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Berhaftete Münzfälscher. In den letzten Tagen wurden in Elberfeld, Düsseldorf, Köln und Bonn verschiedentlich falsche Zinsscheine über 6 Marf zu vierprozentigen Hypothekenpfandbriefen 18. Emission Lit. E in Umlauf gebracht. Die Elberfelder Kriminalpolizei ermittelte die Anfertiger der gefälschten Scheine in dem Kaufmann Hermann Homberg- Barmen und den Lithographen Rothe- Elberfeld. Homberg trug bei seiner Verhaftung noch 21 Stoupons bei sich. Wie sich herausstellte, hatte Rothe in Barmen eine vollständige Druckerei nur für die Anfertigung solcher Falschscheine eingerichtet. Mit dem Anfertigen der gleichfalls in Umlauf gebrachten falschen Zinskoupons der Preußischen konsolidierten dreieinhalbprozentigen Staatsanleihe scheinen die Verhafteten nicht in Verbindung zu stehen.
S Ein Wüstling ist der Ingenieur Georg Better, der jezt von der Schweiz an Deutschland wegen zahlreicher Sittlichkeitsvergehen in Steglig ausgeliefert werden soll. Er hat zahlreiche weibliche Angestellte einer von ihm geleiteten Waschanstalt mit Gewalt und Drohungen ge zwungen, seinen Lüsten willfährig zu sein. Mehrere seiner Opfer hatte er verleitet, ihn bei einem Stellungswechsel nach der Schweiz zu begleiten. Dort hat ihn eine derselben der Behörde angezeigt, die ihn zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilte.
(!) Sechzig Stunden auf einer Eisscholle. Beim Passieren eines zugefrorenen Armes der Donau geriet in der Nähe von Stockerau ein Kutscher mit seinem Wagen auf eine große Eisplatte, die durch das schwere Gewicht barst und fortschwamm. Mit schwerer Mühe konnte er sich und sein Gefährt wieder in Sicherheit bringen. Fast sechzig Stunden lang mußte er dort ausharren, bis er von der Freiwilligen Feuerwehr aufgesunden und gerettet wurde. Während dieser ganzen Zeit waren Kutscher und Pferde ohne Nahrung.
Vermischtes.
[ Frauenstudium an deutschen Universitäten.] Im laufenden Wintersemester sind im ganzen 1180 Damen zum Hören von Vorlesungen an deutschen Universitäten berechtigt und zwar in Berlin 552, in Bonn 113, in Breslau 112, in Erlangen 10, in Freiburg 17, in Gießen 19, in Göttingen 48, in Halle 43, in Heidelberg 42, in Jena 16, in Kiel 13, in Königsberg 51, in Leipzig 67, in München 33, in Marburg 19, in Straßburg 66, in Tübingen 3, in Würzburg 58. Die Personalverzeichnisse von Heidelberg, Jena und Straßburg geben arch an, in welcher Fakultät dieselben Vorlesungen hören. In Heidelberg hören solche in der medizinischen Fakultät 1, in der philosophischen 22, in der naturw.- math. 19; in Straßburg in der theolo gischen 1, in der medizinischen 19, in der philosophischen 44, in der math.- naturw. 2; in Jena alle 16 in der philosophischen. In Gießen werden vier als aufgenommene Hospitantinnen bezeichnet, welche alle bei der philosophi schen Fakultät immatrikuliert sind.
[ Bettlerfrechheit.] Zu einem kranken Herrn in Berlin kam dieser Tage ein modisch gekleideter junger Mann und bat um eine kleine Gabe. Der Herr machte ihm eine Schrippe und ein Butterbrot zurecht und reichte ihm beides mit den Worten: Nehmen Sie, ich bin schwer frank und kann Ihnen daher leider weiter nichts geben." Nach kurzer Zeit flingelte es wieder. Als der Herr öffnete, stand abermals der Bettler vor ihm, warf die eingewickelten Eßwaren vor seinen Augen auf die Treppe und begründete diese Frechheit damit, daß er aus hygienischen Gründen es ablehnen müsse, von franken Personen Eßwaren anzunehmen; in Zukunft möge der Herr ein Nickelstück geben, da sei die Ansteckungsgefahr ausgeschlossen.
