Einzelbild herunterladen

grundete verein, yar schon fruher emmal unter dem Pro­tektorate eines Kronprinzen, nämlich des nachmaligen Kai­sers Friedrich III., gestanden.

Durch den Tod des Prinzen Georg von Preußen war die königliche Akademie gemeinnüßiger Wissenschaften in Erfurt lange Zeit hindurch ihres Präsidenten beraubt. Jetzt hat Prinz Albrecht von Preußen, Regent von Braunschweig, auf Antrag des Senates mit Genehmigung des Kaisers das Präsidium der Akademie übernommen und diesen Entschluß dem Senat mitgeteilt.

Heer und flotte.

Leutnants mit Fähnrichgehalt. Aus einer Aufstellung der Kassenabteilung des Kriegsministeriums, die soeben ger­öffentlicht wurde, ergibt sich die sonderbare Tatsache, daß zur Zeit bei der Feldartillerie noch 173, bei den Verkehrs­truppen 5 Leutnants ohne das Leutnantsgehalt sind und bei der Feldartillerie noch nicht einmal alle Leutnants mit Patent vom 28. Januar 1902 es beziehen. Es dauert mit­hin bei der Feldartillerie immer noch nahezu zwei Jahre nach der Ernennung zum Offizier, also mindestens Jahre nach dem Eintritt in das Heer, bis das Leutnantsgehalt bon jährlich 900 Mark erreicht ist. Bis dahin beziehen diese Leutnants dieselben Gebührnisse wie als Fähnriche, und nur hinsichtlich der Unterbringung im Kasernenquartier sind sie etwas besser gestellt.

Der militärische Hintertreppenroman. § Mek, 7. November.

Vor dem Kriegsgericht des 16. Armeekorps wird sich übermorgen Leutnant Friz Bilse vom Lothringischen Train­bataillon Nr. 16 aus Forbach wegen seines weit über Deutsch­lands Grenzen hinaus Aufsehen erregenden Romans Aus einer kleinen Garnison" zu verantworten haben. Der Ver­faffer hat ausgesprochenes Pech gehabt, daß ihm dies pas­sieren mußte. Er hoffte, wenn sein Werk das Licht der Deffentlichkeit erblickte, längst den Offiziersrock ausgezogen zu haben. Er hatte, als der Roman in einem Braunschweiger Verlage erschien, tatsächlich seinen Abschied eingereicht und befand sich schon auf Urlaub. Bilse war durch die auf ein Versehen zurückzuführende verfrühte Veröffentlichung pein­lich überrascht. Wußte er doch genau, daß die Militär­behörde nun, wo er noch Offizier war, gegen ihn einschreiten müßte. Und, was er gefürchtet, trat denn auch mit mili­tärischer Pünktlichkeit ein: Bilse wurde verhaftet und der berleumderischen Beleidigungen von Vorgesetzten angeklagt.

Während nach einer Version der Angeklagte den Wahr­heitsbeweis für die in seinem Roman erzählten Dinge er­bringen will, soll er sie nach einer andern für zum großen Teil erfunden oder übertrieben erflären wollen. Dies dar­zutun, würde ihm auch keine weiteren Schwierigkeiten be­reiten. Denn ganz abgesehen von der Darstellung, die jedem literarischen Empfinden ins Gesicht schlägt, tragen auch die Situationen den Stempel der auf die Hintertreppe berech­neten Senſationsmache. Da ist der Regimentskommandeur v. Kronau, der sich in der vollständigen Gewalt einer Haupt­mannsgattin befindet, die die eigentliche Kommandeuse" ist, die Offiziere maßregelt und die Bürschen prügelt. Ihr Stlave, der Oberst, ist zu alledem noch seig. Er drückt sich in eklatanter Weise bei einer Forderung, die ihm der be­leidigte Gatte seiner Geliebten überbringen läßt, und ver­kriecht sich hinter die Röcke der Frau Hauptmann, die ihn herauslügen muß. Ehebruch ist in dem von Bilse geschil­derten Offizierskorps überhaupt eine Sache, die ebenso zum guten Ton" gehört, wie Saufen, Schuldenmachen, Leute­schinden, Betrügen u. s. w., u. s. w., furz alles, was sich mit der Offiziersehre nicht vereinbaren läßt. Daß die Schande der Vorgesezten auf das Unteroffizierkorps abfärben muß, ist am Ende nur selbstverständlich. Alle die Laster und Ge­brechen zeigen sich dort in noch brutalerer Offenheit und zwingen die Soldaten zur Deſertion oder zur Flucht in die offenen Arme der Sozialdemokratie. Die Lösung des häß­lichen Knotens ist denn auch ganz im Rahmen dieses Milieus gehalten. Ein Oberleutnant, der sich mit zwei anderen Kameraden in den außerehelichen Besitz einer Rittmeisters­gattin teilt, verlumpt vollständig und sinkt zum gemeinſten Gauner herunter. Ende: Doppelselbstmord im Verein mit der Rittmeisterin, die sich inzwischen offen zum Handwerk der Dirne befannt hat.

