Einzelbild herunterladen

gesehen, daß auch die Verteidigung starke Trümpfe in Händen hält, und war begierig, wie die Partie sich weiter entwickeln würde. Man war denn auch nicht weiter überrascht, daß es gleich zu Anfang der Sizung zu einem neuen

Vorstoß der Verteidigung

kam. Justizrat Wronker beantragt die Vernehmung eines im Zuschauerraum anwesenden Herrn v. Blumenthal, der bekunden soll, daß das angeklagte gräfliche Ehepaar in Montreux nach allem, was er selbst beobachtet habe, in innigem und herzlichem Verkehr miteinander gestanden habe. Ferner beantragt er die Vorladung eines Agenten Liß aus Posen, der bekunden soll, daß er die Unterschrift des Grafen Hector Kwilecki unter einem Schriftstück gesehen habe, in welchem dieser sich verpflichtet habe, dem Agenten Michelski 30 000 Mark zu zahlen, sobald die Gräfin Isabella der Kindesunter­schiebung für schuldig befunden werde. Er wolle mit diesem Antrage keineswegs die Glaubwürdigkeit des Grafen Hector anzweifeln, halte aber in der Flut der täglich ihm massen­haft zugehenden Zuschriften diejenige, die diese Tatsachen mit­teilt, für wichtig, da dadurch mindestens bewiesen würde, mit welchen Behauptungen sich in dieser Prozeßangelegen­heit manche Leute, die bei den Ermittelungen tätig waren, brüsten. Daß solche Behauptungen auf andere Zeugen einen Eindruck hervorrufen können, sei zweifellos. Erster Staats­anwalt Steinbrecht: Es sei zwar eine alte Erfahrung, daß in einem solchen Prozeß Leute sich als wichtig aufspielen, um auf Kosten des Fiskus eine Reise nach Berlin zu machen und sich hier einige Tage aufzuhalten. Er widerspreche aber dem Antrage des Verteidigers nicht, damit dieser Punkt ganz aufgeklärt werde. Graf Hector wil ecki erklärt auf Befragen hierzu, daß er ein solches Schriftstück nicht unterzeichnet habe und nichts davon wisse.

Gleiche Brüder, gleiche Kappen."

Der Graf habe den Winter im Süden zugebracht, sie zu sich kommen lassen, und da habe sich ein so inniger Verkehr ent­wickelt, wie noch nie zuvor. Er habe sich auch aus dem Augen­schein überzeugt, daß die Gräfin das Aussehen einer Frau hatte, die guter Hoffnung war. Daran lasse sich nicht tippen. Die große Spanne Zeit, 16 Jahre, die zwischen den letzten Ge­burten liege, erklärt der Zeuge für keine Seltenheit. Sel­tener dagegen sei es schon, daß eine Frau in diesem Alter noch gebäre, aber es komme doch vor. Das Alter der Gräfin und die Befundungen der Wäscherin Czibulka müssen immer­hin einige Bedenken erregen. Daß die Gräfin ihn zur Ent­bindung nach Berlin rufen würde, habe er nicht für Ernst gehalten. Als er telegraphisch berufen worden sei, habe er aber natürlich sofort Folge geleistet.

Justizrat Wronker macht ferner darauf aufmerksam, daß der kleine Graf nach der Behauptung einer Zeugin eine Aehnlichkeit mit der Graf Bninskischen Familie und ins­besondere mit dem Grafen Carl Bninski habe. Letzterer sei an Gerichtsstelle erschienen, und er bitte, im geeigneten Momente eine Konfrontation des Knaben mit dem Grafen Carl Bninski herbeizuführen. Schließlich behält sich der Verteidiger vor, nach der Genesung der Frau Weichensteller Cäcilie Meyer sich die Frage beantworten zu lassen, woher es kommt, daß der kleine Graf und der ältere Sohn der Frau Meyer, als sie am Freitag hier im Saale dem Gerichtshofe und den Geschworenen präsentiert wurden, die gleiche Kleidung trugen, wer der Frau Weichensteller Meyer das Geld gegeben, ihr Kind so elegant zu kleiden, und wer die Anordnung getroffen hat, daß beide Knaben ganz gleich gefleidet würden.