A[ Der Telegraph im Dienste der Könige.] Ueber die Telegrammausgaben europäischer Herrscher berichtet ein französisches Blatt: Die meisten Telegramme versendet der Zar, nämlich für über 80,000 marf jährlich. Dann kommt der Deutsche Kaiser mit etwa 60 000 mt. pro Jahr. Der Kaiser von Oesterreich, der König von Italien und der König von Griechenland benußen den Telegraphen nur sehr wenig. Hingegen hat das englische Königspaar im letzten Jahre für über 45 000 mt. Telegramme verschickt. Zu bemerken ist noch, daß die Königin Alexandra außer in englischer Sprache auch mit Vorliebe deutsch depeschiert.
55]
Dr. Rumseys Patient.
Roman von Dr. Halifax und 2. L. Meade. Autorisierte Bearbeitung von C. Weßner.
Es war ein verhängnisvoller Zufall
Selbstverteidigung!"
" Ich weiß, Herr Baron."
-
Nachdrud verboten)
es geschah aus
Hetty hatte sich gleichfalls erhoben. Sie feufzte schwer auf. " Dieses schreckliche Geheimnis lag so erdrückend schwer auf mir, daß es mich fast umbrachte", sagte sie tonlos, in ihren Stuhl zurückſinkend.
ich
„ Das wundert mich nicht", gab Audrey in mitleidigem Tone zurück. Was Sie gethan, thaten Sie um meinetwillen bin Ihnen zu tiefstem Dante verpflichtet" er sah sie forschend an, und dennoch dennoch wäre es besser, hätten Sie nicht falsch ausgesagt, nicht falsch geschworen- es wäre viel, viel besser-"
,, Glauben Sie, ich hätte es mit ansehen können, daß man Sie zum Tode verurteilte?" fuhr die junge Frau mit blizenden Augen fort.
Sum Tode verurteilte? So schlimm wäre es nicht ge= worden; denn ich handelte in Notwehr. Sie hätten ia beweisen können, daß ich der Beleidigte, der Angegriffene war. O mein Gott, ich wünschte, Sie hätten damals die Wahrheit gesagt!"
„ Herr Baron, ist das der Dant- Ihr Dank für alles, was ich gethan? Sie wissen ja nicht, Sie haben ia teine Ahnung, was ich gelitten! Tante Armitage
,, Kennt Ihre Tante die Wahrheit?"
***
Das Reichs- Schlachtvieh- und Fleischbeschan- Ge seh. Die Ausführungsbestimmungen, welche für Preußen auf Grund des preußischen Ausführungsgesebes zum Reichsschlacht- und Fleischbeschaugesetz von den zuständigen Stellen erlassen werden müssen, werden erst kurze Zeit vor dem Junkrafttreten des Reichsgesezes, dem 1. April 1903, veröffentlicht werden. Die für die Meister wichtigsten Bestimmungen bezüglich der Fleischbeschaugebühren werden nicht einheitlich für ganz Preußen geregelt, sondern von den nach dem Ausführungsgesetze dafür zuständigen Landespolizeibehörden, den Regierungspräsidenten, erlassen werden. Infolge dessen wird auch deren Höhe für die. einzelnen Regierungsbezirke verschieden feſtgeſte Lt werden. Die Höhe der Fleischbeschaugebühren wird sich für die westlichen Provinzen nicht wesentlich von der für die östlichen Provinzen unterscheiden, nur daß die in der Bundesratsverordnung vom 12. Juli 1902 festgesetzten Beträge für Untersuchung frischen Fleisches, nämlich 2.50 Mart 1. für ein Stück Rindvieh. 0.75 Mark
" Ja. Wenn ich es ihr nicht hätte sagen dürfen, wäre ich wahnsinnig geworden! Sie und ich schwuren auf die Bibel, daß wir feinem Sterblichen ein Wörtchen verraten wollten von dem, was ich gesehen. Sie sind ganz sicher, Herr Baron. Tante und ich sind verschwiegen wie das Grab. Sie sind ein Audrey, die Audreys unsere Herren und Gebieter das genügte Tante und mir, und ich und ich"- hier stodte sie, erglühend die Augen zu Boden senkend; dann fuhr fie plötzlich fort: Herr Everett war mir nichts, garnichts! Er war uns ein Fremder. Ich nahm meine ganze Straft zusammen bei der Gerichtsverhandlung. Kein Mensch hat eine Ahnung
„ Ein Mensch hat Verdacht geschöpft", unterbrach sie Audrey.