Soweit der Inhalt des Bilseschen Machwerks, das selbst von denjenigen Parteien und Ständen, die dem deutschen Offiziersforps nicht grün sind, nicht ernst genommen werden kann. Was aber den Roman trotz alledem für die Anklage­behörde beachtenswert machte, ist der Umstand, daß der Ver­fasser seine häßlichen Helden in die durchsichtige Maske wirklich im Regiment und in der Stadt Forbach existierender Personen kleidete. Hier lag eine Gefährdung der Diszi­plin und zugleich der öffentlichen Moral vor. Aus diesem Grunde wird auch bei dem Prozeß wahrscheinlich die Deffent­lichkeit ausgeschlossen werden. Wir werden uns trotzdem bemühen, soweit wie möglich, über die Verhandlungen zu berichten.

Hochverrat in Bulgarien.

Eine ungeheuerliche Enthüllung bringt ein Sofioter Blatt. Sie besagt nichts weniger, als daß das vorige Ministerium Danew die Ermordung des Fürsten Ferdinand geplant habe. Vorher aber habe es hinter dem Rücken des Fürsten die bul­garischen Häfen Varna und Burgas an Rußland ab­treten und die gesamte bulgarische Diplomatie im Aus­lande den betreffenden russischen Botschaften oder Gesandt­schaften unterstellen wollen!

So abenteuerlich die Meldung klingt, völlig unwahr­scheinlich ist sie nicht, und jedenfalls ist sie nicht ganz aus der Luft gegriffen. Die Einzelheiten, die das bulgarische Blatt zur Befräftigung seiner Mitteilungen bringt, zeigen mit ziemlicher Gewißheit, daß wenigstens der Plan der Ver= wandlung Bulgariens in eine russisch, e Provinz denn darauf läuft, wie man gleich sehen wird, die Abtretung der Häfen, die Angliederung der bulgarischen Gesandtschaften an die russische Diplomatie hinaus- bei dem Ministerium Danew bestanden hat. Der Mordanschlag gegen den Fürsten dagegen scheint mehr eine Privatleistung einzelner, mit dem Ministerium befreundeter Deputierten ge­wesen zu sein. Die Enthüllung des Sofioter Blattes bringt an wesentlichen Mitteilungen folgendes:

Um Rußland die Eroberung Konstantinopels und Bul­aariens au erleichtern. bat sich Serr Danew einverstanden