Nach einigen kurzen weiteren Vernehmungen von Ent­lastungszeugen kommt es bei dem nächsten, Briefträger Josef Pawlick, zu einem heftigen Konfliki zwischen diesem und der Hebamme Ossowska.

Der Säufer".

Die verweigerte Untersuchung.

Brovi 4. November Bunft 1 зи Miller zu Gi dem Haufe Li

Emeistraßenmeifter

* Herr Pr

warme Anerkennung. Er nennt in seinem, vor turzeni erschienenen Buche Mens sana in corpore sano" den Paradeschritt aus physiologischem Gesichtspunkte eine der besten Uebungen, die Kraft der Beine zu stärken, und ein treffliches Mittel, manche Uebertreibungen unserer Gym. nastik wieder gut zu machen. Er macht den italienischen Behörden den Vorwurf, die Technik des Marsches und die schwerde des Methoden, die Leiſtungs- und Widerstandskraft der Beine zu stärken, allzusehr vernachlässigt zu haben. Er empfiehlt, den deutschen Parademarsch im Heere einzuführen, umſo­mehr, als die Italiener leider von allen Europäern die für. ember tm zesten Beine hätten. Die Niederlage der Franzosen 1870 Darmstadt einen führt Mosso wesentlich auf ihre unvollkommene physische Erziehung zurück; Sedan ist ihm gewissermaßen der Triumph der deutschen Beine, ein beherzigenswertes Bei spiel, daß Schnelligkeit und Ausdauer im Marschieren eine unerläßliche Bedingung des militärischen Erfolges sind

Er habe die Gräfin im Bett angetroffen, sie war blaß, angegriffen, heiser, klagte über Halsschmerzen, Mattigkeit u. s. w. und sagte ihm auf seine Frage, daß das Kind 5 Uhr morgens geboren worden sei und die Entbindung ohne be­sondere Nebenumstände von statten gegangen sei. Er have zunächst festgestellt, daß die Temperatur und der Puls bei der Frau Gräfin normal waren. Eine nähere Untersuchung habe hm diese verweigert und gesagt: alle Wochenbetten seien bei ihr glatt vor sich gegangen und sie vertraue auch diesmal ihrer fräftigen Konstitution. Die Weigerung der Gräfin habe auf ihn einen peinlichen Eindruck gemacht. Er sei be­flommenen Herzens nach dem Hinterzimmer gegangen und habe das Kind gesehen, das ihm durch seine Schönheit auf­gefallen sei. Er sei dann zur Gräfin zurückgekehrt und habe ihr, sn wieder eine Unterhaltung über den Geburtsakt an­zufnüpfen, gesagt: das Kind sehe ja so blau aus; ob es viel­leicht scheintot zur Welt gekommen sei? Darauf habe ihm die Frau v. Moszczewska, die anwesend war, gesagt, die Heb­amme habe das Kind zweimal geschlagen. Auf seine Frage, ob sie das gesehen habe, habe die Dame geantwortet: Aber natürlich, ich bin ja bei der Geburt zugegen gewesen. Diese vollständige ruhige und verständige Antwort einer Dame, die selbst Mutter, Frau eines Rittergutsbesitzers und Trägerin eines hochgeachteten Namens sei, habe alle Bedenken bei ihm zerstreut, und er habe sich beinahe geschämt, daß er Zweifel an der Richtigkeit der Entbindung gehabt habe.

Pawlick hat nach seinen Wahrnehmungen keinen Zweifel daran gehabt, daß die Gräfin sich in anderen Umständen befände. Seine eigene Frau sei 14 Tage vor der Gräfin entbunden worden und zwar von der angeklagten Hebamme Ossowska. Letztere sei einmal bei seiner Frau zu spät ge­kommen, und als seine Frau ihr darüber Vorwürfe gemacht, habe sie gesagt: sie habe auf dem Schlosse zu tun gehabt; die Frau Gräfin werde auch in einiger Zeit niederkommen. - Auf Vorhalt bestreitet die Angeklagte Ossowska sehr leb­haft die lettere Behauptung, während der Zeuge dabei bleibt. Die Angeklagte Ossowska beendet diesen Widerspruch mit der Bemerkung: Ach, der Zeuge ist ja ein Säufer!" Sie behauptet, daß sie vor der angeblichen Entbindung der Gräfin und auch unmittelbar nach derselben nicht zu der Gräfin auf das Schloß gegangen sei, sondern erst später mit dem Massieren begonnen habe. Justizrat Wronker ſtellt durch Befragen fest, daß der Zeuge, den die Angeklagte hier als Säufer" verschreie, seit 20 Jahren im Reichspostdienst stehe und sich stets gur geführt habe, daß er von niemand be­einflußt worden und Vater von acht Kindern sei, so daß er sich ein Urteil über die hier zur Debatte stehende Frage des körper­lichen Zustandes der Gräfin wohl gestatten könne.