2. für ein Kalb
3. für ein Schwein
0,75 Mark
4. für ein Schaf oder eine Ziege 0,60 Mark bei der Festsetzung der preußischen Fleischbeschaugebühr in den meisten Regierungsbezirken noch überschritten werden sollen. Bezüglich der Erhebung der Gebühren ist zu melden, daß sie im Westen durch die Gemeindekassen erfolgen wird, die sie an die Fleischbeschauer abzuführen haben, während im Osten die Erhebung derselben den Fleischbeschauern überlassen bleiben soll.
[ Die Nache des Schwiegerjohnes.] In Köln- Nippes drängten sich dieser Tage in der Hauptstraße viele Menschen vor einem Fenster, in dem eine sonderbare Schaustellung prangte. Auf einem ans Fenster gerückten, mit der blauen Marke des Vollziehungsbeamten beklebten Schrank las man die Inschrift: ,, Gepfändet von meinen lieben Schwiegereltern, in Köln... Straße Nr... wohnend." Daneben hingen die Photographien dieser Schwiegereltern.
¶ der Fluch des Goldes. Aus Buenos Aires wird gemeldet: Ein gewisser Rafaele Baronti, der das große Los der spanischen Weihnachtslotterie im Betrage von fünf Millioren Pesetas gewonnen hatte, betrat während des Gottesdienstes die St. Ignaz- Kirche und gab mehrere Revolverschüsse auf den messelesenden Priester ab. In der Kirche entstand eine wilde Panik. Erst den herbeigerufenen Polizisten gelang es, den Rasenden zu entwaffnen und dingfest zu machen, der, wie sich herausstellte, über seinen plötzlichen Reichtum wahnsinnig geworden war.
Bunte Chronit. Der Kassirer der Vorschußkasse in Achern( Baden), Katt, erschoß in einem Tobsuchtsanfall seinen 70 jährigen Vater und verwundete dessen Dienstmädchen durch zwei Schüsse in den Arm.
Einen schauerlichen Selbstmord verübte der Bahnbedienstete Schneider aus Gröbers auf der Bahnstrecke Lübschena Magdeburg. Beim Herannahen eines Güterzuges gab er einen Schuß auf ab und warf sich gleichzeitig auf die Schienen, die ihn zermalmeten.
Die Gothaer Feuerversicherungsbank wird den Versicherten für das Jahr 1902 voraussichtlich auf die eingezahlte Prämie einen Ueberschuß von 75 Prozent zurückgewähren.
In Altona wurde an einer 45 jährigen Prostituierten Haase aus Bremen ein an die Taten Jacks des Aufschlizers erinnernder furchtbarer Mord verübt.
Infolge der fortgesezten Regenfälle und der Schneeschmelze hat bei Tuttlingen die Donau das Tal weithin überschwemmt, sodaß auch in der Stadt der Verkehr gehemmt ist.
Deutsche Mädchen geht nicht nach Paris!
Es ist leider ganz und gar nicht überflüssig, diese durchdringt alles, Warnungsruf ertönen zu lassen. Wie die Verhältniff Grunde das einzig liegen, müßte man ihn eigentlich fast täglich ausstoßen und der Gewalt die Es ist schreckhaft, welche Fülle frischer junger deutsche Milieus unterliegt Mädchen jahraus jahrein nach Paris herüberflatter weigerlich. Es ift und hier zugrundegehen. Die Statistiken unseres Go geringften Widerfta
- Oberstleutnant Fizz George, ältester Sohn des Herzog von Cambridge, hat bankerott gemacht. Die Schulden sollen sich auf 33000 Pfund Sterling belaufen.
