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* Provinzialausschuß. In der für morgen, dem 4. November, anberaumten Provinzialausschuß- Sizung füllt Bunkt 1 der Tagesordnung: Gesuch des Kaspar Miller zu Gießen um Erlaubnis zum Bitörausschank in dem Hause Lindenplatz 12 zu Gießen, sowie Punkt 4: Beschwerde des Georg Kreuder zu Nidda gegen den Freisstraßenmeister Krafft, aus.

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Herr Prof. Dr. Sauer- Gießen wird am 10. Vovember im Frauenverein der Johannesgemeinde in Darmstadt einen Vortrag halten über Ludwig Richter.

Vortrag. Der Kriegerverein Gießen ver­anstaltet am Mittwoch abend halb 9 Uhr im Neuen Maritiem albau einen Vortrags- Abend, zu dem alle Gießner Kriegervereine die zur Kriegerkameradschaft Hassa" gehören, eingeladen sind. Den Vortrag, der durch Licht­bilder unterstützt wird, hält Herr K. Feldhaus aus Basel. Thema: Der Krieg der Zukunft.

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* Für Hunde besizer. Es ist eine bei den esizern von Hunden weit verbreitete Ansicht, daß sie ihre iere im Winter auf den Graspläßen und Beeten der An­Ligen herum laufen lassen können, da Schaden hierdurch gre Flut bon nicht verursacht werde. Ein derartige Unterstellung ist jedoch der hervorgerzutreffend. Wie uns von fachmännischer Seite mitgeteilt aiser Wilhel ird, haben die von Hunden besudelten Wurzeln der Bäume, edeutung des Sträucher und sonstigen Gewächse bei Frostwetter derartig Kultusministe za leiden, daß sie oft ganz eingehen. Es ist daher dringend der Bitve teboten, auch im Winter dafür zu sorgen, daß die Hunde miht in den Anlagen umherlaufen

Dirkte die Tod m Mommien r. Auch in Folgendes Bier- Bekenntnis entnehmen wir volle Anerkender Gaudeamus- Nummer der Lustigen Blätter: Ich habe in Bonn und in Breslau studiert, In Halle und Göttingen rumvegetiert,

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Ich hab' mich in Würzburg umhergetrieben, In Jena und Kiel Salamander gerieben, Ich hab' mich in Rostock und Straßburg berauscht, In Marburg und Münster die Schilder vertauscht, In Tübingen, Freiburg, Heidelberg, Gießen Und Leipzig fonnt' ich mein Dasein genießen, Und immer auf's Neue hab' ich entdeckt, Daß Kulmbacher doch am besten mir schmeckt! Da bin ich in meinen reiferen Jahren

zu weiterem Studium nach Kulmbach gefahren, To feine einzige Fakultät

Dm ernsterem Studium im Wege steht, Und heute studier' ich in Kulmbach vom Faß Und pfeif' auf die Universitas!

§ Lollar, 1. Nov. Der Plan über die Errichtung iner oberirdischen Telegraphenlinie an der Nordecker Bemeindestraße und an dem Gemeindewege zum Stein­bruch Nordeck der Firma Hessische Steinbrüche G. m. . H." liegt bei dem kaiserlichen Postamt in Lollar aus.

Wezlar, 2. Nov. Die 21jährige Dienstmagd Mag­alene Halfmann von Wetzlar- Niedergirmes hatte am Freitag voriger Woche ein Kind geboren und dasselbe, wie ereßl. Anz." mitteilt, batd nachher in einem Dünger­aufen vergraben. Auf Grund zwingender Beweise zur Rede gestellt leugnete sie anfangs hartnäckig, ließ sich aber hließlich doch zum Geständnis herbei. Heute nachmittag indet die Sektion des Kindes statt, um festzustellen ob es ich auf der Belebt hat oder nicht. Besorgnis befor

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Qucckborn, 3. Nov. Am Sonntag fand bei guter Beteiligung das 25jährige Stiftungsfest des Krieger. bereins statt; die benachbarten Kriegervereine Grün­berg, Münster, Ettingshausen, Wetterfeld, Göbelnrod usw. waren durch Deputationen vertreten, um der feierlichen Ueberreichung der vom Kaiser gestifteten Fahrtenschleife und dem Stiftungsfest beizuwohnen. Em 2 Uhr bewegte sich der stattliche Zug durch die Straßen zum neuen Schulhaus, woselbst nach einer Begrüßung durch Herrn Jost, Herr Regierungsrat Dr. Heinrichs- Gießen die Glückwünsche der Großherzoglichen Regierung überbrachte und nach einer Ansprache die dom Kaiser dem Verein gewidmete Fahnenschleife überreichte. Der Vorsitzende des Kriegervereins sprach Ramens des Vereins den Dank für die Auszeichnung

( Schluß.)

