Einzelbild herunterladen

Sie haben während meiner Rede stark gehüstelt, scheinen es also nötiger zu brauchen als ich." Sehr oft begrüßte Leo XIII. seinen Arzt, der sich nach seinem Befinden erfundigen wollte, lächelnd und in fast jugendlichem Uebermut mit einigen Versen aus der Divina Commedia" oder mit eigenen Versen, die er während der Nacht niedergeschrieben hatte. Es ver­dient noch erwähnt zu werden, daß Gioachino Pecci glaubte, daß er jung sterben werde. Im Jahre 1830, als er 20 Jahre alt war, schrieb er, in der Ueberzeugung, daß er nur noch wenige Monate zu leben habe, ein von bangen Todes= ahnungen erfülltes Gedicht: De invalitudine sua in adolescentia!"

Aus dem Gerichtssaal.

§ Der Konizer Mord an dem Gymnasiasten Winter bildet wieder einmal den Ausgangspunkt zu einer umfangreichen Verhandlung vor der Berliner Straffammer. Wegen Be leidigung des Koniger Lehrers Weichel wurde der Rechercheur George zu 1 Jahr Gefängnis, der Redakteur Mayer von der Berliner Morgenpost" zu 500, der Buchdruckereibesizer König zu 300 Mark Geldstrafe verurteilt. George, der sich 3: 3t. wegen Ürkundenfälschung in Untersuchungshaft be­findet und wegen der verschiedensten Vergehen und Ver­brechen schon 12 Jahre Zuchthaus hinter sich hat, hatte in einem in der Morgenpost" veröffentlichten Artikel und in einer von dem Angeklagten König gedruckten Broschüre den Lehrer Weichel des Mordes an Winter resp. der Beihilfe dazu bezichtigt. Weichel, der schlüssig seine völlige Unschuld hatte nachweisen können, ist durch die furchtbare Beschuldigung in seinem Amt und psychisch schwer geschädigt worden. Gerichtshof erklärte, der Angeklagte George habe nicht in Wahrnehmung berechtigter Interessen, sondern aus Gewinn sucht und niedrigen Motiven gehandelt.

Der

wurde einem Dampfer, auf dem man nur italienisch sprach, zugewiesen; ein anderer, dem versprochen wurde, mit einem Viermaster nach Australien zu fahren, wurde von Hamburg aus nach mehreren fremden Häfen verschickt, ehe er in einem Hafen Irlands auf einen nach Amerika fahrenden kleinen Schooner tam. In Amerika seßte man den Knaben mit seinen Sachen einfach ans Land. Zwei Jungen kamen auf ein schlechtes norwegisches Schiff, an dem von Antritt der Reise an an den Pumpen gearbeitet werden mußte. Alle Eltern, die ihre Söhne Schiffsjungen werden lassen, tun gut, bevor die Söhne sich verheuern, die Seemannsmissionen in den Hafenstädten um Auskunft über den Agenten und das Schiff, welches den Jungen aufnehmen soll, zu bitten. Diese Auskunft wird in jedem Falle gern erteilt und, do sie in jedem Falle zuverlässig ist, so wissen die besorgten Eltern wenigstens, daß ihr Liebling, wenn sie ihn den schwanken Schiffsplanken anvertrauen, gut aufgehoben ist.

§ Gefälschte Sterbeurkunden. Der Generalagent Zicker von der Mecklenburgischen Sterbekasse für Stadt und Land hatte sich wegen Urkundenfälschung, Untreue und Betruges bor dem Schwurgericht in Güstrow zu verantworten. Der Angeklagte hat die von ihm vertretene Sterbekasse in zahl­reichen Fällen dadurch empfindlich geschädigt, daß er falsche Sterbeurkunden anfertigte und dann die Versicherungs. gebühren erhob. Er wurde zu 5 Jahren und 2 Monaten Zuchthaus und 600 Mark Geldstrafe ev. weiteren 40 Tagen Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust verurteilt.