Ein Knäuel von Widersprüchen.

Zwei Verdächtige.

Außer der Frau v. Moszczewska sei nur Frau v. Koszo­rowska anwesend gewesen, gleichfalls die Trägerin eines hoch angesehenen Namens, die mit der Gräfin befreundet und schon einige Tage bei ihr gewesen sei. Schon die Anwesenheit dieser Damen habe in ihm die Ueberzeugung geweckt, daß alles in Ordnung sei, weil er nicht annehmen konnte, daß Damen in dieser Stellung sich an irgend etwas beteiligen könnten, was nicht korrekt sei. Daß die Gräfin sich nicht habe untersuchen lassen wollen, sei sehr wohl auf ihre krankhafte Abneigung, sich von ihm oder einem anderen Arzt untersuchen zu lassen, zurückzuführen. Sie habe dies mit vielen anderen Frauen gemein. Das Aussehen des Kindes biete keine Veranlassung zu dem Schlusse, daß es nicht ein neugeborenes war. Staats­anwalt Dr. Müller macht zum Schluß die Geschworenen darauf aufmerksam, daß Frau v. Moszewska und Frau b. Koszorowska zu den Personen gehören, gegen die das Verfahren noch fortgesetzt wird.

Der Förster Cz elinski hat bis vor sechs Jahren in Wroblewo im Dienst des angeklagten Grafen gestanden. Er erinnert sich eines Gespräches mit dem vorigen Zeugen, in welchem dieser ihm gerade gesagt habe, er habe die Gräfin ganz schlank gesehen und von einer Veränderung ihrer kör­perlichen Erscheinung nichts bemerkt. Der Zeuge Pawlik vermag diesen Widerspruch nicht aufzuklären. Er erkläri schließlich auf Vorhalt des Vertreters der Staatsanwalt­schaft, daß er eines Tages, als er die Gräfin im Schlafrocke gesehen, nichts auffälliges an ihr bemerkt habe, daß ihm aber ein anderes Mal eine körperliche Veränderung an ihr aufgefallen sei. Der Zeuge Czelinski sagt auf Befragen der Verteidigung ferner aus: Er habe seinerzeit an die Schwangerschaft der Gräfin geglaubt und einmal der An­getlagten Ossowska gesagt, daß sich die Gräfin doch gewiß sehr freuen würde, wenn sie noch Mutter eines Jungen wer den würde. Da habe die Ossowska ihm gesagt: Glauben Sie denn an die ganze Geschichte? Die Gräfin läßt mid immer aufs Schloß kommen, ich sehe aber nicht, daß sie in gesegneten Umständen ist; die Gräfin will den Leuten nur einreden, daß dies der Fall ist."- Die Angeklagte Ossowska bestreitet, daß sie mit dem Zeugen in dieser Weise von der Gräfin gesprochen habe und behauptet, der Zeuge habe gelogen. Einen Grund für diese Behauptung kann sie nicht recht angeben. Sie meint nur, sie könne ja nicht wissen, ob der Zeuge nicht bestochen sei; denn sie habe gehört, daß Leute vorhanden seien, die die Zeugen be stechen.

Aus dem Gerichtsfaal.

Vortra

anfcaltet am 6dalbau einen Priegerbereine

Basel. Thema

Das Buch ist im übrigen eine Hymne auf die deutschen Ein gehören, eingel richtungen und Bestrebungen für körperliche Bildung; ohne Bilder unterstü die kritische Stellung gegen Einzelheiten aufzugeben, und ohne die Leistungen anderer Nationen des Altertums und der Gegenwart außer acht zu lassen, nennt sie Mosso vor bildlich.