Da der Fourierschüße v. Bochum- Dolfs gut französisch prach, kam er doch rascher zu dem nächsten Quartier als die brigen Fouriere. Aus Versehen quortierte er jedoch ein Drittel der Kompagnie mit Verpflegung ein, obwohl die benten des lupen Magazinsverpflegung hatten. Die Bevölkerung

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aus, worauf Herr Pfarrer Franz über die Bedeutung und Entstehung der Kriegervereine sprach; mit dem beendigt und der Zug begab sich zum Lokal des Herrn Absingen der Nationalhymne war der feierliche Akt Görnert, wo Herr Ranft- Grünberg die Glückwünsche des Bezirksvereins Grünberg aussprach. Auf Anregung des Bezirksvereins Grünberg aussprach. Auf Anregung des Herrn Jost wurden an den Kaiser und an den Großherzog Dank- und Ergebenheitstelegramme ab­gesandt. Bei kameradschaftlicher, annimierter Unterhaltung und einem Ball schlug nur zu schnell für die aus­wärtigen Gäste die Abschiedsstunde. Nicht unerwähnt soll dem Fest in seinem Lokal den festlichen Anstrich zu bleiben, daß Herr Görnert sich alle Mühe gegeben um geben; Küche und Keller boten das Beste was nur zu bieten war. Der Verein kann mit Befriedigung auf das erste Vierteljahrhundert zurückblicken, möge er ferner wachsen, blühen und gedeihen!

+ Lich, 1. Nov. Ter älteste Einwohner unseres Städt­chens Cristoph Schmidt feierte heute seinen 93. Geburtstag. errichtet, der eine Mälzerei und Wohnungen für Be­Die Brauerei Jhring hat einen stattlichen Neubau dienstete umfaßt.

Nieder- Gemünden, 30. Dft. Gestern fand hier im dem Vorsitze des Herrn Kreisrat Dr. Melior und des Herrn Södler'schen Saale die diesjährige Kreislehrerkonferenz unter Mathes erstattete den statistischen Bericht über die Schulen Kreisschulinspektor Mathes statt. Herr Kreisschulinspektor von 53 einflossig, 17 zweiklassig, 4 dreiklassig und 1 acht­des Kreises. In unserem Kreise bestehen 75 Schulen, wo­klassig sind. In 107 Klassen werden unterrichtet 6061 Schüler gegen 6047 im Vorjahre. Hierunter befinden sich 2978 Anaben und 3083 Mädchen. Von dieser Schülerzahl sind 5589 evang., 352 fathol. und 120 israel. Die Zahl der Fortbildungsschüler betrug im letzten Winter 902 gegen 944 im Vorjahre; davon sind 849 evangel. 40 fathol. und 13 israel. In 6 Gemeinden fand wegen zu geringer Schülerzahl keine Fortbildungsschule statt. An unseren Volksschulen wirken z. Rt. 105 Lehrkräfte, darunter eine weibliche; hiervon find 97 evangel, 6 fathol. und 2 israel. Auf der weiteren Tagesordnung standen zwei Vorträge. Der erste behandelte das Them: Der Gesangunterricht in der Volksschule", Referent Herr Lehrer Gompf von Bernsfeld. Der vortreffliche Vortrag fand allseitigen Beifall. Der zweite Vortrag: Einrichtung und Verwaltung der Schüler­bibliotheken"." Referent Herr Lehrer Werner von Höingen war etne musterhafte Arbeit, die alseitige Zustimmung fand.

+ Marburg, 2. Nov. Der oberhessische Lehrerbund hielt am Sonnabend Nachmittag unter dem Vorsitz des Herrn A. Funk- Marburg seine diesjährige Herbstversammlung ab, zu der sich etwa 80 Teilnehmer eingefunden hatten. Herr Licentiat Schiele hielt einen Vortrag: Eindrücke und Anregungen vom zweiten Kunsterziehungstag".

Frankfurt, 2. Nov. Frau Ottilie Froißheim- Meßzer vom Stadttheater in Hamburg wird am Samstag in der

Frankfurter Oper als Fides" in Meyerbeers" Prophet"

gaftieren.