- Die Tochter des berühmten italienischen Freischarenführers Giuseppe Garibaldi ist auf der Insel Caprera plöglich gestorben.
Der türkische Kriegsminister hat für den Fall eines Zusammenstoßes mit Japan und China angeordnet, daß in die Militärzüge besondere Küchenwaggons eingestellt werden, die auf der langen Fahrt durch Sibirien die Truppen mit warmem Essen versorgen.
Sie meinen Frau Everett? Ja, sie ist ein entfeßliches Weib. Sie iagt mir schon durch ihren Anblick eine entsegliche Angst ein. Ihre Augen sind wie zwei Messer, die mir das Innere zerfleischen, um auf dem Grund meiner Seele zu lesen!"
Der Baron antwortete nicht. Mit geſenttem Haupt schritt er in dem dunklen Teile des Raumes auf und ab. Hettys Augen folgten ihm auf Schritt und Trittseine hohe, stolze Gestalt war leicht nach vorn geneigt, fein Antlig hatte jede Spur von Frische und Jugend verloren. Er empfand, daß sein moralisches Gefühl anfing, die Oberhand zu gewinnen, und eine unsagbare Angst schnürte ihm fast die Kehle zu. Wenn die Stimme seines Gewissens öfter so laut und so scharf wurde wie heute- würde er das ertragen fönnen? Er zweifelte daran. Ginen Ausweg gab es ja noch für ihn, wodurch er sein Gewissen beschwichtigen fonnte. Ein Weg voller Dornen stand ihm offen! Sollte er ihn gehen? Dieser Pfad führte ihn aber zu einem schrecklichen Martyrium zum vollständigen Ruin seines ganzen Lebens. Und das Leben war in so furz- so furz! Uebrigens gehörte sein Leben ihm nicht allein. Margarete was sollte aus ihr werden? Würde sie den furchtbaren Schlag ertragen? Nein, nein, Margarete durfte nichts erfahren! Sie würde das schmerzensreiche Martyrium auf sich nehmen, um sein Gewissen von der auf ihm ruhenden Schuld zu befreien.
Wieder blickte der Baron die junge Frau nachdenklich an. Sie sah sehr bleich aus, in ihren Augen lag ein furchtsamer Ausdruck. Sie schien seine Gedanken erraten zu haben; denn plötzlich brach all' ihre mühsam aufrecht erhaltene Selbstbeherrschung zusarimen und schluchzend sant sie in die Kniee, die Hände flehend erhoben.
„ O mein Gott, Herr Baron, nur das nicht, das nicht! Ich sehe es Ihnen an, daß Sie mit dem Gedanken umgehen, alles zu bekennen. Ich flehe Sie an, um Gottes willen nur das nicht Sie dürfen es nicht um Ihretwillen um meinetwillen um Ihrer Frau willen- thun Sie es nicht- ich beschwöre Sie
Was denn was meinen Sie, was ich nicht thun foll?" fragte Audrey, dessen Zähne wie in Fieberfrost aufeinanderschlugen.
sulats und unserer Hilfsvereine wissen ein traurige Lied davon zu fingen.
sei es Dienstmädchen oder Gouvernante oder Stüze
δε
Zum Schluß
Warnung an die
Beitungen verführe
Zur ersten Regel sollte sich jedes deutsche Mädchen durch Annoncen f Hausfrau, machen, sich vor Annahme einer Stellung i Paris verschrien Paris oder vor der Abreise dahin mit einer Anfrag bureau mehr einen
,, Ach, täuschen Sie mich nicht!" flehte Hetty mit verzweifelt ringenden Händen. Ich war ja so furchtbar erschrect, als ich es in Ihren Augen las, daß Sie überlegten, ob Sie nicht lieber alles bekennen follten. Thun Sie es nicht, Herr Baron! Wenn die Leute erfahren, was ich gethan dann wird man mich ein
an das hiesige deutsche Consulat zu wenden, das Rue de Lille 78- installiert ist, jede Auskunft au das bereitwilligste erteilt. Es liegen gewiß für manches
Giessene
** Parla
Mädchen Gründe vor, ins Ausland und auch nad kammer ging e Paris zu gehen, aber es sollte sich dazu erst entschließen Bähr zu, betreffen wenn es durch eine offene Anfrage ans Consulat de stadt an der Lin
Weg in großen Umrissen fennen gelernt hat, den hier zu gehen bestimmt ist.