Nah und Fern.

Für H Dafibern von Hu

Tiare im Winter logan herum lau midot verursacht m nutreffend. pind, haben die Sträucher und Meiden, daß si nidot in den An Folgend

Der Tod Mommsens hat eine wahre Flut von Bei leidskundgebungen aus aller Herren Länder hervorgerufen. An der Spize der Kondolierenden steht Kaiser Wilhelm, der in Worten wärmster Anerkennung die Bedeutung des Ent schlafenen würdigt. Auch der Reichskanzler, Kultusminister Dr. Studt und Frhr. v. Rheinbaben drückten der Witwe telegre geboten, auch i

phisch ihre Teilnahme aus. Im Auslande wirkte die Todesnach rcht besonders lebhaft in Italien, mit dem Mommsen durch seine Forschung aufs engste verknüpft war. Auch in Frant reich läßt man Mommsen als Gelehrten volle Anerkennung widerfahren, doch kann man es sich nicht versagen, Seiten. hiebe auf seine Franzosenfeindschaft auszuteilen.

§ Wahlfälschungsprozesse. Der Gemeindevorsteher Leimrau in Damerau im Kreise Flatow wurde wegen Wahlfälschung, die er als Wahlvorsteher bei der Reichstagsstichwahl vor­genommen hatte, zu sechs Wochen Gefängnis verurteilt. Die Beisiper Otto und Schliep erhielten je einen Monat Ge­fängnis. Wie es sich aus der Verhandlung ergab, hatten die Angeklagten, um die bereits fertig gestellte Liste nicht ändern zu müssen, ein geschlossenes Kuvert geöffnet, und einen darin enthaltenen antisemitischen Stimmzettel durch einen auf einen polnischen Kandidaten lautenden ersetzt. Vor der Straffammer des Kösliner Landgerichts fand unter großem Andrange des Publikums der Wahlfälschungs­prozeß gegen die Rittergutsbesitzer Otto und Gustav Käding in Groß- Satspe statt, wo in der Reichstagsstichwahl für den freisinnigen Kandidaten Dr. Barth nur 15 Stimmen gezählt wurden, während etwa 40 Wähler beschwören wollen, für Dr. Parth gestimmt zu haben. Die Angeklagten bestreiten, irgend welche Fälschungen vorgenommen zu haben. Das Urteil lautete auf je 6 Wochen Gefängnis.

Nachdem der Leutnant a. D. Gustav v. Blumenthal aus­gesagt hat, daß zwischen dem gräflichen Ehepaar, mit dem er in Montreux zusammentraf, seiner Ansicht nach ein recht gutes Verhältnis geherrscht habe, verbreitet sich unter allgemeiner Spannung

der Hausarzt Dr. Rosinski

aus Wronke über seine Beobachtungen. Er kennt die Gräfin seit sehr langer Zeit. An afuten Krankheiten hat er sie nicht behandelt, dagegen verschiedene Male an verschiedenen chro­nischen Beschwerden, insbesondere gichtischer Natur. Bei all diesen Beschwerden habe ihm die Gräfin jedesmal die Unter­suchung verweigert. Sie habe gewöhnlich gesagt: Ach, Sie werden mir auch ohne Untersuchung etwas verschreiben können!" Eines Tages, im Sommer 1896, habe ihm die Gräfin erklärt, daß sie sich in anderen Umständen befände.

Eisenbahnzusammenstoß. Der Personenzug Kassel Volkmarshausen stieß gestern in Ober- Elsungen auf einen dort stehenden Personenzug, wahrscheinlich infolge des herr schenden Nebels. 8 Personen, teils vom Personal, teils von den Passagieren, wurden mehr oder weniger erheblich ver lezt. Beide Zugmaschinen wurden stark beschädigt.