erklärt, unsere Häfen Warna und Burgas der russischen Flotte pachtweise, wie in China, abzutreten. Vor einer solchen etwaigen Uebergabe von Warna und Burgas hätten jedoch die Russen die bulgarische Armee in die Hände be­kommen müssen. Aus diesem Grunde hat Herr Danew dem Grafen Lambsdorff in Petersburg das Versprechen gegeben, einen russischen General als bulgarischen Kriegsminister anzunehmen. Ein russisches Korps von 70 000 Mann sollte im Bezirk Burgas- Jamboli unter dem Vorwande aufgestellt werden, uns vor einem türkischen lteberfalle zu sichern. Man denke sich also: ein russischer General als Kriegsminister, ein russisches Korps in Burgas­Jamboli, zwei Geschwader in Burgas und Warna, und da­bei sollen wir noch ein unabhängiger Staat bleiben! Als Gegenleistung versprachen uns die Russen eine Anleihe von 10 Millionen Franken zu unserer Ausrüstung, außerdem, uns gegen einen etwaigen rumänischen Angriff zu sichern. Ferner hatte Herr Danew einen Runderlaß an unsere Ver­treter im Auslande gerichtet, worin ihnen mitgeteilt wurde, daß sie den russischen Botschaftern im Aus= lande attachiert werden und hinfort nicht selbständig, sondern durch diese Botschaften zu handeln hätten. Um alle diese Absichten zu verwirklichen, suchte das Kabinett die Auto­rität des Fürsten einzuschränken: daher die tagelangen Be­schimpfungen des Fürsten und der dem Kabinett ergebenen Kammer und ihr Bestreben, dem Fürsten seine Machtbefug­nisse möglichst zu beschränken und ihn zu einer Puppe zu machen. Den Zankowisten, den Freunden des Kabinetts, war das auch nicht genug, und so wurde denn eine Verschwörung vorbereitet, um den Fürsten während der Schipkafeierlich­feiten zu ermorden und darauf die Regentschaft zu über­nehmen...

All diesen Plänen machte der plötzliche und anscheinend unerklärliche Entschluß des Fürsten, das Kabinett Danew zu entlassen, ein Ende, und das neue Kabinett Petrom erklärte der russischen Regierung, die gesetzwidrigen Verabredungen des vorigen Kabinetts mit Rußland gingen die neue So­fioter Regierung nichts an. Daraufhin veranlaßte Graf Lambsdorff den bulgarischen Gesandten in Petersburg, dem Kabinett Petrow die Innehaltung der mit Danew getroffenen Verabredungen zu empfehlen. Die Folge war die sofortige Abberufung des Gesandten, der zurzeit in Sofia weilt...

Soweit das bulgarische Blatt. Aus der ganzen Jassung des Artikels, von dem wir hier nur einen Auszug geben können, erhellt, daß seine Angaben aus der nächsten Um­gebung des Fürsten Ferdinand stammen. Für uns unter­liegt es sogar keinem Zweifel, daß der Fürst selbst die Veröffentlichung dieses Artikels veranlaßt hat, in der Ab­sicht, durch diese Flucht in die Oeffentlichkeit" seine Stellung im Lande zu befestigen. Zweifelsohne ist diese Veröffentlichung nur der erste Schritk; ist es den Mit­gliedern des Kabinetts Danew und den Zankowiſten, zu denen sie ja selbst zählen, nicht möglich, diese Anschuldig­ungen zu widerlegen, so wird der sicher zu erwartende Hoch­berratsprozeß gegen sie ein ihnen recht unerfreuliches Ergeb­nis haben.

In seltsamem Lichte erscheint bei dem Handel auch die russische Politik. Aber Graf Lambsdorff versteht sich darauf, sich herauszureden. Und wie fadenscheinig auch die Gründe sein mögen, mit denen er seine Unschuld beweisen" wird, Fürst Ferdinand wird sie gelten lassen müssen. Denn Macht geht vor Recht: was kann Ferdinand wider den weißen Zaren?

Hus dem Gerichtsfaal.

§ Eine romantische Entführungsgeschichte trug ihren: Haupthelden vor der Strafkammer zu Metz 6 Wochen Ge fängnis ein. Der Maler Heinrich Beeke hatte eine frü­here Schülerin, die 17jährige Tochter eines Oberstabsarztes Dr. L., zu veranlassen gewußt, aus einer Pension unter Vorwänden zu entweichen und mit ihm unerlaubte Flitter­wochen in seiner Wohnung zu verleben. Die Sache kam ans Licht und auf Anzeige des Vaters erhielt der liebes­tolle Künstler 6 Wochen Zeit, im Gefängnis über den selbst­erlebten Roman nachzudenken.