() Mainz, 2. Nov. Das Grab des Raubmörders Detrois war gestern fortwährend von einer großen Menschen das Grab andauernd von" Unbekannten geschmückt, die menge umlagert. Wie das Mainz. Tagebl." hört, wird Schmückung aber immer wieder von der Polizei entfernt.

[:] Darmstadt, 2. Nov. Die Abreise des Barenpaares wurde endgiltig auf Samstag, 7. Nov., festgesetzt. Der die längste Aufenthalt hat nahezu 6 Wochen gedauert Dauer, die er bis jeßt gehabt hat.

Aus dem Gerichtssaal.

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Straffammer.

Gießen, 30. Oktober 1903. Taglöhner Theodor Kempf von Ober- Erlenbach erhielt von einem hiesigen Obsthändler, unter der falschen Angabe, er wolle ihm Obst besorgen, 3 Mt. Vorschuß. Da weder Obst eintraf noch der Vorschuß zurückbezahlt wurde, kam die Sache zur Anzeige, was zur Folge hatte, daß An­geilagter heute wegen Betrugs zu neun Monaten Gefängnis verurteilt wird. Der Handelsmann Israel Lorsch von Alsfeld ist wegen Betrugs unter Anklage gestellt. Er daten noch auf weite Strecken das Geleite gaben. Gefreiter Griegserlebnisse aus dem Feldzuge 1870/71. Weeg, der Fourierdienste zu leisten hatte, wurde z. B. von seinem Quartiergeber bis zum nächsten Quartiere umsonst gefahren, und sein Wict blieb bei ihm, bis die Kompagnie am nächsten Tage dort Quartiere bezog. Noch beim Abmarsch wintte er ihm lange von einem Berge Abschiedsgrüße nach. Infolge der allmählichen Räumung Frankreichs wurde das Gießener Regiment Anfang Mai von dem Departement Haute Marne nach dein Departement Vosges verlegt. Am 10. Mai tam es nach Epinal, und vom 11.- 31. Mai lag die 7. Kompagnie in Lépagnes. Während dieser Zeit fiel dort ein Wolkenbruch, sodaß das enge Thal, in dem Lépagnes liegt, vollständig überschwemmt wurde. Hierbei rettete ein Soldat der 7. Kompagnie aus den Fluten ein Kind, das in seiner Wiege von dem Wasser fortgerissen war. Am Abend des 31. Mai fand, da am 1. Juni der Abmarsch erfolgte, Lohnungs- Appell statt. Da es an Me­tallgeld fehlte, so bekam jede Korporalschaft zwei 25- Thaler­Scheine. Am andern Tage fam Unteroffizier Krausfopf zu Feldwebel Bruchhäuser mit der Meldung, in der Nacht hätte ein Franzose seine beiden Scheine zerrissen. An dem einen Schein war in der Mitte ein Stück herausgerissen, am andern fehlten die vier Ecken. Seine Reflamationen halfen aber nichts, indem der Kompagniechef ihm mitteilte, daß er die Scheine ersetzen müsse. Schließlich fand sich ein Musketier 2. aus Affenheim, der Krauskopf die zerrissenen Scheine er­set'n wollte, wenn dieser ihm 10 Gulden nachlasse. Gerne wurde ihm das gewährt, und L. konnte später wieder in Mannheim die beiden Scheine gegen 50 Thaler wieder ein­lösen, da wahrscheinlich die Nummern nicht verlegt waren. Wie sich später herausstellte, hatte Kraustopf die beiden Thalerscheine selbst am Abend in einer Wirtschaft zerrissen,

mahan aber feinen Anstoß daran und bewirtete die Soldaten sehr trefflich. v. Bochum- Dolfs führte lange Zeit einen alten Thalerschein mit, den er bei der Bezahlung vorlegte. Begelmäßig wurde ihm aber sein Papiergeld zurückgewiesen, Lund da er fein Metallgeld besaß, wurde er überall umsonst Gewirtet. Bei Veudeuvre erging es ihm aber nicht so gut. effend fumm Als er wieder mit seinem Schein zahlte, wurde dieser ihm won der Wirtin zu seinem großen Leidwesen ruhig in Bahl­ung genommen. v. Bochum- Dolfs blieb übrigens nicht mehr Lange bei der Kompagnie. In Tonnauce les Moulins wurde rbon seinem Vater zur Fortsetzung seiner Studien reklamiert und nach Gießen entlassen.