Eine ehrenvolle Auszeichnung ist dem Kapitän Christian Kümpel, Führer des dem Norddeutschen Lloyd gehörigen Küstendampfers Davawangse", zu teil geworden. Kapitän Rümpel, ein geborener Hamburger, rettete im Januar cr. 96 Chinesen vom sicheren Tode des Ertrinkens. Für diese Tat ist Herrn Kümpel nunmehr vom Kaiser von China der doppelte Drachenorden 3. Klasse 2. Stufe verliehen wor den. Der deutsche Gesandte in Pefing, Erzellenz Mumm von Schwarzenberg, hat dem braven Manne aus diesem Anlasse ein Gratulationsschreiben zugehen lassen.

der Gaudeamus

Ich habe i

In Halle u

Ich hab' m

In Jena un Ich hab' mi In Marbur In Tübinge

Und Leipzig Und immer

Daß Kulm

Da bin ich

8u weitere Wo teine Dm ernste Und heute Und pfeif'

Lollar, einer oberirdis Gemeindestraß bruch Norded b. 5." liegt be Weglar,

* Brandkatastrophen. Aus Newyork kommt die Nach­richt von zwei furchtbaren Brandkatastrophen. In einem großen Mietshause der elften Avenue brach ein Feuer aus, bei welchem 25 Personen, meist Italiener, ums Leben kamen und viele verletzt wurden. Bei einem weiteren Brande in Coney Island wurden 250 Holzhäuser durch Feuer zer stört. Zwei Personen sind tot, zwanzig verletzt. Im Vatikan brach in den Abendstunden in den Wohnräumen dakene Halfman des Bibliothekars Jeuer aus, das bald einen großen Um fang annahm. Der Dachstuhl brach nach kurzer Zeit zu sammen. Als es den Bediensteten des Vatikans nicht ge lang, des Feuers Herr zu werden, wurde die römische Feuerede geſtellt le

Die Wiederbeseßung Mukdens durch die Russen bereitet den Chinesen sehr viele Kopfschmerzen. Sie haben sich nur im Datum geirrt, heißt es; sie haben eine Frist verpaẞt, darum hielten die Russen in Mukden ihren Einzug. Die Sache war so: Die Russen verwandten einen berüchtigten Briganten als Chef einer der irregulären Polizeitruppen, die sie in der Mandschurei bilden. Die Chinesen verlangten zu wiederholten Malen, daß dieser ihnen übergeben werde. Vor kurzem kamen die Russen diesem Verlangen nach. Der Brigant wurde von einem chinesischen Offizier ohne vor­herige gerichtliche Untersuchung enthauptet. Daraufhin ver­langten die Russen, daß dieser Offizier innerhalb 5 Tagen hingerichtet werde, widrigenfalls Mukden von ihnen besetzt werden würde. Das chinesische Auswärtige Amt erbot sich, den Offizier zu verbannen, und verhandelte noch darüber mit dem russischen Gesandten, als die Meldung einging, daß die angedrohte Besetzung Mukdens erfolgt sei. Lediglich ein Irrtum im Datum soll also Schuld daran sein. Darob ist natürlich tiefe Trauer. Andererseits werden jetzt die braven Chinesen selbst expansiv. Sie haben drei ihrer Kreuzer nach dem Valuflusse dirigiert und damit die Rechte Koreas ver­legt. Der Zweck dieser Uebung ist noch nicht ersichtlich.

Heer und flotte.

Freitag voriger Der Behl. Ang mufen vergrabe

Tahließlich doch Fürdet die Sekti lebt hat oder $ Qucdbor

Beteiligung de Dureins statt;

wehr gerufen. Alsbald eilten auch der Unterstaatssekretär des Innern Ronchetti, der Bürgermeister Fürst Colonna, höhere Polizeibeamte u. a. herbei; auch Staatssekretär Merry del Val und mehrere Prälaten fanden sich auf der Brand stätte ein. Im Vatikan herrschte große Besorgnis besonders wegen der Bücher und Manuskripte in den der Brandstätte nahe gelegenen Sälen. Um 11½ lihr war das Feuer gelöscht Die Beamten des Vatikans sprachen den italienischen Be- burg, Münster hörden levhaften Dank aus für das von ihnen befundete w. waren Interesse und für die von den Feuerwehrmannschaften ge= leistete Hilfe. Der angerichtete Schaden dürfte beträchtlich sein, doch bestätigt es sich, daß weder Schriftstücke noch Kunst­werke verloren sind. Der Papst war sofort von dem Brand unterrichtet worden. Im Anschluß hieran sei mitgeteilt, daß Papst Pius X. den Maler Lippary empfing, der ein von ihm gemaltes Bild des Papstes übergab. Der Papst be auftragte den Maler, drei Bilder von ihm anzufertigen, die Elegierung üb