§ Die Unterschlagungen bei der Darmstädter Bank in Betrage von 800 000 Mark, deren, wie s. 3t. mitgeteilt wor den ist, sich der Buchhalter Neßler in Berlin schuldig machte haben ihre Sühne gefunden. Neßler wurde zu fünf Jahrer Gefängnis und gleich langem Ehrverlust verurteilt. Die Verhandlung entrollte ein häßliches Bild von moralischen Sumpf, bot aber kein Sonderinteresse.

Kleine Gerichtschronik. Der zu zwei Jahren Festung verurteilte Fähnrich z. See Hüssener stellte einen Antrag au Haftentlassung, der aber abgelehnt wurde.

Der Redakteur der sozialdemokratischen Leipzige Volkszeitung", Dr. Leusch, wurde wegen Beleidigung des Königs von Sachsen zu vier Monaten Festung verurteilt.

Nab und Fern.

)([ Ein weiser und gerechter Richter.] Ort der Handlung: der Staat Minnesota; Hauptperson des Stückes ein gewisser Johnson, der zum Friedensrichter einer kleinen Stadt ge­vählt worden ist, obwohl er nicht die geringsten juristischen Kenntnisse besitzt; da er aber der älteste Herr der Gemeinde ist, glaubt er einen heiligen Anspruch auf dieses Amt zu haben. Der erste Fall, den er zu einem gedeihlichen Ende führen sollte, war der eines Mannes, der wegen Kälberdieb stahls vor Gericht stand. Da der neue Richter sich bei seiner Premiere" nicht von einem allzu zahlreichen Publikum beob achten lassen wollte, setzte er die Verhandlung auf 7 Uhr morgens fest. Es erschien in der Tat niemand außer dem Sheriff, dem Gefangenen und seinem Advokaten; selbst der Staatsanwalt glänzte durch Abwesenheit. Rasch sprang der Advokat auf und hielt folgende Ansprache: Ew. Ehren, ich vertrete hier den Gefangenen. Das ist die Stunde, die Sie als weiser und gerechter Richter festgesetzt haben, um unseren Fall zu hören, und da der öffentliche Ankläger durch Ab­wesenheit glänzt, beantrage ich die Freisprechung des An­geflagten." Der Kälberdieb, der sich von seinem Angstanfall erholt hatte, nickte befriedigt. Der Richter überlegte, dann sagte er: Meine Herren, es ist hier der Antrag eingebracht worden, daß der Angeklagte freigesprochen werde." Der Angeklagte erhob sich und sprach feierlich: Ich unterstütze den Antrag."" Meine Herren", fuhr der Gerichtshof" fort, Sie haben gehört, daß der Antrag unterstützt wird. Wer dafür ist, sage laut: Ja!"" Ja!" riefen der Advokat und der Gefangene einmütig. Wer dagegen ist, sage laut: " Der Angeklagte Nein!" Nein!" schrie der Sheriff.

Der Kaiser als Hypothekengläubiger. Der Letteberein zu Berlin, dessen segensreiche Bestrebungen zum Schuß und zur Ausbildung der weiblichen Jugend sich der besonderen Fürsorge der Kaiserin erfreuen, hat auf sein in Berlin neu­erbautes Heim eine Hypothek vom Kaiser erhalten. 300 000 Mark, mit vier Prozent zu verzinsen, sind auf den Namen bes Monarchen eingetragen worden.

Einen furchtbaren Tod fand in Materborn bei Cleve ein dreijähriges Kind, das seine Geschwister im Spiel an das Leitseil einer Kuh gebunden hatten. Das Tier scheute plößlich und rannte, das Kind hinter sich herschleifend, davon. Als die Kuh endlich eingefangen wurde, war das Kind in eine unförmige Masse verwandelt.

O Des alten Bergsteigers letzte Tour. Der achtzigjährige Johann Hofer von Innsbruck, welcher die Waldraſtſpize be steigen wollte, wurde tot aufgefunden. Man wollte ihn von der Partie abhalten, er verwies aber darauf, daß er sie schon sechzig Mal gemacht habe, stürzte ab und fand den Tod.