doch entschließt herzukommen, unter feiner Bedingun
** Das Gro
enthält: Bekanntm Der infolg
**
Zweitens soll sich das deutsche Mädchen, das fi schaft zur Ausübu von seiner zukünftigen Pariser Herrschaft das Reisegel Dr. Grein zur prot Es soll sich nicht durch eine fald Darmstadt berufen Scham abhalten lassen, sich das Reisegeld wenn nöt bon Frischborn ftel von Verwandten oder Freundinnen zu borgen. Nimm gottesdienfte der G
schicken lassen.
es von seiner zukünftigen Herrschaft das Reisegeld,
zwei Jahre bindet.
vor. lleber den
ist es vollständig in deren Händen. Es ist nie imstande ginden bei Gie das Reisegeld zurückzuzahlen. Kommt, wie das i im 31. Lebensja neunzig unter hundert Fällen der Fall, schon in den Germer im Febr ersten Tagen der Krach, sieht das Mädchen ein, da Gießen sein Falu es gröblich getäuscht worden ist, so wird es durch di 1897 hier die the Daumschraube des ausgelegten Reisegeldes festgehalten dem er sodann in deutsches Mädchen suchen, daß sich dieses auf ein odg zweiten evangelif Meist verlangen die Pariser Herrschaften, die ei hatte, wurde er i Sie wissen ganz genau, was si nannt, wo am 4. damit verlangen. Keinen französischen Dienstboten be folgte. J Mar kämen sie unter dieser Bedingung. Der französisch nach Frischborn Dienstbote verpflichtet sich, welcher Art es auch sei lediglich auf 8 Tage. Das ist eine ganz unumstößlich Regel. Das deutsche Mädchen sollte desgleichen thun Und wenn sich das deutsche Mädchen diese beiden Regeln fest eingeprägt hat, dann soll es auch nur her kommen, wenn es schon einige Lebenserfahrung befist und nicht mehr ein blutjunges unerfahrenes Ding it. Mädchen von 17, 18 Jahren, wie man sie hier so häufig trifft, gehören überhaupt nicht nach Paris. Die Eltern junger Mädchen kann man aber nicht eindringlich genug auf die Gefahren aufmerksam machen, die ihren Kindern in einem raffinierten Kultur milieu wie Paris drohen.
Man soll die Dinge beim rechten Namen nennen und nicht spröde hinter dem erge halten. Das französische Gesetz schützt das verführte Mädchen absolut nicht. Man denke daran, daß es hier immer noch verboten ist, den Vater eines unehelichen Kindes zur Rechenschaft zu ziehen. Hat sich erst ein junges Ding verführen lassen, dann ist es verloren. Und die Versuchung ist so groß.