§ Der Haß gegen den Eindringling". Das Schwurgericht in Hanau verhandelte sechs Tage lang über einen bestia­lischen Fall, der sich in der Nacht vom 19. zum 20. Juli d. Is. in Lütter, einem Dorfe zwischen Fulda und Gers­feld, zugetragen hat. Dort war vor zwei Jahren aus Poppen­hausen der Schneider Leopold Schäfer mit Schwester und Mutter zugezogen. Trotzdem er keine Veranlassung gegeben hatte und als ein ruhiger Mann geschildert wurde, hatte er doch bald unter dem Haß der Dorfbewohner zu leiden, die den Eindringling auf jede Art und Weise zu quälen suchten. Am 19. Juli wurden nun in einer der Wohnung Schäfers gegenüberliegenden Wirtschaft fortwährend Spottlieder auf die Schäfersche Familie gesungen und dann ein Anschlag gegen den Schäfer geschmiedet. Am Abend richteten die Dorfbewohner einen Steinbagel gegen das Schäferſche An­wesen; Schäfer selbst und seine Schwester wurden beim Her­austreten niedergeschlagen, dann, als sie ins Haus zurück­flüchteten, das Anwesen selbst erstürmt, alles kurz und klein geschlagen und die Schäfersche Familie weiter mißhandelt. Schäfer hatte mit einer Hacke einen Schlag auf den Kopf erhalten, woran er starb. Seine Schwester trug Rippen­und Armbrüche davon, die 80jährige Mutter wurde gleich­falls mißhandelt. Fünf Einwohner aus Lütter konnten als Beteiligte ermittelt werden, gegen die die Anklage auf schwe­ren Landfriedensbruch und vorsätzliche Körperverletzung mit tötlichem Erfolge erhoben wurde. Das Gericht verurteilte drei der Angeklagten zu je 6 Jahren, einen zu 3 Jahren Zuchthaus und den fünften, dem mildernde Umstände zu­gebilligt wurden, zu anderthalb Jahren Gefängnis.

§ Die Diebstähle im Korpshause der Bonner Saxonia" bildeten den Gegenstand einer Anklage gegen den Freiherrn Roderich v. Ompteda vor der Straffammer in Bonn. Die Diebstähle sind, wie erinnerlich, im Laufe des Sommers ver­übt worden; der Verdacht der Täterschaft richtete sich schließ­lich gegen den vorgenannten Korpsbruder. Trotzdem dieser bor einem Ehrengerichte die Strafdelikte unumwunden ein­geräumt, legte er sich jetzt bei der Verhandlung aufs Leugnen. Er will dies Geständnis nur in plöglicher Befangenheit und unter dem Druck der Verhältnisse gemacht haben. Der Erste Staatsanwalt beantragte gegen den Angeklagter bei sofor­tiger Verhaftung eine Gefängnisstrafe von anderthalb Jahren und Ehrverlust auf die Dauer von zwei Jahren. Der Ge­richtshof sprach jedoch den Angeklagten wegen Mangels an Beweisen frei.

§ Der internationale Hoteldieb Samson, der wegen 14 bollendeter und eines versuchten Diebstahls angeklagt war,

wurde in Wiesbaden zu sieben Jahren Gefängnis unter Berechnung von einem Jahre Untersuchungshaft verurteilt, Der Staatsanwalt hatte 12 Jahre Zuchthaus beantragt, während die Verteidigung Freisprechung beantragte, wegen Beisteskrankheit.

Nab und fern.

Landung eines deutschen Luftballons in Frankreich. Ein deutscher Luftballon ist dieser Tage unweit Fonteney in Frank. reich niedergegangen. Die Landung vollzog sich äußerst glatt. Dem Korbe entstiegen ein deutscher Offizier in Uni form und drei Zivilisten. Auf dem Polizeikommissariat in

Schwu chts der Pro

ben Montag, äude in Gieße ichtsrats Ser

agmen Das 25. Hinnere Miff

Samstag, den 1

Be 9, vorm.