Zu den politischen Mordattentaten in Italien, die, wie erinnerlich, das Städtchen Figline zum Schauplab hatten, wird jetzt bekannt, daß der Mörder des Stadtverordneten Gianni ein 23jähriger Schuhmacher Luigi Capanni ist. Ca­panni hält sich verborgen, doch glaubt die Polizei, seine Spur in Florenz entdeckt zu haben. Capanni wie auch der zweite jugendliche Mörder gehörten offiziell der sozialistischen Partei an, doch lehnt diese jede Verantwortlichkeit für das berbrecherische Tun der beiden ab.

-

41. Ber and Kredit Be langen nahmen ber Broßherzog" ihren 2 Herr Justizrat Dr. direktor den Vorfi f walt Herr Dr. Cri Direktor der deutschen Thorwart Frankfurt. burch den Verbandsd des Anfsichtsrats d Herr Petri das Wo der Gewerbebant herz Aufenthalt den Teiln möge. Er gab dem langen fruchtbringen auf die Notwendigte und mehr zusammenf partet. Rebner schlo bas ganze Deutschlan Der Verbandsdirektor auf einen schönen 2 wurde zur Ergänzung Borfigenden wurde He zum Schriftführer der bant, Herr Moefer­Verbandsrechnungen Ritter Grünberg wi Berichterstattung ber einer Aritik seitens d ftehend geben wir e gliederzahl, Gesammt und über die Divider

Vordergelände der Weber'schen Besißung seitens der Stadt gegen eigentümliche Ueberlassung des Grabens vertauschen. Stadtv. Birr hält eine Verbreiterung der Straße auf der entgegengesetten Seite für besser durchführbar, weil die Häuser auf der anderen Seite teilweise tiefe Gärten haben. Die Stadtverordneten erklären sich aber mit dem Vorschlag der Deputation einverstanden. Die Baudeputation stellt den Antrag, die Versammlung wlle sich damit einverstanden erklären, daß das zur Verbreiterung der Mar= burgerstraße erforderliche Gelände, dort wo die Eigen­tümer mit dem von der Stadt gemachten freihändigen An­gebot von Mt. 6 für den Quadratmeter nicht einverstanden sind, und 10 Mart dafür fordern, die zwangsweise Ent­eignung des Geländes zu beantragen. Stadtv. Hanau ist der Ansicht, daß das Gelände auch 10 Mart Wert hat; er ist der Ansicht, wenn man s. 8. dem Kalbfleisch 10 Mart gegeben hat, solle man dem Butt auch den gleichen Betrag für dessen Grund und Boden bezahlen. Der Oberbürger­meister bemerkt, daß Kalbfleisch Gelände in der ganzen Tiefe seines Geländes hat abtreten müssen zur Anlage einer Duerstraße. Von Butt soll nur ein schmaler Streifen Vordergelände hergegeben werden, wodurch das daran stoßende Hinterland an die Straßenfront rücke, also wieder Vordergelände werde, nach Lage des Falles also verliere Butt nichts und sei der Preis von Mt. 6 genug. Stadtv. Loeber hat die gleiche Ansicht wie der Oberbürgermeister. Die Versammlung ist mit dem Antrag der Enteignung ein­verstanden. Auf Antrag wird dem Konrad Rüb­samen gestattet, einen Teil des Schweinemarktes vorüber­gehend als Rieslagerplatz zu benutzen, doch muß er den­selben auf Verlangen sofort räumen. Die Anschlüsse des neuen Friedhofes, des Armenamtes und des Hochbauamtes an das Fernsprechneß, welche schon bewirkt sind, werden nachträglich von der Versammlung gut geheißen. Der Staat, welcher für die elektrische Beleuchtung pro Kilo­wattstunde 45 Pfg. an die Stadt bezahlt und dem späteren Rabattvergütung je nach dem Umpfange der Strom ver­braucht in Aussicht gestellt ist, beantragt, die Stadt wolle für Abgabe von elettrischer Energie an ihn die Preise wie folgt normieren: für Bleuchtung bei einem Verbrauch von 5000 Kilowattstunde á 45 Pfg., 10000 Kilowattstunde á 40 Pfg., 25000 Kilowattstunde á 35 Pf. und 50000 Kilo­wattstunde á 30 Pfg. Für den Verbrauch ist ein Jahr an­genommen. Strom für Kraft und Heizung die Kilowatt­stunde 20 Pfg. Dabei soll in Rechnung gezogen werden der ganze Verbrauch pro Jahr nicht in einem Staatsge­bäude, sondern in allen zusammen, um als Maßstab für den zu zahlenden Preis zu dienen. Die Gas- und Wasserwerks­Deputation schlägt vor, dem Antrag nicht zuzustimmen. Erstens fönne man sich nicht darauf einlassen, den Verbrauch von Elektrizität in allen Staatsgebäuden zusammen genommen, als Grundlage für die Berechnung heranzuziehen. Es müßte jede Verbrauchsstelle, genau so wie bei den Privatleute, n als Einheit betrachtet werden und wieder sei erst am 1. Januar der Preis für die Elektrizität heruntergerseßt. Um neue Breisnachlässe gewähren zu fönnen, müsse man erst die finanzielle Wirkung abwarten, welche die erfolgte Verbillig ung der Elektrizität auf die Rentablität des Werkes nach einem Jahr ausmache und demgemäß beschließt die Versamm­lung. Ferner werden geforderte 240 Mt. zur Anbring­ung eines Schußgeländers am Schwungrad der 300pferdigen Maschine im Elektrizitätswerk bewilligt. Die schon durch­geführte Fortführung 2c. der Gasleitung in der Rod­heimerstraße, für welche früher bereits von der Ver­sammlung 1300 Mt. bewilligt wurden, ist man nachträglich mit der Durchführung der Gas- und Wasserleitung in der Landmannstraße, für welche auch Mittel schon bereit standen, einverstanden.