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Von Veudeuvre marschierte die 7. Kompagnie über Bar fur Aube, wo Kaiser Wilhelm in den Befreiungskriegen ie Feuertaufe empfangen hatte, nach Tonnauce les Moulins. Hier und in einigen Nachbardörfern lag die Kompagnie um 27. März bis zum 4. Mai in Standquartieren. Wäh­rend dieser Zeit wurde viel exerziert und auch Felddienst­bungen fanden statt.

Die Beziehungen zwischen den Einwohnern und unsern Golfdaten hatten sich in Fonnance recht freundlich gestaltet. Besonders zeigte sich das gute Einvernehmen bei dem Aus­mar sche am 5. Mai, indem noch einige Bewohner den Sol­

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hat eine Kuh, von der es sich später herausstellt, daß sie frank war, als gesund verkauft. Es erfolgt Freisprechung. Heimwege von einer Tanzbelustigung in Streit, in welchem Eine Anzahl Vilbeler Burschen gerieten auf dem Verlauf der 17jährige Adam Eckert dem Gärtner Jean Ackermann dortselbst ein Messer in das Herz stach, sodaß der Tod sofort eintrat. Wegen Körperverletzung mit tötlichem Erfolg wird der Angeklagte in eine Gefängnisstrafe von 4 Jahren genommen.

Litterarisches.

vielfach im Mittelpunkte des öffentlichen Interesses. Die Steuer nach dem gemeinen Wert steht heute Bei dieser Sachlage ist es von großer Bedeutung, daß ein Mann des praktischen Lebens, der Berg- und Hütten­direktor Dr. Foehr, eine kleine Schrift geschrieben hat: ". Harrwiz Nachf., Friedrichstraße 16, Preis 50 Pfg.) Die Grundsteuer nach dem gemeinen Wert"( Berlin Neben den grundsätzlichen Ausführungen ist namentlich auch der Anhang:" Tatsachen und Antworten" be deutsam. Das Büchlein wird zweifellos viel dazu bei­tragen, eine Klärung über die so viel umkämpfte Frage herbeizuführen!

Marktberichte.

Steßen, 3. Novbr. Auf dem heutigen Wochenmarkt fosteten Butter per Bfb. 1.00-1.10 mt, Hühnereler 2 Stüd 14-18 Pfg., Enteneter St. 8 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Bfg., Erbsen per Liter 21 Bfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar MY. 0.70-0.90, Hühner per Stüd Mr. 1.30-1.80, Hahnen, per Stüd Mt. C.70-1.50, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänse p. Pfd. 58-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 fg., Rindfleisch per fd. 62-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfs. 66-76 Bfa. Schweine­fleisch gesalzen per fund 0.80 Bfg., Kalbfleisch per Pfd. 70-76 Bfa., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Pfg., Kartoffeln per 100 kilo 5.00-5.50 mt., Rwiebeln per 3t. M. 4.50-5.00, Aepfel per Centner 16-20 Mr. Milch per Liter 18 Pfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Um­herziehen feilgeboten werden.

Frankfurt a. M., 2. November. Fruchtmarkt, G8 notierten nach Qualität: An Weizen, hiesiger und Wetterauer Mt. 16.35-16.40, furhessischer Mt. 16.40-16.50, norddeutsch. Mr. 16.40 b. 16.50, Kansas Mt. 17.75-18.-, Roggen, hiesiger Mt. 13.40 bis 13.50, russischer Mt. 14.25-14.50. Amerikaner Mt. 14.50 bis 14.75, Gerste, hiesige Mt. 15.25 bis 15.75, Pfälzer, Mr. 16.10 bis 16.25, fränkische Mt. 15 70, Riedgerſte Mr. 15.90 bis 16 25, un­beffischer Mr. 13.30-14 90, Württemberger Mt. garische Mt. 17.10-17.75. Hafer, hiesiger Mt. 13.25-14.25, fur­

bis

bayerischer Mt. 13.50-14.75, russischer Mr. 13.80-14.90, Mais Mixed Mt. 12.50-12-75, La Plata mr. 11.25-12.25, weißer Mais Mt. 13.50-13.75, russischer Mt. 12.50-12.75. Alles pro 100 Kilo ab hier.