Guise, wohin sich alsbald die Luftschiffer begaben, gab der Doerhessische Offizier die Erklärung ab, der Hauptmann v. Abersen vom fi ntl. Sigun 39. Infanterieregiment in Düsseldorf zu sein. Er wäre fc. Lic. Dieck mit seinen Begleitern dort aufgestiegen und der Ballon sei einst in der St infolge widriger Luftströmungen nach Frankreich verschlagen. Nach Aufnahme eines Protokolls über die Landung traten die kühnen Luftschiffer die Rückreise nach Düsseldorf an.

Der Erste Bürgermeister von Eisenach, Dr. v. Fewson, welcher bekanntlich wegen verschiedener Vorgänge seines Amtes entsetzt wurde, hat gegen das Urteil des Landgerichts Eisenach Revision eingelegt, die am 12. d. Mts. Vor

bends 81 Uh Mittwoch, den ondensaal be Morgenandacht er Wie fönne

ren wiederherg

Stadt

of stellung geht ouderl, Luftst Spene mit den

Neichsgericht in Leipzig zur Verhandlung steht. Inzwischen tinchen- Gla ba ist der Eisenacher Polizeiinspektor Schindler, welcher wäh rend der Geschäftsführung des Ersten Bürgermeisters seines Amtes enthoben wurde, in letzteres wieder eingesetzt worden. Die Trauung eines Brautpaares im Gefängnis wird aus Dessau gemeldet. Es handelte sich um den Ingenieur M. bon Berlin, der vor kurzem wegen versuchter Nötigung vom dortigen Schöffengericht zu einer Woche Gefängnis verur­teilt wurde, sich aber gegenwärtig noch in Untersuchungs­haft befindet. Die Braut ist eine Berliner Dame. Zur Voll­ziehung der Cheschließung begab sich der Standesbeamte nach dem Gefängnis; als Trauzeugen fungierten beide Ge­fängnisbeamte.

to

[ Ein eigenartiger Wettbewerb] soll in der pennsylva­nischen Stadt Dushore stattfinden. Der dortige Bürger meister hat amtlich kund und zu wissen getan, daß die erste Bürgerin, die Drillingskinder zur Welt bringen würde, als Ehrenpreis einen prachtvollen Küchenofen erhalten werde; an dem Wettbewerb" dürfen sich alle Frauen der Grafschaft Sullivan beteiligen. Ob die preisgekrönte Dame den Küchen­ofen als Lohn für ihre Mühe behalten darf, oder ob es eine Art Wanderpreis sein soll, wird nicht mitgeteilt!

[ Die Verleihung des Wahlrechts an die Frauen] hat in Australien eine interessante Erscheinung gezeitigt. Es zeigt sich, daß die Frauen die Männer bei einer Gesamtzahl bon 1 700 000 Wählern um volle 50 000 Stimmen über­treffen werden. Im Staat Victoria, wo die Listen fertig sind, sind die Namen von 289 000 Wählern und 296 000 Wählerinnen eingetragen. Besonders stark ist das lleber­gewicht der Frauen in den großen Städten. In acht Wahl. freisen von Melbourne beträgt es 22 000 Stimmen. Merk würdigerweise ist noch strittig, ob die Frauen nicht nur wählen, sondern auch gewählt werden können. Bis jetzt be­wirbt sich nur eine Kandidatin, eine Miß Goldstein, um eine Stelle im Senat. Sie soll aber bei ihren Schwestern wenig Unterſtützung finden. Sie iſt zu hübsch!

Ein Haftbefehl gegen den Kaiser der Sahara" ist jetzt von der französischen Polizei erlassen worden. Wie f. 3t. ge meldet, haben die Matrosen, die Jaques Lebaudy in Afrika aussette und in die Hände der marokkanischen Räuber fallen ließ, gegen ihn Klage erhoben. Lebaudy ist angeblich spur los verschwunden. In Paris behauptet man, daß die Polize mit Willen nicht rechtzeitig zugegriffen habe, um ihm Ge legenheit zu geben, sich in Sicherheit zu bringen.

der Herrn Dire auptrollen. Doenburg, Gr Borstellung ber in diesem Stüd Borstellung, di af Dienstag, rer forgfältige beschoben word Bulte vorstellung