ist mit Stimmenmehrheit freigesprochen", entschied der Richter. Die Tagesordnung ist erschöpft, ich hebe die Sigung auf." Der Advokat packte seine Akten zusammen, der freigesprochene Kälberdieb brachte ein Hoch! aus auf den weisen und gerechten Richter, und alle gingen zufrieden nach Dause.

Bunte Chronik. Der Bürgermeister Lecomte in St Marcel( Elsaß) wurde auf der Saujagd von einem Jäger aus Unvorsichtigkeit erschossen.

Reiche Goldkonzessionen. Einem Syndikat amerika­nischer Kapitalisten ist es gelungen, ausschließliche Handels. und Minenrechte in einem großen Distrikt Sibiriens, zwischen dem Golf von Anadyr und der Behringstraße, zu erhalten. Die Konzession war die Folge direkter Verhandlungen mit dem Czaren und sie gibt das Anrecht auf Goldminen, die bon außerordentlichem Werte sein sollen. Der betreffende Distrikt soll außerdem Kupfer- und Kohlenbergwerke, sowie Salmfischereien enthalten.

In Budapest verunglückte schwer bei seinem bekannten Punststück Looping the Loop" der Amerikaner Mister Broms. In der Schweiz fielen gewaltige Mengen neuen Schnees. Es herrscht eine furchtbare Kälte auf den höher Jelegenen Touristenstationen.

-

Sihung der Stadtverordneten.