Die deutschen Eltern sollen nicht vergessen, daß selbst eine gute Herrschaft durchaus außerstande ist, die geringste lleberwachung über das Dienstmädchen zu leisten. Die Dienstmädchen und sonstigen Dienst boten des ganzen Hauses wohnen alle zusammen im sechsten Stock. Und was dort oben geschieht, das wissen nur die Dienstboten selbst. Dazu kommt dann, wenn das Mädchen ein hübsches junges Ding ist, der Hausherr, der Sohn des Hausherrn, der Vetter des Hausherrn, der Vetter des Sohnes des Hausherrn Sie alle sind hinter dem Mädchen her. Den Noué ist das ein gefundenes Fressen. Ich tadele sie nicht weiter. Ich konstatiere nur. In Paris mehr als anders: wo liegt die Liebe in der Luft, schwebt über allem,
Sie
fertern und Sie ebenfalls- und der Barouin wird das Her brechen! Wir alle fallen der Entehrung, der öffentlichen Schande anheim! Und Sie- Herr Baron o mein Gott werden vielleicht zum Tode verurteilt!" Ein gellender Schrei des Entseßens entfuhr hier den Lippen der ingen Frau, bie sich wie verzweifelt gebärdete. Sie müssen auch an mich denken! Sie haben fein Recht, die Wahrheit iezt einzugeftehen! Sechs Jahre lang habe ich Ihr Geheimnis treulich gehütet! Sie dürfen mich jetzt nicht ins Elend stoßen!"
Stehen Sie auf", sagte der Baron ernst. Ich fann nicht mit Ihnen sprechen, wenn Sie vor mir fuieen. Sie haben viel für mich gethan- und Sie haben recht ich muß vor allem Ihre Lage bedenten. Ich will Ihnen jegt etwas sagen, was Sie vielleicht garnicht einmal richtig verstehen. Der That, welche ich damals beging, erinnerte ich mich erst vor einigen Monaten zum ersten Mal; doch bis gestern abend habe ich nie Gewissensbisse über dieselbe empfunden. Jetzt regt sich mein Gewissen dafür um so lauter. In diesem Augenblick bin ich keines festen Entschlusses fähig. Ich weiß noch nicht, ob ich den rechten Weg gehe, den einzig richtigen Weg, den es giebt oder ob ich ein Leben voller Heuchelei und Verstellung vorziehe. Beide Bfade find für mich mit Dornen besäet: der eine führt zum Leben, zum reinen, hohen Leben der audere ins ewige Berderben. Vielleicht ichlage ich den legteren ein."
„ Wenn ich es thue, Hetty Vincent, dann sind Sie die einzige, die meinen wahren Wert fennt; der Welt gegenüber werde ich als biederer, ehrenhafter Mensch erscheinen, dessen Moral als Beispiel für andere gelten fann. Was ich innerlich fämpfe und dulde ich, ein Lügner ein Betrüger- ein Mörder ein Heuchler, wie es noch nie einen gegeben das fann nur ich ermessen! Und Sie, Hetty, Sie wissen, daß der von allen Seiten hochgeachtete und geschäßte Baron von Audrey ein Heuchler ist, der einen Unschuldigen ein von ihm selber begangenes Verbrechen büßen läßt, weil er nicht den Mut findet, fich selber dem Gericht zu stellen! Sie wissen auch, daß ich der armen Mutter jenes Unglüdlichen nach und nach das Herz breche!"
„ Sprechen Sie nicht so, Herr Baron", flehte Hetty mit thränenerstidter Stimme." Lieber will ich die ganze Welt in Unglüd und Elend vergehen sehen, als Sie! Sie follen glüdlich fein!" " Ich glücklich? Glauben Sie wirklich, daß ich ie wiche glüdlich sein tönnte?"
gleicher Eigenschaf berufen, in der ungen rege mache junge, in diese Geistliche seiner und Liebe vorsteh gänger. Die G begleiten ihn auf
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Gießen und Marb Nauheim haben sich eine ganze Anzahl, glänzenden Ruf h daran, die Offerter tommenden Bewerbe Minifterium anzuge ( Privat Ziehung der 3. K lotterie wurden
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10 000 Mt. 9000 Mt.
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treise dürfte der 31 Gastwirt Trinkaus schlägt nach den K eleltaschen Orchest macht außerdem bei zenbe Bewegungen, belanates Bolfsliet Ech iterung der Gä dabei nicht so spä
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in der Nacht zum technifer E. hier.
berfelbe in Begleit Orpheums zählende
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Guten follen feitens fein, die das fitlich
berlebten. Am frül Cunibert mit einige
iber Ballthorstraße
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berfügt, daß im Werfelben Weise a Direktionen zu be
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