Frankfurter Viehmarkt. Zum Verkauf standen 467 Ochsen, 54 Bullen, 721 Kühe und Färsen( Stiere und Rinder), 206 Kälber, 483 Schafe und Hämmel, 1507 Schweine. Aus Desterreich 192 Ochsen. Bezahlt wurde für 50 Kilo Ochsen: a) vollfleischige, aus­fun fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete Mr. 67 gemästete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren Mt. 72-73, b) bis 60, c) mäßig genährte junge, gut genährte ältere Mt. 62-65, d) gering genährte jeden Altecs Mt.- Bullen: a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes Mt. 66-68, b) mäßig genährte jüngere und Kühe gut genährte ältere Mr. 63-65, c) gering genährte Mk. und Färsen,( Stiere und Rinder): a) vollfleischige, ausgemästete Färsen ( Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes Mt 65-67, b) voll­fleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes( bis zu 7 Jahren) Mt. 61-63, c) ältere ausgemästete Kühe und wenig aut entwickelte jüngere Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) Mt. 51-53, d) mäßig genährte Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) Mt. 48-50, e) gering genährte Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) Mt.- Bezahlt wurde für 1 Pfund a) feinste Mast-( Vollm.- Mast) und beste Saugfälber( Schlachtgewicht) 85-88 Pfg.( Lebendgewicht) 52-54 Bfg., b) mittlere Maft- und gute Saugtälber( Schlachtge= wich) 77-80 fg,( Lebendgewicht) 46-48 Pfg., c) geringe Saug­fälber 61-63 Pfg., d) ältere gering genährte Kälber( Fresser) Pfg., Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthämmel 68-70 Pfg., b) ältere Masthämmel 58-60 Pfa., c) mäßig genährte Hämmel und Schafe( Märzschafe) 50-52 Pfg. Schweine: a) vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren ( Schlachtgewicht) 56 Pfg.,( Lebendgewicht) 44 Pfg., b) fleischige ( Schlachtgewicht) 55 Pfg.,( Lebendgewicht) 43 Pfg. c) gering ent­Lebendgewicht-, d) ausländ. Schweine unter Angabe der Her­wickelte, sowie Sauen und Eber( Schlachtgewicht) 46-48 Pfg., funft Pfg. Das Geschäft in Hornvieh war gut und ist der Markt geräumt.

Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: 1bin Klein; für das Lokale, den Gerichts-" und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermaun, Städtisches Schlachthaus. Kuhfleisch 45 Pfg. Heute und morgen.

um den Franzosen, die Papiergeld nicht wechseln oder in Bahlung nehmen wollten, zu zeigen, daß die Scheine auch in beschädigtem Zustande noch ihren vollen Wert hätten. Nach der endgültigen Unterzeichnung des Friedens fonnte unser Regiment endlich am 1. Juni den Rückmarsch nach der Grenze antreten. Am 5. Juni überschritt es unter den Klängen der Regimentsmusik die neue deutsche Grenze, und am 11. Juni tam es über die alte Grenze nicht weit von Weißenburg. Ueberall wurde es von den Bewohnern herzlich empfangen, besonders in Bergzabern. Am 17. hatte das Regiment in Mannheim einen Ruhetag, und am folgenden Tage betrat es bei Viernheim zum ersten Male wieder hessischen Boden. Am 19. Juni tam die 7. Kompagnie nach Alsbach, wo ihr ein sehr freundlicher Empfang bereitet wurde. Gesangvereine und die Schuljugend bildeten Spalier und geleiteten die Kompagnie nach dem Orte. Am 21. Juni fand auf dem Exerzierplaze bei Darmstadt die Parade der hessischen Division vor Sr. Königl. Hoheit Ludwig III. und der Einzug in die Landeshauptstadt statt. Das Gießener Regiment bezoy an diesem und am folgenden Tage in Bessungen und Umgegend Quartiere. Von hier aus wurden die Feldwebel nach Gießen gesandt, um die Entlassungspa­piere vorzubereiten. Bei ihrer Ankunft in Gießen wurden sie schon auf dem Bahnhofe von Angehörigen, Freunden und Bekannten auf das Herzlichste empfangen. Das Regiment marschierte an den folgenden Tagen über Friedberg, Bug­bach und hielt am 26. Juni seinen Einzug in seine Garnison Der Empfang in Gießen war überaus herzlich und freund­lich. Die Soldaten wurden bei der Bürgerschaft einquartiert. Von der Stadt wurde jedem Unteroffizier und Soldaten ein Gulden ausgezahlt.