W. Gießen, den 10. Juli 1903. Oberbürgermeister Mecum eröffnete die Sizung und macht der Versammlung über das schon von uns mitgeteilte Resultat der Submission für die Weiterführung der Kanalisations­arbeiten in der Altstadt Mitteilung. Die Baudeputation schlägt vor der Firma Jäger& Rumpf- Hanau, welche das zweitbilligste Angebot gemacht, die Arbeiten für ihre Forderung in Höhe von Mit 317 687,70 Mt. zu übertragen, womit die Stadtverordneten einverstanden sind. Die Lieferung von Traß von Eisenteilen( Spezialartikel, die teilweise sogar patentiert sind) sollen nach Antrag der Baudeputation, soweit diese Materialien zur Kanalisation nötig sind, den seitherigen Lieferanten freihändig, Traß um 1 Mark pro 100 kilo billiger als seither, und die Eisen­teile zu dem seitherigen Preise, übertragen werden. Der Vorschlag findet Annahme. Ebenso ist die Versammlung damit einverstanden, daß der Gail' schen Dampfziegelei freihändig die weitere Lieferung von gelben Klinkern( für ca 68 000 Mart) übertragen werden soll, da die von aus. wärts eingeholten Offerten für dieses Material sogar eine Aleinigtett höher im Preise sich stellen. Das Gail'sche Werk hat nämlich die Preise für sein Material bei der neuen Offerte erhöht und erklärt nicht billiger liefern zu können.

** Die Lockungen des Seemannsberufs sind für die Mehr zahl der deutschen Knaben, namentlich aus dem Binnen. lande, in einem gewissen Alter fast unwiderstehlich. Fremde Länder zu sehen, ist bei dem den Germanen von altersher innewohnenden Wandertrieb das Ideal eines jeden jungen Feuerkopfes von 12 Jahren aufwärts, der am lieb jten gleich in Robinson Krusoes ruhmreiche Fußtapfen treten möchte. Doch abgesehen von diesen jugendlicher Phantastereien ist der Seemannsberuf heutzutage auch wirk lich eine gute Karriere. Ein Junge mit halbwegs an. gehender Schulbildung und offenem Kopf fann es bei der großen Ausdehnung, die unsere Handelsflotte von Jahr zu Jahr geivinnt, allemal zum Kapitän bringen, und das ist ein einträglicher, angesehener Posten. Nur ist dazu, de der fünftige Kapitän von der Pife auf dienen muß, eine lange Fahrzeit als Schiffsjunge und Matrose erforderlich. Und da kommt es vor allem darauf an, recht vorsichtig in der Wahl derer zu sein, denen man den jungen Men­schen zur Ausbildung anvertraut. Oft werden die Ange hörigen durch verlockende Anpreisungen, in welchen die Unterbringung der Jungen auf besten, erstklassigen Segel. schiffen versprochen wird, verlockt, sich an gewisse Agenten zu wenden. Mehreren armen Jungen, die den Gewissen. losen in die Hände fielen, ging es traurig. Ein Knabe

-

( Schluß folgt.)

Lokales.

Vereine

Alsfeld Bad Nauheim Biedenkopf

ießen, den 10. Juli 1903. Die Gemälde Ausstellung im Turmhaus wird am 20. d. Mts. geschlossen. Am Sonntag ist die Ausstellung zum allgemeinen Besuch unentgeldlich ges öffnet.

* *

Buzbach Caffel, Kreditverein Caffel, Adg. Vorschuß Eschwege.

Die Krachenburg" an der Neuen Bäue wird verschwinden und einem Neubau Plaz machen. Gebrüder Weber- Offenbach, die jeßigen Besizer, haben auf dem Bau­amt bereits den Bauplan eingereicht, der große Läden vor­sieht.

