 1895 in Leipzig nd be­ſtand 1889 die erste und 1892 die zweite juristische Staats. prüfung. Nachdem er als Rechtsanwalt praktisch teig ge wesen war, habilitierte er sich 1899 in Leipzig. Oftern 1902 erfolgte seine Ernennung zum außerordentlichen Professor in Leipzig.

= Auf dem Bahnhof Gießen trafen heute moren um 8 Uhr aus der Richtung Fulda etwa 150 Retrutn zur Einstellung in das Regiment Kaiser Wilhelm( 116) ei Von einigen Unteroffizieren und Mannschaften empfangen, zogen die zukünftigen Vaterlandsverteidiger in langem 8ug aber nicht in gleichem Schritt und Tritt der alten Kaserneju. Vormittags 11 Uhr fand in der alten Kaserne die Breidig ung der am 1. Oktober beim Regiment eingetretene Ein­jährigen statt.

X Alle versicherungspflichtigen Besonen, die jetzt zur Ableistung ihrer Militärpflicht einezogen werden, machen wir darauf aufmerksam, daß sie unerzüg lich die in ihren Händen befindlichen Ouittungskarten, ach die noch nicht vollgeklebten, an das zuständige Polize ureau abliefern müssen, da die jetzt nur 2 Jahre lang altigen Karten samt den verwendeten Beitragsmarken sont ihre Gültigkeit verlieren.

des Vereins Hundesport zu Gießen sind: Teckel Fuchs ** Die weiteren Resultate von dem Preis- Sliefen Offenes Schliefen: Moriß und Waldmann von Webstein ( beide im Besitz von Ferd. Schmidt- Gießen) sowie Toni v. Hangelstein( Bes. Forstwart Lozwiesick) 1. und Ehrenpreise.

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Wald

Schmock( Bes. Alb. Nübsamen- Gießen), Männe v. d. Neu Waldmann v. Spiegelsluft( Bes. Peter Meißner- Gießen), stadt( Bes. E. Noll- Gießen) 2. und Ehrenpreise. Harras- Baumgartner( Bes. Baumgartner- Frankfurt a. M.) mann( Bes. Vizefeldwebel Reiß- Gießen) 3. Preis. und Max v. Paradies( Bes. Carl Blum- Frankfurt a. M.) Höchstlobende Erwähnung. ( Bes. L. Benner- Gießen) 2. und Ehrenpreis, Loni v. d. Sieger- Schliefen: Jopp Seilbach( Bes. 5. Himmelreich) 2. und Ehrenpreis. Sieger- Schliefen( aufs Dachs) Jopp( Bes. L. Benner Gießen) 2. und Ehrenpreis.

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( Hauptlehrer stellen. Die Gemeinden Grünberg, Lehrerstellen abgelehnt. Lollar und Heuchelheim haben die Errichtung von Haupt

* Die gegen einen Gießener Beamten in Umlauf gesetzten Gerüchte beruhen, wie wir auf der Bürger meisteret erfahren haben, auf Erfindung. Veranlassung zu dem Klatsch hat wohl der Umstand gegeben, daß wir seit dem 1. Oktober einen neuen Pfandmeiſter be kommen haben. Man sollte doch vorsichtig sein, beim Aussprechen von solchen Nachrichten.

** Der Agent Jacob in Gießen, dessen Ver Haftung wir meldeten, ist gestern Abend gegen 10 000 Mark Kaution aus der Haft entlassen.

** Selbstmord. Heute morgen gegen 7 Uhr wurde am Tor des Gießener Friedhofes ein beffer ge

|| Nach Meldung auswärtiger Blätter ist eine hochkleideter Mann tot aufgefunden. Er hatte sich mittels herzige Stiftung des Großherzog& in Vorbereit- Revolvers, der neben ihm lag, erschossen. Papiere und ung begriffen. Der hohe Landesherr hat, um die Darm- Wertsachen fand man nicht vor. ständter Künstlerfolonie in den Stand zu setzen, die Ziele, die sie sich gesteckt hat, noch wirksamer zu verfolgen und thre Bestrebungen auf dem Gebiete der angewandten Kunst auch über die Grenzen unseres Hessenlandes hinaus in ener­gischer Weise zu fördern, den Entschluß gefaßt, zu Gunsten der Künstlerkolonie eine Stiftung, bezw. einen Stiftungsfonds zu schaffen, durch welchen die dauernde Sicherstellung dieser Kunstbestrebungen gewährleistet, bezw. denselben auch eine feste materielle Basis gegeben werden soll.

*** Versett. Erbprinz zu senburg und Büdingen­Wächtersbach, Lt. im 2. Großh. Drag.- Regt.( Leib- Drag.­Regt.) Nr. 24, in das Kür.- Regt. von Seydlit( Magde­burg.) Nr. 7 versetzt.

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Berliehen wurde dem Staatsminister Rothe der Rote Adlerorden 1. Kl., dem Justizminister Dr.

*** Wie wir hören feiert das Sänger. Chor des Turn­vereins am 1. November sein 2. Stiftungsfest verbunden mit Fahnenweihe in der Turnhalle. Ein neues reichhaltiges Programm nebst verschiedenen Ueberraschungen versprechen den Abend zu einem herrlichen zu gestalten. Die Fahne, welche größtenteils von Mitgliedern des Vereins gestiftet wurde, wird dies r Tage in dem Geschäft des Herrn J. Schulze Ecke Kreuzplatz und Seltersweg ausgestellt werden.

** Eine Bezirks- Vorturnerstunde des 2. Be zirks des Gaues Hessen fand am Sonntag nachmittag in der geräumigen Turnhalle des Turnvereins zu Grünberg statt. Es hatten sich der Bauturnwart Will- Weglar, der 1. Bezirksturnwart Wigandt- Gießen und eine ganze An zahl Turner des Bezirks eingefunden um die vom Gauturn wart gegebenen Uebungen durchzuturnen zur späteren Ver

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