In Deutsch- Südwestafrika gefallen ist der Leutnant Walter Jobst, ein Sohn des in Eberswalde ansässigen Oberstleut­nants a. D. Jobst. Nach einer bei den Angehörigen ein­getroffenen Mitteilung des Oberkommandos der kaiserlichen Schutztruppe für Südwestafrika ist Leutnant Jobst bei in Warmbad ausgebrochenen Unruhen im Kampfe geblieben. Der hoffnungsvolle junge Offizier, welcher seinerzeit an der Chinaexpedition mit teilgenommen hat, gehörte der deutschen Schutztruppe in Afrika erst seit etwa Jahresfrist an.

Ein italienischer Physiolog als Lobredner des deutschen Parademarsches. Der deutsche, im Auslande und vielfach auch im Inlande so arg gelästerte Parademarsch, findet im Rahmen einer auf umfangreichem und gründlichem Wissen beruhenden Erörterung der förperlichen Erziehung von dem berühmten italienischen Physiologen Angelo Mosso

für den deutschen Kaiser, den Kaiser von Desterreich und den

Kaiser von Rußland bestimmt sind und demnächst durch be­sondere päpstliche Delegierte überbracht werden sollen. Automobilomnibusse im Riesengebirge werden vom nächsten Frühjahr ab von den Bahnstationen Pelsdorf nad Spindelmühle und Freiheit nach Großaupa- Peter ver Ankunft eines ieden Personenzuges zur Verfügung stehen.

Falterlichen He Fahnenfchleife Lm 2 Uhr be

traßen zum

Begrüßung di meinrichs- Gie om Kaiſer

Eberreichte.

amens des

fehren. Die 20- bis 22sißigen Kraftwagen sollen bei der Kriegserle

Lokales.

Gießen, 3. November 1903.

Da der

prach, fam er

brigen Fourie

Drittel der Ko

bankdirektoriums Koch das Großkreuz des Philippsordens mahm aber fein Der Großherzog hat dem Präsidenten des Reichs Eruppen Mag

verliehen.

* Ernennung. Herr Petri aus Gießen ist zum Kgl. preuß. Bergassessor ernannt.

** 3weite Kammer. Der Bericht des 1. Aus schusses über die Regierungsvorlage, betreffend summarisch Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben der Staatsschulden verwaltung in den Rechnungsjahren 1894/95, 1895/96 und 1896/97, erstattet von Abg. Mödlinger, gipfelt in der Schlußantrag: Die zweite Kammer wolle die Verwaltung der Staatsschuld in der Rechnungsperiode 1894/97 für gerechtfertigt erklären und die Ergebnisse derselben 1. hin sichtlich der allgemeinen Staatsschuld mit einem am 1. Apri 1897 verbliebenen Passivbestande von 146 471 979,47 gegenüber einem Attivbestande von 8 399 472,24 Mf. dem nach mit einem Ueberschuß der Passiven von 138 072 507,23 Mark; 2. hinsichtlich der Staatsrentenablösungsschuld mit einem am 1. April 1897 verbliebenen Passivstande vo 4 860 988,09 Mt.; 3. hinsichtlich der Landeskulturrenter schuld mit einem am 1. April 1897 vorhandenen Aktivstande von 489,371,89 Mt. gegenüber einem Passivstande vor 470 910 Mt., demnach mit einem Ueberschuß der Aktiven von 18 461,89 Mf. als richtig anerkennen.

Mehr trefflich.

lten Thalersh

Regelmäßig m

und da er fein

emittet. Bei

Alls er wieder

von der Wirti

ung genommen

Mange bei der er bon seinem

und nach Bie

Von Ve

Bar fur Aube

pie Feuertaufe

pier und in

tom 27. Mär

rend diefer Bei

bungen fanden

Die Beziel

Soldaten hatten

Besonders zeigte

marsche am 5.