Zur Anschaffung eines Kontrollwagens für die Kanali­sation werden Mt. 250 gefordert und auch bewilligt. Die Weißbinderarbeiten für die städtische Kaserne werden auf Vorschlag der Baudeputation dem Weißbindermeister Kohlermann als den Billigsten übertragen.- Die Pflasterung eines Teiles der Hammstraße wird Herrn Pflastermeister Hofmann mit 579,40 Mt. gegeben. - Die Heyligenstädt'sche Dampf- Straßenwalze ist bis zum Herbst für den Kreis beschäftigt; Schlid- Limburg ist bereit, feine Dampf- Straßenwalze der Stadt Gießen pro Stunde mit 4,50 Mt. bei 13 stündiger täglicher Arbeitszeit und bei einer Beschäftigungsdauer von mindestens 10 Tagen zur Verfügung zu stellen. Die Versammlung acceptiert die Offerte. Die Baugesuche der Baugenossenschaft des ev. Arbeitervereins für den Weglarerweg sind zurück­gezogen. Gebrüder Weber, die Besizer der Kracheburg haben einen Bauplan eingereicht, sie wollen hier, nach an Stelle des alten Hauses in der Neuen Bäue einen Neubau aufführen und beantragen, ihnen den hinter ihrem Hause parallel mit der Straßenfront hinziehende der Straßenfront hinziehende städtischen Graben zur Ueberbauung zu überlassen. Die Bau­deputation schlägt vor, den Antrag vorerst abzulehnen, da­gegen eine auf dem Tisch des Hauses offen liegende Bau­fluchtlinie für die Neue Bäue anzunehmen, wonach dieser Straßenzug vom Neuwegerthor an, also entlang Schulers Garten, der bekanntlich im Besiz der Stadt ist, entlang der Reaz'schen Besitzung und entlang der Kracheburg 2c. ver­breitet werden soll. Man will dann das abzutretende

Friedberg

Fulda

Gießen

Großalmerode

Grünberg

Hersfeld. Homberg.

Lichtenau

Marburg

Melsungen

Neukirchen

Norded

Reichelsheim Rotenburg a. F.

Schlitz

Wächtersbach Weklar Wildungen

Die gesamten Mart; das eigene Betriebsfapital 27 18 wurden 1414 992 ihren Bericht gegeben die übrigen Vereine figende dankte den B lehrreich, intereffant verlaufen. Gleichzeiti größte Befriedigung bis auf Reichelshai berhandlung tomme u vertreten sein werde,

* Gießener Fußball- Klub 1900. Bei dem am legten Sonntag in Siegen stattgehabten Retourspiel mit der Siegener Mannschaft errang der Gießener Klub nach scharfem, flotten Spiel mit 2: 0 Goal den Sieg. Am nächsten Sonntag findet auf dem Trieb eine Lauf- und Springtonfurrrenz statt, der sich im Schüßenhaus ein Rommers anschließt.

*

die Teilnehmerzahl bon B suchern gefül Schäftlichen Teil gef

und Gesang in ihre Der heutige Ber gang um die Stadt Die Versamm Saalbau( Steins G besucht. Die Begu Sprach heute der S Herr Loos, der u

* Besizwechsel. Das Haus Neuenweg 30, dem Herrn Chr. Schulmeyer gehörig, ist für den Preis von 12 500 Mt. in den Besitz des Dachdeckermeisters Carlé über­gegangen.

*

* Ein Schullehrer als Schäfer.( Wahre Be gebenheit.) Bei der letzten Reichstagswahl hatte sich ein Schullehrer so begeistert gefühlt, daß er den im Felde bei seiner Herde Schaafe stationirten Schäfer zur Wahlurne bei einem nahe gelegenen Dorfe bei Homberg an der Ohm heran holte. Der Herr Lehrer, welcher sich bereit erklärte, so lange die Schafe zu hüten, trat sofort sein Amt an und der Schäfer begab sich zum Wahllokal. Zu seinem Bedauern hörte er daselbst, daß er gar nicht in die Wähler­liste eingetragen war und vergnügt wanderte er ins Wirts­haus und nahm daselbst einige Schoppen zu sir. Nach 4 Stunden lehrte er dann zu seinem Stellvertreter zurück und bedeutete ihm der Schäfer, daß er seine Funktion ausge zeichnet erfüllt habe und bei weiterem Bedarf er sich wieder an ihn wenden wolle.

Bef

Wegen Wal Dampfwalze ist d Grünberg, am Großhe

8 Lage gesperrt.

Balk- und W

Augut

Majicnfabritat

Werke Abend