*( Männe in Neuen Saal iren äußerst ne führungen zeig Leistungen des Zukunft recht Bilder, Reiger wohlverdiente wurde bis zum mun als Absc tatt, bei dem Buging, daß iner Dame e A hören befar Eilnehmer n ause genomm

**

In

*

dachte, feierte ftienbrau rei

ua er bor 30 intrat. 30 S

in ein und de Freude und 2 ** Unf Stellwert 9 d Hin den 60er borf om Kop hirurgische S ** Mit

Brünberg fol fahren wird

Die Unruhen wegen der Stellenvermittelungsbürean in Frankreich wollen noch immer nicht aufhören. Jetzt greif die Bewegung von der Hauptstadt nach der Provinz über In Lyon fand in der Arbeitsbörse eine Versammlung statt die gegen die Stellenvermittelngsbureaus Stellung nahm Später kam es zwischen den Teilnehmern an der Versamm lung und der Polizei in der Nähe der Morandbrücke zu einen Zusammenstoße; die Polizeibeamten wurden mit Steinen betalfeite, ein S worfen; etwa zwanzig trugen infolgedessen Verlegungen de von; auch ein Arbeiter wurde verletzt; fünf Personen wurde verhaftet.

Späte Sühne. Durch einen Zufall wurde das Dunke gelichtet, das seit 14 Jahren über den Mord an dem Arbeite Paul Schweighofer in Steyr schwebte. Der Unglücklich wurde in den Morgenstunden des 1. Oktober 1889 auf der Straße mit mehreren Stichwunden am Kopfe aufgefunde und röchelnd ins Spital gebracht, woselbst er, ohne das Be wußtsein erlangt zu haben, starb. Dieser Tage wurden i Klagenfurt zwei Arbeiter namens Anton Waldhauſer un Valentin Wüchter in einem Gasthause von einem ehemal in Steyr ansässig gewesenen Herrn belauscht, wie sie sich de Tat rühmten. Sie wurden verhaftet und sehen ihrer Straf entgegen.

Im Drachenboot über den Kanal. Aus Calais wir gemeldet: Kolonel Cody hat Freitag abend im Drachenboo seine Kanalreise ohne jede Begleitung angetreten, und if am nächsten Morgen halb 9 Uhr in Dover eingetroffen. Di Ueberfahrt hat 10 Stunden gedauert. Ein mit fünf See leuten bemanntes Ruderboot begleitete Cody ein Kilomete weit in See. Das Boot konnte nur mit größter Anstreng ung folgen. Cody gebrauchte für das erste Kilometer 15 Minuten. Das Boot iſt vier Meter lang und mit Segel tuch überspannt, so daß nur der Körper Codys hervorrag Gezogen wird das Boot von einem mächtigen Drachen au Seide, welcher ohne die geringste Anstrengung bei bloßer Hochheben steigt und in Höhe von 400 Metern schwebt. Di Zugkraft ist so stark, daß bei zehn Knoten Windstärke zw Mann den Drachen nicht halten können. Das Steuern wir dadurch ermöglicht, daß die Verbindungsleine des Dracher je nach der Windrichtung an verschiedenen Punkten des Book festgemacht wird.

Bunte Chronik. Der Kaiser hat der evangelische Kirchengemeinde zu Klein- Bartelsen bei Bromberg zum Ba einer neuen Stirche aus seinem Dispositionsfonds eine Summ von 61 500 Mark überweisen lassen. Zu gleichem Zwe stiftete der Gustav Adolf- Verein eine Summe von 7800

- Die Polizei in Barcelona hat ein anarchistisches Kom plott entdeckt. Bei Haussuchungen wurden Dynamitvorrä und andere Materialien zur Anfertigung von Patron beschlagnahmt. Mehrere bekannte Anarchisten sind aus Barcelona verschwunden.

Herrn Hans

V Als fammlung Friedberg, a bestimmt.

November in

*

Im

*

Rongreß

** Bes Riegelpfad z

angestellten

X Die beabsichtigt 45 der Gen richten.

1 Es einem Abonn

gefandt, in d

dem Wahl

Kran

stätt

sage